John Kerry soll in Berlin Obamas Pläne für eine Super-NATO vorantreiben

Das Parteibuch meldete vor ein paar Tagen, dass China Bloomberg zufolge nun die größte Handelsnation der Welt ist. Nun kommt John Kerry nach Berlin. Das ist der Typ, dessen Außenministerium gerade im Weltsicherheitsrat das Verlesen einer Presseerklärung zum Verurteilen eines massenmörderischen Terroranschlages in Syrien verhinderte.

Mit diesem Artikel soll anhand einiger kommentierter Pressezitate aufgezeigt werden, was dieser Mann in Berlin will, abgesehen davon, dass er Sergej Lawrow in Berlin dazu bewegen will, einen Sieg der Nord-Atlanischen Terror-Organisation NATO und der mit ihr verbündeten zionistisch-wahhabitischen Terrorfront im Krieg gegen Syrien zuzulassen.

Zum Einstieg in das Thema zunächst ein Auszug von Forbes vom 10. Februar 2012:

Chinas Zollverwaltung hat letzten Monat berichtet, dass das totale Güterhandelsvolumen des Landes sich im Jahr 2012 auf $3,97 Billionen belief, und damit etwas größer war als das der USA. Chinas steigender Einfluss droht regionale Handelsblöcke zu sprengen, wo es nicht nur für Länder in Europa der wichtigste kommezielle Partner wird, sondern auch für entfernte Plätze wie Brasilien, wo die USA eit über drei Jahren nur noch die zweite Geige spielen. „Für so viele Länder rund um die Welt ist China im Begriff, der wichtigste bilaterale Handelspartner zu werden,“ sagte Jim O’Neill, Vorsitzender der Sparte für Vermögensmanagement bei Goldman Sachs Bloomberg.

Forbes meldete also mit anderen Worten, der wachsende Handel mit China könne dazu führen, dass regionale Bündnisse in Europa gesprengt werden könnten. Die Gefahr der Sprengung von regionalen Bündnissen ist etwas, was bei der herrschenden Elite für Alarmstimmung sorgt. Nun, das steht erstmal „nur“ in Forbes, einer Gazette der herrschenden Elite, und es steht da auch nicht, was damit genau gemeint ist. Sollte der EU womöglich die Aufspaltung drohen?

Drei Tage später war dann bei der Tagesschau auf einmal folgendes zu lesen:

Die USA und die EU haben jetzt offiziell den Beginn für Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen verkündet. „Wir geben bekannt, dass wir die notwendigen internen Verfahren für die Verhandlungen starten“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von US-Präsident Barack Obama, EU-Ratschef Herman Van Rompuy und Kommissionschef José Manuel Barroso. Am Ende könnte das wichtigste zweiseitige Handelsabkommen in der Geschichte stehen, teilte die EU-Kommission weiter mit. Wenige Stunden zuvor hatte Obama in seiner Rede zur Lage der Nation bereits angekündigt, Gespräche über eine umfassende „Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft“ mit der Europäischen Union aufnehmen zu wollen.

Völlig überraschend wurde bekanntgegeben, dass die Eliten der USA und der EU nun plötzlich ein Freihandelsabkommen vorantreiben wollen, dessen Verhandlungen schon seit Langem eingeschlafen schienen. Ein paar spärliche Hintergrund-Informationen hat die Märchenschau dazu auch veröffentlicht, aber die wesentlichen Zusammenhänge werden dabei nur angedeutet:

Experten erwarten, dass die Wirtschaftsleistung durch die Vorteile einer solchen Freihandelszone in der EU um 0,5 Prozent und in den USA um 0,4 Prozent stiege. … Es besteht die Gefahr, dass sich Handelsblöcke bilden, wenn eine Art transatlantische Wirtschafts-NATO entstünde. … Eine transatlantische Freihandelszone ist schon seit den 1990er-Jahren im Gespräch. Seither spüren EU und USA, wie ihr Einfluss im Zuge der Globalisierung schrumpft und aufstrebende Volkswirtschaften in Asien an Bedeutung gewinnen.

