US-geführte FSA-Terroristen verlieren Kämpfe gegen Al-Qaeda

Das gegenwärtig größte Problem für die USA und ihre Verbündeten beim Terrorkrieg gegen Syrien ist, dass die von ihnen unter der Marke „FSA“ geführten Terrorbanden, anders als es in der notorisch lügenden Propaganda in den NATO-Staaten regelmäßig dargestellt wird, praktisch keinerlei Territorium in Syrien beherrschen. So gut wie alle Gebiete und wichtige Anlagen in Syrien, wo die syrische Armee gegenwärtig am Boden nicht präsent ist, werden von Terrorbanden beherrscht, die als Unterorganisationen anti-amerikanisch ausgerichteter Terror-Organisationen wie Al-Qaeda operieren und weder direkten noch indirekten Befehlen aus NATO-Staaten gehorchen.

Die Ironie der Geschichte ist, dass es maßgebliche Kräfte in den USA sowie Verbündete der USA waren, die zu Al Qaeda gehörende wahhabitische Terrorgruppen in Syrien überhaupt erst stark gemacht haben. Nachdem Al-Qaeda-Terroristen unter der Bezeichnung „Nusra Front“ in Syrien im Januar 2012 öffentlich in Erscheinung traten und sich zu mehreren Selbstmord-Anschlägen auf syrische Sicherheitseinrichtungen, durch die Hunderte von Menschen getötet wurden, bekannten, blieben viele Hintergründe dieser Terrorgruppe im Dunkeln, auch wenn da längst bekannt war, dass die USA insgeheim Bürger und Institutionen des mit den USA verbündeten Staates Saudi Arabiens als hauptsächliche Finanzquelle für Al Qaeda betrachteten. Wirklich klar war da lediglich, dass die Terroristen der Nusra Front mit verheerenden Selbstmordanschlägen auf Gebäude syrischer Sicherheits- und Geheimdienste den syrischen Regierungskräften sehr empfindliche Schläge versetzten. Da die USA einen Proxy-Krieg gegen Syrien führten, waren den USA verheerende Bombenanschläge von Al-Qaeda gegen syrische Sicherheitskräfte offensichtlich nicht gänzlich unwillkommen.

Die offizielle Reaktion von US-Kriegsminister Leon Panetta auf die Selbstmordanschläge von Al Qaeda in Syrien war von auffälliger Zurückhaltung geprägt. Aktivitäten von Al Qaeda in Syrien seien natürlich ein Grund für Bedenken, doch ihr Umfang „bleibe abzuwarten“, sagte er im Feburar 2012, als er nach verheerenden Selbstmordanschlägen in Aleppo, zu denen sich die Nusra Front bekannt hatte, diesbezüglich gefragt wurde. Von Strafmaßnahmen wie der Einstufung der „Nusra Front“ als Terrororganisation sahen die USA zunächst ab, obwohl den USA schon damals bestens bekannt war, dass es sich bei der Nusra Front um einen Ableger von Al-Qaeda im Irak handelte, mithin also einem Teil genau jener Terroristen, gegen die die USA seit über einem Jahrzehnt einen weltweiten „Krieg gegen den Terror“ führten. Da die Nusra Front von den USA toleriert wurde und mit Taktiken wie Selbstmordanschlägen als sehr effektiv beim Kampf gegen die syrische Regierung galt, ist es kein Wunder, dass in Syrien aktive US-geführte FSA-Terroristen die Nusra Front sehr bereitwillig als Teil ihrer Kampfformation gegen die syrische Regierung akzeptierten.

Überraschend viel Klarheit zum Hintergrund der Tätigkeit von Al Qaeda in Syrien brachte im August 2012 ein Artikel in der US-Zeitung Washington Post, einer ehemals ehrwürdigen Zeitung, die längst zu einem radikalzionistischen Kampfblatt im Dienste der mächtigen Israel-Lobby in den USA geworden ist. Der syrische Al-Qaeda-Ableger wude in dem Artikel geradezu über den grünen Klee gelobt, was ein untrügliches Zeichen dafür ist, dass das israelische Regime zu dem Zeitpunkt mit der Tätigkeit der Terroristen der „Nusra Front“ in Syrien sehr zufrieden war. Die Terroristen der Nusra Front wurden in dem Artikel der Washington Post als furchtlose und todesmutige Kämpfer gegen die syrische Armee verherrlicht, ihre bekannte Verbindung zu Al Qaeda zu Verdächtigungen heruntergespielt und abgestritten, und stattdessen die Behauptung verbreitet, dass die Kämpfer der Nusra Front zur Tawheed Brigade von Aleppo gehören, also der in der Türkei ansässigen FSA-Führung unterstehen. Aaron Y. Zelin vom von der Israel-Lobby AIPAC zu Steuersparzwecken ausgegründeten Organisation „Washington Institute for Near East Policy“, auch bekannt unter dem Akronym WINEP, erklärte interessante Details zur Kommunikationstechnik der Nusra Front. Die Nusra Front sei die Einzige der syrischen Rebellengruppen, die zum Verbreiten ihrer Erklärungen ein einschlägig bekanntes Internetforum nutze, in dem auch bekannte Persönlichkeiten von Al-Qaeda wie etwa Ayman Al-Zawahiri ihre Erklärungen verbreiten, wodurch die Nusra Front unter Jihadisten in Syrien eine besondere Glaubwürdigkeit gewonnen habe. Das komme auch den Fähigkeiten der Nusra Front zu Gute, „Leute des Jihad“ für den Kampf gegen die syrische Regierung zu rekrutieren, erklärt die Washington Post weiter.

