Schlacht um Aleppo setzt sich

Die Informationen zu der für die Schlacht um Aleppo und den Krieg um Syrien ungemein wichtigen Lage im Kampf um strategisch wichtige Gebiete nördlich von Aleppo sind nach wie vor zweifelhaft, von geringer Präzision geprägt und widersprüchlich. Doch bereits jetzt ist klar, dass die Schlacht um Aleppo sich der Endphase zuneigt.

SANA meldete am Dienstag vor acht Tagen, dass die syrische Armee die sechs Ortschaften Deir al-Zaitoun, Kifr Touna, Bashkouy, Tal Misibin, Hardtnin und Ritian befreit habe. Al Manar meldete am gleichen Tag, dass es einigen Soldaten der syrischen Armee gelungen sei, von Handarat aus zu den seit über zwei Jahren von Terroristen belagerten schiitisch geprägten Städten Nubol und Zahraa durchzubrechen. Den Terrorkrieg gegen Syrien unterstützende westliche Medien meldeten, der syrischen Armee sei es durch die Besetzung dieser sechs Dörfer gelungen, den in der Stadt Aleppo befindlichen Terroristen ihre letzte Verbindungslinie gen Norden in die Türkei abzuschneiden.

Vor zweieinhalb Jahren waren sich praktisch alle Analysten einig, dass die Schlacht um die größte syrische Stadt Aleppo entscheidend für den Ausgang des Krieges in Syrien ist. Würde es den von NATO- und GCC-Staaten unterstützten Terroristen gelingen, ganz Aleppo zu erobern, so könnten sie dort eine Gegenregierung ausrufen, mit Aleppo als Basis von den NATO- und GCC-Staaten hochgerüstet werden, um von Aleppo aus den Rest Syriens zu erobern. Aleppo würde im Krieg gegen Syrien damit eine ähnliche Funktion spielen, wie sie im Jahr 2011 Benghazi im Krieg gegen Libyen erfüllt hat. Die damalige US-Außenministerin Hillary Clinton hatte im Jahr 2012 mit Blick auf Aleppo öffentlich kundgetan, dass genau das die Absicht der USA sei. Und im Prinzip ist diese Überlegung nach wie vor gültig.

Der Umkehrschluss war und ist allerdings ebenso zutreffend. Gelingt es der syrischen Armee, den von NATO- und GCC-Staaten unterstützten Terroristen beherrschten Teil Aleppos zurück unter die Herrschaft des Staates zu bringen, büßen die Terroristen und ihre Hintermänner aus Israel und den NATO- und GCC-Staaten damit, abgesehen von der theoretischen Möglichkeit einer direkten Eroberung von Damaskus, jegliche Chance auf einen Sieg im Krieg gegen Syrien ein. Außer einigen Dörfern und Kleinstädten in strategisch unbedeutenden Regionen Syriens bleibt den von Israel und den NATO- und GCC-Staaten unterstützten Terrroisten im Falle des Verlustes ihrer Hälfte von Aleppo praktisch nichts. Diese Überlegung war vor zweieinhalb Jahren zutreffend, und sie ist heute, nach den zwischenzeitlichen Erfolgen der syrischen Armee in Homs und vielen provinziellen Gebieten Syriens sowie dem Siegeszug von ISIS und Al Kaida im Osten Syriens sowie in der Provinz Idlib heute noch zutreffender als seinerzeit. Diese entscheidende Bedeutung von Aleppo für den Ausgang des Kriegs um Syrien insgesamt erklärt, warum beide Seiten seit über zweieinhalb Jahren so verbissen um Aleppo kämpfen. Wenn man heute darauf schaut, welche Gebiete Syriens nicht von der syrischen Armee, den kurdischen YPG, ISIS oder Al Kaidas Nusra Front, sondern von „Anderen Rebellen“ beherrscht werden, dann ist da fast nichts, selbst wenn man Al-Kaida-nahe Terrorgruppen wie Ahrar Al Sham in „Andere Rebellen“ miteinrechnet und den Einfluss von Al Kaidas Nusra Front dort, wo die Nusra Front nicht offiziell erklärt hat, dominant zu sein, und andere Terrorgruppen zur Unterwerfung aufgefordert hat, nicht in die Betrachtung einbezieht. Nachfolgende Wikipedia-Karte zeigt die gegenwärtig von „Anderen Rebellen“ beherrschten Gebiete Syriens in grün (Regierung in rot/rosa, ISIS in schwarz/dunkelgrau, Nusra in weiß/hellgrau, Kurden/YPG in gelb).

