Aufstand im Osten der Ukraine

In den ostukrainischen Städten Donezk, Lugansk und Kharkov haben pro-russische Aktivisten am heutigen Sonntag wesentliche Gebäude der staatlichen Macht besetzt. Anders als bei vorherigen Aktionen handelt es sich diesmal nicht um einen symbolischen Protest und es ist nicht vorgesehen, die Gebäude wieder an die faschistische Kiewer Junta zurückzugeben.

Sturm der Regionalverwaltung in Donezk:

Im Gebäude der besetzten Regionalverwaltung in Donezk haben Aktivisten Kommandostrukturen zur Verteidigung des Gebäudes gegen Räumungsversuche eingerichtet und davor Barrikaden gebaut:

Erklärung eines Besetzers:

In Lugansk haben Aktivisten das Gebäude des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU gestürmt:

In Kharkov gab es eine pro-russische Großdemonstration:

Am Abend haben AKtivsten in Kharkov einen Sturm auf die Regionalverwaltung unternommen:

Unterdessen gab es im Süden der Ukraine pro-russische Kundgebungen. Hier zum Beispiel spricht Oleg Zarev, ein russland-freundlicher Duma-Abgeordneter aus Dnepropetrovsk und registrierter Präsidentschaftskandidat, auf einer pro-russischen Kundgebung in der Küstenstadt Odessa:

Auch in der Küstenstadt Mariupol gab es eine pro-russische Kundgebung:

Und ebenso gab es in der südukrainischen Stadt Nikolaev eine pro-russische Demonstration:

Und auch in weiteren Städten der Ukraine gab es Demonstrationen für Russland und gegen Faschismus und gegen die EU, so zum Beispiel in Dnepropetrovsk und in Zaparozhe, und in Melitopol gab es am Samstag eine pro-russische Demonstration.

Die Kiewer Junta ist in Panik. Junta-Chef Turchinov hat eine geplante Reise nach Litauen kurzfristig abgesagt und stattdessen eine Dringlichkeitssitzung mit den Bossen bewaffneten Kräfte des Kiewer Putschregimes abgehalten, wonach er den Kampf der Faschisten gegen den antifaschistischen Aufstand im Osten der Ukraine persönlich anführen will. Über den Maidan in Kiew hat die Junta – vermutlich aus Angst vor einem Übergreifen der pro-russischen Proteste auf Kiew – eine nächtliche Ausgangssperre verhängt.

Nachtrag 7.4.2014: In Donezk besetzten pro-russische Aktivisten in der Nacht das Gebäude des SBU und am Montag Vormittag riefen Aktivisten in der Regionalverwaltung die „Volksrepublik Donezk“ aus:

In Lugansk hat der „Vereinigte Stab des Südostens“ im Gebäude des SBU eine Erklärung verlesen, in der erklärt wird, dass die Kiewer Junta den Volkswillen im Südosten ignoriert hat, Widerstand gegen die Kiewer Junta erklärt wird und zur Unterstützung des Widerstandes gegen die Kiewer Junta aufgerufen wird:

Aus Kharkov gibt es widersprüchliche Nachrichten. Arsen Avakov, der „Innenminister“ der Kiewer Junta, hat Ria Novosti zufolge erklärt, die Besetzer der dortigen Regionalverwaltung hätten das Gebäude verlassen, doch die Front des Südostens hat eine Erklärung veröffentlicht, in der sie diese Behauptung als Lüge bezeichnet.

Nachtrag 7.4.2014 21:00h: In Kharkov scheinen sich nach einem Tag ernsthaften Gerangels pro-russische Kräfte am Montag Nachmittag einstweilen durchgesetzt zu haben. Itar-Tass meldete am Montag Abend, dass Abgeordnete in Kharkov die unabhängige „Volksrepublik Kharkov“ ausgerufen haben. Bei VK gibt es ein Video dazu.

Nachtrag 8.4.2014: RT berichtet, dass es im Anschluss an die Ausrufung der „Volksrepublik Kharkov“ zu Auseinandersetzungen zwischen Anti-Putsch-Aktivisten und zur Kiewer Junta loyalen auswärtigen Polizeieinheiten gekommen ist. Im Gebäude der Kharkover Regionalverwaltung haben sich demzufolge von der Kiewer Junta geschickte auswärtige Polizeieinheiten verschanzt. Die Situation ist nach wie vor sehr undurchsichtig, sowohl in Kharkov als auch in Donezk und Lugansk.

