Die Welt im Zeichen von Drachen und Elefant

Während die stets kriegslüsterne westliche Welt von Greuelpropaganda vorangetrieben und von zionistischen Interessen geleitet reihenweise Chaos und Kriege in global eher unbedeutenden Ländern Westasiens, Nordafrikas und Südosteuropas anzettelt, entsteht in Asien von nur spärlicher Aufmerksamkeit der westlichen Propagandamaschine begleitet das Fundament für die multipolare Weltordnung, die im Begriff ist, den US-zionistisch zentrierten „Washington Consensus“ der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“ allmählich abzulösen.

Der gegenwärtige Besuch des chinesischen Präsidenten Xi Jinping beim neuen Regierungschef Narendra Modi in Indien und die damit einhergehende freundschaftliche Entwicklung der politischen und wirtschaftlichen Beziehungen von China und Indien ist globalstrategisch gesehen eine viel wichtigere Entwicklung in der Weltgeschichte als all die blutigen Kriege, die die westliche Wertegemeinschaft in letzter Zeit in Somalia, Jugoslawien, Irak, Libyen, Syrien und der Ukraine angezettelt hat. Es ist durchaus nicht fernliegend, anzunehmen, dass zukünftige Historiker diese vom Westen zur Durchsetzung des Washington Consensus entfachten Kriege mit all ihren Millionen Toten in nicht allzuferner Zeit betrachten werden als Scharmützel, in die sich das von den USA geführte westliche Imperium verstrickt hatte, während China und Indien im Osten Asiens die neue Verteilung der Macht in der Welt aushandelten.

Als die USA im letzten Jahrzehnt des letzten Jahrtausends Somalia in Chaos stürzten, Jugoslawien mit der Unterstützung von blutigem Separatismus zerschlugen und Irak mit Sanktionen ausbluteten, da hatte westliche Welt das Gefühl, nun, da sie den kalten Krieg mit der Zerschlagung der Sowjetunion gewonnen hatte, wie ein Kaiser allein und ohne jegliche Restriktion über die Welt herrschen zu können. 1991 waren die von den USA geführten G7-Staaten gemessen am BIP zu Marktkursen die sieben stärksten Staaten der Welt, und auch auf Platz acht folgte mit dem NATO-Mitglied Spanien ein weiterer Vasall der USA. China auf Platz neun hatte gemessen am BIP zu Marktkursen nur rund ein fünfzehntel der Wirtschaftsleistung der USA, Indien weniger als ein Zwanzigstel und Russland als Nachfolgestaat des Kerns der Sowjetunion lag bei den ersten russischen BIP-Zahlen des IWF in den Folgejahren noch niedriger. All diese formal nicht zu den Vasallen der USA gehörenden großen Staaten wie China, Indien und Russland bemühten sich jedoch um eine Annäherung an den Westen und übernahmen in wesentlichen Teilen dessen marktradikale Wirtschaftsprinzipien und kapitalistischen Ideale, auch wenn in China formal etwa noch eine „kommunistische Partei“ an der Macht war.

Nachdem China mit durch Outsourcing als preiswerte Werkbank des Westens entstandenem rasantem Wirtschaftswachstum 1995 erstmals Platz 7 in der globalen Rangliste der wirtschaftlich stärksten Staaten nach BIP zu Marktkursen gelangt war und China ebenso wie einige andere große, aber arme Staaten weiter schnell wuchs und zu Anfang des neuen Jahrtausends sogar auf Platz Sechs der BIP-Liste vorgerückt war, formulierte die Investmentbank Goldman Sachs, ein Herzstück der westlichen Welt, im Jahr 2001 die Theorie von den schnell wachsenden BRIC-Staaten Brasilien, Russland, Indien und China, als gute Investitionsgelegenheit, und zukünftig an wirtschaftlichem Gewicht gewinnenden politischen Akteuren. Aufgrund ihres relativ leicht zu realisierenden wirtschaftlichen Nachholbedarfs würde sich diese vergleichsweise armen, großen und bevölkerungsreichen Staaten schnell entwickeln und langfristig, etwa bis zum Jahr 2050, würden sich deshalb insbesondere China und Indien, die Staaten mit der größten Bevölkerung, die in Bezug auf Wirtschaftsleistung pro Person viel nachzuholen haben, als die in absoluten BIP-Zahlen gemessenen wirtschaftlich stärksten Staaten der Welt etablieren.

Politisch und in Bezug auf ihren eigenen Herrschaftsanspruch über die Welt hat die sogenannte „westliche Wertegmeinschaft“ dies erstens nicht als dringliches und zweitens nicht als bedeutendes Problem angesehen, da China und Indien schon wesentliche kapitalistische Prinzipien der westlichen Welt verinnerlicht hatten und bis zum Erreichen dieser Macht von China und Indien in etwa 50 Jahren noch viel Zeit bestand, China und Indien etwa mit künstlichen Wirtschaftskrisen, bunten Revolutionen und dem Einkauf der politischen Elite der Länder zu wirklich willigen und wahrhaften Vasallen der US-geführten westlichen Welt zu machen, oder sie über geschürten Separatismus in Brückenköpfen wie Tschetschenien, Tibet und Xinjiang zu zerschlagen. Obedrein bewunderten die Eliten dieser Staaten oft auch noch die Fortschrittlichkeit, Macht und Klugheit des Westens und waren in vielen Fällen sowieso allzu willige Diener des US-Imperiums. Viele politisch-militärische Optionen hatte der Westen und so schienen die Wachstumsperspektiven von Staaten wie China, Indien und Russland dem Westen kaum ein Problem. Und schließlich war China zu jener Zeit zwar Nummer sechs in der nominalen BIP-Liste, hatte aber kaum ein Achtel der US-Wirtschaftsleistung, und Indien war gar nur Nummer 13, mit immer noch weniger als einem Zwanzigstel der US-Wirtschaftsleistung. Und Russland war damals, zu Beginn des neuen Jahrtausends, in der globalen BIP-Rangliste noch viel weiter hinten. China, Indien und Russland hatten zusammengerechnet gerade einmal die Hälfte der Wirtschaftsleistung des wichtigsten US-Vasallen in Asien, Japan, aufzuweisen, und dabei waren China, Indien und Russland trotz der 1996 von China und Russland gegründeten Shanghai Cooperation Organization Alles andere als eine mit dem Westen konkurrierende Allianz, sondern eher untereinander zerstritten, und oftmals eher in Konkurrenz gegeneinander um die Gunst des Westens buhlend.