Viel an wirtschaftlichen Vorteilen gibt es durch die EU-USA-Freihandelszone also nicht zu realisieren. 0,4 bis 0,5% vom BIP sind kaum mehr als verloren gehen könnte, wenn es im Verlauf der Errichtung einer solchen Freihandelszone zu Bevölkerungsprotesten kommen sollte. Ein Tag Generalstreik und der Aufwand mit der Freihandelszone war für die Katz, zwei Tage Generalstreik und der Schuss ging nach hinten los. Viel interessanter sind die Verwendung des Begriffes „Wirtschafts-NATO“ und der Verweis auf einen schrumpfenden Einfluss von EU und USA und einen Bedeutungsgewinn von „aufstrebenden Volkswirtschaften in Asien“ – unzweifelhaft eine Referenz an China.

Eine transatlantisches Gruner+Jahr-Blättchen formulierte es am gleichen Tag noch viel direkter: Freihandelszone USA/EU: Das bringt die „Wirtschafts-Nato.“ Da ist kein Fragezeichen in der Überschrift, sondern es wird dem Publikum klargemacht: Ziel einer EU-USA-Freihandelszone soll es sein, eine „Wirtschafts-Nato“ zu bauen.

Fefe meldete tags darauf, die FAZ zitierend, es würde langsam klar werden, was die USA wollen:

Langsam klärt sich, was die Amis von dem Freihandelsabkommen wollen:

Quote FAZ: Führende Politiker im amerikanischen Kongress lobten die Aufnahme der Verhandlungen mit Europa im Grundsatz. Politiker beider Parteien machten aber deutlich, dass sie an ein solches Abkommen Bedingungen knüpfen, wie etwa einen erleichterten Zugang für Agrarexporte nach Europa und einen stärkeren Schutz von geistigen Eigentumsrechten in der EU.

Um Immaterialgüter und Agrarwirtschaft geht es sicher auch, aber was soll da dann dieser seltsame Begriff Wirtschafts-Nato? Das klingt doch nach mehr. Die chinesische Presse machte sich eine Woche später dazu ihre ganz eigenen Gedanken:

Kürzlich veröffentlichte Pläne zur Bildung einer riesigen neuen atlantischen Freihandelszone würden, falls realisiert, historische Wirtschafts- und Handelskonsequenzen haben, und potenziell auch geopolitische und strategische Auswirkungen. Obwohl es auf den ersten Blick so aussieht, dass das ambitionierte und lang-diskutierte Projekt direkt nur die Europäische Union und die USA betrifft, richtet es sich klar gegen China und andere aufstrebende Wirtschaften. … Nicht nur wurde der ökonomische Aufstieg und der Einfluss von China sowohl von Offiziellen als auch von Medien auf beiden Seiten des Atlantiks als ein primärer Anreiz für die vorgschlagene Handelszone zitiert, sondern sie wurde auch als eine „ökonomische NATO“ oder ein „Rebalancieren“ zu Europa nach dem zuvor vielzitierten Ausfallschritt der USA nach Asien charakterisiert. Von Offiziellen in Brüssel wie in Washington wurde berichtet, gesagt zu haben, dass die aufstrebende ökonomische Macht von China dem Vorhaben zusätzliche Anreize gegeben habe. Sie sagten, dass das Handelsabkommen eine mehr vereinte Front gegen chinesische Standards und Normen schaffen würde auf Feldern wie Produktsicherheit und geistigem Eigentum. EU-Handelskommissar Karel De Gucht wurde zitiert, gesagt zu haben, dass ohne eine solche Vereinbarung „wir gezwungen seien würden, chinesische Standards zu akzeptieren.“

Ähnlich wie die NATO als militärische Front nicht zuletzt gegen China gerichtet ist, könnte dieser Interpretation zufolge also die EU-USA-Freihandelszone eine ökonomische Front gegen China sein, und damit im Prinzip eine neue geopolitische Blocksituation wie im kalten Krieg geschaffen werden.

