Analyse von Nachrichten aus Syrien – 11.01.2013

Der dritte Weltkrieg wird vor allem als Krieg gegen die Wahrheit geführt. Der Terror- und Propagandafeldzug der westlichen Wertegemeinschaft gegen Syrien ist da keine Ausnahme. Im Gegenteil: die nahezu gleichgeschaltete Lügenpropaganda der westlichen Wertegemeinschaft entführt die Gesellschaft in ein Spiegelkabinett von Illusionen, die es der Bevölkerung einschließlich großer Teile der kritischen Öffentlichkeit unmöglich machen, zu erkennen, was wirklich geschieht.

Nachfolgend seien deshalb einige Nachrichten aus und zu Syrien wiedergegeben und kommentiert.

Zunächst zur militärischen Lage. Die Massenverblödungsindustrie der Staaten westlichen Wertegemeinschaft fuhr in den letzten Tagen fort, von großartigen Erfolgen ihrer Terroristen in Syrien zu schwadronieren, und beklagte außerdem geichzeitig, dass ihr terroristischer Angriffskrieg gegen Syrien zu humanitären Notlagen in Syrien geführt hat. Die syrische Armee setzte in den letzten Tagen ihre Operationen zur Befreieung Syriens von den Terroristen der westlichen Wertegemeinschaft mit erhöhter Geschwindigkeit fort.

Das deutschsprachige zionistische Massenverblödungsorgan N-TV meldete am heutigen Freitag Morgen, die Terroristen der westlichen Wertegemeinschaft hätten den syrischen Luftwaffenstützpunkt Taftanaz „anscheinend“ erobert, die dort stationierten Soldaten seien geflohen, die Terroristen hätten rund 20 von der syrischen Armee zurückgelassene flugunfähige Hubschrauber erbeutet, den Rest der üblicherweise 60 dort stationierten Hubschrauber hätten die Soldaten bei ihrer Flucht mitgenommen und die tagelangen Kämpfe um den Luftwaffenstützpunkt seien beendet. Da die Propaganda der westlichen Wertegmeinschaft über die großartigen Erfolge ihrer Terroristen in Syrien nahezu gleichgeschaltet ist, verbreiteten die anderen Propaganda-Outlets der westlichen Terrorgmeinschaft in Bezug auf den Luftwaffenstützpunkt Taftanaz in etwa dieselbe Jubelmeldung, so etwa Reuters, Deutsche Welle, und so weiter und so fort.

Ein aus Syrien geflohener Mediziner der zionistischen Organisation „Ärzte ohne Grenzen,“ die Kampfmediziner für die in Syrien aktiven Terroristen der westlichen Wertegemeinschaft stellt und das für die Eroberung des Flughafens Taftanaz kriegswichtige geheime Feldlazerett in Binnish betreibt, verbreitete unterdessen via Reuters Alertnet die Propaganda-Meldung, dass die medizinische Lage in den von Terroristen der westlichen Wertegemeinschaft heimgesuchten Gebieten der Provinz Idlib katastrophal sei und das selbstverständlich die Schuld der syrischen Armee ist, weil sie den Terroristen nicht ergibt, sondern gegen die Terroristen kämpft.

Die staatliche syrische Nachrichtenagentur SANA übt sich derweil, was die Eroflge der syrischen Armee angeht, in Understatement. Am gestrigen Donnerstag Abend berichtete SANA zu den Anti-Terror-Operationen der syrischen Armee folgendes:

Taftanaz Airport Wachleute wehren einen Versuch von Terroristen ab, in den Flughafen einzubrechen

10. Januar 2013

Die Wachleute des Flughafens Taftanaz in der Provinz Idlib wehrten am Donnerstag eine Terrorgruppe ab, die versuchte, in den Flughafen zu stürmen.

Die Wachleute fügten den Terroristen schwere Verluste zu und töteten und verletzten eie Anazhal von ihnen, während der Rest flüchtete.

Thaer Waqqad, Terrorist und Führer des sogenannten Al-Farouk-Bataillons, wurde im Dorf Sarmada in der Provinz Idlib bei Auseinanderssetzungen zwischen zwei Terrorgruppen über die Vertelung von Geld und Raubgut, das sie aus öffentlichem und privatem Besitz gestohlen hatten, getötet.

Eine Einheit unserer Armee elimiierte alle Terroristen der sogenannten Sarakeeb-Märtyrer-Brigade als sie sich vom Dorf Al-Ksaibieh in Richtung des Flughafens Taftanaz bewegten. Amjad Issa al-Dibo, 40 Jahre alt, wurde unter den Toten identifiziert.