Die Strategie des westlichen Imperiums zur Zementierung seiner Macht über die Welt setzte in jener Zeit insbesondere darauf, die Energieressourcen des Planeten möglichst weitgehend unter Kontrolle zu bringen, etwa in der arabischen Welt und in den von der Sowjetunion abgetrennten Republiken Zentralasiens, auf Osterweiterungen von EU und NATO zur Eingliederung von früher im sowjetischen Einflussbereich liegenden Gebieten in das westliche Imperium sowie auf kriegerische, blutige und unblutige Regime Changes in kleinen widerspenstigen Staaten, um so die unumschränkte Macht des Westens zu demonstrieren, Russland seiner traditionellen Partner zu berauben und, was im Westen auch aus irrationalen Gründen vorangetrieben wurde, das Apartheidregime „Israel“ als die Region vollständig dominierenden Vorposten des westlichen Imperiums in Westasien und Nordafrika zu etablieren. Zunächst wurde dazu vom Westen im Jahr 2001 nach dem Eintritt eines geeigneten Prätextes Afghanistan überfallen, womit ein neuer Transportwegweg zum Abtransport von vom Westen beherrschten zentralasiatischen Energievorkommen vorbereitet wurde, ein Aufmarschgebiet für weitere Feldzüge in alle Richtungen gesichert wurde und die direkte Kontrolle des Westens über den vor Allem für die Dominanz über global einsetzbares Schwarzgeld wichtigen Wirtschaftszweig Drogenhandel von der Quelle an hergestellt wurde. Anschließend beabsichtigte die westliche Wertegemeinschaft im Jahr 2001 sieben weitere Angriffskriege innerhalb von fünf Jahren zu führen, und zwar gegen Irak, Syrien, Libanon, Libyen, Somalia, Sudan und dann den Feldzug abschließend gegen Iran. Zur Finanzierung dieser Feldzüge und der dazu und für weitere Feldzüge notwendigen militärischen Aufrüstung sollte in den Staaten der westlichen Wertegemeinschaft keine Kriegssteuer eingeführt werden, sondern einfach Dollar gedruckt werden, beziehungsweise, wie dieser Vorgang auch genannt wird, von den Zentralbanken der die Weltreservewährung stellenden westlichen Welt eine „expansive Geldpolitik“ gefahren werden. Zusätzlich zu den militärischen Feldzügen startete die westliche Welt eine Reihe von Regime Changes und versuchten Regime Changes nach der Methode „bunte Revolution“ oder Putsch, so beispielsweise etwa in Venezuela, Georgien, Tadschikistan, Kirgistan, Thailand, Libanon, Syrien und Myanmar.

Zwar waren einige der bunten Revolutionen erfolgreich, doch in den folgenden Jahren wurde offenbar, dass die westliche Wertegemeinschaft nicht einmal ihre Angriffskriege die Kriege gegen Afghanistan und Irak überzeugend gewinnen konnte. Die Kosten liefen in beiden Kriegen aus dem Ruder, an die anderen geplanten Feldzüge war kaum noch zu denken, im Irak war der Kriegsgrund Massenvernichtungswaffen als „erlogen“ aufgeflogen, es musste da zur Beruhigung der Lage eine pro-iranische Regierung eingesetzt werden, der westlichen Propagandamaschine gelang es nicht, erhebliche Imageschäden durch an Orten wie Guantanamo und Abu Ghraib aufgeflogene Folterpraktiken der westlichen Wertegemeinschaft abzuwenden, und im Jahr 2008 platzte dann obendrein noch die durch die Kriegsfinanzierung über das Drucken von Dollars verursachte Immobilienblase in den USA und zog nicht nur die USA, sondern auch die EU-Staaten, wo US-Lakaien in Banken und staatlichen Strukturen ebenfalls in faule US-Immobilienpapiere investiert und auf Garantien von auf tönernen Füßen stehenden US-Banken vertraut hatten, mit in eine Wirtschaftskrise.

Und zu jener Zeit 2008 sah die vom US-Imperium globalisierte weltwirtschaftliche Landschaft schon ganz anders aus als sie noch im Jahr 2000 aussah. Zwar waren die USA immer noch mit Abstand der größte und wirtschaftsstärkste Staat der Welt, und insbesondere im Zusammenspiel mit den US-Vassallen der EU in Europa und Japan in Ostasien war die Dominanz immer noch gewaltig, doch China und die BRIC-Staaten hatten aufgeholt – und zwar erheblich. China hatte zwar gemessen am BIP zu Marktpreisen gerade mal 30% der Wirtschaftsleistung der USA, doch war China damit bereits auf Augenhöhe mit dem ostasiatischen US-Vasallen Japan. Russland und Indien belegten mit rund 11% bzw. 8% der US-Wirtschaftsleistung nunmehr die Plätze acht und zwölf im globalen Wirtschaftsranking von BIP nach Marktpreisen, und waren damit von Plätzen unter „ferner liefen“ zu durchaus beachtenswerten Teilnehmern an der globalen Wirtschaftsleistung geworden. Hinzu kam, dass die Bevölkerung des von der Wirtschaftsleistung dazwischen liegenden südamerikanischen Staates Brasilien mit Lula einen Präsidenten gewählt hatte, der sich im Laufe seiner Amtszeit immer mehr als Sympathisant von China und Russland entpuppte. Und zu allem Überfluss begannen die BRIC-Staaten im Jahr 2008 auch noch, sich politisch als BRICs-Gruppe abzustimmen, und so ihren politischen und wirtschaftlichen Einfluss auf die ansonsten von der „westlichen Wertegemeinschaft“ dominierte Weltwirtschaft zu bündeln. Im Laufe des Jahres 2008 durchgeführte Versuche, China durch das Anzetteln separatistischer Unruhen in Tibet und Russland durch einen Angriffskrieg georgischer Proxy-Kräfte zu schwächen, schlugen fehl.

Der Anfang 2009 neu ins Amt gekommene Chef des US-Regimes stand vor der Aufgabe, die westliche Welt aus dem Sumpf der aus dem Ruder gelaufenen Kosten der Kriege gegen Afghanistan und Irak zu befreien, die in die Krise geratene Wirtschaft der USA und des US-Empires wieder flott zu machen und das US-geführte Imperium neu auszurichten auf die Wiedergewinnung der Dominanz über Ostasien. Die Stabilisierung der US-Wirtschaft gelang bis zum Jahr 2010 nach einer heftigen einjährigen Rezession unter Beibehaltung expansiver Geldpolitik durch Hinzufügen von weiteren Ausgabendefiziten, unter Inkaufnahme eines drastischen Anstieges der Staatsverschuldung, einigermaßen. Im Irak war zur Kostenreduzierung ein taktischer Rückzug der US-Besatzungssoldaten notwendig, der faktisch mit der US-Einwilligung in die dauerhafte Machtübernahme pro-iranischer Kräfte im Irak verbunden war. In Afghanistan versuchte der neue US-Machthaber vergeblich mit einer Truppenaufstockung zu einer dauerhaften US-Kontrolle des geostrategisch wichtigen Territoriums zu kommen und auch dort wurde bald klar, dass der Rückzug der US-geführten Besatzungstruppen über kurz oder lang mit einer Machtübernahme von pro-iranischen Kräften einhergehen wird. Praktisch bedeutete das für das US-Imperium, akzeptieren zu müssen, dass als Ergebnis der US-geführten Angriffskriege gegen Afghanistan und Irak zukünftig eine mit rund 150 Millionen Menschen besiedelte durchgehende Region vom Hindukusch in Nordafghanistan bis zum Mittelmeer im Südlibanon von pro-iranischen Kräften beherrscht wird. Ein Versuch des US-Imperiums, im Iran einen Regime Change nach der Methode „Bunte Revolution“ durchzuführen, und damit die ganze Iran-Problematik kostengünstig und auf einen Schlag zu lösen, scheiterte im Jahr 2009 kläglich.

