Wie die israelische Regierung und andere Zionisten versuchen, die USA mit Lügen in einen offenen Angriffskrieg gegen Syrien zu treiben

Israelische Militärs wissen genauso wie andere Militärs, dass der Versuch, mit Terror und Propaganda zu einem Regime Change in Syrien zu kommen, in den letzten Tagen einen Genickbruch erlitten hat. Die Erfolge der syrischen Armee bei Damaskus, in Homs und in Aleppo haben es den von Israel, NATO- und GCC-Staaten unterstützten Terroristen- und Söldnerbanden unmöglich gemacht, das Ziel eines gewaltsamen Regierungssturzes in Syrien erreichen zu können.

Die geheimdienstliche Unterstützung der Terroristen durch Ausbildung, Waffenlieferungen, Führung und Koordination kann daran nichts mehr ändern. Um darauf hoffen zu können, dass ihre Terror- und Söldnerbanden noch zum Sieg kommen, müssten NATO-Staaten die Terroristen durch eine umfangreiche Militäroperation unter Einsatz von NATO-Soldaten und schweren und modernen Waffensystemen der NATO unterstützen, etwa mit Panzerverbänden, Kampfbombern, der Kriegsmarine, Patriot-Raketen und Cruise Missiles.

Ohne die USA ist das nicht vorstellbar. Britannien, Frankreich und die Türkei allein etwa werden für zu schwach eingeschätzt, um so einen Krieg stemmen zu können. Aufgrund der Stärke und guten Ausrüstung der syrischen Armee stünden die Chancen der NATO ohne eine führende Rolle der USA bei einem Angriffskrieg gegen Syrien schlecht, damit überhaupt nur den zur Zerstörung der syrisch-iranischen Freundschaft gewünschten Regime Change erreichen zu können, von der Fähigkeit zur Etablierung einer neuen Ordnung nach einem Regime Change ganz zu schweigen.

Die USA haben in den letzten Monaten jedoch mehrfach zu erkennen gegeben, dass sie keinen offenen Krieg gegen Syrien führen wollen. Die bewaffneten Banden würden den Krieg gegen die syrische Regierung auch so gewinnen, war das herrschende Mantra. Lediglich wenn die syrische Regierung Chemiewaffen einsetzen würde, dann wäre eine rote Linie überschritten und die USA würden ihre Haltung überdenken müssen und Konsequenzen ziehen, hieß es. Nun, wo die syrische Armee dabei ist, den Krieg zu gewinnen, häufen sich auf einmal Medienberichte, mit denen die syrische Armee angeschuldigt wird, Chemiewaffen einzusetzen, und das, obwohl niemand bestreitet, dass die Armee ihre in den vergangenen Monate und Wochen errungenen Erfolge einzig und allein der Kampfführung mit konventionellen Waffen zu verdanken hat.

Es wird nun auch gar nicht behauptet, dass die syrische Armee durch den Einsatz von Chemiewaffen Ortschaften entvölkert und dabei durch den Einsatz von Chemiewaffen Tausende Menschen, Kämpfer wie Zivilisten, umbringt, etwa so wie der Irak das seinerzeit in Halabja gemacht hat. Stattdessen wird behauptet, Syrien habe einzelne Projektile mit chemischen Kampfstoffen eingesetzt, und damit eine sehr geringe Anzahl von Menschen getötet und verletzt, viel weniger, als wenn am gleichen Ort beispielsweise eine herkömmliche 1000-Kilo-TNT-Fliegerbombe verwendet worden wäre.

Anschuldigungen von lokal begrezten Einsätzen von chemischen Waffen in Syrien gibt es schon seit über einem Jahr immer mal wieder. So hat beispielsweise jemand, der sich als Arzt in Homs ausgab, im April 2012 per Video erklärt, die syrische Armee habe bei der Befreiung von Baba Amr aus der Hand der Terroristen im letzten Frühjahr „bakterielle und chemische Waffen“ eingesetzt. Die Vorwürfe sind keine Einbahnstraße. So hat ein regierungsnaher syrischer TV-Sender im Mai 2012 berichtet, von der Türkei nach Syrien eingedrungene Terroristen hätten bei tödlichen Attacken auf syrische Grenzposten chemische Waffen eingesetzt. Diesen Berichten wurde bis zum Dezember 2012 wenig Aufmerksamkeit zuteil.

Das Thema chemische Waffen in Syrien wurde in der Regel in Bezug auf die angeblich großen Arsenale an nervenwirksamen Kampfstoffen der syrischen Armee diskutiert, und da, je nach Präferenz, entweder als eine Gefahr, die ein kaum lösbares Problem für ein direktes militärisches Einmischen von NATO-Staaten in den Krieg in Syrien darstellt, oder als Grund für ein direktes militärisches Einmischen von NATO-Staaten in Syrien, zumindest wenn es soweit sei, dass die syrische Regierung, wie von den NATO-Staaten erwartet und erhofft, stürzt. Anlass für die Thematisierung chemischer Waffen Syriens waren regelmäßig Geheimdienstberichte über Aktivitäten an angeblichen Lagerstätten oder angebliche Transporte von chemischen Waffen. Im Grunde besteht dabei sogar eine gewisse Einigkeit zwischen den NATO-Staaten und Syrien: sowohl die NATO-Staaten als auch Syrien legen großen Wert darauf, dass die syrischen Chemiewaffen, so sie existieren, von der syrischen Armee nicht eingesetzt werden und so sicher verwahrt werden, dass sie nicht in die Hände von aufständischen Extremisten fallen können. Und so sahen auch die öffentlichen Erklärungen diesbezüglich nicht nach Konflikt aus. Syrien erklärte im Juli 2012, eine Woche nach dem Beginn der großen FSA-Offensive „Vulkan in Damaskus – Erdbeben in Syrien„, dass diese Waffen, so sie existieren, sicher gelagert sind, und unter keinen Umständen gegen das syrische Volk, Terroristen oder Zivilisten eingesetzt werden, und Barack Obama erklärte im August, es werde Konsequnzen haben, wenn Syrien die rote Linie überschreite, „eine ganze Menge“ Chemiewaffen im Konflikt in Syrien einzusetzen, sich nicht in der Lage zeige, die Chemiewaffen sicher aufzubewahren oder die Chemiewaffen in bedrohlicher Weise bewege.