Terrorist in Damaskus durch Sprengsatz getötet, die er uter einem Auto anzubringen versuchte

Ein Sprengsatz explodierte während ein Terrorist heute versuchte, ihn an ein Auto im Viertel Al-Ghassani in Damaskus anzubringen, was den Tod des Terroristen verursachte.

Die Explosion verursachte materielle Schäden an dem Ort, jedoch keine Opfer unter den Bürgern.

Streitkräfte zielen auf Versammlungen von Terroristen in Aleppo und Umgebung

Einheiten der syrischen Streitkräfte führten eine Anzahl von Operationen gegen Versammlungen von Terroristen in Aleppo und einer Umgebung durch, wobei eine Anzahl von ihnen getötet wurde und viele andere verletzt wurden.

Eine offizielle Quelle sagte SANA, dass die Streitkräfte auf Unterschlüpfe von Terroristen in Ain Daqna, Kfar Hafer und Khan Tuman zielte und ihnen schwere Verluste beibrachte.

In der Stadt Aleppo haben Einheiten der syrischen Streitkräfte damit fortgefahren, auf Versammlungen von Terroristen auf der Al-Bab-Straße, in Masaken Hanano, Al-Kallaseh, Bustan al-Kasir und Karm Myser zu zielen, und ihnen schwere Verluste beizubringen.

Armee eliminiert Terroristen im Dorf Taibet Al-Imam in Hama

Eine Armeeeinheit zerstörte im Dorf Taibet Al-Imam in der Umgebung von Hama ein Lagerhaus einer bewaffneten Terrorgruppe mitsamt ihrer Munition und Waffen, und zwei Fahrzeuge, die mit Granatwerfern und schweren Maschinengewehren ausgerüstet waren.

Eine Militärquelle teilte SANA mit, dass die Armee mit der Operation den Terroristen schwere Verluste zugefügt habe.

Die Quelle fügte hinzu, dass eine andere Armeeeinheit den Terroristen im Dorf Al-Wardya in der Umgebung von Hama schwere Veruste zufügte.

Dass SANA keine genauen Zahlenangaben dazu macht, wie viele Terroristen jeweils eliminiert wurden, ist bei SANA normal. Auffallend ist allerdings, dass in dieser Meldung von SANA zahlreiche erfolgreiche Anti-Terror-Operationen der syrischen Armee nicht einmal erwähnt werden.

Eine am Donnerstag Abend veröffentlichte Meldung von Breaking News über die Anti-Terror-Operationen der Armee gibt eine Vorstellung davon:

Syrische Armee führt Schläge gegen Militante quer durch Syrien aus

10. Januar 2013, 20:16h

Die syrische Luftwaffe und die syrische Artillerie haben zahlreiche Unterschlüpfe der Miliz Freie Armee in verschiedenen Gegenden im Umland von Damaskus, Aleppo und Idlib unter Beschuss genommen, den Militanten dabei große Verluste zugefügt und ihre Fahrzeuge zerstört.

Unser Korrespondent im Umland von Damaskus bestätigte, dass mehr als 50 Aufständische durch Beschuss ihrer Unterschlüpfe durch die Syrische Arabische Armee in Saqba, Duma, al-Sheifounia und Marj al-Sultan getötet wurden, während andere Bewaffnete in Auseinandersetzungen mit syrischen Armeeeinheiten in Zamalka, al-Ziabia und Hijjira getötet wurden.

Unser Reporter in Aleppo erklärte, dass Dutzende bewaffneter Männer während des Beschusses ihrer Positionen in Khan Touman and Tal Hafer getötet wurden, und syrische Armeeeinheiten Versammlungen der Miliz Freie Armee in der Nähe des Militärfughafens Mennegh und in der Umgebung der Polizeischule in Khan al-Assal unter Beschus nahmen.

Schwere bewaffnete Auseinandersetzungen gab es außerdem in verschiedenen Gebieten der Altstadt von Aleppo, Bani Wazeed, al-Bayada und in der Nähe des Bab-al-Hadeed-Platzes, wodurch zahlreiche Militante getötet und verletzt wurden.

In Idlib, sagte unser Korrespondent, seien mehr als 50 Aufständische getötet und verletzt worden, als die syrische Armee ihrer Punkte in der Nähe des Militärflughafens Taftanaz und in der Nähe der Militärbasis Wadi al-Deif unter Bechuss nahm.

Die Armee beschoss außerdem Versammlungen von Bewaffneten in Binnish und Maarat Al-Numan, wodurch bewaffnete Männer getötet und verletzt und ihre Fahrzeuge beschlagnahmt wurden.

