Seltsam widersprüchliche Nachrichten aus Russland und den USA zu Syrien

In den Medien der Unterstützer der in Syrien aktiven Terroristen tauchte am Donnerstag die triumphierende Mitteilung auf, dass der stellvertretende russische Außenminister Michail Bogdanow erklärt habe, er halte einen Sieg der bewaffneten Anti-Regierungkräfte in Syrien für möglich. Die staatliche russische Nachrichtenagentur ITAR-TASS meldete, Michail Bogdanow habe dazu gesagt, man müsse den Fakten ins Gesicht sehen, die Tendenz sei so, dass die Regierung in Syrien immer mehr die Kontrolle und immer mehr Gebiete verliere. Sie – die Bewaffneten – sagen, der Sieg sei nahe, wir nehmen nun Aleppo, wir nehmen nun Damaskus.

Der deutsche Dienst von RIA Novosti meldete dazu auch, die Ausbildungs- und Waffenhilfe aus dem Ausland würde die Siegesgewissheit der Rebellen, die nach eigenen Angaben bereits 60 Prozent des syrischen Territoriums kontrollieren, stärken. Dass ITAR-TASS in seiner Meldung auch mitgeteilt hatte, Michail Bogdanow habe weiter erklärt, Russland halte trotzdem an der Genfer Erklärung fest, dass es eine friedliche Lösung des Konfliktes geben muss, wurde zwar vom iranischen Sender Press TV hervorgehoben, ging aber in der deutschsprachingen Meldung von RIA Novosti unter und störte die Unterstützer der in Syrien aktiven Terroristen in ihrem Siegesrausch überhaupt nicht.

Wie der deutsche Dienst von RIA Novosti später in einer weiteren Meldung mitteilte, wurde Bogdanows Äußerung von Victoria Nuland, Ehefrau des führenden bushistischen Kriegstreibers Robert Kagan und Sprecherin von Hillary Clintons Außenministerium, mit geradezu triumphaler „Genugtuung“ aufgenommen. „Wir äußern unsere Genugtuung darüber, dass die russische Regierung anerkannt hat, dass das Regime von Präsident Baschar al-Assad gestürzt werden könnte. … Deshalb rufen wir Russland auf, mit uns zu kooperieren,“ soll sie demzufolge darauf gesagt haben. Außerdem habe Nuland diesbezüglich gesagt, das Treffen der ‚drei B‘ – UN-Sondergesandter Lakhdar Brahimi, US-Vizeaußenminister William Burns und sein russischer Amtskollege Michail Bogdanow – bleibe ein wichtiges Format für die Herbeiführung gemeinsamer Lösungen, heißt es in der diesbezüglichen Meldung von Ria Novosti weiter. Andrew S. Weiss, Direktor des RAND Centers für Russland und Eurosien, erklärte in einem diesbezüglichen Artikel bei Foreign Policy hingegen, die USA sollten sich vom möglichen Eindruck, Russland ziehe seine Unterstützung für Syrien zurück, nicht täuschen lassen, und davon ausgehen, dass die russische Unterstützung für Syrien weiterhin „überraschend standfest“ sein wird.

Beim staatlichen englischsprachigen russischen TV-Sender Russia Today wurde den Äußerungen von Bogdanow unterdessen ein reichlich anderer Spin verpasst. Ein syrischer Oppositionssieg sei möglich, aber zu einem inakzeptablen Preis, lautet da die diesbezügliche Titelzeile. „Der Kampf wird noch intensiver werden, und Syrien wird Zehntausende, und möglicherweise Hunderttausende Zivilisten verlieren,“ warnte er. „Wenn man solch einen Preis für die Entfernung des Präsidenten für akzeptabel hält, was können wir tun? Wir, natürlich, betrachten das als absolut inakzeptabel,“ wird Bogdanow da weiter zitiert. Das Verhalten einiger Partner Russlands adressierend wies Bogdanow, heißt es da weiter, auf den bestörenden Waffenfluss in das vom Kampf gezeichnete Land hin, und er warnte, der würde die Rebellen weiter dazu ermutigen, auf Gewalt zu setzen. Außerdem zitierte Russia Today weniger konziliante Äußerungen von Alexei Puschkow, dem Vorsitzenden des auswärtigen Aussschusses der Duma, und Außenminister Sergej Lawrow, und wies auf „eine militär-diplomatische Quelle“ hin, die erklärt habe, es gebe zwar Pläne für die Evakuierung russischer Bürger aus Syrien, es sei aber noch keine Entscheidung getroffen worden.