Anders als die USA erlitt China im Zuge der US-Finanzkrise keine Rezession. Das Investment chinesischer Anleger in faule US-Immobolienpapiere war aufgrund strikter staatlicher chinesischer Kontrolle gering. Die negativen wirtschaftlichen Effekte der durch das Platzen der US-Immobilienblase verursachten internationalen Rezession glich China durch ein großes und teures staatliches Konjunkturprogramm für Investitionen in staatliche Infrastruktur mehr als aus. China wuchs so weiter rapide und auch eng mit China verflochtene Wirtschaften insbesondere in Ostasien, aber auch in Europa, profitierten davon. Länder mit enger wirtschaftlicher Anbindung an China, wie etwa Deutschland, hatten weniger Probleme, die Finanzkrise zu überstehen, als Länder mit engerer Anbindung an die USA. Dadurch verschoben sich zum Einen die gesamten weltwirtschaftlichen Gewichte und zum Anderen die wirtschaftlichen Erwartungen: eine engere Anbindung an China wurde Garant für Wachstum, eine engere Anbindung an die USA hingegen zunehmend als Weg in die Krise gesehen. China konnte sich sein großes nationales Konjunkturprogramm in Zeiten globaler Rezession anders als viele westliche Staaten finanziell auch leisten, da China in den vergangenen Jahren so große außenwirtschaftliche Überschüsse erwirtschaftet hatte, dass es selbst für ein so gigantisches Konjunkturprogramm nur einen kleinen Bruchteil seiner Währungsreserven einsetzen musste.

Die USA versuchten Chinas weiteres Wachstum dadurch zu behindern, dass sie Chinas Politik stabiler Wechselkurse, die China aufgrund der exzessiven Dollardruckerei – bzw. expansiven US-Geldpolitik – permanent große außenwirtschaftlichen Devisenüberschüsse einbrachte, als Währungsmanipulation brandmarkten und China bei Androhung von allgemeinen Wirtschaftssanktionen dazu aufforderten, seine Währung gegenüber dem Dollar um einen großen Sprung von 30% oder sogar mehr aufzuwerten. Tag für Tag posaunte die westliche Propagandamaschine in die Welt hinaus, Chinas Währung sei unterbewertet und China müsse deshalb aufwerten, weil die Konkurrenz Chinas mit dem US-Imperium ansonsten angeblich nicht fair sei. China wertete seine Währung auf, aber in sehr kleinen Schritten von etwa 3% pro Jahr. Dies führte dazu, dass Chinas stark exportgestützte Wirtschaft durch die vom US-Imperium verlangte Aufwertung nicht lahmgelegt wurde, sondern sie im Gegenteil eher stärker, moderner und wettbewerbsfähiger wurde, denn die vom Westen permanent propagierte und stets teilweise realisierte Aussicht auf Währungsgewinne durch Aufwertung der chinesischen WÄhrung lockte immer weitere Investitionen nach China und half dabei, Kapital- und Investitionsabflüsse aus China zu verhindern. Auch dieser Schuss des US-geführten Imperiums der „westlichen Wertegemeinschaft“ ging also nach hinten los.

Im Jahr 2010 sah die Rangliste der Staaten nach BIP zu Marktpreisen so aus, dass China mit rund 40% der Wirtschaftsleistung der USA die neue Nummer zwei der Liste war, und Brasilien, Indien und Russland mit jeweils mehr als 10% der US-Wirtschaftsleistung die Plätze 7, 9 und 11 einnahmen. Noch waren die USA also klar vorn, wenngleich auch eine wirkliche wirtschaftliche Dominanz der USA nur noch gegeben war, wenn sie gemeinsam mit ihren Vasallen handelten. Aus diesem Grund bemühen sich die USA seitdem, zu betonen, dass sie nun, anders als noch beim Krieg gegen den Irak, auf die Einigkeit mit ihren Verbündeten großen Wert legen und sie ihre globalen Feldzüge zur Unterwerfung der restlichen Welt nur noch im Verbund mit ihren Verbündeten führen wollen.

Im Jahr 2010 unternahmen die USA, angesichts der sich rudimentär erholt habenden US-Wirtschaft und der Perspektive des weiteren schnellen Wachstums der BRIC-Staaten, einen neuen Versuch zur Unterwerfung des Rests der Welt. Der US-Machthaber entschied sich, den Plan der Eroberung der „sieben Länder in fünf Jahren“ weiter zu verfolgen. Als nächstes waren Libyen und Syrien dran, von der US-geführten „westlichen Wertegemeinschaft“ mit Angriffskriegen überzogen zu werden. Anders als beim nach Meinung des US-Machthabers dummen Krieg gegen den Irak entschied sich der US-Herrscher diesmal einerseits anstatt einer leicht zu durchschauenden Lüge für den ausgeklügelten Prätext der Unterstützung einer von der US-Propaganda erzeugten angeblichen regionalen revolutionären Stimmung, die er als „arabischen Frühling“ vermarktete, und andererseits setzte er anstatt teure US-Besatzungskräfte zu verwenden darauf, preiswerte lokale Terroristen die Zerstörung der ihm missliebigen Staaten durchführen zu lassen. In Libyen schien dies zunächst prima zu funktionieren. Lokale Terroristen von Al Kaida zerstörten mit Unterstützung durch die Luftwaffe der westlichen Wertegemeinschaft den libyschen Staat, die BRIC-Staaten gaben geblendet von der angeblichen revolutionären Stimmung in der Region sogar im UN-Sicherheitsrat ihren Segen dazu und die Ölkonzerne des westlichen Imperiums profitierten von gestiegenen Ölpreisen, was Belastungen der westlichen Wirtschaften durch die kriegsbedingt gestiegenen Ölpreise zumindest teilweise ausglich. Anschließend musste die Armee des US-Vasallenstaates Frankreich zwar noch Übergriffseffekte des Krieges in Teilen Nordafrikas wie Mali bekämpfen, aber das Ziel Regime Change in Libyen war – auch sehr zum Wohlgefallen des israelischen Regimes – trotzdem kostengünstig erreicht worden. Ein ungelöstes Problemfeld bleibt für das US-Imperium nun jedoch, wie mit den nun von Al Kaida beherrschten Resten des libyschen Staates und seiner Ölfelder umzugehen ist.