Und zuletzt in Homs, sagte der Korrespondent des Breaking News Networks, dass es bewaffnete Aueinandersetzungen zwischen der syrischen Armee und bewaffneten Gruppen in Al-Qusair und Al-Khalidia gegeben habe, die zum Tod und zur Verletzung einer goßen Anzahl der Bewaffneten geführt haben.

Dieser Bericht von Breaking News beinhaltet keineswegs alle und vollständige Nachrichten über die Erfolge der syrischen Armee am Donnerstag.

So berichtete Breaking News am Donnerstag Nachmittag auch von für die Bewaffneten fatalen Auseinandersetzungen in Taldo in der Provinz Homs und vom Beschuss von Positionen von Bewaffneten in Al-Ziabia im Umland von Damaskus duch die syrische Armee. Später am Donnerstag Abend berichtete Breaking News auch noch davon, dass in Kafarlaha im Umland von Homs ein Anführer der Terrorgruppe Nusra-Front mit Namen Abdullah Abed al-Wahed mitsamt anderer Militanter getötet wurde, allein bei den Anti-Terror-Operationen in Hijjira im Umland von Damaskus 50 Terroristen und ein Terroristenführer namens Khalil al-Hodaji getötet worden seien, in Yabroud im Umland von Damaskus ein Terroristenführer namens Shaheer Barakat bei Auseinandersetzungen unter Bewaffneten getötet wurde und am späten Abend bei Auseinandersetzungen um den Flughafens Tafatanaz 35 Militante getötet wurden.

Hosein Mortada, Korrespondent des iranischen TV-Netzwerkes Al-Alam in Syrien, meldete am Donnerstag Mittag des Weiteren, eine Armeeeinheit habe in er Provinz Idlib auf der Straße zwischen Qmenas und Sarmin einen Konvoi von Bewaffneten beschossen und dabei 19 Bewaffnete getötet sowie zwei Lieferwagen mit Waffen und Munition sowie drei mit Maschinengewehren ausgestattete Fahrzeuge zerstört. Außerdem meldete Hosein Mortada am Donnerstag Abend, dass syrische Armeeheineiten in Busr Al-Harir in der Provinz Daraa eine Reihe von Bewaffneten, worunter ein Libyer identifiziert wurde, getötet haben, die unter anderem mit hitzegesteuerten panzerbrechenden Raketen bewaffnet waren. Weiterhin meldete Hosein Mortada am Donnerstag beispielsweise, dass die syrische Armee in Bustan Al-Basha in Aleppo eine Anzahl von Bewaffneten getötet hat, darunter einen Libyer, einen Türken und einen Tunesier, dass die syrische Armee im Süden der Stadt Aleppo am Verkehrknotenpunkt Salheen signifikante Geländegewinne erzielt hat, in der Nähe von Maraat Al-Numan in der Provinz Idlib 12 Terroristen bei einer Attacke auf den Armee-Kontrollpunkt Hamidieh in der Nähe von Maraat Al-Numan ums Leben kamen und in der Provinz Hama kamen sechs Terroristen beim Versuch, auf einer Straße in der Nähe der Stadt Helfaya Sprengsätze zu legen, ums Leben.

Beim Vergleich der Meldungen von SANA, Breaking News und Al-Alan fällt auf, dass Breaking News über zahlreiche erfolgreiche Operationen der Armee im Umland von Damaskus und in Homs und Umgebung berichtet, die SANA komplett unerwähnt lässt, und Hosein Mortada außerdem über weitere von SANA nicht erwähnte erfolgreiche Armeeoperationen berichtet, beispielsweise in den Provinzen Daraa und Hama. In den Provinzen Idlib und Aleppo berichtet SANA überdies nur sehr knapp über die Armee-Operationen und lässt wesentliche Operationen, Erfolge und Fortschritte er Armee weg.

Da SANA über die Operationen der Armee bestens mit Informationen versorgt wird, und es unplausibel ist, dass die Armee beispielsweise in der Provinz Damaskus überhaupt keine erfolgreichen Anti-Teror-Operationen durchgeführt hat, bedeutet das, dass SANA die Erfolge der Armee absichtlich geringer darstellt als sie es tatsächlich sind. Diese Tatsache lässt es zu, Schlüsse zu ziehen.

Üblicherweise versuchen Kriegsparteien stets, ihre eigene Seite als besonders stark und erfolgreich sowie den Kriegsgegner als schwach und dessen Aktivitäten als aussichtslos darzustellen. Ziel ist es dabei, die eigene Seite zu motivieren und Kämpfer und Anhänger des Kriegsgegners zu demotivieren und zum Überlaufen zur eigenen – selbstverständlich einen gerechten Kampf für „das Gute“ ausfechtenden – Seite zu bewegen.