Auch wenn die Washington Post den Namen des von der Nusra Front genutzten Al-Qaeda-Internetforums nicht nannte, so geht aus dem Kontext ziemlich eindeutig hervor, dass damit das sogenannte „Shumukh Al-Islam“-Forum gemeint ist, das unter wechselnden Adressen normalerweise jeweils für ein paar Monate in jeweils unterschiedlichen Staaten der westlichen Wertegemeinschaft wie etwa den USA gehostet wird. Dass Al Qaeda in den USA und anderen NATO-Staaten jeweils monatelang ungestört ein Internetforum betreiben kann, ist ein eindeutiger Hinweis darauf, dass Geheimdienste aus NATO-Staaten ihre schützende Hand über das Forum halten, über das die Nusra Front wie auch andere Al-Qaeda-Ableger untereinander und mit der Welt kommunizieren und wo die die Nusra Front und andere Al-Qaeda-Ableger Rekruten für ihren Terrorkampf anwerben. Es zeigt eine Verbindung zwischen Geheimdiensten aus NATO-Staaten und Al Qaeda auf.

Zur Finanzlage der Nusra Front in Aleppo schrieb die Washington Post in ihrem Artikel im August 2012, die Kämpfer der Nusra Front würden schicke, neue Geländewagen fahren. Der Kommandeur der Nusra Front in Aleppo, der nach eigenen Angaben damals eine bescheidene Truppe von etwa 300 Kämpfern befehligte, habe gesagt, eine anonyme, auch ihm selbst unbekannte Person übergebe im NATO-Staat Türkei an Terroristen des syrischen Al-Kaida-Ablegers Nusra Front stattliche Summen an Bargeld in Briefumschlägen. Der im NATO-Staat Türkei ablaufende anonyme Bezahlvorgang in bar wirft in Kombination mit dem in NATO-Staaten gehosteten Internetforum für Al Qaeda und die Nusra-Front sowie dem die Nusra Front über den grünen Klee lobenden Artikel in der strikt pro-israelischen US-Zeitung Washington Post den Verdacht auf, dass die Nusra Front zu jenem Zeitpunkt möglicherweise nicht von reichen Privatleuten aus GCC-Staaten finanziert wurde, sondern viel eher vom israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad, der dieses beispielsweise in Kooperation mit NATO-Staaten und unter größtmöglicher Verschleierung getan haben könnte. Spender für Jihadisten aus GCC-Staaten, die sonst häufig als Hauptfinanzquelle von Al Qaeda genannt werden, sind normalerweise nicht so sehr auf Geheimhaltung erpicht, denn in ihrem Umfeld wird das Spenden für den Jihad zumeist als gute Tat aufgefasst und so brüsten sie sich oft damit und werben öffentlich dafür, es ihnen gleichzutun. Wie dem auch sei, Emile Hokayem vom regierungsnahen britischen „International Institute for Strategic Studies“ IISS wurde in dem Artikel der Washington Post zum erwarteten Effekt des Wirkens der Nusra Front in Syrien jedenfalls so zitiert, dass er erwarte, die Kämpfer der Nusra Front würden die militärische Niederlage der syrischen Regierung beschleunigen, aber sie würden „nicht der fundamentale Faktor werden.“

Die Einschätzung der britisch-zionistischen Kriegsplaner des IISS, der syrische Al-Qaeda-Ableger würde den gewaltsamen Regierungsturz in Syrien zwar beschleunigen, werde beim Regierungssturz in Syrien jedoch kein fundamentaler Faktor sein, war, wie bald darauf klar wurde, ein fundamentaler Irrtum. Die von den USA und ihren Verbündeten als Hauptstreitmacht im Proxy-Krieg gegen Syrien auserkorenen vergleichsweise säkularen bewaffneten Gruppierungen litten zu wesentlichen Teilen darunter, dass ihre Mitglieder aus lange Jahre aktiven gewöhnlichen Verbrechern bestanden, die aufgrund der kriegsbedingt erschwerten Strafverfolgung keine Strafen für kriminelle Akte befürchteten und die von den USA und ihren Verbündeten gestellten Waffen nur dazu nahmen, um sich selbst auf kriminellen Wege zu bereichern. Der Grund dafür, dass solche Kriminellen einen wesentlichen Teil der US-geführte Kräfte bildeten, bestand darin, wie ein Kommandeur einer solchen ehemals 2000 Mann starken Kampfgruppe namens Ghuraba Al-Sham aus Aleppo im Juni 2013 Reuters gegenüber zugab, dass die für die USA und ihre Verbündeten tätigen Terroristen-Kommandeure einfach keine anderen Männer als langjährige Verbrecher finden konnten, die bereit dazu waren, mit der Waffe in der Hand loszuziehen, Polizei- und Armeestationen zu überfallen und es dabei auf sich zu nehmen, unschuldige Menschen umzubringen. Und da diese Banden zu wesentlichen Teilen aus gewöhnlichen Verbrechern bestanden, benahmen diese US-geführten Freiheitskämpfer der FSA sich nicht selten auch wie gewöhnliche Verbrecherbanden: sie plünderten, beraubten, bestahlen, entführten, ermordeten, vergewaltigten und folterten ihre willkürlich ausgewählten Opfer ohne Moral und Skrupel und ohne dabei ein anderes Ziel vor Augen zu haben, als egoistisch Macht zu genießen und ihre eigenen kriminellen Träume auszuleben.

