Die Märchenschau agiert weiter als Propagandaschleuder der NATO und zensiert

Wer angesichts dessen, dass die staatliche deutsche Tagesschau nach heftiger Kritik des ARD-Programmbeirats soeben mit rund zehn Monaten Verspätung über Nazis in der Ukraine berichtete, gehofft hat, die Tagesschau würde damit auch ihre Rolle als manipulativ und selektiv agierende Propagandaschleuder der NATO beenden und stattdessen zukünftig mehr in Richtung Journalismus tendieren, darf sich getäuscht sehen.

Schon einen Tag später beweihräucherte die Märchenschau den neuen NATO-Generalsekretär Stoltenberg im Artikel „Stoltenberg hofft auf Einlenken Moskaus“ und übernahm dessen anti-russische Propaganda ohne jeden journalistischen Anflug von kritischer Hinterfragung, etwa mit Absätzen wie diesen:

Der neue NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hofft auf ein Einlenken des russischen Präsidenten Wladimir Putin im Ukraine-Konflikt. Das Militärbündnis strebe weiter eine konstruktive und partnerschaftliche Beziehung zu Russland an, sagte der ehemalige norwegische Ministerpräsident in Brüssel zu seinem Amtsantritt. „Meine Hauptbotschaft ist, dass es keinen Widerspruch zwischen der Hoffnung auf eine konstruktive Beziehung und einer starken NATO gibt.“

Russland müsse sich dafür aber wieder an internationale Regeln halten: „Die NATO sucht keine Konfrontation mit Russland. Aber wir können keine Kompromisse akzeptieren, wenn es um die Prinzipien geht, auf denen unsere Allianz und die Sicherheit in Europa und Nordamerika beruht“, betonte Stoltenberg. Die Situation in der Ukraine bleibe fragil und Russland verstoße weiterhin gegen internationales Recht.

Ein Parteibuch-Leser gab zu dem Artikel bei der Tagesschau folgenden Kommentar ab:

Stoltenbergs doppelte Standards

„Die Situation in der Ukraine bleibe fragil und Russland verstoße weiterhin gegen internationales Recht.“

Die NATO hat sich 1999 selbst ermächtigt, Jugoslawien zu bombardieren, Kanzlerin Merkel spricht da von einem NATO-Mandat, das eine alternative Grundlage zu einem UN-Sicherheitsratsmandat zur Intervention in fremden Staaten sei.

Dann gab es den US-geführten Angriff auf Irak 2003.

Und dann 2011, der Missbrauch eines UN-Mandats zum Schutz der Zivilbevölkerung, zum militärischen Regime Change in Libyen, unter Beteiligung von Stoltenbergs Norwegen. Ergebnis: Libyen versinkt im Chaos.

Und dann die Ausbildung und Bewaffnung von Freischärlern, teilweise mit Al Kaida kooperierend, zum Regime Change in Syrien. Und in der Ukraine waren Neonazis führend beim vom Westen unterstützten Regime Change dabei.

Wo bleibt Stoltenbergs Kritik daran?

Stoltenberg macht sich völlig lächerlich, wenn er Russland Verstöße gegen internationales Recht vorwirft, die von NATO-Staaten hingegen ignoriert.

Die Zensoren der Tagesschau unterdrückten diesen Kommentar. Die Tagesschau macht damit unmissverständlich klar, dass sie als eine von doppelten Standards geleitete Propagandaschleuder der NATO weiter voll auf Kriegskurs gegen Russland bleibt. Ihrer NATO-Kriegspropaganda gegenüber kritische Leserkommentare werden von der Tagesschau-Moderation nach wie vor wegzensiert, und ihrer Kriegspropaganda zuwider laufende Fakten räumt die Tagesschau erst dann ein, wenn sie dazu mit massivem öffentlichen Druck gezwungen wird.

8 Gedanken zu “Die Märchenschau agiert weiter als Propagandaschleuder der NATO und zensiert

  1. Hat dies auf Sascha's Welt rebloggt und kommentierte:
    …was uns wieder einmal deutlich macht, daß wir es bei der imperialistischen Massenpropaganda mit einem volksfeindlichen Mittel der allgemeinen Irreführung zu tun haben!

  2. Die Zensur der „Tagesschau“ ist Rundfunkvertrag widrig, sofern der Kommentar innerhalb der Netiquette bleibt und Kommentarregeln verstößt. Eine abweichende Meinung muss hingenommen werden und ist notfalls millionenfach einklagbar.

    Wichtiger allerdings ist die Abstimmung per Fernbedienung und das täglich. RT in Deutsch kann dabei künftig helfen. …

  3. Der Kriegseintritt der Türkei steht wohl kurz bevor, interessant dieser Satz:
    „Entlang der Grenzen sollen Flugverbotszonen eingerichtet werden.“

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkei-parlament-beschliesst-kriegseintritt-gegen-is-a-994965.html

    Da die IS keine Luftwaffe besitzt wird jetzt wohl doch der Krieg den Erdogan gegen Syrien führen wollte (man denke an die Youtubemitschnitte des inzenierten kriegsgrunds) wirklichkeit. Und wieder einmal zeigt sich das Länder nach Abgabe ihrer Chemiewaffen dann dennoch angegriffen werden (jetzt erst recht wo die sich nicht mehr angemessen wehren können).

    Kann aber auch sein das Erdowahn die Gotteskrieger nur von der Grenze vertreiben will damit sie ihm wieder zu Diensten sind und sich auf die Aufgabe konzentrieren die man ihnen zugedacht hat: als billiges Kanonenfutter Asad beseitigen um dann westlichen Puppen platz zu machen.

