Die Saudis ziehen in den Krieg

Das saudisch-wahhabitische Terrorregime hat einen umfänglichen und offenen Krieg gegen den Jemen mit dem Ziel der Wiederinstallation ihrer Marionette Hadi begonnen. Doch es ist nicht unwahrscheinlich, dass der Krieg ganz andere Ergebnisse als beabsichtigt hervorbringt und möglicherweise sogar anstelle des Sturzes der jemenitischen Regierung von Ansarullah die Entmachtung der wahhabitischen Diktatur der Sauds zur Folge haben wird.

Als der saudische Botschafter in Washington in der Nacht zum Donnerstag verkündete, die saudische Luftwaffe habe mit der Bombardierung von Zielen in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa und anderen Orten des Jemen eine vollumfängliche Militäroperation zur Entmachtung der Bürgerbewegung Ansarullah und zum Wiedereinsetzen des kurz zuvor abgetauchten jemenitischen Herrschers Hadi gestartet, markierte das offenbar den ersten großen von den Saudis geführten Krieg seit der saudischen Beteiligung am nordjemenitischen Bürgerkrieg vor 50 Jahren. In den letzten 50 Jahren gehörte die wahhabitische Diktatur der Sauds zwar stets zu den aggressivsten Kräften der Welt, beschränkte sich dabei jedoch, abgesehen von kleineren Scharmützeln wie dem mit den Houthis zur Jahreswende 2009/2010, regelmäßig auf verdeckte Kriegstaktiken wie die Finanzierung, Unterstützung und Entsendung von Extremisten und Terroristen wie etwa in Afghanistan, Nicaragua, Libanon, Jugoslawien, Zentralasien, Russland, Libyen und Syrien, oder auf das Erbringen von Handlangerdiensten für die kriegsführende Weltmacht USA, wie etwa im Irak. Nur verdeckt im Hintergrund mit Geld und Extremisten oder mit kleineren Hilfsdiensten für die USA aufzutreten, miniminierte in all diesen Kriegen das Risiko für die saudische Dynastie, im Fall einer Niederlage selbst zu arg in Mitleidenschaft gezogen zu werden.

Beim gegenwärtigen saudischen Krieg gegen den Jemen ist das anders. Hier stehen die Saudis nun als offen und mit regulären Kampfeinheiten auftretende Führungsmacht im Krieg gegen den Jemen voll im Wind, und wenn der Krieg verloren geht, ist es deshalb zu erwarten, dass sie der Rückschlagseffekt auch mit voller Wucht treffen wird. Betrachtet man bloß die nackten Zahlen militärischer und wirtschaftlicher Stärke, wie sie etwa in der Wikipedia veröffentlicht sind, so scheint es so auszusehen, dass ein saudischer Sieg im Krieg gegen Jemen zu erwarten ist. Saudi Arabien ist der mit Abstand finanzkräftigste arabische Staat, während der Jemen zu den Ärmsten gehört. Der IWF weist als BIP von Saudi Arabien für 2014 einen Wert von umgerechnet 748 Mrd US-Dollar aus, für den Jemen hingegen nur 40 Mrd US-Dollar. Der saudische Militäretat lag, wie es in Wikipedia veröffentlicht ist, laut SIPRI 2013 bei 67 Mrd US-Dollar und laut IISS 2014 bei etwa 80 Mrd US-Dollar, beträgt damit also etwa das eineinhalb- bis zweifache der jemenitischen Wirtschaftsleistung. Die Saudis brüsten sich damit, für ihren Krieg zur Wiedereinsetzung von Hadi als Staatschef des Jemen eine Koalition aus mehr als 10 regionalen Staaten anzuführen, und für diesen Krieg unter anderem 150.000 Soldaten, 100 modernen Kampfflugzeuge, diverse Kriegsschiffe aller Art und jede Menge weiteres modernes militärisches Material aufzubieten, was durch ihre Koalitionspartner noch erheblich erhöht wird. Bei der Bürgerbewegung Ansarullah, die die Saudis als den von ihnen zu bezwingenden Feind im Jemen betrachten, steht in der Wikipedia gerade mal insgesamt eine Stärke von 100.000 Mann eingetragen, und ihre Bewaffnung dürfte ähnlich wie die Bewaffnung der jemenitischen Streitkräfte zum größten Teil aus alten, oft uralten, zumeist leichten und allenfalls mittelschweren Waffen bestehen. Die Stärke der jemenitischen Armee wird in Fachveröffentlichungen auf etwa 67.000 Mann aktives Personal sowie eine Reserve von 71.000 Mann angegeben. Es ist anzunehmen, dass die saudische Despotie davon ausgeht, dass ihre große Überlegenheit an Waffen und Geld auch zum Sieg im Krieg führen wird.

