Al Kaida rückt in Aleppo vor

Nachdem das international aktive Netzwerk „Al Kaida“ mit Azaz die bis dahin letzte noch unter Kontrolle von NATO-Lakaien verbliebene Grenzstadt im Nordwesten Syriens unter Kontrolle gebracht hat, sind Kämpfer der zu Al Kaida gehörenden Organisation „Islamischer Staat in Irak und in der Levante“ in den vergangenen Tagen auch in Aleppo selbst mit großer Entschlossenheit gegen FSA-Lakaien der nord-atlantischen Terror-Organisation NATO vorgegangen.

Dabei hat Al Kaida sich in Aleppo nun insbesondere um die Reste der ob ihrer selbstsüchtigen Kriminalität berüchtigten FSA-Terrorbande „Ghuraba Al-Sham“ und ihre Kameraden gekümmert, die seit über einem Jahr die nördlichen und östlichen Stadtteile Bustan Al Basha, Inzarat und Hanano unsicher machen. Für Zionisten und NATO-Terrorführer, deren Kriegsstrategie gegen Syrien darin besteht, nicht zu Al Kaida gehörende Terrorgruppen selektiv so zu stärken, dass die syrische Regierung gestürzt und Al Kaida besiegt wird, sind das ganz schlechte Nachrichten.

Wenn NATO-Führer wie Erdogan über die Nordwestgrenze Syrien Waffen und Munition an NATO-Lakaien schicken möchte, dann müssen diese Hilfslieferungen Checkpoints von Al Kaida passieren, und Al Kaida kann sich nun eine beliebige Menge der Hilfslieferungen, Waffen und Munition für eigene Zwecke als Transitsteuer einbehalten, wodurch es für die NATO an der Nordwestgrenze Syriens nun unmöglich ist, konkurrierende Gruppen mit selektiven Hilfslieferungen stärker als Al Kaida zu machen. Unterstützen die NATO-Führer hingegen weiterhin Al Kaida, so müssen sie erstens damit rechnen, dass Al Kaida den ganzen Krieg gewinnt, und zweitens, dass sie, wenn sie mit Al Kaida in Streit geraten sollten, und Al Kaida daraufhin Ziele im NATO-Gebiet mit Bombenanschlägen bekämpft, ernste Probleme mit ihren eigenen Bevölkerungen bekommen. Als relevante Akteure im Nordwesten Syriens verbleiben lediglich die syrische Armee, Al Kaida und kurdische Volksverteidigungskräfte der YPG. Lakaien der NATO spielen im Nordwesten Syriens keine Rolle mehr. Faktisch bedeuten diese Bilder deshalb, dass die NATO-Führer ihren schmutzigen Proxykrieg gegen Syrien an der nordwestlichen Front genauso gegen Al Kaida verloren haben, wie sie ihn im Osten gegen Al Kaida verloren haben.

Die Aufmerksamkeit wird sich nun auf die südwestliche Front richten, die letzte offene Front gegen Syrien, die der zionistisch-wahhabitischen Terrorachse Israel-Frankreich-Saudi-Arabien im Krieg gegen Syrien jetzt noch verbleibt.

Nachtrag: So, wie es ausschaut, greift Al Kaida nun die im Nordwesten Syriens in der Provinz Idlib liegende Stadt Darkoush an. Darkoush befindet sich gegenwärtig noch unter Kontrolle von FSA-Lakaien der NATO. Darkoush liegt dicht an der Grenze zur Türkei. Obwohl es da keinen offiziellen Grenzübergang gibt, und Fahrzeuge die Grenze da nicht passieren können, so dass Schmuggelgut zu Fuß geschleppt werden muss, geht da trotzdem recht viel Schmuggelware durch. Sollte Al Kaida auch Darkoush erobern, wird die nordwestliche Grenze Syriens für die NATO-Lakaien noch weiter undurchlässiger.

13 Gedanken zu “Al Kaida rückt in Aleppo vor

  1. Die Rebellen in Syrien verfügen nach eigenen Angaben erstmals über Aufklärungsdrohnen. Die zehn unbemannten Flugzeuge seien im September von Saudi-Arabien bereitgestellt worden, sagte ein Offizier der FSA am Donnerstag in Jordanien: „Zum ersten Mal seit dem Beginn der Revolution sind wir auch in der Luft präsent.“

    Nach Angaben westlicher Diplomaten wurden die Drohnen von Saudi-Arabien finanziert und von den USA sowie Frankreich geliefert.