Angsichts neuer anonymer westlicher Geheimdienstinformationen über Aktivitäten an Lagerorten von Chemiewaffen in Syrien, bekräftigte US-Außenministerin Hillary Cinton am 3. Dezember noch einmal, die USA hätten es sehr deutlich gemacht, dass der Einsatz von Chemiewaffen für die USA „eine rote Linie“ darstelle. Auch Barack Obama bekräftigte die Existenz einer „roten Linie“ der USA in Bezug auf chemische Waffen am 8. Dezember noch einmal und drohte nochmals mit nicht spezifizierten Konsequenzen, falls sie von Syrien überschritten werde. Analysten warnten aufgrund der erneuerten US-Drohung, dass Propaganda mit Chemiewaffen ein Vorwand für einen von den Aufständischen dringend gewünschten offenen Kriegseintritt der USA auf ihrer Seite werden könnte, und Obama mit seiner roten Linie in Bezug auf Chemiewaffen den Gegnern Syriens einen Anreiz gegeben habe, einen Terroranschlag mit Chemiewaffen durchzuführen, um der syrischen Armee den Einsatz von Chemiewaffen in die Schuhe zu schieben, und damit einen offenen Kriegseintritt der USA auf Seiten der Gegner der syrischen Regierung herbeizuführen. Die militärische Lage war zu dem Zeitpunkt jedoch bereits so, dass die im Juli von der FSA begonnene Vulkan- und Erdbeben-Offensive steckengeblieben war, eine neue Offensive von vom Ausland unterstützten Aufständischen mit Stoßrichtung direkt auf Damaskus durch Einkesselung tausender Angreifer im Damaszener Vorort Daraya gescheitert war ud die Aufständischen sich trotz massiver Waffenlieferungen aus dem Ausland in einer militärisch schlechten Lage befanden.

Und prompt entwickelten sich rege Aktivtäten, was Chemiewaffen und Propaganda mit Chemiewaffen angeht. Noch am selben Tage, an dem Obama die rote Linie der USA bestätigte, veröffentlichten Aufständische ein Video, in dem sie behaupteten, die syrische Armee habe in Safira bei Aleppo Chemiewaffen eingesetzt. Doch das Video hatte wenig Überzeugungskraft und wurde von den US-Massenmedien weitgehend ignoriert. Drei Tage spätr veröffentlichten „Rebellen“ ein Video, in dem sie zeigten, wie sie zwei Hasen mit giftigem Gas getötet haben, angeblich, um die Bürger zu warnen, wie gefährlich Giftgas ist, doch war das Hasenvideo auch als Demonstration zu verstehen, mit der „Rebellen“ zeigen wollten, dass sie nun genau wie die syrische Regierung im Besitz von Chemiewaffen sind.

Die nächste Nachricht von einer Attacke mit Chemiewaffen kam zwei Tage vor Weihnachten aus Homs. AP meldete unter Berufung auf die katarische Propaganda-Schleuder Al-Jazeera, die „Opposition“ aus dem unter Kontrolle von „Rebellen“ stehenden Homser Stadtviertel Bayada hätten gemeldet, sechs oder sieben Personen seien durch ein Gas gestorben, dass aus Bomben strömten, die Kampfflugzeuge abgeworfen hätten, und Dutzende weitere Personen seien in einer Frontstellung verletzt worden. Feldärzte der Aufständischen hätten gesagt, sie wüssten nicht, was es ist, aber die Vergiftigungen erinnerten an Sarin, hieß es weiter. Ein Video gab es auch, das Ärzte und Männer, anscheinend Aufständische, in einem Feldlazerett mit echter oder geschauspielerter Atemnot und Halluzinationen zeigte.

Um die nachfolgende Diskussion zum angeblichen Chemiewaffeneinsatz zu verstehen, ist es notwendig, sich etwas damit zu beschäftigen, was Chemiewaffen eigentlich genau sind. Syrien sagt, Syrien habe im inneren Konflikt in Syrien keine Chemiewaffen angewendet und werde das auch in Zukunft nicht tun. Syrien ist, nicht zuletzt aufgrund der israelischen Ambiguität bezüglich Atomwaffen, allerdings, ähnlich wie andere Staaten, etwa Ägypten, kein Unterzeichnerstaat der internationalen Verträge zum Bann von Chemiewaffen, und deshalb völkerrechtlich durchaus frei darin, selbst zu definieren, welche chemischen Stoffe Syrien als Chemiewaffe betrachtet. Die Frage, welche chemischen Stoffe als Chemiewaffen betrachtet werden, ist im vorliegenden Konflikt durchaus relevant und vom allgemeinen Sprachverständnis ausgehend nicht selbstverständlich. So wird beispielsweise in den internationalen Verträgen Reizgas, wie etwa CS-Gas, als chemisches Kampfmittel betrachtet. Diese juristische Definition führt zu der seltsamen Situation, dass zwar die Polizei Reizgas zur Selbstverteidigung und zur Auflösung von steinewerfenden Menschenmengen einsetzen darf, so wie das praktisch in der ganzen Welt praktiziert wird, eine Armee von Unterzeichnerstaaten in bewaffneten Konflikten hingegen ein polizeilich übliches Reizgas nicht zum Auseinandertreiben wild von mit Maschinengewehren und Panzerfäusten um sich schießenden Gegnern einsetzen kann, ohne sich dem Vorwurf auszusetzen, im Krieg verbotenerweise chemische Kampfmittel eingesetzt zu haben, während in der gleichen Situation der Beschuss der bewaffneten Gegner mit Granaten oder Hellfire-Raketen als zulässig erachtet würde. Richtig kompliziert wird die moralische Bewertung von Reizgas dadurch, dass die Wirkung von Reizgas sehr unterschiedlich sein kann, es etwa von der Mischung, der Konzentration, der Gesundheit der dem Reizgas ausgesetzten Menschen und den Umständen des Einsatzes abhängt, ob Reizgas tödliche Folgen hat oder nicht, und Reizgas natürlich auch mit anderen chemischen Kampfstoffen versetzt werden kann. Aber auch hochkonzentrierte Reizgasmischungen, die nur aus Stoffen bestehen, wie die Polizei sie verwendet, können sehr wohl eine tödliche Waffe sein, insbesondere in geschlossenen Räumen.

