China ist nun die größte Handelsnation der Welt

Die US-Propagandisten von Bloomberg gestanden am Sonntag ein, dass China im Jahr 2012 die USA als größte Handelsnation der Erde abgelöst hat.

Eine große Handelsnation hat beispielsweiseweise Einfluss auf die Wirtschaft von Kunden und Lieferanten, und wer dabei Handelsüberschüsse erwirtschaftet, hat obendrein die Macht, zu entscheiden, wo und wie diese Handelsüberschüsse angelegt werden, also unter anderem, wo damit im Ausland mit welchen Investitionen die Wirtschaft angekurbelt wird und wo nicht. Natürlich bringt die Tatsache, eine große Handelsnation zu sein, wenn die eigene Stellung nicht verloren gehen und die eigene Wirtschaft nicht geschädigt werden soll, auch die Notwendigkeit mit sich, für gute Beziehungen mit anderen Staaten zu sorgen, was beispielsweise durch eine zurückhaltende und gemäßigte Außenpolitik, wie China sie praktiziert, erreicht werden kann.

Letztlich ist es aber jedem klar, was es vor Allem bedeutet: eine große Handelsnation zu sein bedeutet klassischerweise vor Allem, viel Macht zu haben, oder anders ausgedrückt, eine Handelsmacht zu sein. Und die größte Handelnation zu sein bedeutet tendenziell, zumindest bezüglich des Handels die meiste Macht zu haben. Und in der Regel bedeutet das langfristig aufgrund der großen umgesetzten Summen und der damit verbundenen Profite nach einer Weile auch in vielen anderen Bereichen große Macht zu haben. Geld zu haben, bedeutet Macht zu haben. Angefangen von medialer Meinungsbildung über Forschung und Technik bis hin zum Militär: Geld zu haben, ist da recht hilfreich, und viel Handel bringt im Laufe der Zeit regelmäßig viel Geld mit sich.

Das China nun im Jahr 2012 Bloomberg zufolge mit für $3,87 Billionen gehandelten Waren die USA überholt haben, die es demzufolge diesbezüglich im Jahr 2012 auf $3,82 Billionen gebracht haben, bedeutet für sich genommen natürlich keineswegs, dass China nun eine größere Wirtschaftsmacht als die USA ist, nur weil China nun 2012 im Güterhandel $50 Mrd mehr umgesetzt hat. Natürlich ist die Aussagefähigkeit der Zahlen begrenzt. Wie das US-Blog „The Foundry“ aufzeigt, bestehen zahlreiche in China hergestellte Produkte aus woanders hergestellten Bauteilen und auch sonst benötigt China für die Produktion seiner Exportgüter viel aus dem Ausland. Während die beiden wichtigsten Exportgüter Chinas in die USA Mobiltelefone für $49,8 Mrd und Computer für $44,9 Mrd sind, lieferten die USA China als wichtigste beiden Exportgüter 2012 für $15 Mrd Sojabohnen und für $9,5 Mrd Müll und Schrott, was zum Gelingen erfolgreicher Produktherstellung in China schließlich auch nicht unwesentlich beiträgt. Abgesehen davon treiben die USA auch viel Handel mit Dienstleistungen, worunter beispielsweise Beratung, Rechte- und Kreditvergabe sowie Baupläne fallen, sodass sie in der kombinierten Handels- und Dienstleistungsbilanz für 2012 ein totales Handelsvolumen von $4,93 Billionen aufwiesen und diesbezüglich auch 2012 mehr als China vorzuweisen hatten. Auch beim Importvolumen und beim Bruttoinlandsprodukt liegen die USA nach wie vor um Hunderte von Milliarden Dollar vor China, und bieten Exporteuren damit den größten Markt der Welt. Das Volumen des Güterhandels ist also ledigich ein Indikator für wirtschaftliche Macht, und ein sehr unzulänglicher obendrein. Und wirtschaftliche Macht führt zwar regelmäßig nach einer Weile auch zu politischer und militärischer Macht, ist jedoch nicht dasselbe.

Was jedoch sehr relevant ist, ist der Trend. Seit mehr als einem Jahrzehnt überholt China die USA beinahe jedes Jahr bezüglich des ein oder anderen Indikators für Wirtschaftsstärke und globale Macht, baut den Vorsprung bei den Indikatoren aus, wo der Überholvorgang bereits in der Vergangenheit liegt und verringert den Abstand bei den Indikatoren, wo die USA nach wie vor vorn liegen.

So ist China seit über einem Jahzehnt selbstverständlich der größte Stahlerzeuger der Welt, seit einiger Zeit auch der größte Stromerzeuger der Welt, hat den größten Automobilmarkt, hat die meisten Mobiltelefonteilnehmer ebenso wie die meisten Internetnutzer, hat die größten ausländischen Devisenreserven, hat das in absoluten Dollar-Zahlen höchste Wirtschaftswachstum, ist für mehr Länder der wichtigste Handelspartner als jeder andere Staat und hat außerdem in Summe die wertvollsten immobilen Anlagen der Welt und Chinesen melden Jahr für Jahr mehr Patente an als Bürger eines jeden anderen Staates.

Chinas Wirtschaft wächst einfach schneller als die der USA. So meldete China vor ein paar Tagen beispielsweise, dass die Importe im Januar gegenüber dem Vorjahr um 28% und die Exporte um 25% gestiegen seien, womit die Chinesen sich allein im Januar 2013 einen hübschen Handelsbilanzüberschuss von $29,2 Mrd verdient haben. Von solchen Zuwachsraten sind die USA, selbst wenn es ihnen irgendwann mal gelingt, ihre gegenwärtige wirtschaftliche Krise zu überwinden, weit entfernt. In ein, zwei oder drei Jahren wird China deshalb wahrscheinlich auch mehr Importe und ein höheres totales Handels- und Servicevolumen als die USA aufweisen, die USA damit bezüglich aller wesentlichen Handelsdaten in den Schatten stellen und dann ganz eindeutig größte Handelsmacht der Welt sein.

