Kann Yingluck diesen Putschversuch abwehren?

In der US-freundlichen „demokratischen“ Monarchie Thailand wiederholt sich seit vielen Jahren immer das gleiche hässliche Politspiel: die Bevölkerung wählt in demokratischen Wahlen eine rote Regierung, doch nach kurzer Zeit organisieren gelbe Monarchisten in Bangkok Massenproteste und blutige Randale, die zwangsläufig Gegengewalt der Sicherheitskräfte hervorruft, was die thailändische Armee wiederum als Anlass nimmt, die Regierung zur Wiederherstellung des öffentlichen Friedens mit einem Putsch zu stürzen, um dann anschließend eine aus den Anführern der monarchistischen Randalierer bestehende Übergangsregierung einzusetzen, die das Land bis zu erneuten Neuwahlen regiert, welche dann prompt wieder von den weggeputschten roten Kräften gewonnen werden und so weiter und so fort. Im Allgemeinen wird gesagt, die thailändische Armee habe in den vergangenen „demokratischen“ Jahrzehnten bislang 18-mal einen Staatsstreich verübt, doch bei genauem Nachzählen könnte man auch auf mehr Putsche kommen, darunter einige in den letzten Jahren.

Grob mag man die roten Kräfte tendenziell als china-orientierte sozial-demokratische und die gelben als US-orientierte konservativ-monarchistische Kräfte betrachten, wobei die praktisch spürbaren Unterschiede in der Politik allerdings ähnlich gering sind wie die zwischen SPD und Union in Deutschland oder die zwischen Demokraten und Republikanern in den USA. Somit lässt sich die Situation in Thailand durchaus auch so sehen, dass mit den Roten und den Gelben in der thailändischen Politik lediglich zwei mächtige Seilschaften ohne weitergehende Ziele mit allen fairen und unfairen Mitteln um Macht, Einfluss und Geld für sich und ihre Klientel ringen.

Gegenwärtig befindet der politische Zyklus in Thailand sich wieder einmal in der Phase, wo gelbe Monarchisten in Bangkok Massenproteste und blutige Randale gegen eine demokratisch gewählte rote Regierung organisieren. Als unmittelbarer Anlass für die Proteste diente ein von der Regierung vorgeschlagenes Amnestiegesetz, dass außer einigen Putschisten auch dem gegenwärtig im Exil in Dubai Bruder der gegenwärtigen, demokratisch gewählten Regierungschefin Yingluck Shinawatra, Thaksin Shinawatra, eine straflose Rückkehr nach Thailand hätte ermöglichen können, nachdem der Tycoon Thaksin 2001 demokratisch zum Regierungschef Thailands gewählt, 2006 durch einen auf Proteste folgenden Militärputsch entmachtet und anschließend vom regelmäßig mit monarchistischen Putschisten sympathisierenden obersten Gericht Thailands wegen Machtmissbrauches und Korruption zu zwei Jahren Haft verurteilt wurde. Des Weiteren werfen die protestierenden Gelbhemden Yingluck Shinawatra vor, sie habe, weil sich viele Reisbauern unter den Anhängern der Roten befinden und Reisanbaugebiete im Norden Thailands ihre Hochburg sind, die staatlichen Ankaufspreise für Reis zu hoch festgesetzt, was zu einer Überproduktion von Reis und einer Verschwendung von Steuergeld geführt habe.

