Friedlicher Freitag in Ägypten

Häufig werden im Parteibuch Missstände grotesker Gewalt beklagt, und oft gibt es hier Nachrichten, die Entsetzen und Bestürzen auslösen. Heute soll es einmal eine Nachricht geben, die einfach nur Grund zu Freude und Erleichterung gibt.

Am ersten Freitag im Ramadan, der dieses Jahr der zweite Fritag nach dem Militärputsch gegen den demokratisch gewählten Präsidenten der Muslimbruderschaft war, ist es in Ägypten friedlich geblieben.

Zahlreich Menschen gingen an diesem Freitag in Ägpten, und besonders in Kairo, auf die Straße. Zehntauende, nach anderen Berichten Hunderttausende, gingen für den durch den Militärputsch entmachteten und seitdem von den Militärs in „Schutzhaft“ eingsperrten Präsidenten Mursi auf die Straße, Tausende versammelten sich gegen Mursi auf dem Platz der Freiheit. Den Muslimbrüdern nahestehende und andere Kleriker hatten zuvor Gebete abgehalten, dass es friedlich bleiben möge, und dem Militär nahestehende US-Berater hatten das Militär zur Zurückhaltung aufgerufen. Und alles blieb am Freitag friedlich in Ägypten.

Es gab bei den Protesten in Ägypten am Freitag keinen einzige Toten. Das sollte ohne und wenn und aber ein Grund für Freude und Erleichterung sein, für alle Ägypter und für die ganze Menschheit. Die Probleme Ägyptens und der Welt sind auch ohne tödliche Gewalt in Ägypten schwerwiegend genug. Gleiten der Putsch in Ägypten und die Reaktion darauf in einen Bürgerkrieg ab, so würde das alles für alle nur noch viel schlimmer machen.

Das es am Freitag in Ägypten friedlich blieb, heißt nicht, dass es in Ägypten friedlich bleibt, aber die Chancen darauf sind damit erheblich gewachsen. Und vielleicht zeichnet sich, und wenn es dazu käme, wäre es die Krönung der erfreulichen Nachricht, sogar schon eine politische Lösung für die Auseinandersetzung in Äygpten ab. Wie berichtet wurde, soll die Muslimbruderschaft sich bereit erklärt haben, vorzeitigen Präsidentschaftswahlen zuzustimmen. Im Unterschied zu den Putschisten möchte die Muslimbruderschaft zwar, dass vor vorgezogenen Wahlen der demokratisch gewählte Präsident, das demokratisch gewählte parlamentarische Oberhaus und die per Volksabstimmung beschlossene Verfassung wieder ihren legitimen Status zurückbekommen, aber angesichts dessen, dass auch die Putschisten schnelle Entscheidungen an der Wahlurne wollen, müssen diese Differenzen nicht unüberbrückbar sein.

4 Gedanken zu “Friedlicher Freitag in Ägypten

  1. GESEGNET SIND DIE DIE LIEBE UND FRIEDEN VERBREITEN

    SIE WERDEN DAS HEILIGE PARADIES DES EWIGEN POSITIVEN LICHTS DES LEBENS BETRETTEN

    VERDAMMT SIND DIE DIE HASS UND GEWALT BRINGEN

    SIE WERDEN IN DER UNHEILIGEN HÖLLE DER UNENDLICHEN NEGATIVEN FINSTERNIS DES TODES FALLEN

  2. War der Militärattaché in Ägypten nicht für das Volk?!
    Die korrupte Regierung auf einmal weg.

    @F
    Was für ein Philosophisches trug spiel;)

  3. Das freut mich, daß Ihr mal eine positive Nachricht verbreiten könnt!🙂
    LG
    Kruxdie13

  4. DAS MILITÄR IST DER GARANT FÜR DEMOKRATIE –
    oder was uns Ägypten lehrt.

    Entwurf für eine erneuerte moderne Demokratie.