Nachdem China die größte Handelsmacht geworden ist, wird China aller Voraussicht nach bald auch bezüglich weiterer Parameter die größte Wirtschaftsmacht der Welt sein. Den letzten IWF-Daten zufolge wird China in vier Jahren die USA bezüglich des in Kaufkraftparität gemessenen Bruttoinlandsproduktes überholen und kurz darauf, vermutlich noch in diesem Jahrzehnt, wird China die USA wohl auch bezüglich des zu marktüblichen Wechselkursen berechneten Bruttoinlandsproduktes hinter sich lassen. Etwa um das Jahr 2022 herum könnte Chinas Wirtschaft größer sein als die Wirtschaft aller NATO-Staaten zusammen. Etwa um jene Zeit herum wird China die USA aufgrund der größeren Finanzresourcen dann auch bezüglich der medialen und militärischen Macht erst ein- und überholen, womit China allmählich immer deutlicher zur stärksten politischen Macht der Welt werden wird.

Wann genau China die USA in welchen Parametern globaler Macht überholen wird, hängt zu nicht unwesentlichen Teilen davon ab, welche politischen Entscheidungen in China getroffen werden. So hat China es im letzten Jahr beispielsweise für richtig befunden, etwas Tempo aus der Geschwindigkeit der wirtschaftlichen Entwicklung zu nehmen, um so zu einem qualitativ besseren und gesellschaftlich ausgeglicheneren Wachstum zu kommen, während für dieses Jahr wohl wieder ein etwas schnelleres Wachstum anvisiert werden soll, und deshalb vom Staat einige Milliarden zusätzlich investiert werden, in Verkehrsprojekte etwa und Stimuli für die Begrünung der chinesischen Wirtschaft durch erneuerbare Energien sowie energiesparende Haushaltsgeräte und Leuchtmittel. Ebenso ist es eine politische Entscheidung Chinas, den Wechselkurs seiner Währung gegenüber dem Dollar nur langsam steigen zu lassen und dadurch zwar etwas mehr Inflation und das Problem, Überschüsse anlegen zu müssen, in Kauf zu nehmen, aber gleichzeitig Unternehmern dadurch eben auch eine bessere Planung zu ermöglichen und so mehr Investitionssicherheit zu bieten.

Ebenso ist es selbstverständlich eine in China getroffene politische Entscheidung welchen Anteil seiner Wirtschaftsleistung China für den Aufbau von global aktiven chinesischen Massenmedien und die Modernisierung seiner Streitkräfte verwendet. China setzt diesbezüglich auf Understatement. Die chineische Nachrichtenagentur Xinhua ist zwar weltweit aktiv, formuliert jedoch sehr vorsichtig und macht keine aggressiven Werbung zur Steigerung der Reichweite, und das chinesische Militär bekommt seit Jahren kontinuierlich ziemlich genau bescheidene 1,3% vom Bruttoinlandsprodukt. Die dahinterliegende Weisheit ist, dass diesbezügliche Ausgabensteigerungen, die allgemein mit globaler Macht verbunden werden, unvermeidliche Rückstoßeffekte auslösen können, und zu hohe Ausgaben in diesen Bereichen dadurch chinesischen Interessen letztlich unbeabsichtigt Schaden zufügen könnten, etwa so wie es den USA derzeit geht, die rund 5% vom BIP für Militär ausgeben, und die nahezu überall, wo ihr Militär auftaucht, den Hass der Bevölkerung auf sich gezogen haben. China setzt stattdessen bislang vornehmlich auf die recht preiswerte Strategie, der Welt seine scharfsinnige Kultur vorzustellen, und so weltweit Freunde zu gewinnen.

China hat es also in den letzten Jahren langsam angehen lassen, sowohl was die Steigerung seiner BIP-Zahlen angeht als auch was das Umsetzen seiner zunehmenen Wirtschaftsstärke in harte mediale und militärische Macht betrifft. Und China ist damit ziemlich gut gefahren. Aber ob China diese Strategie weiterhin verfolgt, ist eine in China getroffene politische Entscheidung. Wenn China das für klug und richtig halten würde, dann könnte China natürlich auch wie USA 5% seines BIP für Militär ausgeben und mit viele Milliarden schweren Werbebudgets staatstragender Unternehmen weltweit aktive private Medien aufbauen, ähnlich wie die USA das tun.

Der Punkt, der dabei wichtig ist, ist der, dass dies eine Entscheidung ist, die in China, und nicht etwa in den USA, getroffen wird. Anders als die hochverschuldeten USA, die zur maximalen Wirtschaftsankurbelung schon lange eine Niedrigzinspolitik bis zum Anschlag fahren, hat China noch eine Menge finanzieller Reserven, mit denen China sein Wirtschaftswachtum beschleunigen oder seine Medien und sein Militär ausbauen könnte. Doch das, was China mit seinen Reserven vorhat, ist etwas anderes: nämlich vornehmlich Hunderte von Millionen armer Menschen im Westen des Landes aus bitterer Armut zu befreien. Gelingt das, so reicht das aufgrund der großen Bevölkerung Chinas, um China für eine lange Zeit uneinholbar zur mit Abstand stärksten Wirtschaftsmacht der Erde zu machen, selbst wenn der durchschnittliche Wohlstand in China nur die Hälfte des im Westen erreichten Wohlstandes beträgt.

Die Welt spürt bereits jetzt erfreuliche Folgen dieser globalen Entwicklung. Den im Westen herrschenden Kriegsverbrechern fehlt aufgrund der Stärke Chinas bereits jetzt die Macht, um mit China befreundete Länder nach Belieben mit Krieg überziehen zu können. In Bezug auf die Verteidiungsmaßnahmen der Demokratischen Volksrepublik Korea beispielsweise haben die Aggressoren gerade erklärt, dass ihnen außer einer „scharfen Erklärung“ nichts mehr einfällt, um die Demokratische Volksrepublik Korea für ihren entschiedenen anti-imperialistischen Widerstand zu bestrafen. Ebenso sind die zionistischen US-Imperialisten nicht zuletzt dank der chinesischen Wirtschaftsstärke zu schwach, um den Iran für seine Kritik an Imperialismus und Zionismus niederzumachen. Und in Syrien konnten und können Zionisten und ihre Lakaien zwar noch ein schreckliches Blutbad anrichten, so wie die USA das jahrzehntelang mit allen Teilen der Welt gemacht haben, doch lernen sie dort gerade, dass sie ihre Angriffskriege nicht mehr gewinnen können, wenn China und Chinas Freunde dagegenhalten.

