Amaurose der deutschen Wählerschaft

Bei der Bundestagswahl 2013 ist genau das herausgekommen, was die Global Times erwartet hat: die Politik wird sich nicht ändern.

Wie sollte es auch? Der Großteil der wesentlichen Parteien von CDU über FDP und SPD bis hin zu den Grünen verfolgt schließlich – nicht ganz zufällig – in wesentlichen Fragen wie Marktwirtschaft und Westbündnis die gleiche Politik. Selbst in der von den Massenmedien verschmähten Linkspartei dominieren rechtsextreme Agenten der Kriegstreiber weite Teile der Partei.

Von den gedankelosen Jubelpersern der Massenverblödungsmedien der sogenannten westlichen Wertegemeinschaft wird gerade kübelweise Spott und Häme über die rausgeflogene Lobbyistenpartei FDP ausgegossen. Kaum jemandem der Claquere kommt dabei der Gedanke, dass die FDP möglicherweise nicht nur deshalb rausgeflogen ist, weil sie eine Partei von Lobbyisten ist, sondern vielleicht auch deshalb, weil Westerwelle in den Koalitionsverhandlungen mit der CDU/CSU 2009 den Abzug der US-Atomwaffen herbeiführen wollte und 2011 im UN-Sicherheitsrat dem NATO-Krieg zur Zerstörung Libyens die deutsche Stimme verweigerte, während rote und grüne Politiker Kriegseuphorie zeigten. Von ebensowenig Verstand zeugt der dumpfe Hass weiter Teile der Linken gegen die AfD, die in ihrer rechtspopulistischen Rhetorik ein Abklatsch der CDU ist, sich aber von der CDU dadurch unterscheidet, dass sie dem kriegslüsternen Empire der westlichen Corpokratie mehr Steine an der Heimatfront der EU in den Weg legt.

So bleibt, was war, und wird, so traurig es ist, angesichts der Amaurose der deutschen Wählerschaft schon fast zur realpolitischen Hoffnung des Widerstandes gegen das Empire: Mutti. Es könnte schlimmer sein.

8 Gedanken zu “Amaurose der deutschen Wählerschaft

  1. Die Deutschen legen ein Armutszeugnis ab. Dabei müsste in einem so hoch entwickelten Land der Bürger so intelligent sein, das er mitbekommt was geschieht. Aber dem scheint nicht so. Jetzt müssen wir die bittere Pille schlucken. Sozialstaat, sichere Arbeitsplätze oder vernünftige Löhne haben Bürger die so naiv sind nicht verdient. Das Signal an die Elite wurde gesendet und freudig aufgenommen. Mit der Wahl haben wir Ihnen gezeigt da geht noch was. Und es wird garantiert kommen. Darauf ist verlass.

  2. @Strack

    Ich denke es handelt sich viel mehr um Wahlbetrug da nützt auch keine Intelligenz . Die Strippenzieher im hintergrund sorgen schon dafür dass das ergebnis so kommt wie gewünscht .

  3. ob unser polnischstämmige Mutti oder der trickreiche Gysi welcher welcher gegen ein „raus aus der NATO“ ist (der mit NATO Auflösung, wozu die Alleierten Kriegsgeilen Großbritannien Frankreich USA niemals zustimmen) sind doch Einheitspartei im Krieg gegen Libyen Mali Syrien.
    Oder zählt etwa ein leises zu Protokoll geben eines „Protestes“ neuerdings?

    Zur ERinnerung:
    eine Terrororganisation namens Kloschüssel
    „Ana raicha Al Qaeda“
    http://www.heise.de/tp/artikel/17/17861/1.html

  4. Ein sehr guter Beitrag und sehr gute Kommentare.
    Blindheit würde ich die Ursache für das Verhalten der Wähler jedoch nicht nennen. Ich glaube schon, dass eine ganze Reihe Menschen die Kriegsgefahr und Hetze zumindest im Ansatz erkennen. Sie erscheint ihnen jedoch weit weg und sie fühlen sich nicht direkt betroffen. Es ist auch Ausdruck von Hilflosigkeit, weil sie nicht wissen, was sie dagegen tun könnten. Ich erinnere mich noch an Friedensaktivisten vor einigen Jahren, die Kerzen an Straßenkreuzungen anzündeten. Auch irgendwie hilf- und machtlos – das Imperium bombte weiter.
    Gäbe es nicht verschiedene Blogs, russische und iranische Internetmedien – ich würde sehr viel weniger wissen.