Nachdem von der Türkei und dem Umland von Aleppo und Idlib aus operierende Terrorgruppen im Juli 2012 in Aleppo eingefallen waren, gelang es der syrischen Armee zwar, den Westen Aleppos und einige andere stark befestigte Fixpunkte in und um Aleppo gegen den Ansturm der Terrorhorden zu verteidigen, doch war die Situation der Regierung und ihrer Anhänger im Winter 2012/2013 in Aleppo äußerst prekär. Im Spätsommer und Herbst 2012 unternommene Versuche, die von Terroristen beherrschten östlichen und südlichen Stadtteile von Aleppo von Westen quer durch die Stadt zurück unter die Kontrolle der Regierung zu bringen, waren nicht erfolgreich. Die Regierungstruppen in Aleppo waren vom Nachschub aus dem Rest Syriens abgeschnitten, es gab keine Verbindung zwischen dem von Regierungstruppen gehaltenen Flughafen von Aleppo mit dem von Regierungstruppen gehaltenen Westteil der Stadt Aleppos mehr, und die anderen Fixpunkte, in denen sich die Regierungstruppen und ihre Anhänger in Aleppo und im Umland von Aleppo verschanzten, etwa der schiitisch geprägte Vorstadtkomplex Nubol und Zahraa und die Meng Hubschrauberbasis nordwestlich von Aleppo, das kanadische Krankenhaus und das Zentralgefängnis im Nordosten von Aleppo und der Kweiris Militärflughafen östlich von Aleppo, waren jeweils für sich vollständig von Terroristen umzingelt. Eine von einem Terroristenunterstützer im Frühjahr 2013 angefertigte Lagekarte zeigt die syrischen Regierungsbastionen im Raum Aleppo als jeweils für sich eingekesselte Bastionen des Widerstands in einem Meer von von Terroristen beherrschtem Gebiet, etwa so wie die Lage zum Jahreswechsel 2012/2013 war.

Die Terroristen genossen ihre Macht und ihren durch das Plündern und Verscherbeln der industriellen Basis und den Raub der Einrichtungsgegenstände privater Wohnhäuser der von ihnen beherrschten Gebiete Aleppos erlangten Reichtum und die Hintermänner der Terroristen in Israel sowie den GCC- und NATO-Staaten sahen sich damals aufgrund der Umzingelung der syrischen Regierungseinheiten und -unterstützer auf der Siegerstraße. Doch mit viel Kampfgeist, hoher Opferbereitschaft und einer geschickten Strategie gelang es der syrischen Armee und ihren Unterstützern im Verlauf der Jahre 2013 und 2014 trotzdem, die Lage in Aleppo zu drehen. Anstatt gegen die von Terroristen besetzten östlichen und südlichen Stadteile direkt vorzugehen, konzentrierte sie Armee sich darauf, stabile Verbindungen nach Aleppo und zwischen den von der syrischen Regierung beherrschten Gebieten Aleppos untereinander zu schaffen, womit gleichzeitig die von Terroristen beherrschten Gebiete Aleppos zunehmends in die unangehme Lage einer Umzingelung gerieten. Im Jahr 2013 gelang es der syrischen Armee trotz einiger durch Gegenangriffe von Terroristen verursachten Rückschlägen stückchenweise, auf einer östlichen Nebenstrecke durch die Wüste eine Verbindung zwischen der zentralsyrischen Stadt Hama und damit Damaskus zum Flughafen Aleppo herzustellen und vom südöstlich von Aleppo gelegenen Flughafen Aleppo durch Vorstädte südlich von Aleppo eine Verbindung zum von regierungsloyalen Westteil Aleppos herzustellen. Eine von einem Terroristenunterstützer im Januar 2014 angefertigte Lagekarte zeigt das.

Im Jahr 2014 gelang es der syrischen Armee vom Flughafen Aleppo durch die östlichen Vorstädte Aleppos eine Verbindung zum nordöstlich von Aleppo gelegenen und immer noch von Regierungstruppen gehaltenen Zentralgefängnis von Aleppo herzustellen, und anschließend auch noch vom Zentralgefängnis aus einige Kilometer westlich durch das nördliche Aleppiner Umland bis zum Dorf Handarat und etwas darüber hinaus zu ziehen, während die Armee gleichzeitig die durch die Wüste führende Verbindungslinie von Hama nach Aleppo fest und sicher machte. Im Ergebnis sah die Situation in Aleppo zum Jahreswechsel 2014/2015 so aus, dass den Terroristen in der Stadt Aleppo ein langer, aber dünner gebogener Streifen an Gebiet geblieben ist, den sie nur durch eine störungsanfällige Verbindung von Norden her mit Nachschub versorgen können, während die syrische Armee einen dicken Gürtel westlich, südlich und östlich von Aleppo beherrscht und ihr Wüstenkorridor nach Aleppo inzwischen eine breite und sichere Nachschublinie nach Aleppo ist. Eine Karte aus Wikipedia (ODBl-CC BY-SA 3.0) von Ende 2014 zeigt den Fortschritt.