Die Anwendung dieser Technik findet sich in Bezug auf den Feldzug gegen Syrien in unendlich zahlreichen Statements der Führer der westlichen Wertegemeinschaft wieder, die seit nunmehr eineinhalb Jahren ununterbrochen erklären, die syrische Staatsführung habe keine Chance, siegreich aus dem Konflikt hervorzugehen, die Regierung werde „bald“ stürzen und so weiter und so fort. Beim Feldzug gegen Syrien setzt die westliche Wertegmeinschaft auf die Überlegenheit dieser Erfolgpropaganda als Waffe gegen Syrien. In Bezug auf die Schlacht um den Luftwaffenstützpunkt Taftanaz vermeldet die nahezu gleichgeschaltete Propaganda der westlichen Wertegemeinschaft seit Wochen beinahe täglich, die von ihr unterstützten Terroriten stünden kurz vor der Eroberung des – selbstverständlich „stratgisch wichtigen“ – Luftwaffenstützpunktes Taftanaz, hätten ihn bereits teilweise erobert oder zerstört und die syrischen Soldaten fliehen angesichts der Übermacht ihrer Gegner. Die Behauptung, die syrische Armee werde den Krieg gewinnen, gilt der westlichen Wertegemeinschaft als eine Art von „Wehrkraftzersetzung“ und darf deshalb nicht geäußert werden.

Durch Sanktionen und Abschaltungen syrischer und iranischer Medien, durch systematische Ermordung von syrischen Journalisten und Maßnahmen elektronischer Kriegsführung versucht die westliche Wertegmeinschaft es zu erreichen, dass die Nachricht von ihren siegreichen, gerechten und guten Terroriten die einzig existierenden Nachrichten sind. Die übliche Antwort der syrischen Medien darauf wäre, ihrereits die zahlreichen Erfolge der syrische Armee in epischer Breite auszuwalzen, und so zu zeigen, dass die syrische Armee stark und erfolgreich ist und viel Unterstützung hat und die Terroristen keine Chance haben.

Dass SANA das derzeit nicht macht, sondern die Erfolge der Armee unter den Scheffel stellt, zeigt erstens, dass die syrische Staatsführung meint, sie sei stark genug und habe so viel Rückhalt in der syrischen Bevölkerung, dass sie das nicht nötig hat. Und zweitens zeigt es, dass es der syischen Staatsführung nicht ungelegen kommt, wenn die in Syrien aktiven Terroristen der westlichen Wertegemeinschaft sich gegenwärtig stark fühlen und Militärbasen der syrischen Armee wie die in Taftanaz angreifen.

Um das zu verstehen, muss man sich das vom syrischen Präsidenten Bashar Al-Assad in seiner Rede vom 6. Januar 2012 vorgebene Ziel der Armee noch einmal vor Augen führen: die syrische Armee wird nicht eher ruhen, als bis es keinen Terroristen in Syrien mehr gibt. Wie Bashar Al-Assad bereits vor mehr als einem Jahr gesagt hat, hat Syrien keine Chance, den Propaganda-Krieg zu gewinnen. Die gleichgeschalteten Propaganda-Outlets der westlichen Wertegemeinschaft verfügen über Budgets, die um ein vielfaches größer sind als die syrische Wirtschaftsleistung insgesamt. Und die westliche Wertgemeinschaft kontrolliert außerdem die meisten Schlüsselpunkte der Infomationsverbreitung, etwa die wesentlichen Knotenpunkte und Backbones des Internets sowie praktisch alle relevanten TV-Satelliten. Mit nationalem TV, Radio, Zeitungen und einigen Interneteiten hat die syrische Staatsführung innerhalb und außerhalb Syriens bestensfalls die Möglichkeit eine schwach wahrnehmbare Stimme unter vielen zu sein, keinesfalls jedoch die Fähigkeit, die Propaganda der westlichen Wertegemeinschaft durch Aufwand und Verbeitungsgrad in den Schatten zu stellen.

Trotzdem hören die Terroristen der westlichen Wertegemeinschaft natürlich Feindsender der syrischen Regierung. Die Terroristen wissen ganz genau, dass ihre eigene Propaganda ihre Erfolge grob überzeichnet, und gewinnen ihre Lageeinschätzung daraus, dass sie ihre eigene Propaganda und die der westlichen Wertegemeisnchaft mit den Feindnachrichten der syrischen Regierung abgleichen.

