Nutzt Israel den türkischen EU-Beitrittswunsch als Druckmittel gegen Erdogan?

Bei der Suche danach, was die türkische Regierung geritten hat, hat das Parteibuch aufgezeigt, dass ein unabhängiges Syrien der Türkei bei der Wiedererrichtung eines großosmanischen Reiches im Wege stand, dass die türkische Regierung von anti-schiitischen Ressentiments gtrieben ist, und dass die türkische Regierung, nachdem sie sich in Syrien eines heimtückischen mehrtausendfachen Brudermordes schuldig gemacht hat, ihren einzigen Ausweg in der Flucht nach vorn, also der Vollendung des Mordes und Regierungssturzes in Syrien, um für das Verbrechen nicht bestraft, sondern belohnt zu werden, ansieht.

Das Alles ist nicht falsch, doch ein Aspekt kam in der Betrachtung des plötzlichen Umschwunges der unter Anderem auf regionaler Freundschaft mit Syrien und Iran beruhenden türkischen Null-Problem-Außenpolitik zur gegenwärtigen aggressiven Politik gegen Syrien zu kurz: nämlich das türkische Ziel, der EU beizutreten. Da die EU kein sonderlich großes Interesse daran hat, gegenüber Syrien eine kostspielige Regime-Change-Politik zu verfolgen, kann der Zusammenhang zwischen den türkischen EU-Beitrittsbemühungen und der aggressiven türkischen Politik gegenüber Syrien, Irak und Iran leicht übersehen werden, doch es gibt da einen Zusammenhang, der nicht zu vernachlässigen ist.

Die türkische Regierung hat sich seit dem Amtsantritt von Barack Obama mit scharfer Kritik an den Verbrechen des zionistsichen Apartheidregimes und der Bekundung von Freundschaft gegenüber dem Iran hervorgetan. An Erdogans scharfe Kritik an Peres im Januar 2009 in Davos, der türksiche Versuch, mit der Mavi Marmara die Blockade von Gaza zu brechen, den türkischen Film „Tal der Wölfe – Palästina“ und die Israel verhasste türkische Vermittlung beim Versuch, gegen den Iran unter dem Vorwand seines Atomprogrammes Sanktionen zu verhängen, sei da beispielsweise erinnert. Keine Frage: Israel war deswegen richtig wütend auf die Türkei.

Im Oktober 2009 berichtete der Guardian in einem aufsehenerregenden Artikel, Israel habe die Türkei deswegen gewarnt, Erdogan riskiere mit seiner Kritik an Israel, die Beziehungen der Türkei zu den USA zu beschädigen, und Erdogan habe darauf geantwortet, dass das nicht möglich sei, denn die amerikanische Außenpolitik werde nicht von Israel diktiert. Erdogans Antwort war ein sehr klares Zeichen dafür, dass er bei seiner harschen Kritik an den Verbrechen Israels und seinem Widerstand gegen eine von Israel diktierte Iranfeindlichkeit Rückendeckung von Barack Obama persönlich hatte, er bei seiner scharfen Kritik an Israel geradezu als Sprachrohr von Barack Obama fungierte, der es sich aufgrund der Macht der Israel-Lobby in den USA selbst nicht erlauben konnte, Israel scharf zu kritisieren.

Und tatsächlich ist die Rechnung für Erdogan in gewisser Weise aufgegangen: Seine scharfe Kritik an israelischen Verbrechen hat ihm hohe Popularität in der Türkei und in der arabischen Welt verschafft, und Barack Obama hat ihn davor geschützt, dass die Israel-Lobby zur Strafe die Beziehungen der USA zur Türkei zerstören konnte.

Was Barack Obama aber nicht verhindern konnte, war jedoch, dass Israel und seine Lobby die Beitrittsverhandlungen der Türkei mit der EU nach Kräften sabotierte. Um mit den Beitrittsverhandlungen in den verschiedenden Themenbereichen voranzukommen, braucht die Türkei jeweils die Zustimmung aller EU-Mitglieder. Um die türkischen Pläne eines Beitritts in die EU zu frustrieren, muss es die Israel-Lobby als jeweils bloß immer schaffen, die Regierung eines einzigen Mitgliedsllandes dazu zu bringen, aufgrund von vorgeschobenen sachlichen Gründen mit „Nein“ zu stimmen. So mächtig wie die Israel-Lobby in Europa ist, insbesondere in Frankrich, Deutschland ud Britannien, wo die Israel-Lobby mit ihrer medialen Macht praktisch nach Belieben Regierungen stürzen kann, aber auch in Zypern, wo Israel einer der wichtigsten Investoren ist, kann die Türkei sich bemühen wie sie will: wenn Israel das nicht will, kommt die Türkei nie in die EU.