Die zu Überproduktion führenden hohen Reisankaufspreise wurden schon vor einer Weile korrigiert, bereits unmittelbar nach Beginn der Proteste hat die Regierung ihren Entwurf für das Amnestiegesetz zurückgezogen, die Regierung hat im Parlament eine von der Opposition initiierte Vertrauensabstimmung haushoch gewonnen und außerdem hat Regierungschefin Yingluck Shinawatra Gespräche, ihren Rücktritt und Neuwahlen angeboten, wenn dadurch der gesellschaftliche Frieden wiederhergestellt werden kann, doch die Proteste der Gelben gehen mit ungebremster Vehemenz weiter. Suthep Thaugsuban, der Anführer der Protestierenden lehnt Gespräche, einen Rücktritt der Regierung und Neuwahlen ab und fordert stattdessen, dass die Armee dem sich in den Protesten ausdrückenden Volkswillen Rechnung tragen solle, einen von ihm bestimmten „Volksrat“ unter seiner Führung als Übergangsregierung einsetzen soll, der, nachdem er das Land von der Regierung und ihren Funktionären gesäubert hat, Thailand wieder auf den Weg der Demokratie zurückführen werde. Im Verlaufe der jüngsten Proteste haben Protestierende bereits mit Gewalt TV-Sender erstürmt oder mit Drohungen zur Ausstrahlung ihrer Meinung gezwungen, Polizeistationen attackiert und versucht, den Regierungssitz zu erstürmen. Wie bei politischen Randalen in Thailand üblich, so hat es auch bei den Protesten in diesem Zyklus bereits mehrere Tote gegeben.

Das auf gewalttätige Eskalation setzende Vorgehen der Protestierenden und ihrer Anführer sieht bisher nach dem bestens bekannten Schema zur Vorbereitung vergangener Putsche in Thailand aus, und wenn alles so läuft wie immer, dann müsste Yingluck nach ein paar Tagen weg vom Fenster und einer der Anführer der Protestierenden von der Armee zum ungewählten Chef einer Übergangsregierung bestimmt werden. Auch wenn sich die Armee bisher zurückhaltend zeigt, und die Vermittlung von Gesprächen anbietet anstatt einen Putsch durchzuführen, dann kann das durchaus als die Taktik gelten, erst dann in das Geschehen einzugreifen, wenn der Wunsch der Bevölkerung, wieder Frieden und Ordnung zu haben, als groß genug zur Rechtfertigung eines Putsches erachtet wird. Doch einiges läuft dieses Mal trotzdem ganz anders als es in den letzten Jahren üblich war.

Zuerst mal ist auffällig, dass die westlichen Medien, anders als etwa 2006, wo die westliche Propaganda ihrem Publikum mit Lügen und Halbwahrheiten ein klares Freund-Feind-Schema vermittelt hat, demzufolge die Gelben die Guten und die Roten die Bösen waren, und ein Putsch in Thailand von der Freiheit propagierenden „westlichen Wertegemeinschaft“ als „Notwendiges Übel“ angesehen wurde, ist diesmal die Berichterstattung der westlichen Medien über Thailand offenbar im Großen und Ganzen um Objektivität bemüht. So war beispielsweise bei der staatlichen deutschen Tagesschau am Freitag ganz offen zu lesen, die Opposition in Thailand fordere Hilfe vom Militär, also einen Militärputsch, und am Sonntag brachte die Tagesschau in einem Kommentar klipp und klar zum Ausdruck, dass die Regierung in Thailand demokratisch gewählt wurde, und die Protestbewegung, die „einige gute Gründe für Wut und Ärger“ habe, sich „wahrlich nicht als demokratische Alternative“ präsentiere. Andere westliche Medien berichten ähnlich, und auch die gewalttätigen Provokationen der gelben Anti-Regierungsdemonstranten werden diesmal von den westlichen Medien thematisiert.

Ein weiterer Unterschied ist, dass Regierungschefin Yingluck extreme Kompromissbereitschaft bis zum Angebot von Rücktritt und Neuwahlen demonstriert und die von mit den Roten durchaus sympathisierenden Kräften geführte Polizei extreme Zurückhaltung zeigt. Die polizeiliche Zurückhaltung geht sogar soweit, dass sie sich dem Ansinnen von gewaltbereiten Demonstranten, zentrale Gebäude staatlicher Strukturen in Thailand zu besetzen, nicht in den Weg stellt, um so Konflikte zu vermeiden. Weiterhin bemerkenswert ist, dass thailändische Gerichte, anstelle die zum Zwecke der Putschvorbereitung randalierenden Protestierenden wie 2008 mit Rechtsbeugungen zu unterstützen, in diesem Jahr Haftbefehle gegen führende gelbe Aufrührer wegen Anstiftung zum Aufruhr und ähnlicher strafrechtliche Verdachtsmomente erlassen haben, die den Anführern der zur Putschvorbereitung inszenierten Randale anstatt Posten in einer von der Armee eingesetzten ungewählten Übergangsregierung lebenslange Haft einbringen kann.