Doch die staatliche deutsche Tagesschau ging am heutigen Mittwoch noch weiter. Sie verkündete zum Kerry-Besuch in Berlin:

Europa-Kenner unter den Obama-Beratern befürchten, dass den USA endlose Diskussionen mit Brüssel über den Import von genmanipulierten Lebensmitteln und mit Chlor desinfizierten Hähnchen bevorstehen. Deshalb wird John Kerry bei seinen Gesprächen in Berlin, Paris und Rom vor allem eines deutlich machen: „Dieses Freihandelsabkommen ist mehr als ein Wirtschaftsabkommen“, laute Kerrys Kernbotschaft in Berlin, meint (Annette) Heuser (von der Bertelsmann-Stiftung in Washington), die über gute Kontakte zur Obama-Administration verfügt. Denn die USA befürchten, dass das Militärbündnis NATO zunehmend an Bindekraft für die Beziehungen zwischen den USA und Europa verliert.

Noch mal der Schlüsselsatz, direkt von der Seite der deutschen Tagesschau: die USA befürchten, dass das Militärbündnis NATO zunehmend an Bindekraft für die Beziehungen zwischen den USA und Europa verliert. Mit anderen Worten, die USA befürchten, die guten Handelsbeziehungen einiger europäischer Staaten zu China könnten dafür sorgen, dass das NATO-Bündnis gesprengt wird. Es geht bei der EU-USA-Freihandelszone nicht um das regionale Handelsbündnis EU, denn das betrachtet China sehr wohlwollend als Gegengewicht zu den USA. Es geht den Transatlantikern darum, mit einer EU-USA-Freihandelszone zu versuchen, das Zerbrechen der NATO zu verhindern.

Ganz vorn steht dabei Deutschland im Feuer. Deutschland hat seit geraumer Zeit intensivere Handelsbeziehungen zu China als zu den USA. Auch wenn die USA, wie das Statistische Bundesamt es heute veröffentlicht hat, 2012 wieder etwas aufgeholt haben, so sind die deutschen Handelsbeziehungen zu China intensiver als zu den USA. Und für die Zukunft ist aufgrund des großen chinesischen Wachstums davon auszugehen, dass sich das Verhältnis in ein paar Jahren noch viel deutlicher in Richtung China verschiebt. Deutsche Unternehmen wie VW würden nie so gut dastehen, wie sie dastehen, wenn Deutschland nicht so gute Beziehungen zu China hätte. Der Wachstumsmarkt China ist der wichtigste Schlüssel zum Erfolg deutscher Großunternehmen.

Deutschland hat die verlogenen US-geführten Kriege gegen Irak und gegen Libyen nicht mitgemacht, und Deutschland stemmt sich auch dagegen, in einen NATO-Angriffskrieg gegen Syrien hineingezogen zu werden, gegen den China und Russland mehrfach ein Veto im Sicherheitsrat eingelegt haben. Wenn die USA die NATO nicht mehr dazu benutzen können, um ihre NATO-Bündnispartner in allen Herren Ländern nach Lust und Laune zu Angriffskriegen verpflichten zu können, dann ist die NATO für die wertlos und sie verliert zunehmend an Bindekraft.

Um das überaus wünschenswerte Szenario zu verhindern, dass die Nord-Atlantische Terror-Organisation NATO bald aufgrund der guten deutschen Handelsbeziehungen mit China auf dem Müllhaufen der Geschichte landet, die USA ihren Status als einzige Supermacht verlieren und Deutschland sich gemeinsam mit dem Rest Europas vom US-Kolonialismus befreit, will John Kerry nun in Berlin dafür sorgen, dass die Deutschen mehr Handel mit den USA treiben, also den USA mehr Gebühren für triviale US-Patente bezahlen und genmanipulierte Lebensmittel und mit Chlor desinfizierte Hähnchen essen.