Schaut man jedoch genauer hin, relativiert sich die auf dem Papier bestehende große Überlegenheit der Saudis jedoch schnell. Zunächst mal ist der Jemen kein Zwergstaat wie Bahrain, wo die Saudis 2011 bei der Niederschlagung friedlicher Proteste für die Einführung von Demokratie halfen, sondern mit rund 25 Mio Einwohnern von der Bevölkerung her ähnlich groß wie das rund 30 Mio Einwohner zählende Saudi Arabien. Und die Bevölkerung des Jemen ist praktisch durchweg bewaffnet, laut Wikipedia liegt der Jemen mit 54 von Zivilisten besessenen Waffen pro Hundert Einwohner auf Platz drei der Länder der Welt mit den meisten Waffen pro Kopf. Beinahe jeder Mann im Jemen ist bewaffnet. In der von Stammestraditionen und -konflikten geprägten Gesellschaft lernen bereits Kinder den Umgang mit Waffen. Sollten die Saudis also, wie von ihrem Koalitionspartner Ägypten angekündigt, eine Bodeninvasion des Jemen unternehmen, so werden sie dort nicht nur etwa 100.000 Houthis und jemenitischen Soldaten gegenüberstehen, sondern in einem Umfeld mit rund 10 Mio bewaffneten Männern agieren müssen, von denen aufgrund der permanenten Konflikte im Land viele praktische Kriegserfahrung haben. Auch eine 150.000 Mann starke Invasions- und Besatzungsarmee, wie sie die Saudis nun aufgeboten haben wollen, wirkt da nicht mehr sehr groß, und das auch dann nicht, wenn Koalitionspartner der Saudis noch einmal so viele Soldaten zum saudischen Krieg gegen Jemen beisteuern sollten. Die Supermacht USA, die vor zwölf Jahren mit zunächst 250.000 Soldaten und einer viel breiteren Koalition, als die Saudis sie heute gegen Jemen haben, den Irak überfallen hat, kann ein Lied davon singen, wie schwer es ist, in so einem Umfeld zu bestehen und dem überfallenen Land eine Marionettenregierung von eigenen Gnaden aufzuzwingen.

Hinzu kommt, dass das saudische Kriegsziel, den geflüchteten Präsidenten Hadi wieder als Herrscher über den Jemen einzusetzen, nahezu unerreichbar ist. Worauf es zur Herrschaft im Jemen ankommt, ist die Fähigkeit, durchsetzungsfähige Koalitionen mit den unterschiedlichen bewaffneten Akteuren, politischen Fraktionen und den wichtigsten Stämmen zu schmieden. Hadi ist jedoch untergetaucht und geflüchtet, weil er über diese unabdingbare Voraussetzung zur Macht im Jemen nicht mehr verfügt. Hadi verfügt, abgesehen von einem eher zweitklassigen Milizenführer in der von Al Kaida durchsetzten Provinz Abyan, offensichtlich über keine starken genuinen Kräfte im Jemen mehr, die ihn von sich aus unterstützen. Wäre das anders, hätte Hadi nicht flüchten müssen, und das gleich zweimal, zunächst aus der Hauptstadt Sanaa, und dann auch noch aus der südjemenitischen Großstadt Aden, die er für seine Hochburg gehalten hatte. Um im Jemen herrschen zu können, ist signifikante Unterstützung innerhalb des Jemen jedoch absolut unerlässlich. Sich allein auf ausländische Truppen stützend kann niemand im Jemen regieren.

Für Erfolg oder Misslingen des saudisch-geführten Krieges gegen den Jemen ist deshalb die Frage entscheidend, ob die saudisch geführte Militäroperation innerhalb des Jemen mehr Zustimmung oder mehr Ablehnung für Hadi generiert. Zustimmung für Hadi könnte die saudisch geführte Militäroperation etwa dadurch generieren, dass Hadi sich aufgrund der saudischen Militärunterstützung als mutmaßlicher Gewinner und starker Mann im Jemen präsentieren kann, und aufgrund des Effektes, dass viele Menschen, gerade im Krieg, sich bevorzugt der mutmaßlich stärksten Seite anschließen, um nach dem Krieg nicht zu den Verlierern, sondern zu den Siegern zu gehören. Der dagegen wirkende Effekt ist, dass ausländische militärische Einmischung grundsätzlich ein gewisses Maß an Ablehnung generiert, und Hadi, wenn er als Herrscher von Saudis Gnaden auftritt, als Lakai fremder Interessen weitere Teile seines ihm noch verbliebenen Ansehens verliert. Die Einschätzung des Parteibuches ist, dass dieser Effekt verstärkter Ablehnung von Hadi als Vertreter fremder Interessen den Effekt der potentiellen Zustimmungssteigerung durch gewonnene Stärke bei Weitem überwiegen wird.

