Al Kaida gegen Al Kaida in Aleppo und Reuters

In Aleppo und Umgebung gibt es gegenwärtig harte Auseinandersetzungen innerhalb unterschiedlicher Terrorgruppen, die allesamt unter der Grabbeltischfahne von Al Kaida kämpfen. Breaking News meldete am Freitag Nachmittag, bei Auseinandersetzungen unterschiedlicher Al-Kaida-Gruppen untereinander habe es in Aleppo gerade 300 Tote und weitere Hunderte Verletzte gegeben. Wenn das in etwa so stimmt, sind das die schwersten bewaffneten Auseinandersetzungen, die es seit Monaten in Aleppo gegeben hat.

Konkret soll es darum gehen, dass Elemente der Al-Kaida-Führer Ayman al Zawahiri gegenüber loyalen „Nusra-Front“ und Elemente der manchmal auch zu FSA und Moslimbruderschaft gezählten Gruppierung „Tawheed“ Auseinanderetzungen mit der zur weithin als saudische Proxykraft gezählten „Al-Kaida im Irak“ gehörenden Gruppe „Ghuraba el Sham“ haben sollen.

Die Auseinandersetzungen kommen nicht überraschend. @edwardedark, einer der frühen Anti-Regierungsaktivisten der Krise in Syrien, der sich inzwischen vom Terrorismus lossagte, twitterte kürzlich, „Ghuraba el Sham“ habe den von Kräften der Nusra-Front dominierten Sharia-Gerichten den Krieg erklärt. Kurz darauf twitterte Terroristen-Sympathisant @NuffSilence unter Verweis auf ein Video, ein riesiger „FSA-Konvoi“ sei unterwegs, um die „korrupte Al-Kaida-Gruppe „Ghuraba el Sham“ niederzumachen.

Wenn Al-Kaida-Terroristen sich durch interne Auseinandersetzungen gegenwärtig schwächen, kann es in der zivilisierten Welt eigentlich nur Gewinner geben. Aber gegenwärtig sieht es wohl so aus, dass die Kräfte von Nusra und Tawheed in den Auseinandersetzungen die Oberhand haben. Doch der wahhabitisch-zionistischen Terror-Propaganda-Schleuder Reuters passt das gar nicht, dass „Al-Kaida im Irak“ offenbar ins Hintertreffen geraten ist. Und so hat Reuters nach der Niederlage von „Ghuraba el Sham“ ein Propagandastück veröffentlicht, um ihren Al-Kaida-Terroristen Mut zu machen.

„Al-Kaida in Irak stellt die Nusra Front in den Schatten“, lautet angsichts der Niederlage von „Ghuraba el Sham“ der Titel eines neuen Artikels der zionistisch-wahhabitschen Terror-Propaganda-Schleuder Reuters, mit der Reuters versucht, die von Israel und Reuters favorisierte Al-Kaida-Gruppe „Ghuraba el Sham“ schön, stark und mutig aussehen zu lassen. Abzuwarten bleibt, ob und wann Reuters demnächst titeln wird: Hurra, Al Kaida, Al Kaida ist gut für Israel und seine Partner vom GCC im gerechten Kampf der „auserwählten Rassen“ gegen die „Multi-Konfessionalisten“ von Iran und Hisbollah.

Nachtrag: Die US-Propagandaschleuder ABC bestätigt die tödlichen Auseinandersetzungen zwischen Sharia Council (Nusra, Tahweed, Ahrar Al-Sham) und Ghuraba al Sham in Aleppo sowie die Niederlage von Ghuraba al Sham dem Grunde nach, erzählt die Geschichte aber, natürlich, mit dem Spin, dass die unterschiedlichen Alqaeda-Gruppen in Aleppo nette „Rebellen“ – ABC bezeichnet in davn (Ahrar Al-Sham) gar als „liberal“ – sind und das „Sharia Council“ doch bitte schön aufhören möge, gegen die Terrorgruppe „Al Qaeda in Iraq“ aka „Ghuraba al Sham“ vorzugehen, natürlich nicht, weil Ghuraba al Sham ein Liebling von Israel und Saudi Arabien ist, sondern weil Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen Terrorgruppen in Syrien nur der syrischen Regierung nützen.

19 Gedanken zu “Al Kaida gegen Al Kaida in Aleppo und Reuters

  1. Tja, es ist bekannt, wenn Gruppen die gemeinsam für etwas eintreten zu wenig Erfolg haben, dann beginnen sie gegeneinander zu kämpfen. Dies scheint dort einzutreten, wobei in diesem Fall es sich eh um recht unterschiedliche Mörderbanden gehandelt zu haben.

  2. „Al-Qaeda“ existiert als Gedankenmodell, aber nicht als Organisation. Jeder, der sich als al-Qaeda bezeichnet, ist es.

  3. Wann wird die syrische Armee den Soldatenleichenschänder Al-Hamad Kommandeur der Omar-al-Faruk-Brigade aus Homs zu den 50 Jungfrauen entsenden.
    Wie ist die militärische Lage in Homs

  4. lol
    Die Scherzkekse von der FAZ haben die eigentliche Nachricht unten versteckt und im Titel der Meldung keinen HInweis darauf gegeben:

    Die Entscheidung über eine Flugverbotszone in Syrien muss unterdessen nach Auffassung des türkischen Ministerpräsidenten Tayyip Erdogan vom UN-Sicherheitsrat getroffen werden. Es sei dagegen nicht an den Vereinigten Staaten und der Türkei, darüber zu befinden, sagte Erdogan am Freitag in Washington, wo er am Tag zuvor mit Präsident Barack Obama zusammengekommen war.

    Im Klartext: Obama und Erdogan sind sich einig, dass es keine „Flugverbotszone“ in Syrien geben wird, solange Russland oder China „Nein“ dazu sagen.

    Nach all den öffentlichen Forderungen nach einer „Flugverbotszone“ ohne Sicherheitsratsresolution ist das eine wesentliche Änderung der türkischen Position und eine glasklare Klarstellung der amerikanischen Position.

  5. Auf dem Syrien.Info block werden die muslimischen Söldner als Schleim und Ratten bezeichnet. Diese halbgaren Burschen sind Opfer und Täter gleichzeitig.Sie können nicht mehr aussteigen und tun etwas halbwegs Gutes, indem sie Krieg gegen den falschen Krieg führen.Darüber dürfen wir uns nicht freuen oder zynisch werden.Zynismus ist angebracht bei der Propagandapresse und Redakteuren, die wissen, dass sie lügen.Einen urbanen Leopard Panzer entwickeln, der gegen Proteste eingesetzt werden kann, das können die Deutschen.Das bringt Gewinne für weitere Mordinstrumente, die allesamt zum Töten und nicht zur Verteidigung eingesetzt werden.Saudi Arabien steht vor einem großen Geschäft.Wir bekommen Öl und bieten geeignete Mordwaffen.Wenn nicht wir, dann liefern die andern.So ist die Moral.Wir könnten gute Geschäfte mit dem Iran machen.Davon hält Amerika uns ab und darum wird dieser Krieg in Syrein geführt. Wir Europäer unterdrücken uns selbst.

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