Hier ist eine klare Antwort dazu:

Stop Bombs, Boycott USA
Stop Bombs, Boycott USA

Nein zur EU-USA-Freihandelszone. Nein zur Nord-Atlantischen Terror-Organisation NATO. Ja zur deutsch-chinesischen Freundschaft.

Und: John Kerry möge bitte seine genmanipulierten Lebensmittel und seine mit Chlor desinfizierten Hähnchen bitte schön selber essen.

Nachtrag: Die Tageschau bestätigt nochmal ausdrücklich, dass John Kerry in Berlin gesagt hat, die vorgeschlagene EU-USA-Freihandelszone soll ein Bündnis gegen Asien, beziehungsweise konkret China, sein:

Auf die Frage, ob die USA sich von Europa weg nach Asien wenden, sagt er. „Wir achten auf Asien, genau wie ihr. Und das solltet ihr auch. Aber wir tun das nicht auf Kosten Europas.“ Im Gegenteil, so Kerry weiter: Die transatlantische Freihandelszone, die zwischen USA und Europa verhandelt soll, sei der klare Beweis dafür. Denn dabei gehe es ja auch darum, sich gemeinsam gegen unangenehme Wirtschaftspraktiken aus Asien zu wappnen. „Die Freihandelszone wird uns dabei helfen, die Verhaltensstandards zu heben. Weil wir dann eine stärkere Wirtschaftszone sind. Wenn dann andere zu dieser Zone Zugang haben wollen, werden sie ihre Regeln und Standards anheben müssen.“ Europäisch-amerikanische Weltmarktpolitik soll das wohl werden.

Die Phrase, „wenn dann andere“ – China ist gemeint – „Zugang haben wollen“, bedeutet erstmal prinzipiell Zugang zu ver- und behindern, also neue Zugangshürden einzuführen. Es geht also den USA nicht darum, Freihandel voranzutreiben, sondern darum, ein Instrument in die Hand zu bekommen, um China aus Europa rauszudrängen. Nun wollen die USA also mal wieder den Freihandel abschaffen und eine Art Neuauflage eines CoCom-Regimes gegen Asien einführen, nur weil China erfolgreicher handelt und wirtschaftet als die USA. Die Bundesregierung nennt den gemeinsamen Versuch des Niedermachens aller unabhängigen oder einem moralischen Kompass folgenden Staaten zur Durchsetzung der keine Grenzen kennenden bankrotten Unkultur der westlichen Welt in ihrer Presseerklärung zybisch: „Partner mit gemeinsamen Werten.

Beim MDR scheint es einen Journalisten zu geben, der nicht vollständig von der zionistisch-transatlantischen Kriegsmafia gekauft ist. Der MDR schreibt zur vorgeschlagenen EU-USA-Freihandelszone:

Die USA rechnen, dass so Millionen gut bezahlter Jobs im eigenen Land entstehen. Die US-Autobauer könnten dann auf niedrigere Zölle für ihre SUV-Pkw bei der Einfuhr nach Europa rechnen. Die US-Agrarwirtschaft hofft, ihre Genprodukte und ihr Klonfleisch in Europa verkaufen zu können. In Europa wird deshalb ein Freihandelsabkommen skeptischer gesehen.

Was da noch fehlt, ist das Benennen des wichtigsten Exportgutes des US-geführten Angriffskriegbündnisses „Westliche Wertegemeinschaft“Tod, Zerstörung und Leid weltweit.

10 Gedanken zu “John Kerry soll in Berlin Obamas Pläne für eine Super-NATO vorantreiben

  1. Ganz richtig: es geht den USA darum, Europa nicht als Stützpunkt und Vasallen zu verlieren. Deswegen sollen die Zügel enger angezogen werden.

  2. Boycott US – schöne Sache, nur leider sitzen die EUSraEliten in einem Netzwerk verstreut über den ganzen Westen und etwas ausgedünnt darüber hinaus. Drum müsste ich auch die EU boykottieren und last but not least die Schweiz, weil u.a. sich unser Bundesrat Buchhalter zur lernresistenten UNO-Pillay ins Bett gelegt hat:

    NZZ von heute auf S.4
    – … haben im Menschenrechtsrat eine Strafverfolgung der Kriegsverbrechen in Syrien gefordert.