Es liegt nicht fern, anzunehmen, dass Syien sich mit seinem formlosen Versprechen, im gegenwärtigen Konflikt keine Chemiewaffen einzusetzen, nicht dazu verpflichten will, der syrischen Armee pauschal zu verbieten, mit Reizgas gegen mit Maschinengewehren bewaffnete aggressive Menschengruppen vorzugehen. Auch in manchen Situationen im Anti-Terror-Kampf ist es nicht selbstverständlich von sich aus sinnvoll, von vonherein pauschal auf den Einsatz von chemischen Stoffen zu verzichten, die in internationalen Verträgen zur Ächtung von Chemiewaffen als chemische Kampfmittel oder -stoffe klassifiziert werden. So ist es beispielsweise denkbar, zu versuchen, in Gebäuden, Kellern, Tunneln oder Höhlen verschanzte bewaffnete Terroristen durch die Einleitung von Gas zu töten oder zu betäuben, um sie verhaften zu können. Manche Gase, etwa Kohlendioxid, gelten dabei den internationalen Konventionen entsprechend nicht als Chemiewaffen, andere hingegen, so etwa das von russischen Spezialkräften im Jahr 2002 bei der Befreiung von in Terroristenhand befindlicher Geiseln im Moskauer Dubrowka-Theater eingesetzte unbekannte Gas, gelten vermutlich durchaus als Chemiewaffen, obwohl sie jeweils eine tödliche Wirkung haben können. Massive nationale und internationale Kritik am russischen Gaseinsatz im Dubrowka-Theater 2002 richtete sich dagegen, dass bei der Befreiung viele der Geiseln ums Leben kamen. Aber der Vorwurf, Russland habe bei dem Anti-Terror-Einsatz unmoralisch gehandelt, weil Russland Terroristen mit einer geächteten Gaswaffe außer Gefecht gesetzt und somit die Rechte der Selbstmordattentäter durch die Verletzung der Konvention zum Verbot von Chemiewaffen missachtet habe, gehörte jedenfalls nicht zur lautstärksten Kritik am russischen Anti-Terror-Einsatz 2002. Auch nach der US-geführten Erstürmung der Berghöhlenfestung Tora Bora in Afghanistan im Jahr 2001 richtete sich die übliche Kritik natürlich nicht dagegen, dass die USA bei der Erstürmung möglicherweise nach der Chemiewaffenkonvention verbotene Gase, wie etwa Reizgase, eingesetzt hat sondern vielmehr dagegen, dass führende Mitglieder der Bin-Laden-Gruppe, die sich dort verschanzt hatte, es geschafft hatten, sich der Eliminierung oder Verhaftung zu entziehen. Wenn die Situation in Syrien bezüglich des Einsatzes von chemischen Kampfmitteln im Anti-Terror-Kampf diskutiert wird, ist das vor diesem Hintergrund zu sehen. Die syrischen Sicherheitsorgane, Polizei wie Armee, haben es seit Monaten praktisch täglich mit Selbstmordattentätern, Geiselnehmern mit Mordabsichten und sich in Gebäuden und Tunnels verschanzenden Terroristen zu tun, im Unterschied zu den Situationen, vor denen die USA und Russland vor einem Jahrzehnt in Tora Bora und im Dubrowka-Theater standen, allerdings häufig mit einer größeren Anzahl von Terroristen, was die Aufgabe nicht einfacher macht.