Gerade im Jemen gehört die Freiheit von fremder Herrschaft zum Ehrenkodex der Stammestraditionen, die viele Menschen dort wichtiger als ihr eigenes Leben nehmen. Als saudischer Lakai, der er nun ganz offensichtlich ist, hat Hadi in den Augen der meisten Menschen im Jemen, Zivilisten und Mitgliedern bewaffneter Kräfte gleichermaßen, und selbst in den Augen vieler Menschen, die ihm bis Mittwoch gewogen waren, soeben jegliches Ansehen und jegliche Ehre verloren. Und genauso wird, falls die Saudis anhand der Unhaltbarkeit Hadis die Pferde wechseln wollen, und jemand anders zum Herrscher über den Jemen machen wollen, auch diese Person just ab der Minute keine Ehre mehr haben, in der sie die Aufgabe annimmt, als saudischer Lakai über den Jemen zu herrschen. Doch das saudische Problem ist noch größer. Selbst wenn man mal annimmt, dass es den Saudis mit ihrer Militäroperation gelingt, einen Lakaien als Herrscher im Jemen zu installieren, und die Mehrheit der jemenitischen Bevölkerung das akzeptieren sollte, so wird die saudische Marionette kaum erfolgreich herrschen können, denn von einem wesentlichen Teil der Jemeniten wird von nun an jeder, der auch nur im leisesten Geruch steht, saudische Interessen zu vertreten, radikale Ablehnung bis hin zum bewaffneten Widerstand erfahren. Selbst im hypothetischen Fall eines vollumfänglichen saudischen Sieges ist damit in Jemen ein bewaffnetes Chaos wie in Libyen zu erwarten, dass genau wie das Chaos in Libyen dazu geeignet ist, Nachbarländer zu destabilisieren, was in diesem jemenitischen Fall vornehmlich Saudi Arabien wäre.

Zu den Problemen in Jemen, die einem saudischen Sieg militärisch im Weg stehen, kommt eine durchaus nicht ganz einfache Situation international und innerhalb der saudisch geführten Kriegsallianz. Der Kern der mehr als zehn Staaten umfassenden Kriegskoalition, mit der die Saudis sich brüsten, besteht neben den Saudis aus den vier wahhabitischen GCC-Diktaturen Vereinigte Arabische Emirate, Katar, Bahrain und Kuwait, wobei es bemerkenswert ist, dass das ebenfalls zum GCC gehörende ibaditische Sultanat Oman nicht am saudisch geführten Krieg gegen Jemen teilnimmt. Die Teilnahme der VAE und der drei wahhabitischen GCC-Zwergstaaten an der saudischen Kriegskoalition erlaubt es den Saudis zwar zu sagen, dass viele Staaten am saudisch geführten Krieg gegen den Jemen teilnehmen, doch sind sie viel zu klein, um das Kriegsgeschehen entscheidend zu Gunsten der Saudis beeinflussen zu können. Im schlechtesten Fall werden einige davon, etwa Kuwait und Bahrain, sogar zu einer Last für die saudische Kriegskoalition, nämlich dann, wenn es aufwendiger wird, diese Zwergstaaten, die sich selbst ohnehin nicht verteidigen können, vor denkbaren Gegenangriffen, etwa von mit den Houthis sympathisierenden Freischärlern, zu schützen, als die Beteiligung dieser Zwergstaaten am Krieg gegen Jemen den Saudis nutzt.

Die fünf weiteren Teilnehmer am saudisch geführten Krieg gegen den Jemen, die gegenwärtig saudischen Angaben zufolge Luftangriffe auf den Jemen durchführen, nämlich Jordanien, Ägypten, Sudan und Marokko, wurden von den Saudis offenbar hauptsächlich mit finanziellen Anreizen oder Drohungen dazu gebracht, und, obwohl diese Staaten zum Teil über recht leistungsfähige Armeen verfügen, ist ihre Beteiligung am Krieg gegen Jemen selbst den saudischen Angaben zufolge, im Vergleich zu den 100 saudischen Flugzeugen, eher recht klein. So sollen etwa der Sudan drei Flugzeuge für den Krieg bereitgestellt haben, Jordanien und Marokko je sechs, und Ägypten und Pakistan gar nur eine nicht näher spezifizierte „Unterstützung“ durch Marine und die Luftwaffe.

Auch mit der Motivation dieser mit Geld zur Unterstützung des Krieges gebrachten Koalitionspartner scheint es nicht weit her zu sein. Ägypten etwa hatte sich schon vor dem Krieg stets unenthusiastisch gegenüber den anti-schiitischen saudischen Projekten in der Region gezeigt, und Pakistan hat auch nach der Bekanntgabe der pakistanischen Kriegsteilnahme durch Saudi Arabien zunächst verlautbaren lassen, Pakistan nehme bislang nicht am saudisch geführten Krieg teil, prüfe nach wie vor die saudische Anfrage und dann am Freitag die vollständige Ablehnung seiner Teilnahme am Krieg gegen Jemen erklärt. Sollte Pakistan wirklich weg sein, was aufgrund der engen pakistanisch-chinesischen Beziehungen nicht unwahrscheinlich ist, haben die Saudis, abgesehen von Obamas zaghafter Unterstützung, keine Nuklearmacht mehr auf ihrer Seite aktiv am Krieg gegen Jemen an Bord.