    Momentan liefert Russland die besten Argumente. Seine Diplomatie ist hervorragend und demaskiert das Imperium mitsamt seinen Marionetten. Erfreulicherweise wird sogar die Sprache von Lawrow inzwischen sehr deutlich und er verzichtet häufiger auf diplomatische Rücksichten.

    Dagegen bieten Obama und Kerry nur noch bösartiges Geplärre. Sie offenbaren selbst wie weit organisierte Kriminalität, Geheimdienste und Staatsorgane im „Westen“ bereits miteinander verwachsen sind.

  5. @ „Anne“
    Sie desavouieren sich hier mit plumpen Provokationsversuchen. Kopfschüttel. Sie passen nicht hierher mit ihrer primitiven wie auch hinterhältigen Hetze.

    @ Parteibuch
    Danke für die klare Beobachtung. Das mit der FDP/Westerwelle stimmt möglicherweise – auch wenn unbestimmt bleibt, was er „in Freiheit“ für eine Politik machen würde.
    Ich habe jetzt erst begriffen, das das parlamentarische System mit angeschlossenem Medienapparat zu einem Gutteil wie ein System kommunizierender Röhren funktioniert. Wer erkennbar in die falsche Richtung läuft, kriegt einen aufs Dach und riskiert je nach Tragweite der Angelegenheit seine (politische) Existenz.
    Die herrschende Hegemonie scheint derzeit gut in Schuss. … derzeit.

  6. Hat dies auf Ohne Armut Leben rebloggt und kommentierte:
    Ich teile die treffende Analyse der deutschen Parteienlandschaft.
    Selbstbestimmte , freie, gehaltvolle Äußerungen tragen sicher mehr dazu bei etwas in unserer Heimat zu verändern, als jede Blockpartei. In diesem Sinne; nach der Wahl ist vor der Wahl. Alles ist nur ein Spiel der Mächtigen. Ich spiel einfach nicht mehr mit.

  7. Es tut mir leid um Sabine Leuthäuser-Schnarrenberger von der FDP, Ansonsten kann ich die meisten von der Politikerkaste nicht mehr sehen, die im Prinzip das Sprachroh Israels, Lobbyisten und sonstiger zionistischer Kreise sind. Übrigens hätte Rot-Rot-Grün ja eine Mehrheit gegenüber Schwarz-Rot. Aber das deutsche Volk hat sich die Pfannen selbst ausgesucht, in den sie gebraten werden will.
    Erst werden sie Rot anlaufen und Schwarz verkohlt sein.

  8. Militärschlag gegen Syrien – Die hinterhältige Taktik der Kanzlerin
    Merkels Regierungskunst besteht darin, dass sie sich bei jeder politischen Aussagen ein Hintertürchen offenhält, durch das sie das Gegenteil des Gesagten rechtfertigen kann. Merkel hat sich bei all ihren nur auf die ablehnende Stimmung innerhalb der Bevölkerung abhebenden Absagen zu einem Militärschlag gegen Syrien immer hintenherum eine Ausflucht offen gelassen.
    Eine solche Taktik, dem Mehrheitswillen zu entsprechen und hintenherum das Gegenteil zu tun, nennt man üblicherweise hinterhältig …

    -> nds, 9.9.13, 9:35 Uhr: http://www.nachdenkseiten.de/?p=18534
    => Vertont und bebildert: NachDenkSeiten, 24.9.13 http://www.youtube.com/watch?v=FCDYpMS00oI ;

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