Wie ein Brot in eine Blutlache kam

Den von NATO- und GCC-Staaten unterstützten Terroristen, die jegliche friedliche Konfliktlösung ablehnen und vor ein paar Tagen in eine Großoffensive in der Provinz Hama gestartet haben, verbreiten anstatt Siegeslaune schon wieder Gejammer.

Die Terroristen und ihre Sprachrohre jammern gegenwärtig, die syrische Armee habe in Halfaya, eine 10.000 Einwohner-Stadt nördlich von Hama, in die vor einer Woche eine große Horde von von Al Jazeera geführten Terroristen eingefallen waren, mit der Luftwaffe eine Warteschlange von Menschen vor einer Bäckerei angegriffen und dabei Dutzende oder Hunderte Menschen getötet.

Die staatliche deutsche Märchenschau titelt: Berichte über Tote bei Luftangriff auf Bäckerei und meldet:

Nach Angaben von Aufständischen standen sie vor einer Bäckerei Schlange. Das Rebellennetzwerk „Lokale Koordinierungskomitees“ sprach in einer Erklärung von einem „Massaker“. Unter den Todesopfern seien Frauen und Kinder, außerdem gebe es auch viele Verletzte. Wegen der Belagerung durch die Armee herrsche in dem Ort Lebensmittelknappheit.

Spiegel Online titelt: Dutzende Tote bei Luftangriff auf Bäckerei. Die französische Lügenagentur AFP meldet „bis zu 200 Tote“ bei einem Luftangriff auf eine Bäckerei. Der saudisch-wahhabitische Terroristenkanal Al Arabiya meldet gar „mindestens 300 Tote“ bei Luftangriff in der Nähe einer Bäckerei.

Was tatsächlich auf den von den Terroristenkanälen veröffentlichten Videos zu sehen ist, ist etwas anderes. Es gibt zahlreiche Tote, die Ursache war offensichtlich eine oder mehrere Explosionen und möglicherweise war das auch tatsächlich ein Luftangriff der syrischen Armee, obwohl keine Bombenteile zu sehen sind. Und, was noch verwunderlicher ist, es gibt von dem angeblichen Flugzeug bisher offenbar auch kein Video, und das, obwohl die Filmer der Terroristen ansonsten immer sofort ihre Kamera zücken, wenn ein Flugzeug auftaucht.

Bei den in den Videos aus Halfaya zu sehenden tödlich getroffenen Opfern der Explosion handelt es sich, soweit das zu erkennen ist, praktisch ausnahmslos um Männer. Die Anzahl der Getöteten und Verletzten, beträgt, soweit das zu erkennen ist, mehr als ein Dutzend und deutlich weniger als Hundert Personen, vermutlich etwa 20 bis 30 Personen.

Scheußlich. Krieg ist scheußlich, und die NATO-GCC-Staaten und ihre Terroristen wollen in Syrien nichts anderes als Krieg bis zum Sieg. So sieht das scheußliche Ergebnis dieser Kriegspolitik aus. Sollten sich die NATO-GCC-Staaten und ihre Terroristen dazu bereit erklären, die Macht durch Wahlen anstatt durch Krieg zu verteilen, könnte der Krieg morgen schon zu Ende sein. Doch die Führer der NATO-Staaten wollen nichts als Krieg bis zum Sieg.

Das Haus, vor dem die Exposion stattfand, wäre für eine Bäckerei untypisch klein. Auf dem Dach des Hauses wehen Fahnen, was ebenfalls untypisch für eine Bäckerei wäre. Soweit die Videos Einblick in die Räume des Hauses erlauben, ist dort nichts zu erkennen, was auch nur entfernt an eine Bäckerei erinnert. Keine Öfen, keine Abkühlflächen für Brot, keine Brotlager, kein Mehl, keine Maschinen zum Mixen von Teig, nichts ist da zu sehen, was zu einer Bäckerei gehören würde. Zu sehen sind hingegen zahlreiche bewaffnete Männer, mit Waffen bis hin zu Flugabwehrkanonen.

Zwischen den Opfern der Explosion ist nirgendwo Brot zu sehen. Nur in einem einzigen Video gibt es gegen Ende des Videos genau ein Brot zu sehen. Nachdem alle Verletzten geborgen und alle Leichen weggeräumt sind, legt ein Mann extra für die Kamera ein sauberes Brot, von dem nicht zu erkennen ist, wo es herkommt, in eine Blutlache: zu sehen in diesem Video etwa bei Position 9:42. Was hier offensichtlich geschehen ist, ist eine Explosion bei einem Stützpunkt von Terroristen. Die Terroristen und ihre Spachrohre haben dazu eine Bäckerei erfunden, um der syrischen Armee etwas anzudichten, was sie nicht getan hat. Unseriöse Propaganda-Schleudern wie die deutsche Propaganda-Agentur DPA und die zionistische Terroristengazette „Süddeutsche Zeitung“ haben natürlich just jenes Bild mit dem zehn Minuten später zu Propagandazwecken extra in die Blutlache geworfenen Brot zur Bebilderung ihrer Meldung verwendet. Eine Schlagzeile wie „Einige Dutzend Männer, darunter Terroristen, bei Luftangriff oder Explosion in syrischer Terroristenhochburg getötet und verletzt“ wäre zwar schrecklich und wahr, würde aber propagandistisch nicht den erwünschten Effekt erzielen. Hätte das Ereignis in Afghanistan stattgefunden, würde die Schlagzeile gaz alltäglich „Einige Dutzend Taliban bei Luftangriff getötet“ lauten.

