Ukrainischer Protestführer Dmytro Yarosh erklärt die Ziele des Kampfes

Dmytro Yarosh, der Führer der stärksten Strömung der Protestierenden auf dem Maidan in Kiew, des rechten Sektors, hat gerade via Youtube ein Video veröffentlicht, in dem er der Öffentlichkeit erklärt, wofür in der Ukraine gekämpft wird.

Rechter Sektor: die große ukrainische Rückeroberung

Die große ukrainische Rückeroberung, für was der Rechte Sektor kämpft.

Wir, Kämpfer und Kommandeure des rechten Sektors, in Erinnerung des heroischen Kampfes von Svyatoslav Khorobry und Danyl Halytsky, Bohdan Khmelnytsky und der Ukrainischen Aufständischen Armee, in Verkörperung des Rechts des Volkes zum Aufstand gegen Ungerechtigkeit, im Bewusstsein der Verantwortung vor den Toten und Versehrten der Helden des Maidan, befinden uns im Kampf

– für das Recht eines jeden ukrainischen Bürgers auf menschliche Würde
– für ein faires Verfahren gegen die Aufstandspolizisten der Berkut und andere Unterdrücker des Besatzungssystems
– gegen die Erniedrigung und Verarmung des ukrainischen Volkes
– gegen den Krieg gegen das eigene Volk
– für die Verantwortung der Wähler und verantwortliche Politik
– für die Wahl von Richtern
– gegen die käufliche marginale Demokratie
– gegen die Degeneration und den totalitären Liberalismus
– für die traditionelle völkische Moral und familiäre Werte
– für den Kinderreichtum der ukrainischen Heimat und eine physisch und geistig gesunde Jugend
– gegen die kulturelle Verfettung und die Ausschweifungen
– gegen jedwede internationale Integration zu Bedingungen, die nicht die Ukraine diktiert
– für die Einheit und die Großartigkeit der ukrainischen Nation
– für die große ukrainische Rückeroberung, die große europäische Rückeroberung.

Damit beginnt das bloß, beginnt die Auferstehung des Kiewer Rus, beginnt die Auferstehung von Europa, und das beginnt auf unserem Maidan. Ruhm der Ukraine.

(Das eingebettete Video ist eine mit englischen Untertiteln versehene Kopie des Videos vom Kanal des Rechten Sektors, welches sich im Original hier befindet.)

Wie man also sieht, hat Dmytro Yarosh eine klare Vision, wie er und seine Leute vom „Rechten Sektor“ die Ukraine und Europa umgestalten wollen. Anders als andere Figuren hat Dmytro Yarosh Einfluss „on the ground“ und er ist auch nicht dadurch diskreditiert, dass er zur weichgespülten und in „Freiheit“ umbenannten „Sozial-Nationalen Partei der Ukraine“ gehört, die nicht nur gute Beziehungen zu anderen „wertkonservativen“ europäischen Parteien wie etwa der britischen BNP und der deutschen NPD unterhält, sondern deren Vorsitzender Oleh Tyahnybok sich nicht einmal zu schade dafür ist, sich mit Personen wie John McCain, Victoria Nuland und Frank Walter Steinmeier zu treffen.

Wie die CIA-Postille „Time“ vor drei Wochen berichtete, erklärte Oleksiy Tsibko, ein zu der Gruppe „Afgantsy“ gehörender Mitkämpfer auf dem Maidan, schon damals: „Die Schlacht läuft bereits, und falls (die Polizei) auch nur eine echte Kugel abfeuert in einen von unseren Jungs, dann haben wir genug, um in der gleichen Art zu antworten, und glauben Sie mir, es werden nicht nur ein paar Hundert sein, die dann tot herumliegen, wenn es vorbei ist.“ Nun hat irgendjemand die erste Kugel abgefeuert, doch bisher gibt es nicht einmal ein paar Hundert, sondern erst 76 Tote. Zwar konnten vorgestern schon mal 1500 Schusswaffen erbeutet werden, mit denen der Kampf für „konservative Werte“ in der Ukraine und in Europa demnächst energischer vorangetrieben werden kann, aber einen Regime Change in der Ukraine gibt es bisher dennoch noch nicht.

Klar, dass nun die EU, die USA, Kanada und natürlich auch deutsche Politiker, angeführt von der olivgrünen 3-Liter-Panzer-Partei und getragen von Union und SPD, etwas tun wollten um das zu ändern. Nachdem die Elite der westlichen Wertegmeinschaft Al Kaida als Proxy im Krieg gegen Syrien nutzt, werden in der Ukraine natürlich auch Kräfte wie der „rechte Sektor“ unterstützt. Es gibt für die westlichen Eliten offenbar keinerlei Grenzen mehr. Messerscharf haben EU, die USA, Kanada nun Sanktionen gegen die ukrainische Regierung beschlossen, um so die von Personen wie Dmytro Yarosh, Oleh Tyahnybok und Oleksiy Tsibko angeführten Demonstranten auf dem Weg zur Erlangung der Macht in der Ukraine und Europa zu unterstützen. Nach dem, was die Nazis damals vor 81 Jahren „deutsche Revolution“ nannten, könnte Europa nun also bald wieder soweit sein. Unruhige Zeiten könnten in Europa anbrechen. Es ist längst nicht gesagt, dass der nächste große Kampf um Europa, den die selbstgerechte Elite der „westlichen Wertegemeinschaft“ gerade im Begriff ist, anzuzetteln, weniger Opfer fordern wird, als die letzten beiden großen europäischen Kriege im 20. Jahrhundert.

