Pegida – Lügenhetzmassenmedien verheddern sich

Nach dem zweiten Weltkrieg sollte in Deutschland, so jedenfalls die Legende, von den Alliierten, und insbesondere der Führungsmacht USA, wo seinerzeit Schwarze im Bus aufstehen mussten, wenn Weiße zustiegen, bekanntlich eine Landschaft von Massenmedien aufgebaut werden, die nicht mehr wie Goebbels zur Nazi-Zeit Rassismus verbreitet und gegen andere Völker und Religionen hetzt, sondern die sich für Wahrheit, Frieden und die Freundschaft aller Völker, Religionen und Weltanschauungen einsetzt.

Und so sollte es heute dank der großen Re-Education der Deutschen durch die Alliierten vollkommen undenkbar sein, dass deutsche Behörden und von Rassenhass und Xenophobie geleitete deutsche Massenmedien die deutsche Bevölkerung mit Lügen und Propaganda zum Hass gegen Juden oder Muslime, Polen oder Russen aufstacheln. Schon die Titelbilder kontemporärer deutscher Massenmedien zeigen jedoch, wie die Realität wirklich ist. Stellvertretend für viele andere ist hier etwa ein Titelbild des mit britischer Lizenz und Beteiligung gegründeten, aber sonst auch sehr vorgestrig-deutschen „Nachrichtenmagazins“ der „Spiegel“ aus dem Jahr 2007 zu sehen:

Natürlich ist es so, dass der „Spiegel“ mit der Hetze gegen den Islam und eine angebliche Islamisierung Europas nicht allein steht. Die Hetze gegen den Islam durch die zionistische Springerpresse etwa ist geradezu legendär, und die Propaganda der meisten anderen deutschen Massenmedien unterscheidet sich nur wenig von diesen sogenannten Leitmedien. Wollte man die Hetze gegen den Islam, die sich oft als Berichterstattung über oder Kritik an Iran, Hisbollah, Hamas, Muslimbruderschaft oder Al Kaida tarnt, in deutschen Massenmedien aufzählen, würde man vermutlich nie fertig, so viel Anti-Islam-Hetze ist da zu finden. Aber der „Spiegel“ hat eine besonders starke Wirkung auf die öffentliche Meinungsbildung in Deutschland, gerade weil viele Deutsche den „Spiegel“ für seriös halten und die einseitige und verlogene Hetze darin nicht erkennen, so dass es sich lohnt, einen kurzen Blick darauf zu werfen.

Der „Spiegel“ gehört zu einem wichtigen Teil Bertelsmann, einem Konzern, der einst für Nazi-Frontpropaganda bekannt war, wo die USA dann nach dem Sieg im Zweiten Weltkrieg einen ihnen genehmen Mann namens Reinhard Mohn an der Spitze installierten, und der dann beste Beziehungen zu den USA und ihren Diensten pflegte. Und in den USA war es ab etwa Anfang der 90er Jahre so, dass die USA da, nachdem sie die von ihnen zu Feinden erklärten Kommunisten und Ungläubigen der Sowjetunion mit Hilfe von zu Freiheitskämpfern erklärten steinzeitislamischen Extremisten unter anderem in Afghanistan bezwungen hatten, ein neues Feindbild für einen neuen globalen Krieg aufbauten: das neue Feindbild war „Islamismus“ und als neuer globaler Krieg wurde kurz darauf von zionistischen US-Vordenkern wie Bernard Lewis der „Kampf der Kulturen“ eines „christlich-jüdischen Abendlandes“ gegen die „islamische Barbarei“ ausgerufen. Und die von den Israel – dessen effektivste Gegner ab etwa den 90er Jahren anders als zuvor weniger aus PLO und PFLP und mehr aus Hamas, Hisbollah und Iran bestanden – und den USA – spätestens seit dem 11. September 2001 – vorangetriebene Hetze gegen den Islam kann man logischerweise in den unter US-amerikanischem und israelischem Einfluss stehenden deutschen Massenmedien wiedererkennen.

Nach nunmehr 20 Jahren permanenter Hetze gegen den Islam durch zionistisch-amerikanische und deutsche Massenmedien muss sich also niemand wundern, dass die Saat zwischenzeitlich Früchte trägt wie „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“, oder kurz Pegida. Unzählige Demonstrationen mit Tausenden und inzwischen auch über Zehntausend Teilnehmern unterstützen dabei dem Namen der Bewegung nach zu urteilen genau dem Konzept, das zionistische US-Vordenker, Spiegel und Springerpresse, etliche andere Massenmedien in und außerhalb Deutschlands und von Massenmedien zum Status intellektueller emporgehobener Rassisten viele Jahre gepredigt haben: dem Konzept des Kampfes der Kulturen, zwischen einem „jüdisch-christlichen Abendland“ und der „islamischen Barbarei.“ Ebensowenig kann angesichts dieser Umstände überraschen, dass der zuvor eher durch Kleinkriminalität aufgefallene Pegida-Cheforganisator Lutz Bachmann sich mit einer „engen Zusammenarbeit mit namhaften Medien aus aller Welt – vor allem mit dem Axel Springer Verlag“ – brüstet.

Man könnte nun denken, die deutschen Massenmedien, die die Entstehung dieser Bewegung mit jahrelanger Hetze gegen den Islam vorangetrieben haben, wären nun glücklich damit. Doch dem ist nicht so. Im Jahr 2010 haben die USA sich zur Durchführung des sogenannten „arabischen Frühlings“ sich wieder umentschieden. Für diese Serie von Regime Changes, insbesondere in den säkular geprägten Staaten Libyen und Syrien, war es notwendig, sich wieder wie in den 80er Jahren an die Seite islamischer Extremisten und Terroristen zu stellen. Ab da bejubelten westliche Massenmedien Selbstmordanschläge islamischer Extremisten wieder als Freiheitskampf und die ehedem als Posterboy für anti-islamische Hetze benutzte Terrorgruppe Al Kaida galt westlichen Massenmedien fortan wieder als nahezu vernachlässigbares Problem. Israelische Funktionsträger erläuterten das dahinterstehende Kalkül, indem sie erklärten, Israel sei es lieber, dass Al Kaida Syrien beherrsche als der säkulare Präsident Bashar Al-Assad, denn Assad sei ein stärkerer Gegner des israelischen Besatzungsregime, der syrische Präsident Assad arbeite mit Iran und Hisbollah zusammen und Al Kaida werde man schon irgendwie in den Griff bekommen, wenn Assad gestürzt sei. Bislang ist der Sturz von Assad den von Israel, den USA und anderen Führern des „christlich-jüdischen Abendlandes“ unterstützten islamischen Extremisten immer noch nicht gelungen, woraus sich ergibt, dass westliche Hetze gegen den Islam gegenwärtig kontraproduktiv für den Terrorkrieg gegen Syrien ist.