Was durchaus noch sehr wichtig werden kann, ist, dass es zwar Unterstützung durch die USA für den saudischen Krieg gegen Jemen gibt, diese jedoch praktisch allenfalls lauwarm aussieht. Die US-Regierung ließ erklären, die USA würden nicht an direkten Militäraktionen teilnehmen, US-Präsident Barack Obama habe jedoch Unterstützung für die Saudis durch Logistik und die Weitergabe von Geheimdienstinformationen im Rahmen einer gemeinsamen Planungszelle angeordnet. Was noch bemerkenswert ist, ist, dass außer den USA mit ihrer indirekten Unterstützung kein weiterer NATO-Staat mit an Bord des saudischen Krieges ist, insbesondere beide europäischen UN-Vetomächte Britannien und Frankreich fehlen, aus der Türkei nichts außer einer verbalen Sympathiebekundung für die Saudis kam, und die EU-Außenbeauftragte erklärt hat, sie sehe keine militärische Lösung für den Konflikt im Jemen. Die offensichtlich hastig zusammengeschusterte Kriegsallianz der Saudis zeigt also schon am Tag ihrer Bekanntgabe keine einheitliche Front, sondern klar erkennbare Sollbruchstellen, die etwa wenn der Krieg schlecht läuft, länger dauert und mehr Verluste als geplant auftreten, dazu führen können, dass die Saudis ihren Krieg gegen den Jemen dann eher früher als später mehr oder minder allein führen müssen.

Als besonders empfindliche Sollbruchstelle könnte sich dabei die zaghafte Unterstützung durch die USA als einzige die Saudis unterstützende UN-Vetomacht herausstellen. Dass die Lakaien Israels im US-Kongress Barack Obama zu mehr Unterstützung für den saudischen Krieg gegen Jemen drängen, hilft den Saudis dabei im Zweifel vermutlich nicht viel, denn US-Präsident Barack Obama ist sowohl Herr über das UN-Votum der USA als auch Oberbefehlshaber über die Streitkräfte der USA. Sollte Barack Obama es sich mit seiner zaghaften Unterstützung für die Saudis anders überlegen, etwa wenn zu viele Klagen über Kriegsverbrechen und Grausamkeiten durch die saudische Allianz laut werden, und Obama die Saudis dann hängen lassen, hat die saudische Kriegsallianz, da sowohl Russland als auch China ihre Opposition gegen die saudische Militäroperation im Jemen erklärt haben, keine Vetomacht des UN-Sicherheitsrates mehr an ihrer Seite. Damit stünden dann Tür und Tor offen, dass der UN-Sicherheitsrat Maßnahmen, möglicherweise sogar empfindliche Zwangsmaßnahmen nach Kapitel 7 der Charter, gegen Saudi Arabien beschließen könnte, denn schließlich bewegen sich die Saudis bei ihrem Krieg gegen Jemen schon jetzt juristisch auf sehr dünnem Eis.

Zwar können die Saudis bei ihrem Krieg gegen Jemen darauf verweisen, dass sie damit einer Bitte eines ins Ausland geflüchteten Präsidenten nachkommen, ähnlich wie Russland nach dem Putsch in der Ukraine eine Bitte Janukowitschs um militärisches Eingreifen als Rechtfertigung für seine Intervention auf der Krim nutzte, doch im Jemen ist die Lage aufgrund der vorhergehenden Befassungen des UN-Sicherheitsrates mit dem Thema, insbesondere der dazu verabschiedeten Resolutionen, die eine friedliche Lösung im Dialog fordern, noch etwas anders. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon ist, wohl aufgrund der auslegungsfähigen juristischen Lage, am Donnerstag in einem Statement zum saudisch geführten militärischen Eingreifen in den Konflikt im Jemen, der Frage nach dessen Rechtmäßigkeit ausgewichen. Als Damoklesschwert hängt dabei das präsidentielle Statement des Sicherheitsrates vom letzten Sonntag über der saudischen Kriegskoalition in der Luft, in dem der UN-Sicherheitsrat alle UN-Mitgliedsstaaten dazu aufgerufen hatte, von äußeren Einmischungen in Jemen, die zu Unsicherheit und Konflikt führen, abzusehen, und stattdessen den politischen Prozess im Jemen zu unterstützen. Ein präsidentielles Statement des UN-Sicherheitsrates ist zwar nicht bindend, aber sollte der UN-Sicherheitsrat beschließen, sein Statement in einer bindenden Resolution zu wiederholen, und seiner Resolution Zähne durch Strafandrohungen zu verleihen, dann könnten die Saudis schnell in große juristische Probleme kommen, denn sollte der UN-Sicherheitsrat dabei etwa beschließen, natürlich gegen alle Konfliktparteien, also Houthis und Saudis gleichermaßen, harte Sanktionen zu verhängen, etwa Auslandsguthaben einzufrieren oder ein Waffenlieferungsverbot oder Beschränkungen bei der Vermaktung von Erdöl aussprechen, dann würde das die Houthis kaum, die Saudis aber erheblich treffen. Weil Obama im Clinch mit Netanjahu und seinen Kumpanen in den USA liegt und die im anti-iranischen Hass mit Netanjahu geeinte saudische Despotie zu den wichtigsten Unterstützern von Netanjahu und seinen Kumpanen gehört, könnte Obama durchaus ein strategisches Interesse daran haben, die Saudis so unter Druck zu setzen, und da die Saudis mit ihrem letzten Herbst begonnenen Ölpreiskrieg auch US-Ölfirmen bekämpfen und dadurch die US-Wirtschaft gefährden, wären Maßnahmen gegen die Saudis in der gegenwärtigen energiepolitischen Situation auch innenpolitisch in den USA nicht mehr undenkbar. Und außenpolitisch hat Obama durch sein Engagement für einen Nukleardeal mit dem Iran und der indirekten unterstützung des Iran beim Kampf gegen ISIS bereits bewiesen, dass er mehr iranischem Einfluss nicht zwingend im Weg stehen will, sodass das eine dem Iran genehme Lösung auch im Jemen nicht undenkbar ist. Die Israel-Lobby würde dann zwar wieder toben, aber durchsetzen würde sich vermutlich Obama, denn er gebietet über das Abstimmungsverhalten der USA in der UNO. Und wenn die fünf Vetomächte sich einigen, dann ist eine Resolution bislang wohl noch nie an der Ablehnung durch nichtständige Sicherheitsratsmitgieder gescheitert.

