Deutsche Staatspropaganda lügt weiter schamlos

An diesem Mittwoch gab es mal wieder ukrainische Kriegsverbrechen, die von der deutschen Staatspropaganda schamlos umgelogen wurden.

Am Vormittag wurde der Donezker Stadtteil Textilschik von zahlreichen Artilleriegeschossen getroffen, darunter auch die Poliklinik No 27, vor der ein Geschoss einschlug und mehrere Menschen tötete.

Es ist überhaupt keine Frage, unter wessen Kontrolle die Stadt Donezk, der Donezker Bezirk Textilschik und die dortige Poliklinik 27 stehen. Reuters beispielsweise veröffentlichte nach dem Geschosseinschlag ein Foto, dass bewaffnete Kräfte der Donezker Volksrepublik vor dem Krankenhaus stehend zeigte, und schrieb das auch in den Text zum Bild. Der stellvertretende Kommandeur der Kräfte der Donezker Volksrepublik erklärte, dass die ukrainische Armee die Gegend um die – etwa fünf Kilometer von Textilschik entfernte und von ukrainischen Regierungskräften beherrschte – Ortschaft Marinka zum Schießen mit Artillerie nutzen würde.

Es ergibt sich damit ein recht klares Bild. Vom Artilleriebeschuss getroffen wurde beim Krankenhaus 27 von der Donezker Volksrepublik gehaltenes Gebiet. In fünf Kilometer Entfernung befinden sich Artilleriestellungen der ukrainischen Armee, die für den Beschuss genutzt worden sein könnten. In der Vergangenheit sind Kräfte Kiews, zu denen unberechenbare Nazi-Einheiten gehören, bereits des Öfteren damit aufgefallen, zivile Wohngegenden, die unter Herrschaft der Kräfte von Novorossiya stehen, wahllos zu beschießen, wie selbst die ansonsten voll auf der Propagandalinie Washingtons liegenden Organisationen CNN und HRW nicht umhin kamen, zuzugeben. Es sieht demnach bei diesem Beschuss von Textilschik ganz danach aus, dass Kräfte Kiews mal wieder das Kriegsverbrechen begangen haben, wahllos in von Aufständischen beherrschte ziviele Wohngebiete zu feuern.

Der staatliche deutsche Propagandasender „Deutschlandfunk“ berichtete am Mittwochabend über das mutmaßliche Kriegsverbrechen der Kräfte Kiews hingegen wie folgt:

Rebellenoffensive erschüttert Ostukraine

Von Sabine Adler

(Bild vom beschädigten Donezker Krankenhaus 27 mit Bildunterschrift: „Ein Krankenhaus in Donezk nach einem Angriff der Separatisten am 04.02.2015 (picture alliance / dpa / Sergey Averin)“

In Donezk beschießen Separatisten Krankenhäuser und einen Kindergarten, in Debalzewe traut sich kaum noch ein Bewohner auf die Straße – die Lage in der Ostukraine verschlimmert sich täglich. 80 Ortschaften sollen innerhalb weniger Stunden angegriffen worden sein. Eine Rebellenoffensive, die durch Verrat und Abtrünnigkeit im ukrainischen Militär begünstigt wurde.

Bereits in der Nacht zum Mittwoch hatte es schwere Kämpfe gegeben, ukrainische Internetseiten berichten zudem von Angriffen auf 80 Ortschaften innerhalb der letzten Stunden. In Donezk haben Rebellen zwei Krankenhäuser und einen Kindergarten unter Beschuss genommen, dabei wurden mindestens vier Menschen getötet, schreibt interfax.ukraine.

Der staatliche deutsche Propagandasender „Deutschlandfunk“ behauptet einfach (mit einem vagen Verweis auf ukrainische Propaganda), die Kräfte der Donezker Volksrepublik hätten die von ihnen selbst beherrschten Wohngebiete, einschließlich des Krankenhauses, selbst beschossen. Eine Erklärung dafür, warum die Donezker Volksrepublik sich selbst beschießen sollte, wird einfach unterschlagen, und die Information, dass die Donezker Volksrepublik die beschossenen Gebiete beherrscht, unterschlagen. Ohne jegliche Erklärung tauscht der staatliche deutsche Propagandasender also Täter und Opfer einfach aus. Es ist anzunehmen, dass es dafür außer dem Bedürfnis, die Kriegsverbrechen der von Deutschland unterstützten Kräfte Kiews mit dem Mittel der Propagandalüge ihren Gegnern in die Shcuhe zu schieben, keinen Grund gibt.