Doch beim Versuch der Anwendung der gleichen Kriegstaktik in Syrien stieß das westliche Imperium auf Schwierigkeiten. Iran, Russland und China lehnten nach den Erfahrungen mit Libyen eine offizielle Kriegsermächtigung im UN-Sicherheitsrat ab, halfen Syrien stattdessen wirtschaftlich und militärisch bei der Verteidigung gegen den Angriff des US-geführten Imperiums und die US-Vasallen in der Türkei, Katar, Saudi Arabien und der EU erwiesen sich als unfähig, auf eigene Kosten einen erfolgreichen Terrorkrieg gegen Syrien zu führen. Zwar waren sie in der Lage, große Schäden in Syrien zu verursachen, doch für einen Regime Change reichte es nicht, und das, obwohl Israel und Israels globale Lobby sich aufgrund der Aussicht auf eine nachträgliche Legitimierung der israelischen Eroberung des syrischen Golans 1967 im Fall Syrien ganz besonders dafür ins Zeug legen. Mitte 2012 riefen die USA all ihre Vasallen öffentlich dazu auf, sämtliche ihnen zur Verfügung stehenden Mittel auszunutzen, um Druck auf Iran, Russland und China auszuüben, damit diese Staaten aufhören, sich dem US-geführten Terrorkrieg gegen Syrien zu widersetzen. Doch es nutzte nichts. Bis auf Japan, das nach dem US-Aufruf Inselstreiteren mit China hochkochte, und dafür in Form von durch chinesische Massenprotesten gegen japanische Autokonzerne verursachten Umsatzeinbußen wirtschaftlich heftig auf die Nase bekam, wollten die US-Vasallen nicht so recht mitmachen. Insbesondere die finanzielle EU-Führungsmacht Deutschland hatte wenig für US-Kriegspläne gegen Syrien übrig, die die lukrativen deutschen Wirtschaftsbeziehungen zu China und Russland gefährden könnten, und damit die obendrein die durch die US-Immobilienblase entscheidend mit herbeigeführte schwierige wirtschaftliche und fiskalische Lage im Süden der EU weiter verschlechtern könnten.

Zu Beginn der zweiten Amtszeit des US-Machthabers war es den USA wohl bewusst, dass geopolitisch um den Kern China und Russland eine neue Konkurrenz für die US-geführte Dominanz der westlichen Wertegemeinschaft über die Welt heranwächst. Die USA entwickelten deshalb zu jener Zeit die Strategie, die vier wichtigen Staaten Indien, Indonesien, Brasilien und Türkei mit welchen Methoden auch immer wieder unter die volle Kontrolle des US-Imperiums zu bringen, und diese dann als Rammbock gegen China und Russland einzusetzen oder zumindest, mit diesen Staaten als willfährige Lakaien des US-Imperiums, eine langfristig tragfähige Konkurrenz zur Achse China-Russland aufzubauen.

Doch der Versuch des US-Imperiums, den Russland und China nicht abgeneigten türkischen Regierungschef mit Gezi-Protesten und Korruptionsvorwürfen zu entmachten, ging erstmal schief. Anstatt ein willfähiges US-Marionettenregime in der Türkei an die Macht zu bringen, behauptete sich der türkische Staatschef und ist mehr denn je entschlossen, dem US-Empire den Rücken zu kehren und sich mit Russland und der Türkei zu verbünden.

Die Idee, Russland selbst über einen vom Westen inszenierten Regime Change in der Ukraine so richtig eins auszuwischen, geht auch immer mehr nach hinten los. Anstatt so den russischen Hafen in Sevastopol preisgünstig zu bekommen, hat der Westen sich einen teuren Sanierungsfall eingehandelt, der nicht preisgünstiger dadurch wird, dass der Westen in Kiew Nazis an die Macht gebracht hat, die im Donbass, dem wirtschaftlichen Kraftzentrum des Staates, so unpopulär sind, dass die Region sich prompt mit russischer Unterstützung selbstständig erklärt hat. Aus Protest gegen die russische Unterstützung für den Widerstand gegen die vom Westen unterstützten Nazis in Kiew hat der Westen nun Sanktionen gegen die Landwirtschaft der EU auf den Weg gebracht, und sie in Anbracht dieses westlichen Eigentors auch noch mit Sanktionen gegen westliche Ölförderdienstleister verschärft. Russland in die Parade zu fahren, klappt also nicht so einfach.

Doch da war die große Hoffnung, dass Indien die Situation für das zionistisch-westlichen US-Imperium retten wird. Wenn es dem westlichen Imperium gelingt, in Indien eine dem Westen gegenüber sehr freundliche, und Russland und China gegenüber richtig feindliche Regierung zu installieren, dann würde das dem Westen langfristig die Perspektive öffnen, konkurrenzfähig zu bleiben. Indien hätte im Prinzip die notwendigen Massen an Bevölkerung, um mit China dauerhaft konkurrieren zu können. Sollte es dem Westen gelingen, Indien und China im kommenden Jahrhundert zu einem dauerhaften Konflikt gegeneinander aufzuhetzen, dann könnte der Westen als Zünglein an der Waage die Macht in der Hand behalten, auch wenn sowohl China als auch Indien stärker würden als die USA. Die Voraussetzungen dafür könnten besser nicht sein: Rivalitäten zwischen China und Indien gibt es seit Jahrtausenden und seit Jahrzehnten gibt es einen ungelösten blutigen Grenzkonflikt, der die Emotionen auf beiden Seiten der Grenzen hochkochen lässt.

Als der Nationalist Narendra Modi im Frühjahr als Nachfolger des als moderat gegenüber China geltenden Manmohan Singh zum indischen Regierungschef gewählt wurde und er seine Regierung vorstellte, jubelte die israelische Propaganda. Der neue Außenminister ist ein großer Fan von Israel. Größte Hoffnungen verband das US-Empire damit. Doch schon bald stellte es sich heraus, dass Modi selbst eher ein großer Fan von China ist. Auf seinem ersten BRICS-Treffen machte Modi klar, dass er möchte, dass Indien Mitglied der SCO wird. Er möchte, dass Indien eng mit Russland und China kooperiert, viel enger als sein Vorgänger Singh das wollte. China bot Indien daraufhin an, eine Bewerbung Indiens um eine Vollmitgliedschaft in der SCO zu unterstützen. Indien bewarb sich auf dem gerade abgehaltenen SCO-Treffen denn auch um die Mitgliedschaft. Das von den Großmächten China und Russland dominierte Bündnis bekäme damit eine dritte Großmacht als Mitglied. Und sämtliche Träume des US-Imperiums, Indien gegen China in Stellung bringen zu können, hätten sich damit wohl ausgeträumt. Die Erwartung aller Seiten ist, dass Indien bald Vollmitglied der SCO wird.

Und nun besucht Chinas Präsident Xi Modi in Indien. China ist gegenwärtig, im Jahr 2014, in der IWF-Liste nach BIP zu Marktpreisen hinter den USA die Nummer zwei und liegt bei etwa 57% der US-Wirtschaftsleistung nach BIP zu Marktpreisen. Indien wächst auch schnell, aber etwas langsamer als China und liegt mit etwa 11% der US-Wirtschaftsleistung nach BIP zu Marktpreisen an Position 10 der Liste. Noch liegt also die US-Wirtschaft in der Liste ein Stück vor vor China und Indien zusammen. Erst mit den anderen BRICS-Staaten zusammen ist die Wirtschaft von China und Indien gemessen in BIP zu Marktpreisen gegenwärtig etwa so groß wie die US-Wirtschaft. Doch die Wirtschaft der US-Vasallen ist zusammen noch mal stärker als die US-Wirtschaft. Von daher scheint es noch ein weiter Weg, mögen es noch 10 oder 30 Jahre sein, bis China, Indien und die BRICS global in die Führungsrollen kommen, von denen erwartet wird, dass sie sie irgendwann bekommen.