Was auf keiner Karte zu sehen ist, ist, dass sich auch in der Stadt Aleppo selbst seit 2013 eine Menge geändert hat, obwohl die Frontlinien innerhalb der Stadt nahezu unverändert blieben. Während in die von der Regierung beherrschten Stadtteile trotz ständiger Stromausfälle reges Leben zurückkam, wurden die von Terroristen beherrschten südlichen und östlichen Stadtteile mehr oder minder zu Geisterstädten. Zwar gibt es in den von Terrroisten beherrschten Stadtteilen aufgrund nationaler und internationaler Hilfslieferungen soviel zu essen, dass die Menschen dort nicht verhungern, aber das war es auch schon. Abgesehen von einer Verdingung als oft kurzlebiges Mitglied einer Terrororganisation gibt es dort sonst keine Jobs und keine Sicherheit, um sonst irgendein Geschäft oder eine Einkommensquelle aufbauen zu können. Das wiederholte systematische Plündern der von Terroristen beherrschten Stadtteile durch unterschiedliche Terrorbanden und mangelnde Sicherheit haben dazu geführt, dass in den von Terroristen beherrschten Statteilen Aleppos nur noch schätzungsweise 50 bis 200 Tausend Menschen leben, während in den von der Regierung gehaltenen Stadtteilen Aleppos schätzungsweise eine bis drei Millionen Menschen leben, und das, obwohl Regierung und Terroristen etwa gleich große Teile von Aleppo beherrschen.

Es gibt dabei natürlich Versuche, den auch mit der Luftwaffe geführten Anti-Terror-Kampf der syrischen Regierung dafür verantwortlich zu machen, dass die von Terroristen gehaltenen Stadtteile eine Geisterstadt geworden sind, doch das kann kaum die ganze Wahrheit sein, denn auch die von der Regierung gehaltenen Stadtteile leiden unter dem Krieg, etwa in Form des ständigen willkürlichen Artilleriebeschusses ziviler Stadtteile durch Terroristen. Aufschlussreich ist dabei die Tatsache, dass die Straßen in den von der Regierung beherrschten Stadtteilen Aleppos blitzblank sauber sind, während sich in den von Terroristen beherrschten Stadtteilen stinkender Müll teilweise buchstäblich meterhoch auf den Straßen türmt. Das liegt daran, dass die Terroristen zwar großes Interesse an Machtausübung zur eigenen Bereicherung, aber, abgesehen von der Gruppe ISIS, die einige Stadtteile von Aleppo zeitweise beherrschte, nur geringes Interesse am Aufbau eines öffentlichen Gemeinwesens zeigen, in dem es so etwas wie Ordnung gibt, und das betrifft nicht nur die Müllentsorgung, sondern den Aufbau einer Stadtverwaltung insgesamt, die etwa die öffentliche Sicherheit gewährleisten und Straßenkriminalität engagiert bekämpfen müsste und Dienstleistungen wie Steuerverwaltung, Schulen, Kindergärten, Immobilien- und Grundstücksregister und KFZ-Zulassung zu erbringen hätte. Dass die Terroristen keine funktionierende Stadtverwaltung haben, liegt zwar auch daran, dass ihre Sponsoren sie einerseits großzügig mit Waffen und Munition versorgen und andererseits wenig Geld für die Aufrechterhaltung kommunaler Dienstleistungen bereitstellen, aber auch die Terroristen selbst haben sich das zuzuschreiben. Ab etwa Mitte 2012 hatten sie sowohl die Kontrolle über nahezu alle Industriegebiete von Aleppo als auch die Herrschaft über das Landwirtschaftsprodukte erzeugende Umland der Stadt, doch anstatt dafür zu sorgen, dass die Wirtschaft in ihrem Gebiet brummt und Steuern zur Finanzierung ihres „rebellischen“ Gemeinwesens abwirft, haben die Terroristen die von ihnen eroberten Betriebe ausgeplündert, demontiert und zerstört. Dass die Terroisten außerdem sämtliche Übergänge in Aleppo zur inzwischen brummenden von der syrischen Regierung kontrollierten Stadthälfte geschlossen haben, um den Regierungsteil der Stadt durch Blockade zu bestrafen, verschärft die wirtschaftliche Misere in den von ihnen gehaltenen Gebieten obendrein noch. Die syrische Regierung hat in den von ihr kontrollierten Gebieten hingegen großen Wert darauf gelegt, ihre staatlichen Verwaltungsstrukturen zu pflegen, zu finanzieren und effizienter zu machen, und außerdem bemüht sie sich nach Kräften, die wirtschaftliche Produktion in den kürzlich vom Terrorismus befreiten Industriegebieten Aleppos wieder zum Laufen zu bringen.

Im Ergebnis bedeutet das, dass es auf den Landkarten zwar so aussieht, als würden die von Israel, NATO- und GCC-Staaten unterstützten Terroristen noch immer mehr oder weniger die Hälfte der Stadt Aleppo beherrschen, in der Praxis die von Terroristen beherrschten Gebiete jedoch eine stinkende und bis auf die an der Front kämpfenden Terroristen nahezu menschenleere Geisterstadt bilden, während sich im von der Regierung beherrschten Teil der Stadt die Menschen drängen und es da ein pulsierendes Leben gibt.