Es ist also jederzeit möglich, dass der UN-Sicherheitsrat den saudischen Krieg gegen Jemen stoppt. Aber, wie das Beispiel Syrien zeigt, wo der Sicherheitsrat es auch seit Jahren in der Hand hätte, durch die Verhängung von Sanktionen gegen die Sauds und ihre Kumpane die Luft aus dem Krieg rauszulassen, ist es natürlich keineswegs sicher, dass der Sicherheitsrat sich bald einigt und handelt. Es ist ebenso denkbar, dass Obama die sehr moderate Unterstützung der Saudis nicht zurückzieht und er dabei etwa das zynische Kalkül verfolgt, sich die Regionalmächte die Hörner abstoßen zu lassen, bis sie sich irgendwie selbst einigen, weil er und seine Leute glauben, dass sie das dem Ziel näherbringt, die US-Truppen möglichst weniger in Westasien zu beschäftigen, um viele davon nach Ostasien zur Konfrontation der aufstrebenden Weltmacht China verlegen zu können. Was hingegen als sicher gelten kann, ist, dass Ansarullah dem Versuch der Saudis, im Jemen mit militärischen Mitteln erneut eine saudische Marionettenregierung aufzuzwingen, erbitterten Widerstand leisten werden und sie bei der Verteidigung des Jemen gegen die saudische Aggression keineswegs auf den UN-Sicherheitsrat setzen.

Als sie vor fünf Jahren mit unglaublicher Tapferkeit und viel militärischem Geschick auf Vernichtung angelegten Angriffen der jemenitischen und saudischen Streitkräfte, die dabei von den USA, Al Kaida und weiteren Staaten unterstützt wurden, über ein halbes Jahr getrotzt und den Angreifern schwere Verluste beigebracht haben, waren die Houthis eine auf sich allein gestellte, lokal sehr begrenzt aktive Volksmiliz mit wenigen Tausend Mitgliedern, der, da die USA die Küsten gegen Schmuggel bewachte, für den Kampf fast ausschließlich erbeutete Waffen zur Verfügung standen. Die Kapazität von Ansarullah, deren Kern die Houthis bilden, ist heute eine ganz andere. Zunächst einmal gehören zu Ansarullah heute der allergrößte Teil der jemenitischen Armee, die allermeisten Stammesmilizen im nordwestlichen Teil des Jemen und Volksverteidigungseinheiten in vielen jemenitischen Großstädten einschließlich der Hauptstadt Sanaa, so dass die Anzahl der Kämpfer in den Kampfverbänden von Ansarullah die Marke von 100.000 sicherlich übersteigt, und, wenn man alle heute zu Ansarullah gehörende Armeeheiten, Stammesverbände und Volksmilizen zusammenrechnet, möglicherweise auch die Millionengrenze überschreitet oder die Kräfte von Ansarullah sich sogar auf mehrere Millionen Kämpfer aufsummieren.

In den letzten 5 Jahren hatten die Houthis und Ansarullah außerdem reichlich Zeit, die sie genutzt haben, um ihren Ausbildungsstand zu verbessern und neue Kampfeinheiten in asymmetrischer Kriegsführung zu trainieren, und da sie zumindest seit eingen Monaten auch wesentliche Häfen des Jemen beherrschen, konnten sie auch Waffen importieren. Vor fünf Jahren standen den Houthis als Mittel ihrer Informationsarbeit vornehmlich Mund-zu-Mund-Propaganda und Video-Uploads bei Youtube zur Verfügung, wobei sie gelegentlich durch freundlich gesinnte Meldungen bei Press TV und Al Manar etwas Unterstützung dabei bekamen, der Welt ihre Sicht der Dinge darlegen zu können. Heute haben die Houthis einen eigenen Fernsehkanal, Ansarullah verfügt über wesentliche staatstragende Medien des Jemen, und die globale Informationslandschaft hat sich dank neuen Sendern wie Al Mayadeen, RT und Telesur stark zu ihren Gunsten geändert.

