„Felslabyrinth voller Höhlen und Waffenlager“

Im Dritten Weltkrieg um die Weltherrschaft ist das Angriffskriegsbündnis „Westliche Wertegemeinschaft“ an seiner Frontverwirrung in Mali auf Schwierigkeiten gestoßen.

Wie das CIA-nahe Kriegstreiber-Blog „Spon“ meldet, hat die westliche Wertegemeinschaft nun herausgefunden, dass es im Nordosten von Mali das rund 250.000km große Ifoghas-Gebirge gibt. Von der Fläche her ist das Gebirge zwar nur wenig größer als Großbritannien, doch wie Spon schreibt, sei das Gebiet ein „Felslabyrinth voller Höhlen und Waffenlager.“ Diese Eigenschaften der straßenlosen Felsengegend werden nun also wohl in modernem Kartenmaterial vermerkt werden, ähnlich wie Schiffskapitäne seit Urzeiten Riffs in Seekarten ergänzen, die sie durch „Auflaufen“ entdecken.

Und anstelle sich ehrenhaft in einer offenen Schlacht von französischen Kampfbombern eliminieren zu lassen, haben sich die kriegserfahrenen wahhabitischen Wüstenterroristen, die NATO-Staaten zur Unterstützung des Sturzes der von Muammar Gaddafi geführten libyschen Regierung vor zwei Jahren großzügig mit modernsten Waffen, bester Technik und intensiven Schulungen in Guerillakrieg aufgerüstet haben, und die dann anschließend in Mali zu einer Bedrohung für den französischen Uranbergbau geworden sind, nun ausgerechnet dorthin zurückgezogen. „Die Aufständischen haben gelernt, sich so zu organisieren, dass die Franzosen sie nicht finden können,“ zitiert die Kriegstreiber-Postille einen Offizier aus Mali. Damit konnte natürlich niemand rechnen.

Weiterhin wird ein französischer Krieger der westlichen Wertegmeinschaft zitiert, der erklärt, es brauche „einen Großeinsatz, um die wichtigsten Zonen abzuriegeln“ und das werde „eine Weile dauern.“ Bundeskriegsminister Thomas de Maizière tat unterdessen kund, niemand könne heute sagen, „ob der ‚Einsatz‘ in Mali ein, zwei oder drei Jahre dauern“ werde und „welche Anforderungen ‚die Lage‘ in zwei Jahren“ stelle. Nun ist guter Rat teuer.

Um die Kasse etwas aufzubessern hat das deutsche Regime deshalb soeben beschlossen, den saudischen Anführern der wahhabitischen Terroristen, gegen die die reichlich bankrotte westliche Wertegemeinschaft in Mali Krieg führt, moderne Kriegsschiffe im Wert von rund 1,5 Miliarden Euro zu verkaufen. In Zeiten, wo lang etablierte Schmuggelrouten über Land durch die Sahara durch Krieg gestört sind, sind seegestützte Alternativen schließlich besonders wichtig. Ob die erneute Aufrüstung der saudischen Waffenbrüder der westlichen Wertegemeinschaft wirklich helfen wird, wird sich allerdings wohl erst entscheiden, nachdem die westliche Wertegemeinschaft sich entschieden hat, ob sie ihren dritten Weltkrieg letztlich wie in Libyen und Syrien an der Seite von zahlungskräftigen wahhabitischen Terroristen wie denen von Al Qaeda oder wie in Afghanistan und Mali im Kampf gegen Al-Qaeda-Terroristen führen will.

8 Gedanken zu “„Felslabyrinth voller Höhlen und Waffenlager“

  1. Die „wahhabitischen Wüstenterroristen“ … ich zweifle mal dass es gegen Diese geht. Sind es doch unsere AL-CIAsa Freunde.

    Ich sehe da eher eine NATO-Schlacht gegen den „bösen schwarzen Mann“ den Tuareg welchen die NTC-NATO-RATs in Libyen schon gelyncht

    1. @gerd
      Nee, ich denke, die NATO ist noch viel zynischer. Denen geht es nicht um mit oder gegen irgendwelche Gruppen Krieg zu führen, sondern darum, Regionen zu beherrschen.

