Märchenschau entschuldigt sich „für Fehler“ und lügt weiter

Die staatliche deutsche Märchenschau in Person von Interviewfälscher Thomas Roth hat sich gestern vor laufender Kamera bei ihrem Publikum dafür entschuldigt, dem Publikum am 20. Mai einen Bericht serviert zu haben, wo sie über einen Doppelmord der vom Westen unterstützten Ukronazis in Krasnoarmeisk berichtete und ihn den Milizen von Novorossija in die Schuhe geschoben hat.

Dazu, wie es dazu kam, dass die Märchenschau nach gerade einmal vier Monaten ihre brutale Lüge bemerkte und plötzlich als „Fehler“ plötzlich eingestand, behauptete Cheflügner Kai Gniffke gestern im Märchenschau-Blog:

Am 20. Mai hatte unser Russland-Korrespondent unter anderem über den Tod von zwei Anwohnern in Krasnoarmeysk im Osten der Ukraine berichtet. Diese seien durch die „Kugeln der neuen Machthaber“ gestorben, sagte er, und meinte damit Verbände der prorussischen Separatisten. Diese Darstellung müssen wir nun zurückziehen, denn nach erneuter Überprüfung des Sachverhalts hat sich das Studio Moskau korrigiert: Im Bericht wurden die Schützen der falschen Seite zugeordnet. Ein Fehler – da sind wir uns mit unseren Moskauer Kollegen einig – der auch im Eifer des Gefechts nicht passieren sollte. Wir haben wegen der Beschwerde eines Zuschauers die Fakten nochmals kritisch geprüft. Ein aufmerksames und kritisches Publikum ist wichtiger Bestandteil unserer Arbeit.

Dass die Tagesschau nun plötzlich, nach vier Monaten, aufgrund einer Beschwerde eines Zuschauers, ihren „Fehler“ bemerkt haben will, ist wohl nichts anderes als eine weitere Lüge.

Für wie blöd sollen die Zuschauer die Märchenschau denn halten?

Zunächst einmal: in dem Tagesschau-Bericht war nicht nur eine dicke Lüge, sondern da waren zwei dicke Lügen drin. Nun tut die Märchenschau so, als habe sie nun einen seltenen – natürlich versehentlich gemachten – „Fehler“ gefunden und als Konsequenz den Beitrag gelöscht, womit die Märchenschau sich als „offen im Umgang mit eigenen Fehlern“ präsentiert. Und dabei veschweigt die Märchenschau, dass sie außerdem ein beinahe leeres Donezker Stadium als Massenveranstaltung für die Kiewer Junta präsentierte und die Zuschauer da also gleich zweimal dick angelogen hat. Bei einem inzwischen lange zurück liegenden Doppelmord, da kann sie nun darauf hoffen, dass die Leute nicht mehr wissen, wie klar es damals war, dass Kolomoiskys Nazi-Banden die Täter waren, und sie deshalb an einen Fehler glauben. Aber wie würde die Märchenschau erklären, dass sie ein fast leeres Fußballstadium als massenhaft besetzt präsentiert hat, und mit der Kamera kaum mehr als die wenigen Plätze gefilmt hat, wo jemand saß, und dann von Zehntausenden sprach, die sich zur Unterstützer der Kiewer Junta versammelt hatten? So etwas ist kein unabsichtlicher Fehler, sondern eine absichtliche Lüge. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

Genauso gelogen ist, dass der Fehler jetzt erst entdeckt wurde. Die Behauptung, dass die Märchenschau ihren Fehler jetzt erst entdeckt habe, ist vor allem deshalb unglaubwürdig, weil unzählige Blogger und unabhängige Medien im In- und Ausland die systematischen, offensichtlich geopolitisch motivierten Lügen der Märchenschau zu den Themen Libyen, Syrien und Ukraine seit geraumer Zeit thematisieren. Im Parteibuch wurde die am 20. Mai von der Tagesschau verbreitete Täter-Opfer-Umkehr-Lüge zum Doppelmord in Krasnoarmeisk am 23. Mai nach einer Meldung von „Hart Brasilien“ zusammen mit der weiteren Tagesschau-Lüge – aus dem nahezu leeren Stadion der UNterstützer der Kiewer Junta machte die Märchenschau im Bericht eine Massenveranstaltung – im gleichen Tagesschau-Beitrag thematisiert.

Versuche von Lesern, in Kommentaren unter Tagesschau-Artikeln darauf aufmerksam zu machen, wo die Tagesschau im jeweiligen Beitrag gelogen hat, die Unwahrheit gesagt hat oder die Wahrheit sonstwie manipuliert hat, werden von der Moderation der Tagesschau regelmäßig mit strikter Zensur (und bei Nachfragen auch mit Accountsperrungen) bestraft, womit die Märchenschau offensichtlich zu verhindern versucht, dass weitere Leser der Tagesschau-Kommentare auf die systematische Lügerei der Tagesschau-Redaktion aufmerksam werden. Dass die Märchenschau nun eine Lüge von Tausend ähnlichen Lügen als „Fehler“ zugibt, bedeutet also noch längst nicht, dass die Tagesschau nun die Wahrheit sagt.

Im Gegenteil: die Märchenschau führt weiter mit massiven Lügen und systematischer Zensur einen regelrechten Krieg gegen die Wahrheit.

3 Gedanken zu “Märchenschau entschuldigt sich „für Fehler“ und lügt weiter

  1. ich habe immer in dt.sprachigen Medien gepostet (abgesehen von zB ‚Guardian‘ dort ist Massenposting, no 1 cares anymore), in letzter Zeit wurde das durch die Zensur abgetötet, jetzt postet niemand mehr, die Online-Zeitungen wurden gleichsam stillgelegt;

    das große Sterben beginnt

    1. Die Medien haben nur das Problem das die Leser in den „sozialen Medien“ über die Artikel diskutieren können und die Zensur somit auffällt. Nebenbei ich schau mir die Tagesthemen etc. wegen der Propaganda inzwischen nicht mehr an, ist schlecht für den Blutdruck sich so einen Propagandamist anzusehen.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.