Weitere Fortschritte der syrischen Armee in Ost-Ghouta

Wie die syrische Nachrichtenagentur SANA mitteilt, hat die syrische Armee im Großraum Damaskus die Kontrolle über die Ortschaft Hawsh Al-Farah im Osten von Ost-Ghouta gewonnen, die östlich davon liegende Ortschaft Maydaa eingekreist und auch Fortschritte im Gewerbegebiet von Tel Kurdi westlich von Hawsh Al-Farah erzielt.

Seitdem die syrische Armee im August und September die wichtigen Ortschaften Maliha im Südwesten von Ost-Ghouta und Adra im Nordosten von Ost-Ghouta vom Terror befreit hat, hat die syrische Armee dann alle paar Tage einige kleinere Fortschritte an verschiendenen Stellen in Ost-Ghouta gemacht. Einmal wurde die Befreiung von Tel Al Kurdi im Osten von Ost-Ghouta gemeldet, dann die Befreiung von Dukhania und anschließend das Ein-Tarma-Tal im Westen von Ost-Ghouta, und dann wiederum Fortschritte in Ar-Rayhan im Osten und ebenfalls Fortschritte in Jobar ganz im Westen des Terroristengebietes Ost-Ghouta. Auch die heutige Befreiung von Hawsh Al-Farah, die Umzingelung von Maydaa und Fortschritte im Gewerbegebiet von Tel Kurdi sind kein großer Durchbruch und wird deshalb vermutlich, wenn überhaupt, auch nur in wenigen westlichen Medien Erwähnung finden, sondern sie sind eher ein kleiner Fortschritt im Rahmen einer größeren Anzahl kleiner Fortschritte, die die syrische Armee in jüngster Zeit in Ost-Ghouta erreicht hat.

In der Summe aber sind die Fortschritte der syrischen Armee im Großraum Damaskus ziemlich beeindruckend. Die Terroristen in Ost-Ghouta wurden in den letzten Wochen von allen Seiten immer mehr zusammengeschoben, das ehedem ziemlich große und nahezu unkontrollierbar scheinende Terrorgebiet Ghouta ist mittlereile auf eine schon recht überschaubare und vom Nachschub abgekapselte Terroristentasche zusammengeschrumpft und es schrumpft ständig weiter.

So sah der Damaszener Großraum im Februar 2014 aus:

So sah er im August 2014 aus:

Und so sieht er nun im Oktober 2014 aus:

Bis zur vollständigen Eleminierung des Terrors im ganzen Großraum Damaskus mag es noch etwas dauern, aber die syrische Armee ist mit ihren ständigen kleinen Erfolgen wie dem heutigen auf bestem Weg, das Ziel zu erreichen. Irgendeine Perspektive auf den Sieg in der Schlacht um Damaskus haben Zahran Alloush und seine widerwärtige Mörderbande ohnehin längst nicht mehr.

20 Gedanken zu “Weitere Fortschritte der syrischen Armee in Ost-Ghouta

  1. @nocheinparteibuch

    Danke für die aktuellen Infos…

    Für wie gefährlich schätzt ihr die von Süden kommenden Terroristen ein?

    Im Südwesten von Damaskus sind sie schon, laut Karte, bis Khan ash Shih und weiter östlich bis Al Muqaylibah vorgedrungen.

    Gruß
    Pitt

    1. Pitt

      Die Südfront ist potentiell die gfährlichste Front und die einzige Front, wo die Terroristen, zumindest bis vor ein paar Tagen, so etwas wie die Initiative hatten und die syrische Armee in der Defensive ist.

      Auf der Karte oben ist aber noch nicht das Vorrücken der Südfront der Terroristen bis in den südwestlichen Großraum von Damaskus zu sehen. Zwischen dem Golan und Khan Al-Sheikh stehen den Terroristen noch viele HIndernisse im Weg, siehe Karte:

      http://en.wikipedia.org/wiki/Cities_and_towns_during_the_Syrian_Civil_War

      Was an der Südfront in den letzten Wochen passiert ist, ist, dass der von Israel geführte Kriegsraum in Amman (Israel, Saudi, Katar, Jordanien und wer weiß, wer noch) jede Menge Al Kaida und andere Terroristen von Israel aus durch die Disengagement Zone (das neutrale UN-beobachtete Gebiet zwischen Syrien und dem israelisch besetzten Golan) schwer bewaffnet und unter israelischem Feuerschutz zum Angriff auf Syrien geschickt hat. An der Grenze und in Grenznähe hatten diese Attacken einige mörderische Erfolge, aber sobald sie ein paar Kilometer Entfernung von der Grenze erreicht haben, hat die syrische Armee sie mit schweren Waffen gestoppt. Die Attacke von Israel und Al Kaida an der Südfront wird also vermutlich wieder nur viele Tote verursachen.