Mit der zurückhaltenden Beichterstattung, was die derzeitigen täglichen Erfolge der syrischen Armee angeht, trägt SANA dazu bei, dass die Terroristen sich stark fühlen, aus ihren Verstecken kommen und angreifen. Die wütenden und über Wochen und Monate anhaltenden täglichen Sturmangriffe der Terroristen auf die stark befestigten Militärbasen mitten im Nirgendwo der Provinzen sind strategisch so ziemlich das Beste, was der syrische Armee passieren kann. Diese Militärstützpunkte befinden sich recht weit weg von bevölkertem Gebiet, und die Armee kann bei der Terrorbekämpfung deshalb viel robuster vorgehen als wenn sie Terroristen innerhalb von dicht bevölkerten Gebieten in Großstädten aufspüren und unter Vermeidung von Kollateralschäden bekämpfen muss.

Bei Angriffen auf Militärstützpunkten fällt der syrischen Armee das Aufspüren und die Identifizierung ihrer Kriegsgegner denkbar leicht: jeder, der an einem bewaffneten Angriff auf einen Militärstützpunkt beteiligt ist, ist ein Terrorist, der bekämpft werden darf und muss. In der unbesiedelten ländlichen Umgebung der Basen kann die syrische Armee außerdem ohne Kollateralschäden zu riskieren, zur Eliminierung der Terroristen schwere Waffen wie schwere Artillerie und die Luftwaffe einsetzen. So kommt es, dass es seit Wochen jden Tag jeweils viele Dutzend eliminierte Terroristen gibt, wobei die Zahlen meist im deutlich dreistelligen Bereich liegen, und zahlreiche hartgesottene Anführer von Terrorgruppen eliminiert werden konnten.

Wenn man das berücksichtigt, kann man sich vorstellen, dass das nach Ansicht syrischer Generäle so noch eine Weile weitergehen darf. Täglich Hundert zu Allem entschlossene schwer bewaffnete Terroristen auf freiem Feld zu eliminieren, ist ungleich weniger mühselig, als dieselben Terroriten in einer Großstadt aufspüren und eliminieren zu müssen. So kommt die Armee dem gesetzten Ziel, dafür zu sorgen, dass kein Terrorist in Syrien übrig bleibt, mit großen Schritten näher.

Die unvermeidbare Nebenwirkung des Aufbaus eines Spiegelkabinetts aus Lügen durch die Propaganda der westlichen Wertegemeinschaft besteht darin, dass auch ihre eigenen Terroristen durch die Lügen in die Irre geführt werden und die syrische Armee versucht, sich diese Nebenwirkung zunutze zu machen. Die Hurra-Meldunge der Propaganda der westlichen Wertegemeinschaft helfen der Armee dabei, ihr die Terroristen förmlich in die Arme zu treiben, und der syrischen Nachrichtenagentur SANA ist es recht. Die Bevölkerung hat die „Rebellen“ inzwischen ausgiebig kennen und hassen gelernt, die braucht SANA in ihrer Mehrheit nicht mehr davon zu überzeugen, zur syrischen Armee zu halten.

Ob es Terroristen in diesem ungemein brutalen Krieg zwischenzeitlich gelingt, irgendwo auf einem verlassenen Platz in der Pampa eine Fahne zu hissen, ist dabei aus Sicht der Armee ziemlich nebensächlich. Der Luftwaffenstützpunkt Taftanaz beispielsweise liegt nur wenige Flugminuten von anderen Luftwaffenstützpunkten in Aleppo sowie weniger als zehn Kilometer von anderen Armeestützpunkten in und um Idlib entfernt und mitnichten strategisch wichtig. Was wichtig ist, dass im Verlaufe von Auseinandersetzungen in der Pampa möglichst viele Terroristen eliminiert werden und die Armee dabei eigene Verluste vermeidet. Halten können die Terrorgruppen einen Stützpunkt wie Taftanaz ohnehin nicht, weil sie ohne „Deckung“ durch Zivilisten ein leichtes Ziel für die syrische Luftwaffe sind. Die Terroristen der westlichen Wertegemeinschaft mögen einen taktischen Sieg feiern, doch wenn man sich anschaut, wie ihre Kommandozentralen in den nahe dem Luftwaffenstützpunkt gelegenen Terrorhochburgen Taftanaz und Binnish seit dem Angriff auf dem Luftwaffenstützpunkt ausschauen, dann sieht das eher danach aus, dass die Terroristen ihre wichtigsten Stützpunkte in der Provinz Idlib verloren und die Terroristen mithin durch ihren Angriff trotz eines möglichen taktischen Sieges eine strategische Niederlage erlitten haben.