      Beherrschungsinstrument ist letztlich das NATO-Militär. Bevorzugtes Herrschaftsmodell ist die Etablierung von Marionetten-Regimes. Gibt es irgendwo eine Regierung, die den NATO-Staaten nicht gefällt, z.B. weil sie der NATO nicht untertänigst zu Diensten ist, so schürt die NATO da Konflikte. Wie sie die Konflikte schürt, ist für sie nebensächlich. Mal nimmt sie Al Kaida, die sie als Freiheitskämpfer unterstützt, mal Menschenrechtsaktivisten, gern nimmt sie Spearatisten und Rassisten, und zur Not nimmt sie auch wie bei der anti-iranischen MEK verkappte Kommunisten. Wer das ist, ist den NATO-Staaten ziemlich egal. Wo auch immer der NATO eine Regierung nicht passt, versucht die NATO Unruhe zu schüren, mit allen Mitteln, egal wie, egal wer.

      Ist die Unruhe im Zielgebiet dann da, maschieren die Truppen der NATO los, um das Land unter ihre Kontrolle zu bringen und eine Marionettenregierung einzusetzen, die die Versklavung der Bevölkerung für sie managt und die Reichtümer des Landes an die NATO-Sieger abführt.

      Mal führt die NATO mit Al Kaida Krieg, mal gegen Al Kaida, letztlich ist das egal. Hauptsache am Ende wird eine Marionettenregierung installiert, die die Reichtümer des Landes an die NATO-Sieger abführt und so de Krieg einen guten Return on Investment beschert. Moralische, ideologische Scheuklappen haben die NATO-Herren bei diesem Geschäftsmodell nicht. Jede ideologische Schwäche eine gegners wird ausgenutzt, um Blutvergießen anzuheizen und den Gegner niederzumachen.

      Moral und Ideologie sind den NATO-Herren ziemlich egal, Hauptsache die Kasse stimmt. Ideologisch-moralische Widersprüche und solche Probleme werden dabei für das gemeine Volk einfach mit zusammengelogener Propaganda von den Spin-Doktoren der Massnmedien zugkleistert.

      1. Ich weiß nicht, wie sich z. B. der Krieg in Afghanistan und Irak rechnen soll.
        http://de.statista.com/statistik/daten/studie/173138/umfrage/kriegskosten-der-usa-im-irak-und-afghanistan/
        Wieviel Öl und Gas muss man denn rauben, um in die Gewinnzone zu kommen?
        Es gibt im Prinzip nur eine Gruppe, der es scheißegal ist, wenn die Sozialsysteme der westlichen Wertegemeinschaft zusammenbrechen, und die staatlichen Schuldenberge ins unermessliche steigen, daß ist die amerikanische Mafia, die ja, wie wir wissen, ihre Kohle schon lange in die Realwirtschaft investiert hat.
        Hier müßte man mal genauer hingucken, und noch was, dieser Obama, einer meiner Kater trägt auch diesen Namen, der andere heißt Christian, das nur nebenbei, also dieser Obama muß aufpassen, irgend ein „Einzeltäter“ könnte ihm ne Kugel verpassen, wenn er weiter so Zicken macht.
        Die Mafia kennt da keine Gnade.
        Beste Grüße aus dem Hunsrück,

      2. @Hunsrücker
        Die Kriege gegen Afghanistan und Irak rechnen sich für das NATO-Empire gar nicht. Da sind dem Empire die Kosten über die Jahre so aus dem Ruder gelaufen, dass das Empire durch die Kosten inzwischen schwer angeschlagen ist.

        Beim Krieg gegen Libyen ist das jedoch bislang anders. Da hat das Empire einen nur wenige Milliarden Dollar kostenden Billigkrieg geführt, anstatt eigene teure NATO-Soldaten zur Besatzung zu schicken, den rechtsextremen Rand der Bevölkerung des Landes als beinahe kostenlose Söldner für die eigene Re-Kolonialisierung kämpfen lassen. Und da bürdet das Empire dem Opfer der Aggresssion einfach die Kriegskosten auf – der beschlagnahmte libysche Staatsfond bezahlt die Bomben und Bomber des Empires, mit denen Libyen rekolonialisiert wurde, und Öl, Gas und Absatzmärkte kommen als Profit noch drauf. China und Russland wurden aus Libyen rausgerängt, NATO-Staaten kommen rein. So ist Angriffskrieg erstmal profitabel.

        Problematisch wird es mit dem Return on Investment bloß, wenn der Krieg gegen Libyen sich zum umfassenden und langwierigen Sahara-Krieg entwickelt. Genau das passiert offenbar gerade.