Doch das BIP zu Marktkursen ist nicht das Ende aller Weisheit. Schon wenn man im Vergleich dazu das von der Wechselkurspolitik unabhängige BIP nach Kaufkraftparität des IWF im Jahr 2014 betrachtet, ergibt sich bereits ein ganz anderes Bild. Da liegt China bei der Wirtschaftsleistung nur noch recht knapp hinter den USA und Indien liegt direkt dahinter auf Platz 3. Zusammen ist die Wirtschaftsleistung von China ud Indien dieser Tabelle zufolge bereits jetzt deutlich größer als die der USA und der Abstand wächst von Jahr zu Jahr. Noch liegt die Wirtschaftsleistung des westlichen Imperiums nach Kaufkraftparitär zusammengerechnet vor der zusammengrechneten Wirtschaftsleistung der BRICS-Staaten, aber in wenigen Jahren, vielleicht etwa in zehn Jahren, dürfte das schon anders sein.

Doch auch das BIP nach Kaufkraftparität des IWF ist nicht Alles. In den Statistiken der Weltbank sieht es so aus, dass China wohl bereits 2014 in Bezug auf BIP nach Kaufkraftparität vor den USA liegt. Dabei sieht es so aus, dass alle Statistiken menschengemacht sind. Das gilt erst recht für das BIP. Während die USA ihre BIP-Werte vor einem Jahr erst durch neue Berechnungsmethoden aufgeplustert haben, um den Verschuldungsquotienten zu drücken, rechnet das nahezu unverschuldete China sein BIP eher absichtlich herunter, um bezüglich des BIP keinen unnötigen Konkurrenzkampf mit den US zu entfachen. Bekannt geworden ist einmal, dass in China intern eher auf Daten tatsächlich verkaufter Produkte wie etwa Kilowattstunden Strom geschaut wird. Da ist China inzwischen weit vor den USA und auf dem Weg, mit der kombinierten Leistung der USA und der EU gleichzuziehen.

Wie dem auch sei. Während die USA und ihre Vasallen Gedanken machen, wie sie ihre beim Angriff auf Syrien außer Kontrolle geratenen Al-Kaida-Hilfstruppen von ISIS mit einem mehrjährigen Bombenkrieg wieder in die Flasche zurückbekommen, aus der sie sie gerade erst rausgelassen haben, hat Xi bei seiner Reise nach Indien im Gepäck ein ganz dickes Portemonnaie für Investition in die Wirtschaft mit und die Freundschaft von China. Die staatliche deutsche Märchenschau sieht sich gezwungen, zwischen all ihrer anti-chinesischen Propaganda zuzugeben, dass China allein beim gegenwärtigen Besuch von Xi bei Modi Verträge über 30 Milliarden Dollar an Investitionen in Indien unterschreiben könnte. Eisenbahnen sollen es vor allem sein. Beim Eisenbahnbau ist China inzwischen nämlich Weltspitze. Solche Investitionen helfen dabei, eine chinesisch-indische Partnerschaft aufzubauen, die zukünftig die Geschicke der Welt bestimmen wird, einer Welt, die hoffentlich von mehr Kooperation und weniger blutrünstiger Gier geprägt ist, als die Menschheit es von den rund 500 Jahren Herrschaft der westlichen Wertegemeinschaft gewohnt ist.

Sollten sich der chinesische Drache und der indische Elefant einig sein, und danach sieht es gegenwärtig aus, ist es endlich vorbei mit der blutigrünstigen Herrlichkeit der ebenso arroganten wie ignoranten Inquisitoren der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft.“ Weitere Stützpunkte der neuen multipolaren Welt werden dann insbesondere sein: Russland, Iran, Brasilien, Indonesien, Südafrika und vermutlich auch die Türkei. Für Zentraleuropa muss noch ein Stützpunkt gefunden werden. Deutschland wäre ein guter Anwärter für die Rolle, falls Deutschland es gelingt, sich aus der US-Kolonialherrschaft zu befreien.

19 Gedanken zu “Die Welt im Zeichen von Drachen und Elefant

    1. Was Sie mit „sich auf die R i s i k e n hinzuweisen trauen“ meinen, das ist in der Tat zu lesen als ein Hinweis auf die mit diesen (vorgeblichen) Risiken verbundenen C h a n c e n:

      „Wie waghalsig das Unternehmen der USA ist, … Vielleicht haben die USA recht, und die Rebellen lassen ihre Differenzen tatsächlich erst einmal beiseite, … Mithilfe der US-Luftwaffe und der Lieferung schwerer Waffen an die Rebellen könnte der IS besiegt werden.“

      Mit Ihrer G l e i c h s e t z u n g von Rebellen und Terroristen realisieren Sie zudem das für Medien, Propaganda und Krieg so essentielle, Angst und Panik erzeugende und die Gesellschaft auf binäre Kategorien („Wir“ und „die Anderen“) reduzierende Denken in binären Kategorien.

      Gruß aus Wien

      1. Gleichsetzungen von Rebellen mit Terroristen oder eher – und wirklich nicht zum ersten Mal [1] – das Umlügen geheimdienstlich geführter Lohnterroristen zu „revolutionären Rebellen“ gibt es tatsächlich, u. a. erneut betrieben seit 2011 von den NATO-Mediennetzwerken [2], zu denen wohl auch Springers Welt zu zählen sein dürfte, nach dem Prinzip „eine Stimme, viele Münder“.

        Wer darüber hinaus hinter dem je nach Bedarf die Parolen und Fahnen wechselnden blutigen Terrortheater mit ebenso weitgehend gleichem Personalbestand, wie absurd gefälschten Glaubensbekenntnissen von „FSA“, „Al Nusra“ oder „ISIS“ alias „IS“ steckt, erscheint durch eine in Artikelform gearbeitete Zusammenstellung, manchmal selbst in den NATO-Medien verstreut zu findender Teile des Informations-Puzzles zu einem realistischen Gesamtbild, nun doch erheblich klarer [3].

        Der, Recherchen von Seymour M. Hersh zufolge, selbstgemachte Giftgasanschlag mit mehr als 1400 ermordeten Menschen als Vorwand für Washingtons Kriegserklärung gegen Syrien von 2013 oder die angebliche Bekämpfung des, Recherchen zufolge, selbstgemachten IS-Terrorismus mit in Syrien und dem Irak bereits hunderttausenden ermorden Menschen als Vorwand für Washingtons Kriegserklärung gegen Syrien von 2014 – dass dieses schlechte Spiel [4], begleitet durch juristisch angemessenen Konsequenzen für die wahren Schuldigen, endlich auch von der hiesigen Öffentlichkeit als das angesehen wird was es ganz offenbar ist, bleibt weiterhin zu hoffen, in unserem eigenen Friedensinteresse.