Die Führer der westlichen Wertegemeinschaft, zumindest die militärischen, wissen das natürlich auch, und sie wissen auch, wie die Lage in Syrien wirklich ist. Nur, nachdem sie alle vor wenigen Tagen noch erklärt hatten, der Sieg stehe kurz bevor und ihre Handlanger in Syrien damit zum Angriff getrieben haben, wer von ihnen traut sich nun, sich öffentlich hinzustellen, und zu sagen, dass das Alles gelogen war, und es ihm Leid tut, mit seinen Lügen ein paar Tausend Terroristen in Syrien in einen sinnlosen Tod geschickt zu haben? Keiner der Führer der westlichen Terrorgemeinschaft traut sich, den Seinen reinen Wein einzuschenken. Es gibt einige wenige Ausnahmen, wie zum Beispiel Exilantenführer Radwan Ziadeh oder Simon Tisdall, Chef-Kriegspropagandist beim britischen Guardian, der angesichts der sich abzeichnenden Niederlage der in Syrien aktiven Terroristen der westlichen Wertegemeinschaft kürzlich dringend mehr Unterstützung für sie einforderte, doch Stimmen wie diese gehen im Grundtenor des Siegesrausches der westlichen Terrorgemeinschaft unter.

Mit mehr Unterstützung für ihre Terroristen tut sich die westliche Terrorgemeinschaft schwer, denn sie unterstützt sie bereits durch praktisch alle kriegerischen Maßnahmen, die im Geheimen möglich sind, von der Belieferung mit modernsten Waffen wie Boden-Luft-Raketen und französischen Anti-Panzer-Raketen, über die Finanzierung von Söldnerbrigaden, die Kriegslogistik und die militärische Aufklärung bis hin zur elektronischen und psychologischen Kriegsführung. Weitere geheime Schritte sind kaum noch möglich. Wenn die westlcihe Wertegemeinschaft noch mehr tun möchte, um ihren Feldzug gegen Syrien siegreich zu beenden, so kann sie kaum noch etwas anderes tun, als offen offizielle NATO-Truppen einzusetzen, beispielsweise die Marine und die Luftwaffe.

Das erste Problem für die NATO bei einem offenen Angriff auf Syrien ist, dass die syrische Luft- und Seeverteidigung recht modern und schlagkräftig ist, und die NATO deshalb dabei mit heftigen Verlusten auf der Seite der NATO rechnen müsste. Das zweite Problem für die NATO dabei ist, dass Russland offenbar damit rechnet, dass die NATO gegenwärtig allen anderslautenden öffentlichen zum Trotz mit dem Gedanken spielt, das Blatt in Syrien durch den Einsatz offizieller NATO-Streitkräfte noch zu wenden, und Russland nun gegenwärtig ganz zufällig, was natürlich offiziell mit den Ereignissen in Syrien überhaupt nichts zu tun hat, vor der syrischen Küste im Mittelmeer das größte Seemanöver der Geschichte der russischen Marine abhält. Sollte die Nord-Atlantische Terror-Organisation NATO trotzdem Syrien mit offenen Truppen angreifen, so müsste die westlliche Wertegemeinschaft damit rechnen, dass russische Streitkräfte auf Seiten des überfallenen Syriens in den Konflikt eingreift und die NATO sich damit im offenen Krieg gegen die Nuklearmacht Russland befindet. So wie es aussieht, schreckt die NATO davor jedoch zurück, denn sonst würde die NATO den dritten Weltkrieg an der Front in Syrien längst mit offiziellen Truppen führen, anstatt mitanzusehen, wie ihre Söldner in Syrien auf eine schwere Niederlage zusteuern.

Was in der Propaganda wahr und tatsächlich sehr übel ist, ist die humanitäre Lage in Teilen von Syrien, und zwar insbesondere, aber nicht nur, dort, wo die „Freiheitskämpfer“ der westlichen Terrorgemeinschaft „Freiheit“ westlichen Typs verbreiten. So berichtete der päpstliche Fidesdienst am Donnerstag, dass in der Ortschaft Yakobiyeh im Norden Syriens rund 1500 Personen ohne Lebensmittel und Elektrizität eingeschlossen sind und ihre „Auslöschung“ befürchten. Bei Temparaturen, die wie der Schneefall der letzten Tage zeigt, teilweise unter dem Gefrierpunkt sind, kann der Ausfall der Stromversorgung den Verlust von jeglicher Wärme und Licht bedeuten. Von Kälte und Dunkelheit betroffen sind immer wieder tagelang auch weite Teile der Stadt Aleppo, insbesondere die von Terroristen befallenen Stadtteile, aber auch die von Soldaten kontrollierten Stadtteile, da die Terroristen Strom-, Lebensmittel- und Heizölversorgung sabotieren, entweder um Unzufriedenheit und „revolutionäre“ Stimmung in der Bevölkerung zu erzeugen oder die die „Revolutionäre“ hassende Bevölkerung zu bestrafen, oder auch einfach nur, um Wertgegenstände wie Öl, Metall oder Getreidevorräte zu rauben und beispielsweise günstig in die Türkei zu verkaufen.