        Und das Empire kommt um den erstmal nur Kosten versprechenden Sahara-Krieg einerseits nicht ganz drumherum, weil sonst beispielsweise Resourcen die Empires wie die Uranversorgung Frankreichs gefährdet sind. Andererseits kann das Empire die Sahara jedoch auch als militärischen Ausgangspunkt nehmen, um China mit dem Mittel der Militarisierung aus allen Staaten der Region rauszuhalten.

        Eine kurze Nachricht der NATO an die jeweiligen Staatsführer dürfte dazu reichen: Lieber Staatsführer, wenn du jenes lukrative Projekt an China anstatt an und gibst, dann werden wir bei dir nicht mehr mit unserem Militär für Ruhe sorgen. Gibst du China dieses lukrative Projekt, so rechne damit, dass die NATO dir nicht zuhilfe kommt, wenn meuternde Offiziere dich wegputschen oder wahhabitische Jihadisten dir den Kopf abschneiden. Wie du sicher weist, hat China keine internationale Interventionsarmee, die deinen Kopf in so einem Fall retten könnte, und unsere NATO-Freunde sind extrem professionell darin, solch unerfreulichen Ereignisse wie Putsche und Jihadi-Terror zu organisieren. Also, lieber afrikanischer Staatsführer: wem gibst du das lukrative Projekt, uns von der NATO oder der preisgünstigen Konkurrenz aus China? Wenn dir dein Kopf lieb ist, wähle die NATO.

        Insofern ist die von NATO-Staaten verfolgte Strategie der Militarisierung Afrikas ein System zur Schutzgelderpressung. Das war in der Vergangenheit auch sehr lukrativ.

        Problematisch wird der Return on Investment, wenn prinzipieller Widerstand gegen das NATO-Schutzgeldsystem entsteht, dessen Bekämpfung die NATO mehr kostet als ihr das Schutzgeldsystem einbringt, etwa so wie der von Iran organisierte Widerstand. Dann kann sich so ein Schutzgeldsystem in eine teure Kostenfalle für den Erpresser verwandeln, etwa so wie es der NATO in Irak und Afghanistan gegangen ist, wo der Iran dem Widerstand gegen das Schutzgeldsyndikat NATO etwas auf die Beine hilft.

  2. Die Grand Nation und Grand Mère de la Domination Coloniale betreibt in und um Mali nicht nur Uranbergbau und die übliche „post“-koloniale Rohstoffauspressung allgemein, sondern auch direkten Geldbergbau mittels CFA-Zone.

    Wäre ich Präsident des französischen Haushalts und würde mir meine Konto-Auszüge & Portemonnaie so anschauen, würde die riesige CFA-Zone für mich wahrscheinlich noch schwerer wiegen als Uran. Immerhin arbeiten dort kontinuierlich Millionen an Humankapital für’s Grand Budget, mit Zins und Zinseszins (Kleinunternehmer in Mali zahlen um die 30%), wenn auch eher arme Menschen, die zwar individuell keine großen Oboli beitragen können – doch da zur Erlangung eines Präsidialamts meist Jahre realpolitischer Übungen in Kotau machen bei simultanem Wadenbeissen, Einschleimen und nach hinten Austreten von Nöten sind, und ein fertiger President somit fast unumgänglich insgeheim zynische Ansichten und nationalen Chauvinismus* en masse cultiviert haben wird, würde ich mir als solcher evtl. privat sagen: „Kleinvieh macht auch Mist – wenn es in Massen gehalten wird.“

    * Nicolas-Chauvin-Chanson: „Je suis Français, je suis Chauvin, je tape sur le bedouin“