Insgesamt klingt die Meldung von Russia Today anders als die von ITAR-TASS und Ria Novosti nicht so sehr nach „Es ist sinnlos, die bewaffneten Regierungsgegner gewinnen in Syrien,“ sondern eher nach „Wenn Russland nichts unternehmen würde, könnten die bewaffneten Regierungsgegner dank der Unterstützung durch fremde Staaten in Syrien ein noch viel größeres Blutbad anrichten und dann gewinnen, aber Russland wird sich sehr bemühen, das zu verhindern, weil Russland das als inakzeptabel betrachtet.“ Diese russischen Nachrichten erscheinen seltsam widersprüchlich, um so mehr, als dass die Meldung, Russland habe erklärt, die bewaffneten Regierungsgegner machten Fortschritte und könnten gewinnen, eben als eine Motivationshilfe für die bewaffneten Regierungsgegner verstanden werden kann, während Bogdanow gleichzeitig den „Partnern“ Russlands, womit unzweifelhaft die NATO- und GCC-Staaten gemeint sind, vorwirft, die bewaffneten Regierungsgegner durch Waffenhilfen und diplomatische Anerkennung zu Gewalt zu motivieren.

Die Verwirrung wird noch größer dadurch, als dass auch die Nachrichten zum Verhalten der USA seltsam widersprüchlich sind. So hat die US-Regierung am Dienstag die unter dem Label „Nusra Front“ gegen die syrische Regierung kämpfenden Personen offiziell zu einer ausländischen Terrororganisation erklärt, wodurch sich jeder US-Bürger strafbar macht, der diese Gruppe unterstützt. Und gleichzeitig hat die US-Rgierung am Dienstag die vor wenigen Wochen in Katar gegründete „Nationale Koalition,“ die als politischer Arm der FSA gelten kann, deren Anführer wenige Tage zuvor erklärt hatte, die Brigaden der „Nusra Front“ seien seine besten und wichtigsten Kampfeinheiten, als „den legitimen Vertreter des syrischen Volkes“ diplomatisch anerkannt.

Noch am selben Dienstag haben über 100 der Gruppen von Anti-Regierungskämpfern in Syrien, als deren politische Vertretung sich die sogenannte „Nationale Koalition“ betrachtet, als Reaktion auf die Einstufung der „Nusra Front“ als Terrororganisation, ihre Solidarität und Verbundenheit mit der „Nusra Front“ bekundet, und am Mittwoch hat der Anführer der Nationalen Koalition die US-Regierung aufgefordert, die Einstufung der Nusra Front als Terrororganisation rückgängig zu machen. Anti-Regierungsdemonstranten in Syrien schmähten unterdessen Obama und ließen die „Nusra Front“ hochleben. Die US-Regierung hat ihre Einstufung der Nusra Front als Terrororganisation jedoch nicht zurückgenommen.

Mit anderen Worten haben die USA einerseits die wesentlichen am Boden in Syrien operierenden bewaffneten Anti-Regierungskräfte offiziell als Terrororganisation gebrandmarkt und anderereits die politische Auslandsführung eben jener frisch als Terroristen eingestuften Gruppen quasi als legitime Regierung von Syrien anerkannt. Der mit den USA verbündete Staat Saudi Arabien hat der „Nationalen Koalition,“ also dem neuen Dachvrband der in Syrien operierenden Terroristen, in etwa gleichzeitig zu deren diplomatischer Anerkennung durch die USA und mit den USA verbündeten Staaten 100 Millionen Dollar an zusätzlicher „Hilfe“ versprochen. Iran hat als Reaktion auf die diplomatische Anerkennung der „Nationalen Koalition“ durch die USA und US-Verbündete, hingegen den iranischen Brigadegeneral Massoud Jazayeri öffentlich erklären lassen, die diplomatische Anerkennung der Terroristen durch die USA sei vergeblich, denn sie ändere an der militärischen Lage in Syrien nichts.