Entsprechend verhasst waren diese US-geführten FSA-Verbrecherbanden vielerorts in der Bevölkerung und verachtet von denjenigen ihrer Mitkämpfer, die in Syrien tatsächlich eine einen bewaffneten Regierungssturz mit dem Ziel einer wie auch immer gearteten, ihrer Meinung nach „besseren“ Gesellschaft herbeiführen wollten. Die einzigen Gruppen unter den bewaffneten Regierungsgegnern, die tatsächlich über ein höheres ideologisches und politisches Ziel verfügten, das sich vom pragmtischen Säkularismus der syrischen Staatsführung unterschied, waren Jihadisten, deren politisches Ziel darin besteht, einen islamischen Staat basierend auf einer ihrer Meinung nach „richtigen,“ „strengen“ oder „ursprünglichen“ Auslegung des Koran zu errichten. Die Nusra Front, der syrische Ableger von Al Qaeda, stand dabei, wie die Washington Post in ihrem Artikel vom August 2012 richtig erkannt hatte, an der Spitze der jihadistischen Kräfte. In Bezug auf Gewalt und Brutalität nehmen sich die Gruppen von FSA und Nusra Front nichts. Während Mitglieder der Banden der FSA für Kriminalität aller Art angefangen von Raub und Diebstahl über Vergewaltigungen, Folter, Entführungen – nicht nur von UN-Blauhelmsoldaten – bis hin zum Hundertfachen Halsdurchschneiden von Gefangenen und Kannibalität verantwortlich sind, sind die Banden der Nusra Front unter anderem verantwortlich für Exekutionen und Köpfungen sowie massenmörderische Bombenattentate. Der Unterschied in der Kriminalität besteht im Wesentlichen darin, dass die Kämpfer der Nusra Front mörderische Gewalt vor allem deshalb einsetzen, um ihre politischen Vorstellungen vom Aufbau eines „islamischen Staates“ durchzusetzen, während die Banden der FSA eher deshalb kriminell sind, um sich persönlich zu bereichern. Die Kämpfer der Nusra Front galten der Bevölkerung und anderen Kämpfern deshalb im Gegensatz zu den eher säkularen US-geführten FSA-Verbrecherbanden als vergleichsweise selbstlos, todesmutig und diszipliniert. Anstelle sich einfach nur mit dem Ausrauben und Ausplündern von Bevölkerung und Wirtschaftsgütern in von ihr eroberten Gebieten zu beschäftigen, kümmerte die Nusra Front sich auch um den Aufbau von zivilen Verwaltungsstrukturen und öffentliche Aufgaben, um auf diesem Verwaltungskern aufbauend ihr Ziel zu verwirklichen, nämlich einen islamischen Staat aufzubauen, der ihren Vorstellungen entspricht. Um die von ihr beherrschten Gemeinden am Laufen zu halten, organisierte die Nusra-Front unter anderem den brachliegenden Betrieb von Großbäckereien, soweit möglich eine funktionierende Strom- und Wasserversorgung, Produktionsseinrichtungen und sogar einen rudimentären Betrieb von öffentlichen Verkehsmitteln. Wird eine Sache für Grundbedürfnisse des Gemeinwohls benötigt und ist sie nicht im Besitz der Nusra-Front, kann die Nusra-Front sie, selbstverständlich gestützt auf eine Anordnung ihres Scharia-Gerichts, beschlagnahmen.

Die Nusra-Front kooptierte für öffentliche Aufgaben auch andere Gruppierungen, deren Ziel im Aufbau eines islamischen Staates besteht, aber sie gab die Kontrolle, die sie mit von ihr geführten Scharia-Gerichten institutionalisierte, und die Macht, deren Kern ihre todesmutigen Kampfbrigaden bildeten, nicht mehr aus der Hand. Wer auch immer von Seiten bewaffneter Regierungsgegner den Versuch unternahm, der Nusra-Front in Gebieten, wo sie einmal die Macht übernommen hatte, ihr die Macht wieder streitig zu machen, wurde von ihren Kampfgruppen mit aller Härte bekämpft. So wurde etwa der FSA-Kommandeur Thaer al-Waqqas, der die zur FSA gehörenden Farouk-Brigaden im Norden Syriens führte und zur Bekämpfung der Nusra-Front am syrisch-türkischen Grenzübergang Bab Al-Hawa deren Kommandeur Firas al-Absi ermordet hatte, dadurch bestraft, dass er selbst anschließend von einem Kommando der Nusra Front ermordet wurde, womit die Macht der Nusra Front und ihrer Verbündeten in Bab Al-Hawa wiederhergestellt war, und ähnlich erging es einem Kommandeur der Farouk-Brigaden am syrisch-türkischen Grenzübergang Tel Abyad, mit dem Unterschied, dass der Farouk-Kommandeur über Tel Abyad bei seinem Versuch der Entmachtung der Nusra Front nicht getötet, sondern nur verletzt wurde, und ihm die Flucht in die Türkei gelang.