Kurzum: die Zeit der Befreiung der Menschheit vom Joch permanenter imperialistischer und kolonialer Angriffskriege rückt durch den anhaltenden wirtschaftlichen Aufstieg Chinas mit großen Schritten näher. Kein Wunder, dass die über die in jeder Hinsicht bankrotte „westliche Welt“ herrschenden Verbrecherbanden ob der Erfolge Chinas allmählich in Panikstimmung geraten. „Wie gefährlich wird China im Jahr der Schlange?“ titelten beispielsweise in Deutschland führende zionistisch-transatlantische Mediengiftversprüher angesichts dessen, dass China nun die größte Handelsnation der Welt ist.

Der Rest der Welt darf sich hingegen auf den neuen Kompass für die internationale Ordnung aus China freuen.

14 Gedanken zu “China ist nun die größte Handelsnation der Welt

  1. Die USA ist aber auch die größte Armenhausküche mit 45 Millionen Suppentopfbettlern und auch das größte Konzentrationslager der Welt, dem so genannten Patriot Act.

    1. aus http://antikrieg.com/aktuell/2013_02_13_obamas.htm
      – … Laut … Umfrage bei registrierten amerikanischen Wählern stimmen 75% Washingtons Ermordung von ausländischen Bürgern auf den Verdacht hin zu, dass sie Terroristen sein könnten.

      Offensichtlich gehen der US-Masse die 45Mio Walmart-Lebensmittelmarken-Kunden am A. vorbei, ebenso wie der Patriot Act. Anfänglich hielt sich der Anteil der KRIEGs- und Bush-Euphoriker in etwa er gleichen Grössenordnung. Erst als ihnen schwante, Gods own Country könnte sich auf der Strasse der Verlierer einfinden, wendeten sie ihre Hälse. Bis heute beschweren sie sich hauptsächich über ausufernde Kosten, in Dollar nicht Blut, und wenn doch, dann klar nur das eigene Blut.

      Nun da ihnen eine ebenso unsichere wie noch feigere Methode mit besten Aussichten angeboten wird, dass immer nur die anderen sterben, wenden sie ihre Hälse abermals. Die Masse ist und bleibt eben die Masse, auf sie ist Verlass. Das wird sich unter der Bezeichnung Homo sapiens auch niemals ändern. Deshalb werden sich auch stets PResstituierte an sie verkaufen:

      aus http://www.jungewelt.de/2013/02-09/003.php
      – Krieg zum Nulltarif
      … Doch Ulli Kulke wäre kein Welt-Autor, würde er in der Perfektionierung der westlichen Todesmaschinerie nicht eine Segnung der Zivilisation, ja geradezu eine Humanisierung des Krieges sehen.
      … »Die Parlamente des Westens … sind nur bereit, dem Krieg ihr Plazet zu geben, wenn die Gefahr für die eigenen Soldaten nahe null liegt. Der Gegner dagegen nimmt 100 Prozent in Kauf, den absehbaren, ja gewollten Tod«, sieht der Welt-Mann klare Vorteile beim Gegner und knüpft daran die Frage: »Wie soll man dagegen kämpfen ohne technische Hilfsmittel, ohne Distanzwaffen?« Die kriegerische Sicherung der westlichen Vorherrschaft bei Wahrung des entsprechenden Lifestyles erscheint dem Welt-Autor als kategorischer Imperativ.

      So weit haben sich die Redaktionsgehirne inzwischen krankgeschrumpft. Und doch läuft die Reduktion des Geistes regel- und marktkonform, weil die Masse munter nachfragt, es kann gar nicht dämlich genug sein um die Newsspeak-Hitparade nicht trotzdem zu finanzieren: KRIEG ist, wenn der andere stirbt. Das eigene Todesrisiko ist nicht vereinbar mit dem florierenden westlichen Un-Wertesystem. Obwohl der Kapitalimus sich dessen sehr wohl bewusst ist oder sein müsste: Risiko gehört zum Geschäft. Der (Massen-) Markttrend geht klar in eine Richtung: Das Risiko der anderen. Man selbst streitet sich indessen gewissenlos um die Risikoprämie und die Sozialisierung allfälliger Verlustgeschäfte. Mit der Masse kann man’s ja machen – ja man kann, sie fordert nichts anderes heraus – inzwischen unter PRofessionell kontrollierten Bedingungen für den staatlich garantierten Privatgewinn.

      Selbst im AK-Beitrag wird der Ball letzlich flach gehalten:

      – In einem Polizeistaat sind es immer die Unschuldigen, die am schwersten bestraft werden.

      Der Polizeistaat wird laut Umfrage von 75% befürwortet. Sofern das stimmt, ist das „lupenreine Demokratie“. Bis auf die wenigen wirklich Unschuldigen soll sich niemand über die hereinbrechende Zukunft beschweren, sie wurde so gewollt.

      Die Amis auf Kurs
      Grüsse
      kosh

  2. Aha, Parallel zum Bloomberggeständnis entfährt dem obersten DrohnenKRIEGer der ökonomische Konter:

    aus http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/eu-und-usa-wollen-ab-juni-ueber-freihandel-verhandeln-a-883155.html
    – Transatlantische Freihandelszone: EU und USA wollen ab Juni verhandeln

    Ja diese Transatlantiker, die haben’s wirklich drauf🙂

    – In seiner Rede zur Lage der Nation hatte US-Präsident Obama seine Unterstützung für eine Freihandelszone der beiden größten Wirtschaftsblöcke der Welt betont. Zusammen machen EU und USA über die Hälfte der weltweiten Wirtschaftsleistung aus.