  2. Wer sagt, dass die Al-Kaida nicht im Interesse der USA handelt? Angeblich wurde sie vom CIA gegründet.

    1. @Zaungast
      Klar ist Al Kaida eine Gründung von Saudis und CIA. Es gab aber bei Al Kaida immer mal wieder Probleme mit Kontrollverlusten von Seiten ihrer Führer in Israel/NATO/GCC-Staaten.

      Und auch nach Syrien ist Al Kaida mit Billigung und Unterstützung von Israel/USA gekommen. Man erinnere sich bloß an den Artikel in der US-zionistischen Washington Post, wo die Tätigkeit von Al Kaida in Syrien geradezu in den Himmel gelobt wurde.

      WINEP/AIPAC-Israel-Lobbyist Aaron Y. Zelin – der von dem die hier in diesem Parteibuch-Artikel verlinkte Fotostrecke stammt – sagte damals Al Kaida bewundernd:

      „Das ist die vorrangige Jihadi-Organisation jetzt in Syrien.“

      http://articles.washingtonpost.com/2012-08-19/world/35490516_1_al-nusra-al-qaeda-links-aleppo

      Al Kaida ist im Interesse Israels nach Syrien gekommen, angelockt von in Britannien und den USA gehosteten Terroristen-Foren, und finanziert vermutlich direkt vom Mossad, um den FSA-Banditen etwas mehr mörderischen Biss zu geben.

      Doch Israel/CIA und Co ist es gegangen wie dem Zauberlehrling bei Goethe – sie wurden die Geister, die sie riefen, nicht mehr los.

      Al Kaida ist in Syrien viel stärker geworden als Mossad und CIA das geplant hatten. Dass Al Kaida die von den NATO-Proxies eroberten Städte nun ihrerseits erobert, und Al Kaida die FSA-Proxies der NATO Dutzendweise wegen Verdachts der Kollaboration mit ungläubigen Amerikanern köpft, ist für die Kriegsbemühungen von Israel/NATO/GCC gegen Syrien sehr ärgerlich, weil ihre Proxies dadurch geschwächt und vom Krieg gegen die syrische Regierung abgelenkt werden.

      http://english.farsnews.com/print.aspx?nn=13920630000401

      Aber dass Al Kaida nun im Nordwesten Syriens auch noch sämtliche Grenzübergänge zur Türkei (Ad-Dana, Azaz und Jarabulus) beherrscht, ist für Mossad/CIA ein Supergau, da ihre FSA-Proxies in der Gegend damit weitgehend vom NATO-Nachschub abgeschnitten sind, der Vernichtung durch Al Kaida harren und NATO/Mossad den Krieg gegen Syrien damit an dieser Front verloren haben.

      Was offensichtlich passiert ist, ist, dass Al Kaida in Syrien ihren Herren von CIA/Mossad/Bandar – mal wieder – völlig außer Kontrolle geraten ist.

    2. Nicht im Interesse der USA. Supranationale oligarchische Strukturen aus dem Halb-Verborgenen wollten von der Herbeizitierung und Heraufbeschwörung der „Clash of Civilisations“-Doktrin profitieren, den „Nahen und Mittleren Osten“, Nordafrika und Kaukasus, dann Ost- & WestAfrika, Zentralasien, und dadurch schließlich China und Russland neu aufmischen – „ordo ab chao“.
      Dazu wurde, auch unter Beteiligung der CIA, ein Bedrohungs-Millieu* geschaffen, in dem sich „Rebellen, Freiheitskämpfer, Widerstandskämpfer, aufopferungsbereite Märtyrer“ berufen sahen, sich zu organisieren unter dem Dachverband eines bloßen Labels,
      der „Al-Quaeda“,
      mit einem halb ins mythische entstilisierten charismatischen Führer und ideologischen Oberhaupt und Identifikationsfigur (erklärtermaßen wider Willens) „Osama bin Laden“.
      Dabei handelte die CIA ebensowenig im Interesse der USA, wie die deutschen „Nachrichtendienste“ und „Verfassungsschutz“ in der Regel im Interesse der Bundesrepublik oder gar derer Verfassung arbeiten.

      Die „Al-Kaida“, die dadurch entstanden wurde, ist auch weniger eine feste, klar definierbare Organisation, als viel eher eine lose Ideologie, mit solchen gemeinsamen Merkmalen bei den sich ihr zugehörig dünkenden, wie religiöser Fanatismus „wahhabitisch-salafistischer“ Prägung, Verachtung für vermeintlich „Ungläubige“ und den „dekadenten Westen“, Glaube an den „Dschihad“ gegen den „großen Shayṭān“ USA, der die Recht-Gläubigen vernichten wolle, zu dessem Gleichnis die USA eigens aufgebauscht worden sind. Dazu kamen die historischen Parallelen zu den Kreuzzügen und die unaufgearbeiteten Komplexe und Risslinien/ ungekittete Sollbruchstellen allerseits deswegen gerade recht.

