Donezker Aufstand weitet sich aus

Nachdem es der von USA und EU unterstützten faschistischen Kiewer Junta trotz einer gegenteiligen Absichtserklärung nicht gelungen ist, den am letzten Sonntag im Osten der Ukraine begonnenen Aufstand bis zum Anbruch des Wochenendes niederzuschlagen, haben Antifaschisten am Samstag weitere staatliche Gebäude im Raum Donezk in Besitz genommen und die Position der Volksrepublik Donezk auch sonst weiter gefestigt.

In der Stadt Donezk übernahmen antifaschistische Kräfte der Volksrepublik Donezk die Polizeizentrale der Provinz Donezk. Polizisten erklärten sich dabei solidarisch mit dem antifaschistischen Protest. Doch die wirklich dramatischen Ereignisse spielten sich am Samstag in anderen Städten der Provinz Donezk ab.

So nahmen Kräfte der Volksrepublik Donezk wesentliche staatliche Gebäude wie Rathäuser, Bezirksverwaltungen und Polizei- und Geheimdienstzentralen in den nördlich und nordöstlich von Donezk in der Provinz Donezk gelegenen Städten Krasnij Liman, Slawjansk, Kramatorsk, Druzhkowka und Krasnoarmejsk in Besitz. Bürgermeister und andere Vertreter der Staatsmacht begrüßten die Übernahme der Gebäude durch die AKtivisten der Donezker Volksrepublik zumindest in einigen der Städte, so etwa in Krasnij Liman und in Slawjansk.

Für die Aktivisten der Volksrepublik Donezk bedeutet die Übernahme dieser fünf Städte im Raum Donezk nicht nur, dass sie die Kontrolle über weitere Städte mit zusammen etwa einer halben Million Einwohner übernommen haben, sondern auch, dass im Norden und Osten eine Art vorgelagerter Sperrgürtel um die Stadt Donezk gezogen wurde, der die Kiewer Junta dabei behindern kann, Kräfte zur Erstürmung der Stadt Donezk aus westlichen Landesteilen der Ukraine heranzuführen. Gleichzeitig erschweren die Aktivisten der Volksrepublik Donezk der Kiewer Junta damit natürlich auch, Kräfte aus dem Westen der Ukraine zur Erstürmung der noch weiter östlich liegenden befreiten Stadt Lugansk heranzuführen. In Slawjansk haben Aktivisten bereits wie in Donezk Checkpoints an Ein- und Durchfahrststraßen eingerichtet, um zu verhindern, dass Kräfte der Junta in das befreite Gebiet einsickern.

In der Nähe der Stadt Artemovsk einige Kilometer südlich von Slaviasnk entwaffneten Aktivisten bei einer Straßenkontrolle rund ein Dutzend in einem LKW reisende Mitglieder der von der Kiewer Junta neu gegründeten Nationalgarde.

Es ist durchaus damit zu rechnen, dass bald weitere befreite Städte Straßenkontrollen zu Verhinderung des Einsickerns von Kräften der Kiewer Junta einführen werden. Außerdem ist damit zu rechnen, dass weitere Städte und Ortschaften dem Beispiel der fünf heute befreiten Städte im Raum Donzek folgen werden und ihre Befreiung von der Kiewer Junta erklären werden. Da die Menschen im Süden – wie beispielsweise eine Demonstration am Samstag in Mariupol erneut verdeutlichte – mit der Kiewer Junta ohnehin nichts zu schaffen haben wollen, könnte der Verlust der nördlichen und westlichen Zugangswege praktisch bereits bedeuten, dass die Kräfte der Kiewer Junta auf dem Landweg bald keinen Zugang mehr in die Provinzen Donezk und Lugansk haben, womit die Unabhängigkeit der Provinzen de facto so gut wie hergestellt wäre.

Entsprechend panisch reagierte die Kiewer Junta auf die Ereignisse vom Samstag. Wie die in alter Tradion stets auf Seiten der Faschisten stehende tägliche deutsche Wochenschau am Samstag Abend meldete, berief die Junta am Samstag eine Krisensitzung ein und kündigte eine „sehr harte Reaktion“ an. Offen blieb dabei jedoch, worin diese harte Reaktion bestehen soll und ob die Kiewer Junta dazu in den Provinzen Donezk und Lugansk überhaupt noch fähig ist. Am Sonntag gehen in der Ukraine traditionell viele Menschen auf die Straße, weshalb damit zu rechnen ist, dass der Kiewer Junta am Sonntag die Hände gebunden sind und die Aktivisten der Volksrepublik Donezk am Sonntag ihre Position weiter ausbauen können.

