Der einfache Standard der „westlichen Wertegemeinschaft“ in Bezug auf die Demokratie

Die Volksabstimmungen in Donezk und Lugansk vor zwei Wochen, die erste Runde der Kiewer Präsidentenwahl und die Europaparlamentswahl am heutigen Sonntag sowie die syrische Präsidentschaftswahl am Dienstag in acht Tagen bieten der Öffentlichkeit eine Chance, den einfachen Standard der Führer der kulturell längst bankrotten „westlichen Welt“ in Bezug auf die Demokratie zu erkennen.

Die unter großer Beteiligung des Volkes durchgeführten Volksabstimmungen in Donezk und Lugansk wurden von den Führern der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“ bekanntlich bereits als illegale und illegitime Farce ohne jede Bedeutung bezeichnet. Die Kiewer Präsidentenwahl und die Europaparlamentswahl am heutigen Sonntag werden demgegenüber von den Führern der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“ als bedeutungsvolle und aussagekräftige demokratische Entscheidungen des Volkes gelobt werden, während die syrische Präsidentschaftswahl nächste Woche von den gleichen Führern der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“ wieder unisono als eine Farce ohne jede Bedeutung gebrandmarkt werden wird.

Aufmerksame Beobachter werden dabei unter Anderem folgendes erkennen können:

– Die gleichen Führer der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft, die die Volksabstimmungen in Donezk und Lugansk und die syrische Präsidentschaftswahl mit dem Argument als bedeutungslos bezeichnet haben oder bezeichnen werden, dass die Beteiligung der Bevölkerung daran zu gering sei, werden die Europaparlamentswahl am heutigen Sonntag bedeutungsvolle und aussagekräftige demokratische Entscheidung loben, obwohl die Beteiligung der Bevölkerung daran aller Voraussicht nach deutlich niedriger als die Beteiligung an den Referenden in Donezk und Lugansk und an der syrischen Präsidentschaftswahl sein wird.

– Die gleichen Führer der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft, die die Volksabstimmungen in Donezk und Lugansk mit dem Argument als illegal bezeichnet haben, dass sie nicht von einer legitimen ukrainischen Regierung organisiert wurden und verfassungswidrig waren, werden die Kiewer Präsidentenwahl als legitim bezeichnen, obwohl diese ebenfalls nicht von einer legitimen ukrainischen Regierung organisiert wurden und die Neuwahl eines Präsidenten während der Amtszeit eines gewählten Präsidenten, hier Janukowitsch, natürlich auch verfassungswidrig ist, und gleichzeitig werden die gleichen Führer der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft die syrische Präsidentschaftswahl als illegitim bezeichnen, obwohl diese von der legitimen syrischen Regierung organisiert werden und den Vorschriften der syrischen Verfassung bei der Wahl streng gefolgt werden wird.

– Die gleichen Führer der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft, die die syrische Präsidentschaftswahl als bedeutungslos bezeichnen werden, mit dem Argument, dass während der Wahl in Teilen des Landes Kriegshandlungen stattfinden, und bedeutungsvolle Wahlen unter Kriegsbedingungen unmöglich seien, werden die Kiewer Präsidentenwahl als bedeutungsvolle demokratische Entscheidung lobpreisen, obwohl während der Wahl in Teilen des Landes Kriegshandlungen stattfinden.

– Die gleichen Führer der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft, die die syrische Präsidentschaftswahl als bedeutungslos bezeichnen werden, mit dem Argument, dass dabei keine Wahlbeobachter von von Feindstaaten dominierten Organisationen dominierten zugelassen werden, werden die Kiewer Präsidentenwahl als bedeutungsvolle demokratische Entscheidung lobpreisen, obwohl dort unter anderem mit den Aufständischen im Südosten sympathisierenden russischen Journalisten die Beobachtung der Wahl verweigert wurde, und den Kiewer De-Facto-Machthabern nicht genehme Medienpublikationen mit Gewalt übernommen oder geschlossen wurden, wie etwa der über 100.000 Subscriber zählende Youtube-Kanal von Annanews gestern.

– Die gleichen Führer der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft, die die Volksabstimmungen in Donezk und Lugansk mit dem Argument als bedeutungslose Farce bezeichnet haben, weil dort parteiliche Vertreter der Seite der Volksrepubliken die Abstimmungsorte organisiert und beschützt haben, werden die Kiewer Präsidentenwahl als bedeutungsvolle demokratische Entscheidung lobpreisen, obwohl dort parteiliche Vertreter der illegal an die Macht gekommenen Kiewer Machthaber die Abstimmungsorte organisieren und beschützen werden.

– Die gleichen Führer der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft, die die Volksabstimmungen in Donezk und Lugansk mit dem Argument als bedeutungslose Farce bezeichnet haben, weil dort mit offenen Stimmzetteln ohne Umschlag in gläsernen Urnen abgestimmt wurde, werden die Kiewer Präsidentenwahl als bedeutungsvolle demokratische Entscheidung lobpreisen, obwohl dort mit offenen Stimmzetteln ohne Umschlag in gläsernen Urnen abgestimmt wird.