Die problematische humanitäre Situation hängt, wie der oben erwähnte gestrige Fides-Bericht über die Gemeinde Yakobiyeh zeigt, hauptsächlich damit zusammen, dass Terroristen in den Gegenden ihr Unwesen treiben, und solange die Terroristen der westlichen Wertegemeinschaft ihr Unwesen treiben, es für zivile Helfer gefährlich ist, Hilfsleistungen wie Nahrung und Heizöl in die Gegenden zu bringen und Stronversorgungen zu reparieren. Die syrische Armee arbeitet mit Hochdruck daran, dass Terroristenpoblem zu beseitigen, aber da die Terroristen sich meist verstecken, wenn die Armee kommt, und es bevorzugen, aus Hinterhalten und unbewaffnete Zivilisten anzugreifen, dauert es leider eine Weile, bis das Problem gelöst ist.

Was Yakobiyeh angeht, so hat die syrische Armee am heutigen Freitag Breaking News zufolge 30 Terroristen der westlichen Wertgemeinschaft eliminiert, die in der Gegend ihr Unwesen trieben, doch bis die westliche Terrorgemeinschaft wirklich besiegt und es in Syrien wieder sicher ist, hat die Armee noch sehr viel Arbeit vor sich.

14 Gedanken zu “Analyse von Nachrichten aus Syrien – 11.01.2013

  1. Da passt das doch wunderbar! DIE Methode kennt man schon aus der Vorlage Libyen:

    „Gegen Bashar al-Assad werde erneut ein
    Informationskrieg geführt. Und gegen Russland werde eine weitere
    Provokation vorbereitet. So kommentierten Experten die Meldungen über
    die Werbung slawisch aussehender Soldaten durch westliche und
    nahöstliche Geheimdienste…………….
    http://german.ruvr.ru/2013_01_11/100796807/

    Sehr plausieble Betrachtung zum Propagandakrieg und widerspricht vollkommen den Ansichten von Christoph Hörstel!
    Der immer noch daran nagt von Assad NICHT zum Propagandaminister ernannt worden zu sein.
    Wie sehr er sich beleidigt fühlt, spiegelt sein Beitrag hier:
    http://www.politaia.org/terror/syrien-assad-halt-abschiedsrede-von-christoph-r-horstel/

    Zitat:
    „Eine persönliche Erinnerung darf ich hier beisteuern: Nachdem ich auf 1001 Kanälen der syrischen Verwaltung eingerieben hatte, dass sie ohne PR-Arbeit im Westen nix bestellen kann, trat Mitte Mai 2012 ein genervter Assad vor den russischen TV-Sender “Rossija 24” und erklärte, wichtig sei nicht, was in den Medien stehe, sondern was am Boden tatsächlich passiere. Ich dachte ich sei im Kindergarten gelandet.
    Keine 14 Tage später massakrierten die Terroristen einige Großfamilien aus den Kreisen der Assad-Unterstützer im Gebiet al-Houla – aber die korrupten anti-Assad-Medien schrieen im Chor, Assad massakriere sein eigenes Volk. SCHMIERGEL behauptet das bis heute, entgegen der auch offiziell anerkannten Realität. Und 48 Stunden später gab’s schon eine Verurteilung im Sicherheitsrat – MIT DEN STIMMEN RUSSLANDS UND CHINAS!
    Und weitere 48 Stunden später wiesen die Nato-Staaten und manche andere die syrischen Botschafter aus, Deutschland selbstverständlich auch.
    Ich schrieb erneut nach Damaskus und fragte nach, auch in Moskau und Teheran: Was ist jetzt wichtig: die Ereignisse auf dem Boden oder die propagandistische Lufthoheit im Westen? Was passiert, wenn ein Staat die internationale Deutungshoheit über die Ereignisse im eigenen Staatsgebiet verliert? Nun: Er geht politisch unter, säuft ab, wird Beute der Lügner mit der größeren Lautstärke, wenn diese militärisch überlegen sind und ihre Macht einsetzen.“

    Bestättigt wird auch die kluge Reaktion der Armee in einem Umfeld zu kämpfen für das sie konzipiert wurde.
    Der Weg in den neuen Kalten Krieg, von Peter Scholl-Latour zu den einfallsreichen Partisanentaktiken des sogenannten »asymmetrischen Kriegs«.

