Nächster pro-westlicher Militärputsch in Thailand komplett

In Thailand haben die gelben Freunde der sogenannten „westlichen Wertegmeinschaft“ ihren letzten Militärputsch soeben komplettiert.

Wie Al Alam meldet, hat sich der thailändische Armeechef, der vor drei Monaten den Putsch gegen die gewählte rote Regierung Thailands nach von den gelben Wahlverlierern mal wieder geschürten Straßenprotesten ausgeführt hat, von seinem Marionettenparlament nun auch selbst zum Chef der Putschregierung ernennen lassen.

Es ist bereits der dritte pro-westliche, monarchistische Putsch in Thailand in den letzten 10 Jahren. 2006 hatte die Armee mit massiver Unterstützung durch westliche Propaganda – und der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung – die demokratisch gewählte rote Regierung Thailands weggeputscht. Bei den Wahlen 2007 hat die Bevölkerung die Roten wieder zur stärksten Kraft und somit in die Regierungsverantwortung gewählt. Als Reaktion darauf hat die den gelben Putschisten nahestehende thailändische Justiz 2008 ein Parteiverbot für die in die Regeirung gewählten Roten ausgesprochen, womit die von der deutschen FDP-Stiftung unterstützten Gelben erneut an die Macht geputscht waren. Bei den nächsten Wahlen 2011 hat die Bevölkerung wieder die Roten, die inzwischen neue Parteien gegründet hatten, mit großer Mehrheit in die Regierungsverantwortung gewählt. Die pro-westlichen Gelben haben nach kurzer Verschnaupause wieder Randale auf den Straßen Bangkoks angezettelt. Die thailändische Armee hat darauf reagiert, in dem sie die demokratisch gewählte Regierung im Mai 2014 durch einen Militärputsch abgesetzt hat. Putschistenführer General Prayut Chan-O-Cha hat das demokratisch gewählte Parlament Thailands gegen von ihm handverlesene Lakaien ausgetauscht, die ihn nun zum Regierungschef ernannt haben. Putschistenführer General Prayut Chan-O-Cha ist berüchtigt dafür, dass er die rote Bewegung nicht leiden kann. Neue Wahlen, bei denen die Bevölkerung die Roten wieder ins Amt wählen kann, haben die Putschisten für frühestens Oktober 2015 in Aussicht gestellt.

Die Herrscher der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“ unterstützen die ständige gegen den Willen der Mehrheit der thailändischen Bevölkerung erfolgende Putscherei in Thailand gegen die Roten offensichtlich, weil sie die Roten verdächtigt, die thailändisch-chinesischen Beziehungen stärken zu wollen, wodurch die neokoloniale Herrschaft der westlichen Wertegemeinschaft über Thailand gefährdet wäre. Soviel zu den verlogenen Behauptungen der Propagandisten der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft,“ dass das US-Empire nach Werten wie Demokratie und Freiheit strebt, etwa wenn der Westen im Namen von Demokratie und Freiheit mal wieder blutige Konflikte, Massaker und Kriege in Sudan, Afghanistan, Somalia, Jugoslawien, Irak, Libyen, Syrien, der Ukraine und so weiter und so fort anzettelt.

4 Gedanken zu “Nächster pro-westlicher Militärputsch in Thailand komplett

  1. In dieser Sache irrt ihr euch gewaltig.
    Der weggeputschte Thaxinclan war pro westlich (USAkriecherisch)
    Die alten Eliten von Thailand versuchen, ihren Kopf zu retten. Thaksin hat, solange er an der Macht war, spaeter seine Vasallen und die Schwester, alles versucht, um die Amis (deren Konzerne) dort Fuss fassen zu lassen.
    Jetzt, nach dem Putsch, gibt es auch keine durch Thaksinfreunde an den Protestierenden verursachten Toten mehr.
    Den Thais passt jetzt dieses Szenario bestens in den Kram (80 Prozent).
    Wie euch eigentlich bewusst sein muesste, Demokratie, durch Wahlen herbeigefuehrt, muss spaeter noch lange keine Demokratie sein.
    http://landdestroyer.blogspot.com/2011/08/confirmed-thailands-pro-democracy.html

    1. Moho

      Nein, Tony Cartalucci irrt sich. Thailand war praktisch das gesamte letzte Jahrhundert eine US-Kolonie, mit R&R für US-Soldaten während des Krieges gegen Vietnam und so fort.

      Gegen die US-Lakaien gab es immer schon linken Widerstand im Norden Thailands, der regelmäßig vom pro-westlichen thailändischen Militär und der dazugehörigen Monarchie niedergemacht wurde. Dieser WIderstand hat sich in den letzten Jahrzehnten mit dem wirtschaftlcihen Aufstieg Chinas zu einer von chinesischen und im China-Handel aktiven Geschäftsleuten unterstützten politischen Bewegung gewandelt, den von Thaksin geführten Roten. Den pro-westlichen Militärs und Monarchisten geht der Po auf Grundeis, dass sie entmachtet werden und sich irgendwann mal für ihre Verbrechen der letzten Jahrzehnte verantworten müssen. Das ist die innere Ursache des Konfliktes. Der Westen unterstützt die royalen, weil sie Angst haben, mit einer dauerhaften Machtübernahme der Roten, Thailand an China zu verlieren. Thaksin und die seinen versuchen diesen Widerstand des Westens zu zerstreuen oder abzumildern, in dem sie neben ihren chinesischen Beziehungen auch freundschaftliche Beziehungen zum US-Empire aufbauen. Aus diesem grund ist das manchmal nicht mehr einfach zu erkennen, wer da was unterstützt.

      Dass die deutsche FDP den Putsch der Gelben 2006 mitvorbereitet hat, zeigt aber, auch wenn man die Geschichte Thailands als US-Lakai und den WIderstand dagegen nicht beachtet, sehr deutlich, wer wirklich wo steht. Die FDP ist nicht pro-chinesisch, sondern pro-US-amerikanisch, und von dort geht die Putschgewalt aus.

      Was die thailändische Innenpolitik, insbesondere Korruption und Kleptokratie angehet, stimmt es allerdings, dass Thaksin und die seinen von den Gelben oft kaum zu unterscheiden sind. Der geopolitische HIntergrund ist allerdings klar: da stehen die Roten für engere Beziehungen zu China und die Gelben für besonders enge Beziehungen zu den USA.

  2. Ein Langzeit Problem mit der Schein Demokratie dort, wo das Volk verar***t wird und keine Gesetze für die Eliten gelten. Die Westliche Werte Gemeinschaft, sieht das wohl als Modell

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