    1. w
      Da ist bei den Zionisten des Spiegels möglicherweise der Wunsch Vater des Gedankens. Was der Spiegel verschweigt, ist, dass Erdogan sich schon vor zwei Jahren eine Kriegsvollmacht gegen Syrien vom Parlament geholt hatte. Die wäre am Samstag abgelaufen und nun wurde sie verlängert. Das heißt aber noch nicht, dass die Türkei in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten in Bezug auf Syrien grundsätzlich anders operieren wird als in den beiden letzten Jahren, auch wenn die Zionisten vom Spiegel sich noch so danach sehnen. Vermutlich wird die verdeckte türkische Kriegsführung gegen Syrien im Großen und Ganzen einfach so weitergehen wie bisher.

      Erdogan wollte für eine offene türkische Kriegsbeteiligung eine Garantie der USA, dass die Angriffe auf die syrische Regierung ausgeweitet werden und damit Assad gestürzt wird. Die Garantie hat er nicht bekommen.

      Und Russland hat Erdogan eine heftige Warnung zukommen lassen, keinen offenen Krieg gegen die syrische Regierung zu begonnen. Denkbar sind zwar kurze offene türkische Inkursionen in syrische „Terroristengebiete“ – ähnlich dem, wie die Türkei das in den letzten 15 Jahren schon öfter mal in den Irak – da gegen PKK – gemacht hat, aber das würde kaum etwas ändern. Eine längere türkische Besatzung von Teilen Syriens kann Erdogan sich nicht leisten, und für eine „Flugverbotszone“ fehlen Erdogan die passenden Waffen – der hat ja nicht mal Waffen, um die Türkei gegen Luftangriffe zu schützen, sodass das nun Amis, Deutsche und Holländer machen.

      Aber die Holländer haben nun selbst dazu keine Lust mehr:

      http://www.neues-deutschland.de/artikel/943798.niederlande-ziehen-raketen-aus-tuerkei-ab.html

  4. Die zahlreichen Helfershelfer der Märchenschau aus der schier unerschöpflichen, üppig nachwachsenden Achse der Willigen PRofilieren sich in der zweiten Reihe. Beim Versuch einen harmlosen Kommentar abzugeben, haben mich die …

    DEUTSCHEN WIRTSCHAFTS NACHRICHTEN

    … PRaktisch märchenschaukonform ignoriert. Interessant finde das deshalb, weil viele MASSEnmenschen meinen, wenn sie sich von der Märchenschau angewidert abwenden, dass sie von der Blogosphäre “menschenrechter” bedient werden – rechts ja, aber nicht recht. Via WordPress et al kriegen die frisch Beleuchteten statt PRopagandaschleudern meistens den PRofessionellen Ersatz verabreicht, den PRopagandaweichspüler, nicht selten intravenös.

    Die PRofessionelle Desinformation wird auf das Kundenbedürfnis zugeschnitten und neu verpackt. Wie bei den Subprimes, nur halt mit faulen Informationen🙂

    Und kaum einer merkt’s, bis es wie immer zu spät ist. Bis dahin gilt PRofessionelle Verführung

    – Bitte helfen Sie uns, indem sie die Werbebotschaft der Partner lesen. Jeder KLICK AUF EIN BANNER ist ein Beitrag zur Unabhängigkeit der DWN!

    Unabhängigkeit per Selbstdeklaration🙂
    Dabei lehren unsere Altvorderen seit Jahrhunderten: Eigenlob stinkt. Doch wer will sowas schon wissen, denn Wissen ist out, Kompetenzmanagement ist die Zukunft.

    „Das Verschwinden des Wissens“ -> http://www.nzz.ch/meinung/debatte/das-verschwinden-des-wissens-1.18383545

    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

    PS: Man tut was man kann und man kann was man tut.

  5. Guten und treffenden Kommentar beim Spon gefunden:

    So wird es kommen: Der Plan

    Alles sehr einfach: Man marschiert im Norden Syriens ein, um zunächst die IS zu bekämpfen. Es werden Stützpunkte eingerichtet, Militär im erheblichen Umfang nach Syrien verlegt und viele Soldaten stationiert.

    Die ziehen natürlich NIE mehr ab, sondern werden dauerhaft „zur Bewahrung des Friedens“, der Stabilisierung der Situation und zum Schutze der Menschen dort bleiben.

    Man wird den gesamten Norden Syriens gewissermaßen dauerhaft (für 10-15 Jahre mindestens) besetzen, von der Mittelmeerküste bis an die Grenze des Iraks, und dort diejenigen unterstützen (Ausbildung und Waffen), die gegen Assad sind.

    Man wird eine autonome Zone schaffen mit eigener Regierung und Verwaltung, langfristig werden die Menschen dort dann „ihre ersten demokratischen Wahlen“ abhalten.

    Dann wird mit dem Bau einer Pipeline begonnen, die Gas und Öl aus den Golf-Staaten nach Europa leitet. Sofern Syrien über Bodenschätze verfügt, werden die natürlich mit Hilfe von US-Firmen gefördert und vermarktet. Ähnlich wie im Irak. Die Erlöse gehen in die Kassen der Staaten bzw. Firmen, die beim Aufbau eines eigenen Militärs (Rüstungstechnik, Ausbildung) und Errichtung einer Infrastruktur (Exploration, Straßen, Gebäude etc.) helfen.

    Damit sind drei große Ziele erreicht:
    1. Neuer Absatzmarkt
    2. Der Sturz Assads
    3. Der Bau der Pipeline

    http://www.spiegel.de/forum/politik/kampf-gegen-tuerkischer-kriegseintritt-naht-thread-161757-5.html#postbit_18619644

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.