Nachtrag Montag 02:00h: Am frühen Sonntag Morgen hat Arsen Avakov, der sogenannte „Interims-Innenmister“ der Kiewer Nazi-Junta, nach einem Besuch von CIA-Direktor Brennan in Kiew etwa 150 bis 200 mit 7 gepanzerten Truppentranspoertern, einem Militär-LKW und zwei Militärhubschraubern ausgerüstete Spezialkräfte, die vermutlich zu einer aus der Westukraine stammenden Einheit namens „Jaguar“ gehören, den Versuch der gewaltsamen Erstürmung von Slaviansk unternehmen lassen. Arsen Avakov hat den Versuch der Erstürmung der Stadt über Faccebook als Anti-Terror-Einsatz bekanntgegeben und die Bevölkerung aufgefordert, in ihren Häuser zu bleiben beziehungsweise sich dorthin zu begeben, bis der Anti-Terror-Einsatz abgeschlossen ist. Um die Bevölkerung zu verängstigen und so in die Häuser zu treiben, hat Arsen Avakov kurz darauf außerdem bekannt gegeben, dass es bei dem Einsatz bereits zahlreiche Tote und Verletzte gegeben hätte. Tatsächlich scheint es bei dem Sturmversuch dann auch tatsächlich mindestens einen Toten und mehrere Verletzte gegeben zu haben. Die Bevölkerung von Sloviansk hat sich jedoch nicht einschüchtern lassen, und ist statt in ihre Häuser in das Stadtzentrum und zu den Barrikaden geeilt, um Slaviansk gegen den Angriff der Kiewer Junta zu verteidigen. Am Nachmittag zogen die von Kiew zur Erstürmung von Slaviansk entsandten Spezialkräfte dann aufgrund des entschlossenen Widerstandes der Bevölkerung unverrichteter Dinge ab.

Außer Slaviansk zu verteidigen ist es Aktivisten der Volksrepublik Donezk am Sonntag gelungen, die Rathäuser oder Bezirksverwaltungen in den Städten Mariopol, Khartsyzsk, Makeevka, Snezhnoe, Gorlovka und Enakievo von der Junta zu befreien. In Enakievo wurden von Aktivisten der Volksrepublik Donezk außerdem das Gebäude der Polizei sowie das dortige Militärkommissariat in Besitz genommen. In der Stadt Donezk legten sich zahlreiche Mitglieder der Polizeieinheit Berkut zum Zeichen dessen, dass sie die Bevölkerung vor der Bedrohung durch die faschistische Junta schützen wollen, Sankt-Georgs-Bänder an. Damit hat die Volksrepublik Donezk nun die Kontrolle über die Rathäuser der Städte, in denen eine deutliche Mehrheit der Bevölkerung der Provinz Donezk lebt, loyale und gut ausgebildete Polizeieinheiten hinter sich und somit strategische Tiefe gewonnen. Städte, die der Junta Gefolgschaft leisten, gibt es in der Provinz Donezk nicht mehr viele.

Ansonsten fanden in der Ukraine am Sonntag in Zaparozhe und Kharkov sowohl Demonstrationen gegen die Kiewer Junta als auch Nazi-Aufmärsche von Anhängern der Junta statt. In Kharkov sind bei Auseinandersetzungen zwischen den Lagern zehn Personen so schwer verletzt worden, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Der von der Junta als Governeur über Dnepropetrovsk eingesetzte zionistische Oligarch Kolomoisky ließ die Stadt Dnepropetrovsk aus Angst vor einem Übergreifen der Anti-Nazi-Proteste von ihm unterstehenden Schlägertrupps des rechten Sektors mit Straßensperren abriegeln. Der selbsternannte „Präsident“ der von EU und USA Kiewer Nazi-Junta Turchinov kündigte angesichts dieser Entwicklung am Sonntag Abend wutentbrannt an, beginnened ab Montag werde die ukrainische Armee mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln, einen umfassenden Angriffskrieg gegen die Volksrepublik Donezk und die unabhängige Provinz Lugansk bis zur ihrer vollständigen Unterwerfung unter die Kiewer Nazi-Junta führen. Der im Februar nach Russland geflüchete ukrainische Präsident Yanukovich bezeichnete Turchinovs Angriffsbefehl, die Soldaten der ukrainischen Armee und Polizisten auf die eigene Bevölkerung schießen zu lassen, in einer Pressekonferenz in Rostow am Don als verbrecherisch, warnete vor der Gefahr eines Bürgerkrieges und rief die ukrainischen Soldaten dazu auf, diesem illegalen Befehl nicht Folge zu leisten. Russland beantragte eine Sitzung des UN-Sicherheitsrates zur Lage in der Ukraine, die zu Stunde hinter verschlossenen Türen stattfindet.