Nachtrag 8.4.2014 15:00h: In den frühen Morgenstunden ist es der Kiewer Junta in Kharkov gelungen, mit einer „Anti-Terror-Operation“ das Regionalgebäude vollständig zu erobern, die Versammlung der pro-russischen Aktivisten aufzulösen und 64 Aktivisten zu verhaften. Der antifaschistische Widerstand in Kharkov erklärte daraufhin, den Kampf gegen die Junta als Partisanenkampf fortzusetzen:

Der antifaschistische Widerstand in Lugansk erklärte Anna News zufolge, dass die Kiewer Junta beabsichtigt, als nächstes das dortige SBU-Gebäude zu stürmen.

Nachtrag 9.4.2014 01:00h: Die Menschen in Donezk und Lugansk bereiten sich darauf vor, dass die Kiewer Junta im frühen Morgengrauen die Erstürmung der Barrikaden versuchen wird.

Hier ist ein Video aus Donezk von Mitternacht Ortszeit:

Und hier ist ein Video aus Lugansk kurz nach Mitternacht Ortszeit:

Nachtrag 9.4.2014 16:00h: Die erwarteten Sturmangriffe der Faschisten auf Lugansk und Donezk sind bisher ausgeblieben. Offensichtlich waren da in der letzten Nacht so viele Menschen auf den Barrikaden, dass die Junta sich nicht getraut hat, anzugreifen. Der Putschist Arsen Avakov, der sich gegenwärtig als „Innenminister“ bezeichnet, hat nun angekündigt, er werde die Situation in Lugansk und Donezk binnen 48 Stunden, also etwa bis Freitag Vormittag, unter Kontrolle bringen. Die nächsten Nächte in Lugansk und Donezk werden also wohl wieder spannend. Aus Sicht der Junta ist es wichtig, den Aufstand zu zerschlagen, bevor es am Wochende wie zu erwarten zu neuen Großkundgebungen gegen die Kiewer Junta kommt und die pro-russische Bewegung in Lugansk und Donezk dadurch gestärkt wird. Schafft die Junta es nicht, die Barrikaden bis Freitag Mittag aufzulösen, dann kann die Junta den nächsten Versuch kaum vor Montag Morgen starten – da aber könnten Lugansk und die „Volksrepublik Donezk“ schon so gut befestigt sein, dass jeder Sturmversuch aussichtslos ist.

21 Gedanken zu “Aufstand im Osten der Ukraine

  1. Derweil droht Turtschinow den Demonstranten im Osten mit „Anti-Terror-Einsatz“:

    „Heute Nacht ist ein Krisenstab gebildet worden. Gegen diejenigen, die zu Waffen gegriffen haben, werden Anti-Terror-Maßnahmen durchgeführt werden“, teilte Turtschinow am Montag mit. Er ordnete verstärkte Sicherheitsvorkehrungen an der Ost-Grenze an. Weil die Ordnungskräfte im Osten zu „passiv“ gegenüber den Demonstranten seien, würden sie mit Einheiten aus westlichen Regionen verstärkt werden, so Turtschinow.

    Ihm zufolge wird die Oberste Rada (Parlament) am morgigen Dienstag über eine Verschärfung der Strafen für Separatismus sowie über das Verbot einzelner Parteien entscheiden. „Der Separatismus und die Waffenanwendung gegen den eigenen Staat gefährden das Leben unserer Bürger und sind schwere Verbrechen. Gegen Verbrecher werden wir entschieden vorgehen“, so der Übergangspräsident.

    Davor bereits hatte die ukrainische Ex-Regierungschefin und Präsidentschaftskandidatin Julia Timoschenko von den Sicherheitsbehörden gefordert, Separatisten und „Terroristen unschädlich zu machen“.

    http://de.ria.ru/politics/20140407/268221000.html

  2. Ein sehr interessantes und aktuelles Interview zur Ukraine.

    Der umtriebige und unermüdliche Morris, interviewt den
    jungen Joaquin Flores.
    Gegen Ende des Videos zeichnet Flores ein düsteres Szenario, was die Ukraine möglicherweise erwartet.