      In den letzten Tagen ist an der Front etwas seltsames passiert: anstatt weiter aus dem Golan anzugreifen, greifen die gleichen Terroristen des Amman-Kriegsraumes nun östlich der Stadt Daraa von Jordanien aus an. Auch da sind die Terroristen zunächst einige Kilometer vorangekommen, bis die syrische Armee mit schweren Waffen in die Nachschubwege reinschießt und damit massenhaft der Terroristen eleminiert hat. Seitdem kommt von denen nur noch Gejammer.

      Warum die Terroristen vom Golan nach Daraa verlegt wurden, weiß ich bisher nicht. Der Golan ist eigentlich eine viel bessere Angriffsposition gegen Damaskus als Daraa. Meine Vermutung ist, dass Israel Probleme vor sich gesehen hat, wenn weiterhin die Nachricht die Runde macht, dass Israel Al-Kaida-Terroristen unterstützt, deren Illegalität gerade erst in einer UN-Sicherheitsratsresolution unter Vorsitz von Barack Obama persönlich nochmals bekräftigt wurde. Zu der Interpretation der Ereignisse würde auch passen, dass die Al-Kaida-Terroristen und ihre Komplizen an der Südfront eine von Zionisten getragene PR-Kampagne „FSA – Our Choice“ gestartet haben, mit der offenbar versucht werden soll, die an der Südfront aktiven Jihadis von Al Kaida und Co oberflächlich zu „moderaten FSA-Rebellen“ umzustreichen. Die Kampagne riecht nach Israel, und läuft bisher ausgesprochen schlecht für die Terroristen und ihre Unterstützer, Der Welt Takfiri-Halsabschneider als „moderate Rebellen“ zu verkaufen, ist gegenwärtig nicht mehr ganz einfach.

  2. Liebes schlaues Parteibuch,

    vielleicht hast du eine Erklärung für den Umstand, dass die SAA den Nachschub an Kämpfern und Material von Reyhanli aus kommend nicht radikal zu stoppen in der Lage ist. Es mag die eine oder andere taktisch-strategische Überlegung dabei eine Rolle spielen, allerdings verstehe ich nicht, warum in den Regionen Idlib und Aleppo eine ganze Reihe von strategisch wichtigen Städten, durch die dieser Nachschub fließen muss, samt und sonders nicht in der Hand der SAA sind. Ich spreche (z.B.) von Darkush, Salqin und Armanaz in Idlib oder von al-Atarib, Kafr Da’el und Mansoura in Aleppo. Herzlichen Dank im Vorhinein,

    Ein Leser

    1. Boiler Room
      Es gibt dafür, dass die syrische Armee die Grenze im Nordwesten nicht dicht macht, mE mehrere Gründe:

      – ein Grund könnte sein, dass die syrische Armee nicht als Besatzer auftreten will und möglichst nur in Städte geht, wo die Bevölkerung die syrische Armee von Herzen willkommen heißt. In den offiziellen und inoffiziellen Grenzstädten im Nordwesten Syriens auf der Linie Atma, Ad-Dana, Haram, Darkoush ist das nicht der Fall.

      – ein anderer Grund könnte sein, dass die Armee viel Personal braucht und hohe Verluste befürchtet, wenn sie sich im Nordwesten entlang der Hunderte Kilometer langen Grenze postiert. Die Armee würde dann wie eine Raupe ausgestreckt entlang der Grenze positioniert sein, und die Terroristen könnten die syrische Armee dann von der Türkei aus kommend in Scheiben schneiden und die als kleine Häppchen verspeisen. Ist die Armee hingegen in den Bevölkerungszentren, so ist ihre Frontlinie kürzer und damit leichter und mit weniger Personal zu halten und sie wird dabei von NDF und CO unterstützt. Die langen Wege durch Syrien haben dadurch die Terroristen, was der Armee die Möglichkeit gibt, in den Nachschub der Terroristen reinzugrätschen, bevor er überhaupt zum Einsatz kommt. Außerdem wären die wichtigen großen Städte im Inland schlechter geschützt, wenn die Armee Personal, etwa aus Aleppo oder Idlib an die Grenze verlegen würde.

