Hat JSIL soeben zwei große Siege errungen?

Am Montag erreichten die Welt Nachrichten, die aus den ersten Blick so aussehen, als habe JSIL zwei große Siege errungen.

Bibi Netanjahu, Anführer der Organisation „Jüdischer Staat Israel in der Levante“ – oder kurz „JSIL“ – äußerte sich am Montag hochzufrieden damit, dass Iran und die P5+1 vorläufig keine Einigung im sogenannten Atomstreit erzielt haben. Bekanntlich war die Entscheidung darüber, ob die Aufhebung der unter dem Vorwand eines Atomstreites auf substanzloser Propaganda und plumpen Fälschungen von JSIL basierenden Sanktionen der von der JSIL-Lobby dominierten sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“ gegen Iran aufgehoben werden, am Montag auf den Juli 2015 vertagt worden. JSIL erklärte im weiteren Verlauf des Tages wenig überraschend denn auch, dass JSIL gegen jedwede Einigung im sogenannten Atomstreit ist.

Außerdem geschah am Montag, dass US-Kriegsminister Chuck Hagel am Montag zurücktrat. Als Grund dafür wurde allgemein angegeben, dass Chuck Hagel zu wenig geneigt gewesen war, Kriege im Interesse von JSIL zu führen. Chuck Hagel war JSIL bereits bei seiner Nominierung zum Kriegsminister ein Dorn im Auge, weil er Lobbyisten von JSIL zu seiner Zeit als US-Senator erklärt hatte, er sei ein amerikanischer Senator und kein Senator von JSIL. Aus Sicht von JSIL war das ein Verbrechen, dass mit Vernichtung, und nicht mit der Belohnung durch einen Regierungsposten, bestraft werden muss.

Auf den ersten Blick sieht es also so aus, dass JSIL am Montag zwei große Siege errungen hat. Vielleicht ist es auch so. Es könnte aber auch anders sein. Der Atomdeal mit dem Iran ist schließlich nicht aufgehoben, sondern bloß aufgeschoben. Und bezüglich Chuck Hagel könnte es sein, dass sein Rücktritt für den Rest der Lahme-Ente-Periode von Obama kaum noch einen UNterschied mehr macht. Der oder die Nachfolgerin Chuck Hagels wird kaum noch einen offenen US-Krieg gegen Syrien organisieren können. Chuck Hagel aber ist un frei, und könnte nun etwa Rand Paul, den einzigen wesentlichen mutmaßlichen Gegenkandidaten von JSIL und JSILs Kandidatin Hillary, bei der Präsidentenwahl 2016 unterstützen. Eine überwältigende Mehrheit der US-Bevölkerung ist Umfragen zufolge für den sogenannten Atomdeal mit dem Iran.

Wie es dann tatsächlich läuft, werden wir sehen. Mit False-Flag-Terror von JSIL ist natürlich weiterhin zu rechnen. Aber es bleibt abzuwarten, ob JSIL mit dieser Strategie weiterhin Erfolg haben wird. Es könnte also auch anders kommen, als JSIL sich das gegenwärtig vorstellt.

6 Gedanken zu “Hat JSIL soeben zwei große Siege errungen?

  1. Der Sieg besteht darin, dass JSIL keine offensichtliche Niederlage erlitten hat, d.h. nachher = vorher und damit weiter wie bisher. Der JSIL hat den Status Ante Quo erhalten, der ihm bis heute auch nur eins gebracht hat: Ausser Spesen nix gewesen. Demgegenüber erscheint die Bilanz des Iran immer positiver.

    In Worten, die jedem geschäftenden JSIL-Mitläufer einleuchten müssten: Es wurde kein Vertrag = kein Geschäft mit dem JSIL abgeschlossen. Kein Geschäft = kein Gewinn.

    Die Mitgliedschaft in der Partei der Zionisten verkommt je länger desto mehr zum reinen Selbstzweck, Hauptsache in DER westlichen Einheitspartei. Bleibt’s bei der Vertagung bis Juli 2015 und absehbar darüber hinaus, bleibt’s auch bei der unfreiwilligen Vertreibung des Irans aus dem Hegemonialbereich der EUSraEliten.

    Bravo Bibi, ein Erfolg in wahrhaft BIBIschem Ausmass.

    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

    PS: Man tut was man kann und man kann was man tut.

