Französische Luftangriffe in Mali treffen Zivilisten

Ein Bericht von Press TV legt die Vermutung nahe, dass den vom Tschad aus geflogenen Luftangriffen des französischen Warlords Hollande in Mali viele am Konflikt unbeteiligte Zivilisten zum Opfer fallen.

Nachfolgend eine Grobübersetzung eines Auszuges aus einem PressTV-Artikel vom frühen Sonntag morgen:

Französische Jets nehmen Mali nter Beschuss, viele Zivilisten getötet

Französische Flugzeuge nahmen Mali den zweiten Tag in Folge unter Beschuss und töteten dabei einige Bewaffnete sowie eine große Anzahl von Zivilisten, sagt eine malische Rebellengruppe.

Ein Sprecher einer der malischen Rebellengruppen, Ansar Dine, sagte am Samstag, dass nur fünf der durch die französischen Luftangriffe getöteten Personen Mitglieder der Gruppe gewesen seien.

Wie dem auch sei, die französischen Bombardierungen überwältigten die Krankenhäuser der Stadt Konna mit Verletzten ud Toten, viele avon Frauen, Kinder und alte Menschen, wie der Sprecher von Ansar Dine sagte.

Ein Einwohner der nördlichen Stadt Gao sagte auch, die Krankenhäuser in seiner Stadt seien voll mit Verwundeten und Toten.

Human Rights Watch sagte, 10 Zivilisten, einschließlich dreier Kinder, kamen während der Luftangriffe ums Leben.

„Einwohner von Konna sagten Human Rights Watch, etwa 10 Zivilisten seien bei den Kämpfen getötet worden, einschließlich 3 Kinder, die ertrunken sind, als sie versuchten, den Fluss zu durchqueren, um sich in Sicherheit zu bringen,“ sagte Corinne Dufka, leitende Afrika-Beauftragte von Human Rights Watch.

Nach den Massenmorden, die NATO-Staaten in den letzten Jahren unter anderem in Jugoslawien, Afghanistan, Irak, der Elfenbeinküste und Libyen verbrochen haben, verwundert es wenig, wenn sich das nun auch in Mali wiederholt.

Kriegsherr Francois Hollande räumte inzwischen zudem ein, dass bisher mindestens zwei Kämpfer der französischen Armee bei seinem Afrikafeldzug in Mali umgekommen sind. Die Armee malischer Kollaborateure mit der Kolonialmacht beklagt derweil Verluste in Höhe von 11 Toten und 60 Verwundeten in ihren Reihen.

12 Gedanken zu “Französische Luftangriffe in Mali treffen Zivilisten

  1. Ja welche Überraschung. Tote Zivilisten, wer hätte das denn gedacht. Und 11 Tote und 60 Verwundete bei der malischen Armee? Und ich dachte, gerade denen wollte doch Hollande dabei helfen, die bösen, bösen Islamisten loszuwerden….oder vielleicht doch nicht?

    1. Hallo Fatima

      Mir ist schon länger aufgefallen das inzwischen das wort „Islamist/Islamisten“ als schimpfwort missbraucht wird dabei bedeutet es „gottergebene/r“ für mich als muslime ist das schwer zu ertragen zumal das was diese terrorbanden tun rein gar nichts mit dem Islam zu tun hat .

      Man ist 100% gar kein Muslim mehr wenn man sich mit dem Feind verbündet um Muslime zu töten das ist eine todsünde das ist so das schlimmste überhaupt neben götzendienst für die ist die tiefste hölle bestimmt .

      Deshalb ist es schon eine frechheit diese terroristen und heuchler als islamisten zu bezeichnen .

      Nichts gegen dich Fatima aber ich versuche das immer wo ich kann das klarzustellen .

      MFG
      Hassan

      1. @ Hassan:

        Ich sehe, Alexander Illi ist mir zuvorgekommen, denn genauso ist es auch. Es war schlicht ironisch gemeint!

        Mir stinkt es nämlich genauso, dass ständig von „Dschihad“ bzw. „Dschihadisten“ geredet wird oder von „Islamisten“, was das vorige Unwort „Fundamentalist“ weitgehend abgelöst hat. Leider auch zuweilen von Leuten, die es zweifelsohne gut meinen. Daher muss man immer wieder daran erinnern, sonst entsteht ein falscher Eindruck.
        Es würde mich interessieren, wie die Reaktion der vielen afrikanischen Muslime in Frankreich selbst ist….