Die staatliche deutsche Tagesschau berichtete über die Geschehnisse wie folgt:

Ukraine-Konflikt spitzt sich zu – Viele Tote bei Großangriff im Osten

Stand: 04.02.2015 14:57 Uhr

Die prorussischen Separatisten haben nach Angaben des ukrainischen Militärs rund 80 Orte innerhalb eines Tages angegriffen. Besonders umkämpft sind … und Donezk. …

Die prorussischen Separatisten haben nach Angaben des ukrainischen Militärs im Osten des Landes eine Großoffensive gestartet. Allein in den vergangenen 24 Stunden seien 80 Ortschaften und Stellungen mit Raketen sowie Artillerie angegriffen worden, sagte ein Militärsprecher. Zwei Soldaten seien getötet, 18 weitere verletzt worden.

(Innenansicht vom beschädigten Donezker Krankenhaus 27 mit Bildunterschrift: „Ein Krankenhaus in Donezk wurde bei den Angriffen schwer beschädigt.“

Die Verwaltung der Rebellenhochburg Donezk meldete unterdessen, dass ein Krankenhaus von einer Granate getroffen worden sei. Es habe Tote und Verletzte gegeben, hieß es auf der Internetseite der Stadtverwaltung. …

Die staatliche deutsche Tagesschau versucht also allen Ernstes, ihrem uninformierten Publikum die dicke Lüge aufzutischen, die Kräfte der Donezker Volksrepublik hätten eine Großoffensive zur Eroberung der Großstadt Donezk gestartet und so sei der Beschuss des Donezker Krankenhauses 27 zu erklären. Wer natürlich weiß, dass Donezk unter Kontrolle der Kräfte der Donezker Volksrepublik steht, der kann sich über die schamlose Lüge nur wundern. Ein Leser kommentierte den Artikel der Tagesschau etwa wie folgt:

Moment Mal….

Verstehe ich das richtig, dass die Separatisten 80 Orte angegriffen haben, dabei aber ein besonders umkämpftes Gebiet Donezk ist? Die Separatisten müssen ja wirklich doof sein, wenn Sie die eigene Stadt angreifen. …

So sieht das wohl aus, wenn das Publikum für die dreisten und offensichtlichen Kriegslügen der deutschen Staatspropaganda, vom Deutschlandfunk über das ZDF bis hin zur ARD nur noch Spott übrig hat. Einen Artikel weiter empörte sich die Tagesschau übrigens darüber, dass deutsche Massenmedien von immer mehr Menschen mit dem Ausdruck „Lügenpresse“ bezeichnet werden, und behauptete, der Ausdruck „Lügenpresse“ sei gefährlich für die Demokratie. Darauf, dass die Lügen der Massenmedien in den letzten Jahren für Angriffskriege mit Hunderttausenden von Toten – man denke beispielsweise nur an die Lügen von angeblichen Massenvernichtsungswaffen im Irak und vergleiche diese dreisten Kriegslügen mit den aktuellen schamlosen Kriegslügen – verantwortlich sind, ging die Tagesschau dabei natürlich nicht ein.

8 Gedanken zu “Deutsche Staatspropaganda lügt weiter schamlos

  1. Als ich die Nachricht gelesen hatte das NATO Munition im Donbass verwendet wurde habe ich das erst nicht geglaubt. Ich habe es erst als “Propaganda” abgetan, weil das technisch eigentlich nicht möglich ist. Die Kaliber der Waffen der ehemaligen Sowjetunion (mittleren Artillerie) 152 mm Granaten und der NATO 155 mm sind eigentlich zu unterschiedlich. Es gibt jedoch eine moderne Panzerhaubitze die sowohl Russland als auch die Ukraine benutzen.
    Davon gibt es eine Exportversion mit NATO Kaliber 155mm. Das bedeutet es ist technisch möglich diese Waffe auf das Kaliber der gezeigten 155 mm Munition umzurüsten, wozu die ukrainischen Rüstungsbetriebe z.B. in Charkiw in der Lage sind.
    Es braucht ja nur das Kanonenrohr und die Zuführung getauscht werden, bzw in den PC eine 155 mm Programm installiert werden für die jeweilig verwendeten Granaten und Treibladungen. Das Pz Fahrzeug bleibt gleich.