    Nicht „betont“ hat der Hochzeitsbomber, dass die Fusion zweier lernresistenter Bankrottgesellschaften durch eben diese selbst auferlegte Grenze des Lernens nur auf eine Art Synergie erleben kann: Pflege und Beschleunigung des Bankrotts.

    Konkurrenz belebt das Geschäft, das nächste kapitalistische Credo das nun systematisch unterlaufen wird. Phöse wer da denkt, dass nicht genau dies die Zielsetzung seit Anbeginn des Weltkrieges gewesen, dessen Zählung je länger desto absurder den Blick vernebelt auf den endlich in ANGRIFF genommenen militärisch-industriellen Schulterschluss der Stupid White Men unter dem Dach der NATO.

    Das Timing der Amis könnte kaum leuchtender sein. Seit Jahren lassen sie sich in den Ruin helfen, derweil sie konstruktive Lösungsansätze systematisch torpedieren – im Konsumrausch die Welt um sie herum ausblendend. Allein können sie nix mehr stemmen, die Provinzen sollen’s richten indem sie sich ebenfalls aufs Sterbebett helfen lassen. Griechenland ist nur ein Tropfen im Saft der ausgelutschten Zitrone.

    Wie immer auch hier die Sandkastenbotschaft an China: Überlass mir Deinen Sandkuchen oder ich mach ihn kaputt – Libyen, Syrien, Mali … alles meins!!! Die wilden Rückzugsgefechte des Imperiums führen stetig sichtbarer zum erlahmendem Restepoppen:

    – … Barroso … Das Bruttoinlandsprodukt der EU-Staaten könne um ein halbes Prozent steigen.

    Was für eine Ansage: Die PRofessionell angekündigte 5-PRomillePRognose ist dem demokratisch nichtgewählten Herrn Oberkommissar Argument genug, die angeblich demokratische EU den EUSraEliten höchstoffiziell zum Frass vorzuwerfen. Immerhin konsequent und zur Abwechslung ehrlicher als das bisher gestützte Anti-VT-Geschwurbel. Was nicht heissen soll, dass sie es nicht weiter tun werden, denn Sprechen und sich gleichzeitig Widersprechen wird von der Masse nicht mehr wahrgenommen und darum in höchster Vollendung zelebriert.

    Es kann also noch dauern bis zur Kapitulation vor dem Unvermeidlichen. Ein paar Jährchen noch und dann vielleicht in einem letzten Aufzucken die False-Flag-Atombombe – am Siedepunkt des Hystericums. Wenn’s mit US-Türmen geklappt hat, warum nicht mit ganzen US-Städten? Nordkorea war’s und was haben wir auch für ein Glück, ein Staat der sich im Notfall begrenzt atomar verschütten liesse mitsamt Zeugen der Verteidigung, vielleicht an einem 11.9. oder so. Falls der Iran weiterhin enttäuscht, den Entwicklungs-Vorgaben aus Washington Folge zu leisten.

