Nusra Front greift US-Lakaien in der Provinz Idlib an

Wie die US-Propagandaschleuder McClatchy am Samstag berichtete, wartet gegenwärtig eine Delegation der „syrischen pro-westlichen Opposition“ in der Türkei darauf, beim Obama-Regime vorsprechen zu dürfen, um da einen Plan zu präsentieren, wofür die beheimatete syrische Exilantengruppe die von Obama kürzlich beim US-Kongress beantragten 500 Millionen Dollar zur Förderung des Terrorismus in Syrien gern verwenden möchte.

McClatchy-Propagandist Roy Gutman hat mit einem Terroristenführer namens Nour Kholouf gesprochen, den er an anderer Stelle als „amtierenden Verteidigungsminister der syrischen Interims-Rebellenregierung“ bezeichnet. Nour Kholouf sagt, die USA würden gegenwärtig tödliche Militärausrüstung an die Kommandeure von 14 Kampfgruppen im Norden und drei oder vier im Süden Syriens liefern. Das sei aber ein Fehler, denn jetzt hätten sie, vermutlich ist damit der sogenannte SNC gemeint, ein Verteidigungsministerium, und da sollten die USA ihre Geschäfte mit dem Ministerium, also ihm selbst, und nicht mit dem Personal abwickeln. Er, Nour Kholouf, will nun Waffen, Geld und eine „Flugverbotszone“ oder Luftabwehrwaffen. Bekomme er das, so will Terroristenführer Kholouf mit seinen Leuten zunächst binnen 20 Tagen ISIS in der Provinz Aleppo besiegen, danach binnen einiger Monate ISIS in der Provinz Raqqa und anderen Gebieten im Osten Syriens besiegen, und so binnen eines halben Jahres Sicherheit in 80% von Syrien herstellen. Wenn die FSA Unterstützung bekomme, sagte er, dann werde sie in der Lage sein, andere islamistische Gruppen, einschließlich Jabhat Al-Nusra, zu unterminieren. Er sagte, die Nusra Front habe höchstens 6000 bis 7000 Kämpfer, und er sagte voraus, dass, wenn die FSA erfolgreich gegen ISIS sei, dann würden davon mindestens 60% der FSA beitreten.

Es ist nicht lebensfern anzunehmen, dass der Führung der zu Al Kaida gehörenden Terrorgruppe Nusra Front die Absicht der US-Terrorproxies der FSA bekannt ist, sie mit US-Unterstützung zu unterminieren, insbesondere wo diese Absicht offen in der Zeitung nachgelesen werden kann. Ob das tatsächlich so ist, sei dahingestellt. Es sind jedenfalls Dinge zu beobachten, die darauf hindeuten könnten. In den letzten Monaten haben die Terroristen der Nusra Front Seite an Seite mit den US-Proxies der FSA und den saudischen Proxies der „Islamischen Front“ (IF) gegen die syrische Regierung und gegen ISIS gekämpft, obwohl ISIS als irakische Al-Kaida-Abspaltung genau der gleichen extremistischen Ideologie anhängt wie die offizielle syrische Al-Kaida-Gruppe Nusra Front. In der Provinz und Stadt Deir Ezzor haben die Nusra-Jihadis ihre Entscheidung, sich an der Seite von direkten US-Lakaien wie FSA und indirekten US-Lakaien wie IF gegen ISIS zu stellen, soeben mit einer vernichtenden Niederlage bezahlt. Und genau wie von ihren Jihadi-Gesinnungsgenossen der ISIS im Januar vorhergesagt, als die US-Lakaien von FSA und Co – sorgsam geplant – mit US-Unterstützung ihren offenen Krieg gegen ISIS begann, beabsichtigen die US-Lakaien nun, mit Unterstützung durch die USA, ihre Kampfgefährten der Nusra Front zu „unterminieren“, womit natürlich letztlich „eleminieren“ gemeint ist.

So wie es ausschaut, versucht die Nusra Front dem Plan der US-Lakaien nun zuvorzukommen. Am gestrigen Montag führten Terroristen der Nusra Front mit hohem Aufwand, schweren Waffen und Panzerunterstützung einen Großangriff auf die von US-Terrorlakaien gehaltene Stadt Hafsarjah in der Provinz Idlib durch. Außerdem griffen Nusra-Terroristen Berichten aus Syrien zufolge in der Provinz Idlib die Orte Afes (Hochburg der als FSA-Sham-Falken bekannten US-Lakaien) und Zardana an. Ein Blick auf die Karte zeigt die wahrscheinliche Absicht hinter den Attacken. Startet man in der unter Kontrolle der Nusra Front stehenden Grenzstadt Salqin und verbindet von da gen Südosten die weiteren Punkte Hafsarjah, Zardana und Afes, so ergibt das, wenn man weiß, dass die Nusra Front die dazwischenliegenden Orte ohnehin schon beherrscht, ein zusammenhängendes Territorium von der türkischen Grenze bei Salqin bis kurz vor Saraqib in der Provinz Idlib, das die Nusra Front klar und eindeutig zu dominieren versucht.