Außerdem gibt es inzwischen noch eine größere Aufgabe für die Hetze der Massenmedien. Wo der Feind nun also der Meinung der transatlantischen Meinungsmacher folgend für das deutsche Volk zu stehen hat, lässt sich besonders leicht wieder an einem Spiegel-Titel erkennen, diesmal von Juli 2014:

Der russische Präsident Wladimir Putin unterstützt nicht nur den säkularen syrischen Präsidenten Assad gegen den von Israel und den USA geführten Versuch des Regime Changes mit Hilfe islamischer eingefärbter Terroristen, sondern er stellt sich auch gegen US-geführte blutige Putsche wie in der Ukraine und er wendet sich obendrein auch noch gegen von der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“ unterstützte Nazis. Klarer Fall: jemand der wie Putin von Israel und den USA unterstützte Putsche, islamische Extremisten und Nazis nicht leiden kann, der muss, wie der Spiegeltitel es deutschen Möchtegern-Intellektuellen plastisch klar macht, „gestoppt“ werden, und zwar „jetzt“ – koste es, was es wolle. Und das vielleicht Schlimmste von Allem: mit Kanälen wie RT und Sputnik engagiert Russland sich auch noch auf dem Feld des Journalismus sehr sichtbar, wodurch einiges von der Lügenpropaganda, mit der die Massenmedien der westlichen Machthaber der Weltbevölkerung die Gehirne waschen, nicht mehr wie gewohnt funktioniert.

Doch Pegida demonstriert „gegen die Islamisierung des Abendlandes“ – obwohl von den Massenmedien die Hetze gegen den Islam schon vor fast fünf Jahren als mit dem aktuellen Zeitgeist unvereinbar erklärt wurde, und nun längst anstatt gegen Al Kaida, Nazis und Islam gemeinsam mit Al Kaida Krieg gegen die säkularen Staatsführer Putin und Assad geführt wird. Schlimmer noch, wie das Hetzblättchen FAZ meldete, wurde auf der Pegida-Demonstration in Dresden ein Schild gesehen mit der Aufschrift „Putin, hilf uns!“ gesehen, Organisator Bachmann soll dazu die „Kriegstreiberei unserer Regierung, wie das aktuelle Beispiel Russland zeigt“ angeprangert haben, seinen Zuhörern erzählt haben, Sanktionen gegen Russland gefährdeten Arbeitsplätze und Frieden, Pegida-Demonstranten hätten beim Auftauchen deutscher Journalisten „Lügenpresse, Lügenpresse“ skandiert und auf weiteren Plakaten sei „Frieden mit Russland“, „Weg mit der Kriegstreiber-Regierung“ zu lesen gewesen. Außerdem soll Alexander Gauland, der brandenburgische Landesvorsitzende der für CDU/CSU und FDP gefährlichen Partei AFD, die Kundgebung aufgeschlossen beobachtet haben. Die Ewiggestrigen von Pegida demonstrieren also gegen Islamisierung und für Entspannungspolitik gegenüber Russland, so wie das von den Massenmedien zwei Jahrzehnte lang propagiert wurde, obwohl das US-Empire und seine angeschlossenen Propagandaorgane in Deutschland den Menschen seit vier Jahren klarzumachen versuchen, dass sie jetzt gefälligst für islamische Terroristen und für Spannungen mit Russland einzutreten haben.

Es ist also keine Frage, warum die Meinungsmacher in Deutschland da nun massiv gegenhalten, mit allem, was sie haben. Und so reden, schreiben und senden die Meinungsmacher in Deutschland seit Wochen gegen Pegida an. Deutsche Massenmedien überschlagen sich seit Wochen mit Artikeln gegen Pegida, wobei sie freilich ihre Rezipienten dadurch verunsichern, dass sie zu erwähnen vergessen, dass es die deutschen Massenmedien mit ihrer jahrzehntelangen Hetze gegen den Islam selbst waren, die Pegida den Boden bereiteten. Katja Kipping, die der spöttisch „Mossadfraktion“ genannten Realo-Strömung nahestehende Bundesvorsitzende der Linkspartei, und Cem Özdemir, Bundesvorsitzender der olivgrünen Kriegspartei, Young Leader der Transatlantiker und Gründungskurator der zionistisch geprägten Amadeu Antonio Stiftung, gaben sich vor Ort in Dresden trotz des kalten Winterwetters alle Mühe, Gegendemonstranten zu Protesten gegen Pegida zu motivieren. Und der „Zentralrat der Juden in Deutschland“ – der seit langem eine Rolle als inoffizielle Zentrale der Lobby des rassistischen Apartheidregimes von Tel Aviv in Deutschland einnimmt – ließ verlauten, dass Pegida „brandgefährlich“ ist.

Doch das alles nützte bisher nichts. Anstatt von der negativen Berichterstattung der Massenmedien abgeschreckt zu sein, gingen bisher immer nur mehr Menschen auf die Pegida-Demos, und demonstrierten da „gegen die Islamisierung des Abendlandes,“ gegen die deutsche Lügenpresse, gegen die Kriegstreiberei der deutschen Regierung und für Frieden mit Russland. Die deutschen Massenmedien können berichten, verzerren und lügen wie sie wollen, von denen, die zu Pegida-Demos gehen, glaubt sowieso kaum einer deutschen Massenmedien noch irgendetwas. Einladungen, sich in Talkshows des deutschen Fernsehens die Worte im Mund herumdrehen zu lassen, schlugen die Pegida-Macher aus. Warum sollten sie auch hingehen? Es ist ohnehin klar, dass die Agenda deutscher Massenmedien nicht darin besteht, das Publikum objektiv über Pegida zu informieren, sondern darin, die Pegida-Leute mit allen Mitteln fertigzumachen.

Für die letzte Pegida-Kundgebung hatte sich der NDR daher was feines ausgedacht: einfach mal Panorama herumspazieren lassen und Teilnehmer an der Pegida-Kundgebung interviewen. Der Mediendienst Meedia erklärt dazu, die dabei vom NDR mutmaßlich verfolgte „Absicht“ sei es gewesen, „die Ansichten der PEGIDA-Leute zu entlarven.“ Wer mal auf einer Demo war, die Transatlantikern und Zionisten nicht passen, der weiß, wie so was funktioniert. Da spazieren dann Reporter rum, die ständig auf der Suche danach sind, irgendjemanden zu finden, der ihnen vor der Kamera irgendwas ins Mikrophon sagt, was anschließend angeprangert werden kann. Regelmäßig werden gezielt Leute angesprochen, von denen die Reporter sich erhoffen, dass sie ungebildet sind, sie sich schlecht ausdrücken können und anders als Politiker keine Erfahrung damit haben, wie Journalisten durch ihre Fragen Gespräche lenken können.