– Die gleichen Führer der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft, die die syrische Präsidentschaftswahl als bedeutungslos bezeichnen werden, mit dem Argument, dass sie nicht überall im Land durchgeführt werden könnten, werden die Kiewer Präsidentenwahl als bedeutungsvolle demokratische Entscheidung lobpreisen, obwohl diese auch nicht überall im Land durchgeführt werden können.

– Die gleichen Führer der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft, die die syrische Präsidentschaftswahl als bedeutungslose Farce bezeichnen werden, mit dem Argument, dass dabei zu wenige Kandidaten mit zu wenig unterschiedlichem Profil bezüglich des Konfiktes zwischen Machthabern und Aufständischen zur Wahl stehen, werden die Kiewer Präsidentenwahl als bedeutungsvolle demokratische Entscheidung lobpreisen, obwohl dort alle Kandidaten mit Sympathien für die Aufständischen im Süden und Osten der Ukraine durch Gewalthandlungen wie verprügeln, Totschlagsversuche, Brandstiftungen, Mord- und Strafverfolgungsandrohungen und Arreste zum Ausstieg aus der Wahl gezwungen wurden und damit kein mit den Aufständischen im Süden und Osten der Ukraine sympathisierender Kandidat zur Verfügung steht, und ebenso werden sie die Europaparlamentswahl als bedeutungsvolle demokratische Entscheidung lobpreisen, obwohl dass Europaparlament über fast keine Entscheidungskompetenz verfügt und noch nicht einmal bestimmen darf, wer Chef der „Europäische Kommision“ genannten Europaregierung wird.

Das sind nur einige der Argumente, die von den Führern der „westlichen Wertegemeinschaft“ in Zusammenhängen mit ihnen nicht genehmen demokratischen Abstimmungen immer wieder vorgebracht werden. Es gibt weitere Argumente dazu, die man allesamt getrost als offensichtliche Heuchelei und doppelte Standards der Führer der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft in Bezug auf die Demokratie betrachten kann, und man darf dabei auch bemerken, dass praktisch alle führenden Politiker und Medien in nahezu völliger Gleichschaltung und mit ernster Miene die gleiche Heuchelei betreiben.

Praktisch folgen die Führer der „westlichen Wertegemeinschaft“ in Bezug auf die Demokratie nur einem einzigen einfachen Standard: sind bei einer demokratischen Abstimmung Ergebnisse zu erwarten, aus denen die korrupten Führer der „westlichen Wertegemeinschaft“ Legitimation für ihre auf Weltbeherrschung gerichtete verbrecherische Politik ableiten können, dann wird die demokratische Abstimmung als bedeutungsvolle und aussagekräftige demokratische Entscheidung des Volkes gelobt, sind hingegen Ergebnisse zu erwarten, die dem Widerstand gegen die verbrecherische Politik der korrupten Führer der sogenannten „westlichen Wertegemeinschaft“ Legitimation verleihen, dann werden demokratische Abstimmungen von der „westlichen Wertegemeinschaft“ unisono als bedeutungslose Farce beschimpft.

10 Gedanken zu “Der einfache Standard der „westlichen Wertegemeinschaft“ in Bezug auf die Demokratie

  1. Annanews muss den Medien dermaßen Bauchschmerzen bereitet haben das der Kanal dort ohne Vorwarnung geschlossen wurde, auch ein Ausweichnkanal ist bereits gelöscht worden. Scheint das der westen jetzt langsam ernst macht mit der Zensur des Internets.

    1. Zensur des Internets, wenn’s nur das wäre. Der Westen steht vor einem viel grösseren, dem selbst gebastelten sprich hausgemachten PRoblem:

      Wenn einem Geld als Zwangsmittel der Macht ausgeht, dann bleibt nur noch der Zwang, wenn man an der Macht bleiben will.

      Der Westen lässt seine MASSE im Unklaren darüber, dass im Zeitalter der Atomkraft die Gültigkeit bisheriger militärischer Varianten nur 2 Lösungen zulassen: Wollt ihr den totalen Krieg oder den totalen Frieden?

      Statt dessen gaukelt der Westen seiner MASSE vor, die Zwischenlösung führe zur Globalisierung in eigener Sache und damit quasi zum Endsieg.

      Die westliche Ablenkung vom Wes-en-tlichen gipfelt im permanenten Krieg, dem Krieg gegen den Terror durch wes-en-tlichen Staatsterror, geführt auf Nebenschauplätzen in PRaktischer Distanz zur eigenen Masse, denn Schäden sind möglichst kollateral zu halten. Tunlichst bloss angeführt vom Westen, aber ausgeführt durch vom Westen volksverhetzte Stellvertreter um der direkten Konfrontation mit dem Feind auszuweichen. Denn diese Konfrontation würde unweigerlich zum totalen Krieg oder dem totalen Frieden führen.

