Revolution in Aden angekommen

Die Revolutionäre von Ansarullah sind in Aden, der größten Stadt im südlichen Jemen, angekommen.

Nachdem der von zionistischen und wahhabitischen Terroristen und Staatssponsoren des Terrors unterstützte Ex-Präsident Hadi in der letzten Woche in Aden eine Gegenregierung zur Hauptstadt Sanaa ausgerufen hatte, um zu versuchen, in Jemen einen Bürgerkrieg zu entfachen, bei dem er hoffte, sich mit Unterstützung von Al Kaida und dem saudischen Terrorregime die Kontrolle über einen Teil des Jemen zu sichern, ging alles ganz schnell. Am Sonntag übernahmen Revolutionäre von Ansarullah die rund 140 Kilometer nordwestlich von Aden liegende drittgrößte jemenitische Stadt Taizz und wurden dort von den Sicherheitskräften freundlich empfangen. Und von Taizz aus sind die Revolutionäre von Ansarullah dann gemeinsam mit Einheiten der jemenitischen Armee Richtung Aden losgezogen.

Da die jemenitische Armee geschlossen auf Seiten von Ansarullah steht, schickte der von den Saudis eingesetzte und unterstützte Ex-Präsident Hadi hastig zusammengewürfelte Stammesmilizen und mit ihm befreundete Terroristen von Al Kaida los, um die Revolutionäre von Ansarullah und die jemenitische Armee mit mörderischen Terroranschlägen einzuschüchtern und die wenigen Straßen von Taizz nach Aden zu blockieren. Hadis frisch ausgerufener als Dauergast in Riyadh lebender „Interimsaußenminister“ bettelte unterdessen gemeinsam mit Hadi pausenlos die Saudis, die arabische Liga, die UNO und jeden, der es sonst wolle, offen um Kriegshandlungen gegen Jemen zur Unterstützung von Hadi an. Was auch immer Hadi noch an Ansehen bei der jemenitischen Bevölkerung gehabt haben mag, war damit weiter den Bach runter gegangen.

An drei der vier Straßen von Taizz nach Aden scheint es Hadi mit Hilfe von Al-Kaida-Terroristen, dem Entsenden von Stammesmilizen und der sektiererischen Aufwiegelung der lokalen Bevölkerung gelungen zu sein, den Anmarsch von Ansarullah und der jemenitischen Armee einstweilen zu blockieren. An der vierten Straße jedoch entschieden sich die von Hadi mit dem Kampf gegen Ansarullah und die jemenitische Armee betrauten Stammeskämpfer am Dienstag, anstatt gegen Ansarullah lieber gemeinsam mit Ansarullah gegen Hadi und sein korruptes Terrorregime zu kämpfen. Der Weg von Norden nach Aden war damit frei.

Am späten Dienstag Abend übernahmen die jementischen Soldaten, die am Sonntag von Hadis Al Kaida Terroristen von dort vertrieben waren, wieder die Kontrolle über die 40 Kilometer nördlich von Aden gelegene Al-Anad-Luftwaffenbasis. Nachdem Ansarullah den Einwohnern von Aden zusicherte, dass Ansarullah selbstverständlich die Rechte der südjemenitischen Bürger achten werde, und ihr Konflikt nur mit den Terroristen von Al Kaida und ihrem Schutzpatron Hadi bestehe, wurden die letzten Kilometer des Marsches von Ansarullah und der jemenitischen Armee nach Aden am heutigen Mittwoch zum Triumphzug.

In der am Wegesrand liegenden Stadt Hota, die seit Sonntag von mit Hadi kooperierenden Al-Kaida-Terroristen beherrscht wurde, nahmen die Revolutionäre von Ansarullah Hadis „Verteidigungsminister“ Mahmoud al-Subaihi fest und überführten ihn in die Hauptstadt Sanaa. In Aden übernahmen die Revolutionäre von Ansarullah und jemenitische Armeeeinheiten umgehend die Kontrolle über den Flughafen, den Präsidentenpalast, die Zentralbank und den Hafen, ohne dabei auf größeren Widerstand zu stoßen. Die wahhabitischen Terrorstaaten Saudi Arabien, VAE und Kuwait, die vor einigen Tagen in demonstrativer Unterstützung für Hadi ihre Botschaften aus der Hauptstadt Sanaa nach Aden verlegt hatten, evakuierten diese Einrichtungen eiligst.

Der gegenwärtige Aufenthaltsort von Ex-President Hadi ist nicht bekannt. Gerüchte sagen, Hadi habe angesichts des Anmarsches von Ansarullah auf Aden mit seinem Flugzeug flüchten wollen, doch sein Flugzeug sei defekt gewesen und habe deshalb nicht starten können, weswegen Hadi sich nun in Aden versteckt hat, um zu versuchen, von dort aus mit einem Boot zu flüchten. Ansarullah hat eine Belohnung von umgerechnet rund 100.000 Euro auf die Ergreifung von Hadi ausgesetzt.