Der Erfolg der Masche ist nahezu garantiert. Dank des permamenten Schürens von Ressentiments durch die Massenmedien können geübte Journalisten mit entsprechend gestellten Fragen in nahezu jeder größeren Menschenansammlung, gleich ob es eine unpolitische Musikveranstaltung, ein gewöhnliches Volksfest oder eine politische Kundgebung welcher Art auch immer ist, Empörung hervorrufende Aussagen herauskitzeln. Anschließend müssen die Aussagen bloß noch geschnitten und soweit verdichtet werden, dass fragwürdige und empörende Aussagen in erhaltenen Antworten möglichst dezent aneinandergereiht werden, und fertig ist ein Beitrag nach der Masche: Seht her, Publikum, wie unanständig die Menschen sind, die zu so einer Veranstaltung gehen. Diese Technik würde beim Musikantenstadl oder beim Cannstatter Volksfest vermutlich ähnliche Ergebnisse bringen wie bei einer Pegida-Kundgebung, nur da wird das eben nicht gemacht, weil diese Veranstaltungen den Meinungsmachern in Deutschland anders als Pegida kein Dorn im Auge sind. Und wie es von vornherein zu erwarten war, hat Panorama bei der Pegida-Kundgebung in Dresden die gewünschten und breite Empörung auslösenden O-Töne auch bekommen.

Doch eine klitzekleine Kleinigkeit ging dann, wie sich nach der unter dem Titel „Kontaktversuch: „Lügenpresse“ trifft Pegida“ erfolgten Ausstrahlung der Panorama-Sendung herausstellte, trotz des simplen Konzeptes doch schief. und zwar geht es um dieses von Panorama zur Ausstrahlung im Wesentlichen auf seine diffusen fremdenfeindlichen Kernaussagen eingedampfte Interview mit einem jungen Teilnehmer an der Pegida-Kundgebung, der sich zwar nicht vorgestellt hat, aber Felix Reichstein heißt und von Beruf Journalist für Bertelsmanns Sender RTL ist:

Nun ist es, wie das oben gezeigte Titelblatt des Spiegels zur angeblichen „Islamisierung Deutschlands“ anschaulich demonstriert, sicher nicht ungewöhnlich, dass für Bertelsmann tätige Journalisten abscheuliche und menschenverachtende Ansichten wie Ausländer- und Islamfeindlichkeit vertreten. Doch nach der Sendung geschah überraschendes. Unten auf der NDR-Seite zu dieser Panorama-Sendung findet sich nun folgender Vermerk:

Korrektur:
Wie wir im Nachgang zur Sendung erfahren haben, handelt es sich bei einem der Demonstranten, die wir vor Ort in Dresden interviewt haben, um einen Reporter von RTL. Dieser Fakt war uns nicht bekannt. Im Interview äußerte er u.a. seine Sorgen bezüglich der Zahl der Türken im Straßenbild und des Bürgerkriegs in Syrien. Der Mann hat sich nun bei uns gemeldet und beteuert, dass er eigentlich anderer Ansicht sei und dass diese Aussagen nicht seiner Meinung entsprächen.

RTL-Journalist Felix Reichstein scheint Wert auf die Feststellung zu legen, dass er andere Ansichten hat als die, die er öffentlich äußert, und dass seine Aussagen nicht seiner Meinung entsprechen. Mit anderen Worten, der Journalist legt Wert auf die Feststellung, dass er ein Lügner ist. Dass er auf die feststellung Werte legt, mag zwar seltsam erscheinen, überrascht aber kaum. Erwartet jemand ernsthaft, bei der „Lügenpresse“ jemanden zu finden, der nicht lügt? Natürlich kann man das nicht erwarten.

Noch etwas deutlicher zu der Angelegenheit äußerte sich der zu Bertelsmann gehörende Sender RTL, der dazu auf der RTL-Seite folgendes schrieb:

Da Pegida-Anhänger bisher nicht oder kaum mit Journalisten reden, hat sich ein Reporter des Landesstudio Ost, welches für RTL aus der Region berichtet, verdeckt auf die Pegida-Demo am vergangenen Montag in Dresden begeben, um Stimmungen und Aussagen für eine spätere Berichterstattung aufzugreifen. Bei seinem Einsatz wurde der verdeckte Reporter, der seit 2 Jahren für das Landesstudio Ost arbeitet und vorher für den NDR tätig war, von einem NDR/Panorama-Team für ein Interview angesprochen. In dieser Situation hatte er drei Möglichkeiten: Nichts sagen, sich als Kollege outen – oder in der gespielten Rolle eines Pegida-Anhängers verbleiben. Er entschied sich für Möglichkeit drei…

Das ist, abgesehen von der unter anderem von Panorama widerlegten Lüge von RTL, Pegida-Anhänger würden nicht oder kaum mit Journalisten reden, und der üblichen Technik, verdeckt arbeitende Journalisten in missliebige Versammlungen einzuschleusen, damit die anschließend mit der Authentizität des Vor-Ort-Gewesen-Seins, beliebige falsche und wahre Behauptungen über nicht näher identifizierbare Teilnehmer der Versammlung absondern können, durchaus interessant. Kurz zusammengefasst bedeutet das wohl, dass damit folgendes offiziell ist: der NDR hat auf der Pegida-Kundgebung in Dresden einen Reporter, der früher für den NDR tätig war, der jetzt seit zwei Jahren für RTL arbeitet, der auf der Pegida-Kundgebung als verdeckter Reporter im Einsatz war und dort einen Pegida-Anhänger gespielt hat, interviewt und dann das, was der einen Pegida-Anhänger spielende EX-NDR-Reporter da dem NDR an fremdenfeindlichem Blödsinn gesagt hat, welcher nicht seiner eigentlichen Ansicht entspricht, dem großen deutschen Fernsehpublikum unter dem Titel „Lügenpresse trifft Pegida“ als Beweis für die Fremdenfeindlichkeit der Teilnehmer an der Pegida-Kundgebung präsentiert. Etwas kürzer zusammengefasst heißt das, die Lügenpresse hat ihrem Publikum mal wieder die Hucke vollgelogen, dass sich die Balken biegen. Na sowas. Aber es könnte natürlich auch so sein, dass die fremdenfeindlichen Aussagen von RTL-Journalist Felix Reichstein in dem Interview mit Panorama doch seiner Ansicht und seiner Meinung entsprechen und die Behauptung, dass das nicht der Fall ist, eine Lüge war. Wer kann bei Lügnern und der Lügenpresse schon wissen, was die Wahrheit ist? Wie dem auch sei, beide mögliche Varianten zeigen, dass die Lügenhetzmassenmedien nicht die Wahrheit sagen und fremdenfeindliche Hetze verbreiten.