    Zum Thema Ketchupminister. Er will frei übersetzt …

    – … Sergej Lawrow in Berlin dazu bewegen …

    … dass er der präventiven Zerschlagung Russlands zustimmt, Chodorkowski für dessen Gründerbeitrag belobigt und alsdann vor dem US-Kongress Reden halten lässt, ihn der Medal of Honor beglückt und mit der Intergration sämtlicher russischer Energiekonzerne unter dem Dach von Jukos beauftragt, woraufhin sich ein imperialer Tross Richtung Wallstreet in Bewegung setzt, wo Putin auf einem eisernen Lineal Busse tut um anlässlich des Spontan-Listings die Glocke zur Eröffnung zu schlagen. Klar dass an diesem Tag der Dow Jones 10’000 Punkte in die Höhe schnellt und GS rein zufällig ein Atomkraftwerk für die hauseigenen Hochfrequenz-Computerhallen aus dem Hut zaubert, um die Ostküste vor einem Stromausfall zu bewahren.

    – Die Gefahr der Sprengung von regionalen Bündnissen ist etwas, was bei der herrschenden Elite für Alarmstimmung sorgt.

    Freudenstimmung wäre treffender.

    – … es steht da auch nicht, was damit genau gemeint ist.

    Irgendwie schon: Achtung, Alarm, kaufen wenn die Kanonen donnern.

    – Völlig überraschend wurde bekanntgegeben …

    … ebenfalls in den letzten Tagen, dass die EU sich eines Tages um den Beitritt zur Türkei bewerben dürfe, wenn Ihro Gnaden Sultan Erdowahn dannzumal noch Lust dazu verspürt. Erst äusserte sich der Türke sinngemäss, darauf plapperte die Schwesterwelle nach. Die Reihen der EUSraEliten sollen mit desem Ansinnen noch etwas offizieller bis in den Nahen Osten hinein geschlossen werden. Das Mindeste, realstisch betrachtet das mittlerweile gerade noch Machbare wäre, den Brückenkopf Israel irgendwie auf den Landweg zu erreichen um dem Gegner den Zugang zum Mittelmeer zu verunmöglichen. Der ökonomische KRIEGsraum manifestiert sich z.Z. an Syrien und kündet mehr als je die von der NWO-Botschaft – entweder mit uns oder gegen uns.

    Die wandelnde Tomatensauce botschaftet weiters unverhüllt an die Adresse Russlands, dass man den Moloch gerne mit im Boot hätte und als Geste des guten Willens verstehen würde, wenn Putin die Fusion von Rosneft und Exxon in die Wege leitet. Firmensitz Texas versteht sich, um die kalifornischen Wirtschaftsflüchtlinge aufzufangen – zu einem guten Zweck also, einem Zweck der Achse des Guten.

    Um Retrospektive zu halten hätte eine Übertragung der Jelzin-Clintonschen Lachparade der 90er auf die Realität wohl genau dazu geführt, dass nämliche das weisse Russland endlich als weiss ernstgenommen würde um ein echtes Gegengewicht zu den aufstrebenden Hegemonen darzustellen. Tatsächlich geben EUSraEliten-Gier und -Neid bis heute den Ton, wobei die Filetierung des Bären momentan lebhaft im Hintergrund geistert. Die Wirtschafts-NATO zu diesem viel zu späten Zeitpunkt ist verkommt zur Steissgeburt auf viel zu engem Raum. Ein voll krass genialer EUSraEliten-Schachzug Marke 5-Jahres-Chaosplanwirtschaft.

    – … dass ohne eine solche Vereinbarung “wir gezwungen seien würden, chinesische Standards zu akzeptieren.”

    Dieser Zug ist längst abgefahren. Durchhalteparolen von der KRIEGsfront: Unser täglich PResstitution gib uns heute und vergib uns unser Gehirn, wie auch wir vergeben unseren Wäschern.