  3. Meines Erachtens wird hier eines komplett übersehen, der Charakter von Kriegen im Kapitalismus.
    Letztlich passiert nämlich folgendes, die Ausgaben für Waffen und Munition bezahlt die Öffentlichkeit an die Produzenten ,und die sind im Unterschied zu einem hyphotetischen „sozialistischen“ Krieg Privatunternehmer. Und wer denkt selbst in einem „Verteidigungsfall“ würde es dafür „Rabatte“ geben irrt gewaltig. Beispiel: die USA musste „Ihren“ Krieg gegen Japan und Deutschland mit Kriegsanleihen führen die im Grunde ausnahmslos in Privattaschen wanderten.
    Es ist also völlig egal wie Bankrott der Westen aus solchen Abenteuern hervorgeht, die Kapitalisten gewinnen immer -selbstredend auch gehen auch die ausgeplünderten Ressourcen „zurück“ in Privat (kapitalisten) hände. Die öffentliche Seite bleibt auch dabei mehr oder weniger unberücksichtigt – Refinanzierung ausgeschlossen. Der grosse Rechenfehler der Kapitalisten ist dabei, schwache Staaten sind leicht zu destabilisieren und gefährden den inneren Frieden der „Staatsgebilde“ wo sie letztendlich, wenigstens bei einer totalen „Lösung“ ihren Arsch riskieren (die andere heißt Faschismus). Aber „soweit“ blickt der auf (schnelle) Maximalprofite orientierte Kapitalist idR. nicht.
    Und solange die Formel öffentliche Ausgaben -private Gewinne weiter aufgeht und ihre Ärsche nicht gefährdet sind, wird das immer so weiter gehen.
    Die einzige Gemeinsamkeit zwischen imperialistischen und sozialistischen Kriegen – es sterben Menschen dafür muss auch die „Öffentlichkeit“ hinhalten -nur die einen für ihre Freiheit und die anderen fürs Kapital …

  4. @Dominik
    Danke für den Hinweis. Ja, natürlich. Die Macht der Kriegs- und Spannungsprofiteure (Z.B. Eigentümer, Manager und Kreditgeber von Rüstungs- und Söldnerfirmen) erklärt die spezifische Aggressivität kapitalistischer Regimes. Sie sind umso aggressiver, je mehr Einfluss Kriegs- Spannungsprofiteure auf Entscheidungen zum Krieg haben, denn für Kriegsprofiteure bedeutet der Beginn des Krieges den persönlichen Sieg, gleich wie der Krieg ausgeht.

    Es gibt aber auch mächtige Interessengruppen, für die der Einsatz staatlicher Mittel für Krieg anstelle für andere Zwecke, Straßenbau zum Beispiel, finanzielle Nachteile bedeutet. Ist absehbar, dass der Krieg so intensiv wird, dass er eine Rezession und Wirtschaftskrise – bedingt durch den Transfer von viel Vermögen zu einigen Kriegsprofiteuren wird oft die WIrtschaft abgewürgt – auslöst, so kann sich durchaus sehr mächtiger kapitalistischer Druck gegen so einen Krieg aufbauen.

    So richtig gefährlich wird die Lobby der Kriegsprofiteure, wenn sie eine glaubwürdige Perspektive zeigen kann, dass es im Staatssystem des kapitalistischen Aggressors – in finanzieller Hinsicht – keine heimischen Kriegsverlierer, sondern nur Gewinner geben wird. Das ist dann der Fall, wenn dem angegriffenen Staat die Kriegskosten voraussichtlich aufgebürdet werden können, natürlich einschließlich eines saftigen Profits und oft jahrzehntelanger Schuldknechtschaft.

    Angriffskrieg wird im Kapitalismus insofern als profit-versprechende Investment-Gelegenheit begonnen – besonders deutlich zu sehen in Bezug auf Ölstaaten wie Irak und Libyen. Erfolgreicher imperialistischer Angriffskrieg finanziert sich duch die Ausplünderung der angegriffenen und besiegten Länder für die Aggressoren quasi von selbst.

    Im kapitalistischen System gibt es für solche in jeder Hinsicht profitablen Kriege mächtige Kräfte von Kriegsprofiteuren und keine kapitalistischen Gegenkräfte, woraus sich die besondere Aggressivität bezüglich solch lohnender Kriegsziele ergibt. Bei Angriffszielen, wo es „nichts zu holen“ gibt, wie in Somalia, hat das kapitalistische System plötzlich eine ganz andere Einstellung zu Krieg. Kei kapitalistischer Staat hat vor, nach Somalia 250.000 Soldaten zu schicken, so wie sie das mit Irak gemacht haben. Die Kriegsprofiteure würden sich da zwar freuen, aber das Investment „Somalia-Krieg“ erscheint nicht profitabel.