Der Trick, dass Massenmedien selbst Nazis in Versammlungen einschleusen, um anschließend Nazis zeigen und die Versammlung als Hort von Nazis präsentieren zu können, ist dabei bestens bekannt. Schon vor Jahren hat der österreichsiche Rundfunk etwa Nazi-Skinheads Geld dafür gegeben, um zur FPÖ zu gehen, damit der österreichsiche Rundfunk anschließend berichten konnte, dass bei der FPÖ Nazi-Skinheads anwesend sind. und bekannt ist auch, dass in der deutschen NPD so viele verdeckte Agenten der deutschen Verfassungsschutzbehörden aktiv sind, dass bei einem Abzug der Agenten von der Partei nicht genug übrig bleibt, um sie verbieten zu können. Anhand dieser Tatsache kann man erahnen, wie viele verdeckte Agenten von Verfassungsschutz und Kriminalämtern bei den Pegida-Kundgebungen mitlaufen. Dazu, ob solche verdeckten Agenten auch den Auftrag bekommen, rechtsradikalen Blödsinn in die Mikrofone von Journalisten zu aufzusagen, kann man hingegen nur spekulieren, genauso wie man nur raten kann, wie viele der von Panorama interviewten Pegida-Anhänger mit rechtsradikalen Ansichten in Wirklichkeit verdeckte Agenten der Bundes- und Landesbehörden sind.

Bei Felix Reichstein liegt die Annahme nahe, dass er dem Spektrum der Mossad-Fraktion der Linkspartei nahesteht. Am 5. Dezember etwa twitterte @derfelix auf seinem nach seiner Enttarnung als fremdenfeindlicher Panorama-Fake-Interview-Partner schnell gelöschten Twitterkanal beispielsweise:

Das historische #Foto: Hier zieht @bodoramelow in die Erfurter Staatskanzlei ein! #r2g #Thueringen #mpwahl

Der erste linke Ministerpräsident, Bodo Ramelow, beschäftigte in seinem Büro lange Benjamin Krüger, den Chef der der zionistischen Variante von Rassismus und Militarismus anhängenden Jugendgruppe der linken Mossad-Fraktion BAK Shalom.

Am 24. November ließ @derfelix hingegen auf Twitter durchblicken, dass ihm die Pegida-Kundgebungen nicht gefallen. Er twitterte da:

Verstörende Bilder in #Dresden: 5500 #PEGIDA-Teilnehmer. Über 500 bei #nopegida

Interessant ist auch ein Tweet vom @derfelix vom 16. September:

Was tut man nicht alles für die lieben Kollegen… 😜 @tagesthemen @rtl_aktuell

Vielleicht lohnt es sich, mal im Archiv nachzuschauen, ob @derfelix schon öfter mal Interviews gegeben hat, wo er vortäuscht, ein Anhänger von Gruppen zu sein, die er nicht leiden kann. Die Taktik von sogenannten antideutschen zionistischen Rassisten und anderen Anhängern des zionistischen Apartheid-Regimes, mit Äußerungen unter falscher Flagge ihnen nicht genehme politische Gegner zu diskreditieren, ist schon lange bekannt. Ähnlich wie dem Mossad selbst ist manchen Anhängern der Mossad-Fraktion der Linken und der Israel-Lobby in Deutschland keine Lüge zu schäbig oder illegal, um das Ansehen ihrer politischen Gegner öffentlich niederzumachen.

RTL hat mittlerweile verkünden lassen, Felix Reichstein rauswerfen zu wollen. Es heißt, der Journalist habe auf keinen Fall provozieren oder zur Hetze animieren und schon gar nicht anderen Journalisten eine Rolle vorspielen sollen. Davon, dass Felix Reichstein seinen Ex-Kollegen vom NDR ein Gefaktes Interview gab, will sein Boss bei nach der Ausstrahlung von Panorama nichts gewusst haben, und deshalb sei jetzt das Vertrauensverhältsnis zerstört. Wer’s glaubt wird seelig. Der Boss von Panorama beklagt sich unterdessen in der Tagesschau darüber, dass der RTL-Journalist Felix Reichstein habe „der Glaubwürdigkeit von Journalisten einen Bärendienst erwiesen“ hat. Damit tut er so, als sei bei der Lügenpresse noch Glaubwürdigkeit übrig, die beschädigt werden könnte. Er scheint nicht zu merken, dass da viele Menschen den Lügen der Lügenpresse schon lange nichts mehr glauben.

Und er ist unehrlich, denn ginge es der Lügenpresse darum, ein wenig Glaubwürdigkeit zurückzugewinnen, so könnte sie bezüglich Pegida etwa leicht damit anfangen, nicht mehr zu verschweigen, dass die jahrelange Hetze gegen den Islam in den deutschen Massenmedien dieser Bewegung den Nährboden bereitet hat, und dann weiter damit fortfahren, die permanente Hetze gegen die geopolitischen Konkurrenten von Israel und den USA, allen voran Russland, Syrien, Venezuela, Iran und China, einzustellen. Aber natürlich geht es der Lügenhetzpresse nicht darum, von nun an die Wahrheit sagen zu wollen. Die Bosse der Lügenhetzmassenmedien sind einfach nur verzweifelt darum bemüht, zu verhindern, dass immer mehr Menschen merken, dass die Lügenpresse sie systematisch belügt und zu Hass aufstachelt.

33 Gedanken zu “Pegida – Lügenhetzmassenmedien verheddern sich

  1. In Radio Bayern 5 faselt in viertelstündiger Wiederholung der „weltliche“ Katholiken-Boss in typisch heimtückischer Weise, dass die Leute, die bei PEGIDA mitdemonstrieren, aber auch sagen können müssen, warum sie dabei sind.

    In Wahrheit gehört es zur Medienpolitik des Bayerischen Rundfunks, wie auch jeder einzelnen ARD-Propagandabude, dass NIE (!) die Reden von Kundgebungen oder Demos gesendet werden! Seit mindestens 60 Jahren. Seither fragt sich jeder Depp: Warum demonstrieren die eigentlich?

    Und der Würzburger Erzbischof verbietet die Teilnahme an PEGIDA-Veranstaltungen.

    Ich bin übrigens gegen JEDE Religion im Lande – Christen sind keinen Deut besser als Islamisten.

    Diese Killer-Fraktion der Islamisten ist ja eine Kreation der USA die sie gegen das kommuistische Afghanistan schickten, um die UdSSR in ein Vietnam zu locken:

    Washington Post, 23 March 2002:
    “The United States spent millions of dollars to supply Afghan schoolchildren with textbooks filled with violent images and militant Islamic teachings….The primers, which were filled with talk of jihad and featured drawings of guns, bullets, soldiers and mines, have served since then as the Afghan school system’s core curriculum. Even the Taliban used the American-produced books,..”, (Washington Post, 23 March 2002)

    “Advertisements, paid for from CIA funds, were placed in newspapers and newsletters around the world offering inducements and motivations to join the [Islamic] Jihad.” (Pervez Hoodbhoy, Peace Research, 1 May 2005) Source: http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=20958
    The CIA’s Islamist Terrorist Network http://www.strategic-culture.org/news/2012/09/12/the-cia-islamist-terrorist-network.html

    US-Präsidentenberater Brzezinski selbst gestand dies ein:
    „…, secretly guarded until now, is completely otherwise Indeed, it was July 3, 1979 that President Carter signed the first directive for secret aid to the opponents of the pro-Soviet regime in Kabul. And that very day, I wrote a note to the president in which I explained to him that in my opinion this aid was going to induce a Soviet military intervention. That secret operation was an excellent idea. It had the effect of drawing the Russians into the Afghan trap and (…) giving to the USSR its Vietnam war.“

    1. Also der „nette Jimmy Carter“ ist der Vater dieser US-Killer-Fraktion von Islamisten, die nicht viel mit Islam, aber alles mit der USA zu tun haben!