    Ägypten ein weltweites Vorbild für die moderne Demokratie.!
    Da wo man das Volk entwaffnet und also entmachtet und entmündigt, da ist das Militär der Garant für Demokratie, und das Militär aber ist vom Kapital abhängig.
    Wer also das Kapital hat, der hat auch die Macht über die Demokratie, vorausgesetzt er hat auch die Macht sein Kapital zu schützen und zu erhalten.
    Und wer aber könnte dies besser als das Militär.?
    Und von daher ist ein skrupelloses Militär der einzig wirklich glaubwürdige Garant für Demokratie.
    Wer da nun einwendet, das sei aber keine Demokratie, der soll vorab den Beweis erbringen, dass das, was derzeit als Demokratie installiert ist, auch tatsächlich Demokratie ist.
    Wo und was ist denn Demokratie, da wo das Volk von der herrschenden Klasse entmündigt, entwaffnet, enteignet und/oder verarmt ist.?
    Wo und was ist denn Demokratie, da wo das Volk von den zur Wahl stehenden und/oder seinen gewählten Vertretern nicht vertreten wird.?
    Wo und was ist denn Demokratie, da wo das Volk von der herrschenden, kapitalistischen Klasse verarmt und abhängig gemacht worden ist.?
    Eine Militärjunta ist da doch unzweideutig die bessere Demokratie für das Volk, eine wesentlich bessere parlamentarische Demokratie als die einer Kapitalistenjunta oder die Demokratie einer Intellektuellen- und Akademikerjunta.
    In der Militärjunta, der parlamentarischen Militärdemokratie haben nämlich die wirklichen, die realen Machthaber die Herrschaft, anstatt irgendwelche parasitären intellektuellen impotenten Inkompetenzen, die zur Aufrechterhaltung ihrer Herrschaft auf die Bereitwilligkeit und die gehorsame Funktion des Militärs angewiesen sind.
    Und desweiteren kann man in einer Militärdemokratie dann auch alles nichtsnutzig Intellektuelle und Parasitäre abschaffen und so einen riesigen die Volkswirtschaft belastenden Kostenfaktor im Staatswesen zum Wohle der Demokratie und des Volkes einsparen, das Militär stärken und so die Demokratie sicherer machen, denn das war es doch, worum es bezüglich der demokratischen Machtgarantie ging.
    Also, DAS MILITÄR BLEIBT SO GARANT DER DEMOKRATIE.
    Die Ausbeuter, die Versklaver, die Parasiten, die Schmarotzer und alles nichtsnutzige Pack werden hier widersprechen, und falls man sie lässt auf die Barrikaden steigen und Widerstand leisten, um die beste Demokratie der Welt zu verhindern.
    Und genau das aber gilt es zu verhindern und unmöglich zu machen, nämlich die Herrschaft der PARASITENDEMOKRATIE.
    Knallt sie also alle vorher ab, um die gute Militärdemokratie herzustellen, zu sichern und zu garantieren.
    WER DAS MILITÄR HAT, DER HAT DIE DEMOKRATIE.!
    WER DAS STÄRKSTE MILITÄR HAT, DER HAT DIE MACHT,
    UND WER DIE MACHT HAT, DER HAT DIE DEMOKRATIE.!
    Wer das stärkste Militär hat, der hat die stabilste und beste Demokratie. Die Stärke des Militärs ist die Demokratie.

    (Die „allmächtige USA“ ist von daher also der Garant für weltweite Demokratie. Die USA bestimmen was und wie Demokratie zu sein hat. Die vom Militär dominierte und gesicherte DDR war keine Demokratie, das vom Militär dominierte Ägypten aber sehr wohl. Demokratie ist das, was USA- und ISRAEL-freundlich ist; alles andere ist parasitär und wird abgeknallt.)
    DIE USA SIND SCHON SEIT LANGEM DIE MILITÄRDEMOKRATIE.
    Das starke Militär ist die Demokratie.
    Nur die ganz Dummen brauchen, um dies zu erkennen die Männchen in Uniform.
    Gustav Staedtler.
    5.08.2013

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