    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

  3. Ich habe das Gefühl oder soll es doch Gesetz sein😉 es klingen Totenglocken. Der moderne Kapitalismus fußt auf Aktienkapitalismus und (Inlands)nachfrage. Da Investoren nur Investieren wenn stetiges Wachstum (des Aktienwertes) vorliegt (ich lernte auf einem Börsenkurs Wachstum von 10 % über mindestens 3 Jahre als Basis des Momentum Traydings, VWL Aspekte spielten (fast) keine Rolle), wird den Unternehmen Kapital entzogen. Folge die Wirtschaft stagniert bzw. wird rückläufig. Eine weitere Folge immer weniger Menschen im Produktionsprozess – dank Automatisierung.
    Das ohnehin seit Jahrzehnten auf Pump erfolgte „Wachstum folgt diesem Wege“
    So glaube ich was hier im Forum WK 3 genannt wird ist in der Realität der Epochale Abwehrkampf des Kapitalismus. Nach dem Motto Die – oder Wir um jeden Preis. Und es gibt ein ganz klares Ende diese (abstrakten) Profitzahlenstrahls, „teure“ Produktion -und keine Verbraucher. Am Anfang des Zahlenstrahls gab es Unternehmer und doppelt freie Lohnarbeiter .Verbraucher vornehmlich im Bereich Feudal, Klerikal, Beamten und Auslandskunden. Folge geringe Profite aber auch revolutionäre Situation. Konsequenz WK1 -bürgerliche Revolution. Dann Aufbau – oder anders ausgedrückt neue Nachfrage und nicht zuletzt auch Reparationen zur Staatssanierung (Deutschland zahlte noch vor kurzem Reparationen vom 1 WK an GB ab) . In diesem Zusammenhang entdeckt der Kapitalist die „Demokratie“. Im Unterschied zu der der „Erfinder“ bietet sie „fast“ gleiche Chancen für alle, – und da die Arbeiter jetzt neben Beamten, Staat, usw. Verbraucher werden – gibt es auch größere Profite – aber da geht noch mehr. 2. WK. Wieder Aufbau, Staatsanierung, Profite. Diese Philosophie wird mit der „sozialen Marktwirtschaft“ oder nennen wir es besser 2/3 Gesellschaft auf die Spitze getrieben. 2 Drittel der Gesellschaft werden jetzt „zufriedene“ Verbraucher. Alle vier Jahre werden Rosinen (größtenteils auf Schulden) unters Volk geworfen man erkauft sich damit Wahlvolk. So entsteht ein Staatsgebilde (wenn auch nicht zuletzt unter dem „erpresserischen“ Drucks des Ostblocks) was den Kapitalisten stetige Profite und (Selbst)beschränkung ua. durch die Commicon Liste und beschränkte Absatzmärkte auferlegt. Es folgt ein Zeitraum relativen sozialen Friedens, stetiger Steuereinnahmen (da Kapitalflucht so gut wie unmöglich war) und ein stetiges Wachstum im Kapitalismus – in der letzten Jahren dieser Entwicklung allerdings schon auf Pump . Man spielt also Demokrat, die gesellschaftliche Entwicklung vollzieht sich im Interesse des Kapitals -für den gegenteiligen Fall sind die (neuerlich faschistischen) Optionen allerdings auch geplant (Stichpunkt Back Behind, Gladio).
    Durch das erzwungene „gesunde“ Wachstum und auch durch einen sehr positiven Schlüssel von PK , Fläche und Absatz wirkt der Kapitalismus sozial, menschenfreundlich und überlegen. Nicht das der Kapitalist gern mehr Profite gemacht hätte, die Beschränkungen wurden nur zähneknirschend mit Hinweis auf die akute Gefährdung seiner elementaren Basis akzeptiert. Zu mindestens meistens – denn manchmal lockte der Profit aus den Geschäften mit den verhassten Kommis. Sehr zur Freude
    von Schalcks KoKo -und zum Vorteil zB. der DDR und seiner Bürger.
    Dann kam der große Tag des Kapitals, wie tönte der Ami „Nicht wird mehr so sein wie früher“ und meinte damit dem Kapital sind sämtliche Fesseln genommen.
    Die Börsenkapriolen in der sogenannten „Wendezeit“ sprechen dann auch eine eindeutige Sprache.
    Der Kapitalismus wird auf dem gedachten Zahlenstrahl um mindestens 150 Jahre nach vorne oder je nach Betrachtungsweise dem Ende entgegenkatapultiert. Begünstigt wird er dabei dadurch das durch einige Jahrzehnte vorherrschende System im SW und damit des nicht vorhanden seins von substantieller privater Wirtschaft, selbst von ehemaligen Marktführern (Bsp. Skoda) -ein ökonomischer Blitzkrieg. Und auch die Realitäten in ehemaligen Einflusszonen sollen nun wieder zurückgedreht werden, daher (Untergrunds) kriege und die Umstrukturierung der NATO zur Dienstleistungs(killer) truppe des Kapitals.
    Gesellschaftliche Folge massive Kapitalflucht, Staatsverschuldung, die 2/3 Gesellschaft wankt bzw. stürzt ein und damit die gesellschaftliche „einvernehmliche“ Basis der vergangenen Jahre -es entsteht eine neuerliche revolutionäre Situation – Die einen wollen nicht mehr so weiter machen -die anderen können nicht. Die Menschen suchen Antworten – Religion und Sektentum erleben neue Blüte die „Linke“ und „Rechte“ gruppiert sich neu. Aber es wurde ein riesiger Fehler gemacht, die Commicon -Liste wurde auch für das selbsternannte sozialistische „Entwicklungsland“ China unwirksam – und nun zeigt sich welche Perspektive der Kapitalismus ohne Beschränkungen gehabt hätte und auch die seiner Gegner . Wir sehen langsam, einem Schlangenei gleich das was man „Uns“ lange Zeit „gepredigt“ hat den defizitären, faulenden, stinkenden Kapitalismus.
    Der ist bereit alles zu tun um das Ende herauszuzögern, Sanktionen, Krieg, Faschismus es ist unerheblich. In Israel droht bereits das (jüdische) Kapital, entweder wir können hier weiter machen wie bisher oder alle werden Konsequenzen spüren – und „arbeitet“ damit im Extremfall auf einen (atomaren) Großkrieg hin bzw. versucht die Welt auf diese Art zu erpressen. Hier wie auch im Westen versucht man sich mit Raketenschirmen vor (legitimen) Antworten zu schützen. Das bringt wer hätte das gedacht Profit -und scheinbar Planungssicherheit für die Apokalypse.
    Die Zukunft gehört den Ländern mit intelligenten Antworten auf die soziale Frage der Menschheit.
    China als kultur- und Bildungsnation ist ohne Frage ein Anwärter. Es stellt sich die Frage wie die Geschichte ausgesehen hätte wenn auch im Osten statt Bauern/ Stalin Demagogie ein zum Kapitalismus relativer Entwicklungsprozeß beschritten worden wäre (die Forschungseinrichtungen und Köpfe dafür gab es) mit der Hauptmassgabe das Ziel ist wichtig – der Weg dahin muss zunächst in der größtmöglichen Stärkung der Antiimperialistischen (Verhandlungs) Position bestehen und auch den Bedürfnissen der Bevölkerung, Führungsanspruch muss erarbeitet werden -China lässt ahnen was mit sozialistischer Marktwirtschaft, -als Etappenziel mit Beschränkung von Bank-und Großkapital, auf der Basis des Lebensstandards der Bürger der DDR, der CSSR, Ungarn, einiger Regionen der SU und mit Einschränkung auch Polens möglich gewesen wäre. In der DDR gab es mal so eine Zeit in Anfängen, das Ende der Ulbricht Ära, als wir uns die XX an die Brust heften durften-😉 die Zeit von Libana, Astoria, -Pepsi Cola in meiner kindlichen Erinnerung.
    Aber die Chance wurde verschenkt, die Schlacht (nicht der Krieg wie sich zeigt) verloren.
    20 Jahre zu früh – ansonsten hätte man den Dolch langsam drehen können, denn es zeigt sich auch der Kapitalismus ist nicht Sieger sondern „ Rentner“ dessen Zeit langsam gekommen ist, das Ende vom Zahlenstrahl – da hilft auch kein Schwingen mit dem Krückstock – das Problem (und unsere Aufgabe) ist, vielleicht versucht er sich stattdessen mit dem Haus in die Luft zu sprengen – nach dem Motto Die – oder Wir um jeden Preis …

    1. – … Kapitalismus.
      Der ist bereit alles zu tun um das Ende herauszuzögern …

      Das Mindeste, was er zu dessen Verzögerung hätte beitragen müssen, wäre die selbst auferlegten Regeln einzuhalten, statt Wasser zu predigen und Wein zu trinken.