      Und diese US-Al CIAda Killer-Islamisten wurden seither ständig eingesetzt: Jugoslawien (Bosnien, Kosovo), Tschetschenien, Irak, Sudan, Jemen, Somalia, Libyen, Syrien, Mali etc.

      und in den nicht-Islamischen Ländern nutzen sie ihre Faschisten ihrer NATO-GLADIO-Organisation: z.B. Kroatien, Ukraine,

  2. Die Ankündigung „Als Zeichen gegen Pegida und für das friedliche Zusammenleben der Religionen sollte in den Gottesdiensten an Heiligabend auch ein islamisches Lied erklingen.“ hat in den Kommentarspalten für einen regelrechten Shitstorm gesorgt, wenigstens läßt die FAZ noch kommentieren:

    http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/als-zeichen-gegen-pegida-muslimische-lieder-im-gottesdienst-13336584.html

    hier interessantes zur Bertelsmann-Stiftung:

    http://www.heise.de/tp/artikel/43/43596/1.html

    1. santa

      Der FAZ-Artikel zum islamischen Lied im christlichen Gottesdienst scheint auf eine Lügengeschichte der Springerpresse aufzubauen:

      http://www.bildblog.de/62469/vom-untergang-des-abendlandes-kann-bild-ein-liedchen-singen/

      Die Springerpresse versucht damit offensichtlich, Pegida einerseits mit Propaganda anzuheizen, auch wenn sie das nicht so direkt sagt, und andererseits mit anderen Artikeln abzuschießen. Demnach scheint es der Springerpresse um Agenda-Setting zu gehen: die wollen das Thema „Islam“ offenbar gezielt hochkochen. Die große Frage dahinter: warum macht die Springerpresse das? Warum jetzt? Es klingt fast so, als hätte die Springerpresse die Kriege gegen Syrien und Russland verloren gegeben und reite nun anstatt auf der US-zionistischen mal wieder auf der deutschnationalen Schiene. Sehr seltsam ist das.

      1. Parteibuch,

        die „deutschnationale Schiene“ ist das Komplement zum „islamischen Staat“.

        (Mir scheint des Parteibuchs Blick am linken Auge getrübter als am rechten. Meine Kritik an der oberflächelichen Beleuchtung des Phänomens „ISIS“ als wesentlicher Faktor zur Fortführung des Krieges im Nahen Osten habe ich auf diesem Blog schon des öfteren geäußert.)

  3. Vielen Dank für diesen guten Beitrag! Ich sehe nicht 100% alles genauso, aber die Grundaussage trifft! Die „Medienmacher“ tun mir schon fast leid. Jedes Jahr sollen sie (auf US-Befehl) eine andere Sau durchs Dorf treiben (diesmal einen Bären) und so tun, als wäre das immer schon so gewesen, und alles ganz normal. Wenn man das ernst nähme, müßte man direkt verrückt werden.

    Was den RTL-Unglücksvogel betrifft, vermute ich eher, er war von der Kamera überrascht und wußte nicht, was er tun sollte. Also hat er irgendeinen Scheiß gelabert (mehr ist es ja wirklich nicht). Wenn das Absicht gewesen wäre, hätte er nicht so unglaublich dämlich ausgesehen und seine Sätze hätten etwas mehr Sinn ergeben. Für einen Unfall spricht auch, daß er sich gleich entschuldigt hat.

    Da muß also noch einiges getan werden, wie: PEGIDA-Anhänger sticht Ausländer nieder! Klappt immer…. Oder doch nicht mehr?🙂

    1. Hans Wurst

      Ich glaube nicht, dass das ein Unfall war. Der Mann ist Journalist. EIn Journalist, gerade einer, der wie er im Außendienst ist und Leute interviewt, weiß, was es bedeutet, ein Mikro vor die Nase gehalten zu bekommen, und dass er da ohne Probleme hätte „Nein, ich will kein Interview geben“ sagen können.

      Ich glaube vielmehr, die Indizien weisen sehr stark darauf hin, dass das ein vorsätzlicher, aber missratener Versuch war, die Kundgebungsteilnehmer durch ein Interview unter falscher Flagge in ein schlechtes Licht zu rücken.

      Solche Dinge, dass fanatische Zionisten hetzerischer Kommentare unter Vorspiegelung der Tatsache abgeben, sie seien Palästinenserfreunde, eben um Palästinafreunde in ein schlechtes Licht zu rücken, passieren hier in den Kommentarspalten des Parteibuches und in den Kommentarspalten von anderen Blogs auch öfter mal. So etwas scheint Zionisten irgendwo ziemlich systematisch beigebracht zu werden, möglicherweise auf geschlossenen Fortbildungsveranstaltungen der Israel-Lobby oder des israelischen Außenministeriums. Anders ist es kaum zu erklären, dass es so auffällig viele Hasbara-Trolle gibt, die unter falscher Flagge operieren.

      http://mondoweiss.net/2014/08/hasbara-spewing-semitism

  4. Oha: Zeit hat eine repräsentative Umfrage machen lassen und siehe da:

    Fast jeder Zweite misstraut den Medien

    Nur 40 Prozent der Deutschen halten die Presse für objektiv. Vor allem Gebildete und Gutverdienende glauben, die Berichterstattung sei einseitig und politisch gelenkt.

    http://www.zeit.de/politik/deutschland/2014-12/umfrage-medien-russland-putin-kriegsgefahr

    Das ist ein beinahe vernichtender Befund: insbesondere die eher gut Gebildeten und die am besten Verdienenden glauben den deutschen Medien nicht mehr.

    Die Behauptung der Massenmedien, die Unzufriedenheit mit den deutschen Medien würde daran liegen, dass die Dummen auf „Putins Propaganda“ hereinfallen würden, ist damit widerlegt. Andersherum wird ein Schuh draus: insbesondere die Gebildeten haben die Propaganda-Lügen der deutschen Medien durchschaut.

    Für die transatlantischen Meinungsmacher ist das ein Riesenproblem, denn die Gebildeten sind regelmäßig Multiplikatoren, deren Ansichten nach einer Weile zu einem erheblichen Anteil auf die weniger Gebildeten übertragen werden. Was sich da ankündigt, ist, dass die transatlantischen Meinungsmacher ihre Glaubwürdigkeit bei nahezu der gesamten deutschen Bevölkerung einbüßen werden, wenn sie nicht umsteuern und ehrlicher berichten.

