General Vahidi eröffnet Massenproduktion von leistungsfähigen Luftverteidigungssystemen

Wie Press TV am heutigen Sonntag mitteilte, hat der iranische Verteidigungsminister Brigadegeneral Ahmad Vahidi die erste Produktionslinie des indigenen iranischen Luftabwehrsystems „Ya Zahra“ eröffnet, und dabei auch auf die Massenproduktion des Luftverteidigungssystems Mersad“ hingewiesen. Wenn „Ya Zahra“ und „Mersad“ so halbwegs halten, was man sich davon versprechen darf, dann ist das das, was die US-Amerikaner als „Game Changer“ bezeichnen.

Press TV erklärt, das Luftverteidigungssystem Ya Zahra sei im November 2012 beim Manöver Modafe’an-e Aseman-e Velayat 4 bereits erfolgreich getestet worden. Anlässlich dieses Manövers berichteten ausländische Medien wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua, bei den vom Iran im Manöver getesteten Luftverteidigungssystemen handele es sich um eine Art modernisierter S-200-Systeme.

Um zu verstehen, um was es bei „Ya Zahra“ und „Mersad“ geht, ist ein Blick in den Wikipedia-Artikel zum sowjetischen Luftverteidigungssystem S-200 aufschlussreich, das vor rund 45 Jahren offiziell in die Bestände der sowjetischen Truppen aufgenommen wurde.

– Ziele mit einer Geschwindigkeit von 3.500 km/h in 5 bis 35 km Höhe und einer Entfernung von 150 km abzufangen

Das Nachfolgesystem ist das S-300.

Der wesentliche Punkt des raketenbasierten Luftverteidigungssystems S-200 ist, dass die Raketen viel schneller und höher fliegen, als es in absehbarer Zeit von einem irgendeinem Kampfflugzeug zu erwarten ist. In ausreichender Zahl haben solche Raketen das Potenzial, jede angreifende Flotte von Kampffliegern am Himmel in einen Haufen Schrott zu verwandeln. Worum es bei der Modernisierung der S-200 in den letzten Jahrzehnten ging, war, die Systeme treffgenauer, schneller, kleiner, mobiler, handhabbarer, billiger und so weiter zu machen, aber im Prinzip sind die modernen russischen S-300 un S-400-Systeme nichts anderes als weiterentwickelte S-200-Systeme.

Um eine Idee davon zu bekommen, wie leistungfähig die neu entwickelten iranischen Luftverteidigungssysteme wohl sein könnten, die nun in Massenproduktion gehen, kann man sich die bekannten Fähigkeiten des Iran anschauen. Was der Iran in den letzten Jahren in Bezug auf Raketentechnik bewiesen hat, ist, dass der Iran Satelliten ins Weltall befördern kann. Die dazu verwendeten Raketen fiegen auf jeden Fall viel schneller und höher als jedes heute denkbare Kampfflugzeug, auch wenn die iranische Weltraumtechnik bislang lediglich niedrige Erdumlaufbahnen erreicht hat. Mit der Landung der US-Hi-Tech-Drohne RQ-170 hat der Iran außerdem bewiesen, dass er etwas von Tarnkappentechnologie, Zielanvisierung und elektronischer Kampfführung am Himmel versteht. Die Idee, dass der Iran in der Lage ist, solche vom Iran nachgewiesenermaßen beherrschten Technologien etwas für seine Luftabwehrraketen zu nutzen, ist naheliegend. Es darf davon ausgegangen werden, dass der Iran mit seinen neuen Luftabwehrsysteme in der Lage ist, beliebige bemannte und unbemannte Flugzeuge vom Himmel zu holen. Technisch fraglich bei den neuen Luftabwehrsystemen des Iran dürfte lediglich sein, inwieweit damit auch – etwa wie mit russischen S-300 und S-400-Systemen oder dem neuen „Raketenschirm“ der NATO – angreifende Raketen abgewehrt werden können. Beliebige Flugzeuge und Drohnen sollten sich damit vom Himmel holen lassen können.

