Märchenschau hetzt gegen China und zensiert andere Meinungen

Gerade eben hat der IWF festgestellt, dass China die neue wirtschaftliche Nummer 1 in der Welt ist. Und nun besucht der chinesische Regierungschef Li Keqiang Deutschland. Die staatliche deutsche Tagesschau hat zum Besuch einen Artikel (Archiv) von Ruth Kirchner veröffentlicht, in dem sie nichts anderes ausbreitet als Hetze gegen China wegen Differenzen mit dem westlichen Vorgehen in Bezug auf Syrien, Irak und die Ukraine.

Ein Parteibuch-Leser hat bei der Märchenschau zu dem anti-chinesischen Artikel folgenden Kommentar abgegeben:

Gibt es …

… beim Besuch des chinesischen Regierungschefs in Deutschland wirklich keine wichtigere Themen als die Ukraine und ISIS? Neue Seidenstraßen, gegenseitige Investitionen und gerechte beiderseitige Marktchancen – spielt so etwas in den deutsch-chinesischen Beziehungen keine Rolle mehr?

Ich glaube, in den deutsch-chinesischen Beziehungen steckt mehr als nur die Frage, ob sich China bei aktuellen US-geführten Regime Changes in fernen Ländern und der Bekämpfung ihrer Nebenwirkungen bedingungslos auf die Seite der USA stellt, oder ob China sich zurückhält. Davon würde ich von der Tagesschau gern mehr erfahren.

Und übrigens, was Irak, Syrien und die Ukraine angeht, da agiert China durchaus, wenn auch meist indirekt, durch die Unterstützung zweier wichtiger chinesischer Partner im Kampf gegen Wahhabi-Jihadismus und Nazismus: nämlich Iran und Russland. China geht einfach davon aus, dass diese engen Partner Chinas sich in den jeweiligen Konfliktgebieten besser auskennen.

Dieser Kommentar wurde von den Zensoren der staatlichen deutschen Märchenschau unterdrückt. Sachliche Kritik an der anti-chinesichen Hetze der Märchenschau und Verständnis für chinesische Positionen in der Weltpolitik sind bei der deutschen Tagesschau also nicht erlaubt. Zu Gute halten muss man der Märchenschau allerdings, dass sie diesmal auf absurdes Geschwafel von vorgeblichen Menschenrechtsverstößen und das Anprangern von angeblicher Zensur in China verzichtet hat. Das wäre aber wohl auch zuviel gewesen und hätte der Märchenschau ohnehin niemand mehr abgenommen. Die Vorstellung, Deutschland bilde mit den USA und ähnlich gestrickten Staaten eine westliche Wertegemeinschaft, ist inzwischen so absurd, dass selbst die Märchenschau nicht mehr wagt, so etwas anzuführen.

Ein Gedanke zu “Märchenschau hetzt gegen China und zensiert andere Meinungen

  1. Sobald das China-Bashing auf breiter Front einsetzt, wissen wir dass die EUSraEliten die letzte Runde eingeläutet haben, denn nach China können sie niemanden mehr von Rang und Namen demütigen. Wenn aber die EUSraEliten dieses Spiel nicht gewinnen, wird es für den Westen strategisch äusserst bitter werden, weil der imperiale Elefant im globalen Porzellanladen zuviel Geschirr im Namen von “Demokratie und Freiheit” zerschlagen haben wird. Nicht nur aber v.a. China wird dem Westen kein Yota Vertrauen entgegenbringen können / dürfen, weil dieser Westen jederzeit und überall mit gezinkten Karten spielt. Das wird sich auch in Zukunft nicht ändern, insbesondere ein sich als Opferlamm darstellendes Imperium wird sich den rezenten Grossmachtsfantasten anschliessen und sich wie diese im vergangenen Glanz suhlen. Peking wird demzuolge, ob es will oder nicht, den Westen an der kurzen Leine halten müssen.

    Man darf gespannt sein – die Hoffnung stirbt zuletzt – ob die westlichen Massen kraft ihrer demokratischen Urmacht ihren selbst gewählten Hirten des Terrors rechtzeitig Einhalt gebieten, oder ob sie wie bisher den historisch verbrieften Umweg über die Marktphysik bevorzugen um von dieser zwangsbesinnt zu werden.

    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

    PS: Man tut was man kann und man kann was man tut.

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