        [1] Verurteilung der USA:

        http://de.wikipedia.org/wiki/Contra-Krieg#Verurteilung_der_USA

        „Die USA wurden für militärische und paramilitärische Aktionen in und gegen Nicaragua vom Internationalen Gerichtshof in Den Haag zu einer Zahlung von 2,4 Milliarden US-Dollar verurteilt, erklärten aber den Gerichtshof für unbefugt, über die USA zu urteilen, obwohl sie selbst Richter an den Gerichtshof entsendet hatten. In einer Resolution forderte die UN-Generalversammlung die USA auf, dem Urteil nachzukommen. Nur die USA, Israel und El Salvador stimmten gegen die Resolution. Dennoch weigerten sich die USA bisher, die Zahlung an Nicaragua zu leisten. Stattdessen stockten sie die Hilfe für die von den USA geführte Söldnerarmee, die Nicaragua angriff, auf.“

        http://de.wikipedia.org/wiki/Nicaragua#Die_Sandinisten

        [2] Willy Wimmer: “Es gibt ein NATO-Netzwerk in den deutschen Medien”

        http://www.neopresse.com/medien/willy-wimmer-es-gibt-ein-nato-netzwerk-den-deutschen-medien

        NATO-Netzwerke des deutschen „Qualitäts“-Journalismus

        [3] „John McCain, Conductor of the „Arab Spring“ and the Caliph – Everyone has noticed the contradiction of those who recently characterized the Islamic Emirate as „freedom fighters“ in Syria and who are indignant today faced with its abuses in Iraq. But if that speech is incoherent in itself, it makes perfect sense in the strategic plan: the same individuals were to be presented as allies yesterday and must be as enemies today, even if they are still on orders from Washington. Thierry Meyssan reveals below US policy through the particular case of Senator John McCain, conductor of the „Arab Spring“ and longtime partner of Caliph Ibrahim.“

        „Let’s suppose that Senator McCain had told the truth and that he was abused by Mohammad Nour. The object of his illegal trip to Syria was to meet the chiefs of staff of the Free Syrian Army. According to him, the organization was composed „exclusively of Syrians“ fighting for „their freedom“ against the „Alouite dictatorship” (sic). The tour organizers published this photograph to attest to the meeting. [Foto im Artikel, vgl. anschl. Quellenverweis, Anm.]

        John McCain and the heads of the Free Syrian Army. In the left foreground, Ibrahim al-Badri, with which the Senator is talking. Next, Brigadier General Salim Idris (with glasses).

        If we can see Brigadier General Idriss Salem, head of the Free Syrian Army, one can also see Ibrahim al-Badri (foreground on the left) with whom the senator is talking. Back from the surprise trip, John McCain claimed that all those responsible for the Free Syrian Army were „moderates who can be trusted“ (sic).

        However, since October 4, 2011, Ibrahim al-Badri (also known as Abu Du’a) was on the list of the five terrorists most wanted by the United States (Rewards for Justice). A premium of up to $ 10 million was offered to anyone who would assist in his capture. [9] The next day, October 5, 2011, Ibrahim al-Badri was included in the list of the Sanctions Committee of the UN as a member of Al Qaeda.

        In addition, a month before receiving Senator McCain, Ibrahim al-Badri, known under his nom de guerre as Abu Bakr al-Baghdadi, created the Islamic State in Iraq and the Levant (ÉIIL) – all the while still belonging to the staff of the very „moderate“ Free Syrian Army. He claimed as his own the attack on the Taj and Abu Ghraib prisons in Iraq, from which he helped between 500 and 1,000 jihadists escape who then joined his organization. This attack was coordinated with other almost simultaneous operations in eight other countries. Each time, the escapees joined the jihadist organizations fighting in Syria. This case is so strange that Interpol issued a note and requested the assistance of the 190 member countries.

        For my part, I have always said that there was no difference on the ground between the Free Syrian Army, Al-Nosra Front, the Islamic Emirate etc … All these organizations are composed of the same individuals who continuously change flag. When they pose as the Free Syrian Army, they fly the flag of French colonization and speak only of overthrowing the „dog Bashar.“ When they say they belong to Al-Nosra Front, they carry the flag of al Qaeda and declare their intention to spread Islam in the world. Finally when they say they are the Islamic Emirate, they brandish the flag of the Caliphate and announce that they will clean the area of all infidels. But whatever the label, they proceed to the same abuses: rape, torture, beheadings, crucifixions.“

        http://www.voltairenet.org/article185085.html

        [4] August 2013 – USA erklären Syrien den Krieg

        http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/08/31/usa-erklaeren-syrien-den-krieg

        September 2014 – Obama erklärt Syrien den Krieg

        http://www.zlv.lu/spip/spip.php?article12790

  1. „..Für Zentraleuropa muss noch ein Stützpunkt gefunden werden. Deutschland wäre ein guter Anwärter für die Rolle, falls Deutschland es gelingt, sich aus der US-Kolonialherrschaft zu befreien..“

    Ich wäre auch mit Paris zufrieden, sofern dort endlich mal wieder vernünftige Politik betrieben würde!

    1. almabu

      Paris hat im Unterschied zu Deutschland gleich drei Gründe, warum es die Rolle des BRICS/SCO-Vertreters in Westeuropa nicht ausfüllen kann.

      Paris steht zum Ersten seit Sarkozy durch und durch unter Kontrolle der zionistischen Mafia, der Transatlantiker, des Washington Consensus oder wie auch immer man die US-geführte Kriegsverbrecherbande bezeichnen soll, sogar mehr noch als Deutschland unter dem Pantoffel dieser Bande steht.

      Paris ist zum Zweiten Pleite, finanziell abhängig von Berlin und damit nicht in der Lage, eine selbstständige Politik zu betreiben.

      Paris fehlen die engen Handelsbeziehungen zu China und Russland, dank Sarkozy, der als Vertreter der zionistischen Mafia in Frankreich den Aufbau dieser wichtigen Handelsbeziehungen aus ideologischen Gründen sabotiert hat.

      1. Ich teile diese Einschätzung nicht und mich stört der Ausdruck „zionistische Mafia“ generell und speziell in diesem Zusammenhang. Er wird hier anscheinend mit den Transatlantikern und dem Washington Consensus gleichgesetzt? Warum Frankreich mehr unter deren Pantoffel stehen soll als Deutschland wird nicht erklärt.

        Frankreich ist natürlich keineswegs Pleite sondern hält konsequent fragwürdige Euro-Stabilitätskriterien nicht ein. Das ist etwas anderes und könnte sich unter dem neuen EU-Wirtschaftskommissar ja künftig ändern? Eine finanzielle Abhängigkeit von Berlin sehe ich absolut nicht.

