Neuer Realismus im Spiegel

Da sage noch einer, Führungskräfte der Staaten der nord-atlantischen Terror-Organisation NATO seien nicht lernfähig. Ein paar leichte Schläge auf den Hinterkopf in Form von wohldosierten Atombombentests scheinen bei Schergen der NATO-Regimes wahrhafte Wunder zu bewirken.

Andreas Lorenz kommentiert gerade in der NATO-Terroristenpostille „Der Spiegel“:

Die USA müssen endlich umdenken. … Wie schon bei Vorgänger George W. Bush steht auch bei Obama ein Ziel hinter dieser Strategie: „regime change“. … Dabei sollten alle das bisherige Ziel aufgeben, Pjöngjang zwingen zu wollen, die Atombomben zu verschrotten.

Denn das werden Kim und seine Marschälle niemals tun. Denn sie denken so: Atomwaffen bewahren uns davor, angegriffen zu werden. Hätten der Iraker Saddam Hussein und der Libyer Muammar al-Gaddafi welche gehabt, wären sie heute noch am Leben.

Vielmehr sollten die Amerikaner versuchen, die Nordkoreaner davon abzubringen, Materialien und Kenntnisse für den Bau von Atombomben an Iran oder andere Regimes zu verkaufen. Als Gegenleistung könnten ein Friedensvertrag mit den USA und Nahrungsmittelhilfen dienen.

Der kleinlaute Spiegel-Kommentar kommt zwar mit einer Verspätung etwa rund zwei Jahre später als bei KCNA und im Parteibuch die Situation erläutert wurde, aber immerhin, er kam. Bei Staaten, die Atombomben haben, ist die westliche Terrorgemeinschaft offensichtlich bereit, ihr Ziel von Rgime Change auf unbestimmte Zeit in die Zukunft zu verschieben.

Der Demokratischen Volksrepublik Korea und ihrem Führer Kim sei für die entschlossene Haltung gedankt und es sei an sie appelliert, in der Zukunft mit anderen freien Staaten wie Iran und Syrien beim Schutz vor Terror so eng zusammenzuarbeiten, dass die nordatlantischn Terroristen ihre Vernichtungsfantasien gegen diese Staaten ein für alle mal begraben. Die Geschichte wird es ihnen unzweifelhaft danken.

4 Gedanken zu “Neuer Realismus im Spiegel

  1. Ja, wirklich erstaunlich. Auch in anderen Medien gibt es ähnliche Zeichen (von einem Trend kann man wohl noch nicht sprechen):

    http://derstandard.at/1363706654510/Nordkorea-will-einfach-in-Ruhe-gelassen-werden

    Zitat: „Aber Nordkorea blickt auch nach Ländern wie Libyen, wo … Gaddafi seine Massenvernichtungswaffen aufgegeben hat und irgendwann aus der Regierung herausgebombt wurde. Ohne die Franzosen und die NATO wären die libyschen Rebellen nie so weit gekommen. Das haben sich die Nordkoreaner angeschaut und gesagt: diesen Fehler machen wir ganz sicher nicht.“

  2. Vorsicht, daß es nicht in die andere Richtung losgeht.
    Von wem ist der Spiegel gegründet worden?
    MI6?.
    Vielleicht soll die ganze Situation weiter aufgebaut werden. Deshalb die Worte?.

    1. @Hans-Dieter
      Den nordkoreanischen Satelitenstart und den nachfolgenden Atomtest kann man als sehr smarten und mit den BRICS-Staaten abgestimmten Schachzug betrachten, der die „westliche Wertegmeinschaft“ von ihren Kriegsplänen gegen Syrien ablenkt. Kim hat durch den Test und das Nichteinlenken angesichts der nachfolgenden US-geführten Eskalation einerseits den Status Nordkoreas zu einer defacto akzeptierten Nuklearmacht vollbracht und andererseits durch die Ablenkung beiläufig Syrien und Iran einen großen Dienst erwiesen. Auch China erweist Nordkorea damit einen Dienst, hat China doch nun ein Gegendruckmittel in Bezug auf die von den USA und ihren Freunden nicht zuletzt aufgrund der chinesischen Haltung zu Syrien angezettelten Inselstreitigkeiten im süd- und ostchinesischen Meer.

      Die von Israel und der Israel-Lobby geführte „westliche Wertegmeinschaft“ steht nun vor dem Dilemma, Nordkorea als Atommacht akzeptieren zu müssen, um ihre Kriegskampagne gegen Syrien weiter mit voller Wucht verfolgen zu können. Genau das macht die zionistische Propaganda nun.

      Sie will sich von Nordkorea nicht von der Kampagne gegen Syrien und Iran ablenken lassen. Trotzdem ist ein gewisses Maß an Ablenkung unvermeidlich. Die USA bringen jetzt zum Beispiel Militärgerät in Ostasien in Stellung, dass Israel und die Israel-Lobby lieber gegen Syrien und Iran in Stellung gebracht sehen würde. Auch der westlichen Propaganda nimmt Norkorea ein Stück weit den Fokus auf Syrien.

      Und, natürlich, zeigt die „westliche Wertegemeinschaft“ durch ihre verhaltene Reaktion gegen Nordkorea einmal mehr ihre Verlogenheit und dopplten Standards in Bezug auf potentielle iranische Atomwaffen. Jeder kann nun sehen, dass echte Atomwaffen in „Feindeshand“ die „westliche Wertegemeinschaft“ nur mäßig stören, selbst wenn ganz klar mit einem Erstschlag gegen die USA oder US-basen gedroht wird. Die entfernt denkbare Möglichkeit, dass der Iran sich irgendwann mal dazu entscheiden könnte, Atombomben zu entwickeln, soll andererseits als Kriegsgrund gegen Iran herhalten. So wird entlarvt, dass es beim Atomstreit mit dem Iran eigentlich um was ganz anderes als potentielle Atomwaffen geht, nämlich darum, Iran zu schwächen, weil Iran es wagt, die heilige Kuh der westlichen Wertegemeinschaft, nämlich das zionistische Kolonialregime über Palästina, öffentlich anzuprangern und Widerstand gegen den zionistischen Expansionismus zu organisieren.

      Israel und die Israel-Lobby werden es nicht verhindern können, dass der unterschiedliche Umgang der von ihnen geführten westlichen Wertegmeinschaft mit realen nordkoreanischen und theoretisch denkbaren iranischen Atomwaffen einem Teil der Öffentlichkeit auffällt.

  3. @fx
    Auch in anderen Medien gibt es ähnliche Zeichen (von einem Trend kann man wohl noch nicht sprechen)

    Genau, eben mal wieder über dieses Schmierenblatt taz gestolpert.
    Nach Selbsteinschätzung:
    „Das große linke Nachrichten-Portal der „tageszeitung“ aus Berlin: Unabhängig dank mehr als 12.000 Genossen. “
    Die können auch schöne Übersichtskästchen anfertigen zum Beispiel zu Syrien:
    Stichwort: Bürgerkrieg in Syrien
    Das highlight ist dann die anlickbare Karte mit der Übersicht über die „befreiten“ Gebiete.
    (Anführungszeichen von mir)
    Ja das sind die Genossen, leider ist die finanzielle Ausstattung
    wohl nicht die beste, dass jedoch das Einsparen von Druckerschwärze (durch das Weglassen der Anführungszeichen) an dieser Situation etwas ändern könnte, fragt lieber noch mal eure MCKinsey-Berater, ob ihr das wirklich richtig verstanden habt.

    http://www.taz.de/Buergerkrieg-in-Syrien/!114087/

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