Überhaupt hat sich das Machtgefüge der Welt in den letzten fünf Jahren günstig für die Houthis verändert. Mit China ist in den letzten fünf Jahren eine neue Großmacht gewachsen, die eng mit dem Iran und anderen nicht zum US-Empire gehörenden Kräften in der Welt kooperiert, Russland, Iran und Syrien arbeiten eng zusammen, iranfreundliche Kräfte haben die US-Besatzer im Irak bezwungen, die BRICS sind entstanden, und so weiter und so fort. Anders als vor fünf Jahren, wo die Houthis abgesehen von moralischer Unterstützung durch den Iran, und vielleicht auch einigen heimlichen Trainingseinheiten mit Hisbollah, praktisch allein in der Welt standen und kämpfen mussten, darf Ansarullah sich heute glücklich schätzen, dass es nun eine Reihe von Ansarullah freundlich gesinnten und recht potenten Kräften in der Welt gibt.

Anders als die saudische Marionette Hadi hat Ansarullah jedoch erklärt, auf militärische Hilfe von Drittstaaten verzichten zu wollen, und mit der saudisch geführten Aggression selbst fertig werden zu wollen. Ansarullah macht dabei keinen Hehl daraus, dass, wenn die Saudis nicht umgehend von ihrer Aggression Abstand nehmen, sie sich bei der Verteidigung des Jemen nicht auf die Defensive innerhalb der Landesgrenzen beschränken werden, sondern sie dann ihrerseits grenzüberschreitend in die Offensive gehen wollen, um zu versuchen, die saudische Monarchie zu stürzen. Außerdem ist aus den Reihen von Ansarullah häufig zu hören, dass die Saudis einen Krieg gegen Jemen zwar einseitig beginnen können, die Saudis jedoch keine Macht zum Beenden des Krieges haben und dieser Krieg solange dauern wird, wie es nötig ist, um die saudische Despotie ein für allemal zu stürzen, und wenn es viele Jahre sein sollten.

Die erste wesentliche Maßnahme von Ansarullah in Reaktion auf die saudische Aggression waren Fernsehansprachen und die Organisation einer Großdemonstration in der Hauptstadt Sanaa. Ansarullah versucht so, die Bevölkerung des Jemen auf Einheit einzustimmen und sämtliche bewaffneten Kräfte des Jemen, gleich wo sie politisch stehen, an das Nationalgefühl und Stammestraditionen der Nichtunterwerfung unter fremde Herrschaft appallierend zum möglichst geschlossenen Widerstand gegen die saudische Aggression zu mobilisieren.

Ob und inwieweit das besser funktioniert, als der saudische Plan, Hadi und seinen Unterstützern durch eine Demonstration der Stärke mit den Luftangriffen mehr Rückhalt zu verschaffen, bleibt abzuwarten. In gewisser Weise kommt Ansarullah dabei die – wenn auch zaghafte – Unterstützung des saudischen Krieges durch die USA zugute, denn dadurch wird die seit Jahren von den Houthis verbreitete Botschaft, dass die USA und Israel hinter allem Übel der Region und in ihrem Land stecken, glaubwürdiger, und außerdem sind die USA aufgrund ihrer Drohnenangriffe auch bei Stämmen im Osten und Südosten, die aus sektiererischen oder sonstigen Gründen mit den Houthis über Kreuz liegen, reichlich verhasst. Dass die Saudis sich bei ihrem Krieg gegen den Jemen von den USA unterstützen lassen und den Krieg von ihrem Botschafter in Washington verkünden ließen, ist den saudischen Kriegsbemühungen also durchaus nicht nur förderlich.

Gegen die mit hoch fliegenden Jets abgeworfenen saudischen Bomben selbst kann Ansarullah im Moment militärisch vermutlich nicht viel ausrichten. Zwar verfügt Ansarullah wohl über einige alte sowjetische 2K12 Kub, doch ist damit modernen US-Kampfflugzeugen kaum beizukommen. Meldungen über von der Luftabwehr abgeschossene Jets der saudischen Koalition konnten dementsprechend bisher auch nicht bestätigt werden. Damit ist aber noch nicht gesagt, dass die saudischen Luftangriffe erfolgreich sein werden, denn die Reaktion der Jemeniten kann anstelle von Resignation auch kollektive Wut auf die Saudis sein, ähnlich wie die Reaktion der Bevölkerung von Gaza auf israelische Luftangriffe ist. Das gilt insbesondere dann, wenn es, wie es bei Luftangriffen unvermeidlich ist, auch bei den saudischen Luftangriffen zivile Opfer gibt, was erklärt, warum Ansarullah bei seiner Informationsarbeit den Aspekt der durch saudische Luftangriffe ums Leben gekommenen Frauen und Kinder in den Vordergrund rückt.