Durch die Strategie von Dialog und Zurückhaltung von Polizei und Regierung springt die auf gewalttätige Provokationen und permanente Eskalation setzende Strategie der für nichts außer einer undemokratischen Selbstermächtigung protestierenden Aufrührer dem Publikum besonders deutlich ins Auge, was für eine größere Ablehnung der Randalierer und ihrer Anführer durch die Bevölkerung sorgt. Dieser Effekt wird verstärkt dadurch, dass westliche Medien darüber offen und klar berichten anstatt die gewalttätigen Provokationen der Gelben zu verschweigen. Jeder kann so sehen, dass gegenwärtig eine gewalttätige Horde durch Bangkok zieht, die nichts anderes will, als mit dem unlauteren Mittel eines Putsches die Macht zu erlangen. Gibt es Neuwahlen, so müssen die Gelben schon jetzt damit rechnen, dabei eine schwere Niederlage zu erleiden, und das, obwohl die Regierung vor Beginn der Proteste in einem Umfragetief steckte.

Ob das in Summe reicht, um die gerade gewohnheitsmäßig putschenden Militärs in Thailand diesmal vom Putsch abzuhalten, bleibt zwar noch abzuwarten, aber so schlecht wie heute standen royalistische Putschisten in Thailand selten da.

Nachtrag: Sensationelle Entwicklung in Thailand: Xinhua meldet gerade, dass die Protestierenden, nachdem sie in das Hauptquartier von Polizei und das Gelände der Regierung gelassen wurden, sich da ordentlich und freundlich benommen haben und die Straßenproteste in Bangkok daraufhin abgebrochen worden seien. Yingluck selbst sei in die Provinz gefahren, um da Vorbereitungen für die Geburtstagsfeier des Königs zu treffen, und regele von dort ihre Amtsgeschäfte. Protestführer Suthep halte sich demgegenüber weiterhin in einem anderen Gebäude in Bangkok auf, wo er sich verbarrikadiert habe, um einer Verhaftung zu entgehen. Ob das bereits der Sieg für Yingluck ist? Die nächsten Stunden und Tage werden es zeigen. Im Moment, wo die Straßenproteste sich offenbar gerade auflösen, scheint es jedenfalls keinerlei Vorwand mehr für einen Putsch zu geben.

18 Gedanken zu “Kann Yingluck diesen Putschversuch abwehren?

  1. Der Paradigmenwechsel kommt allmählich in die Gänge – Chinas strahlt aus:

    aus http://www.spiegel.de/politik/ausland/chinesische-staatszeitung-brueskiert-grossbritannien-bei-cameron-besuch-a-936982.html
    – Großbritannien? Eine verblichene Großmacht „mit ein paar ordentlichen Fußballteams“, sonst nur noch gut „zum Reisen oder Studieren“.

    Ein Bloomberg-„Reporter“ wurde des der Grossen Halle des Volkes verwiesen – ganz im Sinn der chinesischen PRopagandahoheit – und Cameron der Greise hat …

    – … ausdrücklich Tibet als Teil Chinas anerkannt …

    Das passt bestens zum Canossagang der in Deinem Beitrag beschriebenen PResstitution.