  2. Ganz klar: Hollande bombardiert Bevölkerung, hat seine Legitimität verloren und muss beseitigt werden. Wenn er Glück hat, kann er sich irgendwo ins Asyl retten und wird nicht auch noch brutal gepfählt. Gut, dass die NATO überall auf der Welt für Recht und Gerechtigkeit kämpft.

  3. Kann keinen wesentlichen Unterschied zwischen dem „Sozialisten“ Hollande und seinem Vorgänger Nekro-Sarko, dem Pfähler, erkennen.

    1. Wenn ich Mali isoliert betrachten würde, käme ich in Versuchung, Hollande’s Aktion als reine Verteidigung des Südens des Landes vor Extremisten zu sehen.

      So wird es den Meisten auch erscheinen, zumal ECOWAS, die malische Regierung, die Afrikanische Union und der UN-Sicherheitsrat alle dahinterstehen und es kaum eine andere Möglichkeit mehr zu geben scheint, da sich die fanatischen „Rebellen“ anzuschicken scheinen, auch den Rest Malis zu erobern, wovor im nominell christlich geprägten Süden des Landes und in den angrenzenden Ländern im Süden große Bedenken bestehen.

      Wenn ich mir allerdings klarmache und mich erinnere, dass erst seines Vorgängers Angriff auf Libyen die Rebellion, Militarisierung, Bewaffnung und Verzweiflung in Mali eingeleitet, ermöglicht und geradezu erzwungen hat, dann erscheint Hollandes Vorgehen in einem anderen Licht.
      (Die Partners in Libyan Crime aus Großbritannien haben der Grand Colonial Nation auch sofort wieder Unterstützung zugesagt)

      Von Hollande könnte es zum Teil eine Verzweiflungstat aus schlechtem Gewissen sein (in dubio pro reo, habe zu wenig Informationen, obwohl seine Aussagen zu Syrien wahnsinnig dumm oder brutal erscheinen), von Anderen wird das alles mit großer Wahrscheinlichkeit so eingeplant gewesen sein, da das auch für beiläufige Beobachter der Vorgänge in Libyen ( – ethnisch-rassistische Vertreibungen nach den NATO-Bombardements, Schmuggel von Waffen aus libyschen Armeebeständen und NATO-Al-Qaida-Rebellen-Ausrüstung etc.- ) sich abgezeichnet hatte und klar absehbar war.

      1. Einfach mal auf die Landkarte schauen: Ein strategisches Kalkül des französischen Afrika-Feldzuges könnte zum Beispiel darin bestehen, den Öl- und Gasquellen im Süden Algeriens militärisch näherzukommen, um diese in einer zweiten Kriegsphase zu erobern.

  4. Man beachte das Uran wo die bösen Tuareg gegen sind, ein gegen die Bevölkerung pro Konzerne eingeputschter PräserDent und Tuareg die ganz bösen waren doch in Libyen für Gaddafi … da müssen NATO Friedensbomben her

  5. @einparteibuch

    „Ein strategisches Kalkül des französischen Afrika-Feldzuges könnte zum Beispiel darin bestehen, den Öl- und Gasquellen im Süden Algeriens militärisch näherzukommen“

    Ja, oder noch naheliegender: den kürzlich genau in der nordmalischen Krisenregion befindlichen Ölvorkommen näherzukommen.

    Hier erfährt man noch einiges mehr von einem Mali-Insider. Der Ex-RAF-Terrorist Christof Wackernagel lebt seit neun Jahren in Mali.

    http://www.hintergrund.de/201301142408/politik/welt/mali-ein-doppelboediges-spiel.html

    Seine Darstellung der Rolle Gaddafis kann ich allerdings überhaupt nicht nachvollziehen. Er tut gerade so, als sei der große Pan-Afrikanist ein Drahtzieher hinter der Spaltung von Mali. Auch die Geschichte von Gaddafis „Schwarzen Söldnern“ aus Mali ist ja längst als Mythos entlarvt (allerdings gab es viele Gastarbeiter aus Mali).

    1. Danke, sehr interessant.

      Übrigens: „Hollande bombardiert Bevölkerung, hat seine Legitimität verloren und muss beseitigt werden. Wenn er Glück hat, kann er sich irgendwo ins Asyl retten und wird nicht auch noch brutal gepfählt.“ :-> Wenn’s nicht alles in Realität so tragisch wäre, dann LOOOOL

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