    1. „Was sich da ankündigt, ist, dass die transatlantischen Meinungsmacher ihre Glaubwürdigkeit bei nahezu der gesamten deutschen Bevölkerung einbüßen werden..“

      – Das wär toll!

      „wenn sie nicht umsteuern und ehrlicher berichten.“

      – Nein!!! Bloß nicht umsteuern! Komplett untergehen bitte!🙂

  5. Diese Blöd-Ente ist doch mal wieder typisch und müsste eigentlich jedem ein Lehrstück sein, wie Propaganda funktioniert. Und das Schlimmste: ALLE sogenannten „seriösen“ Zeitungen haben das weitergetragen!

  6. Wir wissen doch ALLE ganz genau (geistige, braune Pflegefälle mal ausgenommen) wer die Pegida in den Medien so hochjubelt. ODER ?
    Natohetzer der Springerpresse versuchen schon seit Jahrzehnten zB. mit Heinrich Lummer, den Republikanern, dubiosen ProBewegungen, AFD (deutsche Hartz4 Empfänger sollen erstmal ihre Organe verkaufen), Sarazin usw. das Volk zu betrügen und einen rechten Mob aufzubauen..
    Wenn Pegida sich gegen Turbokapitalismus und NATO positioniert, bin ich dabei. !
    Deren Anführer machen auf ausländerkritisch. In Wirklichkeit, wirds bei denen noch mehr Ausländer in Form von angeworbenen
    Billiglöhner geben. So wie es grad in England verstärkt nach einreiswilligen Ungarn, Rumänen, Bulgaren, Balten für Looserjobs stattfindet. Im neoliberalen Sinne kann man so am besten noch die Reste eines Sozialsystem zerschlagen.
    Wir wissen auch ganz genau : Wenn die MSM oder der Staat Pegida verbieten wollen, können die es SOFORT. DIe haben genug Steineschmeisser (Agent Provokateur) um jede dieser Demos im Keim niederzuknüppeln.
    Es gibt vor allem reichlich rechtliche Vorwände. Fast weltweit ist Aufruf zum Rassenhaß verboten. Denn was anders sind diese FEIGEN asozialen (Lumpenproletarier / mal bei Friedrich Engels nachlesen) Spießer in einer Stadt, wo es gar keine Ausländer gibt.

    1. Kinderlogik, Deine Desinfo, ist noch von der schwachen Sorte. Mehr Anstrengung bitte!

      Ossis sind nicht so blöd und Sachsen sind besonders originell.
      Hintersinniger Witz auf ernster Grundlage ist geradezu das Markenzeichen der Sachsen, in diese Kategorie würde ich diese Versammlungen einordnen. Sich nicht verarschen lassen wollen, ist der gemeinsamer Nenner der Pegidas,…

  7. Mich würde schon mal interessieren, warum in den politischen Punkten der PEGIDA die Wörter Patriot, Europäer und Islamisierung nicht vorkommen. Ist der Name eine Fälschung oder das „Programm“?

    1. PEGIDA ist der Name unter dem Demonstrationen für eine Debatte zu Zuwanderung und Asylrecht in Europa laufen. Wo siehst du da einen Widerspurch?

      1. Nun, wenn sich eine Bewegung einen Namen gibt, solle der etwas mit dem Inhalt tun haben, jedenfalls nach meinem politischen Verständnis. Ich würde mich als Vertreter des Kohlebergbaus nicht „Grüne Partei“ nennen und als Vorstand des Kinderschutzbundes nicht für Kindersoldaten in Afrika werben.

    2. g_h
      Plakate und Programm sind widersprüchlich, weil nicht bekannt ist, oder damit nicht bekannt wird, wohin die Reise bei Pegida gehen wird.

      Die Plakate gegen die „Islamisierung des Abendlandes“ sind eindeutig rassistische Hetze, ganz so wie es Spiegel, Springerpresse und unzählige weitere Medien ab etwa 1990 – wo die Sowjetunion in Afghanistan von vom Westen unterstützten wahhabitischen Terroristen geschlagen worden war – vorgegeben haben. Es ist auch nicht schwer die Hetze zu erkennen: man stelle sich nur mal vor, jemand würde eine Bewegung machen wie: „Patriotische Europäer gegen die Judaisierung des Abendlandes.“ Natürlich würde man so jemand vorwerfen, dass das übler Antisemitismus ist, und das zurecht. Und der Maßstab, der für das Judentum gilt, soll und muss natürlich auch für den Islam gelten.

      Das offizielle Programm von Pegida ist im Unterschied zu dem Namen und manchem Plakat hingegen so weichgespült, dass das auch vom rechten Flügel der CDU stammen könnte.

      Grundsätzlich ist es den transatlantischen Machthabern eigentlich immer recht gewesen, wenn die Leute sich über Zuwanderung streiten. So kommen die Leute nicht auf den Gedanken, sich gegen die Transatlantiker zu verbünden, sondern sind mt Streitereien untereinander beschäftigt. Und praktisch ist für Transatlantiker auch das Feindbild Islam, da kommt die BRD nicht in Konflikt mit der EU, wenn sie Zuwanderung einschränken will, etwa wie UK das für Rumänen und Bulgaren will. Und breite Diskussionen über Zuwanderungserschwerungen spülen der transatlantischen CDU/CSU traditionell eigentlich immer Wähler und Mitglieder in die Parteien. Mit so Kampagnen haben CDU/CSU in der Vergangenheit schon so manche Wahl gewonnen.

      Aber: gegenwärtig ist es nicht klar, ob das System noch so funktioniert wie früher. Statt der CDU/CSU wird möglicherweise die AFD gestärkt, die den Transatlantikern ein Dorn im AUge ist, weil sie es den USA schwerer macht, Europa über die Institution EU zu beherrschen. Und möglicherweise gleitet die AFD irgendwann auch noch in Pro-Russische Positionen, oder wird etwas wie Orban in Ungarn, was der Alptraum schlechthin für die Transatlantiker wäre. In anderen wichtigen EU-Ländern haben die Transatlantiker dieses Problem bereits massiv, etwa mit neurechten Parteien wie UKIP in UK oder altrechten Parteien wie FN in Frankreich. Dass auch bei Pegida solche Tendenzen da sind, zeigen Plakate wie „Putin hilf!“ und die Anprangerung der Kriegstreiberei der Regierung gegen Russland. Hinzu kommt eine gewisse Medienfeindlichkeit der Pegida-Organisatoren und -Demonstranten, was die Bewegung für die transatlantische Propaganda-Maschine schwer steuerbar macht.

      Von daher ist es noch unklar, wohin die Reise bei Pegida gehen wird, und welchen Effekt Pegida haben wird, falls ein Effekt erreicht wird. Wird Pegida letztlich die Transatlantiker der CDU/CSU stärken oder wird Pegida letztlich nicht-transatlantische rechte parlamentarische Alternativen zur CDU/CSU stärken? Ich würde sagen: das Rennen ist noch offen.