    – Es geht den Transatlantikern darum, mit einer EU-USA-Freihandelszone zu versuchen, das Zerbrechen der NATO zu verhindern.

    Hervorzuheben wäre, es geht ihnen darum die Kontrolle über die imperialen Provinzen und somit die Tributzahlungen zu verlieren. Genau deshalb bezeichne ich den Euro als militärstrategische Währung, was wiederum direkte Konsequenzen für die Austrittsgelüste der Failed-EU-States nach sich zieht. Solange die EUSraEliten noch was zu melden haben, werden sie z.B. Griechenlands Austritt zu verhindern wissen. Sollten sie wider Erwarten nichts unternehmen, dann treten sie die Flucht nach vorne an und die KRIEGsgefahr in Europa springt schlagartig an weil dies für jeden „Verräter“ die Frage aufwerfen würde: Entweder für uns oder gegen uns = divide et impera oder ordo ab chao. So in etwa im WK 1 und WK 2 geschehen, nie jedoch so transparent und gleichzeitig PRofessionell PRopagandistisch verdreht wie heute. Jeder der lesen kann könnte es lesen.

    – Deutschland hat seit geraumer Zeit intensivere Handelsbeziehungen zu China als zu den USA.

    Auch um diesen Zugang geht es den US, weil sie bislang nicht in der Lage waren und offenbar eingesehen haben, dass sie in der verbleibenden Zeit nicht mehr aufrücken können. Sie hätten ja zur Abwechslung – ein Bsp. unter vielen – statt Opel bloss wegen konzernwichtiger Patente in Knechtschaft zu halten selbst mal wieder was stemmen können und den chinesischen Markt bedienen. Statt dessen lassen die Amis ihr Flaggschiff auf Grund laufen und retten es auch noch, statt die Reste produktiv zu verwerten – in schönster antikapitalistischer Manier. Völlig verquer dazu schämen sie sich nicht im Geringsten, die Welt über die Poesie des freien Markts zu belehren.

    Die US verkaufen uns ihre Kapitulation als ökonomische Chance mit einem Zinssatz, der vor wenigen Jahren noch zu Gelächter geführt hätte. Dazu kriegt Europa obendrein gratis und franko das US-Mitbestimmungsrecht. Will heissen das Einmischungsrecht z.B. in Fragen des Zugangs zu chinesischen Wirtschaftsräumen, was beispielsweise Opel unter dem Dach von GM mit Verbotsrayons vergolten wurde. Im Fall Irans gibt’s ja heute schon reichlich Anschauungsmaterial, was auf EU und ansässige Firmen zukommt wird. Je weniger Bedeutung die US als Hegemon haben, desto mehr Interesse besteht an direkter Einmischung in europäische Angelegenheiten. Und das führt anfänglich über ein Freihandelsabkommen, dessen Sitz … na da bin ich mal gespannt. Warum nicht gleich in Palermo und den Berlusconi dorthin entsorgen? The show must go on!

    – … NATO-Bündnispartner in allen Herren Ländern nach Lust und Laune zu Angriffskriegen verpflichten …

    M.a.W. die NATO ist längst tot, nur die Strukturen eines ehemaligen Verteidigungsbündnisses sind geblieben und werden missbraucht wo immer möglich.

    – … will John Kerry nun in Berlin dafür sorgen, dass die Deutschen mehr Handel mit den USA treiben, also den USA mehr Gebühren für triviale US-Patente bezahlen und genmanipulierte Lebensmittel und mit Chlor desinfizierte Hähnchen essen.

    Das ist ja das Verflixte, die Amis können und wollen nicht einsehen, dass das Bündnis durchaus Anreize böte und von vielen Europäern mitgetragen würde, wenn es tatsächlich um die Inhalte der US-Verfassung ginge und nicht darum wie sie PRofessionell ignoriert werden. Dieses Problem kennen EU-Bürger intern recht genau, weshalb auch die Freihandelszone EU nicht annähernd ihre an potentielle Akzeptanz heranreicht. Auch innerhalb der US ist der Widerstand gegen Washington nicht zu übersehen. Und nun sollen sich ein kranker Mann am Bosporus, einer vom Ost- und einer vom Westatlantik am Krankenlager verbünden, um gemeinsam den eingebildeten Gesunden aufzuführen.