  3. Es müsste sich doch nun in Aleppo, trotz des einen oder anderen Schleichweges für Nachschub, nun die Möglichkeit eröffnen entweder von Handarat kommend Richtung Jandoul-Kreisverkehr durchzustoßen (1km) oder von der M4 kommend über die Flughafenautobahn nach Sakhur (1km) und den Sack in Aleppo damit zuzumachen. Falls soviel Mensch und Material aufgeboten werden sollte beides zu verhindern, sollte wiederum eine stetige Ausdehnung im Norden Richtung Tal Rifaat für zusätzlichen Druck und Nervosität bei den Agressoren sorgen.

    1. Boiler Room

      Meiner Meinung nach hätte die Armee den größten Teil der Terroristengebiete in der Stadt Aleppo schon vor über einem Jahr einkesseln können, wenn sie es denn gewollt hätte. Die Möglichkeit, vom Flughafen nach Westen zur Zitadelle zu ziehen, hat die Armee schon lange. Das ist nicht weit, und bestimmt machbar. Dass die Armee den Kessel bisher trotzdem nicht zugemacht hat, lässt für mich nur den Schluss zu, dass die Armee das nicht will. Einen Kessel zumachen hat auch Nachteile, etwa dass die darin eingeschlossenen Personen eine Wagenburgmentalität entwickeln, sich einigen und kooperieren, obwohl sie sonst eigentlich ganz unterschiedliche Interessen verfolgen und Ansichten haben.

      Meine Vermutung ist, die Armee will dadurch, dass sie die Tür nach Aleppo immer einen Spalt weit auflässt, verhindern, dass da eine Wagenburgmentalität entsteht und nimmt dafür in Kauf, dass ab und an etwas Nachschub zu den Terroristen durchkommt, den der Armeegeheimdienst nicht bemerkt und der von der Armee deshalb unterwegs nicht abgefangen wird. Den Krieg zwischen „gemäßigten“ Terroristen und IS, von dem die Armee genauso profitiert wie vom sich nun abzeichnenden Krieg zwischen JaN und SRF, hätte es in einem Kessel vermutlich nicht gegeben. Man denke nur an Homs, da waren FSA, IF, JaN und ISIS im Altstadtkessel wie ein Herz und eine Seele.

      1. In Homs waren die Brüder auch unter sich.

        Ich denke die syrische Regierung hofft sogar auf ein Entstehen einer Wagenburgmentalität im Umkreis von Aleppo, genauso wie die internationalen Agressoren darauf hinzuarbeiten versuchen. Jedenfalls dürften die Tawheed ein differenzierteres Verhältnis zu ‚den Kurden‘ haben – die ja, soweit ich weiß, in Homs nicht zugegen waren – als ihre Brüder die Brüder.

  4. Gefahr eines Libyen-Szenario durch die Hintertür weiterhin bestehend?

    Durch eines der in den NATO-Medien geechoten Selbstgespräche mit der NATO-Türkei hat NATO-Washington der Welt bereits ausrichten lassen, die zum Überfall auf Syrien an der Grenze bereitstehende NATO-Armee der Türkei werde „den Kampf gegen IS in Syrien“ nur dann bedinnen, wenn ein unter dem Vorwand angeblicher Bekämpfung eigener IS-Söldner verbrochene Überfall auf Syrien, auch zum Sturz der vom syrischen Volk demokratisch gewählten Regierung in Damaskus führe. Unter Berücksichtigung der Realität vor Ort im Norden und Osten Syriens, ist ein anderer Sinn, als mit dem aufgeführten mörderischen IS-Söldnertheater genau das vorzubereiten, wohl auch kaum zu erkennen.

