Israel-Lobby bejammert Erfolge im Kampf gegen ISIS im Irak

Das Washington Institute WINEP, eine aus Steuerspargründen getätigte formelle Ausgründung aus der mächtigen Israel-Lobby-Organisation AIPAC, bejammert in einem bemerkenswerten Artikel „Iraqs Bekaa-Tal,“ der unter dem Titel „Nach Tikrit – was tun mit den schiitischen Volksmobilisierungseinheiten des Irak“ auch in der Hauszeitschrift des berüchtigten „Council on Foreign Relations“ veröffentlicht wurde, die Erfolge im Kampf gegen ISIS im Irak.

Wie im Parteibuch bereits anlässlich der nach wie vor in Arbeit befindlichen Befreiung von Tikrit berichtet wurde, sind Israel und die zionistische Lobby wütend über die Erfolge der irakischen Armee und ihrer Partner im Kampf gegen die Terrorgruppe ISIS, weil der mit Unterstützung des Iran geführte Anti-Terror-Kampf gegen ISIS nach einem Sieg den iranischen Einfluss im Irak vergrößern wird.

Während das meiste der zionistisch-wahhabitischen Propaganda bei seiner Hetze gegen die iranische Unterstützung und die Unterstützung durch vom Iran unterstützte irakische Freiwilligenverbände sektierische Lügen vorschiebt, wie, diese Bemühungen könnten nicht erfolgreich sein, weil Schiiten böse seien, grundsätzlich Greueltaten begehen würden und die sunnitische Bevölkerung des Irak Schiiten und den Iran deshalb anders als die USA, die nicht nur in Abu Ghraib und Camp Bucca durch gutes Benehmen und Kompetenz aufgefallen sind, hassen würde, macht Washington Institute Fellow Michael Knights in seinem Artikel die israelische Kalkulation ganz offen und klar deutlich.

Michael Knights erklärt in seinem Artikel, dass es der irakischen Armee und iran-freundlichen Freiwilligenverbänden mit Unterstützung durch Iran seit dem Vormarsch der Terrorgruppe ISIS im letzten Sommer bereits gelungen ist, die gesamte Provinz Diyala nordöstlich von Bagdad und sämtliche Gegenden südlich von Bagdad aus den Händen von ISIS zu befreien. Inzwischen bekämpfen die von Iran unterstützten irakischen Armeeeinheiten und Freiwilligenverbände ISIS bereits unmittelbar südlich von Kirkuk, die Befreiung von Tikrit und der gesamten sunnitisch geprägten Provinz Salahuddin dürfte bald abgeschlossen sein, und dann ist es nicht mehr allzu weit bis zur vollständigen Eliminierung von ISIS im Irak.

Ein Vergleich einer Karte von letztem Sommer mit einer aktuellen Karte bei Wikipedia zeigen, dass Michael Knights bezüglich der seit letztem Sommer bereits erzielten Erfolge im Kampf gegen ISIS in Diyala und südlich von Bagdad – und zwar ohne die direkte Hilfe der USA und der US-geführten Koalition – durchaus recht hat. So sah es im Irak Anfang Juli letzten Jahres aus:

Und so sieht es jetzt aus:

Wer für eine Weile eine detaillierte Karte der Situation studiert, erkennt leicht, dass ISIS außer Mossul, Fallujah, ein paar Kleinstädten und einer Menge Wüste nach der Befreiung von Tikrit im Irak praktisch nichts mehr bleibt. Und das, was ISIS nach der Befreiung von Tikrit bleibt, ist von ISIS aufgrund der verstreuten Binnenlage – ISIS verfügt nur noch weit im Westen in Syrien über eine freundlich gesinnte Außengrenze und bereits jetzt unter heftigem Druck stehende Nachschublinien von dort – kaum auf Dauer zu verteidigen. Die Niederlage von ISIS, auch wenn es bis es soweit ist, noch eine Weile dauern wird, ist bereits jetzt absehbar.