Dass die von Al Jazeera und westlichen Agenturen wie AP kolportierte Geschichte der Aufständischen, in Homs habe die Armee am 23. Dezember aus Flugzeugen Fliegerbomben mit dem Nervenkampfstoff Sarin abgeworfen, schon in sich unplausibel war, fiel Kennern der Materie sofort auf. Wären in Homs Fliegerbomben mit dem Nervenkampfstoff Sarin abgeworfen worden, hätte es nicht, wie von den Aufständischen behauptet, sechs oder sieben Tote und in der näheren Umgebung des Ausbringungsortes Dutzende Verletzte, sondern Hunderte Tote und in der näheren Umgebung keine oder fast keine Überlebenden gegeben. Als klar war, dass die Geschichte so, wie sie erzählt worden war, unglaubwürdig war, schwenkten die westlichen Medien um, und erklärten, die Armee habe nicht den Nervenkampfstoff Sarin, sondern den Psychokampfstoff „Agent 15“ eingesetzt, dessen Wirkungen den Vergiftungserscheinungen ähnlich sind, die der in jeder Apotheke vorhandene und als Gegengift unter anderem gegen Nervenkampfstoffe und als Droge benutzte Wirkstoff Atropin hervorruft, damit habe die syrische Armee klar die von der US-Regierung gesetzte „rote Linie“ überschritten und nun seien Konsequenzen fällig. Nachdem das US-amerikanische Weiße Haus deutlich gemacht hatte, dass es nicht beabsichtige, diese Geschichte als Ansatz für einen Militäreisatz gegen Syrien zu nehmen, spielte das laut Chuck Hagel von Israel-Lobbyisten stark durchsetzte US-Außenministerium in den letzte Tagen der Amtszeit von „Interventionsbefürworterin“ Hillary Clinton zionistischen Medien einen geheimen Bericht der US-Botschaft in der Türkei zu, in dem auf Basis von Interviews behauptet wurde, in Homs sei mit Hilfe von Panzergranaten „Agent 15“ oder eine andere Chemiewaffe eingesetzt worden, und es sei sicherlich nicht nur Tränengas gewesen, das zu den tödlichen Vergiftungen bei fünf Aufständischen geführt habe. Pro-israelische Medien nahmen diese durchgestochene Veröffentlichung als Anlass dafür, um das Überchreiten der „roten Linie“ zu behaupten, und das weiße Haus unter Druck zu setzen, als Konsequenz daraus von Israel-Lobbyisten längst aus anderweitigen Gründen, nämlich der schlechten militärischen lage der Aufständischen, geforderte militärische Aktionen von Seiten der USA durchzuführen. Doch das Weiße Haus widersetzte sich dem Druck der Israel-Lobby und verkündete tags darauf, die US-Regierung sei anders als der durchgestochene Bericht zu der Einschätzung gekommen, die zum Teil tödlichen Verletzungen der Aufständischen seien vermutlich durch einen missbräuchlichen Einsatz von demonstrationstypischem Reizgas in geschlossenen Räumen entstanden, damit sei kein üblicherweise als Chemiewaffe bezeichneter Kampfstoff eingesetzt worden und die „rote Linie“ der USA nicht überschritten.

Aufständische, oder besser gesagt Terroristen, in Syrien zeigten unterdessen Ende Januar in einem Video, dass sie im Besitz von Chemikalien sind, die sich möglicherweise als Chemiewaffen einsetzen lassen, und drohten offen damit, Chemiewaffen gegen Kräfte der syrischen Regierung einzusetzen, ohne dass dies zu einer Reaktion in westlichen Medien oder von westlichen Politikern geführt hätte. Am 19. März meldete die syrische Nachrichtenagentur SANA, das in Khan Al-Assal nahe Aleppo eine Rakete eingeschlagen ist, die eine chemsische Substanz freigesetzt habe, durch die 25 Menschen getötet und etwa 100 Menschen verletzt worden seien. Unbestritten ist, dass die Gegend, in der die Rakete einschlug, sich zu dem Zeitpunkt unter Kontrolle der syrischen Regierung befand. Unter den Opfern des Angriffes befanden sich Frauen und Kinder. Die bei dem Angriff verletzten Menschen wurden nicht in Feldlazarette von „Rebellen“ gebracht, sondern in Krankenhäuser unter Kontrolle der syrischen Regierung und dort von Journalisten besucht. Einige der getöteten und verletzten Personen waren nach Angaben der syrischen Regierung syrische Soldaten, die an einem nahe des Einschlagsortes gelegenen Checkpoint der Armee Dienst taten. Führungspersonen aus den Reihen der Aufständischen erklärten anschließend trotzdem öffentlich, es sei die syrische Armee gewesen, die Khan Al-Assal mit mit chemischen Sprengköpfen ausgestatteten Raketen angegriffen habe. Der als „Interventionsbefürworter“ und guter Freund Israels bekannte britische Botschafter bei der UN erklärte, die Berichte über einen Einsatz von Chemiewaffen seien nicht schlüssig. Aus den USA wurde verlautbart, die USA sehen keine Beweise dafür, dass es in Khan Al-Assal überhaupt zu einem Einsatz von Chemiewaffen gekommen ist. Die syrische Regierung erklärte daraufhin nochmals, ihre Bürger seien in Khan Al-Assal Opfer eines von vom Ausland unterstützten Terroristen verübten massenmörderischen Raketenanschlages mit chemischen Kampfstoffen geworden, und luden die UNO schriftlich dazu ein, Experten zur Untersuchung des Vorfalles von Khan Al-Assal nach Syrien zu senden, um Beweise zu begutachten, Proben zu ziehen und Zeugen zu befragen, und den Vorfall so offiziell im Auftrag der UNO zu dokumentieren.