  5. Auch @ Dominik
    (Hatte das schon vor’n paar Tagen vorbereitet; dann kam lange Stromausfall. Das folgende kommt mir nicht ganz kohärent vor, aber ein paar Perlen sind sicherlich drin. Also…)

    Das stimmt: „Es ist also völlig egal wie Bankrott der Westen aus solchen Abenteuern hervorgeht, die Kapitalisten gewinnen immer (..).“
    Das weiß auch wahrscheinlich der französische und andere Regierungsvorsitzende, wobei je nach Persönlichkeit und Umständen verschieden ist, in welchem Maße Solche mehr im „nationalen“ Interesse zu handeln vermeinen, oder eher im notdürftig verdeckten Interesse der supranationalen Kapital-Eliten, denen sie selbst ebenso anzugehören vermeinen. So ein nationaler President muß sich allerdings zumindest den Anschein geben, einigermaßen im Interesse der Nation oder der Allgemeinheit („humanitär“) und im Rahmen des geltenden Rechts zu handeln, wenn auch bei den ganzen „Bankenrettungen“ und Privatisierungen (= Volksenteignungen) nur noch fadenscheinig.
    Eine andere Einschränkung für die kapitalmächtigen Konfliktprofiteure, obwohl der Ausgang _normaler_ Kriege für die Kapital-Magnaten profitmäßig fast egal ist, brauchen auch die Plutokraten erstmal noch genügend „westliche“ Power, um sie überhaupt als Kriegsparteien gebrauchen zu können, von daher kommt der „westliche“ Niedergang ihnen wahrscheinlich viel zu früh und sie könnten den „Westen“ noch nicht bankrott geben.

    Doch auch die supranationalen Plutokraten können sich in ihrer Gier fatal verschlucken und müssten vorsichtig sein, denn wenn sie versehentlich die Welt entflammen oder sie beim Versuch, kontrolliert abzubrennen total entfacht, wird es auch für ihr Kapital keinen sicheren Platz mehr geben.
    „Aber “soweit” blickt der auf (schnelle) Maximalprofite orientierte Kapitalist idR. nicht.“.

    Weil diese allerdings momentan so schlingen, als sei es ihr Henkersmahl, als gäbe es kein Morgen und nur „The Day after Tomorrow“, und sie WISSEN, dass das auch für sie nicht mehr lange so geht (weitere Erklärung sh. unten + https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2013/02/11/zionistische-siedler-lobby-wutet-weiter-gegen-barack-obama/#comment-9924 ), und die trotzdem Kriegsprofitmaschine bis über den Anschlag anheizen wollen, obwohl sie wissen, dass auch supranational aufgestellte Akteure sich einem globalen Feuer nicht entziehen können, bleibt mir dabei als letzte Gewissheit als Grundlage deren mit Krieg kalkulierenden „Kapitalismus'“ nur der Größenwahnsinn und wahnsinnige Angst vor Vergeltung (deswegen bräuchten sie Amnestie) als Motiv übrig.

    Diesem Wahnsinn liegen zugrunde:

    – ein Überlegenheits-, Unfehlbar- und Unbesiegbarkeitsdünkel, kultiviert in Jahrtausenden der Standesherrschaft, und nach der Aristokratie ideell von ihren geistigen Nachfolgern, den Kapital-Plutokraten und „Danistakraten“ direkt und fast komplett übernommen: „Wir sind die Herren der Welt. Sieh nur, wie sich seit Zeiten fast alle Anderen an der Nase herumführen lassen. Wir sind den normalen Menschen inhärent konstant haushoch überlegen. Wir sind reich, weil wir inhärent klüger, wissender und realistischer sind, als die anderen Menschen. Die anderen Menschen sind nicht so viel wert wie ich oder „wir“.“

    – aus solchem Wahn-Glauben an die beinah grenzenlose eigene Überlegenheit: Vermutlich eine Art pseudo-eschatologischer-apokalyptischer-messianistischer Endsiegglaube ala „Wir müssen die Welt in Asche legen, damit der verheißene Phoenix daraus erstehen kann“ oder „einmal noch machen wir’s ganz dicke, die große, letzte Krise, um maximalen Profit drauszuschlagen, danach werden wir die unangefochtenen Herren“ (…denn die Damen u. Herren Krieg-um-Profite-Betreiber werden auch wissen, das ein zu großer Krieg, wie er mit den modernen Waffen möglich ist, wegen zu großer allseitiger Zerstörung keine sicheren Gewinne mehr bringen würde, denn die Plutokraten sind natürlich supranational aufgestellt, was ihnen aber bei global wirksamen modernen Kriegen auch keine eigene Sicherheit mehr garantieren kann. Zu viele, große militärische Kriege lägen überhalb ihres Vermögens, sie unter Kontrolle zu halten. Wenn zu großes Kriegs-Chaos ausbräche, könnten sie ihr „Kapital“ auch nicht mehr schützen, weil unter totalem Zusammenbruch der Rechtstaatlichkeit und Exekutive ihre Kapitalobjekte nicht mehr zu schützen wären; ergo bräuchten sie eine kontollierbare radikale Bevölkerungsreduktion global, bevor durch Proliferation neuer Technologien ihre Informationshoheit und Übermachtsbasis unter-miniert wird, jedoch erst nachdem die Technologien und materielle Basis bei ihnen genügend angehäuft wären, um sich komfortabel und sicher ‚verteidigen‘ zu können (vermutlich praktikable Service- u. Kriegs-Robotertechnologie, Drohnen, „“Non-Lethal ;)““(-hängt nur davon ab, wie stark man sie Dinger aufdreht und kombiniert)-Crowd-Control-Weapons (z.B. Mikrowellen, Blendlaser uvm.) und Massenmanipulationstechnologien)),
    – letztlich zugrundeliegend einfach extreme Gier, Angst-Trotz-Wut, Hass, Verachtung, Dummheit.