  3. Währenddessen erhalten die Terroristen in Syrien jetzt amerikanische Panzerabwehrraketen, schade das Russland nicht die Eier hat seinerseits die benötigten Waffensysteme an die Syrer zu liefern (gerade bei der reaktiven Panzerung und bei der Lufwaffe ist dort Bedarf). So ist Obama Putin, der leider viel zu vorsichtig und zögerlich reagiert, immer einen Schritt vorraus:

    http://rt.com/usa/us-syria-moderate-opposition-weapons-921/

    1. sn

      Russland liefert der syrischen Armee seit langem Alles was sie für den Anti-Terror-Kampf braucht, von reaktiver Panzerung bis hin zu Kampfflugzeugen. Und die Ergebnisse sind entsprechend. Gegenwärtig eleminiert die Armee deutlich mehr als Hundert Terroristen täglich (am Sonntag waren es weit über 200), Dutzende bis Hunderte Terroristen geben wegen schlechter Erfolgsaussichten täglich den Kampf gegen die syrische Armee auf und die Armee macht Geländegewinne, wo immer sie das für richtig und ratsam hält.

      Der wesentliche Schlüssel zum Sieg für die syrische Armee sind aber nicht schwere Waffen. Schwerere Waffen führen zu größeren Kollateralschäden, was wiederum für mehr Zorn auf die Armee und einen Zustrom an Kämpfern für die Aufständischen führen kann. Die Meldungen über die wichtigsten Erfolge sind klein. Die heutige SANA-Meldung dazu sieht etwa so aus: 49 gunmen in Homs turn themselves in to authorities

      Some 49 gunmen on Tuesday turned themselves in and handed over their weapons in Homs old city neighborhoods to authorities, a source at the province told SANA.

      On Monday, 182 gunmen in Madaya and al-Moadamia towns in Damascus countryside who got involved in the ongoing events have turned themselves and their weapons to the authorities.

      Um diese Erfolge zu erzielen, sind präzise Waffen und Informationen notwendig, die möglichst zielgenau die Terroristen treffen, die partout keinen Frieden wollen. Mit größeren Bomben ist es da nicht getan, im Gegenteil, größere Bomben führen leicht dazu, dass Freunde, Väter, Söhne, Brüder oder Neffen Rache für die Toten nehmen wollen.

      Natürlich sind an manchen Stellen auch schwere Waffen wichtig, aber die hat die Armee, da wo sie sie braucht, wie etwa die heutigen Geländegewinne im Norden der Provinz Latakia zeigen: Army regains full control over al-Haramiyeh Mountain in Lattakia, eliminates terrorists.

      Die Panzer der syrischen Armee sind so ziemlich das Beste, was Russland hat. Wie die von Anna News veröffentlichten Videos zeigen, nutzt die russische Waffenindustrie den Krieg in Syrien als Gelegenheit, um die russischen Panzer ständig zu verbessern, und rüstet die Panzer mit Allem nach, was den Syrern vor Ort als hilfreich erscheint. Keine Panzerung, auch keine reaktive, ist jedoch perfekt. Was wichtiger zu sein scheint, ist die elektronische und elektro-optische Ausstattung von Panzern und gepanzerten Transportern sowie die Aufklärung und Koordination der Gefechtsführung durch die syrische Armee.

    1. clearly

      Das könnte genau das bedeuten, was da steht. Die von USA+EU an die Macht gebrachte Nazi-Junta will die Städte Lugansk und Donezk um jeden Preis zurück unter ihre Kontrolle bringen, und das schnell.

      Wenn die pro-russischen Aktivisten in Lugansk stark genug sind, um sich dagegen zur Wehr zu setzen, aber zu schwach, um den Versuch der Rückeroberung der Gebiete durch die Junta – wie auf der Krim – von vornherein völlig aussichtslos erscheinen zu lassen, dann kann es in der Tat zu viel Gewalt kommen.