    RT: US-Verbündete gegen ISIS sind in Wirklichkeit ISIS-Hauptverbündete

    http://rt.com/op-edge/199975-canada-security-radicalism-isis-politics

    Syriens Alliierte werden vor einem „Libyen-Szenario durch die Hintertür“ eindringlich gewarnt haben, weshalb offenbar mittels NATO-Geheimarmee IS und als „Angriff auf IS“ getarnter Luftraumkontrolle vorerst nur die bereits eingenommenen Aufmarschgebiete gesichert werden, wärend dort die IS-Söldner aus der Luft mit angeblich „für die Kurden“ bestimmten Waffen versorgt werden, die abgeworfenen Bomben hauptsächlich Syriens für den Wiederaufbau dringend benötigte Infrastruktur zerstören und die einheimische Bevölkerung vertrieben wird.

    Sobald allerdings die syrische Armee die Stadt Aleppo vom Terror befreit hat, kann sie sich mit ganzer Kraft der Befreiung teilweise noch unter Terrorherrschaft verbliebener Landkreise wie Aleppo und Raqqa widmen, also genau der Bereiche Syriens, die Washington derzeit von seinen IS-Söldnern besetzen lässt.

    In welcher Weise bei einer Befreiung vom Terror die bisherige Strategie der syrischen Armee zu Einsatz käme, nur dort befreiend tätig zu werden, wo dies von der syrischen Bevölkerung aufgrund ihrer schrecklichen Erfahrungen mit den von Washington zum Verbreiten von Angst und Schrecken eingesetzten terroristischen Todesschwadronen auch gewünscht ist, bleibt eine offene Frage. Keine offene Frage dürfte das Schicksal der syrischen Kurden sein, sollten diese sich für mögliche Versprechungen entscheiden, die in Verbindung mit einem Kurdistan stehen, das natürlich in keiner Weise unabhängig wäre, sondern nur unter militärischer Oberherrschaft der US-geführten NATO-Staaten und Israels zugelassen würde.

    Wenn vor dem Hintergrund solcher Aussichten und mit dem Wissen, dass hohe kurdische Politiker bereits in der Vergangenheit vor der Verfolgung durch die NATO-Türkei politisches Asyl in Syrien bekommen haben, dennoch überhaupt keine zufriedenstellenden Gesprächsergebnisse möglich sein sollen, erscheint dies wenig verständlich.

    1. clearly

      Die Saudis und ihre Partner hoffen darauf, dass aus dem US-geführten Kampf gegen ISIS ein libysches Szenario zum Sturz der Regierung in Damaskus wird. Die USA scheinen allerdings unter Obama diesbezüglich zurückhaltend zu sein, zu verstehen, dass es ihnen dafür an Kräften am Boden mangelt, die sie Assad vorziehen würden, und auch zu verstehen, dass sie solche Kräfte nicht in ausreichender Anzahl und Stärke aufbauen können.

      Richtig gefährlich wird es meiner Meinung nach bezüglich des libyschen Szenarios vermutlich nur nochmal, falls der Krieg bis Ende 2016 nicht entschieden sein sollte, und dann jemand von den zionistischen Extremisten in den USA die Macht übernommt, etwa Hillary Clinton oder ein Republikaner von der Bush-Clique. Genau darauf scheinen Israel und die Saudis zu spekulieren, und ich glaube, deshalb versuchen sie, den Krieg bis dahin irgendwie offen -oder am köcheln – zu halten.

  5. Ja, auch von mir vielen Dank für die exzellente Berichterstattung. Mich würde auch interessieren, wann kann damit gerechnet werden, dass der Ballungsraum Damaskus von diesen ehrlosen Banditen befreit wird? Lang lebe Assad, mit besten Grüssen ..

    1. raf2attac
      Schwer zu sagen. Die wesentliche Größe bei der Befreiung der Terroristengebiete ist der Ablauf sozialer und psychologischer Prozesse, deren Geschwindigkeit naturgemäß sehr schwer vorherzusagen ist. Die Armee will schließlich nicht mühsam irgendwelche Ortschaften befreien, wo, kaum dass die Armee weg ist, die Leute vor Ort sich wieder den Terroristen anschließen. Wenn die Armee eine Ortschaft befreit, dann braucht sie also zum Beispiel ausreichend lokale Leute, die gewillt sind, die befreiten Ortschaften gegen erneuten Terroristenbefall entschlossen zu verteidigen.

