„Stärke der weltweiten Märkte“

Die staatliche deutsche Tagesschau hat am heutigen Montag zwei interessante Nachrihcten veröffentlicht, die hier auszugsweise in einem Artikel zitiert werden sollen, weil sie zusammen in einem Artikel mehr Sinn ergeben.

Die erste Nachricht hat den Titel: ‚„Forbes“-Liste zählt Rekord von 1426 Superreichen

Insgesamt hat die Zahl der Superreichen weltweit einen neuen Rekord erreicht: „Forbes“ zählte 1426 Milliardäre. „Es ist ein sehr gutes Jahr, um ein Milliardär zu sein“, sagte „Forbes“-Redakteur Randall Lane. Wegen der Stärke der weltweiten Märkte sei es in diesem Jahr sehr viel einfacher, die Schwelle von einer Milliarde Dollar zu knacken.

Die zweite Nachricht hat den Titel: ‚Troika drängt Griechen zu Massenentlassungen

Bei ihrem aktuellen Besuch in Griechenland drängt die Troika auf die nächste Kündigungswelle im öffentlichen Dienst. Viele Menschen befürchten ein Horroszenario und protestieren. … Die Vertreter der Troika sprachen am Abend zwei Stunden mit Finanzminister Giannis Stournaras. Das Treffen habe in einem guten Klima stattgefunden. … Vom Urteil der Troika hängt ab, ob Athen die nächste Rate von 2,8 Milliarden Euro ausgezahlt bekommt. EU, IWF und EZB schnürten für Griechenland zwei große Hilfspakete über insgesamt 240 Milliarden Euro, die mit strengen Spar- und Reformauflagen verknüpft sind. In Griechenland kletterte die Arbeitslosigkeit mittlerweile auf 27 Prozent. Mehr als 60 Prozent der jungen Leute sind ohne Job.

Manchen wird es gegeben, anderen wird es genommen. Manchen nutzt eine „Stärke der weltweiten Märkte“ – anderen hingegen nicht. So ist das.

11 Gedanken zu “„Stärke der weltweiten Märkte“

  1. Was eben viele nicht begreifen: Firmen bezahlen ihre Mitarbeiter nur soviel, dass sie überleben können und ein wenig Taschengeld für Ferien auf Male haben. Abhängigkeit statt Gewinnbeteiligung

  2. Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, was daran nicht in Ordnung sein soll.

    Diese Ordnung ist die Ordnung des Kapitalismus und deshalb gilt ganz einfach das Prinzip der – Profitmaximierung !

    Ohne dieses Prinzip müßte es ein anderes Wirtschaftssystem geben. Man kann nicht erwarten, das die Kapitalisten sich selbst in Frage stellen.

    Die Besitzlosen müssen sich schon regen und dieses System verändern. (Lohnforderungen/Arbeitszeit/Urlaub/Revolution z.B.)
    Marx nannte es – Klassenkampf – so aktuell wie damals !

    (leider wird die Gesellschaftsordnung/Wirtschaftsordnung-z.B.Kapitalismus/Sozialismus- mit der Herrschaftsform-z.B.Diktatur/Monarchie/Demokratie- verwechselt …)

    1. – … Kapitalismus/Sozialismus- mit der Herrschaftsform-z.B.Diktatur/Monarchie/Demokratie- verwechselt …

      Insbesondere halten sich Kapitalisten nicht an den Kapitalismus und der Demos nicht an die Demokratie – von wegen Failed States. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass weder Kapitalisten noch Demos wirklich verstehen, was ihre hochgehaltenen Regelwerke für sie bedeuten, denn sonst hätten die Failed Banks das Feld für ihre überlebenstaugliche Konkurrenz geräumt und der Demos hätte sich gegen die Sozialisierung der Verluste gestemmt. Statt dessen kam eine weitere Dröhnung Staatskapitalismus: Ein bisschen Lehmann, zahlreiche Bankzombies auf friedhöflichen Intensivstationen und MASSENweise Stammtischwiderstand. Die haben wirklich Humor, die EUSraEiten: Mit Hilfe dieser Rostlauben unter Denkmalschutz schicken sie sich an, China auf dem „freien Markt“ entgegen zu treten.

      Die Amis auf Kurs
      Grüsse
      kosh

  3. Tja, wenn nur Kapitalismus wäre. Wir haben einen finanzpolitischen Kommunismus,d.h. die bekommen das Geld,die es verzockt haben als Sozialhilfe ausgezahlt. Sozialhilfe für Milliardäre, was anderes ist der Kommunismus auch nicht.
    Wir haben ein Machtkartell, das bekämpft werden muß, wie z.B die Bilderberger (Trittin und Steinbrück) oder das das vom Parteibuch aufgedeckt wurde, die Zionisten in den Schlüsselstellungen Amerikas, die Geheimdienste und die Mafia, wobei beide immer schwerer zu unterscheiden sind.Goldman Sachs enteignen wegen krummer Geschäfte und die ganze Federal Reserve, das fände ich gut.
    Dieser Block ist ein Friedenszeichen,die Info-Revolution ist der erste wichtige Schritt. Die Menschen und ihren Opportunismus, unseren eigenen auch, müssen wir in zäher Arbeit bekämpfen und alles andere Gott überlassen.
    Die Rache ist mein,spricht der Herr , und zuerst geht es den Zionisten an den Kragen, meine Überzeugung.