17 Gedanken zu “Ukrainischer Protestführer Dmytro Yarosh erklärt die Ziele des Kampfes

  1. Für solche Freiheitsideen hat sich der Gute aber den falschen Tyrannen mit einer Mitgliedschaft in der EU ausgewählt.
    EU heißt Unfreiheit und Diktat!

  2. Egal ob Pro-EU oder echte Freiheitskämpfer, wie kann sich ein durch eine „Revolution“ geschwächtes Land gegen äußere Einmischung zu Wehr setzen, wenn Länder wie die USA, die EU und andere NATO-Staaten nachsetzen, um es unter ihre Fittiche zu bekommen? Vor ein paar Jahrzehnten war es noch eher möglich als heute, und dann entstand dadurch das eine oder andere kulturell oder technologisch hochentwickelte Land, wobei heute vermutlich nur ein ganz kleiner Spielraum für eine Entwicklung bleibt, da die Intellektuellen der angegriffenen Völker wie so oft durch Geisteshand eines „natürlichen“ Todes sterben und somit bei der Entwicklung eines Volkes erneut die Handbremse gezogen wird. Irgendwie bin ich bei der Ukraine sehr skeptisch, wenn Rußland sich nicht langsam mal etwas mehr einmischt, wie es derzeit scheint.

    1. Viele Ukrainer wollen nicht, dass Russland sich einmischt. Sie legen Wert darauf, ihren Stall selbst auszumisten. Aber Ukrainer sind auch kameradschaftlich, und helfen Europa gern mit Hilfe zur Selbsthilfe dabei, die Unterdrücker aus den europäischen Ställen auszumisten.

  3. Nicht neues auf ihrem Planeten!
    Sie mussten in den 1920 Jahren auf offenen Faschismus setzen, und heute müssen sie wohl von dem bei uns noch herrschenden indirekten Faschismus, zum offenen Faschismus umschalten. Sie benutzen, immer die Mittel, die ihnen den vollen Erfolg erbringen.

  4. Warum sollten diese lupenreinen Stiefelfaschisten auch sagen, dass sie in die EU der Kapitaldiktatur wollen, falls sie eine, mit dem Geld der Kapitaldiktatur, als „Christianisten“ für Anti-Demokratie-Terror in Europa aufgebaute Version der angeblichen „Islamisten“, in Wirklichkeit religionslosen bezahlten Terroristen sind, welche als, der Übernahme der Staatsgewalt durch die Kapitaldiktatur unkritisch gegenüberstehende, demokratiehassende Faschisten für Anti-Demokratie-Einsätze in islamisch geprägten Gebieten gezüchtet wurden? Wenn Religion oder welche Lehre auch immer, wie zu vermuten nur ein Deckmantel ist, werden sich beide bestens verstehen, beim Terror gegen alle Demokraten, was gegebenenfalls auch daran liegen könnte, dass beide von derselben Organisation geführt werden.

    Die NATO und ihre Geheimarmeen:

    Wir sind arm, weil wir beraubt werden. Dieses Verständnis von privat (lat. privare = beraubt) könnte angesichts der unter dem westlichen Kapital-Regime immer schneller wachsenden Massenverelendung wie in den 1970ern erneut politische Kräfte mpbilisieren und organisieren, die sich für die Demokratisierung des Großkapitals einsetzen. Da könnte, wie schon mehrmals in der Geschichte geschehen, der bezahlte Terror der Stiefelfaschisten ganz nützlich sein, um deren Verbrechen der echten demokratischen Opposition anzuhängen und die Bürger sich schutzsuchend hinter dem ebenfalls rechten EU-Regime versammeln zu lassen. Wie ein Schafhirte, der sich Wölfe hält, damit ihm die Schafe folgen und seinen Hunden gehorchen.

    Strategie der Spannung:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Strategie_der_Spannung

    Wozu sollte dem Gewäsch der einen Faschisten, die verkleidet auf die eigenen Leute schießen, damit korrupte rechte Medien und Politiker die passenden Bilder für ihre Kriegspropaganda bekommen, mehr Beachtung geschenkt werden als den anderen Faschisten, die offenbar dasselbe tun?

    Attention, Ukraine! Provocation on EuroMaidan! :

    Die kurze Doku bekommt im Moment fast 10 000 Klicks täglich und ist (noch) online.

  5. Депутаты Госдумы РФ требуют проверить деятельность МосКомПриватБанка на предмет финансирования террористических организаций на Украине
    Как сообщил сегодня заместитель Председателя ЦК КПРФ Валерий Рашкин, депутаты фракции КПРФ инициировали обращение в Генеральную Прокуратуру России в связи с возможной причастностью владельцев МосКомПриватБанка к финансированию радикальных организаций на Украине.
    Пресс-служба МГК КПРФ
    2014-03-04 15:43

    «Информация о том, что один из владельцев данного банка Игорь Коломойский является спонсором действующей на Украине радикальной организации «Правый сектор», подтверждается российскими и украинскими СМИ. «Правый сектор» должен быть признан в России террористической организацией. Недопустимо, чтобы деятельность украинских «бандеровцев» и нацистов финансировалась за счет доходов, которые украинские банкиры получают в России. А это более чем возможно, учитывая деятельность Игоря Коломойского, спонсирующего украинских нацистов», – прокомментировал данное обращение Валерий Рашкин.

    http://kprf.ru/dep/gosduma/activities/128952.html
    http://pravdoiskatel77.livejournal.com/9961290.html

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