Houthis haben Regierungssitz in Sanaa gestürmt

Wie Al Manar berichtet, haben die Ansarullah im Jemen, auch bekannt als die Houthis, sich im Kampf gegen das saudisch-amerikanische Marionettenregime über Jemen durchgesetzt und das Hauptquartier der Regierung in Sanaa besetzt.

Außerdem haben die Houthis Xinhua zufolge das Büro des Regierungschefs, das Hauptquartier der ersten Armeebrigade von Generalmajor Ali Mohsen, den nationalen Fernsehsender und die staatliche Radiostation besetzt und die Kontrolle über den Nordwesten von Sanaa übernommen.

Al Manar zufolge ist der jementische Regierungschef angesichts dieser Entwicklung zurückgetreten und die Houthis nun mit den jementischen Machthabern um Präsident Abd Rabbuh Mansur Hadi eine Vereinbarung über die Bildung einer technokratischen Regierung unter Beteiligung von Houthis unterzeichnet und beabsichtigen, die besetzten Gebäude der Militärpolizei zu überstellen. Eine englisch Übersetzung der unterzeichneten Vereinbarung hat der UN-Sonderbeauftragte für den Jemen, Jamal Benomar, bei Facebook veröffentlicht, wobei die Houthis den „Annex“ genannten Teil der Vereinbarung, der ihre Kapitulation betrifft, die sich da „Entwaffnung bewaffneter Gruppen“ nennt, natürlich nicht unterschrieben haben. Mit dieser Entwicklung wird es der zionistisch-wahhabischen Achse vermutlich nicht mehr gelingen, die Houthis, deren Banner Amis und Israelis ein Dorn im Auge ist, zu vernichten.

Wir erinnern uns: im Jahr 2009 hat der damalige jemenitische US-Marionettenpräsident Saleh mit Unterstützung durch saudisches und amerikanisches Militär eine von von Generalmajor Ali Mohsen Großoperation gegen die Houthis in der nordjemenitischen Stadt Saada gestartet, die er offiziell und unter positiver Bezugnahme auf die Vernichtungspolitik der deutschen Nazis „Operation Verbrannte Erde“ genannt hat. Nach monatelangen Kämpfen, bei denen die Saudis über 100 Soldaten verloren haben, haben die Houthis Anfang 2010 einer bedingten Kapitulation zugestimmt. Nachdem US-Herrscher Barack Obama kurz darauf den „arabischen Frühling“ ausgerufen hat, haben die Houthis im Nordjemen sich wieder für selbstständig erklärt. Die von den USA initiierten Proteste zur Demokratisierung des Jemen im Rahmen des „arabischen Frühlings“ haben demgegenüber zwar zu zahlreichen schweren Gefechten in vielen Teilen Jemens geführt, aber nicht zu einer Demokratisierung des Jemen. Nach etwa einem halben Jahr protestieren haben die USA und die Saudis einen Deal gemacht, in dem sie verfügt haben, dass der Präsident durch eine andere von ihnen bestimmte Marionette ausgetauscht wird. Die Bevölkerung des Jemen durfte dann ganz demokratisch darüber abstimmen, indem sie zu den anschließenden „Präsidentschaftswahlen“ nach dieser US-geführten Demokratisierung einen Stimmzettel bekam, auf dem nur ein Name angekreuzt werden konnte: der von Abd Rabbuh Mansur Hadi. Keine eine Option „Nein“ gab es auf dem Stimmzettel und erst recht war kein Gegenkandidat zugelassen. Und Stimmzettel ohne Kreuz wurden einfach nicht gewertet, sodass Abd Rabbuh Mansur Hadi die „Wahl“ mit 100% der abgegebenen gültigen Stimmen gewann. Und die USA und die „westliche Wertegemeinschaft“ feierten das als gelungene „Demokratisierung“ des Jemen. Dieser neue Präsident ließ anschließend im Süden des Jemen die Armee gegen Al Kaida und ähnliche Wahhabiten kämpfen und setzte gleichzeitig Al Kaida und ähnliche Wahhabiten im Norden des Jemen ein, um gegen die Wahhabiten aus Gründen religiöser Intoleranz verhassten Houthis zu kämpfen. Doch nun sind die Houthis in Sanaa und es sieht ganz danach aus, dass zukünftig ohne die Houthis im Jemen keine Politik mehr gemacht werden kann, genauso wie im Libanon ohne Hisbollah keine Politik mehr gemacht werden kann. Und die Houthis im Jemen verstehen es dabei genau wie Hisbollah im Libanon geschickt, die Interessen des jemenitischen Volkes gegenüber den saudisch-amerikanischen Marionetten zu vertreten. Jemen entgleitet damit zunehmends dem Griff des von der zionistisch-wahhabitischen Mafia dominierten US-Empires.