    2. Gegenwärtig scheinen in Lugansk genug Leute auf der Straße zu sein, sodass ein Sturmangriff der Junta jetzt nicht möglich ist:

      Die große Frage ist: wie wird es morgen früh um 3:30h aussehen? Das ist etwa die Uhrzeit, wo die Junta den Angriff starten wird, wenn sie ihn denn startet – siehe Kharkov heute morgen. Jetzt – nachmittags – sind wieder genug Leute da, die gegen die Junta demonstrieren, aber am frühen Morgen waren es zuwenig.

      Wie viele Leute werden Nachtwache halten, um Lugansk vor einem nächtlichen/frühmorgendlichen Angriff der Junta zu schützen?

    3. Vielen Dank für die Infos.

      Allen Antifaschisten viel Erfolg bei der Verteidigung ihrer Freiheit. Mögen der heutige und alle folgen Tage von Frieden erfüllt sein.

      Faschisten verschwinden standesgemäß: kriechend

  4. Ohne die Unterstützung, gerade auch Militärtechnik, aus Russland, China und Iran, wären die tollen Erfolge der Syrischen Armee nicht möglich. Der Angriff der USA ( natürlich mit seinen Vasallen ) auf Syrien, hat wohl den Geduldsfaden, der Menschheit endgültig reisen lassen. Jetzt wird den USA bedeutet: Ihr habt fertig. Punkt

  5. Mal nüchtern. Der ehemalige Gewaltapparat und der gewählte Präsident persönlich hatten schon lange vor der ersten Demo aufgegeben und die ehrlichen Verteidiger der bürgerlichen Demokratie übelst verraten. So wie der Westen ihnen befohlen hatte. Die Regierung war also bereits von USA/NATO/EU verseucht und die Putschisten sind es noch mehr. Auch stand schon lange fest, dass sich der Westen mit der wirtschaftlich armen Westukraine NIE zufrieden geben wird und es finanziell in Form der EU auch kaum kann. Natürlich ist Ost- und Südukraine gegen Westen und pro Russland, Aber für USA/NATO/EU kostet die brutale Niederschlagung der Menschen in der reicheren Restukraine (grausames Wort) nur ein paar Millionen Euros, wenn überhaupt. Aber der Gewinn (bzw. vermiedene Verlust) geht jährlich in zweistellige Milliardenbeträge.
    Nach imperialistischer Geschäftslogik wäre also Terror- / Gewaltverzicht das Dümmste.
    Die Imperialisten würden nur dann auf die Restukraine verzichten, wenn der Waffengang zu teuer also riskant wird. Aber wie wollen die Menschen sich gegen den NWO Abschaum wehren ?

  6. Unglaublich, die Tagesschau berichtet über den Anschlag auf Zivilisten in Homs und das die SAA Rankus befreit hat!
    Sogar der richtige Terminus wird verwendet: „Die Bomben seien in einem überwiegend von Alawiten bewohnten Gebiet detoniert – dieser schiitischen Glaubensrichtung entstammt auch die Familie von Staatschef Baschar al-Assad“….wow nicht mehr „Sekte“ und nicht mehr „Diktator“, allerdings werden die Terroristen nach wie vor als „Terroristen“ betitelt aber immerhin kannte man solche Berichterstattung aus unseren Medien ja inszwischen nicht mehr:

    http://www.tagesschau.de/ausland/homsanschlag100.html

  7. Sogar die Bild berichtet ohne den Anschlag der Regierung in die Schuhe zu schieben:

    http://www.bild.de/politik/ausland/syrien-krise/autobomben-in-homs-25-tote-35442748.bild.html

    http://www.rp-online.de/politik/ausland/syrien-assad-sitzt-wieder-fest-im-sattel-aid-1.4164694

    Trotzdem geht der Berich von Seymour Hersh weiter im allgemeinen Medienrummel unter, und das obwohl er das Zeug hätte der Brisanteste nach Snowden zu werden:

    http://www.focus.de/politik/ausland/nach-journalisten-bericht-glatte-luege-tuerkei-weist-giftgas-vorwuerfe-zurueck_id_3756294.html

    http://www.focus.de/politik/ausland/krise-in-der-arabischen-welt/syrien/seymour-hersh-klagt-an-enthuellungsjournalist-obama-taeuschte-oeffentlichkeit-zu-syrien_id_3469220.html