      Ein Bsp: Die Natur kennt den Kapitalismus seit rund 2-3 Milliarden Jahren, aber die darin vorkommenden Lebewesen sind bis heute nicht in der Lage, die Regeln der Physik zu brechen. Ganz im Gegensatz zum Homo sapiens, der meint die Regeln übers Knie brechen zu können, obwohl diese systembedingt auf dem natürlichen Kapitalismus und damit der Physik fussen müssen.

      Insofern die Kapitalisten ihre eigenen hehren Regeln über den Haufen werfen (z.B. too big to fail als eines der prominenten Bsps. des Hystericums), haben sie versagt und damit lediglich die Hypothese gestärkt, dass der Kaptalismus nach wie vor bestens funktioniert, aber dem Homo sapiens für höhere Weihen nicht z.V. steht.

      Wer wo (ab) wann am Kapitalismus in welcher Form auch immer teilgenommen hat / hätte spielt keine Rolle, weil die Regelbrüche zu allen Zeiten und überall stattgefunden haben und sich deshalb kein austariertes System etablieren konnte, das den Beweis einer zumindest etwas langfristigeren Stabilität geliefert hätte. Wer China genau beobachtet und Fakten zusammenträgt, der stellt fest, dass auch China sich mit den bekannten Regelbrüchen herumschlägt, die zwar kritisiert werden, aber noch nicht mal zehntelherzig bekämpft. China befindet sich z.Z. in der komfortablen Ausgangslage, wird aber auch nicht umhin können, eines Tages von der Marktphysik überwältigt zu werden – nicht zum ersten Mal.

      Zu all diesen Beschränkungen gesellt sich der Irrglaube, dass Wohlstand für alle möglich ist, wo doch gerade der Westen als Bsp. dafür steht, dass es allenfalls möglich ist, seinen eigenen, relativ kleinen Plebs auf dem Level niedrigsten Adels zu halten, derweil man sich in den Kolonien sich als freie Sklaven zu verdingen hat, um eben den westlichen Lebensstil zu ermöglichen. Nun finden die zu erwartenden Ausgleichsbewegungen statt – nicht nur aber auch Kapitalflucht – an deren Ende mit sehr viel Fantasie und geradezu absurd unverbesserlichem Optimismus vielleicht die Einsicht kommt, dass nachhaltiger Wohlstand für alle auf dem gegenwärtigen Level der Energieversorgung sehr viel mit Fahrrädern und wenig mit Autos zu tun hat. Und dass das Problem ohne Veränderung der Masse sich mit der nächsten Energierevolution lediglich auf ein höheres Energienivau verschieben würde, indem der privilegierte Otto Normalverbraucher sich ein Ferienhaus auf dem Mond leisten könnte, das er übers Wochende mit dem eigenen Raumschiff anfliegt, während der freie Sklave in den Service-Baracken nebenan davon träumt, eines Tages selbst stolzer Besitzer zu werden.

      Wenn die soziale Evolution so weiter läuft, dann bleibt’s beim Hauen und Stechen mit immer „besseren“ Mitteln, gelegentlichen zum Scheitern verurteilten Sozialexperimenten, oder es kommt zum Totalabsturz, der die Überlebenden für eine Weile weit in die Vergangenheit katapultiert in deren Verlauf vielleicht ein neuer Typ Homo geboren wird, der alles besser macht, oder noch schlechter.

      – In der DDR gab es mal so eine Zeit …
      Aber die Chance wurde verschenkt, …

      Indem die Ost-Masse auf den Westen schielte und eben dieser Westen die Chance verschenkte, reinen Tisch zu machen. Die Chance diese Chance wahrzunehmen war systembedingt verschwindend gering bis praktisch unwahrscheinlich. Gier und Neid werden stets einen prominenten Platz in der Geschichte des Homo sapiens einnehmen, sowohl bottom up wie top down. Das aber führt schon kurz- bis spätestens mittelfristig zu den bekannten Verwerfungen, wodurch jede vermeintlich beste aller Welten letztlich sich selbst der Insolvenz preisgab. Es gibt erstaunliche Bsps. im Kleinen, aber im grossen Stil hat das noch nie funktioniert, deshalb wird es mit höchster Wahrscheinlichkeit stets unethische kleine Gruppen geben, die ethisch vorbildliche Gruppen erfolgreich verdrängen. Und dann werden sie grösser und grösser bis sie erneut von der Marktphysik heimgesucht werden – das System Homo sapiens wie es leibt und lebt in seinem Lauf.

      Die Amis auf Kurs
      Grüsse
      kosh

    2. @Dominik
      Deine Behauptung der Existenz eines „jüdischen“ Kapitals halte ich, gelinde gesagt, für groben Unfug. Es ist nirgends zu erkennbar, dass Kapital eine Religion hat. Nicht einmal Joe Biden, der ranghöchste erklärte Zionist im kapitalistischen US-Verbrecherregime ist jüdischen Glaubens. Die Behauptung der Existenz eines „jüdischen“ Kapitals dient meinr Meinung nach bloß dazu, die Menschheit von jedweden religiösen und moralischen Geboten verachtenden kapitalitischen Missgeburten wie Imperialismus und Kolonialismus abzulenken.

      Ich glaube, mit der Behauptung der Existenz eines „jüdischen“ Kapitals bist du einer gewohnt verlogenen Hasbara zionistischer Kapitalisten auf den Leim gegangen.

      1. Stimmt, das Kapital hat keine Religion, außer sich selbst😉
        (so eine Art mystifizierten Total-Egoismus, was ebenfalls auf einen wahnsinnigen Glauben hinausläuft.)