    Ein Gespräch über asymmetrische Kriege –

    Mit Peter Scholl-Latour, 14. April 2009 –
    http://www.hintergrund.de/20090414386/globales/kriege/der-krieg-in-afghanistan-ist-nicht-zu-gewinnen.html

    1. @madurskli

      „Sehr plausieble Betrachtung zum Propagandakrieg und widerspricht vollkommen den Ansichten von Christoph Hörstel!
      Der immer noch daran nagt von Assad NICHT zum Propagandaminister ernannt worden zu sein.“

      Exakt das war auch mein Gedanke, als ich diesen und den vorherigen Assad-Artikel vom Parteibuch gelesen hatte. Das ist schon ziemlich peinlich und wenn es so weiter geht, macht sich der „Regierungsberater“ langsam komplett unglaubwürdig. Ob er nun Arabisch kann und die Länder selbst bereist hat hin oder her.

      Wie gut, dass es das Parteibuch gibt!!

  2. Machen Sie sich für Fälschungsfilme von Al Jazeera über den syrischen Palast bereit, der wird angriffen oder Zerstört

    Der chinesische Kanal – ZTE enthüllte Bilder , die über den Satelliten aufgenommen sind, ein Gebäude mit ähnlichen Eigenschaften wie der syrische republikanische Palast:::::::::::::::::::::::: in der Nähe vom Doha Internationalen Flughafen in Qatar zeigend.
    Ich frage mich, wie sie dabei sind, das im Schnee zu zeigen.
    http://friendsofsyria.wordpress.com/2013/01/11/get-ready-for-al-jazeera-fake-films-of-syrian-palace-being-attacked-or-destroyed/

    Hörstel hat sein Engagement für Syrien danach auch deutlich zurückgeschraubt.
    Neu ist,
    KenFM im Gespräch mit Christoph Hörstel ab Minute 21:40 , wo er Assad als armen Mann bezeichnet:

    Wie nah am Geschehen newsanna ist, zeigt dieses Video mit Schnee.
    Syrische Armee befreit von den Terroristen eine Schule in einem Vorort von Damaskus, Darayya:

    Wir erinnern uns, dort unten hat es tatsählich geschneit! Die Medienhuren haben uns dies hauptsächlich dadurch vermittelt DAS ES IN ISRAEL GESCHNEIT HAT!

    Nebenbei scheine die Klicks auf newsanna zu explodieren. Das von mir verlinkte Video (unten im Kommentar) über „reaktive Panzerung“, erreicht in 2 Tagen 46.457 Aufrufe!

  3. Die können sich in Taftan nicht halten und der Spuk ist dort ebenso schnell wieder vobei, indem sie dort ihre Märtyrer beerdigen können. Dort ist freies Schussfeld für die Armee.

  4. @ali
    Die Patriots sind eine Verzweiflungstat. Die NATO will zeigen, dass sie etwas tut, um ihre Terrorkräfte in Syrien zu unterstützen.

    Aber wirkllich Einfluss auf das Geschehen in Syrien haben die Patriots nicht. Dafür sind sie zu weit weg von der Grenze stationiert. Die Raketen reichen nicht bis auf syrisches Gebiet. Den offenen Krieg mit Syrien, Iran, Russland und China scheut die NATO, deshalb hat sie die Raketen so weit weg stationiert.

    So, wie die Patriots stationiert sind, ist das eine Solidaitätsbekundung fü die Türkei, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

      1. 2011 war die Situation noch anders. Da hat das Empire gedacht, Syrien genau wie Libyen überfallen zu können, und dabei wären die Patriots 2011 hilfreich gewesen.

        Inzwischen ist dem Empire klar, dass Syrien über ausreichend erstklassige russische Waffen und so große Unterstützung verfügt, dass ein diekter Angriffskrieg für das Empire zu teuer würde. Deshalb versucht es das Empire weiter mit Freischärlern, Söldnen, Terror und psychologischer Kriegsführung, anstatt wie geplant Kampfbomber und Cruise Missiles einzusetzen.

        Den Freischärlern und Sölnern helfen die Patriots militärisch überhaupt nichts, einzig als Instrument der psychologischen Kriegsführung haben die Patriots vielleicht einen kleinen Effekt. Dehalb meine ich Verzweiflungstat. Es sieht schlecht aus für das Empire, und die Patriots helfen dem Empire gegenwärtig so gut wie gar nicht, um an der schlechten Lage etwas zu ändern. In die Türkei ein paar Patriots hinzustellen ist billig und verschlechtert die Lage des Empires vermutlich nicht, deshalb machen sie das, obwohl das zum gegenwärtigen Zeitpunkt so gut wie nichts bringt.

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