      1. Das Interessanteste an PEGIDA … Da gehen Menschen auf die Straße, die geschnallt haben, daß sie von Medien und Politik rund um die Uhr belogen werden. Und das zeigen sie einfach mal. Man könnte auch sagen, sie steigen aus der Matrix aus. (Deswegen stimmen die Parallelen zu 1989.)

        Und das ist der Grund, warum aus allen Ecken auf sie eingedroschen wird. Das ist die transatlantische Parteilinie. Die Atlantiker haben Schiß, weil sie schon Plakate gegen die NATO und die GEZ (transatlantische Hetzmediensteuer) gesehen haben. Das wäre ja noch schöner, daß die Vasallen anfangen, eine eigene Meinung zu haben! …

  8. Am 20./21. Dezember veröffentlichte die Sächsische Zeitung in ihrer Rubrik „Perspektiven“ einen Meinungsartikel von Katja Kipping unter der Überschrift „Erlaubt ist, was Angst macht“, der hier im folgenden auszugsweise von mir in Form eines offenen Briefes an Katja Kipping kommentiert werden soll. Den Originalartikel findet man auch auf der Website von Katja Kipping (katja-kipping.de)

    Sehr geehrte Katja Kipping.
    Als Mitglied der Linkspartei, habe ich mich seit einigen Jahren aus der aktiven Mitarbeit zurückgezogen. Aktuelle öffentliche Äußerungen bestimmter Verantwortlicher in der Partei DIE LINKE veranlassen mich jedoch zu dieser Stellungnahme. Deine Äußerungen in der sächsischen Zeitung tragen nicht zu der Überwindung von bestehenden Konflikten bei. Sie verschärfen diese jedoch. Sie sind auch sonst unklug und nicht immer mit der Programmatik der LINKEN vereinbar. Das möchte ich im folgenden darlegen.

    Katja Kipping schreibt:“ Der angebliche Protest gegen Salafisten und Glaubenskriege auf deutschem Boden ist eine absurde Panikmache, die in keinem Verhältnis zu Tatsachen steht.“

    Erstens wird bei Pegida nicht nur gegen Salafisten und Glaubenskriege demonstriert, sondern gegen deutsche Außen- und Innenpolitik und gegen eine bestimmte Medienberichterstattung.

    Zweitens gilt bei gewalttätigen, verfassungswidrigen gruppenbezogenen Aktivitäten (Salafisten und andere gruppenbezogene Extremisten) eine erhöhte Wachsamkeit und die Parole „Wehret den Anfängen“.

    Drittens sind Menschen, die sich terroristischen Söldnerkriegen anschließen, um gegen die Bevölkerung eines fremden säkularen Staates (Syrien) zu kämpfen, und dabei von Nato-Staaten unterstützt werden und auf eine bestehende internationale Infrastruktur zurückgreifen können, eine wirklich beängstigende Vorstellung! Dagegen zu protestieren ist nicht nur erlaubt, sondern auch im Sinne der Linkspartei-Programmatik dringend geboten.

    KATJA KIPPING SCHREIBT: „Hinter den Parolen von PEGIDA versteckt sich nichts als pure Fremdenfeindlichkeit und ordinärer Rassismus.“
    Nur weil Parolen verkündet werden, müssen diese noch längst nicht komplett falsch sein. Auch DIE LINKE arbeitet mit verkürzenden Parolen, um politische Botschaften zu transportieren.
    Katja, hier behauptest du, die eigentliche Botschaft bzw. die eigentliche Motivation dieser Pegida-Positionen sei rassistisch. Das ist eine Unterstellung, die du nicht argumentativ oder anhand von Tatsachen belegst.
    Forderungen, die sich in erster Linie an die politische Klasse und Verwaltung richten und die Belange der Staatsbürger der Bundesrepublik Deutschland zum Ausdruck bringen, sind nicht rassistisch, wenn sie die legitimen Interessen der hier sozialisierten und verwurzelten Bürger priorisieren. Ist es denn nicht die Aufgabe eines demokratischen Staatswesens und im Sinne des Grundgesetztes, die Lebensgrundlagen zu schützen, die elementaren Interessen zu vertreten und sich für Belange der Staatsbürger einzusetzen? „Die durch das Amt definierte und disziplinierte Staatsgewalt richtet sich ausschließlich aus auf das Wohl des staatlich verfassten Volkes. …Sie ist resistent gegen den Eigennutz der Amtsinhaber wie gegen Gruppeninteressen, obwohl diese sich im außerstaatlichen Raum legitim entfalten… Der Amtsinhaber ist Treuhänder des Volkes….“ (Joseph Isensee, Öffentlicher Dienst, in:Benda/Maihofer/ Vogel (Hrsg.), 1994, Handbuch d. Verf.-rechts, S. 1526)
    Der pauschale Vorwurf der „puren Fremdenfeindlichkeit“ impliziert auch noch den Vorwurf der Rückständigkeit und Dummheit an die Adresse der Demonstranten.
    Dieser ganze Satz von dir, Genossin Katja Kipping, ist eine Pauschalverurteilung und eine böswillige Verleumdung, und meiner Ansicht nach justiziabel.

    KATJA KIPPING SCHREIBT: „Das werden nicht zuletzt Menschen zu spüren bekommen, die gerade den Infernos der Bürgerkriege auf dieser Welt entronnen sind.“
    Hier willst du vorhersagen, dass Bürgerkriegsflüchtlinge durch Handlungen zu Schaden kommen werden(!), die durch Pegida-Demonstrationen ausgelöst, motiviert oder hervorgerufen werden. Mehr noch: Die Schuld an allen zukünftigen und sich verschärfenden gesellschaftlichen Auseinandersetzungen mit Flüchtlingen jeder Art, wird von KATJA KIPPING den Pegida-Demonstrationen zugewiesen. Bereits im Vorfeld wird die Schuldfrage entschieden. Es müssen noch nicht einmal die wirklichen Umstände von evtl. Zwischenfällen usw. geklärt werden. Das nennt man Vorverurteilung. Das ist eine beliebte Methode im parteipolitischen Flügelkampf, funktioniert am besten mit Unterstützung der Massenmedien.

    KATJA KIPPING SCHREIBT: „Dass die Situation in Syrien und dem Irak benutzt wird, um in Dresden Rassismus zu schüren, ist besonders absurd:“
    Katja, dieser Satz ist besonders absurd, tatsächlich. Ja, es steht nicht die Situation oder die Lebensumstände der Menschen im Irak und Syrien im Zentrum der Pegida-Proteste sondern die Sorge der Menschen um die Situation hier und ihre eigenen Lebensumstände hier in der BRD.