Für Michael Knights und die Israel-Lobby ist die sich abzeichnende Niederlage von ISIS im Irak eine Horrorvorstellung. Denn anders als von der zionistisch-wahhabitischen Propaganda über Monate behauptet, begehen die Freiwilligenverbände keine Greueltaten gegen die Bevölkerung, und die Bevölkerung ist den Freiwilligenverbänden für die Unterstützung bei der Befreiung vom ISIS-Terrorregime genauso dankbar wie die traditionell als Lakaien der USA und Israel agierenden Peshmerga dem Iran dankbar sind für die schnelle und effektive Hilfe bei der Verteidigung des kurdischen Teils von Irak gegen den Ansturm von ISIS. Anstatt wie von der zionistischen Propaganda behauptet, gegen die bislang schiitisch geprägten Freiwilligenverbände zu kämpfen, schließen sich immer mehr Sunniten den von Iran unterstützten Freiwilligenverbänden an.

Der der gemeinsame Erfolg gegen ISIS die Menschen im Irak zusammenschweißen wird, dürfte Iran deshalb nach einem Sieg über ISIS im Irak auf Dauer ebenso loyale und starke nicht-staatliche Verbündete wie im Libanon erhalten, wo die Hisbollah sehr zum Missfallen Israels die Freundschaft zum Iran hochhält, und nicht einmal ein amerikanisch-israelischer Regime Change in der Haputstadt daran etwas ändern konnte, so fürchtet Michael Knights. Doch wenn Iran seinen Einfluss im Irak zemetiert, dann sei das viel schlimmer als im Libanon, wo dem Iran das auch gelungen ist. Der Libanon habe viereinhalb Millionen Einwohner, aber der Irak habe 36 Millionen Einwohner. Außerdem habe der Irak Ölreserven, die vermutlich nur mit denen von Saudi Arabien vergleichbar seien, und deshalb „könne die Welt es sich nicht erlauben, den Irak einem Schicksal wie dem Libanon zu überlassen,“ führt Michael Knights von der Israel Lobby mit überraschender Ehrlichkeit aus.

Darum geht’s. Aus Hass gegen Iran unterstützt Israel ISIS und Al Kaida, und das ganz besonders im Irak, weil der liebe Gott da aus Versehen viel Öl im Sand verbuddelt hat, das natürlich, wie der ganze Rest der Welt, eigentlich Israel und den USA gehört. So sind sie, AIPAC und die geizigen, raffgierigen und massenmörderischen 1% der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft.“

5 Gedanken zu “Israel-Lobby bejammert Erfolge im Kampf gegen ISIS im Irak

  1. Wiso sogenannten “westlichen Wertegemeinschaft.”. Das ist die/unsere westliche Wertegemeinschaft und das sind seit je her, ihre/unsere Werte: Lüge , Trug, Raub, Mord,rituelle Blutbäder ( Kriege ), usw, usw, usw. Wenn unsere Bevölkerung, nicht mit diesen westlichen Werten, einverstanden wäre und gerne davon profitieren würde, dann gäbe es eine Menschliche Gesellschaft.

  2. Nach dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Irak 2003 wurden die Anbar-Awakening-Sunniten, die Schiiten und die Kurden mit Dollarsäcken aufeinander gehetzt. Die jeweiligen Milizen dienten den SpecOps der Amerikaner als Kanonenfutter, das Ergebnis war die Zerschlagung des Landes entlang ethnischer Linien. Die, die jetzt jammern, haben das hier vergessen:

    http://truth-out.org/news/item/13122-how-petraeus-quietly-stoked-the-fires-of-sectarian-war-without-getting-burned

    http://www.theamericanconservative.com/articles/americas-warlords-in-afghanistan/

    http://www.theguardian.com/world/2014/dec/11/-sp-isis-the-inside-story

  3. @Letzter Absatz
    Hatte doch Cheney schon 2002 hinausposaunt. Zerstörung des Irak wegen Israel und um sich das Erdöl dort unter den Nagel zu reißen.

    1. Na ja, um Öl ging es da weniger. Die Öl-Lobby lief Sturm gegen den Krieg. Nachdem die Entscheidung gefallen war, wollte sie natürlich auch ihren Teil abbekommen, aber davor war es, wie ich es schreibe. Der Tenor war: Der verkauft uns jeden Tropfen, den wir haben wollen. Und so lautete nach Susan Lindauer auch Saddams Angebot.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.