Zukunftsgedanken

Eine der schwierigsten Anglegenheiten ist es heutzutage schon, wichtiges von unwichtigem zu trennen, und das wird in der Zukunft sicherlich nicht einfacher werden. Nachfolgend finden sich ein paar schnellgeschriebene Gedanken zur näheren politischen Zukunft der Welt, unwichtiges und vielleicht ein paar ungewöhnliche Schwerpunkte auf das, was zukünftig als wichtig angesehen werden könnte. Es wird, natürlich, ganz anders kommen, aber vielleicht findet der ein oder andere Leser einen Anreiz zum Denken darin.

Die wichtigste Entwicklung der Weltpolitik in der näheren Zukunft wird die Nuklearvereinbarung der P5+1 mit dem Iran werden. Diese Vereinbarung wird, vielleicht mit etwas Verspätung, zustandekommen. Sie wird kein großer Deal sein, durch den alle Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden und der Iran sein Nuklearprogramm so reduziert, wie die in den P5+1 vertretenen Natostaaten das wollen, sondern ein kleiner Deal. Iran wird sein Nuklearprogramm etwas reduzieren und etwas mehr überwachte Transparenz zulassen und auf der anderen Seite werden Sanktionen gegen Iran etwas reduziert.

Da der US-Kongress sich auf Druck der Israel-Lobby gegen jegliche Aufweichung von Sanktionen sperrt, wird der wichtigste Teil des Deals die Aufhebung der Sanktionen des UN-Sicherheitsrates gegen Iran sein, wodurch Iran unbelastet von UN-Sanktionen Geschäfte mit den EU-, SCO- und BRICS-Staaten machen kann. Israel, die Israel-Lobby in westlichen Staaten und die GCC-Staaten werden ein riesieges Geschrei wegen des Deals veranstalten. Das Argument dieser Kräfte wird letztlich darauf hinauslaufen, dass die USA und die EU ihre Verbündeten im nahen Osten, insbesondere Israel und die Saudis, mit dem Deal verraten und sich im nahen Osten auf die Seite des Iran geschlagen haben.

Der Wahlkampf zu den Präsidentschaftswahlen 2016 in den USA wird auf ein Duell zwischen Hillary Clinton und Rand Paul hinauslaufen. Hillary Clinton wird versprechen, wenn sie Präsidentin wird, den Deal mit dem Iran mit allen Mitteln zurückzudrehen und dazu, wenn nötig, den Iran auch zu bombardieren, während Rand Paul den Deal unterstützen und dabei auf den dadurch verbesserten Freihandel in der Welt verweisen wird. Die Wähler der USA werden damit 2016 die Wahl haben, mit Hillary Clinton in den Krieg gegen Iran zu ziehen, oder Frieden mit Rand Paul zu haben. Rand Paul gewinnt, eben weil er sich gegen Krieg gegen Iran ausspricht, und wird Chuck Hagel als Verteidigungsminister der USA im Amt belassen.

Israel und die globale Israel-Lobby toben, organisieren eine Mange Provokationen, doch das obige Szenario können sie nicht verhindern. Rand Paul wird seine Macht als Präsindet der USA dazu nutzen, dazu beizutragen, den nahen Osten und die weltpolitischen Rahmenbedingungen gemeinsam mit Iran, Russland und China weiter zuungunsten der israelischen Position umzugestalten. Wenn Rand Paul 2024 abtritt, ist China in praktrisch allen Belangen eindeutig die führende Weltmacht und das international weitgehend isolierte Apartheidregime von Israel steht mitsamt seiner globalen Lobby kurz vor dem Zusammenbruch. Das saudische Vasallenregime Israels und der USA wird dann bereits zusammengebrochen sein. Damit und mit den verschobenen geopolitischen Gewichten und Prioritäten werden sich die Kriege in Libyen, Syrien, Irak und der Ukraine bis dahin allmählich selbst erledigt haben.

11 Gedanken zu “Zukunftsgedanken

  1. Wer an faire und sauber ausgezählte Wahlen glaubt, kann gerne darauf hoffen. Ich warte ab wer der nächste Präsi wird in USA.

  2. Hallo.

    Hört sich interessant an. Wie die Zukunft jedoch wirklich aussehen wird bleibt abzuwarten.

    Die Zeit wird alles zeigen!

  3. Es wird von größerer Bedeutung werden, dass nun der Elektroverkehr mehr zunimmt als bisher. Es war bisher bedeutungslos und der Anteil von EVs war innerhalb Promillegrenze, aber heute wurde an der Donauautobahn eine E-Schnellade-Tankstelle eröffnet, wo auch für den Elektroverkehr bedeutsam, Strom aus den österreichischen Windrädern getankt werden kann. Das ist zwar erst ein Anfang aber der Trend geht so weiter.
    Zur Eröffnung waren bereits einige Dutzend E-Fahrzeuge gekommen . Das reichte von Tesla bis Eckie-Roller.

  4. Zu schön, um wahr zu werden.
    Ebenso eure (zu) optimistischen Berichte über Syrien. Obwohl ich mir das von ganzem Herzen wünschen würde.