Des Weiteren hat die US-Regierung soeben Soldaten und Patriot-Raketen zu Stationierung in der Türkei bewilligt, wodurch die türksiche Regierung sich ermutigt fühlt, ihren Proxy-Krieg gegen Syrien intensivieren zu können. Außerdem schicken Deutschland und die Niederlande Soldaten und Patriot-Raketen in die Türkei, wobei inzwischen bekannt gegeben wurde, dass Deutschland seine Patriot-Batterien rund 100 km nördlich der Grenze zu Syrien aufstellt, woduch die deutschen Raketen aufgrund der geringeren Reichweite der Raketen technisch nicht in der Lage sein werden, syrisches Territorium zu erreichen. Außerdem ist wurde durch einen auf vermutlich aus dem deutschen Außenministerium geleakten Bericht bekannt, dass NATO-Generalsekratär Rasmussen, US-Außenministerin Hillary Clinton sowie ihre Kollegen aus Britannien und der Großtürkei innerhalb der NATO auf Gedanken in Richtung NATO-Angriffskrieg gegen Syrien drängen, während unter anderem Deutschland und die Niederlande dagegen sind.

Außerdem ist noch zu vermerken, dass die in wenigen Wochen aus dem Amt scheidende US-Außenministerin Hillary Clinton aufgrund von überraschenden Problemen mit einem Magen-Darm-Virus nicht zur Konferenz der Feinde Syriens nach Marokko geflogen ist, sie dort von ihrem Stellvertreter Bill Burns vertreten wurde, und die US-Botschafterin bei der UN, Susan Rice, die potentiell als ihre ihrer Linie zuzurechnende zionistische und kriegslüsterne Nachfolgerin galt, überraschend erklärt hat, sie stehe entgegen vorheriger Absichtsbekundungen für das Amt der US-Außenministerin nun doch nicht zur Verfügung. Das russische Außenministerium hat unterdessen öffentlich klargestellt, dass die Äußerungen von Bogdanow keinerlei Änderungen der russischen Syrien-Politik bedeuten.

Angesichts dieses widersprüchlichen Nachrichtensalats ist es nicht einfach, zu begreifen, was in der US-amerikanischen und russischen Politik in Bezug auf Syrien gerade geschieht. Sicherlich kann man den Salat so interpretieren, dass die USA die islamistische „Nusra Front“ zu Terroristen erklärt haben, um den pro-westlichen FSA-Terroristen den Sieg im Krieg zu bescheren, und dass das Bognanows Statement darauf zurückzuführen ist, dass Rusland sich hat bestechen lassen, beispielsweise mit der türksichen Zustimmung zu South Stream, und dafür Syrien verrät. Man kann den Salat aber auch ganz anders interpretieren. Um eine Idee davon zu bekommen, mag es nützlich sein, mit der Betrachtung der US-Außenpolitik zu beginnen.

Die wohl wichtigste Nachricht in Bezug auf die Außenpolitik der USA könnte in dem Nachrichtensalat leicht untergehen: Hillary Clinton ist weg vom Fenster. Offiziell hat sich Hillary Clinton bisher bloß aufgrund einer harmlosen Mageninfektion von Vize-Außenminister Bill Burns in Marokko vertreten lassen. Doch wenn ihre Sprecherin Vicoria Nuland gleichzeitig erklärt, das Treffen der ‚drei B‘ – Brahimi, Burns und Bogdanow – bleibe ein wichtiges Format für die Herbeiführung gemeinsamer Lösungen, dann steckt da mehr hinter. Nicht mehr Clinton führt auf US-amerikanischer Seite die Verhandlungen in Bezug auf Syrien, sondern Burns.