  4. @peter s.
    Tja, hier kann nur die Revolution (Umwälzung) helfen. Da muß das Unterste nach oben kommen und das Oberste nach unten. So wie der Bauer das Feld pflügt.
    Und wenn man dann eine neue Ordnung analog ( ich spreche von „analog“) des grünen Buchs einführt, die den Mißbrauch der neuen Ordnung eng begrenzt, nebenbei ein bißchen von Castro und Chavez abgekupfert, dann sollte es doch ein einem neuen Anlauf mal funktionieren. Die erste Uhr war sicher auch nicht perfekt. …

  5. Da wird wohl was missverstanden. Auch wenn du EUR 1000, EUR 3000 oder gar 5000 mehr verdienst, du bist nach wie vor abhängig. Richtige Freiheit sieht anders aus

  6. @Uwe
    Blödsinn. Bist du Ami, dass Du so von Freiheit schwafelst?

    „Richtige Freiheit“ ist eine Illusion. Und was das Verhältnis von Freiheit und Abhängigkeit angeht, da kannst man viel drüber lernen, wenn Du 1 Euro verdienst. Viele Menschen auf der Welt verdienen weniger als 1 Euro am Tag.

  7. Das Casino muss besteuert werden, es bringt ja sonst keinen Nutzen für die Solidargemeinschaft. Arbeitsplätze werden nicht geschaffen! Die Gelder werden genutzt um den Einsatz zu erhöhen – so ist das im Kasino!
    Also die 1 Prozent Steuer von jedem Deal ist fällig! Damit sollten die Probleme gelöst werden können.
    Gruss
    Gib8

    1. @Gib8
      Eine Steuer für das Casino nutzt gar nichts, wenn mit den Steuereinnahmen, so wie es gegenwärtig geschieht, die Verluste der Zocker bezahlt werden, die Zocker Gewinne jedoch behalten können.

      Die Sozialisierung der Verluste der Zocker ist das wesentliche Problem. Stichwort ist da z.B.: Bankenrettung.

      Was gebraucht würde, wären vor Allem Investitionen in die Realwirtschaft. Da die Bankster das nicht oder nur sehr unzureichend tun, weil ihnen zocken, das Abschöpfen von Monopolgewinnen durch Privatisierung von Monopolunternehmen und Konkurrenzbeseitigung durch Fusionen lukrativer erscheint, wäre eine massive staatliche Industriepolitik notwendig.

      Ja, ein Staat darf und kann Telekommunikationsdienste anbieten, Energie erzeugen, Stahl gießen, Autos bauen und so weiter und so fort. In Fällen, wo es faktische Monopole; Kartelle oder freundliche Oligopole gibt und private Unternehmen Monpolgewinne abschöpfen, ist es sogar dringend geboten.

      Hätten Staatsunternehmen beispielsweise Schienen produziert, hätte es ein Schienenkartell in der Form nie geben können. In anderen Branchen sieht es ähnlich aus, vom Straßenbau über Teile der Lebensmittelerzeugung; Handel, Transport und Chemie bis zu Energie, überall gibt es in Deutschland Kartelle, die Monopolgewinne abschöpfen, wirtschaftlichen Fortschritt lähmen und die Beschäftigung niedrig halten.

      Staatsunternehmen könnten die Kartelle knacken und für Wettbewerb und Beschäftigung sorgen, doch Wettbewerb mindert den Profit und die Monopole und Kartelle beherrschen den Staat, deshalb wird es nicht gemacht.

      1. Ja, sicher ist die 1 Prozent Steuer Beteiligung keine Lösung um den Karren aus dem Dreck zuziehen. Das war in Richtung der beiden Artikel eingeworfen und auf die euphemistische Darlegung „das es eine gute Zeit für Billionäre ist“ ausgerichtet. Tatsächlich sieht es m.M.n nach einer sehr guten Zeit für die Interessen der Future 500 Konglomerate aus.

        Die 1 Prozent Steuer würde sicherlich ihren Anteil beitragen können, um sich an den Belastungen zu beteiligen. Die Einführung der 1 Prozent Steuer für jeden Deal besonders in der Zeit des High Frequency Trading (HFT) bringt zudem zum Ausdruck, das der Kasinobetrieb sich damit am Gemeinwohl beteiligt, und die Umschichtung sozialer Leistungen, Renten, Altersversicherung usw. nicht ins Kasino gehören sollten.

        Stichwort Bankenrettung!
        Das ist sicherlich ein großer Betrug, wie auch die Austeritäts- Verordnungen der Troika gegen weite Teile der Europäischen Bevölkerung. Die Richtung dieser Entwicklung macht jedoch auch deutlich dass hier mit Methode agiert wird.
        Wobei sich das angedachte und auch bereits öffentlich diskutierte Freihandelsabkommen der U.S. EU die Verarmung / Präkarisierung der Lebensverhältnisse mit sich führen wird. So das sich, wenn das Leiden nur groß genug ist, die Frustration auf die bestehenden Verhältnisse nur ein Wunschdenken erwachsen wird, nur eine resolute Regierung kann die Problemlösung bringen.

        Angesicht der herrschenden Verhältnisse bleiben die hier aufgezeigten Lösungsansätze graue Theorie. Die 1 Prozent Kasino-Steuer setzt sicherlich andere Machtverhältnisse voraus, als die der atlantischen Abnicker!

        Gruss
        Gib8

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