    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

  2. +++die Bevölkerung wählt in demokratischen Wahlen eine rote Regierung, doch nach kurzer Zeit organisieren gelbe Monarchisten in Bangkok Massenproteste und blutige Randale+++

    eben nicht. Das ist ja das Dilemma hier. Es sind keine demokratischen Wahlen, wenn die Dorfvorsteher in den roten Provinzen vor der Wahl Kuverts mit bis zu 1000 Baht verteilen, damit auch ja der Thaksin-Clan gewählt wird.
    Viele werden nun sagen, dann nehme ich halt das Geld und wähle was anderes. Das geht eben nicht so einfach, da die Wahl selbst auch alles andere als demokratisch abläuft. So werden bei Ausgabe der Stimmzettel tw. die Seriennummern mit den Angaben aus der ID-Karte eingetragen. Liest der Provinchef dann die Stimmzettel vor, weiss er hinter genau, wer hier eine andere Partei gewählt. Dazu kam bei einer Wahl auch noch, das die Wahlkabinen entgegen internationalen Standards so gedreht wurden, das jeder mitsehen konnte, wo das Kreuz gemacht wurde. Dazu kommen dann natürlich unfinanzierbare Wahlversprechen, wie die Subventionierung des Reisankaufs, das letztendlich Thailand dann auf den 3. Platz zurückgeworfen hat. Die Regierung Yingluck ist soeben bei Transparency Corruption Ranking von 88 auf Platz 102 gerutscht und ist somit die korrupteste Regierung, die Thailand je hatte.

    1. Mein HofberichtBEstatter erklärt die Gelbe Demokratie inzwischen so:

      aus http://www.nzz.ch/aktuell/international/auslandnachrichten/opposition-in-thailand-will-saemtliche-ministerien-besetzen-1.18193270
      – Stattdessen will er einen nicht gewählten Volksrat einsetzen, der einen neuen Ministerpräsidenten und dessen Kabinett bestimmen soll.

      Interessante Variante der Grossen Koalition, nicht? Da ist die Rote Demokratie allemal demokratischer, zumal Demokratie weltweit ein ziemlich plastischer Begriff ist, nicht zuletzt auch innerhalb des Westens.

      Die Teflonkanzlerin will z.B. kein direktes Mitspracherecht ihrer Wähler, alle 4 Jahre ein Kreuzchen plus das Klingen der Totenglocken im Demonstrationsrecht. Aus Schweizer Sicht könnte ich wohl begründet behaupten: Deutschland ist keine Demokratie. Berlusconi hat Italien jahrelang vorgeführt, demokratisch betrachtet unterste Schublade, oder?
      Japan rafft sich ebenfalls auf, der 130er wird weltweit immer beliebter:

      aus http://netzfrauen.org/2013/12/01/fukushima-maulkorberlass-zehntausende-demonstrieren-und-whistleblower-gibt-informationen-preis/
      – Künftig soll es nicht straffrei möglich sein, Schlechtes über Tepco oder die japanische Regierung zu sagen und/oder zu verbreiten. Investigative Journalisten fürchten, in Zukunft nicht mehr über Skandale, Korruption und ähnliches berichten zu können, weil dies zur Straftat würde, die auch mit Gefängnisstrafen belegt werden kann.
      … Ohne etwas zu wissen, schafft sich Demokratie selbst ab. Während einer gut besuchen Demo beim Parlament sagt Y. Fujimoto, der Sprecher der NGO Friedens-Forum „wenn das durchgeht, ist unsere Verfassung nur mehr ein Fetzen Papier“.

      Das hat der GrössenWahn über die US-Verfassung auch gesagt:

      aus http://nachdenkzitate.blogspot.ch/
      Die Verfassung ist nichts weiter, als ein Gottverdammtes Stück Papier!
      George W. Bush

      Des Weiteren:

      aus http://netzfrauen.org/2013/12/05/japans-neues-gesetz-droht-presse-und-whistleblower-mundtot-zu-machen/
      – “Das Gesetz entspricht dem Ermächtigungsgestz der Nationalsozialisten, die alle Informationen kontrollierten” …
      … Dem Volk wird im Grunde die Souveränität genommen.
      … “Neues japanisches Geheimhaltungs-Gesetz wird von den USA begrüßt …“

      🙂 Der Staat, welcher den sprichwörtlichen GrössenWahn 2x per Wahlfälschung an die imperiale Spitze hievte, mittlerweile das Potential hat. Der Staat, welcher mittlerweile das Potential hat, per NSA zu wählen und mit ziemlicher Sicherheit davon Gebrauch machen wird, derweil die Einheitspartei mit patriotisch geschwellter Brust Demokratie und Freiheit definiert, je nach Windrichtung. Da hat Thailand noch einen weiten Weg vor sich.