Dass Susan Rice nicht US-Außenministerin wird, ist ein dazu passendes Zeichen, dass in den USA nach der Wahl nicht nur die Außenministerin ausgetauscht wird, sondern auch eine deutliche Richtungsänderung der Außenpolitik stattfindet. Die Richtung, in der die Änderung gehen soll, ist auch sehr klar: nach Ostasien, dorthin, wo die USA um die Aufrechterhaltung ihrer Weltherrschaft ringen wollen. Gleich, wer den Job als neuer Außenminister bekommt, ob das John Kerry, Chuck Hagel, William „Bill“ Burns oder jemand anders wird, die USA werden sich außenpolitisch in der nächten Legislaturperiode an den Vorstellungen von Kurt Campbell orientieren, der sagt, die USA hätten zu viel in Irak und Afghanistan investiert und zuwenig in Ostasien. Anstelle der zionistischen Westasienfraktion wird in den nächten Jahren viel mehr als in den letzten Jahren die imperialistische Ostasienfraktion die Außenpolitik der USA bestimmen.

In Bezug auf Syrien bedeutet der anstehende US-Schwenk nach Asien, dass die USA da nach Möglichkeit nicht mehr signifikant militärisch involviert werden wollen. Um zu verhindern, in Syrien militärisch involviert zu werden, brauchen die USA nicht, wie von Clinton bei dem in der Süddeutschen geleakten NATO-Abendessen unmittelbar vor ihrer überraschenden Magenerkrankung beworben, Krieg gegen Syrien, sondern einen Kompromiss mit Russland. Schaut man sich an, was von Brahimi zu dem Treffen der drei „Bs“ am Montag in Genf berichtet wird, so klingt das im Vergleich zu seinen früheren Statements auffällig optimistisch. Die USA als auch Russland stimmen darin überein, dass eine politische Lösung basierend auf der Genfer Vereinbarung sowohl notwendig als auch möglich sei, heißt es da zum Beispiel. Die USA und Russland würden darin übereinstimmen, dass die Situation in Syrien so schlecht sei, dass etwas getan werden müsse, und sie hätten mit Brahimi vereinbart, sich in naher Zukunft wiederzutreffen, habe anschließend eine dipomatische Quelle gesagt, heißt es dazu bei Reuters weiter.

Damit, dass die USA die von der zionistischen Washington Post vor wenigen Monaten noch hochgelobte „Nusra Front“ als Terrororganisation eingestuft haben, haben die USA „etwas“ getan. Die USA haben damit nicht nur ein Verbot gegen US-Amerikaner verhängt, Unterstützung für die „Nusra Front“ zu leisten, sondern sie haben damit indirekt auch erklärt, dass militärische Maßnahmen der syrischen Armee gegen die „Nusra Front“ dem Grunde nach legitim und gerechtfertigt sind. Gegen Terrorismus muss vorgegangen werden. Dass dabei ab und zu etwas schief geht und zivile Kollateralschäden nie ganz vermieden werden können, versteht sich dabei von selbst, denn schließlich ist der mit Hitech-Präzisionswaffen ausgerüsteten US-Armee im Anti-Terror-Kampf im Irak und in Afghanistan auch mehr als genug schief gegangen. Damit, dass sich zahlreiche Anti-Regierungsbrigaden in Syrien mit Äußerungen wie „Wie sind alle Nusra-Front“ solidarisch erklärt haben, haben sie selbst ihre diplomatische Position weiter geschwächt. Die syrische Regierung und ihre Unterstützer können nun bei den Militäroperationen der syrischen Armee in ganz Syrien darauf verweisen, dass umfangreiche Aktivitäten der syrischen Armee notwendig sind, weil es eben sehr viele Nusra-Terroristen in Syrien gibt.

