Pakistan ist erschüttert

Der südasiatische Staat Pakistan gilt als einer der korruptesten der Welt. Schlimmste Korruptionsskandale nimmt die Bevölkerung dort anscheinend gleichmütig hin. Doch bei dem krassen Fall von Khalifa Abdul Qayyum kocht selbst die ansonsten stoisch ruhige pakistanische Seele vor Zorn.

Khalifa Abdul Qayyum wurde vor in paar Jahren in ein pakistanischs Regionalparlament gewählt. Seine Mandatszeit dort ist inzwischen abgelaufen. Und niemandem, weder der angeblich freien und investigativen Presse in Pakistan, noch der Kommission zur Überprüfung der akademischen Grade von Bewerbern um öffentliche Mandate und Ämter, fiel etwas auf. Doch jetzt kam zufällig raus, dass er sich mit einem akademischen Titel schmückte, den er gar nicht hätte führen dürfen.

Nun ist Pakistan erschüttert. Angesichts des Versagens der Prüfungskommission und der Medien scheint es in Pakistan sogar möglich, dass jemand mit einem akademischen Titel, den er gar nicht führen dürfte, selbst höhere öffentliche Ämter bekleiden könnte. Man mag sich es gar nicht vorstellen, aber selbst Ämter wie das des pakistanischen Verteidigungsministers oder gar das des Bildungsministers könnten bei solch einer Schlamperei von Personen besetzt werden, die einen akademischen Titel führen, der ihnen nicht zusteht.

Richter Hayat Khan beugte sich nun dem öffentlichen Druck, verurteilte Khalifa Abdul Qayyum zu drei Jahren Haft ohne Bewährung sowie 5000 Rupees Geldstrafe und ließ ihn noch im Gerichtssaal verhaften und ins Gefängnis sperren. Andere pakistanische Politiker werden unterdessen nicht müde darin, für Pakistan auch so stringente Regeln gegen Korruption und Betrug zu fordern, wie sie fortschrittliche Länder haben, beispielsweise in Europa.

6 Gedanken zu “Pakistan ist erschüttert

  1. Dr. Guttenberg darf sich glücklich schätzen auf deutschem Gebiet sein Unwesen zu treiben

  2. Korruptions- und Betrugs-Regeln so fortschrittlich wie diese?:

    aus http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/offshore-leaks-gigantisches-netzwerk-der-steuerhinterzieher-enthuellt-a-892406.html
    – … 2,5 Millionen Dokumente über Steueroasen in der ganzen Welt …
    Die Daten offenbaren auch die Namen von 130.000 Personen, die ihr Geld dort angelegt haben.

    Die Regeln im System Homo sapiens liessen sich zusammenfassen mit: Ich bin doch nicht blöd – warum soll ich freiwillig verzichten, was andere ungestört unternehmen?
    Wer erfolgreich sein will, ist bis zu einem gewissen Grad sogar darauf angewiesen, sich abseits der Gesetze zu bewegen, eben weil sie nicht, v.a. nicht konsequent verfolgt werden. Die Nichtbefolgung der Regeln erzeugt eine Art Sogwirkung, dem sich in gewissen Branchen niemand entziehen kann, wenn er überhaupt zum Zug kommen will. Ehrlichkeit währt mitunter am längsten, aber bis es soweit ist, bleibt Unehrlichkeit ein Erfolgsrezept.

    Regeln sind maximal so viel wert wie die Ahndung bei Verstössen. Staaten wie Pakistan wären vielleicht sogar besser bedient, wenn sie Korruption offziell legalisieren würden, statt sich mit überschätzten Modellen des Westens zu befassen – der übrigens ebenfalls gescheitert ist, z.T. so prominent wie Italien. Auf die Art müsste sich die ehrliche Haut nicht jedes Mal über den Tisch gezogen fühlen, sondern kann munter mit korrumpieren. Natürlich wäre das ein Problem für den Westen, weil Korruption – vom Stigma befreit – sich dadurch der (westlichen) Kontrolle weiter entzöge, was wiederum für die Einschätzung der Geschäftsrisiken – divide et impera – nachteilig wäre.

    Provokativ: Man könnte die Hypothese aufstellen, dass im Westen die Korruption nur deshalb tiefer erscheint, weil er sich dank Kolonialdividende den Luxus leisten kann, stärker als andere darauf zu verzichten: Tributzahlungen ans Imperium als verdeckte, institutionalisierte Korruption. Vielen Westlern ist auch das nicht genug, sie verzichten auf den Luxus des Luxus und kassieren sowohl als auch. In einem Wettbewerbsumfeld, das darauf angewiesen ist, dass Kunden höher entwickelte statt höher korrumpierte Produkte kaufen, ist das natürlich nicht gerade förderlich. Was soll’s, solange ganze Branchen sich gegenseitig ins Knie schiessen, bleiben die Spiesse zumindest gleich lang. Obwohl man als Kunde dann keinen Anlass mehr hat, ein Produkt zu ersetzen. Aber auch hier schreitet die soziale Evolution ein: Gegen diese ökonomische Unbill hat sich das Obsoleszenzprinzip durchgesetzt.

    Jedenfalls kann ich mir recht gut vorstellen, wenn erst die globalen Transferzahlungen in die 1. Welt wegfallen, wird Europa Abordnungen entsenden um von der italienischen Wirtschaft die hohe Kunst der Korruption (wieder) zu erlernen🙂

    Übrigens, neulich in China:

    aus http://german.china.org.cn/business/txt/2013-04/03/content_28439580.htm
    – Seit dem „Raub von Zypern“ muss jedem ehrlichen und hart arbeitenden Menschen in Europa klar sein: Eure Politiker sind nicht da, um euch zu helfen! Sie werden im Zweifelsfalle nur sich selbst, ihre Familien und Freunde sowie die wirklich Reichen und Mächtigen beschützen – und zwar gnadenlos und auf Kosten des kleinen Mannes!