Genügend Kämpfer zusammenzuziehen, um das Gebiet in der Provinz Idlib zu dominieren, könnte auch das Motiv der Nusra Front dafür gewesen sein, dass sie vor einer Woche ihre Kämpfer aus dem Stadtgebiet von Aleppo abgezogen hat. Möglicherweise gibt es auch einen Zusammenhang dazu, dass US-Lakaien in Daraa sich beklagen, dass die Nusra Front auch dort ihre Kämpfer aus den gemeinsamen Fronten mit der FSA gegen die syrische Armee abgezogen hat, und die FSA da deshalb nun verliert. Die Nusra Front immunisiert sich damit, dass sie versucht, ein bestimmtes Gebiet in der Provinz Idlib eindeutig zu beherrschen anstatt wie bisher nur als Minderheit und Speerspitze der Angriffe der US-Lakaien von FSA und Co gegen die syrische Armee zu wirken, gegen einen Überraschungsangriff der US-Lakaien, wie ihm im Januar zahlreiche ISIS-Mitglieder in Idlib zum Opfer fielen.

Für die US-Lakaien ist das schon bitter: anstatt für sich in Aleppo und im Süden Syriens Al-Kaida-Jihadisten kämpfen und sterben zu lassen, müssen sie das nun selber tun. Doch das Gebiet, welches die Nusra Front nun offenbar unter ihre Kontrolle bringt, macht das erst richtig bitter für die US-Lakaien. Ein großer Teil der US-Lakaien befindet sich in einer Tasche südlich der Linie Salqin-Saraqib. Beherrscht die Nusra Front das Gebiet auf der Linie Salqin-Saraqib. Das Gebiet, wo die Nusra Front sich nun offenbar fest einzunisten gedenkt, liegt mitten im einzigen Durchlass, den die syrische Armee nach den letzten Erfolgen südlich von Aleppo zwischen der von der Küste aus versorgten Großstadt Idlib und der über eine östliche Nachschubroute versorgten Großstadt Aleppo in die große Tasche, mit Jabal Al Zawiya im Zentrum, noch nicht geschlossen hat. So muss, wenn der Nusra Front ihr Feldzug gelingt, jeder Nachschub für die US-Lakaien in der großen Tasche demnächst von der Nusra Front beherrschtes Gebiet passieren. Die Nusra Front kann dann, ähnlich wie ISIS letztes Jahr ihre Herrschaft über Nachschubwege nördlich von Aleppo ausgenutzt hat, von Waffenlieferungen an US-Lakaien in der großen Tasche von Jabal Al Zawiya einen beliebigen Anteil als Wegezoll einbehalten. Und außerdem kann die Nusra Front sich aus anderen Wegezollen für Güter an US-Lakaien in der großen Tasche eine neue Einnahmequelle aufbauen, die sie dringend brauchen wird, nachdem sie ihre Ölquellen in der Provinz Deir Ezzor an ISIS verloren hat.

Sollte der Nusra Front ihr Feldzug zur Erlangung des Territoriums von Salqin bis Saraqib gelingen, bedeutet das für die US-Lakaien um Terroristenführer Nour Kholouf, dass ihre Pläne schon jetzt gescheitert sind. Da die meisten ihrer Kräfte in der großen Tasche sitzen, können sie nicht bewaffnet und versorgt werden, ohne dass dadurch gleichzeitig Al Kaidas Nusra Front gestärkt wird, es sei denn, es gelingt den US-Lakaien, zunächst ein Stück des Territoriums von der Nusra Front zurückzuerobern. Für die syrische Armee bedeuten Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen Terrorgruppen hingegen in jedem Falle erstmal eine Arbeitserleichterung. Terrorgruppen, die damit beschäftigt sind, sich gegenseitig zu eleminieren, haben schlicht weniger Zeit für den Kampf gegen die syrische Armee.

Und so überrascht es nicht, dass der syrischen Armee in den letzten Tagen in der Provinz Idlib wichtige Fortschritte gelungen sind. Diese Fortschritte betreffen insbesondere die Gegend von Marbelt südöstlich von Ariha, wodurch es der Armee unter anderem gelungen ist, die Nachschubroute Latakia – Ariha – Idlib besser und breiter abzusichern.

6 Gedanken zu “Nusra Front greift US-Lakaien in der Provinz Idlib an

  1. Man muss Prioritäten setzen

    Irgendwann, in der Anfangsperiode der Kreuzzüge, Jerusalem war schon gefallen, betrat während des Fastenmonats Ramadan ein angesehener Bürger Baghdads zu Zeit des Mittagsgebetes die Moschee. Seine Begleiter begannen, Töpfe, Schüsseln und Schalen mit bestem Essen und Süßigkeiten auszubreiten und dann lud der Herr alle Anwesenden ein, mit ihm zu Speisen. Erwartungsgemäß soll es zu massiven Unmutsäußerungen der anderen Wahren Gläubigen gekommen sein. Der Imam der Freitagsmoschee fragte wutschnaubend, was das hier soll und der Mann antwortete gelassen:

    „Darüber dass ich Euch zum Essen einlade, Mittags im Ramadan, regt ihr Euch auf und droht mir mit dem Tod. Aber was Euren Brüdern und Schwestern in Al Quds (Jerusalem), Jaffa oder sonstwo in Palästina angetan wird und deren Bedrückung durch die Ungläubigen unter der sie jetzt leiden müssen, interessiert Euch keine Sekunde!“

    Es ist nicht überliefert, ob diesem klugen Menschen danach das Mittagessen noch geschmeckt hat.

    Aber geändert hat sich seit damals nichts!

    Waldi der Wachhund & Amir Abu al-Kalb
    The 2 Infidels

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