      Übrigens, hier eine ziemlich lesenswerte Analogie, wie Organisationen à la Transparency funktionieren.
      http://www.zeit.de/2012/48/Klimawandel-Marc-Morano-Lobby-Klimaskeptiker/komplettansicht

      Wenn jemand auf der Abschussliste steht, nützen die besten Argumente nichts, weil es nicht mehr um Argumente geht, sondern um Glauben. So glaubt ja auch Matschbirne Klitschko daran, Demokratie sei sich sein Gehirn von der Adenauer Stiftung waschen zu lassen um dann als Minderheit über die Mehrheit zu herrschen.

      Dagegen hilft nur GegenPRopaganda resp. das eigene Haus PRopagandistisch in die gewünschten Bahnen zu lenken. Nicht zu verachten ist auch die Einschränkung jeglicher Fremd- / SchadPRopaganda. Russland hat’s begriffen, China hat’s begriffen und die westliche Höchstkultur verwechselt ihre eigene höchstkulturelle PRopaganda mit Wahrheit, Ethik und Moral.

      Politisch unkorrekt: Der Neger – Thai – hat gemäss zionistischer Rassismus-Normen ein Recht auf dunkle Hautfarbe, aber sein Gehirn hat er gefälligst Stupid White zionistisch zu waschen.

      Die Amis auf Kurs
      Grüsse
      kosh

  3. Richard Assweiler

    Unfug. Was du hier vorbringst sind die typischen leeren Argumente royalistischer Putschisten, die ein Problem damit haben, dass ihre korrupte US-hörige Politik keine Mehrheit in Thailand hat.

    Die Wahlen in Thailand sind regelmäßig hart umkämpft, und natürlich kommen dabei auch unfaire Methoden zum Einsatz. Doch sie werden regelmäßig im Großen und Ganzen von der ganzen Welt als frei und fair betrachtet. Und die Wahlergebnisse, sprich die Wahlsiege der Roten, sind auch genau das Ergebnis, das Meinungsfragen regelmäßig vorhersagen. Es ist auch kein Zufall, dass die Gelben das Ergebnis der Wahlen anerkennen, und erst Jahre später mit ihrer Putsch-Randale anfangen, wenn sie meinen, die Popularität der Roten sei gesunken.

    Unrealistische Wahlversprechen gehören in allen Demokratien zum Alltag, und rote und gelbe nehmen sich da in Thailand nichts. Transparency International ist eine Propaganda-Organisation, die dazu da ist, der westlichen Wertegemeinschaft nicht genehme Regierungen mit faktenfreien Anwürfen von Korruption anzuschießen. Was Transparency International sagt, bedeutet überhaupt nichts, außer wen die Hintermänner dieser Organistion leiden können und wen nicht. Im übrigen behauptet Transparency International auch nicht einmal, Korruption zu messen, sondern erklärt, lediglich die Wahrnehmung von Korruption in Erfahrung zu bringen.

    Wenn die Gelben regieren wollen, dann sollten sie eine Politik machen, die bei Wahlen Mehrheiten in der Bevölkerung findet. Putsche sollten sie hingegen lassen, denn sie finden keine Mehrheiten in Thailand. Die gelben Putschisten, diskreditieren sich mit ihren Putschereien bloß selbst.