      Das Interesse daran schein sich in Grenzen zu halten, denn auch die MASSE bekundet nicht wirklich, woran ihr gelegen sein müsste, wenn sie es wahrhaftig meinte.

      Nun denn, vorbei die Zeiten in denen der Westen seinen Feinden den Wind aus den Segeln nahmen, indem er die Feinde seines Feindes mit Geld zu dröhnte um der Zwischenlösung gerächt zu werden. Natürlich wird das weiterhin PRaktiziert, aber die Budgets sind bedrohlich geschrumpft, so bedrohlich, dass militärische Abenteuer zur Entsorgung eigener Arbeitslosigkeit immer weniger in Frage kommen. Im Gegenteil, es befinden sich mittlerweile Unsummen Geldes in Händen des Feindes, dem die EUSraEliten-PRaxis nicht verborgen blieb. Immer häufiger steht Geld gegen Geld und somit Macht gegen Macht.

      Der regelkonformen Geldverschiebung folgt die regelkonforme Machtverschiebung, das ist DER Paradigmenwechsel, den 1:1 miterleben kann wer will.

      Ergo, das Mittel der Wahl ist die EUSraEliten-PRaxis gegen die EUSraEliten anzuwenden getreu dem Motto: Gelernt ist gelernt:

      aus http://german.china.org.cn/china/2014-05/24/content_32479778.htm

      – Xi Jinping: China soll von anderen Ländern lernen

      Die Amis auf Kurs
      Grüsse
      kosh

  2. Deiner Aufzählung möchte ich eine knapper gehaltene Fassung folgen lassen:

    Aristoteles hat fertig, Punkt, aus.

    Die Bankrotterklärung des Abendlandes und des Finanzsystems fallen vielleicht rein zufällig zusammen, dennoch halte ich einen unmittelbaren Zshg. für möglich. Dem Westen geht das Geld aus und somit die Macht, denn Geld ist Macht. Was aber wenn man sich nicht die alles regelnde Marktwirtschaft verlassen will? Ist das Vertrauen in Angebot und Nachfrage so tief gesunken, dass der Westen statt dessen zu den Mitteln der Planwirtschaft und PRopaganda greifen muss? Ob müssen oder nicht, er tuts:

    Unser herzallerliebstes Gut, unsere lieben Kinderchen …

    … werden zum Gebaren ihrer „aufgeklärt“-westlichen Eltern hoffentlich nicht diese gefürchteten Kinderfragen stellen, sondern ganz manierlich die intrakulturelle Selbstdisqualifikation schlicht und einfach auswendig lernen, anders ist der Wust an Widersprüchen im Umgang mit den ANDEREN nämlich nicht zu bewältigen – ausser durch Desinteresse oder Verblödung.

    … werden aufgrund ihrer allumfassend-wohltemperierten Gehirnwäsche hoffentlich zum Schluss kommen, dass Recht und Gesetz – wie ihre Altvorderen lehrten, leibten und lebten – stets nur etwas für die ANDEREN ist, am allerwenigsten aber für einen selbst..

    … werden darüber ihre Platons, Aristoteles, Hegels, ja sogar ihre Goethes, Schillers und Shakespeares ohne schlechtes Gewissen auf den Abfallhaufen der Geschichte werfen können, wohl wissend, dass im richtigen Leben weder die Kritik der reinen noch der praktischen Vernunft noch der Urteilskraft taugen, sondern es bloss darum geht, zu keiner Zeit die Deutungshoheit den ANDEREN zu überlassen und gleichzeitig flexibel die Meinung zu wechseln – und nicht vergessen, stets mit dem Finger auf die ANDEREN zeigen. Anpassung ist alles, ob’s den ANDEREN passt oder nicht.

    Die westliche Kultur, das globale Zukunftsmodell namens Aufklärung ist der Geisterbahn des Geistes gewichen und flugs zum Dogma aufgestiegen. Was für eine höchstkulturelle Leistung !!!

    Ganz besonders fällt ins Gewicht, dass ausgerechnet diese Geisterbahn, dieser Zickzack-Kurs der Interpretationen je nach Lage der Dinge, das Wesen dieses hochentwickelten Dogmas in der sozialen Evolution des Systems Homo sapiens ausmacht.

    Nicht länger der Geist, nein, die Geisterbahn ist das Dogma und gerade deshalb muss die Geisterbahn unablässig als Geist dargestellt werden – West-PRopaganda pur.

    Unserer Kultur ist das am höchsten geschätzte Gut abhanden gekommen, der ethisch-moralische Leitfaden der Aufklärung, den wir uns über Jahrhunderte so mühsam erarbeitet haben und dessen Basis bis in die Antike zurück reicht.

    Scheixx drauf, Hauptsache …

    … die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

    PS: Man tut was man kann und man kann was man tut.

  3. Momentan ist der Annanews-Kanal bei Youtube wieder freigeschaltet, hoffen wir das es so bleibt.

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