        Die „jüdische“ Geschichte hat allerdings dazu geführt, dass Menschen mit „jüdischer Abstammung“ in besonderem Maße im Bankenwesen vertreten sind.
        Das Thema ist jedoch so schwierig – wegen der irrationalen Assoziationen die damit verbunden werden – das ich mich nur selten dazu äußere, obwohl die Geschichte in ihren Grundzügen eigentlich recht einfach ist:
        Die „Juden“ waren oft ausgegrenzt und Verfolgt, zu Außenseitern abgestempelt. Dabei brachten sie mit dem Talmud und z.T. auch den alten Torah-Schriften ein Gedankengut mit, das einige Solidarität innerhalb des „Stamms“ fordert, Außenstehende jedoch weitgehend zur Verachtung und Ausbeutung freigibt, mit Spezialklauseln zu Handelsgebahren und Zahlungs- und Erlass-Modalitäten je nach Gruppenzugehörigkeit (z.B. die archao-israelischen Schuldenerlass-Jubiläen & Zinsnahmeverbot nur für Stammesangehörige).
        Damit hatten sich insbesondere im „kirchlich“ geprägten mittelalterlichen Europa „Zwei“ komplementär gefunden: Die Kirchenoberen und somit die sich an deren Geheiß herkömmlich gebunden fühlenden Adligen waren traditionell wider den Wucher verpflichtet, worunter damals auch Zinsnahme allgemein verstanden wurde, da das nicht mit den christlichen Aussagen vereinbar war, von Armen (das sind die meisten regulären Schuldner) auch noch Zinsen zu nehmen – eine Leihgabe sollte v.A. eine Hilfe sein statt eines Geschäfts. Zu solchen Idealen auch in der Realität zu stehen, waren die meisten Menschen allerdings noch nicht bereit, denn es bestand immer noch ein Bedarf nach Zinsgeschäften, Krediten usw.. Da kamen die „“Juden“ gerade recht als Projektionsfläche psychischer Verdrängung: „“Wir“, die „Edlen“, nehmen keine Zinsen, allerdings die „Juden“ können und wollen das für uns übernehmen“.
        Schon bald standen die „Juden“ dann offensichtlich als „Wucherer“ dar, während die Nachfrageseite sich die Hände in Unschuld zu waschen vermeinte, obwohl die „Juden“ nur als Projektionsfläche verdrängter eigener Schattenseiten herhielten, eine Art Sündenböcke. So nahm die Verachtung beiderseits noch zu.
        Das wurde noch dadurch verstärkt, dass andere gleichartige Verdrängungs-Externalisierungen stattfanden, wie z.B. die Übergabe/Übernahme des in den bäuerlichen Gesellschaften des europäischen Mittelalters traditionell verpönten Pferdehändlergeschäfts: Für Bauern waren damals Pferde, die stärksten und teuersten Pfulg-Zugtiere, salopp gesagt das Größte und als herkömmliches Attribut des berittenen Adelsstands („Ritter“) in Zeiten der Leibeigenschaften ein Zeichen relativer Freiheit und Unabhängigkeit und Erfolgs. Somit waren die Bauern meist zu Tode betrübt, ihr Pferd verschachern zu müssen, und übertrugen diesen Verdruß auf die Boten und Mittelsmänner, die Pferdehändler – also wurde auch diese verpönte Arbeit schnell an die „Juden“ abgegeben, die dadurch wiederum bequem verleumdet werden konnten. So hat sich die ganze Sache weiter aufgeschaukelt.

        Da Geschäft mit Zins und Schulden mit zu den einträglichsten gehören, fanden sich die „Juden“ in den ihnen zu-diktierten „Ghettos“ trotz und wegen Ausgrenzung und routinemäßigen Beschimpfungen und Terror durch ihre sich rechtschaffen dünkende nicht-„jüdische“ Mitbevölkerung bald in einer finanzkapitalistischen Machtposition, insbesondere im Kreditwesen, wieder.

        Wegen des Terrors und der ausdrücklichen Verachtung der naiv eigene Versäumnisse auf andere abwälzen-wollenden nicht-„jüdischen“ Mitbevölkerung ist es nur zu Verständlich, wenn sich einige „Juden“ in solcher Position gerechtfertigt empfanden, besonders rücksichtslose Geschäftspraktiken jenen gegenüber zu implementieren.

        Damit war der Grund gelegt, nach Einzug des entfesselten Kapitalismus schnell eine besondere Dominanz zu entfalten, die sich in den Führungsetagen vieler europäsich-stämmig begründeter Banken noch heute widerspiegelt.

        Gerade deswegen waren, wie EinParteibuch in seiner völlig richtigen Replik darlegt, die Kapitalisten-Machtnehmer nie als „jüdisch“ oder „überwiegend jüdisch“ zu definieren, weil stets eine Konglomeratsbildung aller zu Übermacht strebender Akteure unabhängig vorgeblicher Religion zu beobachten war, bei dem sich z.B. jedoch der europäische Adel und deren kapitalistisch-bürgerliche Nachfolger ‚vornehm‘ im Hintergrund zu halten versuchten. Aus all diesen Gründen sind in dieser Gemeinschaft der wissentlich vorgehenden Ausbeuter der Armen „jüdisch Abstammende“ vordergründig überproportional vertreten und z.B. „Papua-Neuguineisch-Stämmige“ kaum, obwohl nicht ausgeschlossen und sehr wahrscheinlich ist, dass „Papua-Neuguinäer“ sich bei Gelegenheit genauso verhalten hätten.
        Bei all dem weiß man nicht genau, an was die vermeintlich „Jüdisch-Stämmigen“ Kapitalisten privat glauben, außer das es i.d.R. ein egoistisch-hierarchisch-megalomanisches Weltbild ist – auch deshalb ist die Bezeichnung „Juden“ im religiösen Sinne hier wenig sinnvoll aussagekräftig und ob der Mißverständlichkeit durch emotionell aufgeladene Assoziationen u.U. gefährlich.

        Obwohl sich Israel leider selbst als „jüdischer Staat“ zu definieren scheint, bevorzuge ich auch die ganz anders und klarer definierten Begriffe wie Zionisten, Israel, oder allgemeinere Begriffe wie ‚Extrem-Kapitalisten‘, „Super-Reiche“ und am Liebsten klarere, ausführlichere, ausgewogenere und auch für assoziativ Vorbelastete verständlichere Beschreibungen.