    1. Moho
      An der Kritik eines übertriebenen Optimismus im Parteibuch ist was dran.

      Es wird immer schwieriger, Entwicklungen zu skizzieren, wie es gelingen könnte, zu verhindern, dass die zionistisch-wahhabitische Mafia zur Sicherung ihrer Macht immer mehr Staaten in Brand setzt und immer mehr und größere Kriege entfesselt. Hier ist so ein optimistisches Szenario, wie das gelingen könnte. Aber es gibt viele Möglichkeiten, wie es der zionistisch-wahhabitische Mafia gelingen könnte, dieses optimistische Szenario zu verhindern und zur Sicherung ihrer Macht weitere und schwerere Kriege weltweit zu entfesseln.

  5. Von diesem A Demokratischen Regime in Washington, mit dem ALLES Beherrschenden Millitärisch Indestriuellen Komplex, eine Richtungsänderung zum Fortschritt zu erwarten, ist Traumtänzerrei, sollte Rand Paul, tatsächlich seine Polikt umsetzen wollen, wird er zur Seite geräumt. …

  6. Dir ist eine fatale Fehleinschätzung unterlaufen. Die UN-Sanktionen richten sich NUR gegen das iranische Nuklearprogramm. Alles andere sind einseitige Sanktionen der USA, die von der Likud-Lobby eingefädelt wurden und auch Drittstaaten oder Unternehmen in Drittstaaten bedrohen. Nur die behindern den Iran (mittlerweile: etwas) in seinen Handelsbeziehungen.

    Erstere sind völkerrechtswidrig,
    – weil die UNO kein aufsichtsführendes Organ über die IAEA, der Sicherheitsrat also kein ausführendes Organ der IAEA ist,
    – der Sicherheitsrat generell nicht völkerrechtlich gültige Verträge ganz oder in Teilen aufheben oder suspendieren kann, solange nicht Verpflichtungen als Mitgliedsstaat der UNO den Verpflichtungen aus einem Vertrag zuwiderlaufen, weil es
    – um die RECHTE des Iran aus Artikel IV des NPT geht. Das der vollständigen zivilen Nutzung der Atomenergie wird in Art. 4 als unveräußerlich bezeichnet und umfaßt auch die Urananreicherung.

    Letztere sind völkerrechtswidrig, weil Sanktionen eines Landes gegen andere Länder, erst recht, wenn sie als crippling intendiert sind, einen kriegerischen Akt darstellen. Dementsprechend wurden bereits mehrere Banken und Schiffahrtsgesellschaften des Iran vom EuGH von den Sanktionen befreit. Nun hebt der Widerstreit der Gefühle an, nämlich der zwischen Gier und Angst vor USrael.

    Um die Heuchelei deutlich herauszustellen: Der Iran wurde nicht mit hochangereichertem Uran erwischt. Dennoch wurde der „Fall“ an die UNO verwiesen. Erwischt wurden hingegen Ägypten, Japan und Südkorea. Eine Überweisung erfolgte nicht.

    Lektüreempfehlungen:

    http://www.amazon.com/Interpreting-Nuclear-Non-Proliferation-Treaty-Daniel/dp/0199227357/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1400888462&sr=8-1

    http://www.barnesandnoble.com/w/manufactured-crisis-gareth-porter/1118061020?ean=9781935982333

    1. g_h
      1. Die UN-Sanktionen richten sich unter Verweis auf das Nuklearprogramm auch gegen Einiges im Bereich Verteidigung, Waffenhandel und „Dual-Use-Gütern.“

      2. Die UN-Sanktionen behindern den Iran auch in der Entwicklung von Außenbeziehungen, was natürlich auch EInfluss auf die Wirtschaftsbeziehungen hat. So wurde vor einigen Jahren z.B. der Beitritt Irans zur SCO unter Verweis auf die bestehenden UN-Sanktionen abgelehnt. Das wiederum hemmt Investitionen, etwa von Unternehmen aus China und Russland.

      3. Die Aufhebung der UN- und EU-Sanktionen sowie die Suspendierung vieler US-Sanktionen hätte natürlich Signalwirkung. Was übrig bliebe, wären die reinen US-Kongress-Sanktionen. Der Kongress könnte dann mit Veto-Proof-Majority, wenn AIPAC sie bekommt, was nicht sicher ist, zwar eine Reihe von „Secondary Sanctions“ gegen Drittstaaten (wieder) in Kraft setzen, läuft aber Gefahr, damit nichts außer einen US-Wirtschaftskrieg gegen EU und China zu erreichen.

  7. 1. Ich sehe nicht, wie die Sanktionen in den von dir genannten Bereichen den Iran in seiner Handelsbilanz beeinträchtigen können. Die Ausrüstung der libanesischen Armee mit iranischer Technik läuft doch prima.

    2. Das war ein Vorwand, weil damit verteidigungspolitische Verpflichtungen einhergegangen wären. Die Investitionen laufen ja doch.

    3. Die Congress-Sanktionen sind es, die die Drittstaaten betreffen. Sie sind lt. Gesetzestexten automatisch damit verbunden.

    4. AIPAC selbst hat Ausnahmegenehmigungen durchgesetzt. Sie betreffen Pistazien und Perserteppiche. Heuchlerische Bande.

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