    Und noch eine sehr skurile Nachricht:

    http://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2014/04/500509/psychopathen-im-syrien-krieg-al-qaida-droht-erdogan-mit-kannibalismus/

    …ist das jetzt echt oder die Fortführung des Erdogan-Drehbuchs zum Überfall auf Syrien? Wenn es echt ist rächt es sich also bereits jetzt das die Türkei dazu beigetragen hat das Al-Kaida wieder zu alter Stärke auferstehen konnte (ob das den Amerikanern gefällt, die aufgrund des Kampfes jetzt pleite sind und die tausende Soldaten verloren haben plus die verletzten…time will tell)

    1. „…ist das jetzt echt oder die Fortführung des Erdogan-Drehbuchs zum Überfall auf Syrien?“

      Wie anscheinend so gut wie alle vorherigen, so wurde auch dieses Drehbuch wohl eher in Washington geschrieben. Nachdem Erdogan die Rolle des strahlenden Helden angeboten wurde, mag er sich nicht nur gefragt haben, wo der Rest des Filmteams bleibt, sondern hat vielleicht eine aktuelle Fassung des Drehbuches gelesen, nach welcher der Held am Ende stirbt.

      „Die Agenten der US-geführten Gülen-Sekte und die zionistische US-geführte Propaganda-Maschine der westlichen Welt führten bald darauf einen massiven Angriff gegen Erdogan und seine Regierung durch, indem zur Gülen-Sekte gehörende türkische Staatsbedienstete Korruptionsermittlungen gegen Erdogan und seinen engsten Zirkel an Vertrauten durchführten und die Ermittlungen medienwirksam inszenierten. Die Botschaft der Gülen-Medien dazu lautete, dass Erdogan nun weg müsse, er besser sofort gehen solle, da Erdogan, spätestens wenn die AKP die Kommunalwahlen am 30. März haushoch verliere, wie das aufgrund der schockierenden US-gestützten Enthüllungen über Erdogan unausweichlich sei, sowieso abtreteten müsse. Nahezu täglich wurden seitdem auf US-Webseiten wie Twitter und Youtube abgehörte neue Skandale geleakt, die offensichtlich auf Abhörmaßnahmen der NSA oder ähnlicher US-geführter Geheimdienste basieren, und die westliche Propaganda-Maschine schwieg diese Dinge nicht tot, wie sie es sonst bei Verbündeten macht, sondern lieferte hämoische Kommentare dazu. […] Logischer Endpunkt des Kampfes um Unabhängigkeit von den USA wäre der Austritt der Türkei aus der NATO. […] Wenn Erdogan den Weg in Richtung NATO-Austritt gehen will, dann könnte Erdogan den Deal trotz der US-Sanktionsdrohungen finalisieren, und die dann möglicherweise kommenden US-Sanktionen als weiteres Argument dafür nutzen, dass die Türkei in der SCO besser als in der NATO aufgehoben wäre.“

      https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2014/04/03/erdogan-gewinnt-kommunalwahlen-und-ruft-eine-neue-turkei-aus/

      Fazit: 1. Erdogan soll wahrscheinlich sofort weg, denn Bewegungen der Türkei in Richtung NATO-Austritt, SCO und Russland sind für Washington Worst Case. 2. Der Hebel CIA-Gülen/Kommunalwahlen hat demnach nicht wie erwartet funktioniert. 3. Wie außerhalb einer schon fast an die Idee des Films „Die Truman Show“ erinnernden Desinformationskäseglocke jedes Kind weiß und H. Clinton zumindest indirekt und öffentlich verkündete, ist Al Qaida = CIA. Also wer droht da?

      PS: An dieser Stelle handelt es sich um den Kommentarbereich eines Ukraine-Artikels, doch dürfte der Bezug gleichwohl in der Weise gegeben sein, dass, wie in Arabien mit islamisch maskierten, in Europa mit nationalistisch maskierten oder in Lateinamerika mit sozial maskierten Faschisten, für dasselbe Ziel einer neoliberal-faschistischen Weltherrschaft in jeder Form und mit allen Waffen Krieg gegen die Solidarität und den Friedenswillen der Völker und alles Soziale geführt wird.