    1. Macht es aus der Sicht des angegriffenen Staates einen Unterschied unter welcher Flagge der Bodentrupp sein Marketing lanciert? Die Belieferung der Bodentruppen mit Waffen und die Eingliederung derselben, teilweise bereits versprengten Bodentruppen, in neue Befehlsstrukturen, sowie die Belieferung von schon besetzten Gebieten mittels „humanitären Hilfskonvois“ um Aufstände der lokalen Bevölkerung zu unterbinden ist der ganze Zweck des Auftauchens von „ISIS“.

      In diesem Zusammenhang ist auch der Einschätzung des Parteibuchs mit dem Verweis auf Lybien, es hätte für eine Intervention von Seiten der NATO des Auftachens von „ISIS“ gar nicht bedurfte, da dies auch in Lybien nicht der Fall war, zu widersprechen. Für Lybien gab es einen Sicherheitsratsbeschluss. Der eigentliche Krieg um Syrien zwischen der NATO und den BRICS-Staaten hat auch erst 2012 mit den Weigerungen Russlands und Chinas abermals eine fremde Internvention ohne Abstimmung mit dem betreffenden Staat zu starten begonnen. Zu diesem Zeitpunkt, als klar war, daß ein beträchtlicher Teil vor allem der urbanen Bevölkerung hinter der Regierung und Präsident Assad steht, tauchten folgerechtig auch die „Islamisten“ zur Tarnung für die dreckigeren Aufgaben auf.

      Der Disput zwischen der Türkei und den USA scheint zunehmend sich lediglich an der Oberfläche abzuspielen und wahrzunehmen zu sein und sich nur um die Aufteilung der erwarteten Kriegsbeute drehen. Es passt kein Blatt zwischen NATO, Saudi-Arabien, Israel und „ISIS“ hinsichtlich der Kreigsziele. Auch wenn die regionalen Gruppen und Mächte, „Türkei“, „Saudi-Arabien“, „Israel“, natürlich versuchen da und dort auch ihr eigenes Süppchen zu kochen.

      Ich glaube nicht an die „Islamisten“ als einheitliche Entität. „ISIS“ ist der Bodentrupp von USA, Türkei und Saudi-Arabien, ergänzt um die Nusra-Front (al-Qaida im Irak) mit freundlicher Unterstützung von Quatar, Israel und Teilen der EU. Die „Palestinenser“ und die „Kurden“ sollen als Bauern teils durch Waffenlieferungen, teils durch politische Versprechen an sich gebunden und instrumentalistiert werden. Nur im Fall des Falles der Unbotmäßigkeit, der Insubordination, werden die „Islamisten“ in Gebieten dieser Gruppen und Staaten auftauchen. (Ayn al-Arab, Gaza)

      Eine Erklärung der Umstände und Verhältnisse im Nahen Osten muss Bezug auf die „Muslimbrüder“ (sehr weit gefasst, inklusive Saudi-Arabien und Qatar, aber auch der Zionisten und des Irans) nehmen.

      Für Alle Syrer sind Gott, Syrien und (Präsident) Bashar (Assad) genug. Die Agressoren hingegen sind nur mit „ISIS“/den „Islamisten“ auf Kurs..

      Reserve the matter,

      Boiler Room

      1. Boiler Room
        Wenn du nur die Geschichte ab 2012 betrachtest, dann stimmt das, weil es da eben nur wenige westliche Kriege gab. Bei Betrachtung etwas längerer geschichtlicher Zeiträume zeigt es sich jedoch, dass das westliche Empire beinahe immer schon mal mit, mal gegen Takfiri-Jihadisten kämpfte, ganz so wie es dem Empire jeweilig opportun erschien.

        Schaut man sich die Geschichte an, so hat das westliche Empire mal mit Takfiri-Jahidis, mal gegen Takfiri-Jihadis gekämpft, oder anders gesagt, das westliche Empire hat sich der Takfiri-Jihadis häufig schon bedient, mal als Hilfstruppen für die Destabilisierung fremder Länder und Regime Changes, mal als Vorwand für eigene offene Kriege.