Diplomatie beruhen Gefallen üblicherweise auf Gegenseitigkeit. Der russische Gegengefallen für die amerikanische Einstufung der Nusra Front als Terrororganisation könnte in der Äußerung von Bogdanow bestanden haben. Dass die Möglichkeit besteht, dass die Anti-Regierungskräfte bei entsprechend massiver Unterstützung durch NATO- und GCC-Staaten den Terrorkrieg gegen die syrische Regierung gewinnen, ist eigentlich eine Binsenweisheit. Kein Kriegsausgang ist vor dem Ende bekannt. Bodganows Erklärung, dass die Anti-Regierungskräfte 60% des syrischen Territoriums kontrollieren und drauf und dran seien, Damaskus und Aleppo zu erobern, war eine zitierende Wiedergabe der Behauptung der Anti-Regierungskräfte, und bestand nicht darin, dass Bodganow oder Russland der Meinung sind, dass die Behauptung wahr ist. Die Erklärung, dass Anti-Regierungskräfte solche Behauptungen aufstellen, ist eigentlich keiner besonderen Erwähnung wert.

Seltsam ist allein, dass Bogdanow in staatlichen russischen Nachrichtenagenturen mit der Behauptung zitiert wird, dass die Anti-Regierungskräfte in Syrien immer mehr Territorium kontrollieren. Die Behauptung stimmt kaum mit den bekannten Fakten überein. In Damaskus und Aleppo sind die Terroristen in den letzten Tagen mit dem Versuch gescheitert, die Verbindungsstraßen zu den Flughäfen abzuschneiden, und haben dabei sehr hohe Verluste im Bereich von jeweils mehr als oder sogar mehreren Tausend Kämpfern erlitten. Nichts haben die Terroristen bei dieser Offensive neu erobert. In den letzten Tagen bei Sky News und im Independent erschienene Berichte westlicher Journalisten belegen, dass die syrische Armee in den letzten Monaten in der drittgrößten syrischen Stadt Homs deutliche Fortschritte gemacht hat, und die Aufständischen dort nur noch in einem ehr kleinen Gebiet den Ton angeben. Nahe der Autobahn von Homs nach Damaskus ist die syrische Armee zwar mit einigen Terroristennestern beschäftigt, aber die Straße ist passierbar. Auch keine andere Großstadt haben die Terroristen unter Kontrolle, weder Hama, noch Idlib, noch Daraa. In Deir Ezzor im Südosten Syriens, wo Terroristen wie in Homs und Aleppo einige Stadtteile kontrollieren, erleiden sie wie in Homs und Aleppo seit Wochen praktisch täglich schwere Verluste. Die großen Bevölkerungszentren, wo die Mehrheit der syrischen Bevölkerung lebt, sind allesamt unter der Kontrolle der Regierung. Das Einzige, was den Anti-egierungskämpfern mit ihrem seit fünf Monaten andauernden „totalen Kampf zum Sieg“ bisher gelungen ist, ist sich bei immer größeren Teilen der Bevölkerung durch Terrorismus, Gewalt, den Raub von Mehl und der Beschädigung der Energieversorgung nachhaltig unbeliebt zu machen.

Die in staatlichen russischen Agenturen wiedergegebene Behauptung von Bogdanow, dass die Anti-Regierungskräfte immer mehr Territorium kontrollieren, ist für das faktische Geschehen am Boden in Syrien ziemlich unerheblich. Jeder in Syrien weiß inzwischen, wie die Lage ist. Aufgrund von Bogdanows Behauptung wird wohl kein syrischer Soldat mehr desertieren. Und dass die Anti-Regierungskämpfer deswegen mehr Zulauf bekommen, darf auch bezweifelt werden. Aber die zionistische US-Außenamtssprecherin Victoria Nuland hat etwas zum Loben gefunden, eine gemeinsame Perspektive.