    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

  3. Mal eine Frage, die mich die ganzen Tage schon bewegt. Gibt es, in Hinblick auf die BT-Wahl, eine Partei die einen NATO Austritt auf der Agenda hat?

    1. DKP

      Die DKP darf mit der Forderung antreten, weil sie aufgrund sonstiger Abneigungen ohnehin nicht gewählt wird, und sie so eine Aufgabe als demokratisches Feigenblatt erfült, ohne sonderlich zu stören. Das würde sich aber genau dann ändern, wenn sie massenhaft gewählt würde.

      Was in Deutschland nicht ganz zufällig fehlt, ist eine bürgerliche, liberale oder sozialdemokratische Partei, die einen NATO-Austritt fordert, und etwa die Vorstellung vertreten würde, aus Deutschland einen zumindest formal neutralen Staat wie die Schweiz oder Österreich zu machen, so wie das zum Ende des 2. WK von den Siegermächten eigentlich mal offiziell für Deutschland vorgesehen war, bis die USA den Vertrag gebrochen haben, weil sie lieber das halbe Deutschland ganz als das ganze Deutschland halb haben wollten. So eine Partei, die gute Wahlchancen haben könnte, würden die transatlantischen und zionistischen Eliten vermutlich mit allen Mitteln – angefangen bei Gladio-Methoden bis hin zum offenen Krieg – bekämpfen. Wenn sich so eine Partei in Deutschland erfolgreich etablieren würde, könnte sie das Ende der Dominanz der US-Hegemonie über den Rest der Welt bedeuten.

      1. Danke für die umfassende Antwort. Ähnliche Gedanken hatte ich auch im Kopf. Uns fehlt definitiv eine bürgerliche Partei, die sich keinen Denkverboten unterwirft und auch solche Frage offen diskutiert.

        Seit man die Linken unters GG domestiziert hat sind sie eher als linker Flügel der „S“PD zu betrachten. Genau das ist definitiv zu wenig.

        Auch eine Beschneidung der Parteienmacht, ala Grillo könnte man mal abwägen.

      2. Falls es nicht bekannt ist, es gibt da einen Film, wo Tom Braden und ein paar seiner Kumpane ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern, wie die BRD, SPD und der DGB pro-amerikanisch wurden. Germany made in USA:

        Ich meine, den Film sollte man jeder Schulklasse im Geschichtsunterricht vorführen. Komischerweise steht von dem, was er erzählt in deutschen Geschichtsbüchern nämlich in der Regel nichts drin, außer vielleicht in alten aus der DDR.

      3. Wir wollten eigentlich nicht wählen in der Familie.
        Werden jetzt aber DKP wählen, selbst wenn wir gewiss sind, dass sie es nicht in den Bundestag schafft.
        Doch alleine die Forderung nch dem Austritt aus der Nord Atlantischen Terror Organisation ist der Gang zum Wahllokal wert!

  4. Wenn die Bürger in Italien, Deutschland und Japan noch nicht gemerkt haben oder vergessen haben, wir haben der zweiten Krieg verloren, seitdem die USA-Regierungen haben uns immer als Befehlsempfänger betrachtet, und Politiker auf dem Schild gehoben, die bereit waren die US-Befehlen ohne aufzumucken zu führen. Soweit ich weiß, der einzige Politiker der nicht bereit war eine Marionette der US-Politik zu werden wurde ermordet und die Geschichte so manipuliert, die Schuld an der Rote Brigade gegeben werden konnte: Aldo Moro – Die USA pflegen ihre Gegner zu eliminieren, in Afrika gibt mehrere davon.
    Es gebe noch an Gladio zu erinnern, und über die Macht der Mafia, die von den USA als Kommunisten-Verteidigerin erklärt wurde und Italien völlig ruiniert hat. Während die II Weltkrieg, die Mafia half die US-Armee, ohne große Verluste in Sizilien zu landen, und damit erreichte sie, durch die „Befreier“, wichtige Stellungen in der italienischen politischen Kaste zu bekommen. Großbritannien hat mit Europa nichts am Hut, war immer UK-Proxy, Frankreich hat De Gaulle vergessen und den Rest der Länder folgen mehr oder weniger als willige Schafe mit.