Die Nusra-Front verteidigte einmal errungene Machtpositionen in „Rebellengebieten“ sehr entschlossen und erfolgreich und baute ihre Präsenz in immer mehr „Rebellengebieten“ aus. Mit den stetig größer werdenden öffentlichen Aufgaben, die die Nusra-Front übernahm, bekam die Nusra-Front auch Zugriff auf stetig größer werdende Finanzmittel, etwa durch Verkaufserlöse für von in unter Kontrolle der Nusra-Front stehenden Bäckereien gebackenes Brot und natürlich durch öffentliche Abgaben und Gebühren aller Art. Das auf Scharia-Gerichten basierende Verwaltungssystem, das die Nusra-Front in den von ihr beherrschten Gebieten Syriens errichtet hat, erinnert in vielerlei Hinsicht an die oft absurd brutalen Verwaltungsstrukturen der Taliban in Afghanistan oder von Milizen in Somalia, aber es wird von der Bevölkerung eher akzeptiert als eine Herrschaft von US-geführten säkularen Verbrecherbanden, die sich mit überhaupt nichts anderem beschäftigen als die Bevölkerung in von ihnen eroberten Gebieten zu terrorisieren und auszurauben. Im Gegenteil, die Scharia-Gerichte der Nusra Front bieten der Bevölkerung sogar einen gewissen Schutz vor diesen Verbrecherbanden. Das eingenommene Geld und die von ihr beherrschten Resourcen werden von der Nusra-Front zentral verwaltet. So wurdet sie in die Lage versetzt, ihre Organisation auszubauen, und zusätzlich zahlreiche Kämpfer an- oder von anderen Formationen von Aufständischen abzuwerben. Im Laufe weniger Monate ist der syrische Al-Qaeda-Ableger so beinahe überall, wo er in Syrien aktiv war, zur stärksten bewaffneten Anti-Regierungsformation geworden.

Die USA scheinen der erste Staat der anti-syrischen Kriegsgemeinschaft gewesen zu sein, der bemerkt hat, dass die preiswerte Kriegsstrategie, einen Ableger von Al-Kaida zu nutzen, um kampfkräftige Unterstützung für einen Regierungssturz in Syrien zu organisieren, unkalkulierbare Risiken und Probleme mit sich bringt. Mitte Dezember 2012, beinahe ein Jahr nachdem öffentlich bekannt geworden war, dass es sich bei der Nusra Front um einen Ableger der Terrororganisation „Al Qaeda im Irak“ handelt, der sich auch in Syrien mit zahlreichen massenmörderischen Bombenanschlägen brüstete, stuften die USA die Nusra Front überraschend offiziell als Terrororganisation ein. Barack Obama wurde für diese Entscheidung von anderen Mitgliedern der Kriegsfront gegen Syrien jedoch scharf kritisiert. Die zionistische US-Postille New York Times meldete, die syrische Opposition, die sich ansonsten nur in wenigen Fragen einig sei, sei sich in ihrer Ablehnung der Einstufung der Nusra Front als Terrororganisation einig. Alle Fraktionen, von Islamisten bis hin zu Liberalen, verurteilten diese US-Entscheidung der New York Times zufolge. Die US-Postille USA Today meldete, Abdel Jabbar Al-Okaidi, der FSA-Kommandeur für die Provinz Aleppo, habe erklärt: „Die Nusra Front hat nichts Illegales oder irgendetwas Verurteilenswertes gmacht. Sie kämpfen mit uns Seite an Seite.“ Moaz al-Khatib, Anhänger von Al Jazeeras TV-Prediger Yusuf Qaradawi und damaliger Chef der in Katar gegründeten, als politische Frontgruppe für die FSA-Terroristen tätigen Organisation „Nationale Koalition der syrischen Revolutions- und Oppositionskräfte“, die am selben Tag von den USA als legitime Vertretung des syrischen Volkes anerkannt wurde, bat die USA umgehend öffentlich, die Entscheidung zurückzunehmen. Al Jazeera meldete zur Einstufung der Nusra Front als Terrororganisation, der für Al Jazeera tätige Journalist Hashem Ahelbarra habe die Entscheidung als zeitlich unpassend und unweise kritisiert, und außerdem gefordert, die USA sollten aufhören, die Welt aus der Perspektive des Loswerdens von Al Qaeda zu betrachten. Weiterhin meldete Al Jazeera, Farouk Tayfour, der stellvertretende Vorsitzende der syrischen Muslimbruderschaft, habe die US-Entscheidung als „sehr falsch“ bezeichnet und das unter anderem damit begründet, dass die Nusra Front von der syrischen Bevölkerung gemocht werde. Der Kritik an der Einstufung der Nusra Front als Terrororganisation schloss sich der US-amerikanische Israel-Lobbyist David Pollock vom AIPAC-Ableger WINEP im Wesentlichen an, als er Barack Obama im Januar 2013 im staatlichen katarischen TV-Kanal Al Jazeera vorwarf, einen schweren Fehler dadurch begangen zu haben, in dem er den syrischen Al-Kaida-Ableger Nusra Front offiziell als Terrororganisation eingestuft hat, nur weil das Terroristen seien, und dabei übersehen zu haben, dass die Nusra-Terroristen genau wie die USA am Ziel Regime Change in Syrien arbeiten. Die offizielle US-Einstufung der Nusra-Front als Terrororganisation hatte neben dem Effekt negativer PR für die bewaffneten Anti-Regierungskämpfer und dem Senden eines eindeutigen Signals für die US-Verbündeten im Krieg gegen Syrien vor Allem zur Folge, dass US-seitige Unterstützung für die Nusra Front kriminalisiert wurde.