Das könnte für Syrien durchaus von Vorteil sein. Wenn es Russland gelingt, mit den USA eine Vereinbarung zu treffen, die über die Implementierung der Genfer Vereinbarung zu demokratischen Wahlen in Syrien führt, werden sich andere Unterstützer der in Syrien aktiven Terroristen, von Saudi Arabien über Katar und Türkei bis hin zu Britannien dem kaum entziehen können. Die diplomatische Anerkennung der Exil-Opposition durch die USA muss dabei übrigens nicht nur schlechte Konsequenzen haben. Am Boden in Syrien ändert sich dadurch erstmal überhaupt nichts. Die USA können sie aber als Druckmittel nutzen, um die Exil-Opposition zu zwingen, eine solche Vereinbarung zu akzeptieren und zur Einstellung des bewaffneten Kampfes aufzurufen. Macht sie das nicht, verliert sie die Unterstützung der USA, und damit praktisch Alles, was sie bis jetzt ausmacht. Halten sich die Brigaden am Boden nicht an eine solche Vereinbarung, können die USA der Exilopposition wie auch den Anti-Rgierungskämpfern in Syrien gesichtswahrend die diplomatische und geheimdienstliche Unterstützug entziehen, und bei zukünftigen Propagandageschichten im Stile von „böse syrische Armee ermordet das Volk“ darauf verweisen, dass die syrische Armee selbstverständlich mit der notwendigen Gewalt gegen die Terroristen der „Nusra Front“ vorgehen muss.

Das ist Alles noch nicht in trockenden Tüchern, keineswegs sicher, und das Morden kann sich noch lange hinziehen, aber es besteht durch die Neuausrichtung der US-Außenpolitik nach Ostasien und den damit verbundenen Änderungen in der Nahostpolitik der USA durchaus eine Chance, zu einer diplomatischen Lösung zu kommen. Die seltsam widersprüchliche Nachrichten aus Russland und den USA zu Syrien lassen sich also durchaus als ein Versuch interpretieren, diese diplomatische Chance zum Wohle Syriens zu nutzen.

19 Gedanken zu “Seltsam widersprüchliche Nachrichten aus Russland und den USA zu Syrien

  1. SEitdem die Deutsche Bundes Marine, den Waffen Fluss dort Kontrollieren soll, werden Waffen an die rebellen geliefert. Nicht ein Schiff wurde bis heute aufgebracht, obwohl wie bewiesen die Albanischen Mafia in Tirana, sogar illegale Waffen Lieferungen in die Region lieferten

  2. Dies halte ich für einen bemerkenswerten Artikel. Wer jedoch die Situation aufmerksam verfolgt weiß, daß genau dies bereits vor mehr als fünf Wochen ausgeführt wurde. Syrien soll soweit destabilisiert werden bis es keine Rolle mehr in der Region spielen kann. Dabei ist völlig unwichtig wer die Regierung stellt. Insgesamt ist die Situation für alle, die hier mitmischen eine Schande. Wie viele Kinder verloren Ihre Eltern? Wie viele Eltern verloren Ihre Kinder? Wie viele Schwestern ihren Brüder und Brüder ihre Schwestern?
    Wir können soviel Greul nicht mehr erfühlen!

  3. Wie kann man überhaupt die USA in irgendeiner Weise als Verhandlungspartner für eine friedliche Lösung in Betracht ziehen, wenn sie, die Briten, die Franzosen und mindestens noch die Türken mit Special Forces aktiv am Kampf in Syrien teilnehmen? Sie leugnen es ja nicht einmal…

  4. Wenn Syrien destabilisiert wird, ich werte hier nicht die demokratischen Qualitäten oder Mängel des Assad-Regimes, ebensowenig wie die des Obama-Regimes in den USA, dann sagen viele, käme sofort der Iran als nächstes an die Reihe, aber ich denke das stimmt nicht? Vermutlich würden automatisch die fein ausbalancierten Kräfteverhältnisse im Libanon ins Wanken geraten und dann vermutlich in Jordanien.
    Wem nutzt das Ganze? Wen schwächt das Ganze?
    Der Flüchtlingsdruck auf Europa wird gewaltig werden…