    GegenPRopaganda gegen PRopaganda! Ganz allmählich lernt Asien zu thematisieren, dass der Westen nicht zuletzt an ethisch-moralischem Grössen- und Führerwahn leidet, dessen DoppelsPRech die Verführung eigener und fremder Massen zum Ziel hat, um gemolken zu werden – hüben wie drüben:

    aus http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-strategie-fuehrungsrolle-in-der-welt-trotz-sparen-beim-militaer-a-892394.html
    – Hagel … . Die Welt, in der Amerika nicht führe, sei „nicht die Welt, die ich meinen Kindern vererben möchte“.
    … am Ende sei die Welt doch immer eine bessere geworden durch Amerika.

    Sagt ein Ami, dessen Definitionshoheit alternativlos ist🙂

    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

  3. Nordkoreas Kim hat mir vertraulich mitgeteilt:

    Er führt einen Krieg gegen den Terror.

    1. Besondere Leckerli von unseren HofberichtBEstattungsunternehmern:

      – Über die vergangenen Jahre haben die US-Präsidenten Bill Clinton, George W. Bush und Barack Obama nacheinander Briefe an Nordkoreas Diktator verfasst, mit der Bitte um Aufnahme formeller Verhandlungen.

      Würde jemand eine Statistik in Erwägung ziehen, würde das Ergebnis in etwa folgendermassen lauten: Jedesmal wenn es ernst wurde, verweigerten die US das Gespräch. Das Muster ist berüchtigt, wird aber von der MASSE je länger desto weniger hinterfragt.

      – Eine brauchbare Antwort erhielten sie nie.

      Eine kolonialistisch verwertbare offensichtlich nicht. In Burma erleben wir z.Z. wie schnell es gehen kann.
      Nordkorea muss demnach auf gewissen, für die EUSraEliten nicht akzeptablen Bedingungen bestanden haben. Ausserdem wäre durch eine friedliche Lösung die US-Besatzung in Südkorea hinfällig geworden und damit die Drohkulisse gegen China. In Pentagon ist man wohl ganz froh um Onkel Kims Angebote, wo doch grad so immens gekürzt wird im Budget. Da muss man doch was machen gegen, oder?

      Man lese und staune auch ob der SpOnnerschen Hochbegabung – der SpOn belehrt die Welt:

      – So bleibt als Lehre: Iraks Saddam Hussein oder Libyens Muammar al-Gaddafi sind auch deshalb nicht mehr an der Macht, weil sie keine Atombomben besaßen. Die Kims, nuklear bewaffnet, bleiben uns erhalten.

      Da kommt gemeiner Pöpel eben nicht von allein drauf. Flugs wird der Bogen überspannt:

      – Diese Botschaft dürfte den Machthabern in Teheran nicht entgehen, die mit aller Macht Atombomben anstreben – und nun als schnellsten Weg dahin den Kauf von nordkoreanischer Technologie erwägen könnten.

      Mein Dank an die Achse der Hochbegabten:

      – Immerhin hat das Regime in Pjöngjang in der Vergangenheit jede neue Entwicklung bereitwillig verhökert.

      Bei soviel Durchblick in nordkoreanische und iranische Waffengeschäfte drängt sich der Eindruck auf, ob die SpOnner die Verhökerungen höchstpersönlich vermittelt haben oder wenigstens als eingebettete PResstitution vor Ort anwesend waren. Nichts Genaueres dürfen sie natürlich nicht ausplaudern, weil sie sonst alle weiteren Händel gefährden. Und worüber wollen sie dann fabulieren?

      – Obama schließt einen Militärschlag gegen Irans Nuklearanlagen nicht aus. Doch er lässt gleichzeitig keinen Zweifel daran, diese Option nicht ernsthaft zu wünschen.

      Auch das ein Klassiker, die Vorbereitung zur Ausrede Nr.1: „Wir hatten keine Wahl“. Obama Bin-Laden will scheinbar moralische Bedenken ins Spiel bringen, als ob er welche hätte. Dabei hat er vor allem eins, finanzielle Ebbe für zusätzliche Abenteuer, die er nur durch einen echten Weltkrieg beheben könnte. Doch niemand bietet sich für einen False Flag an. Die EUSraEliten sind verzweifelt.

      Und so kann man mit ein wenig Erfahrung mittlerweile fast jeden einzelnen Satz der SpOnner separat kommentieren und in einen PRopaganda-Kontext setzen, der sich seit Jahren unaufhörlich wiederholt – offenkundige Manipulationen vom Planet Multimedia.
      Sie nennen es Gehirnwäsche, wenn „unsere Feinde“ es tun. Bei uns nennen sich die Informationstotengräber „seriöse Journalisten“ für Freiheit und Demokratie im Namen der 4. Gewalt. Das „4.“ kann man getrost weglassen, immer mehr verschmilzt es mit den 3 anderen. Dafür kann man „Gewalt“ stehen lassen – die Einheitsgewalt gegen die Achse des Bösen, entweder für uns oder gegen uns.

      Die Omnikative versucht sich an der ganzen Erde. Wenn sie sich mal nicht verschluckt.

      Die Amis auf Kurs
      Grüsse
      kosh

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