Dafür, damit das US-Verbot größere praktische Auswirkungen auf die Tätigkeit der Nusra-Front in Syrien hätte haben können, war die Nusra-Front allerdings in Syrien selbst längst viel zu stark und in den Rebellengebieten viel zu gut verankert. Und wesentliche US-Verbündete wehrten sich gegen eine Einstufung der Nusra Front als Terrororganisation. So haben die NATO-Staaten Britannien und Frankreich, die im UN-Sicherheitsrat über Vetomacht verfügen, im April 2013 zunächst einen syrischen Antrag blockiert, die Nusra Front durch den UNO-Sicherheitsrat als Terrororganisation einstufen zu lassen, und das, obwohl die Zugehörigkeit der Nusra Front zu Al Qaeda nur Tage zuvor der breiten Öffentlichkeit nochmals in aller Deutlichkeit vor Augen geführt wurde. Al Qaeda im Iraq hatte Anfang April 2013 eine Botschaft verbreitet, in der der Anführer von Al Qaeda im Irak, der das Psudonym Abu Bakr al-Baghdadi trägt, erklärt hatte, die Nusra Front gehöre von Anbeginn an zu Al Qaeda im Irak und würde zukünftig gemeinsam mit „Al Qaeda im Irak“ unter der Bezeichnung „Islamischer Staat Irak und Levante“ auftreten, und er, Abu Bakr al-Baghdadi, sei der Anführer der Gruppe. Die die Verbindung offenlegende Erklärung von Al Qaeda im Irak lässt sich, wenn man der Einschätzung iranischer Medien glaubt, die meinen, Al Kaida im Irak werde vom saudischen Geheimdienst geführt, durchaus so interpretieren, dass das ein verzweifelter Versuch von Saudi Arabiens berüchtigtem Geheimdienstboss Bandar bin Sultan war, die Kontrolle über den entglittenen syrischen Al-Qaeda-Ableger wieder zurückzuerlangen, auch um den Preis, dass das öffentliche Manöver zur Folge haben würde, dass damit die enge Verbindung der Nusra Front zu Al Qaeda im Irak offengelegt wurde. Sonderlich erfolgreich war das öffentliche Manöver von Al Qaeda im Irak zur Wiedererlangung der Kontrolle über die syrische Nusra Front allerdings nicht. Als unmittelbare Antwort auf die Botschaft von Abu Bakr al-Baghdadi wurde eine Botschaft eines als Anführer der Nusra Front geltenden Mannes mit Pseudonym Abu Mohammed al-Jawlani veröffentlicht, in der dieser erklärte, es stimme zwar, dass die syrische Nusra Front von Al Qaeda im Irak gegründet worden sei, doch sei die syrische Nusra Front, deren Anführer er sei, inzwischen eine große und starke eigenständige regionale Organisation, die nur dem internationalen Al-Qaeda-Chef Ayman Al-Zawahiri Treue schwöre.

Da Ayman Al-Zawahiri sich nur selten zu Wort meldet, dabei nie wirklich sicher ist, ob er es wirklich ist, und die einzige Reaktion von Ayman Al-Zawahiri in einem schlecht authentifizierbaren schriftlichen Befehl zur Anerkennung der Selbstständigkeit der syrischen Nusra Front gegenüber Al Kaida im Irak bestanden haben soll, kann die Erklärung von Abu Mohammed al-Jawlani als eine Art Unahängigkeitserklärung der syrischen Nusra Front betrachtet werden. De facto sind seitdem in Syrien zwei konkurrierende Al-Qaeda-Zweige aktiv. Ein Zweig betrachtet den Befehl von Ayman Al-Zawahiri zur Anerkennung der Selbstständigkeit der syrischen Nusra Front als authentisch und sieht sich in einer Befehlskette von Abu Mohammed al-Jawlani direkt zu Ayman Al-Zawahiri stehend, während der andere Zweig Abu Bakr al-Baghdadi als über Mohammed al-Jawlani stehenden höheren Befehlshaber über die Kräfte von Al Qaeda in Syrien betrachtet. Um die Verwirrung komplett zu machen, scheint es inzwischen so zu sein, dass die Befehlshaberschaft des mutmaßlichen saudischen Geheimagenten mit Pseudonym „Abu Bakr al-Baghdadi“ von Al Qaeda in Syrien weithin nicht anerkannt wird und Al Qaeda in Syrien damit weitgehend unabhängig von Al Qaeda im Irak agiert, dafür inzwischen jedoch beide Zweige von Al Qaeda in Syrien meist unter der Bezeichnung „Islamischer Staat Irak und Levante“ auftreten. Im Mai 2013 gaben Britannien und Frankreich ihren Widerstand gegen die Einstufung der Nusra Front im UNO-Sicherheitsrat schließlich auf, sodass die Nusra Front Ende Mai 2013 vom UNO-Sicherheitsrat auf die Liste der Terrororganisationen gesetzt werden konnte. Dabei achteten Britannien und Frankreich jedoch darauf, dass im UNO-Sicherheitsrat bezüglich der Identität der Nusra Front der Meinung von Abu Bakr al-Baghdadi anstelle der von Mohammed al-Jawlani gefolgt wurde, weshalb der UNO-Sicherheitsrat die Nusra Front nicht als eigenständige Terrororganisation, sondern als Alias-Namen von Al Qaeda im Irak auf die Liste der Terrororganisationen gesetzt hat.

