China treibt die weltweite Entwicklung voran

Die letzten Tage waren, von einer globalen Entwicklungsperspektive gesehen, von chinesischen Großprojekten geprägt. Dabei zeigt sich, dass der aufgrund seiner überbordenden Militärausgaben kriselnde Westen die Dominanz über das Vorantreiben der weltweiten Entwicklung durch große Infrastrukturmaßnahmen verliert.

In Nicaragua hat China mit dem Bau des geschätzt 50 Milliarden Dollar schweren neuen Kanals zwischen Pazifik und Atlantik begonnen. Der neue Kanal soll insbesondere Schiffen zwischen Ostasien und der Ostküste Amerikas eine kürzere Route bieten, die gegenwärtig durch die vom US-Empire dominierten Kanäle von Panama und Suez fahren. Neben einer signifikanten Streckenverkürzung soll der Nicaragua-Kanal es erlauben, auf den Strecken größere, und damit ökonomischere und energieeffizientere Schiffe einzusetzen. Zum Kanal gehören weitere große Infrastrukturprojekte in Nicaragua, wie zum Beispiel riesige Häfen und Überlandverbindungen, die den Gütertransport zwischen Pazfik und Atlantik vereinfachen sollen. Im Jahr 2020 soll das Jahrhundertprojekt eröffnet werden.

In Peking wurde mit dem Bau eines neuen Großflughafens begonnen. Der Flughafen soll umgerechnet 13 Milliarden Dollar kosten, 72 Millionen Passagiere im Jahr sowie zwei Millionen Tonnen Fracht abfertigen und 2019 eröffnet werden. Die volle Kapazität von 620.000 Flügen pro Jahr soll 2025 erreicht werden.

Buchmacher, die sich trauen, Wetten anzunehmen, dass der seit vielen Jahren im Bau befindliche neue Regionalflughafen Berlin BER noch vor dem neuen Großflughafen von Peking eröffnet werden wird, sind bisher nicht bekannt. China ist schließlich bekannt dafür, dass chinesische Großprojekte auch zeit- und kostennah funktionieren.

So wurde am Freitag in China die 856km lange Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke zwischen Guiyang und Guangzhou eröffnet. Dieses rund 20 Milliarden teure chinesische Infrastrukturprojekt führt durch unwegsames gebirgiges Gelände, beinhaltet deshalb zahlreiche Tunnel und Talbrücken, verkürzt die Reisezeit von rund 21 Stunden auf 4 Stunden und neun Minuten und wurde innerhalb von sechs Jahren realisiert.

Des weiteren eröffnete China am Freitag den vollen Betrieb der 1776km langen Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke zwischen Urumqi und Lanzhou. Der Bau der Bahnlinie, die durch das chinesische Hochland führt, verkürzt die Reisezeit von 23 auf unter 12 Stunden, begann im Jahr 2010 und ist nun schon im Jahr 2014 fertig.

In der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“ verbringen Politiker unterdessen ihre Zeit damit, zu diskutieren, wie sie Russland durch weitere Sanktionen schädigen können.

4 Gedanken zu “China treibt die weltweite Entwicklung voran

  1. Die Schädigung der Wirtschaft und Infrastuktur in Deutschland wird deutlich, wenn bereits alle Teilen von neuen E-Fahrzeugen aus China um die halbe Welt herangeschippert werden müssen.
    Ein Projekt mit einem aus Recycling und neuen chin. Nabenmotoren entstandenen Zweirades machte das deutlich: http://eckieok.wordpress.com/

  2. Im Balkan kommt Nichts mehr von der EU und den USA, oder der Weltbank: Die haben sowieso nur überteuerte Projekte gebracht, identisch wie in Nigeria und der Welt und die jeweiligen Länder vollkommen korrumpiert. China ist massiv wie Russland im Vormarsch auch im Balkan.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.