    KATJA KIPPING SCHREIBT: „Viele der hier lebenden Flüchtlinge sind der islamistischen Gewalt gerade entkommen. Wer sie zur salafistischen Gefahr erklärt, beweist neben seinem dumpfen Rassismus vor allem seine Gemeinheit.“ Eine Gemeinheit ist es tatsächlich, Bürgerkriegsflüchtlinge zu einer salafistischen Gefahr umzudeuten oder pauschal Pegida-Demonstranten zu unterstellen, sie könnten nicht zwischen Kriegsflüchtlingen und Salafisten unterscheiden.

    KATJA KIPPING SCHREIBT: „Die Initiatoren nutzen bewusst eine schon seit Jahren durch die Politik und einzelne Medien geschürte Angst vor „Überfremdung“. „Gegen Islamisierung“ ist nur eine Chiffre für „Ausländer raus.““
    Der erste Teil ist richtig. Politik und Medien haben antiislamische Vorurteile und Tendenzen verstärkt, im Rahmen des von den USA vorgegebenen „Kampf der Kulturen“ und im Zuge des „Krieges gegen den Terror“. Der Ausdruck „Gegen Islamisierung“ ist daher keine „Chiffre“ für „Ausländer raus“, sondern der Ausdruck dafür, dass Krieg, Chaos und Gewalt durch pervertierte und instrumentalisierte Bezugnahme auf eine Religion auch nach Europa übertragen werden können, als Ergebnis einer verfehlten real-existierenden Außen- und Militärpolitik der Nato und der BRD, die abgelehnt wird.

    KATJA KIPPING SCHREIBT: „Wer mitläuft ist auch mitverantwortlich“
    Da hast du Recht, Katja. Im Falle Libyens, Syriens und des Gazakrieges wurden die regierungsamtlichen Erklärungen nicht oder nur marginal von der Partei DIE LINKE in Frage gestellt. Durch dein Schweigen unterstütztest auch du Katja Kipping, die Verschleierung der wirklichen Kriegsgründe und das Verschweigen der Schuldigen. Du hilfst mit bei der massenhaften unreflektierten medialen Konsumierung von Klischees und Vorurteilen. Du hilfst mit, die linkspolitischen programmatischen Alternativen in der Außen- und Sicherheitspolitik unglaubwürdig erscheinen zu lassen. Durch Verschweigen der Kriegsursachen, der Schuldigen, der Methoden der Kriegführung unterstütztest auch du Katja Kipping, Kriege in aller Welt. Unterstütztest damit die Verfestigung und Verstetigung der Politik-Rezeptionsmuster in der Bevölkerung, die letztlich die Entpolitisierung der Menschen verstärken und die Entfremdung von der politischen Klasse beschleunigen.
    Auch für das Auftreten und Gewährenlassen der heimat-, volks- und kulturfeindlichen „Antifa“gruppen in der Linksjugend bist du mitverantwortlich. Du bist sogar in hohem Maße mitverantwortlich. Aber das weißt du selbst. Du bist mitschuldig an der formalen und inhaltlichen Einseitigkeit dieser Gruppierungen, mitschuldig an der Förderung von Feindbildern und Konflikten aller Art in der Partei, auch weil du die Aktivitäten dieser Leute mitfinanziert hast.

    KATJA KIPPING SCHREIBT: „Gefährlicher als „HoGeSa“. Teilnehmerinnern und Teilnehmer der PEGIDA-Demonstrationen betonen regelmäßig ihre Bürgerlichkeit. Genau deswegen sind ihre Aktionen auch gefährlicher als die „HoGeSa“-Proteste. Sie sind Ausdruck einer Radikalisierung von bestimmten Teilen der bürgerlichen Mitte,…“
    Jetzt geht es ans Eingemachte, Katja. Du meinst hier: Gefährlicher als die offene Gewalttätigkeit von randständigen politischen Gruppen sei die Radikalisierung der politischen Ansichten der breiten Masse? Das ist aber mal gut überlegt. Tatsächlich ist es gefährlicher für die politisch-mediale Eliten, wenn sich die Bevölkerungsmehrheit in ihrer Radikalisierung gegen diese Eliten richtet. Gefährlicher, als Prügeleien zwischen den gesellschaftlich geächteten Hools und der Polizei. Vielleicht weil ein großer Teil der Bevölkerung das unbestimmte Gefühl hat, phänomenal betrogen und belogen worden zu sein? Ich sag nur: Finanz- und Bankenkrise von 2008 ff. und die Reaktionen der Politik darauf.

    Tja, Katja, tut mir leid für dich. Peinlich für DIE LINKE, wenn sich die Unzufriedenheit der Massen nicht in Wählerstimmen für DIE LINKE niederschlägt. Und wenn die 50% Nichtwähler jetzt ihren Unmut andersweitig Luft machen, so könnte das tatsächlich auf tiefgreifende gesellschaftliche Konflikte –und vielleicht sogar auf Klassenkonflikte (Kapital und politisch-mediale Klasse gegen die an den Rand gedrängte Armutsbevölkerung?) – hinweisen.

    Um zum Schluss zu kommen. Katja, du nennst Pegida einen „Konformistischen Protest“ Nun, da wäre ich mir nicht so sicher, an deiner Stelle.

    Mit friedlichen Grüßen

  9. Zur irren deutschen Medienwelt.

    Und hier noch ein kleiner, fieser, primitiv denkender Schreiberling:

    Johannes von Dohnanyi – am 19.12.14, 14:16 Uhr auf Arcor.de/aktuell über PEGIDA

    „Eine kleine Gruppe unappetitlicher Rassistenwölfe im Schafspelz, ……“

    So, ihr Dresdner, jetzt wisst ihr´s endlich, was ihr für ein schmutziger Haufen seid; und auch noch unappetitlich, na sowas aber auch.

  10. Als Mitglied der Linkspartei und Stadtrat einer sächsischen Kleinstadt kann ich den Brief an Katja Kipping nur unterstützen! Auch ich habe mich über ihren – teilweise sehr weltfremd wirkenden – Artikel in der Sächsischen Zeitung vom 20./21.12.2014 sehr geärgert.

    Zur Ehrenrettung von Katja Kipping möchte ich sagen, daß sie eine Partei führt, die viel stärker aus ideologisch teilweise recht unterschiedlichen linken Gruppen und Strömungen besteht. Diese Fragmentierung in der Linkspartei ist viel stärker als z.B. bei CDU, SPD oder FDP. Um den Laden zusammenzuhalten müssen Katja Kipping bzw. der Vorstand eine ideologische Verbeugung in jede dieser Strömungen machen – darunter eben auch in das Lager der bornierten, demokratiefeindlichen „Antideutschen“. Diese eher neokonservativ als links ausgerichtete, straff organisierte Politsekte hat bereits nahezu die komplette Antifa unterwandert und die linken Antiimperialisten alter Schule dort verdrängt.
    Vertreter der „Antideutschen“ sind meiner Meinung nach komplett fehl in der Partei, da sie ideologisch eher rechts als links stehen – aber das ist ein anderes Kapitel.

    K.N.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.