Sonntägliche „Waffenruhe“ im Donbass

Laut dem Bericht der 1. Interbrigade über die Geschehnisse vom 7. September zur sogenannten Waffenruhe im Donbass am Sonntag schießen die Kräfte der Junta nach wie vor in verschiedenen Gegenden des Donbass auf friedliche Zivilisten und Donbass-Milizenäre.

Bei den Angriffen der Junta kamen demzufolge am Sonntag ein Zivilist sowie zwei Donbass-Milizionäre ums Leben, des weiteren wurden zehn Zivilisten und ein Donbass-Milizionär verletzt und fünf Donbass-Milizionäre sind in die Gefangenschaft der Junta geraten. Über die Höhe möglicher Verluste der Kräfte der Junta macht die 1. Interbrigade, nun wo Waffenruhe ist, anders als an früheren Tagen keine Angaben, und verweist darauf, dass die Junta ihre Verluste nun selbst veröffentlichen kann, wenn sie jetzt anders als früher behaupten will, dass sie Verluste hat. Die Junta kommt damit in die Zwickmühle, entweder ihre Verluste weiterhin weitgehend wegzulügen und damit der Achtung des Waffenstillstands durch die Donbass-Milizen mehr Glaubwürdigkeit zu verschaffen, oder über ihre Verluste in realistischer Größenordnung zu berichten und damit ablehnende Haltungen in der Bevölkerung zum Krieg gegen den Donbass zu beflügeln. Für den Sonntag berichtete die Junta lediglich davon, dass bei Artillerieduellen in der Gegend von Mariupol eine Einwohnerin getötet sei, obwohl auch dazu keine genaue Angaben gemacht wurden.

Die Junta nutzt Beobachtungen im Donbass zufolge die Waffenruhe dazu, um umzugruppieren und neue Kräfte in die Kampfzone zu führen. Im Nordosten von Lugansk hat die Junta, offenbar im Rahmen einer zu diesen Umgruppierungen gehörenden Frontbegradigung, ihre Kräfte aus rund einem halben Dutzend kleiner Dörfer unmittelbar südlich des strategisch wichtigen Lugansker Kraftwerks Stchastje abgezogen. Kolomoiskys Propaganda meldet derweil, in einem Dorf südlich des Kraftwerks würden noch mehr als 50 Leichen von Kiewer Kräften rumliegen (die Aydar-2-Nazibrigade wurde da kurz vor Beginn der Waffenruhe eleminiert), die dort schon am Freitag ums Leben gekommen sind, aber noch nicht geborgen werden konnten, weil es in der Gegend nach wie vor Scharmützel zwischen Kiewer Kräften und Donbass-Milizionären gebe. Der Chef der „Regierung“ der ukrainischen Junta Jazenjuk hat unterdessen öffentlich bekanntgegeben, dass Kiew die Waffenruhe brauche um ihre Kräfte umzugruppieren und stärker zu werden. Quellen des Donbass melden, dass die Materialverluste der Kiewer Junta seit dem Beginn der sogenannten Anti-Terror-Operation im Donbass gegenwärtig etwa 65% der gesamten militärischen Ausrüstung der Ukraine betragen.

Ansonsten ist der Beschuss der Wohngebiete der Städte Donezk und Lugansk mit schwerer Artillerie durch die Kräfte der Kiewer Junta seit dem Ausbruch der Waffenruhe tatsächlich geringer geworden, sodass da nun in weiten Teilen Strom und Wasser repariert werden konnten, einige vor dem Krieg geflüchtete Leute zurückkamen und wieder Leben in die größten Städte von Novorossiya kommt. Und gefeiert wurde im Donbass auch etwas. Im Städtchen Perevalsk haben die Donbass-Milizen anlässlich des Gedenktages zur Befreiung des Donbass vom Hitlerfaschismus eine kleine Militärparade abgehalten, bei der sie auch etwas von der militärischen Ausrüstung präsentierten, die sie den Kiewer Okkupanten in den letzten Wochen abgenommen haben.

Es lässt sich damit also feststellen, dass die Waffenruhe am Sonntag im Großen und Ganzen einigermaßen eingehalten wurde, auch wenn es aufgrund der unkontrollierbaren Nazi-Banden der Kiewer Junta hier und da einige Scharmützel gibt, und obwohl die Kiewer Junta selbst überhaupt nicht daran denkt, eine dauerhafte Waffenruhe einzuhalten, sondern versucht, die Waffenruhe zu nutzen, um neue Nazi-Banden für eine neue Runde Krieg neu aufzustellen. Für den Fall, dass die Provokationen der Kiewer Kräfte weitergehen, hat der Donezker Verteidigungsminister deshalb nun Kiew angedroht, die Erwiderung des Feuers zu befehlen.

Und gleichzeitig lässt sich feststellen, dass die Befreiung des Donbass auch während der sogenannten Waffenruhe vorankommt.

8 Gedanken zu “Sonntägliche „Waffenruhe“ im Donbass

  1. Komisches Hü & Hott auch bzgl. Meldungen über Waffenlieferungen von mehreren Nato-Staaten @Ukraine.

    1. Dondi
      Wenig. Die Armee geht intensiv gegen die Terroristen in Jobar vor und zieht von Maliha weiter nach Osten tiefer in Ost-Ghouta hinein.

      Terroristen greifen Syrien weiterhin hart aus dem israelische besetzten Golan an.

  2. Interessantes Video:

    Die Koordinaten sind hier:

    http://wikimapia.org/#lang=en&lat=48.380634&lon=39.875101&z=12&m=h

    Das Auto mit der Kamera fährt den ANgaben im Video zufolge nach Norden, demententsprechend würden die Panzer nach Süden Richtung russische Grenze fahren.

    Sollte das Video echt sein, dann darf sich Novorossiya bei Putin nochmal ganz herzlich bedanken.

    Erinnert sei daran, dass Kolomoiskys Aidar-Bataillon aus Nazis des Rechten Sektor und internationalen Söldnern kurz vor der angegebenen Zeit in Novosvetlovka und Umgebung gecrasht wurde.

    Überlebende von Aydar und Kiew behaupten, Aydar und Co hätten dort nicht gegen Donbass-Milizen, sondern gegen eine reguläre russische Panzereinheit gekämpft – und verloren.

  3. Hier noch Karten zur militärischen Situation in Syrien:

    Hauptkarte:
    http://www.fps-predators.com/#/middle-east-conflict/4585140400

    Damascus/Qualamoun:
    http://www.fps-predators.com/#/syria-damascus-and-qalamoun/4586387246

    Daraa/Suwayda/Qunaitra:
    http://www.fps-predators.com/#/syriasouthern-syria/4586312496

    Aleppo (City):
    http://www.fps-predators.com/#/syriaaleppo/4585549325

    Daraa (City):
    http://www.fps-predators.com/#/syriadaraa/4585533563

    Die Mappen laden ein wenig langsam, allerdings versucht der Autor sie aktuell zu halten (habe sie bei den Kommentaren auf der Syrper-Seite gefunden).
    Einige Objekte können auf den karten als Link geöffnet werden (Detailkarten), man findet diese wenn sich der Pfeil über den Objekten in eine Hand verwandelt).

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