Gerade wenn die Kampagne der saudischen Luftangriffe zur Schwächung der Gegner der Saudis länger andauert, so wie es von den Saudis vermutlich vor einer Offensive am Boden mit eignenen, lokalen und fremden Truppen geplant ist, können die Saudis durch zivile Opfer auch, ähnlich wie Israel oder die USA, international von Seiten der Zivilgesellschaften unter Druck geraten. Außerdem ist es denkbar, dass es Ansarullah im Laufe einer über Monate andauernden Bombardierung des Jemens durch Saudi Arabien gelingt, effektive Luftabwehrsysteme, wie etwa iranische oder syrische Nachbauten moderner russischer Systeme, aus dem Ausland zu beschaffen. Diese Möglichkeit scheint den Saudis nach Beginn ihrer Bombardierung des Jemen so viele Sorgen zu bereiten, dass sie den UN-Sicherheitsrat am Donnerstag Abend plötzlich um ein Waffenembargo gegen Ansarullah ersucht haben. Um so eine Sicherheitsratsresolution zu bekommen, sind sie jedoch auf russische und chinesische Zustimmung angewiesen.

Zur Durchsetzung eines Waffenembargos, ob nun der Segen des UN-Sicherheitsrats dafür noch kommt oder nicht, bemüht sich die saudische Kriegskoalition neben der Sperrung des jemenitischen Luftraums mit Hilfe der Marine auch die von Ansarullah kontrollierten Häfen im Jemen, die allesamt an der Küste des roten Meeres liegen, abzuriegeln. Zeitweise gab es dazu auch Meldungen, dass ägyptische und saudische Kriegsschiffe dazu auch die Einfahrt vom Golf von Aden in die Meerenge von Bab Al Mandeb sperren würden, was eine besondere Ironie wäre, weil das äygptische Interesse am Jemen insbesondere darin besteht, dass die Zufahrt zum Suez-Kanal durch die Meerenge von Bab Al Mandeb geöffnet bleibt, und als ein Grund für die Intervention von saudischen Medien immer wieder erklärt worden ist, man könne Zusicherungen von Ansarullah nicht trauen, die Seesstraße Bab al-Mandeb nicht behindern zu wollen. Außerdem würde eine Sperrung der Seesstraße von Bab al-Mandeb unter anderem das Recht von Eritrea auf Teilnahme am internationalen Seehandel verletzen. Eritrea ist in diesem Zusammenhang insofern wichtig, weil die Seeverbindungen zwischen der Küste Eritreas und der jemenitischen Küste am roten Meer schwer kontrollierbar sind und Eritrea beim Krieg gegen die Houthis vor fünf Jahren deshalb bezichtigt wurde, Zwischenstation beim Schmuggel von Waffen für die Houthis zu sein. Neben der Führung eines Seekrieges zum Versenken der eine Blockade der Häfen von Ansarullah versuchenden Kriegsschiffe der saudischen Koalition wäre es also durchaus denkbar, dass Waffen über Eritrea an Ansarullah durch die Blockade geschmuggelt werden.

Was den eigentlichen Krieg gegen Saudi Arabien betrifft, so ist Ansarullah darum bemüht, vom Luftkrieg, den Ansarullah nicht gewinnen kann, möglichst schnell in einen Bodenkrieg gegen Saudi Arabien überzugehen. Ansarullah ist davon überzeugt, dass die unerfahrenen saudischen Truppen den in Guerillakriegsführung erfahrenen Kämpfern von Ansarullah am Boden nicht standhalten können. Schon wenige Stunden nach dem Beginn der saudischen Bombardierung Jemens gab es Berichte darüber, dass Ansarullah die nahe der Grenze zum Jemen stationierten saudischen Truppen am Boden in Saudi Arabien fortwährend mit Raketen, Artillerie und grenzüberschreitenden Kommandoaktionen angreift. Ob die Berichte zutreffen, und ob dabei auch, wie von Ansarullah behauptet wurde, den Saudis hohe Verluste beigebracht wurden oder saudische Soldaten in Gefangenschaft gerieten, wird sich vermutlich nicht so bald klären lassen, denn sowohl Ansarullah als auch die Saudis dürften darum bemüht sein, ihre Verluste zu verstecken, um sich stark zu zeigen.

Was jedoch gesagt werden kann, ist, dass Angriffe von Ansarullah auf saudisches Territorium für die saudische Kriegskoalition unangenehm sein dürften, zum Einen, weil sich die saudische Kriegskoalition durch dabei erlittene Verluste gezwungen sehen könnte, viel schneller als geplant in einen Bodenkrieg gegen Ansarullah einzutreten, und zum Anderen, weil Kriegshandlungen auf saudischem Boden dazu geeignet sein könnten, die dort ansässige Bevölkerung gegen die saudische Führung aufzubringen, die Kriegshandlungen auf saudischem Boden bei ihrem unprovozierten Krieg der Wahl gegen den Jemen offenbar in Kauf genommen hat.