      Bei der gegenwärtigen Geschwindigkeit, jeden Monat wird im Großraum Damaskus etwa eine größere Ortschaft befreit, dürfte die vollständige Befreiung des Großraums Damaskus etwa ein bis zwei Jahre dauern. Dieser Zeitablauf kann sich aber durch die verschiedensten Dinge, etwa soziologische Entwicklungen und militärtaktische Erwägungen nach vorn oder hinten verschieben.

      Finden erfolgversprechende Versöhnungsverhandlungen statt, passiert an der Front manchmal über mehrere Monate hinweg nichts.

      Sind solche Versöhnungsverhandlungen dann irgendwann erfolgreich, so können auf einmal reihenweise Ortschaften/Stadtteile zu Gunsten der Regierung umkippen, so wie das in diesem Jahr in zahlreichen Gebieten bei Damaskus war, etwa in Barzeh, Harasta, Moadimiya, Wadi Barada etc. Solche kamplosen Kapitulationen können den Zeitablauf enorm beschleunigen, und wichtiger noch, die Leute der so zurückgeholten Gebiete werden oft dauerhaft von Gegnern zu Mitstreitern.

      Manchmal sind Versöhnungsverhandlungen aber trotz intensiver Bemühungen nicht erfolgreich. So war das etwa in Maliha, wo die Terroristen das Verhandlungsteam ermordet haben und anschließend monatelang verbissen gegen die Armee gekämpft haben. Läuft das so, dann kann eine Ortschaft für sich auf einmal ein ganzes Jahr dauern, obwohl vergleichbare Ortschaften nur einen Monat gedauert haben.

    1. Vielleicht sollten sie damit aufhören ihre Raketen vorher zu testen, denn mit niemals zuvor getesteten Fahrzeugen aus Frischhaltefolie kamen sie doch schon vor 45 Jahren bis zum Mond und mit diesem Mondfährenwunderraketentriebwerk ohne Abgasstrahl sogar unbeschadet wieder zurück.

  6. Konferenz der Scheinheiligen

    IRIB: Erklärung der internationalen Konferenz zur syrischen Flüchtlingskrise

    http://german.irib.ir/nachrichten/nahost/item/269842-erkl%C3%A4rung-der-internationalen-konferenz-zur-syrischen-fl%C3%BCchtlingskrise

    „Er [Steinmeier] führte die Fortsetzung der Syrienkrise auf die Uneinigkeit im UN-Sicherheitsrat zurück.“ Und was wäre die Folge von Einigkeit gewesen? Keine Resolution für NATO-Bomben auf Syrien und Millionen Flüchtlinge, in dem Fall jedoch verschwiegen, wie in Libyen? Wer da von „Uneinigkeit im UN-Sicherheitsrat“ und „Syrienkrise“ spricht und dabei mit Strohmännern Washingtons als größte Al Kaida-Terrorimuslieferanten- und Finanzierer an einem Tisch sitzt, fordert, begründet mit längst aufgeflogenen Lügen, seit fast vier Jahren den Sturz der, wie selbst NATO und CIA zugeben mussten, inzwischen mit überwätigender Mehrheit demokratisch gewählten Regierung eines souveränen Landes und betreibt den als „Syrienkrise“ bezeichneten, verdeckten Aggressionskrieg, der genau die Flüchtlinge erzeugt, für die nun in anderen Ländern „Schulen und Krankenhäuser“ gebaut werden sollen? Oder doch eher Trainingslager für noch mehr scheinreligiöse Terroristen, die mit ihrer Kopfabschneiderei noch mehr Flüchtlinge bewirken? „Feuer, Feuer“, rufen die Brandstifter.

  7. Sehe gerade, mir ist da ein Fehler unterlaufen. Mein Kommentar „Das passt…29. Oktober 2014 at 11:37“ gehört als Antwort unter den Kommentar von einparteibuch „Die Saudis und ihre Partner hoffen…. 29. Oktober 2014 at 00:52“

  8. Mal wieder ein Artikel beim Spon, der die merkwürdige Formulierung „Aktivist“ mitführte:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/attentat-in-jerusalem-juedischer-aktivist-in-israel-niedergeschossen-a-1000072.html

    in der israelischen Presse wird aus „Aktivist“ hingegen „U.S.-born right-wing activist“:

    http://www.haaretz.com/news/national/1.623487

    Schade das man bei deutschen Nachrichtenartikeln immer die internationale Presse hinzuziehen muss um sich über simpelste Sachverhalte weitgehend zu informieren.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.