        Mit Takfiri-Jihadis kämpfte das westliche Empire zB in:
        – Erster Weltkrieg (Lawrence von Arabien etc)
        – Afghanistan (80er, gegen SU)
        – Ägypten (60er, gegen Nasser)
        – Syrien (1978-1982 – gegen Assad)
        – Palästina (80er, zur Schwächung der PLO)
        – Russland (90er, Tschetschenien)
        – Jugoslawien (90er, Bosnien)
        – Ägypten (2011)
        – Libyen (2011)
        – Jemen (2011)
        – Syrien (2011ff)

        Gegen Takfiri-Jihadis kämpfte das westliche Empire zB in:
        – Afghanistan (ab 2001)
        – Irak (2005 – 2011)
        – Syrien und Irak (ab 2014)

        Was auf jeden Fall falsch ist, ist dass das westliche Empire Jihadis als Kriegsvorwand braucht. Das westliche Empire findet immer einen Kriegsvorwand, wenn es Krieg führen will. Beim Überfall auf den Irak 2003 hat das Empire genauso einen Kriegsvorwand gefunden wie für den Krieg gegen Jugoslawien, und jetzt für die Zerstörung von Libyen, Syrien und Jemen. Manchmal nutzt der Westen Jihadis als bequemen Kriegsvorwand, gibt es keine Jihadis nutzt der Westen einen anderen Vorwand. Das westliche Empire führt seine Kriege mit und ohne Sicherheitsratsbeschluss, je nachdem wie es passt.

        In Syrien sind die Takfiri-Jihadis schon von Beginn an führend dabei, die Notation, dass die erst 2012 gekommen seien, ist falsch, ein von westlicher Propaganda gestreuter Mythos. Die Takfiri-Jihadi-Terrorgruppe Ahrar Al Sham wurde schon vor den ersten Demonstrationen 2011 gegründet, die Proteste in Daraa im März 2011 waren von Takfiris dominiert, im April sind bewaffnete Takfiri-Jihadis dabei gesehen worden, wie sie aus dem Libanon nach Syrien gingen, im April 2011 gab es das erste von Takfiri-Jihadis verübte Massaker an Sicherheitskräften bei Banyas in der Provinz Tartous und.im Juni in Dshisr Shughur ein weiteres. Die heute dominierenden Takfiri-Jihadi-Organisationen JaN und ISIS wurden erst später gegründet, aber den Jihadi-Terror gab es vom ersten Tag der US-geführten „Proteste“ an.

  2. Syriens Luftwaffe erteilt Lehrstunde in IS-Bekämpfung

    Was die US-Luftwaffe samt Anhang seit Monaten behauptet, nämlich durch Luftangriffe die Massenmorde der IS-Terroristen an unschuldigen Zivilisten zu beenden, hat die syrische Luftwaffe in der von IS-Lohnterroristen besetzten Stadt Raqqa im Osten Syriens offenbar nun zumindest teilweise geschafft und bekommt für die erfolgreiche Bekämpfung des sogenannten „IS“ viel Anerkennung und Dank aus Wahington? Keineswegs, denn laut US-amerikanischer Darstellung soll die syrische Luftwaffe in der Stadt Raqqa statt der von IS-Terroristen besetzten syrischen Regierungsgebäude im Umfeld eines Krankenhauses, das Krankenhaus bombardiert haben und die getroffenen Personen sollen auch keine IS-Terroristen sein, sondern 220 unschuldige Zivilisten.

    Lage der von IS-Terroristen besetzten syrischen Regierungsgebäude und des Kranhenhauses:

    http://wikimapia.org/#lang=de&lat=35.950374&lon=39.004018&z=16&m=b

    Nun werden aus Erfahrung kluge Menschen ahnen, wie solcherlei Meldungen aus den bekanntermaßen unglaubwürdigen Quellen zu verstehen sind, also wohl getrost davon ausgehen können, dass die syrische Luftwaffe kein Krankenhaus bombardiert hat, sondern genau andersherum und wie geplant, die von IS-Terroristen besetzten Gebäude im Umfeld des Krankenhauses, wodurch unschuldige Zivilisten zumindest in der Stadt Raqqa und zumindest bezüglich dieser IS-Lohnterroristen, ab jetzt vor weiteren Massenmorden geschützt sind und das Imperium in Wahrheit den Verlust von mehren hundert mühsam trainierter Söldner einer ihrer „IS“ getauften Terrortruppen bejammert.

    Sollte das Imperium eines Tages ihr IS-Terrorprojekt tatsächlich beenden wollen, wird es sich der Erfindung des Telefons erinnern, beim regionalen Stellvertreter des Imperiums Diktator Saud anrufen, der gemeinsam mit Imperiums Stellvertreter-Diktator Thani in Katar die IS-Terrorfinanzierung herunterfährt und wie von „Al Qaida“, so bleiben vermutlich auch vom „IS“ nur ein paar Geschichten über eines von vielen Konzepten verdeckter Kriegsführung, aus den Strategie- und Marketingabteilungen des Pentagon. Darauf eine Flasche Psaki. Prost!

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