Dabei verschlechterte sich auch die militärische Lage der Terroristen in der Stadt Aleppo zusehends. Mit kleinen, aber recht kontinuierlichen Fortschritten kam die syrische Armee in den letzten zwei Jahren immer näher an eine vollständige Umzingelung der von Terroristen gehaltenen Gebiete Aleppos heran, und die Terroristen erwiesen sich als unfähig, diesen langsamen Prozess der Umzingelung aufzuhalten. Und mit der militärischen Lage verschlechterte sich auch die Stimmung im Lager der Terroristen und ihrer Unterstützer. So ist es zu erklären, dass, als die syrische Regierung am Dienstag vor acht Tagen ankündigte, die Terroristen in Aleppo nun vollständig vom Nachschub in der Türkei abzuschneiden und die syrische Armee das mit der Herstellung einer Verbindung von Handarat nach Nubol und Zahraa wenige Stunden später in die Tat umsetzte, die Reaktion der Terroristen und ihrer Unterstützer darauf recht verhalten ausfiel, obwohl dieser Vorstoß der syrischen Armee die Entscheidung in der Schlacht von Aleppo und im ganzen Krieg um Syrien bedeuten könnte.

Zwar mobilierten die Terroristen einige Dutzend Brigaden mit vermutlich insgesamt mehreren Tausend Kämpfern aus dem ganzen Nordwesten Syriens zur Zurückdrängung des Vorstoßes der syrischen Armee, und einige türkische Spezialeinheiten mögen ihnen dabei auch geholfen haben, doch die ganz große Mobilisierung der Terroristen und ihrer Unterstützer zur letztmöglichen Abwendung der Besiegelung ihrer Niederlage in der Schlacht von Aleppo blieb aus. Nach übereinstimmenden Berichten beider Seiten, gelang es den Terroristen bei ihrem Gegenangriff, von der syrischen Armee die beiden soeben unter Kontrolle genommenen Dörfer, die am weitesten vorstanden, zurückzuerobern: Ritian und Harditnin, Etwas weiter südlich davon, in der als Malah bekannten Gegend, versuchten die Terroristen bei ihrem Gegenangriff etwas Land zu gewinnen, was anfänglich wohl auch gelungen zu sein scheint, wobei aber unklar ist, wieviel die syrische Armee bei einem anschließenden Konterangriff wieder zurück unter die Kontrolle der Armee brachte. Nicht gelungen ist den Terroristen nach übereinstimmenden Berichten beider Seiten trotz einiger Bemühungen hingegen, das Dorf Bashkawi von der Armee zurückzuerobern. Bashkawi bildet damit an der von Handarat ausgehenden Frontlinie nördlich von Aleppo nun den am weitesten nordwestlich liegenden Vorposten der syrischen Armee. Bashkawi ist nicht nur deshalb ein wichtiger Ort, weil es nun der nordwestlichste Vorposten der syrischen Armee in dem Gebiet ist, sondern auch deshalb, weil Bashkawi etwas erhöht liegt und es von dort aus möglich ist, bis zur rund acht Kilometer entfernten Stadt Zahraa zu schauen. Die ganze Gegend dazwischen, die im Wesentlichen aus Olivenhainen, Feldern und den zwei verlassen wirkenden Dörfern Ritian und Harditnin besteht, die die syrische Armee bei ihrem Vorstoß zunächst besetzen konnte, aber dann wieder aufgeben musste, liegt damit im direkten Schussfeld der syrischen Armee.

Keine der Seiten hat ihre Operationen um das strategisch wichtige Gebiet von Bashkawi bis Zahraa bislang für beendet erklärt, doch nachdem beide Seiten in den ersten Tagen für den Vorstoß beziehungsweise die Abwehr desselben hohe Verluste im dreistelligen Bereich in Kauf nahmen, scheinen seit einigen Tagen beide Seiten vorsichtiger zu agieren. Während Medien der Pro-Regierungsseite davon sprechen, es würden Verstärkungen herangeführt, scheinen einige der an den Kämpfen beteiligten Terrorgruppen ein Stück weit die Lust an dieser Schlacht verloren zu haben. So haben etwa einige Gruppen des Terrorkonglomerats „Shamiya-Front“ am Donnerstag Morgen unter dem Motto „Rache für Aleppo“ einen Angriff auf die schiitisch geprägte Ortschaft Fuaa nördlich von Idlib gestartet anstatt ihren Kameraden der „Shamiya-Front“ nördlich von Aleppo zu Hilfe zu eilen, und die zu Al Kaida gehörende Terrorgruppe Nusra Front, die an den Kämpfen nördlich von ALeppo in führender Rolle beteiligt ist, hat am Donnerstag Abend einen vollumfänglichen Krieg gegen die zur Shamiya-Front gehörende US-gestützte Terrorgruppe Hazm-Bewegung ausgerufen, anstatt sich mit ganzer Kraft auf die Kämpfe nördlich von Aleppo zu konzentrieren.