Von Diplomaten, denen die westliche Strategie zur Verhinderung von zeitnahen UN-Untersuchungen der Chemiewaffeneinsätze des Irak in den 80er Jahren geläufig war, wurde als Reaktion auf die syrische Einladung erwartet, dass westliche Staaten wissen, dass die Untersuchungsergebnisse die von ihnen unterstützte Aufständischen belasten werden, und westliche Staaten deshalb danach trachten werden, durch das Stellen von Bedingungen, Verhandlungsverzögerungen oder dem Verlangen der Koppelung der Untersuchug mit Untersuchungen von imaginären Vorfällen die von Syrien erbetene UN-Untersuchung des Vorfalles von Khan Al-Assal zu verhindern oder zu verschleppen. Und genau so haben es Britannien, Frankreich und der der westlichen Wertegemeinschaft engstens verbundene UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, für den die deutsche Diplmatin Angela Kane die Verhandlungen mit Syrien führen soll, gemacht. Für eine Untersuchung des Vorfalles von Khan Al-Assal haben UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, Britannien und Frankreich Syrien die Bedingung gestellt, dass die UN-Inspektoren beliebige Orte in Syrien aufsuchen können, der Unteruchungsauftrag um von ihnen selbst zu bestimmende beliebige weitere angebliche Chemiewaffenvorfälle erweitert werden kann, insbesondere um das Ereignis von Homs am 23. Dezember sowie einen von Anti-Regierungskräften am 24. März 2013 behaupteten Phosphorwaffenvorfall in Adra nahe Damaskus, über den in der Öffentlichkeit fast nichts bekannt ist. Das Verhalten in der UNO der mit Israel eng befreundeten Regierungen von Britannien und Frankreich, die zu den Verfechtern einer umfangreicheren Bewaffnung der Aufständischen gehören, lässt kaum einen anderen Schluss zu, als dass westliche Regierungen trotz Erweckung eines anderen öffentlichen Eindrucks sehr genau wissen, dass Aufständische für den Chemiewaffeneinsatz in Khan Al-Assal am 19. März verantwortlich sind, und sie danach trachten, die Festellung der Verantwortlichkeit durch die UNO zu verhindern oder sich wenigstens Möglichkeiten zu verschaffen, den Vorwurf mit Gegenbehauptungen zu kontern. Alex Thomson vom britischen TV-Sender Channel 4 gab unterdessen zu, dass die syrische Behauptung, Aufständische hätten in Khan Al-Assal eine improvisierte Chemiewaffe, basiered auf zum Zweck der Reinigung von Swimming-Pools hergestelltem Chlor, auf selbstgebauten Raketen eingesetzt, durchaus plausibel ist. Syrien hat die Ausweitung des Untersuchungsauftrages der UNO-Chemiewaffenexperten auf ganz Syrien abgelehnt, weil UNO-Inspektoren vor dem Krieg gegen den Irak eine wesentliche Rolle beim Ausspionieren der Ziele für die angreifende Kriegskoalition gespielt haben, und Syrien eine Wiederholung dessen in Syrien nicht will, Ban Ki-Moon, Britannien und Frankreich beharren hingegen auf der Bedingung, nicht nur den Vorfall in Khan Al-Assal, sondern alle angeblichen Vorfälle, die sie und ihre freunde sich aus den Fingern saugen, untersuchen zu lassen, und deshalb gibt es bis heute keine UN-Untersuchung von Vorwürfen des Chemiewaffeneinsatze in Syrien. Klar ist bei der syrischen Ablehnung der UN-Bedingungen für die Untersuchung auch, dass die Anwesenheit der UN-Inspektoren an den Brennpunkten des Anti-Terror-Kampfes der Armee in Homs, Adra und Otaiba Operationspausen erzwingen könnten, die den dortigen, unter anderem von Britannien und Frankreich unterstützten, Terrorbanden Möglichkeiten bieten könnte, ihrer Einkesselung zu entflüchten und sich an anderen Orten zu neuen Angriffen neu zu formieren, und nicht unwahrscheinlich ist es, dass Frankreich und Britannien genau deshalb diese Bedingung stellen. Mit ihrer Hasbara-Maschine versuchen Zionisten daraus obendrein noch einen taktischen Propaganda-Sieg gegen Syrien zusammenzuspinnen, in dem sie massenmedial behaupten, Syrien verweigere die Aufklärung angeblicher Chemiewaffen-Einsätze in Syrien, was die chuldigkeit Syrien beweise, obwohl sie selbst es sind, die sich weigern, den Chemiewaffeneinsatz von Khan Al-Assal unteruchen zu lassen.

Doch das reicht nicht, um zu einem militärischen Sieg gegen Syrien zu kommen. Im Gegenteil haben die syrischen Sicherheitskräfte in den letzten Wochen im Anti-Terror-Kampf große Erfolge erzielt, insbesondere in Homs, Qusair, Adra und Otaiba. Und nun, ausgerechnet zu diesem Zeitpunkt, wo die in Syrien aktiven Terrorbanden ihnen mit konventionellen Waffen beigebrachte Verluste von weit mehr als 100 Kämpfer täglich erleiden und vor einer krachenden Niederlage stehen, wurde eine neue masenmediale Kampagne gestartet, mit der der syrischen Armee vorgeworfen wird, mit Chemiewaffen zwar weniger als ein Dutzend Personen getötet zu haben, aber damit die „rote Linie“ der USA überschritten zu haben, was nun als Begründung für einen offiziellen Kriegseintritt der USA auf Seiten der Aufständischen gegen die syrichen Armee führen soll.

Bemerkenswert an der neuesten Welle an Vorwürfen des Einsatzes von Chemiewaffen ist nicht nur, dass die Welle just zu dem Zeitpunkt losgetreten wurde, wo der syrischen Armee ohne eine direkte militärische Interventione durch die USA nicht mehr zu nehmen zu sein scheint, sondern auch wie die Welle logetreten wurde. Der israelische Brigadegeneral Itai Brun, Chef der Forschungsabteilung beim militärischen Nachrichtendienst (Aman), hatte öffentlich erklärt, er habe sich Fotos von Opfern angesehen, die „vergrößerte Pupillen“ und „Schaum vor dem Mund“ zeigten, und er schließe daraus messerscharf, dass es sich bei dem Schaum vor dem Mund nicht etwa um Rasierschaum und bei den großen Pupillen nicht etwa um den Einfluss von Licht oder Drogen handelt, sondern damit eindeutig der Einsatz des Nervengiftes Sarin durch die syrische Armee bewiesen ist. Es ist also die israelische Armee, die die neue Welle an Vorwürfen gegen ihren Gegner Syrien gestartet hat. Wo und wann die Aufnahmen entstanden sein sollen, wollte Itai Brun der staunenden Weltöffentlichkeit zwar nicht mitteilen, aber die „freie Medien“ der „westlichen Wertegemeinschaft“ genannte zionistische Lügenmaschine verteilte die Behauptungen dennoch großzügig und tat dabei so, als hätten sie irgendeine Glaubwürdigkeit.

