Blowback in Brüssel

Aus der Wikipedia:

Als Blowback (engl. „Rückstoß“) wird in der Fachsprache der Geheimdienste der unbeabsichtigte Effekt bezeichnet, bei dem inoffizielle außenpolitische Aktivitäten oder verdeckte Operationen später negativ auf deren Ursprungsland zurückfallen. Dies kann in Form ungünstiger außenpolitischer Entwicklungen oder gar terroristischer Angriffe geschehen. Erstmals verwendet wurde der Begriff 1953 im Zuge der Operation Ajax, bei der die CIA den Sturz des iranischen Premierministers herbeiführte; vermehrt taucht er seit den 1980er-Jahren und im engen Zusammenhang mit der Reagan-Doktrin auf. …

Algemeiner am 4. Juni 2013:

Israelische Regierungsvertreter: Wir würden ein von Al Kaida geführtes Syrien einem Sieg von Assad vorziehen

Israelische Regierungsvertreter äußern ihre Bedenken über Bashar Al Assads jüngste Erfolge in dem Bürgerkrieg des Landes, berichtete das israelische Armeeradio.

Israel Hayom berichtete, hohe israelische Regierungsvertreter seien zitiert worden, gesagt zu haben, „ein von Al Kaida beherrschtes Syrien würde einem Sieg von Assad vorzuziehen sein.“ … (Übersetzung durch das Parteibuch)

France24 am 6. Juni 2013:

Französischer Außenminister sagt, syrische Rebellen brauchen Waffen

In einem exklusiven Interview mit France 24 sagte der französische Außenminister Laurent Fabius der Fall von Qusair unterstreiche den Bedarf syrischer Rebellen für mehr Unterstützung in ihrem Kampf gegen die Präsident Bashar al-Assad gegenüber loyalen Truppen. … (Übersetzung durch das Parteibuch)

Berliner Zeitung am 23.5.2014:

Anschlag auf Jüdisches Museum in Brüssel: Viertes Opfer nach Angriff verstorben

Auch das vierte Opfer der Bluttat im Jüdischen Museum von Brüssel ist tot. Der junge Belgier starb am Sonntag in einem Brüsseler Krankenhaus. Alles deutet auf einen antisemitischen Hintergrund. …

De Standaard am 1.6.2014:

Französischer Syrienkämpfer wegen Angriff auf jüdisches Museum verhaftet

Es ist ein Durchbruch im Fall des Angriffs auf das jüdische Museum in Brüssel am vergangenen Samstag, bei dem es drei Tote und einen lebensgefährlich Verletzten gab: in Marseille wurde ein 29-jähriger Verdächtiger festgenommen. … Mehdi Nemmouche (29) aus der nordfranzösischen Stadt Roubaix war Freitag bei einer Routinekontrolle des Zolls am Busbahnhof Saint-Charles in Marseille aufgefallen. Als er aus dem Bus Amsterdam-Brüssel-Marseille trat, wurde er auf Drogen überprüft. … Im Gepäck von Nemmouche fanden die Ermittler eine Pistole, eine Kalaschnikow – angeblich von der Art, wie sie bei dem Angriff in Brüssel verwendet wurde -, eine Go-pro-Kamera und eine Kappe wie sie der Täter des Angriffs im Jüdischen Museum trug … Der Mann wurde sofort festgenommen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft führte er eine „beeindruckende Menge von Munition großen Kalibers mit sich. Die Kalaschnikow war gewickelt in eine Flagge von ISIL (Der islamische Staat in Irak und der Levante, eine mit der Vereinigung al-Qaida verbundene Dschihad-Organisation). … (Übersetzung durch das Parteibuch

Wenn die westliche Welt glaubt, sie könnte in fernen fremden Ländern verdeckte unkonventionelle Angriffskriege durch die preiswerte Nutzung von Extremisten wie Al Kaida und Nazis als Bodentruppen führen, ohne dass die Folgen des eigenen Handelns irgendwann zurückkommen in die Heimat, dann ist sie schief gewickelt. Es ist höchste Zeit, dass die Bevölkerung der westlichen Welt endlich erkennt, dass die skrupellosen Hintermänner der verbrecherischen Terrorkriege der „westlichen Wertegemeinschaft“ gegen Irak, Libyen, Syrien und die Ukraine ins Gefängnis gesperrt gehören.

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