Bis auf die bereits genannten Dörfer Bashkawi, Ritian und Harditnin ist es dabei unklar, welche Seite im Ergebnis der Kämpfe nun gerade was genau in diesem strategisch wichtigen Gebiet beherrscht, was beiden Seiten erlaubt, sich zu Siegern zu erklären. Denkbar ist dabei durchaus, dass keine klaren Fronten existieren, sondern Kommando- und Erkundungseinheiten beider Seiten jeweils kurz in das umkämpfte Gebiet vorstoßen, um sich anschließend wieder zurückzuziehen. So würde es sich erklären, dass Terroristen Videos zeigen, wie sie in kleinen Gruppen in der Deckung von Olivenbäumen kilometerweit durch das menschenleere Gebiet laufen. In der Wikipedia wird die Lage in Aleppo gegenwärtig wie folgt dargetellt, man beachte, dass im nordwestlichen Zipfel der Karte bereits Zahraa beginnt, mit einem Klecks rosa gekennzeichnet – da fehlt nicht mehr viel, was die syrische Armee bis Zahraa noch an Strecke zu überbrücken hat.

Die mit der Seite der syrischen Regierung sympathisierende und sich unter anderem auf Quellen in der syrischen Armee berufende Sham Times meldete am gestrigen Donnerstag Morgen, seit zwei Tagen sei so etwas wie eine angespannte Beruhigung in die Kämpfe nördlich von Aleppo eingekehrt und es hätten sich neue Fronten gebildet. Im Ergebnis der Kämpfe haben demzufolge die Mitglieder der unterschiedlichen Terrorgruppen der syrischen Armee die Kontrolle über zwei von sieben befreiten Ortschaften wieder abgerungen, nämlich Ritian und Harditnin, während die syrische Armee mit der Kontrolle über fünf der sieben vor einer Woche befreiten Ortschaften, nämlich Deir al-Zaitoun, Kafr Tuna, Bashkawi, Misibin und Misqan, den Löwenanteil habe verteidigen können. Dass dabei das einige Kilometer nordwestlich von Deir al-Zaitoun, und noch hinter dem überhaupt keine Erwähnung findenen Ort Tal Jibbin liegende Dorf Misqan als noch unter Kontrolle der syrischen Armee verblieben gemeldet wird, ist bemerkenswert, sofern es sich nicht einfach um eine Fehlinformation handelt. Es gab zu Anfang des am Dienstag vor acht Tagen begonnenen Vorstoßes der syrischen Armee Gerüchte, die syrische Armee sei viel weiter als von SANA berichtet nach Norden vorgestoßen und hätte dabei auch das Dorf Misqan unter Kontrolle gebracht, was anschließend jedoch dementiert wurde.

Sollte die gegenwärtige Kontrolle der syrischen Armee über Misqan keine simple Fehlinformation sein, so würde das vermutlich bedeuten, dass die syrische Armee bei ihrem Vorstoß tatsächlich viel weiter nach Norden vorgedrungen ist, als öffentlich bekannt ist. Ob das so ist, ist jedoch unklar, ebenso wie es unklar ist, ob die syrische Armee tatsächlich noch die Kontrolle über die Dörfer Deir al-Zaitoun, Kafr Tuna und Misibin – oder Tel Misibin – hat. Es gibt von beiden Seiten bezüglich des aktuellen Frontverlaufes in dem strategisch wichtigen Gebiet nördlich von Aleppo praktisch keine belastbaren Informationen, und es ist durchaus denkbar, dass weite Teile des ganzen Gebietes eine Art Niemandsland sind, das von niemandem beherrscht wird, weil beide Seiten befürchten, in eine Falle zu laufen, wenn sie dort mit offen agierenden Einheiten einziehen. Aufgrund dieser Situation lässt sich auch nicht eindeutig sagen, ob die Terroristen gegenwärtig noch eine Straße für den Nachschub von der Türkei über Azaz nach Aleppo haben oder nicht. Theoretisch müsste den Lagekarten nach das Sträßchen von Harditnin über Ritian nach Bayanoon wieder unter Kontrolle der Terroristen sein, wenngleich auch die syrische Armee Teile der Straße von Bashkawi aus einsehen und unter Beschuss nehmen können müsste. Praktisch könnte es aber auch so sein, dass die Terroristen nicht in der Lage sind, den ganzen Straßenverlauf zu sichern, und die syrische Armee mit verdeckt operierenden Kommandoeinheiten auch direkt an der Straße operiert. In diesem Fall wäre das Sträßchen für die Terroristen als Nachschubroute von Azaz nach Aleppo völlig unbrauchbar.

Wie auch immer die Lage in dem gespenstisch menschenleeren, aber strategisch äußerst wichtigen Gebiet nördlich von Aleppo im Detail nun wirklich sein mag, es lässt sich trotz der nicht ganz klaren Lage jedenfalls bereits jetzt eine wesentliche Schlussfolgerung ziehen: der Armee wird es über kurz oder lang gelingen, die Nachschublinie der Terroristen von Azaz nach Aleppo zu durchtrennen und eine Verbindung zwischen Handarat und Zahraa und Nubol herzustellen. Die Armee ist in dem spärlich besiedelten ländlichen Gelände aufgrund ihrer schwereren Bewaffnung bis hin zur Luftwaffe klar im Vorteil, und die Terroristen schwächen sich obendrein durch ihre Undiszipliniertheit und Zerstrittenheit selbst. Es gibt nichts, was die Terroristen in die Lage versetzen könnte, ihre Kontrolle über die wenigen kleinen nahezu menschenleeren Dörfchen nördlich von Aleppo, die sie gegenwärtig noch haben (die grünen Punkte in der Karte oben), gegen die syrische Armee zu verteidigen. Die syrische Armee wird ihre Position in Bashkawi voraussichtlich zunächst weiter festigen und verstärken, sich dann darauf konzentrieren, gegen Terroristen im Umfeld dieser Position vorzugehen, und wenn die Reihen der Terroristen so ausgedünnt wurden, wird sie die nächsten Dörfer in Angriff nehmen. Dieses Prozedere wird die Armee so oft wiederholen, bis eine sichere Verbindung nach Nubol und Zahraa hergstellt ist, womit gleichzeitig die Nachschublinie der Terroristen in Aleppo in die Türkei über Azaz vollkommen durchtrennt ist.