Und kurz darauf kam dann auf einmal noch der Vorwurf des Einsatze einer Sarin-Granate im kurdischen Viertel Sheikh Makasoud in Aleppo, durch den drei Menschen getötet worden sein sollen. Der Vorwurf wurde von der Londoner „Times,“ einer Publikation aus dem Imperium des glühenden Zionisten Rupert Murdoch verbreitet. Der Spiegel berichtete dazu am 26. April unter Berufung auf die „Times“, in einem Haus in Aleppo sei am 13. April um 3 Uhr morgens eine Granate eingschlagen, aus der Giftgas geströmt sei. Der Familienvater Jasser Junis habe sich in Sicherheit bringen können, seine beiden Kleinkinder seien jedoch gtorben, und später im Krankenhaus sei auch noch seine Frau an der Vergiftung durch die Granate gestorben. Eine US-amerikanische Gesundheitsorganisation sei in das Krankenhaus gekommen, und habe Haarproben genommen, um diese in einem US-Labor analysieren zu lassen. Als mutmaßliches Motiv für den Einsatz der Giftgasgranate gibt der Spiegel unter Berufung auf den Times-Journalisten, der die Geschichte platziert hatte, an, die syrische Regierung „wolle austesten, wie weit man im Krieg gegen die eigene Bevölkerung gehen könne“ und der Einsatz des Giftgasgranate „sei zudem darauf ausgelegt gewesen“, die Bevölkerung „aus dem Viertel zu vertreiben,“ was auch gelungen sei, da nach dem Einsatz der Giftgasgranate die meisten Kurden „tatsächlich aus ihrem Viertel geflohen“ seien. Zum Ergebnis des mutmaßlichen Einsatzes der Giftgasgranate schrieb der Spiegel ansonsten, der Fall „erhöht den Druck auf die USA, in den Krieg einzugreifen.“

Der Wahrheitsgehalt von Geschichten zu Einzelereignissen aus Kriegszonen ist grundsätzlich schwer zu verifizieren oder falsifizieren. Es ist aus der Ferne natürlich nicht so ohne Weiteres überprüfbar, ob irgendwo in einem Haus im Aleppiner Stadtteil Sheikh Maqsoud eine Sarin verströmende Granate eingeschlagen ist, durch die drei Menschen ums Leben kamen. Was sich aber zeigen lässt, ist, dass die Behauptung, die Bevölkerung von Sheikh Maqsoud sei aufgrund des Einschlages einer Giftgasgranate am 13. April geflohen, nicht nur kausal unglaubwürdig, sondern eine Lüge ist. Tatsächlich sind übereinstimmenden Berichten aller Seiten zufolge Ende März bewaffnete Banden in das Viertel Sheikh Maqkoud eingefallen. Die in das Viertel eingefallenen bewaffnete Banden haben dort Ende März zahlreiche schlimme Verbrechen begangen, gemordet und geplündert, woraufhin viele Einwohner von Sheikh Maqsoud geflohen seien. Das zum UN-Hilfsnetzwerk gehörende Reliefweb berichtete am 8. April davon, dass Tauende Einwohner von Sheikh Maqsoud vor der Gewalt geflohen seien. Die französische Nachrichtenagentur AFP meldete am 12. April, dass kurdische Ort im Norden von Aleppo mit inem Ansturm von kurdischen Flüchtlingen aus Sheikh Maqsoud zu kämpfen haben. Das war vor dem angeblichen Einsatz einer Giftgasgranate am 13. April. Nach dem 13. April gab es hingegen keine Berichte von einer neuen Flüchtlingswelle aus Sheikh Maqsoud. Hätte ein Einsatz einer Giftgasgranate eine Flüchtlingswelle ausgelöst, gäbe dazu aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zeitnahe Medienberichte. Die Schlussfolgerung ist, dass die Behauptung des Entstehens einer Flüchtlingswelle durch den überraschenden Einsatz einer Giftgasgranate am 13. April in Sheikh Maqsoud eine nachträglich erfundene Lüge ist, um dem Einsatz einer Sarin verbreitenden Granate durch die syrische Armee einen Anschein von militärischer Plausibilität zu verleihen.

Die zweite angeführte Begründung für den behaupteten Einsatz einer Giftgasgranate, nämlich die syrische Armee wolle testen, ob es ihr damit gelinge, sich die US-Armee als zusätzlichen Kriegsgegner aufzuhalsen, ist schon in sich absurd. Die syrische Armee hat ein massives Interesse am Gegenteil, nämlich daran, dass es ihren Kriegsgegnern nicht gelingt, die USA zum offenen Kriegseintritt zu bewegen. Damit fehlt es dem Einsatz einer Giftgasgranate am 13. April in Sheikh Maqsoud durch die syrische Armee an jeglicher Plausibilität. Einen erkennbaren militärischen Vorteil im Gefecht verspricht ein zielloser Einsatz einer Giftgasgranate schließlich nicht, auch wenn so eine Granate nicht Zivilisten, sondern Kriegsgegner treffen würde. Eine konventionelle Bombe, die ein Gebäude leicht komplett zerstören kann, würde dem Gegner schwerere Verluste zufügen. Die Gegner der syrischen Armee haben hingegen ein erklärtes Interesse daran, die USA dazu zu bringen, wie der Spiegel schreibt, in den Krieg einzugreifen. Das angebliche Überschreiten der „roten Linie“ Chemiewaffen von Seiten Syriens erzeugt diesbezüglich Druck. Die Kriegsgegner der syrischen Armee haben demnach ein klares Motiv dafür, Geschichten von angeblichen Chemiewaffeneinsätzen der syrischen Armee zu erfinden oder selbst Chemiewaffen einzusetzen, um das der syrische Armee in die Schuhe zu schieben.