    1. leider kein Unfug. Z.B. gehörten die Wahlen 2001 zu den schmutzigsten Wahlen überhaupt. Stimmenkauf en masse. Das ist eben das Manko einer Demokratie. Hat jemand die Gabe, die einfache Bevölkerung eines Landes an sich zu binden, kann das Land anschliessend in den Boden gestampft werden, es ist halt Demokratie. Bestes Beispiel auch Kärnten unter Haider – das Land ist finanziell ruiniert, nur weil Geld über die Bevölkerung geschüttet wurde. Ich finde, jedes Land hat das Recht, dies zu stoppen, ggf. auch mit etwas undemokratischen Mitteln.

      Würdest du einen Atomangriff auf westliche Staaten tolerieren, wenn in Pakistan in naher Zukunft, eine demokratisch gewählte Taliban-Regierung an die Macht und an den Atomkoffer kommen würde? Nein, ich sicher nicht….
      Auch in Ägypten war es richtig, einen Islamischen Staat Ägpten zu verhindern, auch wenn das Militär momentan viele Fehler macht.

      Ich und meine Frau fanden die gesamten Projekte der DP wesentlich besser, als die populistischen Projekte der Yingluck-Regierung. Aber ich weiss, die Rothemden wollen Geld, wenn möglich von der Regierung und nicht aus Arbeit.

      Warte mal, bis Moody Thailand auf Ramschstatus abstuft, mal sehen was dann die Rothemden sagen, wenn Yingluck alle Suventionen wieder mangels Finanzen streichen muss. Dann gibt es Massendemos der Rothemden – es ändert sich also gar nichts. Es wird immer krachen, so oder so.

      Wir sehen morgen weiter – der gesamte Clan ist heute nach London geflogen, nur noch Yingluck und ihr kleiner Bruder sind da. Zumindest heute noch🙂

      1. Richard

        „Hat jemand die Gabe, die einfache Bevölkerung eines Landes an sich zu binden … das Land ist finanziell ruiniert, nur weil Geld über die Bevölkerung geschüttet wurde. Ich finde, jedes Land hat das Recht, dies zu stoppen, ggf. auch mit etwas undemokratischen Mitteln.“

        Schlimm, eine Regierung, die Geld an die einfache Bevölkerung verteilt, anstatt es den Reichen in den Allerwertesten zu blasen, und so WÄhler an sich bindet. Kein Wunder, dass die USA und ihre Lakaien darauf sauer sind.

        „Ich und meine Frau fanden die gesamten Projekte der DP wesentlich besser, als die populistischen Projekte der Yingluck-Regierung.“

        Das kann ich mir denken, ihr gehört dann wohl vermutlich auch zu den Reichen da, die sich ärgern, wenn in einer Demokratie der Staat Geld für die Armen ausgibt, und deswegen die Demokratie abschaffen wollen. Typisch für die überhaupt nicht demokratische, aber dafür voll korrupte „Demokratische Partei“ Thailands und ihr asoziales privilegiertes US-freundliches Klientel.

        Erwarte für diese verlogene, asoziale und undemokratische Haltung, wie sie in der dritten Welt typisch ist für die Lakaien der US-Empires, hier nicht auch noch Verständnis oder gar Sympathie.

        Und genau diese asoziale Einstellung der undemokratischen DP-Lakaien des US-Empires wird dazu führen, dass die DP auch die Wahlen 2015 wieder voll verliert. Selbst Schuld.

      2. +++++Schlimm, eine Regierung, die Geld an die einfache Bevölkerung verteilt, anstatt es den Reichen in den Allerwertesten zu blasen, und so WÄhler an sich bindet. Kein Wunder, dass die USA und ihre Lakaien darauf sauer sind.+++++