        Deutschlands Wirtschaft ist generell exportlastig, mehr als die aller anderer Europäer und vielleicht mehr als die uns gut tut, denn Wirtschaft sollte einigermaßen ausgewogen aus Geben und Nehmen bestehen und nicht aus Wirtschaftskrieg mit subventionierten Attacken. Mit Sarkozy, den man wegen eines jüdischen Großvaters gleich zum Vertreter einer zionistischen Mafia in Frankreich macht, hat dies schon gar nichts zu tun. Sonst wirft man der „zionistischen Mafia“ doch eher übermäßigen Geschäftssinn vor, hier soll Sarkozy also aus ideologischen und/oder Abstammungsgründen(!) Wirtschaftssabotage betreiben?
        Sarkozy wirft man aber auch Wahlkampfspenden von Gaddafi vor und beste Kontakte in den nordafrikanischen Raum, wie passt das zusammen?
        Wenn mich nicht alles täuscht wurde der Deal, zwei französische Hubschrauberträger des Typs „Mistral“ an die Russen zu liefern, deren Auslieferung Hollande gerade um ein paar Wochen auf November „vorläufig“ verschieben ließ wegen NATO-Gipfel-Kosmetik, zu Sarkozys Regierungszeit eingefädelt…
        Ein französischer Präsident hat eine nahezu einzigartige, einem Diktator nicht ganz unähnliche Macht in seiner Legislaturperiode. Wenn er einen klaren Plan und ein gutes Team hat, dann kann er in Europa schneller Veränderungen bewirken und durchsetzen als die Deutschen mit ihrer Sparknute!

  2. Zwei Dinge will ich noch hinzufügen:
    Deinen Artikel „Die Welt im Zeichen von Drachen und Elefant“ halte ich im Kern für richtig und die Fakten zutreffend.

    Sarkozy hat heute gerade per facebook(!) seine Rückkehr zur Präsidentenwahl 2017 angekündigt. Der Chance, seinen glücklosen und unfähigen Nachfolger Hollande nun seinerseits zu beerben konnte er offenbar nicht widerstehen? An ihm stört mich seine neoliberale, menschenfeindliche Politik, nicht jedoch sein jüdischer Großvater…

    1. almabu
      Du scheinst nicht zu verstehen – oder verstehen zu wollen – die zionistische Mafia ist zionistisch, nicht jüdisch. Das ist nicht das Gleiche. John McCain zum Beispiel ist ein glühender rechtsextremer Zionist, aber nicht jüdisch. Ebenso war Cheney kein Jude, aber rechtsextremer Zionist durch und durch. Evelyn Hecht-Galinski, Felicia Langer, Rolf Verleger, Norman Finkelstein und so weiter sind zwar jüdisch, aber keine Vertreter der zionistischen Mafia. Die Kagans, Bob Kagans Frau Victoria Nuland, Sarkozys, Hollandes und Netanjahus Kumpel BHL und noch einige andere sind hingegen zionistisch und jüdisch. Es kann da also Überschneidungen geben, aber es muss sie nicht geben. Jüdisch und zionistisch ist nicht das gleiche.

      Es geht um die Lobby und Seilschaften der zionistischen Rechtsextremisten, AIPAC, CoP und so weiter, auch bekannt als die Israel-Lobby, obwohl Likud-Lobby eher zutreffend wäre. Sie sind nicht liberal, und schon gar nicht neoliberal. Doch bekannt sind sie auch auch als Neocons, obwohl das auch irreführend ist – Rechtsextremisten sind sie. Zu ihnen gehören auch weite teile des christlichen US-Bibelgürtels, wo sie ihre Jünger in Megachurches versammeln, sie für das Apartheidregime von Israel beten lassen, und ihren Jüngern erzählen, Christus würde dann wieder auf die Erde kommen, wenn alle Juden weg, nämlich in Israel, sind.

      Ich habe einige Begriffe für diese kriegslüsterne und menschenverachtende Zionisten-Clique angeführt. Du kannst sie auch die Neocons nennen. Sie beherrschen den US-Congress und wesentliche Teile des US-Machtapparats, insbesondere das Außenministerium, wo Leute wie Feltman und Nuland sowohl unter GWB als auch unter BHO ihr Unwesen treiben oder trieben. Der Washington Consensus und die transatlantischen Beziehungen werden eben von jenen Neocons, der zionistischen Mafia und wie auch immer sonst diese Clique genannt werden soll, dominiert.

      Völlig egal ist, ob er einen jüdischen Großvater hat oder nicht. Was wichtig ist, ist, dass er die Politik des Neocon-Netzwerkes – oder der zionistischen Mafia, wie auch immer man diese Leute nennt – vertreten hat: Liebe zum zionistsichen Apartheidregime, Hass gegen Iran, Russland und China. Diese der zionistischen Neocon-Ideologie entsprechende Kriegspolitik vertritt auch Hollande, obwohl er sie anstatt rechts links anstreicht, und die durch den aggressiven Zionismus wesentlich mitverursachte Ebbe in der französischen Geldbörse ihn inzwischen – genau wie seinen Vorgänger – letztlich auch nach Russland und China getrieben hat. Sarkozy war in seiner Politik ein radikal-zionistischer Neocon durch und durch, Sarkozy war AIPACs Top-Mann in Frankreich:

      http://lespolitiques.blogspot.de/2007/04/nicolas-sarkozy-neocon-with-french.html

      Was Sarkozys Familie angeht, da ist es allerdings wichtig zu wissen, dass Sarkozy aus einer Familie des tiefen Staates der CIA kommt: Sarkozy ist ein enger Verwandter von Frank Wisner, der für die CIA Operation Mockingbird, zahlreiche Morde und Regime Changes weltweit organisiert hat.

      http://www.voltairenet.org/article157821.html

      Er kommt aus jener familiären CIA-Clique, die zusammen mit dem Mossad die Ermordung von JFK organisiert hat, unter anderem damit Israel sein Atombombenprogramm nicht aufgeben musste.

      Aber da schweife ich nun vielleicht etwas vom Thema ab. Es ging ja bloß um den Begriff „zionistische Mafia“ und darum, dass es nicht daran festzumachen ist, dass Sarkozy einen jüdischen Großvater hat, dass er sich entschieden hat, die Interessen der zionistischen Mafia zu vertreten.

      Was die Wirtschaftslage Frankreichs angeht, so ist die Finanzlage extrem angespannt. Frankreich ist aufgrund des auf französischen WUnsch hin eingeführten Euro darauf angewiesen, dass Deutschland Frankreich das OK gibt zu Frankreichs Schuldenmacherei, Erleichterungen für Frankreich durch die EZB, und deshalb abhängig von Deutschland. Die Alternative wäre für Frankreich, aus dem Euro auszusteigen, doch das kann Frankreich sich erst recht nicht leisten.

      Damit, das nicht zu verstehen, bist du nicht allein. Der auf links machende Zionist Hollande hat den Zusammenhang bei seinem Amtsantritt auch nicht verstanden. Erst allmählich hat er begonnen zu verstehen, dass Merkel am Drücker ist und Deutschland darüber bestimmt, ob und inwieweit der Euro den aus französischer Verschuldung entsprechenden Bedürfnissen Frankreichs entsprechend weich gemacht wird.

      Trotz seiner knappen Kassen und seines linken Anstriches ist Hollande jedoch ein zionistischer Extremist. Gemeinsam mit Israel und Saudi Arabien unterstützt Hollande Terroristen in Syrien, um so Iran und Russland im INteresse der Neocons zu schwächen. Und gerade hat er begonnen, Irak zu bombardieren, um Israels kurdische Lakaien davor zu bewahren, an ihrer Kollaboration mit ISIS selbst zugrunde zu gehen. Doch für richtige Besatzungstruppen und einen direkten Krieg gegen Syrien im Dienste Israels reichen seine finanziellen Mittel aufgrund der Krise nicht mehr.