Al Qaeda in Syrien entwickelte sich jedoch trotz dieser Schwierigkeiten prächtig und zu einer immer machtvolleren Organisation. Von den beiden zu Al-Qaeda in Syrien gehörenden Terrorbanden geführte Scharia-Räte beherrschen gegenwärtig, wie im Parteibuch vor einigen Wochen berichtet wurde, die unter „Oppositionskontrolle“ befindlichen Gebiete in Aleppo, die einzige unter „Oppositionskontrolle“ stehende Provinzhauptstadt Raqqa nebst dem nahegelegenen, zur Wasserregulierung des Euphrat und zur Stromerzeugung dienenden Tishreen-Damm und weite Teile der süöstlichen Provinz Deir Ez-Zor, zu Al-Qaeda gehörende Terrorbanden beherrschen sämtliche Getreidesilos in unter „Oppositionskontrolle“ stehenden Gebieten und zu Al-Qaeda gehörende Terrorbanden beherrschen, mit Ausnahme eines kleinen unter Kontrolle von einer mit der PKK verbündeten kurdischen Kampfgruppe YPG stehenden Ölfeldes, sämtliche unter „Oppositionskontrole“ stehenden Öl- und Gasfelder. Nichts steht unter Kontrolle der US-geführten FSA-Terrorbanden. Selbst die Kindererziehung in unter „Oppositionskontrolle“ stehenden Gebieten Syriens wird von zu Al-Qaeda gehörenden Terrorgruppen organisiert. Kurzum, Al Qaeda in Syrien ist in den letzten Monaten zu einer Organisation geworden, die ein Gebiet mit mehreren Millionen Einwohnern im Taliban-Stil regiert, Wirtschaftsaktivitäten im Umfang von Milliarden Dollar monatlich managt, und, abgesehen von der syrischen Armee, in Syrien die mit Abstand größte und stärkste Streitmacht unterhält. Nichts geht in den „Rebellengebieten“ ohne Al Qaeda, nicht mal humanitäre Hilfe. Wird beispielsweise aus der Türkei kostenloses Mehl in die „Rebellengebiete“ im Osten Aleppos geliefert, so wie das unter anderem die USA zur „Stabilisierung“ der Rebellengebiete tun, damit daraus subventioniertes Brot gebacken wird, so bekommt Al Qaeda einen Anteil ab, weil Al Qaeda über die Bäckereien herrscht, und obendrein wird Al Qaeda von der Bevölkerung auch noch dafür gelobt, dass die von Al Qaeda gemangten Bäckereien gut funktionieren und ausreichend preiswertes Brot haben.

Damit, dass die „Opposition“ in Syrien nun von anti-amerikanischen, zu Al Qaeda gehörenden und weder direkt noch indirekt unter US-Kontrolle stehenden Gruppen dominiert wird, stecken die USA und Israel in einer unangenehmen Zwickmühle. Für die USA, ihre Verbündeten und Lakaien bedeutet das nämlich einerseits, dass, falls es den bewaffneten Oppositionellen mit reichlich Waffenhilfe und Luftunterstützung aus dem Ausland gelingen würde, die syrische Staatsführung mit militärischen Mitteln zu stürzen, nach dem Regierungssturz anti-amerikanische Al-Qaeda-Kräfte die Macht in Syrien, einschließlich der strategischen Waffen der syrischen Armee, übernehmen würden. Und andererseits bedeutet das, dass die US-geführten FSA-Terrorbanden in Syrien und ihre unter direkter US-Führung stehenden politischen Vertreter im Ausland in den vor dem Hintergrund des Schreckensszenarios einer Machtübernahme von Al-Qaeda in Syrien vereinbarten neuen Genfer Friedensgesprächen keinerlei Verhandlungsmasse haben, um dafür zu sorgen, dass Syrien dem Kriegsziel der USA und Israels entsprechend aus der von Iran geführten Achse des Widerstandes gegen den Zionismus entfernt wird. Das sieht sehr danach aus, dass die zionistisch-wahhabistische Kriegskoalition bei ihrem lang und sorgfältig geplanten Terrorkrieg gegen Syrien eine vollständige Niederlage erleidet.

In dieser aus der Perspektive der anti-syrischen Kriegskoalition geradezu ausweglos erscheinenden Situation sind die USA vor einigen Wochen auf die Idee gekommen, ihren vom NATO-Staat Türkei aus geführten FSA-Lakaien mehr und bessere Waffen zukommen zu lassen. Völlig klar ist dabei, dass die Waffen keineswegs ausreichen werden, ihre FSA-Lakaien in die Lage zu versetzen, die syrische Armee zu besiegen und so die Macht in Syrien zu übernehmen. Selbst die offiziellen Verlautbarungen der Kriegsgegner Syriens sprechen davon nicht. Stattdssen heißt es da, Waffenlieferungen an die FSA über ihr von Salim Idriss geführtes Führungsgremium SMC sollten lediglich dazu dienen, die militärische Balance wiederherzustellen, deren Dynamik sich in den letzten Monaten zu Gunsten der syrischen Armee entwickelt habe. Die Nachrichten über die Ereignisse der letzten Tage legen jedoch den Schluss nahe, dass mit den neuen Waffenlieferungen an die Terrorbanden der FSA zumindest vorläufig erstmal ein ganz anderes Ziel verfolgt werden soll als die syrische Armee zu bekämpfen und zwar: innerhalb der „Rebellengebiete“ der Nusra Front die Macht abzujagen. Das, was seit der Ankündigung der USA, für mehr Waffen für die Terrorgruppen der FSA sorgen zu wollen, in den „Rebellengebieten“ tatsächlich passiert ist, spricht trotz irreführender Propaganda nämlich Bände.