Den Terroristen in Aleppo bleibt dann potentiell noch eine Nachschublinie von Westen über den in der Provinz Idlib liegenden Grenzübergang Bab Al-Hawa aus der Türkei, doch diese Route ist für die Terroristen mit großen Problemen behaftet. Einerseits ist die Route von Aleppo nach Bab Al-Hawa aufgrund der Kontrolle der Strecke durch unterschiedliche Warlords, die miteinerander schlecht koopieren, für jeglichen Verkehr überhaupt nur schwierig zu passieren, und andererseits haben viele in Aleppo aktive Terroristen ihre Basen und Zentralen im nördlichen Umland von Aleppo, insbesondere in der Gegend von Tel Rifaat und Marea, und in den nördlich daran angrenzenden Gebieten der Türkei. Ist die Route durch Ritian und Harditnin zu, so verläuft die Route von Tel Rifaat oder Marea nach Aleppo entweder westlich an Nubol und Zahraa vorbei durch von der YPG kontrolliertes Gebiet, womit die YPG bestimmen kann, was da an Nachschub durchgeht und was nicht. Oder die Terroristen müssen zunächst über den Grenzübergang Bab Al Salameh in die Türkei einreisen, in der Türkei nach Reyhanli reisen, dort über den Grenzübergang Bab Al Hawa wieder nach Syrien einreisen, dann müssen sie quer durch den Norden der Provinz Idlib und den Westen der Provinz Aleppo durch die Berge des Mount Simeon Gebirges in die Aleppiner Vorstädte Kafr Hamra oder Anadan fahren, und von dort geht es dann weiter über die Castello-Straße, die unter dem Feuer der syrischen Armee steht, weiter in die Stadt Aleppo rein. Für eine Fahrzeugkolonne von Pickups oder LKW mit aufmontierten Geschützen etwa dürfte eine solche Reise einen erheblichen logistischen Aufwand bedeuten und eine lange Zeit in Anspruch nehmen, was von Bedeutung ist, wenn an einer Front kurzfristig Verstärkung gebraucht wird.

Zudem besteht die Möglichkeit, dass die syrische Armee dann auch bald den Zugang von Westen her durch die Berge nach Kafr Hamra und Anadan abriegelt, womit die Umzingelung von Aleppo komplett wäre. Für Zivilisten mag diese theoretische Strecke von Bab Al-Hawa nach Aleppo also irgendwie passierbar sein, aber um organisierten militärischen Nachschub nach Aleppo zu bringen, ist sie nur schwerlich geeignet. Im Grunde bedeutet das, dass die große Schlacht um Aleppo in die Endphase geht, und, wenn nicht noch unerwartet ein einschneidendes Ereignis wie eine massive offene und direkte Einmischung der Streitkräfte fremder Staaten in die Schlacht von Aleppo eintritt, dann wird die syrische Armee die Schlacht um Aleppo gewinnen. Die Position der Terroristen in Aleppo wird militärisch und wirtschaftlich immer schwieriger zu halten. Anstatt, dass Aleppo zu einem Zentrum der Kraft der Terroristen wurde, ist Aleppo für die Terroristen bereits jetzt zu einem nutzlosen Klotz am Bein geworden.

Und fällt die Stadt Aleppo in nächster Zeit, möglicherweise noch in diesem Jahr, oder schneller, falls die UN-Bemühungen zu lokalen Kapitulationen – „Freeze“ genannt – in Aleppo erfolgreich sind, komplett zurück an die Regierung, dann wird über kurz oder lang auch das Aleppiner Umland zurück an die Regierung fallen. Die Dörfer und Kleinstädte rund um Aleppo sind für die Terroristen gegen eine aus der Millionenstadt Aleppo gespeiste Übermacht auf Dauer nicht zu halten, und auch die noch von den von Israel, NATO- und GCC-Staaten unterstützten Terroristen gehaltenen Dörfer und Kleinstädte in der westlich angrenzenden Provinz Idlib werden sich gegen diese Übermacht auf Dauer nicht halten können, selbst wenn die Terroristen weiter reichlich Unterstützung aus dem Ausland erhalten. Damit kommt dann der gesamte Nordwesten Syriens über kurz oder lang wieder völlig unter die Kontrolle der Regierung.