      *Wäre ich ein naiver und idealistischer junger Mann in einem islamischen Land, wäre ich mir von den Kapriolen ausgehend scheinbar vorrangig von USA und Alliierten auch bedroht vorgekommen und hätte durchaus möglicherweise selbst zur Waffe gegriffen, um meine Familie, Staat und Religion zu verteidigen.
      Ich würde mich selbst einen „Al Kaida-Kämpfer“ o.ä. nennen.

      Das war mir Minuten nach den Anschlägen von „9/11“, als die Journalisten urplötzlich und bar jeder faktischer Argumentation Stichwortgeber seitens US-Offizieller zu zitieren begannen, diese Anschläge seien „Osama bin Ladens Al Kaida“ zuzurechnen, klar,
      dass damit nunmehr die Welt im großen Stil entzweigespalten werden sollte.
      „Der Westen vs. Islam“, sollte das Motto lauten,
      wie das plötzliche Aufkommen und der inflationäre Siegeszug des „Unworts“ „Islamisten“ mir im Folgenden eindeutig bestätigend demonstrierte. Dann kam als psycho-logische Folge natürlich die „Terrorangst“ in den USA, „Heimatschutz“ und „Patriot Act“, „Anthrax Threat“ und was auch immer, der an den Haaren herbeigezogene Angriff auf Afghanistan, geplante Eskalationen, bis der Riese USA blindängstlich um sich schlug und wirlich dem „großen Teufel“, dem idealen Feindbild der „Al Kaida“ glich.

      Diejenigen, die davon profitieren wollten, haben dieses psychologische Spiel, diese Spaltungen, betrieben, diese Ängste entfacht, das Nest für „Al Kaida“ bereitet und sie ausgebrütet, nicht die USA an sich.

      Doch wie Einparteibuch schon gerade schrieb, der Geist aus der Flasche ist ihnen durch die unerwartete Standhaftigkeit der eigentlich zu Opfern auserkorenen gerade ausgebüchst und momentan nicht mehr sonderlich dienstbar und wendet sich, zu stark geworden, gegen die Interessen seines ehemaligen geheimen Herrn.

      1. Klingt logisch und nachvollziehbar, wie religiös verkleidete Faschisten außer Kontrolle geraten sind und sich nun gegen die Interessen ihrer Herren wenden. Doch falls dem so ist, warum wird die Unterstützung, ohne die diese Banden keine Chance haben, statt diese einzustellen, massiv verstärkt; direkt ausgeführt oder durch die scheinsouveränen Befehlsempfänger unter den Regimen der Stellvertreter in und außerhalb der Region?

      2. @clearly
        Ich würde das, ganz banal, etwa wie folgt erklären:

        Die Al Kaida zugrunde liegende Takfiri/Wahhabi-Ideologie hat ein umfangreiches theoretisches Gedankengebäude über sich und ist, leicht abgewandelt, Staatsdoktrin in GCC-Staaten wie Saudi Arabien und Katar. Zahlreiche einfache Menschen finden die Idee, dass alles Übel der Welt daher kommt, dass die Takfiri/Wahhabi-Ideologie des Islam nicht vollumfänglich angewendet wird, sehr attraktiv und viele sind bereit, ihr Leben dafür zu geben, um die Doktrin durchzusetzen.

        Dieses ideologische Potential versuchen sich unterschiedliche Herren zu Nutze zu machen. Dabei gehen sie davon aus, wer mehr in die dieser extremen Ideologie anhängenden Kampfgruppen investiert, für dessen Interessen werden sie letztlich kämpfen. In Syrien waren/sind diesbezüglich zum Beispiel Konkurrenzen zwischen Katar, Saudi Arabien, UAE, Bahrein und Kuwait zu sehen.

        Haben solche Wahhabi/Takfiri/-Al Kaida-Gruppen jedoch unterschiedliche Sponsoren, die mit jeweils größeren „Spenden“ um Einfluss buhlen, können die Gruppen ein Eigenleben entwickeln, wo sie die Spender gegeneinander ausspielen und selbst nach ihren Vorstellungen entscheiden können, was sie tun.