Vor etwa einer Woche gab es in der nahe dem türkisch-syrischen Grenzübergang Bab Al-Hawa liegenden Stadt Ad-Dana einen bewaffneten Versuch von zu FSA-Strukturen gehörenden bewaffneten Gruppen, die von mit ihnen sympathisierenden Zivilisten unterstützt wurden, Al Qaeda in dieser aufgrund des Grenzübergangs strategisch bedeutsamen Kleinstadt die Macht abzunehmen. Bei dem Versuch kamen nach unterschiedlichen Angaben etwa ein Dutzend bis mehrere Dutzend bewaffnete Männer ums Leben, und zahlreiche weitere wurden verletzt. Obwohl es unterschiedliche Darstellungen dazu gibt, wie und warum die Auseinandersetzungen in Ad-Dana begonnen haben, ist klar, dass Al Qaeda siegreich aus den Kämpfen hervorgegangen ist. Die meisten der Toten sollen zum Lager der Al-Qaeda-Gegner gehört haben und zahlreiche Gegner der Nusra-Front sollen auch inhaftiert worden sein. Geendet hat der Versuch, Al-Qaeda in Ad-Dana die Macht abzunehmen, nach übereinstimmender Darstellung aller Seiten damit, dass der Kopf des die Auseinanderetzung gegen Al Qaeda in Ad-Dana angeführt habenden lokalen FSA-Kommandeurs Fadi al-Qesh sowie der Kopf seines Bruders neben Mülltonnen liegend auf einem zentralen öffentlichen Platz in Ad-Dana aufgefunden wurden. Im Nachgang dazu wurde berichtet, dass Al-Qaeda einige Tage später in Ras al-Hosn in unmittlbarer Nähe von Ad-Dana ein Waffendepot der FSA gestürmt hat, wobei unbestätigten Angaben zufolge sieben FSA-Terroristen ums Leben gekommen sein sollen.

Eine weitere tödliche Auseinanderetzung zwischen Al-Qaeda und FSA-Terroristen gab es am Donnerstag in den Kurden-Bergen ganz im Norden der nordwestlichen Provinz Lattakia. Die Region ist für die Kriegsbemühungen gegen Syrien seit langem ein strategisches Ziel, denn durch sie könnte ein Korridor zum Meer verlaufen, der NATO-Staaten eine seegestützte Kriegsführung gegen Syrien ermöglichen könnte, bei der nicht auf Befindlichkeiten der türkischen Bevölkerung Rücksicht genommen werden müsste. Dafür, dass die anti-syrische Kriegskoalition eine derartige Kriegsführung gegenwärtig ernsthaft erwägt, sprechen Berichte, dass Israel am 5. Juli 2013, möglicherweise von von Deutschland gelieferten U-Booten aus, die Küstenverteidigung der Provinz Lattakia bombardiert haben soll. In den Kurden-Bergen der Provinz Lattakia gibt es seit dem Beginn des bewaffneten Konflikts in Syrien eine starke Präsenz von Al-Qaeda. FSA-Terroristen waren in dem Gebiet bislang nicht präsent. Vor einigen Tagen hatten nun FSA-Terroristen in diesem von Al-Qaeda kontrollierten Gebiet jedoch überraschend einen Checkpoint errichtet, was als klarer Versuch aufgefasst werden kann, Al-Qaeda die Kontrolle über das Gebiet streitig zu machen, und dementsprechend bemühte Al-Qaeda sich darum, den Checkpoint der FSA wieder aufzulösen. Dass die Einrichtung des FSA-Checkpoints im Norden der Provinz Lattakia eine Maßnahme war, die direkt von der FSA-Führung beschlossen worden war, wurde klar, als der „oberste Militärrat der FSA“ (SMC), also das von den USA als einziges für Waffenlieferungen auserkorene FSA-Führungsgremium unter Leitung von Salim Idriss, sein Mitglied Kamal Hamami mit einem FSA-Terroristentrupp dorthin schickte, um den neuen FSA-Checkpoint zu inspizieren und Al-Qaeda-Kämpfern in der Region mitzuteilen, dass die US-geführte FSA von nun an die Kontrolle über das Gebiet übernehme. Als Kamal Hamami einem Al-Qaeda-Kommandeur auf seiner Reise bei einer Kontrolle an einem Checkpoint von Al-Qaeda in den Kurden-Bergen erklärte, die FSA-Führung sei unzufrieden mit der Arbeit von Al-Qaeda in der Region, fackelte der Al-Qaeda-Kommandeur nicht lange, erklärte Kamal Hamami zum Ungläubigen und erschoss ihn mit zwei Schüssen in die Brust. Die anderen Al-Qaeda-Mitglieder deckten den Rest des FSA-Terroristentrupps von Kamal Hamami anschließend mit einer Salve Kugeln ein, woraufhin die Kameraden von Kamal Hamami flüchteten und anschließend in Medien wie Al Jazeera lamentierten, dass der Extremismus von Al-Qaeda unerträglich sei und die FSA zur Bekämpfung von Al-Qaeda mehr und bessere Waffen brauche. Wie dem auch sei, jedenfalls haben die US-Lakaien der FSA im Kampf gegen Al-Qaeda in der Provinz Lattakia einstweilig eine empfindliche Niederlage erlitten.