Um zu begreifen, was ein massenproduziertes iranisches System bedeutet, das beliebige Flugzeuge vom Himmel holen kann, mag man einen Blick auf die Einsatzszenarien werfen. Der erste und offensichtlichste Fall ist natürlich, das der Iran damit seine nuklearen Anlagen gegen Bombenangriffe seitens der USA und Israels schützt. Wenn der Iran über Luftverteidigungssysteme in ausreichender Qualität und Quantität verfügt, sind sämtliche Drohungen, den Iran unter dem Vorwand der Ablehung seines friedlichen Atomprogrammes zu bombardieren, noch leereres Geschwätz als sie es heute schon sind.

Aber selbstverständlich müssen bei der Betrachtung der sich durch in Massen produzierte leistungsfähige Luftabwehrsysteme auch die Bündnisverpflichtungen des Iran in Betracht gezogen werden. Mit Syrien hat der Iran einen Verteidigungsvertrag auf Gegenseitigkeit, und so ist es nur logisch, wenn neu entwickelte iranische Luftverteidigungssysteme auch zum Schutz des syrischen Luftraumes eingesetzt würden. Russland hat Syrien kürzlich die Lieferung von S-300-Systemen an Syrien aufgrund von Druck aus Israel verweigert. Israel hatte Besorgnis, diese S-300-Systme könnten in die Hände der libanesischen Widerstandsbewegung Hisbollah geraten. Der Iran hingegen wird sich solchem Druck aus Israel sicher nicht beugen.

Selbstverständlich könnte der Iran neu entwickelte Luftverteidigungssysteme auch an Hisbollah weitergeben, um zukünftig Verletzungen des libanesischen Luftraumes durch das zionistische Regime zu verhindern. Wenn das iranische System funktioniert, könnten die Bewohner des Südlibanon und von Südbeirut aufatmen, dass ihre Wohngegenden zukünftig nicht mehr von einem zionistischen Regime, das der Dahiya-Doktrin folgt, in Schutt und Asche gelegt werden können.

Und natürlich liegt es auch nahe, dass der Iran dem Irak, der, wie Regierungsberater Ali Akbar Velayati kürzlich gesagt hat, wie Syrien ud der Libanon mit dem Iran in der Achse des Widerstandes verbunden ist, leistungsfähige Luftverteidigungssysteme zur Verfügung stellt, die der Irak dringend braucht, um Luftangriffe eines faschistischen NATO-Staates auf Regionen im Norden des Landes abwehren zu können.

Doch auch damit sind die strategischn Auswirkungen einer Massenproduktion eines leitungsfähigen ianischen Luftabwehrsystems nicht ausreichend beschrieben. So könnten sicherlich die Palästinenser in Gaza und der Sudan einen vernünftigen Schutz gegen Luftangriffe des zionistischen Regimes auch mehr als nur gut gebrauchen. Und den vielen Menschen, die von den USA und US-Lakaien in Staaten wie Afghanistan, Pakistan, Jemen, Somalia und so weiter und so fort mit mörderischen Drohnenangriffen terrorisiert werden, geht es sicher kaum anders.

Die Nachricht, dass der Iran leistungsfähige Luftabwehrsystme in großer Quantität und Qualität produzieren kann, um die fürchterlichen Verbrechen des Angriffskriegsbündnisses „Westliche Wertegemeinschaft“ bald stoppen zu können, klingt zu gut, um wahr zu sein. Der Iran hat das Potenzial und die Technologie dazu. Natürlich ist es nicht sicher, dass es bald soweit ist. Aber es gibt die begründete Hoffnung, dass eine weiträumige No-Fly-Zone für die Terroristen von NATO, GCC und Israhell bald Realität werden wird.

Was derweil bleibt, ist zu beten, dass der Iran leistungsfähige Luftverteidigungssysteme bald in Massen produziert und die Partei Gottes gewinnen wird.

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