Allah u Akbar!

Advertisements

8 Gedanken zu “Houthis haben Regierungssitz in Sanaa gestürmt

  1. Die Übersetzung des Houthi-Logos:

    Allah ist am Größten
    Tod für Amerika
    Tod für Israel
    Ein Fluch auf die Juden
    Sieg für den Islam

  2. Wenn jetzt noch die Kurden dem Aufruf der PKK Führung folgen und sich alle geschlossen zum Kampf gegen IS in Syrien rüsten, dann wird das eine weitere Niederlage für die Zionisten/Wahhabiten werden. Die Türkei ist entlarvt und wird bald Bürgerkrieg im eigenen Land erleben. Man kann nicht ungestraft Unfrieden in Nachbarländern schüren und glauben, dass man davon nicht betroffen wird. Das gleiche trifft auf die Saudis zu. Nicht umsonst wird sich der saudische König mit dem iranischen Präsidenten treffen, während ein Treffen zwischen Rouhani und Obama in New York ausgeschlossen wird. Der Iran ist nicht zu schlagen. Die schiitische Achse zieht sich von Afghanistan über den Irak, Syrien, Libanon, Bahrain und Yemen. Man könnte sagen, Saudi Arabien ist umzingelt. Schach Matt.

    1. Nicht nur die Apfelbauern, auch die Milchbauern haben es derzeit schwer:

      Milchpreise machen Bauern zu schaffen
      Weil Russland im Zuge der Ukraine-Krise einen Importstopp für Produkte aus der EU verhängt hat, sinken derzeit die Milchpreise. Dabei ist die Grenze zur Rentabilität für viele Landwirte im Erzgebirge schon jetzt erreicht. …

      http://www.freiepresse.de/LOKALES/ERZGEBIRGE/Milchpreise-machen-Bauern-zu-schaffen-artikel8983742.php

      Tja, so ist das Leben. Aber was tut man nicht Alles, um Russland so richtig eins auszuwischen.

  3. Das GB /US Imperium, hatte ja auch NIE vor, so etwas wie Demokratie irgendwo hin zu bringen, sondern immer nur ihren Faschismus, der den Menschen verbal als Demokratie verkauft wird. Wenn die Menschen dann in dem Faschismus leben, ist es zu spät , denn die Macht des Imperiums, ist allumfassend.Die Situation im vorderen Orient, ist Typisch für die Politik des GB / US Imperium, einerseits die Islamofaschistischen Armeen optimal Aufrüsten und Finanzieren und anderseits, mit ihrer Macht als Besatzung des Irak, dafür sorgen, dass die Armee des Irak, so schwach und von sunnitischen U Booten durchsetzt ist, damit sie dem Ansturm ihrer Al CIAda Terrortruppen, nichts entgegen zu setzen haben. Jetzt hilft nur noch, dass die Bevölkerungsmehrheit des Irak, die Schiiten, nicht länger an dem dem Aufbau, einer loyalen Armee gehindert werden.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.