Es ist offensichtlich: die vor mehr als 10 Jahren von Hussein Badreddin al-Houthi begonnene Revolution gegen die zionistisch-wahhabitische Unterdrückung hat in ganz Jemen gewonnen. Jemen darf damit als neuestes Mitglied der Achse des Widerstandes betrachtet werden. Mabruk!

Gegenwärtig setzen Revolutionäre von Ansarullah und jemenitische Armeeeinheiten Resten von Hadis Al-Kaida-Terroristen in der östlich von Aden gelegenen und schon lange unter der Fuchtel von Al Kaida stehenden Provinz Abyan nach. Das saudisch-wahhabitische Terrorregime, seine zionistischen Kunmpane und die ihnen angeschlossene westliche Propaganda-Maschine sind über die schwere Niederlage von Hadi und seinen Al-Kaida-Kumpanen in Aden wütend, wissen aber nicht, was sie dagegen noch tun können.

Nachtrag 17:40h: AP meldet unter Berufung auf jemenitische Sicherheitskreise und Hafenmanager, Hadi sei per Boot aus Aden geflüchtet. RIA zitiert unterdessen den Sekretär des Ex-Präsidenten Ali Saleh mit der Aussage, Hadi flüchte per Boot nach Dschibuti.

Nachtrag 22:00h: Nun verbreitet auch Ria Novosti die Meldung, dass der saudische Truppenaufbau an der jemenitischen Grenze auf eine Absicht schließen lasse, dass die Saudis in Jemen einmarschieren wollen. Das ist mit ziemlicher Sicherheit Unfug. Wie bereits im letzten Parteibuch-Artikel ausgeführt, ist der von unwegsamen Bergen durchzogene, mit Waffen und Kriegern aller Art geflutete und von fremde Einmischungen radikal ablehnenden bewaffneten Stämmen besiedelte Jemen militärisch auf eigenem Terrain einer der schwierigsten Gegner der Welt. Die USA haben mit dem Abzug ihrer letzten Soldaten aus dem Jemen bereits unmissverständlich zu verstehen gegeben, dass sie keinen Krieg gegen Jemen führen wollen oder können, Pakistan und Ägypten haben auch schon klargemacht, dass sie sich von den Saudis in einen Krieg gegen Jemen nicht einspannen lassen wollen, und die Saudis sind auch zusammen mit ihren wahhabitischen GCC-Kumpanen viel zu schwach, um einen Krieg gegen den Jemen gewinnen zu können. Sollten die Saudis trotzdem so töricht sein und sich an einem Krieg gegen Jemen versuchen, ist es nicht unwahrscheinlich, dass dieser Krieg mit dem Sturz des saudischen Königshauses endet. Zu der Einschätzung, dass die Saudis keinen Krieg gegen Jemen gewinnen können, kommt sogar AP, auch wenn AP „nicht ausschließen“ will, dass die Saudis Luftangriffe gegen den Jemen fliegen. Was die Saudis mit ihrem Truppenaufmarsch an der Grenze bezwecken, ist ein Ablenkungsmanöver, nämlich mit der Drohgebärde eines Einmarsches zu versuchen, die Houthis und die jemenitische Armee weg vom Süden, wo sie gerade die saudische Puppe Hadi und seine Al-Kaida-Helfer auseinandernehmen, nach Norden zur saudischen Grenze zu ziehen, damit Hadi und seine Al-Kaida-Kumpane sich im Süden neu formieren können. Die Houthis und die Armee verstehen die Situation und die Absicht hinter dem saudischen Truppenaufmarsch jedoch und gehen deshalb nicht auf die Provokation ein. Lediglich bei Salehs GPC wurde ein kurzes Statement einiger Offiziere veröffentlicht, in dem es heißt, die jemenitische Armee warne jedwede ausländischen Kräfte vor jedweder Intervention unter jedwedem Vorwand im Jemen, denn die Armee werde Jemen geeint und mit voller Entschlossenheit dagegen verteidigen.

Nachtrag 03:00h: Bei der Einschätzung von 22:00h, dass die Saudis nicht blöde genug sein werden, um Krieg gegen jemen zu führen, hat das Parteibuch sich wohl getäuscht. Saudi Arabien hat soeben einen vollumfänglichen Krieg gegen Jemen begonnen.