Im Spiegel-Artikel gibt es unter Berufung auf den Journalisten des Murdoch-Blattes den Hinweis, es sei möglich, dass im US-Labor bei der Analyse von aus Aleppo stammenden Proben tatsächlich ein Beweis für den Einsatz von Sarin gefunden worden sei. Mal angenommen das stimmt: wenn die syrische Armee keine Granate mit Sarin eingesetzt hat, weil es für die Armee überhaupt keinen Sinn macht, und stattdessen Gegner der syrischen Armee, also „Rebellen“, eine tödliche Granate mit Sarin eingesetzt haben, um die syrische Armee anzuschuldigen, das getan zu haben, wie könnten Rebellen an Sarin gekommen sein? Sarin kann man schließlich nicht so einfach im Supermarkt kaufen. In der Wikipedia findet sich im Artikel „Israelische Streitkräfte“ ein Hinweis auf einen potentiellen Lieferanten von Sarin:

Israel hat die Chemiewaffenkonvention nicht ratifiziert. … Als Forschungseinrichtung im biologischen und chemischen Bereich dient das Israel Institute for Biological Research, das 1952 gegründet wurde. … Beim Absturz der Fluglinie El-Al-Flug 1862 in Amsterdam am 4. Oktober 1992 befanden sich auch 240 Kilogramm der Chemikalie Dimethylmethylphosphonat für das Israel Institute for Biological Research an Bord, die unter anderem als Ausgangsstoff für das Nervengift Sarin verwendet werden kann.

Wenn Israel Aufständischen in Syrien eine kleine Menge Sarin selbst geliefert hat, damit das für einen False-Flag-Anschlag eingesetzt wird, oder etwa in Syrien aktive Agenten eines anderen Staates, beispielsweise in Syrien aktive Mossad-Agenten, das selbst gemacht hätten, dann würde das erklären, wieso sich ein israelischer General nach der Betrachtung einiger Fotos öffentlich hinstellen und den Einsatz von Sarin diagnostizieren kann. Wer auch immer in Sheikh Maqsoud Sarin eingesetzt und damit drei Menschen ermordet hat, wenn Sarin da denn überhaupt eingesetzt wurde und nicht etwa mit gefälschten oder vertauschten Proben gearbeitet wurde, er hat damit ganze Arbeit geleistet. Seit Tagen sind die westlichen Medien intensiv damit beschäftigt, Kriegsstimmung gegen Syrien zu schüren und der Volkzorn kocht. Der stellvertretende israelische Kriegsminister Danny Danon erklärte öffentlich die Echtheit der israelischen Beweise und forderte von den USA darauf basierend öffentlich „Action“, ein Wort, das von Politikern nicht selten als euphemitischer Ersatzausdruck für Kriegshandlungen gebracuht wird. Und im kriegsunlustigen Deutschland beipielsweise wurde in der Süddeutschen Zeitung im Zuge der Kampagne von Europäern und Amerikanern gefordert, von Syrien zu fordern, „UN-Inspektoren ins Land zu lassen, um die Hinweise auf Giftgas zu überprüfen“ und im Fall, dass diesbezüglich keine Einigung mit Syrien erzielt werden kann, „eine Salve Marschflugkörper auf“ Syrien abzuschießen, also einen Angriffskrieg gegen Syrien zu beginnen, ohne dass ein Staatsanwalt die Bude wegen Aufstachelung zum Angriffskrieg ungehend dicht gemacht hätte.

Der israelische Journalist Alon Ben David frohlockt schon bei Al-Monitor, dass Israel mit de Chemiewaffenvorwürfen die kriegsunwillige USA erfolgreich aus dem Hinterhalt überfallen und mit dem öffentlichen Meinungsdruck auf Kriegskurs gebracht habe. Aus einer anderen Sichtweise betrachtet, bedeutet das, dass Israel und die Israel-Lobby versuchen, die USA mit offensichtlich zusammengelogenen Chemiewaffenvorwürfen in einen offenen Krieg gegen Syrien zu treiben, ganz so, wie Israel vor rund zehn Jahren eine US-geführte Koalition der Willigen mit Lügen in einen Krieg gegen den Irak getrieben haben.

Doch aus den USA gab es nun eine kalte Dusche für die von Israel geführte Kriegslobby. Aus dem US-Verteidigungsministerium und andere gut informierte Quellen ließ die US-Regierung verkünden, es gebe zwar keine Zweifel daran, dass in Proben Spuren von Sarin gefunden worden seien, aber es gebe Zweifel, wer einen Einsatz von Sarin in Syrien angeordnet habe. Auch das Alter der in den USA untersuchten Proben sei verblüffend. Manche der untersuchten Proben sollen noch vom Dezember letzten Jahres stammen. Öffentliche Stimmung für einen Krieg gegen Syrien zu erzeugen, sei ohnehin nicht das Problem. Das Problem sei vielmehr, dass es keine attraktiven militärischen Optionen gebe.

Die syrische Armee ist besser gerüstet als vorherige Opfer von Aggressionen der USA und Syrien ist mit dem Iran durch einen militärischen Beistandsvertrag auf Gegenseitigkeit verbunden. Iran hat im letzten Jahr mehrfach erklärt, dass der Iran den Vertrag zu erfüllen gedenkt. Ein offener Krieg der NATO gegen Syrien wäre damit automatisch ein Krieg gegen das syrisch-iranische Militärbündnis, also ein Krieg gegen Syrien und Iran. Obendrein müssen die USA damit rechnen, dass Russland und China bei Bedarf spezifische Waffen an Syrien liefern, mit denen Syrien sich Syrien gegen NATO-Angriffe noch besser verteidigen kann, als das heute schon der Fall ist.

Das ist bislang die Lehre aus der Geschichte: nur eine starke und gut gerüstete Armee schützt davor, von den USA unter dem Vorwand zusammengelogener Beweise mit einem Angriffskrieg überzogen zu werden. Ob Israel und zionistisch motivierte Kriegstreiber diesmal für den Versuch zur Rechenschaft gezogen werden wird, die USA mit zusammengelogenen Beweisen in einen erneut potentiell kostspieligen Angriffskrieg in Asien zu treiben, dem die US-Regierung selbst offenbar eher skeptisch gegenübersteht, weil ihr primäres Ziel es ist, die US-Wirtschaft wieder auf Trab zu bringen, bleibt unterdessen noch abzuwarten.