Den Terroristen und ihren Unterstützern bleibt dann nur noch der Versuch, von den israelisch besetzten Golanhöhen direkt gen Damaskus zu marschieren. Dass die Terroristen und ihre Unterstützer bereits jetzt massenhaft Ressourcen in diesen als Südfront bekannten Versuch hineinstecken, anstatt die Ressourcen zu Verteidigung ihrer einstigen Hochburg Aleppo einzusetzen, lässt darauf schließen, dass die internationalen Unterstützer des Terrorismus in Syrien den Kampf um Aleppo im Grunde bereits aufgegeben haben. Doch wie in den letzten Wochen schon berichtet wurde, ist auch der Versuch der Südfront, vom Golan her Damaskus zu erobern, bereits steckengeblieben. Syrien bleibt nach der vollstädnigen Eliminierung der von Israel, NATO- und GCC-Staaten unterstützten Terroristen dann noch die Aufgabe, sich mit den YPG über das zukünftige Miteinander in Syrien zu einigen, und die Arbeit, mit internationaler Rückendeckung die außer Kontrolle ihrer einstigen Sponsoren geratene Terrorgruppe ISIS im Osten des Landes auszumerzen, und dann dürfte Syrien diesen fürchterlichen Krieg gewonnen haben. Aufgrund der zunehmenden Aussichtslosigkeit des Terrorkrieges gegen Syrien ist dabei damit zu rechnen, dass ab einem bestimmten Zeitpunkt Terrorkräfte aufgrund von schlechter Moral weiträumig kollabieren werden und die syrische Armee dadurch immer mehr Rückenwind bekommt.

Mit dem sich Monat für Monat immer deutlicher abzeichnenden Sieg in der Schlacht um Aleppo ist der Pfad zum Sieg im Krieg um Syrien für die syrische Regierung somit klar erkennbar vorgezeichnet.

20 Gedanken zu “Schlacht um Aleppo setzt sich

  1. Großartige Analyse und Bericht! Vielen Dank.

    Interessant ist für mich auch das timing des Besuch von de Mistura in Damaskus. Immer wenn die syrische Armee auf der Siegerstrasse ist, sollen plötzlich die Kampfhandlungen eingestellt werden und ein Waffenstillstand ausgehandelt werden, um humanitäre Hilfe zu ermöglichen. Das ähnliche Scenario fand ja auch in der Ukraine statt. Wer sich nie an die Vereinbarungen hielt wissen wir. Sicher lässt sich die syrische Regierung auf diesen faulen Handel nicht ein. Einfach weitermachen bis das Terroristenpack erledigt ist. Ein syrischer General hat auf dem Sender Mayadeen eine baldige große erfreuliche Nachricht angekündigt!

    1. Demeter

      Dass die Freeze-Initiative von de Mistura zeitlich damit zusammenfällt, dass die Terroristen keine Chance mehr auf den Sieg haben, ist sicherlich eine zutreffende Beobachtung. Ebenso zutreffend dürfte die Analyse sein, dass die zionistischen Hinterleute der Terroristen sich von de Mistura erhoffen, dass er den Sieg der syrischen Armee noch verhindern oder wenigstens aufhalten kann.

      Dass de Mistura den Sieg der Armee behindert, wird Syrien jedoch nicht zulassen. Trotzdem ist de Mistura für Syrien durchaus nützlich. Zum Einen: Solange de Mistura sich um Freeze bemüht, fällt es den zionistsichen Terroristenunterstützern in den USA und Europa schwer, mit dem Argument, irgendwas müsse nun getan werden, schärfere Kriegsmaßnahmen gegen Syrien durchzusetzen, weil das Gegenargument ist, dass ja was getan wird, nämlich Diplomatie in Form von De Misturas Freeze-Initiative. Zum Anderen ist es der syrischen Armee natürlich lieber, wenn die Terroristen möglichst bald kapitulieren, als wenn das bis zum Ende durchgekämpft werden muss.

      Eben deshalb hat Syrien de Mistura gesagt, er möge seine Bemühungen um einen Freeze zunächst auf den Aleppiner Stadtteil Salaheddin konzentrieren (die winzig kleine südöstlichste Ecke in der Stadt Aleppo unter Terroristenkontrolle, hat wegen der Randlage aus Terroristensicht keine Nachschub- und Transitfunktion). Sollte es De Mistura gelingen, die Terroristen in Salaheddin de facto zur Kapitulation zu bewegen, dann kann er mit seinen Bemühungen an anderen Stellen weitermachen.

      1. Gerade weil Salaheddin in der Ecke am Ende des Keils liegt und von 2-3 Seiten umzingelt ist, dürfte es den Terroristen einiges an Kräften binden, auch was ihre Versorgung angeht.
        Ein Waffenstillstand dort setzt diese Kräfte frei, welche dann weiter nördlich kämpfen würden.

      2. whatever
        Sollten Terroristen Salaheddin verlassen und weiter nach Norden gehen, wäre das aus syrischer Sicht ein wünschenswerter Effekt. Schließlich geht es darum, die Stadt frei von Terroristen zu bekommen, also wäre das ein Schritt in die richtige Richtung.

