Ukrainischer TV-Bericht aus Avdeevka

Die rund fünf Kilometer nördlich von Donezk liegende Ortschaft Avdeevka steht unter der Herrschaft der Kräfte Kiews und liegt direkt an der Front. Als die Junta das Gelände des Donezker Flughafens noch gehalten hat, war Avdeevka der wichtigste Nachschubstützpunkt für die auf dem Flughafen befindlichen Kräfte Kiews.

Die Kiewer Junta verbreitet pausenlos, ihre Kräfte würden mit ihrer Anti-Terror-Operation in den Bezirken Donezk und Lugansk die lokale Bevölkerung vor Terroristen und russischen Besatzern schützen. Angaben der Donezker Volksverteidigungskräfte zufolge nutzen Kräfte Kiews Stellungen in und bei Avdeevka, um von dort aus nicht nur Donezker Volksverteidigungskräfte zu beschießen, sondern auch die Bevölkerung Donezks mit schwerem Artilleriebeschuss zu terrorisieren. In der Gegend von Avdeevka gibt es deshalb häufig schwere Artilleriegefechte, bei denen es viele Verletzte und Tote auf allen Seiten und auf Seiten der Zivilbevölkerung gibt.

Der ukrainische Propagandakanal „Ukraina 112“ hat nun gestern mal ein paar Journalisten nach Avdeevka geschickt, um dem TV-Publikum dort von der lokalen Bevölkerung aus erster Hand schildern zu lassen, wie die dortige Bevölkerung unter dem Terror von Separatisten und russischen Invasoren leidet, und wie heldenhaft die ukrainische Armee und die Freiwilligenbataillone Kiews die Bevölkerung von Avdeevka vor den Russen und Separatisten beschützen.

Doch was die Reporter von „Ukraina 112“ dann in Avdeevka wirklich erlebten, hat sie überrascht. Sie haben vor Ort erfahren, dass die Kiewer Junta, ihre bewaffneten Kräfte und ihre verlogenen Propagandisten in Avdeevka nicht sonderlich beliebt sind.

Der Schock über die Kluft zwischen gängiger Darstellung und erlebter Wirklichkeit saß bei den Journalisten offenbar so tief, dass Ukraina 112 das Material tatsächlich gesendet hat. Propagandisten des „Maidan-Senders“ Hromadske TV haben zuvor übrigens in der von Kiewer Truppen besetzten Ortschaft Schastje 10 Kilometer nördlich von Lugansk von der lokalen Bevölkerung schon ähnliches zu hören bekommen, auch wenn die Leute dort ihre Meinung etwas zurückhaltender ausgedrückt haben.

Soviel dazu, was die Bevölkerung in den von Kiew besetzten Gebieten des Donbass vom Kiewer Regime und seinen Handlangern hält. Im Donbass weiß jeder, dass, der Führer in Kiew im Herbst angekündigt hat, den Krieg gegen die Bevölkerung des Donbass dadurch zu gewinnen, dass seine Kräfte die Städte des Donbass mit Artillerie beschießen, sodass die Kinder des Donbass ihr Leben in Kellern verbringen müssen und nicht zur Schule und in Kindergärten gehen können, bis die Bevölkerung des Donbass sich den Kiewer Nazis unterwirft.

Mit diesem öffentlich annoncierten und systematisch ausgeführten Kriegsverbrechen hat sich die Kiewer Nazi-Junta zwar bei den Nazi-Freunden der Chefs der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft beliebt gemacht, bei der Bevölkerung des Donbass jedoch nicht.

PS: Man vergleiche diese ukrainische Reportage aus Avdeevka mit den Berichten von Udo Lügenkies in der staatlichen deutschen Märchenschau aus Avdeevka.

4 Gedanken zu “Ukrainischer TV-Bericht aus Avdeevka

    1. santa
      Die syrische Armee rückt in Aleppo und im Umland seit Jahresbeginn nicht weiter vor, um so die Chance der syrischen Regierung zu verbessern, in den Moskauer Gesprächen zu „Versöhnungen“ bezüglich einiger Teile von Aleppo und dem Umland, aber auch anderen Gegenden in ganz Syrien, zu kommen, etwa mit der YPG und ihren Partnern. Terroristen beschießen derweil weiter den Westen von Aleppo und versuchen auch Angriffe gegen die Armee, aber die Armee beschränkt sich gegenwärtig in Aleppo trotzdem darauf, solche Terroristen und Feuerpunkte auszuschalten, ohne vorzurücken. Die einzigen wesentlichen Entwicklungen im Umland von Aleppo waren dieses Jahr der Sieg der YPG gegen ISIS in Kobane ganz im Osten des Aleppiner Umlandes und scharfe Kämpfe zwischen Nusra-Terroristen und US-gestützten Hazm-Terroristen im westlichen Aleppiner Umland, die meines Erachtens anders als vorherige Auseinandersretzungen zwischen Nusra und Hazm nicht mit einem Sieg von Nusra geendet haben, sondern unentschieden endeten, und möglicherweise unter der Hand sogar immer noch weitergehen.

      Überhaupt hat die syrische Armee es im Januar mit Blick auf die Moskauer Gespräche außer in Deir Ezzor, wo die Armee gegen ISIS kämpft, sehr ruhig angehen lassen. Erst seit wenigen Tagen strebt die Armee offenbar wieder Geländerückgewinnungen an, etwa in Qalamoun, Ost-Ghouta und in der Provinz Daraa.

      PS: Eine Truppe von Überläufern zur Regierungsseite, die sich Jaish Al-Wafaa nennt, ist nun in Douma hinter Zahran Alloush und seinen Kumpanen her. Ich vermute stark, die syrische Regierung arbeitet gegenwärtig hart daran, so eine Überläufertruppe auch in Aleppo aufzubauen.

  1. Moin Autor,
    ich lese deine Beiträge immer gerne.
    Kennst du die Aufnahmen unter anderem der Komsomolskaya Pravda aus Uglegorsk (die von ARD & ZDF mehrfach zweck- & realitätsentfremdet wiedergegeben wurden) und die freudigen Reaktionen der Einwohner auf die Feststellung, dass es sich bei denen um russische Journalisten handelt? Der Vergleich hätte hier noch gefehlt.

    1. JS

      nein, das sagt mir gerade nichts. Wenn du entsprechende Videos aus Uglegorsk hast, poste sie ruhig einfach als Kommentar hier.

      Es gibt ein gerade auf deutsch übersetztes Video von Graham Philips aus Pervomaisk (Frontstadt im Nordwesten der Lugansker Volksrepublik unter Kontrolle der LVR, die ständig von der Ukrowehrmacht beschossen wird)

      Die für Novorossija arbeitenden Journalisten werden von der Bevölkerung freundlich empfangen, nachdem die Bevölkerung sich sicher ist, dass es keine Kiewer Propagandisten sind. Und wie überall, ist auch die Bevölkerung von Pervomaisk entzürnt über Poroschenko, weil der auf die Bevölkerung schießen lässt und keinen Waffenstillstand einhält.

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