      Offenbar rollen nun die Panzer des durch den Völkerrechtsbruch der Einmischung und gegen den Willen des Volkes die Macht ergriffene, demokratisch komplett illegalen faschistischen Putschregimes in Richtung Donezk, Lugansk und Charkiw. Soll durch Unterstützung des US/EU-Regimes ein Krieg mit Russland hervorgerufen werden, da wohlweislich Russland niemals das Töten der Russen zulassen kann? Soll Russland so die Möglichkeit genommen werden Syrien weiter vor einer geplanten Bombardierung schützen zu können? Soll ein fingierter „syrischer Angriff“ auf die Schiffe rund um Washingtons angebliche Chemiewaffenvernichtungsaktion im Mittelmeer dafür den Vorwand liefern?

  8. UKRAINE: Gute Quelle mit sonst verschiegenen Infos!
    -> http://www.russland.ru/ostukraine-oppositionelle-weichen-nicht-mit-videos

    MULTI/LIVESTREAM federalization antiputsch protest #antimaidan SouthEast #Ukraine #Uprising #Donetsk #Lugansk #Odessa #Nikolaev u.a.
    -> Anti-Maidan: http://www.anti-maidan.com

    #Kiev regime moves artillery and APC’s to #Donetsk.
    People try to bock the vehicles
    http://www.youtube.com/watch?v=0wdDbZGxWRs
    > 9.4.http://rt.com/news/kiev-forces-eastern-ukraine-512/

    #Kiev regime sending at least 6 tanks to #Lugansk where citizens demand referendum
    9.4.: http://voiceofrussia.com/news/2014_04_08/Tanks-heading-for-Ukraine-s-Lugansk-on-Kiev-order-0126

  9. Westen kann nur zerstören, dort wo er eingreift, entstehen gescheiterte Staaten
    EU warnt, dass in der Ukraine die Entstehun eines „gescheiterten Staates“ droht, wenn es dem Land nicht finanziell hilft. Jetzt soll also Russland das Chaos bezahlen, das USA und EU dort angerichtet haben und zudem eine Regierung von Faschisten finanzieren – das ist wohl zuviel verlangt.
    -> Quelle: http://news.antiwar.com/2014/04/06/eu-warns-russia-faces-failed-state-neighbor-in-ukraine

    * Christoph Hörstel: RUSSLAND – USA: Jetzt redet Moskau
    Wir hatten es in unseren Großmedien als Top-Meldung: „Nato sieht Russland jetzt als Gegner“. Die Russen haben sich etwas Zeit gelassen, bis sie sich jetzt äußerten – und sie bleiben strikt zurückhaltend, gießen kein Öl ins Feuer, sagen einfach nur ganz ruhig „was Sache ist“.

    Das gilt auch für die Aufrüstung der Nato in der Region.
    http://de.ria.ru/security_and_military/20140409/268239211.html

    Und den kontraproduktiven Raketenschild, der ja angeblich gegen Iran helfen sollte, ein Land, mit dem die USA sich soeben einigen.
    http://de.ria.ru/security_and_military/20140409/268238746.html

    Und nicht zuletzt die ziemlich intensive weitere Anwesenheit von US-Truppen und -Basen in Afghanistan nach dem „Abzug“ gibt Moskau zu denken…
    http://de.ria.ru/politics/20140409/268238593.html
    http://de.ria.ru/politics/20140409/268238150.html
    http://de.ria.ru/security_and_military/20140409/268239477.html

  10. Wirtschaft: Hörstel: UKRAINE: Jetzt wird offiziell EU „eingenordet“
    Mich erinnert das Verfahren fatal an die berühmt-berüchtigte „CPA“, die „Coalition Provisional Authority“
    unter dem ebenso korrupten wie skrupellosen Paul Bremer ab 2003 im Irak, der dafür sorgte, dass US-Konzerne die fettesten Brocken aller öffentlichen „Wiederaufbau“-Projekte bekamen – und auch bei der Unterdrückung des Landes vielfach beteiligt war.
    -> http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-eu-schafft-unterstuetzungsgruppe-a-963479.html
    -> http://en.ria.ru/world/20140409/189127202/European-Commission-to-Set-Up-Ukraine-Support-Group–EC.html

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