        das ist eben der Irrtum vieler. Auch diese Regierung bläst Geld in den Allerwertesten Thaksins. Thaksin hatte 2011 um die 400 Millionen US$, jetzt schon wieder 1,7 Milliarden. (lt. Forbes)
        Hunderttausende Reisfarmer warten aber auf das Geld schon seit 8 Monaten, ebenso schon tw. 2 Jahre auf die Auszahlung der Hochwasserhilfe. Warum denkst du, ist Thailand auf Platz 102 in Sachen Korruption gerutscht? Das ganze Geld, das für diverse Projekte zur Verfügung gestellt wurde, versickert momentan irgendwohin. Sogar Yingluck selbst, musste dies beim Reisprogramm zugeben.
        Abhisit hat Geld über ganz Thailand ausgeschüttet – wohlüberlegte Projekte. Schuldgeld-Befreiung kommt jeden Eltern zugute, nicht nur im Isaan. Was hat aber ein Süd-Thai von Reis-Subventionierung, wenn die gar keinen Reis anbauen. Mit vielen Demonstrationen haben sie nun auch ein wenig Subventionen erhalten, aber was ist mit den Palmöl-Farmern im Süden?

        Ich kann als PM nicht nur einen Teil Thailands subventioneren, nur weil hier die meisten Wähler sitzen. Mach das mal in Deutschland – die Merkel würde gelyncht werden.

      3. Richard

        „Ich kann als PM nicht nur einen Teil Thailands subventioneren, nur weil hier die meisten Wähler sitzen. Mach das mal in Deutschland – die Merkel würde gelyncht werden.“

        In Deutschland gibt es regional wirksame Subventionierungen auch, und zwar in besonders großem Stil. Eine solche gezielt regional wirksame Subventionierung nennt sich zum Beispiel „Aufbau Ost“ und sie geht sogar mit einer Sondersteuer namens „Solidaritätszuschlag“ einher. Ebenso gibt es indirekte regional wirksame Subventionierungen in Deutschland etwa über die Anlage von Kasernenstandorten in Bayern und einen Länderfinanzausgleich, der meist von Süd nach Nord wirkt.

        Deswegen käme niemand in Deutschland auf die Idee, Merkel zu lynchen oder einen Militärputsch zu machen.

        Über die Wirksamkeit und Vernünftigkeit von Yinglucks Politik kann man sicher streiten. Du warst es, der Yingluck hier vorgeworfen hat, Wähler im armen Reisbauer-Norden durch Subventionen an sich zu binden. Nun, wo dein Argument zur Rechtfertigung einer Militärdiktatur nicht greift, behauptest du auf einmal das Gegenteil, nämlich, dass die Subventionen gar nicht ankommen.

        Das zeigt nichts weiter als deine Unaufrichtigkeit, typisch für die DP und ihre undemokratische gelbe Klientel. Anstatt sich auf die Wahlen 2015 zu konzentrieren, und da unter Ausnutzung der Fehler Yinglucks und der Roten zu gewinnen, versuchen sich die Faschisten mal wieder im Putschen, und der Rechtfertigung des Putschversuches mit den abstrusesten und in sich widersprüchlichen Begründungen.

        Und genau deswegen werden sie nun wohl auch die Wahlen 2015 haushoch verlieren: die Bevölkerung Thailands ist in ihrer großen Mehrheit die Putschereien der gelben Faschisten leid und will Demokratie. Und zur Demokratie gehört, dass die Opposition die Macht durch den Gewinn von Wahlen, und nicht durch blutige Randale und Putsch erlangt.

    1. Moho

      Wie woanders in der Welt auch, steht die zum korrupten Hotelpartei-FDP-Komplex gehörende Naumann Stiftung auch in Thailand beim Putschen für den totalen Wirtschaftsfaschismus in der ersten Reihe.

      Die machen noch nicht mal ein Geheimnis, dass sie gegen Demokratie sind und anti-demokratische Putsche als „Notwendiges Übel“ für die Durchsetzung von Wirtschaftsfaschismus betrachten:

      http://www.german-foreign-policy.com/en/fulltext/56344

  4. Schon interessant wie ein Westler (Assweiler) die gelben Faschisten unterstuetzen kann! Unterstuetzung ist eines, nicht die Wahrheit zusagen um das Wort Luege nicht zu nennen, das Andere. Wir, meine Frau und ich mit meinen Kindern leben im Isaan und betreiben ein KMU, haben im 2011 Geld von den Gelben angenommen und meine Frau hat Rot gewaehlt. Es gilt festzuhalten, dass beide Seiten Stimmen gekauft haben und das in grossem Umfang. Ohnehin muss gesagt werden, dass in Thailand kein Politiker, Polizist oder Beamter Karriere machen kann ohne massive zu korrumpieren. Der Shinawatra Clan kommt aus der selben Ecke wie alle Anderen auch, Die bekaempfen sich doch bloss aus purer Machtgeilheit, dabei machen es die Shinawatra Parteien etwas besser weil sie dank populistischer Entscheide die Landbevoelkerung hinter sich schart und nicht auf die eigene Bevoelkerung schiessen laesst. Die faschistischen Parolen welche der Suthep, anerkannterweise einer der schlimmsten und korruptesten Menschen in Thailand, rauslaesst sollten an sich schon unter Strafe stehen. Der Typ ist nicht nur ein brauner Nationalist schlimmster Praegung sondern auch noch fremdenfeindlich, trotz der Millionen welche Auslaender nach Thailand tragen werden wir schikaniert. Es ist schon bedenklich, dass ausgerechnet an sich gebildete Auslaender (Deutsche) das faschistische Gedankengut unterstuetzen, offenbar reichte die Erfahrung bis 1945 nicht aus solches zu unterdruecken.

  5. Wenn man sonst nichts Konkretes vorzubringen hat, muss anscheinend die Nazikeule her.
    Apropos fremdenfeindlich: Die Visabestimmungen wurden gerade vor ein paar Tagen (fuer verheiratete auslaendische Ehepaare) verschaerft, gleich um 100 Prozent)

    Ansonsten hat der Blogbetreiber ueber die thailaendische Politik und die dortigen Verhaheltnisse alles (mMn) bestens wiedergegeben.
    Ehrlich gesagt wundert mich das etwas, er lebt ja nicht dort.

  6. Zitat Parteibuch
    „Wie woanders in der Welt auch, steht die zum korrupten Hotelpartei-FDP-Komplex gehörende Naumann Stiftung auch in Thailand beim Putschen für den totalen Wirtschaftsfaschismus in der ersten Reihe.“

    Das sehen auch andere so. Allerdings wird in diesem Bericht bemaengelt, dass die Grossen viel, Mittleren wenig und Kleinen so gut wie nicht vom Programm profitieren. Also das Gegenteil von Wirtschaftsfaschismus.
    Es ist empfehlenswert, den Bericht trotz Antipathie gegen die Stiftung komplett zu lesen

    1. Moho

      “ Allerdings wird in diesem Bericht bemaengelt, dass die Grossen viel, Mittleren wenig und Kleinen so gut wie nicht vom Programm profitieren.“

      Um das zu wissen, muss man nicht erst einen Bericht einer FDP-Stiftung lesen. Natürlich ist Politik in gewisser Weise immer darauf bedacht, für die eigene Klientel Vorteile herauszuholen, und natürlich ist das auch – und besonders – in Thailand so. Und wer viel hat, dem wird viel gegeben, denn er hat dann auch viel Einfluss und kann viel für seine Partei bewegen.

      „Also das Gegenteil von Wirtschaftsfaschismus.“

      Das war anders gemeint. Die Stiftung der korrupten US-hörigen deutschen Hotelpartei sucht nach Gründen, die Roten zu entmachten, um die mit ihnen liierten gelben WIrtschaftsfaschisten zu installieren, und da ist ihnen jeder Grund recht.

      Aber es gibt Hoffnung: noch zwei solche Wahlen wie die letzte, wo die FDP an der 5%-Hürde scheitert, und die FDP-Stiftung ist erledigt, weil sie dann keine deutschen Steuergelder mehr für ihre weltweiten subversiven Aktivitäten bekommt. Und dann kann sie auch nicht mehr mithelfen, mit deutschen Steuergeldern in fremden Staaten wie Thailand, Ukraine, Honduras und so weiter wirtschaftsfaschistische Putschs nach dem Geschmack des US-Empire zu organisieren.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.