Sollte Erdogan geglaubt haben, sie könnte gegen den Willen von Israel Mitglied der EU werden, beispielsweise weil das im Interesse der EU liegt oder die Türkei Rückendeckung von Obama hat, dann könnte er die Möglichkeiten Obamas überschätzt und die Macht der Israel-Lobby unterschätzt haben. Man muss nicht weit denken, um zu erkennen, was Israel von der Türkei verlangt haben könnte, um Israel dazu zu bewegen, wieder Vertrauen in die Demütigkeit der Türkei gegenüber Israel zu gewinnen, sodass Israel damit einverstanden ist, dass die Türkei in die EU kommt. Wenn Erdogan die mit ihm befreundeten Regierungen in Syrien und Iran verrät, er seinen Bruder Assad ermordet, und die Türkei den USA, der NATO und der EU bei der Installation von von pro-israelischen westlichen Kräften kontrollierten Regimes in Syrien, im Irak und im Iran hilft, so wären das sicherlich türkische „Vertrauensbeweise“, die bei Israel hoch im Kurs stehen würden. Die heimliche Zusammenarbeit der Türkei mit Israel beim Versuch des Regime Changes in Syrien spricht dafür, dass es so einen türksich-israelischen Deal, implizit oder explizit, gegeben haben könnte, zumindest bis Israel durch den Bombenangriff in Syrien das türkische Erdgan-Regime öffentlich als Kollaborateur mit Israel bloßgestellt hat.

Wenn Erdogan sich heute bitterlich darüber beschwert, es sei unverzeihbar, dass die EU die Türkei seit Jahrzehnten um den Beitritt betteln lässt, und der EU-Beitritt der Türkei nun immer noch nicht vorankommt, dann spricht er nicht nur mit der Stimme eines lange hingehaltenden Bewerbers, sondern auch mit der Verbitterung eines verratenen Verräters. Natürlich hat das zionistsiche Regime ändert der Verrat von Erdogan nichts daran, dass Israel die Türkei nicht in der EU sehen will, denn wäre eine demokratische Türkei in der EU drin, wäre das Druckmittel der Sabotage der Beitrittsverhandlungen weg, und die türkische Bevölkerung würde trotzdem keine Liebe für das zionistische Apartheidregime empfinden.

Die Erdogan mit der anhaltenden Blockade des türkischen EU-Beitritts und seiner Bloßstellung durch den israelischen Bombenangriff auf Syrien erteilte Lektion dürfte schmerzhaft für Erdogan sein: Israel liebt den Verrat, nicht den Verräter.

5 Gedanken zu “Nutzt Israel den türkischen EU-Beitrittswunsch als Druckmittel gegen Erdogan?

  1. Da käme früher die Ukraine in diee EU, bevor das Erdogan gelingt, denn niemand in der EU ist für ein derart faschistoides System parat, wie es gerade Erdogan repräsentiert,
    Erdogan hätte auch wieder Advancen das Israel unter seine Fittiche zu kriegen.

  2. hahahahha…guten morgen…sonst noch irgndwelche hirngespinnste , ohne eine begründung oder tatsache ? hahahah… die türkei muss und wird syrien bestrafen , weil sie 30 jahre lang türkische zivilisten ermordet haben mit hilfe der pkk …so einfach ist das …man braucht nicht so weit in die unendlichen weiten der phantasie und verschwörungstheorien zu tauchen… sie scheinen vor lauter anti-türkismus auf alles aufzuspringen , das ihren türkenhass nur bestätigt !… sie armer faschist … es ist so weit gekommen ,. das die friedlichsten und gerechtesten menschen auf dem kontinent europa ., als faschisten tituliert werden ..und die wahren mörder und menschenhasser ..sich demokraten und aufgeklärt nennen dürfen…dieses lügengebilde ist schon zusammengebrochen , und die ganze welt sieht es ..nur der dumme michel …glaubt gehorsam daran …. so wart ihr auch 1933 !🙂

    1. – … türkei muss und wird syrien bestrafen , weil … die friedlichsten … menschen auf dem kontinent europa … sich demokraten und aufgeklärt nennen …

      Fürwahr, so ist es – nieder mit dem Bergtürken!

      Die Amis auf Kurs
      kosh

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