  2. Die lügt weiter schamlos, weil die Rechnung nicht aufgeht. Man hat sie in Berlin ohne den Wirt gemacht. Die Lügen werden heftiger und die Begleitschäden wachsen. Das ist ein Zeichen von Kontrollverlust.
    Die Realität muß immer häufiger an die Bedürfnisse angepaßt werden. Als Begleiterscheinung tritt die Angst auf, ob die Bande halten. Die Paranoia ist.

    Heftiges Zufahren führt schließlich zum Zusammenbruch. 2015 könnte das Berliner Waterloo werden.

    Schließlich erscheint heute noch eine Meldung, die in den Wirren scheinbar untergeht. Während die Finanzmärkte jahrelang mit einem Täuschungsmanöver beruhigt worden sind, daß Inflation drohe, gibt man heute zu, das Jahr werde von der Deflation geprägt sein. natürlich mit den üblichen Beschwichtigungsphrasen.
    Deflation ist brandgefährlich und kaum zu steuern. Die Wirtschaftskrise führte zur Massenverelendung und schließlich zum großen Krieg.

  3. Merkel und Hollande pilgern zu Putin und sind der Meinung, dass Putin ihnen gefällig sein wird, was sie selbst mit Geld und Waffen angestellt haben nun wieder ungeschehen zu machen.
    Diese Botschafter Obamas sollten eigentlich solange vor der Tür warten lassen, bis sie von selbst auf ihre Verfehlungen draufkommen werden, nämlich bis zum St.Nimmerleinstag.

    1. Selbst der Militärchef der illegalen Putsch-Junta hat in öffentlicher Rede bestätigt, dass KEINE russischen Truppen in der Ukraine sind. Das Filmdokument ist auch ab Min. 9:04 der heutigen
      RT deutsch-Sendung zu sehen:

      http://www.rtdeutsch.com/11333/der-fehlende-teil/der-fehlende-part-moskauer-gespraeche-hoffnung-auf-durchbruch-in-der-ukraine-krise-e-60

      US-geführte NATO-Truppen in der Ukraine sind dagegen überhaupt kein Geheimnis. Also, was wollen die beiden in Moskau? Falsche Adresse.

  4. Das Sterben geht weiter. Der brüchige Waffenstillstand ist vorbei
    Krankenwagen wurden für Nachschubtätigkeit verwendet.
    Der Nachschub wird in Kindergärten Schulen und Krankenhäuser gelagert.
    Aus den Kessel wurden mit Busse Verwundete , ausländische Mil Berater und einige Offiziere herausgebracht , die 18 jährigen bleiben als Kanonenfutter.
    Busse mit Frauen und Kinder werden beschossen und medienwirksam gebracht, die Konfliktparteien wissen schon vorher das es die andere Seite war.

    Der stellvertretender Kommandeur des Verteidigungsministeriums der Donezker Volksrepublik Eduard Basurin teilte heute an seiner Pressekonferenz im Pressezentrum DAN mit, dass in den letzten 24 Stunden die ukrainischen Streitkräfte 70 Soldaten verloren haben.

    „Der Gegner verlor 4 Panzer, 7 Schützenpanzer und Transportpanzer, 11 Artillerien und 70 Soldaten“, berichtete Basurin.

    Nach Angaben des Verteidigungsministeriums verloren die ukrainischen Streitkräfte seit der Wiederaufnahme der aktiven Kampfhandlungen, in den 21 Tagen 3 Flugzeuge, einen Hubschrauber, 157 Panzer, 108 Artillerien, 126 Schützenpanter, Transportpanzer und MT-LBs, 81 Fahrzeuge und 1931 Soldaten, teilt die Donezker Nachrichtenagentur mit.

    Seine Opfer waren sicher geringer nach seinen Angaben und fast ausschließlich unschuldige Zivilisten

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