Breaking News meldet, 75 Terroristen seien von der Armee in der Provinz Hama in unterschiedlichen Operationen unschädlich gemacht worden. SANA meldet aus unterschiedlichen Orten der Provinz Hama, die Armee habe dort viele Terroristen getötet.

Nachtrag: SANA berichtet nun auch über die Geschehnisse in Halfaya:

„Terroristen begingen in Hilfaya Verbrechen, einschließlich der Ermordung von Frauen und Kindern. … Sie filmten ihre Verbrechen, um die Armee der Verbrechen zu beschuldigen. … Leute von Hilfaya riefen die Armee dazu auf, zu intervenieren, und die Armee führte eine Auseinandersetzung mit den Terroristen, wobei eine große Anzahl von Terroristen eliminiert wurde.“

2. Nachtrag 24.12.2012 11:00h MEZ: Während AP bereits vor 17 Stunden mitteilte, es gebe Zweifel daran, dass das Gebäude eine Bäckerei und das Ziel keine ebelenansammlung gewesen sei, wird das erwiesenermaßen gestellte Brot-Blut-Bild von der deutschen Propaganda kritiklos weiterverbreitet.

13 Gedanken zu “Wie ein Brot in eine Blutlache kam

  1. Das syrische Brot, die syrische Warteschlange, der syrische Hunger, den Feuerüberfall auf die armen Zivilisten vor der syrischen Bäckerei, das hatten wir alles schon einmal im bundesrepublikanischen Journaillendemagogenstadel.
    Ratschlag: Drehbuchschreiber auswechseln.

  2. Sehr gute Arbeit. Das Video erfreut sich aktuell gerade großer Beliebtheit (6000 Klicks in den letzten paar Stunden) Die Kommentarfunktion wurde allerdings schon deaktiviert. Da die Quelle aus Saudi Arabien kommt, ist es wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit bis es gelöscht wird.

    1. Ab ins osmanische Reich

      Germany To Send Patriots Missiles To Turkey
      Members of the German Bundeswehr prepare a Patriot missile launching system during a press day presentation at the Luftwaffe Warbelow training center on December 18, 2012 in Warbelow, Germany. Germany, along with the USA and the Netherlands, will send two Patriot systems to Turkey in January to protect Turkey from Syrian attacks.

      auf bitte des nato mitglied turkey kommen jetzt krauts an die grenze zu syria

      “It is not the strongest of a species that survives, nor the most intelligent . It is the one that is the most adaptable to change,that survives”

  3. Es werden sogar gutwillige Frauen zu Spenden und Wohltätigkeitsveranstaltung missbraucht.
    Dieses Video zeigt zerfetzte Kinder und heißt „von Schwestern für Schwestern“
    Stattfinden soll das Ganze im Salafistennest Bonn-Tannenbusch, das sagt ja schon einiges.

    man achte bei 1: 43 auf das Kleingeschriebene oben rechts: Iran must pay for the blood of every muslim“.

    Von wegen „Benefizgala“.

  4. Focus“: Westliche Kommandotrupps in Syrieneinsatz

    23.12.2012, 14:26 Uhr | dpa

    Syrische Soldaten in Damaskus: Nach einem Medienbericht bereiten sich westliche Eliteeinheiten auf Kommandoeinsätze in Syrien vor. (Quelle: dpa) (…)

  5. MOSKAU, 26. Dezember (RIA Novosti)

    Moskau sollte sich Schritte für den Fall überlegen, dass die Nato nach Syrien einmarschiert, schreibt die Zeitung „Rossijskaja Gaseta“ am Mittwoch.

  6. 13:13 31/12/2012MOSKAU, 31. Dezember (RIA Novosti).
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    Syrische Opposition: Dutzende Tote und Verletzte bei Anschlag in Aleppo
    In Syrien hat die Regierungsarmee einem Zeitungsbericht zufolge vier Jagdflieger aus der benachbarten Türkei festgenommen.

    Die Piloten seien im Raum der Oppositionshochburg Aleppo beim Versuch gefasst worden, auf das Gelände des militärischen Flughafens Koerc einzudringen, meldete die Agentur Xinhua unter Berufung auf die regierungstreue syrische Zeitung El-Watan. Die Flieger hätten sich gemeinsam mit einer „bewaffneten Gruppe“ in der Region aufgehalten.

    In Syrien dauern seit März 2011 Kämpfe zwischen Armee und bewaffneten Regierungsgegnern an. Laut widersprüchlichen Angaben sind bei den Gefechten insgesamt mindestens 20 000 Menschen getötet worden. Hunderttausende Schulen, Moscheen, Kirchen und andere Gebäude wurden zerstört. Die Opposition, aber auch westliche Staaten wollen Assad zum Rücktritt zwingen. Nach Darstellung der Regierung kämpft die Armee gegen aus dem Ausland unterstützte Terroristen.

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