  4. Hatte Gestern einen längeren Entwurf geschrieben und aus Zweifeln nicht abgeschickt. Nun sehe ich erleichtert, kosh und Dominik Tenschke erwähnen das meiste davon en passant für mich mit.

    So, dann kann ich mich ja mal zurücklegen🙂

    Ah, Entspannung…

  5. Alex trauen sie sich😉 ich weiss wieviel Arbeit und Hirnschmalz es erfordert – und jeder noch so „kleine“ Impuls ist in der gesellschaftlichen Debatte wertvoll …

    1. hehe🙂 habe gerade krasse 18 Stunden geschlafen (bin selbst überrascht, dass das überhaupt geht, war wohl ganz schön übermüdet).

      Danke für die Ermunterung – wahrscheinlich poste ich das dann doch noch nach… passt auch ganz gut zu Ihren Kommentaren und von kosh und zum entsprechenden Artikel von MeinParteibuch…

      Allerdings ist hier grad der täglich-stundenlange Stromausfall (wohne in Ghana) und die Batterie am Netbook ist gleich alle🙂

      Also, bis Bald u. alles Liebe

      Alex.

  6. RAT DER GUTEN REGIERUNG

    Es soll umgehend ein innerparteilicher RAT DER GUTEN REGIERUNG gebildet werden.

    A. Der RAT DER GUTEN REGIERUNG hat ausschließlich folgende Aufgaben:

    1. Der RAT DER GUTEN REGIERUNG berät, prüft und nimmt Stellung zu allen zur Veröffentlichung vorgesehenen Publikationen (Print, Internet, Radio, Fernsehen) der Partei die Linke in Sachsen.

    2. Der RAT DER GUTEN REGIERUNG entlässt und ernennt

    • den Landesvorstand der PdL Sachsen
    • die Pressesprecher der einzelnen Kreisverbände und des LV

    3. Der RAT DER GUTEN REGIERUNG berät, prüft und nimmt Stellung zu allen Personalentscheidungen für Gremien und Strukturen auf Landesebene.

    4. Der RAT DER GUTEN REGIERUNG wird informiert und beratend tätig bei der Mittelvergabe für Parteipublikationen und für die politische Bildungsarbeit.

    5. Der RAT DER GUTEN REGIERUNG muss vor allen Beschlüssen, Entscheidungen, Veröffentlichungen sämtlicher Gremien, Zusammenschlüsse und (Unter-) Strukturen der PdL Sachsen, welche die folgenden genannten Felder berühren, angehört werden:

    • Öffentlichkeitsarbeit der PdL /Außen-Kommunikation
    • Parteikommunikation
    • Medienpolitik
    • Politische Theorie
    • Politische Bildung/Jugendbildung
    • Politische Ideengeschichte und Philosophie
    • Internationale Beziehungen und Völkerrecht
    • Geschichte des Judentums/Israels
    • Nahostkonflikt

    Der RAT DER GUTEN REGIERUNG muss in all diesen Fällen den Gremien-Beschluss bzw. die Veröffentlichung durch Zustimmung autorisieren.

    B. Entscheidungen:

    Der RAT DER GUTEN REGIERUNG entscheidet mit 4/5 Mehrheit.

    C. Weitere Aufgaben

    Der RAT DER GUTEN REGIERUNG berät den Landesvorstand und die Landtagsfraktion auf Anfrage.

    D. Gründung

    Der RAT DER GUTEN REGIERUNG gründet sich durch direktdemokratische Wahl (Gesamtmitglieder-Wahl). Er besteht aus 100 Mitgliedern.

    Zur Wahl kann sich jede/r bewerben, ausgenommen MdL, Kreisvorsitzende und LaVo-Mitglieder. Zur Bewerbung ist eine Begründung (DINA4 Seite) und die Angabe der jetzigen Ämter/Funktionen für die PdL öffentlich zu machen. Es können max. 1000 Bewerber sich zur Wahl stellen. Nach Eingang des 1000. Bewerbers wird die Bewerberliste geschlossen. Für die Kandidatenliste wird ein Wiki eingerichtet.

    Die Bewerbung erfolgt zwischen 25.-29. Mai postalisch oder per mail an…………

    Die Wahl findet am 1. Juni 2013 statt. Mit jeweils 10 abgegebenen Stimmen kann jedes Parteimitglied aus einem Pool von max. 1000 Bewerbern auswählen. Die Wahl erfolgt postalisch an eine öffentliche Wahlkommission, welche die Zettel auszählt und das Ergebnis bekannt gibt.

    Der RAT DER GUTEN REGIERUNG wird jährlich neu gewählt.

    E. Sonstiges

    Der RAT DER GUTEN REGIERUNG verlangt von seinen Vertretern die Bereitschaft zu einem
    wöchentlichen Arbeitsvolumen von mind. 15 Stunden.

    Der RAT DER GUTEN REGIERUNG erwartet von seinen Repräsentanten Lernfähigkeit, unabhängiges Denken und politische Mündigkeit. Die Arbeit erfolgt ehrenamtlich.

    ————————————————————————————————————

    Antrag:

    Ich beantrage beim Parteivorstand einen Gesamtmitgliederentscheid über die hier beschriebene Konstituierung eines RATES DER GUTEN REGIERUNG.

    Begründung:

    1. Der RAT DER GUTEN REGIERUNG ist eine Form gelebter innerparteilicher Basisdemokratie.

    2. Der RAT DER GUTEN REGIERUNG soll bisherige Defizite und Schwierigkeiten der Parteineubildung überwinden helfen und neue Basisprozesse in Gang setzen.

    3. Der RAT DER GUTEN REGIERUNG wird durch die Umstände notwendig. Die absehbaren
    gesellschaftlichen Verwerfungen und der schleichende(!) Abbau der Demokratie in Europa stellt die LINKE vor gänzlich neue Herausforderungen.

    Dazu ist ein RAT DER GUTEN REGIERUNG notwendig.

    14.02.13

  7. Wer meine Hinweise verpasst hat:
    Doku; Syrien: Die Syrien-Falle – Deutschland und der Krieg gegen Assad ARD 2013

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