13 Gedanken zu “Revolution in Aden angekommen

  1. Bei so vielen Funken in der Region könnte es zu einem Flächenbrand kommen. Etwa eine direkte militärische Auseinandersetzung zwischen SA und dem Iran. Ein weiterer Brandherd, welcher zum 3. Weltkrieg führen könnte :-((

  2. Die Meldung von gestern oder vorgestern auf rt.com über den Truppenaufbau von SA hat mich schon etwas stutzig gemacht. Heute morgen las ich dann kurz im Teletext, „es gehe darum, die legitime Regierung von Präsident Abd-Rabbu Mansur Hadi zu schützen und zu verteidigen“, sagte Adel al-Dschubeir in Washington. Da musste ich sofort an Assad denken und konnte mir ein Lachen nicht verkneifen, auch wenn es alles andere als witzig ist.

    @Iran
    http://de.sputniknews.com/politik/20150326/301660864.html

  3. Ich halte es immer noch für ziemlich unwahrscheinlich, dass Saudi Arabien selbst eine Bodenoffensive wagen wird. Aber der Einsatz von Söldner-Kanonenfutter ist durchaus möglich. Die Aussagen der ägyptischen Regierung man ziehe auch eine Bodenoffensive in Betracht sind meines Erachtens durchaus ernstzunehmen – das Sisi-Regime würde ohne die Golf-Ölmilliarden nicht lange durchhalten.

    1. GG

      Was die Sauds nun im Jemen treiben, ist unglaublich riskant, und es ist nicht undenkbar, dass sie damit gerade dabei sind, ihr Königreich zu verzocken.

      1. Was die Saudis jetzt im Jemen machen, ist in der Tat höchst riskant.
        Ich hatte ein Gespräch mit jemandem, der die letzten 10 Jahre in Riad gearbeitet hat.
        Der sagt, daß das gemeine Volk längst nicht mehr geschlossen hinter dem Saud-Regime steht, aber, es herrscht eine Atmosphäre der Angst. Eine ganze Armee von Geheimpolizisten, Religionspolizisten, natürlich die „Justiz“, dazu ein Blockwartsystem, keiner traut mehr dem anderen, sorgt für die innere Stabilität im Land.
        Die Menschen wissen genau, was in den großen Luxushotels abgeht.
        Die vielen Prinzen, die junge Oberschicht, die mieten dort ganze Etagen, da wird dann gesoffen, gekokst, Pornos geguckt, Nutten ohne Ende, ein abstoßendes Szenario.
        Das Volk hat die Schnauze voll vom Saud-Klan.
        Kann gut sein, daß es zur Revolte kommt, das Saud-Regime ist schnell weggeblasen, die Frage ist, was kommt danach.

      2. Der Sturz des Saudischen Regimes ist schon seit langem immer wieder vorherausgesagt worden, bislang offensichtlich inkorrekt. Mit schier irrwitzigen Mengen an Petrodollars läßt sich eben doch eine gewaltige Menge an Korruption, Misswirtschaft und Dysfunktionalität übertünchen. Und eine Menge Handlanger bezahlen, welche für einen die Drecksarbeit erledigen. Wenn die Saudis nicht zu übermütig werden und versuchen, in den nördlichen Jemen, wo die Houthis ihre Hochburgen haben, einzumarschieren und sich stattdessen auf den Süden konzentrieren, könnten sie mit ihrer dreisten Aggression durchaus durchkommen.

        Denn hier kann man sich der in Aden und einigen anderen Städten noch haltenden Pro-Hadi und sezessionistischer Kräfte bedienen (Welche zu einem großen Teil deckungsgleich sind). Um das zu verhindern, wäre eine schnelle Einnahme Adens notwendig. Wie aber gerade Syrien und der Irak wieder einmal zeigen, ist eine schnelle Einnahme großer urbaner Räume gegen einen entschlossenen Gegner illusorisch, wenn man nicht bereit und in der Lage ist horrende Verluste in Kauf zu nehmen. Und die saudische Intervention hat ohne Zweifel den Pro-Hadi Kräften psychologisch massiv den Rücken gestärkt, auf einen schnellen Kollaps braucht man nicht mehr zu hoffen. Wenn auch noch die gerüchteweise kurz bevorstehende Anlandung ägyptischer Truppen in Aden Realität wird, so ist an eine Rückeroberung des Südens nicht mehr zu denken.

        Worauf es dann hinauslaufen wird, ist denke ich, eine Spaltung des Jemens. Das wäre sozusagen eine Neuauflage der 1994 schon einmal von Saudi Arabien versuchten Resezession des Südens, nur diesmal mit direkter militärischer Intervention. Das Ergebnis wäre dann ein Houthi dominierter Nordjemen, welcher sich dann erst recht mit der ‚Achse des Widerstandes‘ identifizieren würde (Die bisherige Verbindung mit dem Iran ist eher vage und wird in der einschlägigen Propaganda massiv überbewertet) . Dafür könnte man aber einen Saudi/USA-kontrollierten neuen Südjemen als Erfolg vorweisen. Ich denke, dass man sich in Riad durchaus mit einer solchen ‚halben‘ Lösung zufriedengeben würde.

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