  5. Und schon wieder ein ausführlicher, gut recherchierter Text zum Syrien-Konflikt.
    In der Tat, es ist schwer aufzudröseln, was jetzt überhaupt Sache ist, zumindest ich hatte so meine Schwierigkeiten, noch durchzublicken.
    Und dann kam mir der Gedanke, daß das so gewollt ist. Nicht vom Parteibuch, sondern vom sogenannten Empire.
    Was will das Empire?
    Das Empire will vielleicht die Weltherrschaft, das wird aber nicht in absehbarer Zeit möglich sein.
    Das Empire will aber sofort die Kontrolle über die Rohstoffe im nahen Osten haben. Damit schwächt es den Hauptkonkurrenten China, Rußland ist kein ernstzunehmender Gegner, da wirtschaftlich viel zu schwach. Rußland hat Libyen verkauft, und wird auch Syrien fallenlassen, wenn der Deal so aussieht, daß die Destabilisierung der Länder aufhört, die zur russischen Einflußsphäre zählen.
    Alles läuft für das Empire nach Plan.
    Was das Empire überhaupt nicht will ist, demokratische Strukturen in der arabischen Welt schaffen.
    Das wäre nicht im Sinne der Märkte, der Investoren, der global agierenden Konzerne.
    Wohlmöglich würden dort funktionierende Sozialsysteme entstehen, eine Katastrophe für die Investoren. Was das Volk wegfrißt, landet nicht in den Kassen des Empires.
    Libyen war ein tiefer Stachel im Fleisch des Empires, den hat man erfolgreich entfernt.
    So wird es Syrien auch ergehen, dann Iran, man darf gespannt sein, welche Schweinerei man sich für den Iran ausgedacht hat.
    Das Ziel des Empires ist, Staaten, an deren Recourcen man Interesse hat, so zu destabilisieren, daß das Land unregierbar wird. Dann kommen bezahlte Söldnertruppen, und sichern den Abtransport des jeweiligen Reichtums, den so ein zerstörtes Land zu bieten hat. Da gibt es Beispiele genug.
    Und wo eben beschriebene Strategien nicht greifen, da unterwandert man grad mal die Regierungen, (Goldmann Sachs Netzwerk), und es kommt zu so seltsamen Entscheidungen wie der Rückkauf griechischer Staatsanleihen, bei dem die Hedgefonds des Empires einen zweistelligen Milliarden Betrag eingesackt haben.
    Man muß seinen Hut ziehen vor Staaten, die sich nicht vom Empire aussaugen lassen, Nord-Korea, Venezuela, Kuba um nur einige zu nennen, denen gehört unser Respekt.
    Ich denke, die einzige Möglichkeit, das Empire aufzuhalten ist, so viel Aufklärung wie möglich zu betreiben, so lange es noch geht.
    Was das Parteibuch und andere Web Seiten hier leisten, ist gewaltfreier Widerstand, das Empire ist nur durch massenhaften gewaltfreien Widerstand zu bremsen.

  6. @Frank Hildebrand
    Der zionistische Plan zur Zerstörung Syriens wurde, da Syrien aufgrund wirksamer russischer Verteidigungtechnik durch die NATO nicht vertretbaren Kosten zu erobern war, im Mai 2012 i Gang gesetzt. Das Parteibuch berichtete über den Feltman-Plan:

    https://nocheinparteibuch.wordpress.com/2012/05/27/die-feltman-operation/

    Zionistisches Ziel der Zerstörung Syriens ist es, damit die Hisbollah in Libanon zu schwächen.

    @almabu
    Frieden kann man nur mit Gegnern verhandeln. Die Alternative ist totaler Krieg und totale Zerstörung. Der Zeitpunkt für den Ansatz Russlands, mit direkten Verhandlungen mit den USA zum Ziel Frieden zu kommen, ist angesichts des in den USA anstehenden Politikwechsels, konkret die anstehende ENtmachtung der zionistischen Achse Clinton-Feltman-Rice nicht schlecht gewählt. Ob das klappt wird sich zeigen, aber einen Versuch könnte es wert sein.

