Manipulation und Zensur der Tagesschau zur Attacke auf Oleg Zarew in Odessa

Am gestrigen Donnerstag wurde der in Opposition zur Kiewer Junta stehende ukrainische Abgeordnete und Präsidentschaftskandidat Oleg Zarew in Odessa von einem Schlägertrupp des „Rechten Sektors“ attackiert und in seinem Hotel belagert.

Da die lokale Polizei nichts unternahm, um Oleg Zarew vor den faschistischen Schlägern zu schützen, eilten Antifaschisten von einer nahebei wie jedes Jahr zum Tag der Befreiung Odessas vom Faschismus stattfindenden antifaschistischen Demonstration herbei, um sich den Schlägern der Junta in den Weg zu stellen und den antifaschistischen Präsidentschaftskandidaten zu schützen. Nachdem die antifaschistischen Selbstverteidungskräfte vor dem Hotel in der Überzahl waren, machte sich die Polizei daran, die Faschisten vor den Antifaschisten zu schützen und eine Sondereinheit der Polizei evakuierte Oleg Zarew in einem Fahrzeug mit getönten Scheiben durch den Hintereingang des Hotels. Zwar erwiesen sich Gerüchte um eine Entführung von Oleg Zarew durch die Sonderheit der Polizei, die ihn in Sicherheit brachte, später glücklicherweise als falsch, doch der von der Polizei nicht unterbundene Angriff des faschistischen Mobs von Anhängern der Junta, dessen Zeuge auch ein Beobachter der OSZE wurde, war sehr real.

Die staatliche deutsche Märchenschau hatte mit Udo Lielischkies einen Reporter vor Ort in Odessa und berichtete über die gewalttätigen Auseinandersetzungen, natürlich im Stile des Kampagnenjournalismus gegen Russland und nicht ohne dabei die Tatsachen auf den Kopf zu stellen und dabei wiederholt zu betonen, wie gewalttätig und gefährlich die pro-russischen Aktivisten seien. Bei seiner Reportage aus Odessa rutschte Udo Lielischkies jedoch ein entscheidender Satz heraus, der dem Ziel der Kampagne gegen Russland und russland-freundliche Aktivisten in der Ukraine fundamental entgegenstand. „Provoziert wurde der Zwischenfall eindeutig von Anhängern der Kiewer Regierung,“ sagte Udo Lielischkies zu den Ereignissen in Odessa in einem von der Tagesschau ausgestrahlten und bei Tagesschau.de veröffentlichten Video.

Einem Kommentator bei der Tagesschau fiel dieser entscheidende Satz auf, wie ein um 21:36h abgegebener Kommentar im Kommentarbereich zum Tagesschau-Artikel über Odessa bezeugt:

Am 10. April 2014 um 21:36 von Sceadu Wolfsson
„Provoziert wurde …

… der Zwischenfall eindeutig von Anhängern der Kiewer Regierung“ (Zitat Ende)
Das sind ja ganz neue, ungewohnte Töne aus ARD-Korrespondenten-Mund. Das macht Hoffnung.

Kurze Zeit später, rechtzeitig zu den Tagesthemen um 22:15h verschwand das Video mit der entscheidenden Aussage von Udo Lielischkies, dass der Zwischenfall eindeutig von „Anhängern der Kiewer Regierung“ provoziert wurde und wurde durch ein anderes, ansonsten nahezu inhaltsgleiches Video ersetzt, in dem ebenfalls gegen Russland und pro-russische AKtivisten gehetzt wurde, nur die eine entscheidende Aussage von Udo Lielischkies fehlte.

Einem Leser des Parteibuches fiel der Unterschied auf, und er gab im Kommentarbereich zu dem Tagesschau-Artikel folgenden Kommentar ab:

Aufschlussreiche Änderung des Videos

@21:36 von Sceadu Wolfsson

‚“Provoziert wurde der Zwischenfall eindeutig von Anhängern der Kiewer Regierung“ (Zitat Ende) Das sind ja ganz neue, ungewohnte Töne aus ARD-Korrespondenten-Mund. Das macht Hoffnung.‘

Genau dieser Satz wurde entfernt, als die Redaktion der Tagesschau ein neues Video zu dem Zwischenfall in den Artikel eingebettet hat.

Angesichts dessen halte ich Ihre Hoffnung für verfrüht. Offensichtlich war der Satz nur ein schnell korrigierter Ausrutscher im Agenda-Journalismus, der den Zuschauern der Tagesschau feilgeboten wird.

Und davon, dass der Präsidentschaftskandidat Oleg Zarev in Odessa offenbar entführt wurde, berichtet die staatliche deutsche Propaganda auch nicht.

Diesen Kommentar haben die Zensoren der staatlichen deutschen Tagesschau unterdrückt. Deutlicher als mit dieser Zensur kann die staatliche deutsche Märchenschau es kaum machen, dass sie nicht versucht, objektiv und neutral über die Geschehnisse in der Ukraine zu berichten, sondern anti-russische Propaganda betreibt, die die Wahrheit unterdrückt, wo immer es den Meinungsmachern zur Erfüllung der Ziele ihrer anti-russischen Agenda geboten erscheint.