Sollte das saudische Regime auf eigenem Territorium Schwäche zeigen, dann könnte das die Tür für alle möglichen bewaffneten Gruppen öffnen, von unzufriedenen Stämmen über Kampfeinheiten der Muslimbrüder bis hin zu Al Kaida und ISIS, ihre globalen Aktivitäten nach Saudi Arabien zu verlagern und dort Jihad für einen Regime Change zu führen. Sobald ausgehend von der jemenitischen Grenze im Süden und Zentrum Saudi Arabiens Chaos ausbricht, könnten auch die auf den Ölfeldern im Osten Saudi Arabiens lebenden Schiiten einen, von Iran und Irak diskret unterstützten, bewaffneten Aufstand wagen und die wichtigsten saudischen Ölfelder unter ihre Kontrolle bringen. Das in etwa könnte die beabsichtigte Strategie von Ansarullah sein, die saudische Dynastie zu stürzen.

Ob diese Absicht realistischer ist als die saudischen Pläne im Jemen, mag dahingestellt bleiben. Das einzige, was gegenwärtig wirklich klar ist, ist, dass die Saudis ohne Not mit Unterstützung von Obama einen neuen großen, blutigen und vermutlich langwierigen Krieg im nahen Osten begonnen haben. Es ist gegenwärtig kaum abzusehen, wie dieser erste große saudische Krieg seit 50 Jahren enden wird, wenn er denn irgendwann endet. Es könnte den Saudis dabei durchaus passieren, dass sie mit diesem verbrecherischen Krieg ihr Königreich verspielen.

17 Gedanken zu “Die Saudis ziehen in den Krieg

  1. „Es könnte den Saudis dabei durchaus passieren, dass sie mit diesem verbrecherischen Krieg ihr Königreich verspielen.“

    Richtig. Alle Reiche dieser Welt werden einmal ihr Ende finden. Da ist nichts für immer.

    Danke für diese aufschlußreiche Einschätzung!

    von einem treuen Leser

  2. Die Golfstaaten haben eine Söldnerarmee und die bekommt es mit einer voll bewaffneten Bevölkerung zu tun, durch die Luftangriffe wird die Bevölkerung nur noch zorniger und entschlossener. Wenn die Golfstaaten von See her die Häfen blockieren bedeutet das noch lange nicht das sie vom Nachschub völlig abgeschnitten sind. Ihre Lager Bestände sind sicher voll, bei Landkrieg erbeuten sie auch noch genug.

    1. manfred

      Ja, das, was die Saudis im Jemen vorhaben, ist alles andere als ein Spaziergang. Die Umgebung ist auf jeden Fall noch schwieriger als die, woran die US-geführten Koalitionen in Afghanistan und Irak gescheitert sind. Nimmt man Libyen als potentiell erreichbares Erfolgsszenario, sind die Aussichten für die Saudis auch nicht rosig. Da kann an den verschiedensten Stellen alles mögliche gründlich schiefgehen.

      Was ich sehr interessant finde, ist, dass Menachem-Begin-Fan Eli Lake in einer mit vielen Details angereicherten Geschichte behauptet, die Saudis hätten die USA erst eine Stunde vor dem Beginn des Krieges darüber informiert. Das legt meiner Meinung nach die Vermutung nahe, dass die Saudis die Sache gemeinsam mit Israel durchziehen wollen und im Sicherheitsrat „Grand-ohne-fünf“ spielen.

      Es ist durchaus möglich, dass Obama da bloß noch nicht den Stöpsel gezogen hat, weil er davon ausgeht, dass die Saudis, und mit ihnen Netanyahu, den Krieg gegen den Jemen ganz böse verlieren werden.

  3. Übrigens: der erste Flieger der saudischen Koalition ist offenbar heruntergekommen. Die Bilder sind allerherzlichst. Die Leute haben dicke Qat-Backen, aber die Flugzeugteile in ihren Händen belegen, dass sie einen Flieger heruntergeholt haben:

    http://www.almanar.com.lb/english/adetails.php?eid=203246&cid=23&fromval=1&frid=23&seccatid=31&s1=1

    Wer ja nach Jemen geht, muss Qat begreifen.

    RT meldet unter Berufung auf Al Mayadeen, dass der abgeschossene Flieger aus dem Sudan kommen soll und der Pilot verhaftet worden sei.

    1. Das erste Photo sieht eher aus wie dei Reste einer Rakete, oder eines Marschflugkörpers. Die anderen Teile sehen zwar nach Flugzeugresten aus, die Lackierung (grau) passt dann wieder nicht zu der beigen Tarnfarbe der saudischen Flieger. Aber mal abwarten, wenn es wirklich ein Flieger war werden weitere Photos folgen.

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