Präsidentschaftswahlen in Syrien

In Syrien gingen vor wenigen Minuten die Präsidentschaftswahlen 2014 zu Ende.

Die Syrer konnten abstimmen zwischen drei Kandidaten, Amtsinhaber Bashar Al-Assad, dem Kommunisten Maher Hajjar und dem Wirtschaftsliberalen Hassan al-Nouri. Die Syrer hatten damit durchaus eine wirkliche Wahl. Das betrifft insbesondere bezüglich die Frage, ob Syrien sich zukünftig in Richtung einer Marktwirtschaft wie unter Bashar Al-Assad entwickeln soll, oder lieber mehr in Richtung Sozialismus oder oder aber eher mehr in Richtung Wirtschaftsliberalismus. Nicht zur Wahl gestanden haben hingegen die Aufgabe der nationalen Souveränität Syriens und die Übergabe der Macht in Syrien an Agenten Israels, die Gleichberechtigung aller Syrer gleich welcher Religion und die Kapitulation vor dem Terrorismus.

Vor den Wahllokalen in Damaskus herrschte, obwohl die von Israel und anderen Staaten der „westlichen Wertegemeinschaft“ geführten Terroristen die Wahl mit Terroranschlägen zu sabotieren versuchten, großer Andrang und Volksfeststimmung:

Im Westen der Stadt Aleppo war die Stimmung bei der Wahl zwar aufgrund der nach wie vor prekären Sicherheitslage nicht ganz so ausgelassen wie in Damaskus, aber trotzdem gut:

Die Journalisten von Anna News waren mit Beobachtern in fünf Wahllokalen vor Ort. Wie Anna News berichtet, gab es vor vier der fünf von ihnen beobachteten Wahllokale lange Schlangen. Die Leute kamen deshalb massenhaft zu den Wahlen, um mit ihrer Teilnahme an der Wahl ein Zeichen gegen die von der westlichen Wertegemeinschaft unterstützten Terrorbanden zu setzen. Wählen konnten die Wähler, da viele Wähler aufgrund des von der westlichen Welt unterstützten Terrors nicht an ihren Heimatorten wählen konnten, an beliebigen Wahlstationen. Doppeltes Wählen wurde mit dem Eintauchen eines Fingers in Tinte verhindert.

Anna News hat keinen Zweifel, dass Bashar Al-Assad die Wahl haushoch gewinnt, weil die Leute ihm vertrauen, Syrien zum Sieg über das westliche Terrorkriegskomplott zu führen. Wie Anna News berichtete, gab es aber auch Wähler und Wählerinnen, die offen für einen anderen Kandidaten als Bashar Al Assad stimmten, und niemand war ihnen böse. Im Gegenteil, jede Teilnahme an der Wahl wurde von allen Anwesenden als Stärkung im Kampf gegen den Terror betrachtet, ganz gleich für welchen Kandidaten jemand stimmte.

Gegenwärtig gibt es auf den Straßen von Damaskus eine Riesenparty:

Dass der moralisch längst völlig bankrotten „westlichen Wertegemeinschaft“ und ihren Handlangern von Al Kaida & Co die Wahlen in Syrien natürlich nicht gefallen, weil keiner der zur Wahl stehenden Kandidaten einer ihrer Marionetten ist, und ihre Propagandisten die Wahlen in Syrien deshalb verteufeln, stört die Menschen in Syrien überhaupt nicht. Dass die sogenannte westliche Wertegemeinschaft Demokratie nur akzeptiert, wenn das absehbare Ergebnis der Abstimmung ihren geostrategischen Herrschaftszielen dient, hat in Syrien inzwischen wohl so ziemlich jeder begriffen.

Und aus der Provinz Aleppo gab es obendrein am Wahltag noch die Nachricht, dass die syrische Armee südlich von Aleppo erhebliche Fortschritte gemacht hat und nun von Osten her die Autobahn Aleppo-Damaskus im Blick hat.

PS: Ein Parteibuch-Leser hat bei der staatlichen deutschen Märchenschau zum Beitrag „Syrien-Wahl in Azaz: Abstimmung als symbolischer Protest“ folgenden Kommentar abgegeben:

Währenddessen in Damasksus …

Hier gibt es TV-Bilder vom heutigen Abend in Damaskus:

youtu.be/sniSQ9r8BQM

Wie unterschiedlich die Bilder doch sind.

Die Zensoren der Tagesschau haben den Kommentar unterdrückt. Die staatliche deutsche Propaganda gegen Syrien wurde also mal wieder durch Zensur vor Bloßstellung geschützt. Soviel zum aktuellen Zustand der „Meinungsfreiheit“ in Deutschland.

Nachtrag 5.6.2014: Ergebnis: 73% Wahlbeteiligung, Bashar Al Assad gewinnt mit 88.7%. Und dann möchte das Parteibuch noch auf ein aufschlussreiches Interview von Al Monitor mit einem anonymen hochrangigen syrischen Regierungsvertreter – der sich ganz zufällig genau wie Bashar Al Assad anhört – aufmerksam machen, in dem unter anderem der Hintergrund und die Bedeutung der Wahlen erläutert werden: Teil 1 und Teil 2.

8 Gedanken zu “Präsidentschaftswahlen in Syrien

  1. Auch im ORF der Wahlsieger steht fest in den Rebellen kontrollierten Gebieten wird nicht gewählt dort regnet es Fassbomben

  2. Sana ist auch unter dieser adresse nicht erreichbar. Ätch, ihr medienp***er, unsere nachrichten kriegen wir trotzdem.z.b.hier. Danke für den Beitrag.Super wie immer

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