  5. Wie ich ja in meiner längeren Abhandlung darstellte, war ein „Hauptfehler“ des Imperiaismus die Waffe Commicon gegen China (und den Rest der Welt) abzuschaffen, teilweise erfolgten stattdessen gegen ausgewählte Länder Sanktionen.
    Der nun erfolgte (sehr intelligente) Schritt scheint eine der zu erwartenen Abwehrstrategien des amerikanischen Imperialismus zu sein. Und für die Amis und den „Westen“ läuft die Zeit auch weg, wenn China mit Inlandsnachfrage ihre Wirtschaft am laufen halten kann, sind sie nicht mehr aufzuhalten. Fraglich ist ob dieser Schachzug tatsächlich aber in der Lage sein wird, China aber auch Russland (denn die USA erwarten ja auch das die Europäer künftig Gas und Öl aus den USA beziehen) sowie die restlichen BRICS Staaten bei ihrer stetig steigenden Bedeutung ab- oder auch nur aufzuhalten.
    Momentan hat der Westen (noch) die Trumpfkarten der meisten betuchten Verbraucher und natürlich der dominierenden (konventionellen) militärischen Stärke.
    Damit spielt der Kapitalismus möglicherweise eine seiner letzten (strategischen) Karten aus – und wir (vor allem die die mit diesem Pack noch nie etwas am Hut hatten) sollten darüber nachdenken wie wir am wirkungsvollsten boykottieren können
    die nächste Schlacht wird (wieder einmal ) ökonomisch …

  6. @Dominik
    Die Schlacht wird möglicherweise nicht durch die Wirtschaft entschieden, aber der Krieg wird es.

    Und der wirtschaftliche Krieg wird zu einem großen Teil durch die Psyche entscheiden, Sympathie und Antipathie. Wenn Kunden in Deutschland amerikansiche und israelische Produkte möglichst meiden würden, dann wäre da sehr viel erreicht.

    Einfach nur im Regal daneben greifen, wenn es für ansonsten gleichwertig befundene Alternativen zu amerikanischen und israelischen Marken gibt, das bricht der Kriegsmafia das Genick. Meist gibt es Alternativen, oft sogar bessere.

    Die Propaganda der Kriegsmafia versucht mit viel Aufwand ihre oft schlechteren Produkte durchzudrücken. Dagegen von unten eine psychologischen Riegel aufzubauen, könnte die Schlacht und den Krieg entscheiden.

    VW, BMW oder Mercedes anstatt Opel oder Ford.
    Ducati anstatt Harley.

    Das gleiche bei Nahrung, Zigaretten, Computern, was auch immer. Produkte von US-Konzernen möglichst liegen lassen, wenn es Alternativen gibt. Fast immer gibt es Alternativen.

    Ich glaube, man kann Produkte von Marken wie Coca Cola, Marlbroro, HP, Exxon, Apple usw meist in den Regalen liegen lassen, ohne irgendwie auf Lebensqualität verzichten zu müssen. Man kann dem weltweiten US-geführten Krieg so in vielen Situationen eine Absage erteilen, ohne irgendwie auf Lebensqualität verzichten zu müssen.

    Und: es muss kein totaler Boykott sein, damit er wirkt. Im Gegenteil: Konzerne registrieren Ursachen von Einbrüchen ihrer Absatzzahlen sogar im Promille-Bereich.

    Einfach nur: USA: Nein danke.

    Das kann der Kriegsmafia das Genick brechen.

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