        Die Terroristen in Aleppo scheinen das wohl auch zu verstehen und haben es deshalb gerade abgelehnt, sich mit de Mistura zur Diskussion von Freezes überhaupt zu treffen.

        Syrien soll diese Entwicklung auch recht sein, da greift wieder Punkt eins: die Diplomatie braucht mehr Zeit, und solange gibt es kaum eine neue westliche Eskalation gegen Syrien und die syrische Armee macht weiter Fortschritte. So geht es eben auch.

  2. Das klingt einleuchtend. Zeit ist wie immer ein wichtiger Faktor und die Ungeduld scheint mir auf der Seite des Terrors größer zu sein.
    Noch eine Frage zu Ägypten. Daraus werde ich nicht schlau. Zum einen das kürzliche Treffen mit Putin und Abschlüsse über Waffenlieferungen. Aber gut, das muss nicht viel heißen. Waffen werden von überall gekauft und verkauft. Dann der Streit mit Qatar wegen der Bombardierung der IS Stellungen in Libyen nach der Ermordung der 21 Kopten. Die UAE dagegen wollen sich nicht gegen Ägypten stellen, aber da gab es ein hin und her und es sah so aus, als ob die Emirate Qatars Standpunkt verteidigen würden und dann wieder nicht. Und jetzt der Hammer, die Einstufung von Hamas als Terrororganisation. Das ist so unfassbar, also wenn nicht mal Israel als Terrorstaat eingestuft wird und stattdessen eine Kraft, bei aller Kritik an der Hamasführung (besonders Meshaal), die die Palästinenser vertritt in ihrem Kampf um ihr Recht dann ist das für mich ein Zeichen, dass Ägypten endgültig nicht in die Reihe des Widerstands gegen den Zionismus zurückkehren wird, zumindest solange Sisi an der Macht ist.

    1. Demeter

      Ägypten ist in vielerlei Hinsicht in einer Zwangslage und nicht frei in der Partnerwahl. Angewiesen auf saudische Finanzspritzen, einen schwierigen Anti-Terror-Kampf im Lande führend, mit chronischem Energiemangel und Haushaltsdefiziten, leidend unter der Degenration der Wirtschaft durch die „Revolution“ – scheint Ägypten zu nehmen, was es inetrnational kriegen kann, und es wird eben wegen der schwierigen Lage von allen Seiten akzeptiert. Mit Frankreich hat Ägypten auch gerade dicke Rüstungsgeschäfte abgeschlossen.

      Trotzdem ist die Entwicklung, dass Russland wieder einen Fuß im Waffen- und Energiegeschäft mit Ägypten hat, natürlich ein erheblicher Fortschritt für die Achse des Widerstandes.

  3. Über die gute Qualität der Analyse ist bereits alles gesagt, eine englische Version kursiert Netz und auch auf Syper wird der Text gewürdigt, in Form vieler Likes. Ganz besonders gelungen finde ich diese Formulierung:

    „…außer Kontrolle ihrer einstigen Sponsoren geratene Terrorgruppe ISIS im Osten des Landes …“

    Wer die wahre Sachlage kennt, weiß sofort, wer gemeint ist:

    https://www.google.de/webhp?complete=0#complete=0&q=mccain+is

    Und ab jetzt kann die Wahrheit zitiert werden:

    http://www.rtdeutsch.com/13515/meinung/rassistischer-drecksack-abby-martin-knuepft-sich-john-mccain-vor

  4. Ich will ja die Stimmung nicht trüben, aber das Viertel Handarat ist in den letzten Tagen an die Rebellen gefallen, außerdem haben sie das Air Force Intelligence Building, das quasi das Hauptquartiere der Arme in Aleppo war, durch eine Tunnelbombe gesprengt und ein General und ein paar dutzend Soldaten dabei getötet.

    Die syrische Volksarmee ist ein fragiles Gebilde, die zu einem Großteil auch nur aus Hisbollah Milizen besteht und äußerst brutalen NDF-Hilfsmilizen, von den Rebellen nur Shabiha genannt. Das ist eigentlich keine Armee mit der man noch ein Krieg gewinnen kann.

    1. ashsert
      Du solltest nicht den Fehler machen, die Propaganda der Terroristen mit der Realität zu verwechseln.

      Wie schon öfter hat es auch gestern Angriffe von Terroristen nördlich von Aleppo gegeben, doch herausgekommen ist da wieder nichts außer hohe Verluste in den Reihen der Terroristen und mäßige Verluste für die syrische Armee.

      Noch ist die Botschaft nicht bei allen Terroristen angekommen, dass sie den Krieg verloren habne, doch die Situation bewegt sich weiter rapide in die Richtung. Sobald die Terroristen ihre Kämpfer mit wütenden und erfolglosen Verzweiflungsangriffen zum Rückgängigmachen der Erfolge der syrischen Armee nördlich von Aleppo verheizt haben, ist der Weg frei für die syrische Armee, den Sack in Aleppo zuzumachen.

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