        Ich meine, um den Gruppen den Saft abzudrehen, muss man an diejenigen ran, die die Ideologie populär machen, also insbesondere dafür sorgen, dass die GCC-Staaten aufhören, diesen menschenverachtenden und rassistischen Jihad zu predigen. Da traut sich der Westen jedoch nicht ran (wenn er das überhaupt erwägt), weil seine netten GCC-Kumpels am Ölhahn sitzen und gute Geschäftspartner sind.

  3. So was ist von außen schwer abzuschätzen.
    Als Originatoren aggressiver Taktiken sind die oberen Hierarchien innerhalb der Oligarchien informationstechnisch immer mindestens einen Schritt voraus; von außerhalb der entscheidungsfällenden Strukturen kann man nur anhand der eingetretenen Phänomene die Wahrscheinlichkeiten spezifischer weiterer Entwicklungen abwägen.

    Zunächst mal möchte ich anmerken, dass heute in einem von Net News Global getickerten Artikel gemeldet wurde, die Unterstützung für die „bewaffneten Gruppen und Terroristen“ in Syrien habe stark nachgelassen:
    „The military sources also said that the foreign supports for the armed groups and terrorists have considerably decreased.“
    http://english.farsnews.com/newstext.aspx?nn=13920721000946

    Desweiteren gibt es innerhalb der Ränge der Oligarchien auch verschiedene Fraktionen mit durchaus im Einzelnen widerstrebenden aktuellen Interessenlagen.
    So sehen sich einige der von Ihnen angesprochenen Stellvertreter-Regime, die ja dennoch auch noch prioritäre Eigeninteressen hegen, insbesondere z.Zt. das Saudi-Arabiens und wohl (auch nach dem Abgang Hamad Al-Thanis) jenes von Katar, usw., durch den unerwarteten vorläufigen Ausgang ihrer Syria-Regime-Change-Bemühungen und Obamas angeblichen „Pivot“ nach Ostasien gerade in eine existentiell bedrohliche Lage manövriert. In die Enge getrieben könnten sie nun zu manch besonders gefährlichen Verzweiflungsaktionen fähig sein.
    Dem türkischen Präsidenten Erdogan, der sich politisch unklug publik total festgelegt hat, geht es mit Einschränkungen wohl ähnlich.
    Frankreichs ‚Grand Orient Nation‘ (kleiner Scherz) als ehemalige und de-facto gebietsweise noch währende chauvinistische Kolonialmacht über Syrien und weite Teile Nord- und West-Afrikas mag gewissermaßen ähnliche Partikularinteressen, zusätzlich zur dort vorherrschenden Zionismusunterstützung (s.u.), verfolgen.

    Weiterhin gibt es unter den oligarchischen Herrschaften nicht Wenige (hüstel, Untertreibung des Monats) mit zionistischer Gesinnung, die schon bekanntgeben haben lassen (u.a. durch Alon Pinkas, den Ex-US-Generalkonsul Israels), wie sehr es ihnen zu Pass käme, wenn der Konflikt in Syrien längstmöglich unentschieden bliebe und sich die terroristischen bewaffneten Gruppen und die syrische Armee gegenseitig „ausbluteten“:
    „“This is a playoff situation in which you need both teams to lose, but at least you don’t want one to win — we’ll settle for a tie. Let them both bleed, hemorrhage to death: that’s the strategic thinking here.“
    Für Israels hinter Checkpoints und Sperrmauern verschanzte Machthaber wäre ein in Frieden wiedererstarktes Syrien weitaus bedrohlicher erscheinend, als ein paar kaum mögliche Al-Kaida-Anschläge auf Israels Normal-Bevölkerung.

    Außerdem soll „Al Kaida“ u.ä. wohl in anderen Teilen der Welt noch wichtige Pläne erfüllen helfen, z.B. als „Boko Haram“ et al in Nigeria, Kenia, Mali, Algerien, Ost-China etc., um dort Angst und Terror und Sezession zu verbreiten.

    Nicht zuletzt bleiben die zahlreichen Hardcore-Psychopathen und zur Irrationalität neigenden Erz-Soziopathen unter den Oligarchen zu erwähnen, die sich einfach niemals geschlagen geben würden, solange sie noch einen Fuß in der Tür zu haben meinen, und die vermutlich auch rein des sadistischen Gemetzels und er Zerstörungswut wegen den Terroristen weiterhin jede Hilfe zukommen ließen.

    1. Oh mann, sorry, edit: „West-China“, gemeint war Xinjiang. Naja, in China ist halt alles andersrum. Halt nein, das war ja Australien…
      Bräuchte insgesamt mehr Zeit zum Korrekturlesen.
      Alles Liebe, sincerely

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