Nachtrag Montag 23:00h: Die Sicherheitsratsitzung ging ohne Ergebnis zu Ende, aber der befürchtete Angriff der Kiewer Junta auf die Volksrepublik Donezk blieb bislang aus. Stattdessen gelang es der Volksrepublik Donezk am Montag, ihre Position weiter auszubauen. So wurde am Montag beispielsweise in der rund eine Viertelmillion Einwohner zählenden Statd Gorlovka das Hauptquartier der Polizei in Besitz genommen, in der Kleinstadt Zhdanovka wurde das Bürgermeisteramt besetzt, auf den Straßen der Volksrepublik Donezk wurden weitere Checkpoints zur Verhinderung des Einsickerns von bewaffneten Lakaien der Nazi-Junta errichtet und in der Stadt Donezk selbst gründete die Volksrepublik Donezk einen Radiosender. Die östlich von Donezk gelegene Region Lugansk entsandte eine Briagde Selbstverteidigungskräfte nach Slaviansk, um die dortigen Bewohner bei der Verteidigung der Stadt gegen einen möglichen neuen Angriff von Kräften des Kiewer Nazi-Regimes zu unterstützen. Das Kiewer Regime geriet ob seiner Machtlodigkeit in den Regionen Donezk und Lugansk am Abend unterdessen unter den Druck der die Straßen von Kiew beherrschenden Faschisten. Diese forderten Siege der Junta im Osten oder den Abtritt von Junta-Chef Turchinow und dem „Innenminister“ der Junta Avakov, und drohten im Falle der Nichterfüllung ihrer Forderungen mit der erneuten Erstürmung der Rada und der gewaltsamen Absetzung der Versager.

17 Gedanken zu “Donezker Aufstand weitet sich aus

  1. „Offen blieb dabei jedoch, worin diese harte Reaktion bestehen soll…“

    Timoschenko zufolge könnten dagegen nur Atomwaffen helfen.

  2. Hat dies auf Sascha's Welt rebloggt und kommentierte:
    Man kann nur immer wieder an die Worte von Julius Julius Fučik erinnern, der sagte: „Menschen, ich hatte euch lieb. Seid wachsam!“ – Donezker, erinnert Euch an die heldenhafte Geschichte der Sowjetunion im Kampf gegen die deutschen Faschisten! Der Journalist Julius Fučik wurde im August 1943 von den Faschisten im KZ Ravensbrück ermordet. Jahrelang hatte er als Mitglied der illegalen Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei gegen den Faschismus gekämpft.

  3. Angriff auf Slavyansk am sonntagmorgen, 12.4 konnte abgewehrt werden und flüchten Richtung Kharchiv …
    http://rt.com/news/kiev-clashes-rioters-police-571

    #Blackwater und #Greystone geheim als Bevölkerungsunterdrücker unterwegs. Bezahlt von den USA, bestellt von der ukrainischen Putsch-Junta …

    -> Quelle: Stimme Russlands, 10.4.14: http://german.ruvr.ru/2014_04_10/Private-US-Truppen-sind-anscheinend-schon-in-der-Ukraine-2855

    => MEHR Infos: http://www.russland.ru/ostukraine-oppositionelle-weichen-nicht-mit-videos ;

    Totalle Mobilmachung durch Rekten Sektor:
    -> RT, 12.4.14: http://rt.com/news/ukraine-nationalist-call-mobilization-184 ;

    * Schuhe auf Ex-Außenministerin, Global Energay-Lobbyistin und Präsidentschafts-Kandidatin Hillery Clinton: Kommt ein Schuh geflogen … Hillary Clinton geht während einer Rede geht in Deckung
    -> Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=eaU7QqjJMUs ;

  4. Der Westen hat sich auf einem Abenteuer eingelassen, dass für Europa gefährlich werden kann.
    Leider unsere Politiker, als Befehlsempfänger der USA, haben nichts zu sagen und werden damit gehindert die Interessen Europas zu vertreten.
    Der Regimewechsel, war ein USA-Coup und sogar standardisiert…siehe Syrien, Libyen, Venezuela, und was die USA damit erreichen wollen ist absolut nicht im Interesse Europa.
    http://mundderwahrheit.wordpress.com

  5. От информатора в Киеве. Есть данные, что хунта собралась бомбить Луганск и Донецк. Их шеф, директор ЦРУ дал добро сегодня ночью. Разрешил убить не более 10 000 человек.
    Это серьёзно. Очень

    1. Kannst du das besser beschreiben, klingt interessant, aber dein deutsch ist nicht sehr gut?
      (maybe in english)

      1. Natali schreibt oben, dass ein Informant aus Kiew sagt, die Junta wuerde False-Flag-Bombenanschlaege in Lugansk und Donezk planen und der CIA-Chef Brennan haette einen Einsatz mit bis zu 10.000 Opfern genehmigt bzw. gutgeheissen.

  6. Tschuldigung,falscher video verlinkt. Meine Ironie bezog sich auf die traurigen Zustände in Kiewer Parlament.

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