    Deshalb regiert unter dem halb*-rationalen („Die Welt ist ein Schachbrett“ (auf dem Rücken von Milliarden von Bauern)-, „Survival of the fittest – „Wir oder die“) – „Elite“-Gedöhns“ offensichtlich der blanke Wahnsinn, im passenden Gewande eines extrem-kapitalistischen Ausbeutungs- und Ausbeuten-Lassens-Konkurrenz-Systems. Das lässt dennoch hoffen, denn auch raffiniertester Wahnsinn kann aus den ihm immanenten Verblendungen heraus die Wirklichkeit nicht klar prognostizeren.
    …hierzu ein Zitat von kosh: https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2013/02/11/zionistische-siedler-lobby-wutet-weiter-gegen-barack-obama/#comment-9938
    „Ihr habt Euch umgeben mit Nieten in Nadelstreifen und klopft Euch unablässig gegenseitig auf die Schultern. Solange bis ein jeder von Euch an die PRophezeiung des zionistischen Endsiegs glaubt.“ Wer so von eigener Überlegenheit überzeugt ist wie die Plutokraten (hier in zionistischer Couleur karikiert), wird sich
    sicher wähnen, wenn ein kleiner Jüngling seine unscheinbare Steinschleuder bereit macht oder ein kleines nach Ghandi aussehendes Männlein daherkommt und sogar beim listigen Anschleichen an einen erwachenden Riesen wie China wahnsinnig cool bleiben, obwohl das nicht nur der Aussichtslosigkeit halber ein Wahnsinn ist: Wenn zwei Riesen auf der Weltinsel sich streiten kann das „tapfere Schneiderlein“ dabei locker zertrampelt werden, auch wenn das fädenspinnende Marionettenspielerlein sicherheitshalber auf beide gewettet hat und beiden souffliert, und wenn es sich auf’s Dach des Riesenhauses (in diesem Fall der Erde) geflüchtet hätte, würde es beim Einsturz desselben mitbegraben werden, zumal es an seinen Intrigen-Fäden mit drin hängt.

    * „halbrational“, weil sich solche Simpelthesen wie „Survival of the fittest“ nicht mit wissenschaftlicher Naturbeobachtung unter einen Hut bringen lassen, schließlich gibt es überall in der Natur neben Konkurrenz auch Kooperation (z.B. Symbiosen) .
    Selbstverständlich: Wenn man Anderen oder der Gesellschaft insgesamt echt hilft, dann hilft man letztlich auch sich selbst, und das könnte zynisch als „egoistisch“ wegzudiskutieren versucht werden, wenn es sich nicht gezeigt hätte, dass beim Menschen sinnvolle qualitative Fortschritte nur in kooperativer Arbeitsteilung bei Informationszugänglichkeit & Chancengleichheit durch Kooperation erreichbar waren (auch ein „Genie“ baut fast immer auf Vorarbeiten anderer auf und braucht eine sozial erstellte Infrastruktur zu seiner Pflege).
    Welch ein Wahnsinn somit, nur zum eigenen „Profit“ — wo sich Glück noch nicht mal monetär-kapitalistisch messen oder gar durch Ultra-Luxus-Kapitalvermögen erzeugen lässt! — sich voll auf letztlich destruktive Übermacht-Wettkampf-Ideologien einzulassen, statt auf konstruktive Kooperation zum langfristigen Gemeinwohl Aller zu bauen.

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