Ein weiterer Versuch der FSA, eine strategisch bedeutsame Position von Al Qaeda in Syrien zu erobern, wurde am Samstag aus der von der Nusra Front beherrschten Stadt Shadadi gemeldet, die in einer öl- und gasreichen Gegend der nordost-syrischen Provinz Hasaka liegt. Wie Syrian Documents unter Berufung auf Aktivisten berichtete, hatten FSA-Terroristen Positionen der Nusra Front in der Stadt Shadadi unter anderem mit Raketenwerfern beschossen. Wenige Tage zuvor hatte der für die NATO-nahe Zeitung Guardian tätige Journalist Ghaith Abdul-Ahad die Stadt ausgekundschaftet, die Herrschaft der Nusra Front über die Stadt nach Britannien gemeldet und berichtet, wenige Kilometer von der Stadt Shadadi entfernt liege eine Gasraffinerie, die in ganz Syrien der bedeutsamste von der Nusra-Front in Besitz genommene Wertgegenstand sei. Da nicht bekannt geworden ist, dass die FSA die Stadt Shadadi oder die naheliegende Gasraffinerie erfolgreich erobert hätte, darf angenommen werden, dass die FSA-Terroristen auch diese Schlacht gegen Al-Qaeda verloren haben.

Weitere Auseinandersetzungen zwischen FSA-Terroristen und Al-Qaeda wurden in den letzten Tagen aus Aleppo gemeldet, wo FSA-Terroristen erfolglos versucht haben, Al-Qaeda die Kontrolle über einen zentralen Übergang zwischen Regierungs- und Rebellengebiet im Stadtteil Bustan Al-Qasr abzunehmen, sowie aus der südöstlichen Provinz Deir Ez-Zor, wo Mitglieder von Al-Qaeda bei Auseinanderetzungen 13 FSA-Terroristen getötet haben sollen.

Die Ergebnisse der in den letzten Tagen von FSA-Terroristen unternommenen Versuche, Positionen von Al-Qaeda in Syrin zu erobern, zeigen deutlich, dass die FSA im Kampf gegen Al-Qaeda in Syria völlig chancenlos ist. Die einzig Macht, die in der Lage ist, die von der westlichen Wertegemeinschaft zur Beschleunigung des Regierungssturzes vor Kurzem noch unterstützten Kämpfer von Al-Qaeda in Syrien zu besiegen, ist die syrische Armee. Während die US-geführte Terrororganisation FSA im Kampf gegen Al-Qaeda in Syrien von Niederlage zu Niederlage eilt, hat die syrische Armee im Kampf gegen den Terror erhebliche Fortschritte in den Provinzen Homs und Damaskus gemacht. Die Lage der US-geführten FSA-Terroristen in Syrien und ihrer Unterstützer der anti-syrischen Kriegsgemeinschaft wird unterdessen Tag für Tag aussichtsloser und die Liste ihrer Gegner wird beinahe täglich länger. Pakistanische Taliban, die in Afghanistan gegen die US-geführten Besatzer kämpfen, kündigten beispielsweise soeben offiziell an, in syrischen „Rebellengebieten“ Basen zu errichten, um Al-Qaeda in Syrien zu unterstützen.

14 Gedanken zu “US-geführte FSA-Terroristen verlieren Kämpfe gegen Al-Qaeda

  1. In Libyen steht die NATO auch vor einem Debakel, weil man Idioten als Regierung eingesetzt hat, die kaum eine SChule je besucht haben und nicht einmal das einfachste an Verwaltung umsetzen kann. Intelligenz gehört nicht zu den NATO Strategen und Politiker denn Gestalten ohne Schule, rein Kriminelle hat man im Kosovo auch eingesetzt und Nichts funktioniert mehr.

    1. Zum heutigen Libyen fehlen einem wirklich die Worte, – die einstige hoffnungsvolle Blüte Nordafrikas, verkommen zum verödeten Ölfeld.

  2. Das Parteibuch scheint international starke Beachtung zu finden. Oft berichtete und analysierte mithin zu erst das Parteibuch genau, wenig später erschien manches Mal darauf ein Blütenstand gleichklingender Artikel und häufig dann entsprechende taktische Richtungswechsel und sogar Umschwünge in der ‚Strategie‘ der propagandistischen Medien und Kriegsparteien.
    Wie dem auch sei, jedenfalls ist das Parteibuch stets äußerst gut auf dem Laufenden gewesen und dabei weit vorausschauend.

    1. Wer erkennen möchte was wirklich geschieht und als echter Demokrat auf der Seite der um ihre Freiheit vom imperialistischen Terrorismus kämpfenden Menschen steht, wird dieser Beschreibung zustimmen. Der Applaus ist das Brot des Künstlers, deshalb auch von mir ein großes Lob.

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