Nachträge: Xinhua berichtet, dass die syrische Regierung erklärt hat, Soldaten in Barzeh bei Damaskus seien letzte Woche giftigem Gas ausgesetzt gewesen. Benjamin Netanjahu sieht die Gefahr, die davon ausgeht, dass Israel öffentlich angeklagt werden wird, zu versuchen, die USA mit Lügen in einen Krieg gegen Syrien zu treiben, und hat seiner Regierung deshalb Schweigen verordnet. Das zionistische Murdoch-Journal gibt nun zu, dass die vorzügliche syrische Luftabwehr der wesentliche Grund dafür ist, dass Syrien von den USA bisher nicht mit einem offenem Angriffskieg überzogen wurde.

15 Gedanken zu “Wie die israelische Regierung und andere Zionisten versuchen, die USA mit Lügen in einen offenen Angriffskrieg gegen Syrien zu treiben

  1. Mein Kommentar zu Chemiewaffen in Syrien wurde bei der Tagesschau gleich zensiert als sie in Ihrem Artikel gegen Syrien hetzten. Hab den syrischen Aussenminister zitiert. Der syrische Aussenminister hat gesagt „Syrien betont wieder und zum zehnten und zum hundersten Mal,
    wenn wir solche Waffen überhaupt hätten, dann würden wir sie sicher nicht gegen unsere eigenen Leute
    einsetzen. Wir begehen doch nicht Selbstmord.“
    Das wollte man wohl nicht als Kommentar unter dem Artikel haben. Was aber noch viel schlimmer ist Michel schluckt das ganze, es gibt Leute in meiner umgebung die das glauben. Das ist wirklich der größte Vorteil den die Machthaber haben das kurze Gedächtnis ihrer Schaafe.
    Als hätte es den Irakkrieg mit seinen Lügen nie gegeben.

    1. „Das ist wirklich der größte Vorteil den die Machthaber haben das kurze Gedächtnis ihrer Schaafe.“

      Ich denke, der „Michel“ möchte sich weiterhin als Saubermann wähnen und verschließt die Augen bereitwillig – nach dem Motto: Wir sind die Gerechten, haben keine Schuld, weil es uns (noch und relativ) gut geht, materiell, nicht seelisch, geistig. Innerlich brodelts schon mächtig, womit jedoch keinerlei Hoffnung verbunden werden kann. Denn innerlich, so befürchte ich, ist hierzulande viel Chaos angerichtet und angehäuft worden. Aber solange der allseits korrupte Laden noch läuft…

  2. Ein paar Anmerkungen:

    1. Das Gas, das in Moskau eingesetzt wurde, war ein Anästhetitkum, nach dem die NATO schon lange geforscht hatte: Es betäubt augenblicklich und lähmt die Atmung dennoch nicht. Die Russen waren also schneller und besser, was den Damen und Herren in Brüssel einen mächtigen Schreck einjagte. Die Menschen, die starben, waren ausnahmslos in sitzender Position, ihr Kopf war nach hinten über die Lehne gefallen, wodurch die Luftwege blockiert wurden.

    2. Die Anwendung von Sarin (DL50 = 1 mg/m³) ist unglaubwürdig. Dazu hier mehr:

    http://www.cbrneworld.com/news/times_unhelpfully_adds_to_the_chemical_frenzy_on_syria#axzz2Rf1NuFgF

    http://www.guardian.co.uk/world/2013/apr/28/syrian-nerve-gas-claims-eyewitness

    3. Lektüreempfehlung:

    http://www.amazon.com/Guilt-Association-Deception-Self-Deceit-America/dp/098213150X/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1367140017&sr=8-1&keywords=gates+guilt+by+association

  3. Zusammengefasst kann man sagen, dass die Politiker in den NATO- Staaten genauso wissen, dass keine Chemiewaffen eingesetzt wurden und dass das reine Propaganda ist. Man testet nun ab, wie weit die öffentliche Meinung reagiert und handelt.

    Eine Umfrage in den letzten Monaten zeigte, dass mehr als 60% aller Briten und Amerikaner keine Intervention in Syrien akzeptieren.

    Das Problem ist aber in der Syrienkrise, dass der Westen die FSA-. Qaida Terroristen unterstützt, welche sogar selber zugegeben haben, mit der Qaida zu kooperieren. Und genau das wissen viele Bürger in den westlichen Staaten.

    Es ist ein reiner Test wie weit die Regierunen gehen können. Meiner Meinung nach nur Schall und Rauch.

  4. In der heutigen Situation Syriens hilft nur ausreichend gerüstet zu sein. D.h. die syrische Regierung muss sich verteidigen können und zwar in der Stärke auch einen Angriffskrieg der Nato, als der USA abwehren zu können. Hierzu ist es erforderlich Verteidigungswaffen insbesondere aus Russland, dem Iran und China in ausreichender Menge (geliehen) zu bekommen. Diese Staaten würden sich durch diese Lieferung selbst vor einem Angriffskrieg dieser Kriegsverbrecherstaaten schützen können. S-300 Flugabwehrraketensysteme sind hierbei ein Schlüsselelement. Moderne Kampfflugzeuge und Radaranlagen ebenso. SS-26-Iskander-Raketen und T-90 Kampfpanzer sind eine weiter notwendige Lieferung. Viele Güter wie Kleinwaffen kann der Iran liefern. In diesem Fall würden die westlichen Kriegsverbrecherregierungen das syrische Volk nicht weiter dezimieren können.

  5. Was diese Eroberer okkupieren, wird ausgeplündert und außer Landes geschafft, was sie nicht tragen können, wird zerstört:
    S.a. politaia Ausplünderung des Irak!

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