      Frankreich hat das Unglück getroffen, dass es da seit Chirac praktisch keine nenenswerte Opposition in der Mitte gegen die zionistische Mafia mehr gibt und verzweifelte Wähler sich deswegen schon dem Front National zuwenden.

      1. Danke für den Versuch der Begriffsdefinition! So formuliert liest sich das schon anders, wobei es sicher ein relativ hohes „Verwechslungsrisiko“ gibt?

        Apropos: Chirac. Der Gute bekommt auf seine dementen alten Tage wenigstens nicht mehr mit, wie seine Gattin den neuen Präsidentschaftsavancen Sarkozys den höchsten Segen erteilt!

  3. „…falls Deutschland es gelingt, sich aus der US-Kolonialherrschaft zu befreien.“

    Ich hoffe, diesen Tag irgendwann mal noch erleben zu dürfen. Die Rolle der Vasallen für Brüssel und Washington kann nicht unser Schicksal sein.

    Danke btw für den ausführlichen Beitrag. Voltairenet hat in letzter Zeit schon in die gleiche Kerbe gehauen. Habe da auch noch was von diesem Seidenstraßen-Projekt im Hinterkopf.

    1. Edit @Seidenstraße:
      http://www.voltairenet.org/article183876.html

      http://www.presstv.ir/detail/2014/04/06/357386/china-uses-economy-to-avert-cold-war/

      Nachtrag @Syrien btw:
      BBC über britischen Angriffsplan auf Syrien

      Sendung „Newsnight“, 03. Juli 2014 – Anfang ´12 hatte die Cameron-Regierung gezögert, einen von David Richards vorgeschlagenen Plan gegen Syrien anzunehmen. Sie hätten 100.000 Mann in der Türkei und Jordanien trainiert/ausgestattet, wären in Syrien eingedrungen und hätten Damaskus mit einem groß angelegten britischen Luftangriff eingenommen.

      http://www.bbc.com/news/uk-28148943

      (Falls falsches Video, c&p youtube: „UK Army made plans to train and equip Syrian Rebels – Newsnight“)

      Vgl. Roland Dumas

  4. Guter Artikel mit den volkswirtschaftlichen Kennzahlen. Für den Westen sieht es real jedoch viel düsterer aus und für die freieren Länder wesentlich besser. Wenn Kuba die Gesundheitsvorteile, Versorgung an Lebensmittel, Wohnungen, Nahverkehr, kultureller Teilnahme berechnen würden, wären die Kennzahlen viel viel besser als in den Müllstaaten Irland, Polen Griechenland, Portugal, Spanien, usw. Wenn im Westen ein paar MIOs älterer (also Nullwert in den Büchern / Bilanz) Mietswohnungen für ne Mio Euro pro Stück übern Tisch gehen, wächst deren KENNZAHL um paar Billionen, 1000 mal ne Milliarde ohne Wohlstandsnutzen. Auch schlechte Werte wie Krankenbehandlung, Polizei, Katastropheneinsätze weist der Westen als Wohlstand aus.

    1. KinderLogik

      Danke für den Hinweis. Das stimmt. BIP und Lebensqualität sind zwei völlig unterschiedliche Dinge, und das BIP steigt beispielsweise auch dann, wenn von Machthabern Aufwand eingesetzt wird, um die Menschen auszupressen und zu schikanieren, etwa durch Privatisierungen von Allgemeingütern oder durch Überwachungsmaßnahmen.

      Auch ist das BIP sehr leicht mit allen möglichen Rechentricks nach oben oder unten zu manipulieren. Die USA haben z.B. ihr BIP vor einem Jahr oder so um rund 500 Mrd USD gesteigert, indem sie seitdem nicht verkaufte Propagandagüter mit ins BIP bilanzieren. Italien wollte vor ein paar Wochen – kein Witz – Umsätze aus Drogenhandel und illegaler Prostitution mit ins BIP aufnehmen. Mehr BIP würde Italien mehr Schulden bei gleichbleibender Schuldenquote erlauben, und nur die Schuldenquote ist in den Euroverträgen festgeschrieben.

      Hinzu kommt noch die unterschiedliche Bewertung ansonsten gleicher Leistungen. Kleines Beispiel:

      China produziert z.Zt. pro Jahr etwa 5,7 Mio GWh elektrischen Strom, die im Schnitt für umgerechnet 9 US-Cent pro KWh verkauft werden. Die EU produziert z.Zt. pro Jahr etwa 3,2 Mio GWh elektrischen Strom, die im Schnitt für umgerechnet 26 US-Cent pro KWh verkauft werden. Das bedeutet, wenn man das BIP betrachtet, dass die EU Strom für 830 Mrd US-Dollar produziert, während China für kaum mehr als 500 Mrd Dollar Strom produziert. Dem BIP nach betrachtet, ist die EU-Wirtschaft bezüglich Strom also fast doppelt so leistungsfähig wie die Chinas. Betrachtet man den Strom hingegen als Wohlstandsindikator und die preiswerte Versorgung der Bevölkerung mit Strom als wünschenswert, dann ist die Wirklichkeit so, dass China fast doppelt so viel Strom wie die EU produziert.

      Trotzdem schauen die Bosse der westlichen Wertegemeinschaft ständig auf’s BIP. Warum mag das so sein? Ich denke, das BIP ist eher als Kennzahl dafür zu betrachten, wieviel es einem Herrscher gelingt, aus seinem Volk herauszupressen, etwa um damit Panzer zu kaufen und Eroberungskriege zu führen. Das dürfte der wesentliche Grund dafür sein, warum die westlichen Herrscher ständig auf’s BIP schauen.

      China scheint den BIP-fetisch des Westens übrigens erkannt und Gegenmaßnahmen ergriffen zu haben. China rechnet sein BIP seit einiger Zeit systematisch kleiner als es wirklich ist. Dies hängt damit zusammen, dass China befürchtet, wenn der Westen zu schnell merkt, dass China unkontrollierbar groß wird, dass der Westen dann umgehend Gegenmaßnahmen gegen China bis hin zum Krieg ergreift. Bekommt der Westen erst mit, wie stark China ist, wenn China schon doppelt oder dreimal so stark wie der Westen ist, dann kann der Westen China vor der Überholung nicht mehr gefährlich werden.

  5. Der US Imperialismus hat eine neue Kriegsführung entwickelt, um dem Kriegstribunal zu entgehen für begangene Greueltaten
    Es nennt sich Privatisierung des Kriegsführung:
    http://principiis-obsta.blogspot.de/2014/09/privatisierung-des-krieges-billig.html

    Söldner sind viel billiger, und die US Medien veranstalten niemals einen Aufschrei für gefallene US Söldner…
    Und Drohnenbombardements könnte niemals einem US Soldaten das Leben kosten usw…

    http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/f-william-engdahl/washingtons-neue-strategie-das-outsourcing-von-kriegen.html

    „Söldner – oder private militärische Dienstleister, wie sie das Pentagon lieber nennt – brauchen sich vor keinem Militärtribunal für begangene Grausamkeiten zu verantworten.“

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