    Die Frage, wem das Ganze, der ganze Krieg, nutzt, ist schlecht gestellt. Eine bessere Frage ist, wer hat in Bezug auf Syrien welche Interessen, und welche Mittel, seine Interessen duchzusetzen. In Bezug auf den Krieg in Syrien gibt es unterschiedliche Interessen. Israel und die zionitische Lobby wollen Syrien möglichst lang und kostspielig für die Verteidiger zerstören, um Hisbollah und Iran zu schwächen. Die Türkei will Syrien zu einer türksichen Kolonie machen, und von dort aus weiter gen Süden für die weitere Kolonialisierung ziehen. Saudi Arabien will möglichst langanhaltendes Blutvergießen in Syrien, damit der Wind des Wechsels dadurch aufgehalten wird und nicht nach Saudi Arabien kommt. Die Briten sind in der Hand der zionistischen Lobby. Obama war bis zur Wahl auch in der Hand der zionistischen Lobby, aber so wie es aussieht, hat er nun etwas Freiraum und will diesen Freiraum nutzen, um die USA erstens aus Nahost Richtung Ostasien abzusetzen und zweitens mit dem US-Rückzug aus Nahost Netanjahu die Rechnung für den Versuch, ihn abzuetzen, zu präsentieren. Ob Obama mit seiner Marketing-Strategie „Schwenk nach Asien“ stark genug sein wird, um die Entmachtung der zionistischen Seilschaften in seiner Regierung im zionistisch-republikanisch dominierten Repräsentantenhaus durchzusetzen, wird sich zeigen.

    @Hunsrücker
    Was das Empire will, ist möglichst viel Macht. Der Schwenk nach Asien bedeutet eine Wechsel der Taktik. Das über den nahen Osten gehende Aggresionskonzept zur Unterwerfung des Rests der Welt sah vor, die dortigen unabhängigen Staaten von Irak über Libyen, Syrien und Afghanistan bis zum Iran kriegerisch oder sonstwie zu unterwerfen, und von da aus weiter in Russlands südliche Flanke im Kaukasus und Zentralasien durchzustoßen, Russland niederzuwerfen und dann schließlich China einzukreisen und so die wesentlichen Teile der noch nicht unterworfenen Teile der Welt unter Kontrolle zu bringen, siehe Wesley Clark „sieben Länder in fünf Jahren.“ Bush hat die Ausführung dieses Planes begonnen. Wesentliche Komponente des Planes war es, zügig die Kontrolle über alle wesentlichen Öl- und Gasreserven im nahen Osten und in Zentralasien zu gewinnen. Der Plan hat jedoch nicht funktioniert. Die USA sind bereits im Irak steckengeblieben, und nach zehn Jahren standen die USA insgesamt viel schlechter da als zuvor, was der sinkende Anteil der USA an der Wetwirtschaftsproduktion sowie die stark angestiegenen Staatsschulden der USA bezeugen. Insbesondere China ist in den zehn Jahren aufgrund seiner Wirtschaftsleistung ein größerer und stärkerer Gegner für die USA geworden als es die Sowjetunion je war.

    Das Problem aus Sicht der USA: Chinas Wirtschaft wächst jeden Monat mehr als die gesamte Wirtschaft Syriens groß ist, aber die USA sind schon mehr als ein ganzes Jahr fast ausschließlich damit bschäftigt, zu versuchen, Syrien zu unterwerfen. Das ist also eine Strategie, die die USA insgesamt weiter zurückwirft. Die daggen formulierte Strategie „Schwenk nach Asien“ besagt, dass die USA weniger in den nahen Osten und die Kontrolle über die dortigen Energieressourcen investieren sollen, und sich stattdessen mehr darauf konzentrieren sollen, Partnerschaften mit großen, schnellwachsenden Staaten wie Indien, Brasilien, Indonesien und der Türkei für ein langfristiges Gegengewicht zu China aufzubauen. Machen die USA das nicht, wird China die USA schon in wenigen Jahren aufgrund seiner Wirtschaftsstärke an die Wand drücken können. Die Energieressourcen des nahen Ostens sind dieser Denkweise zufolge nachrangig.

    Viel bedeutender, gar von entscheidender Bedeutung, ist die Wirtschaftsleistung der großen und schnellwachsenden Staaten, insbesondere Indien und Indonesien, die von der Bevölkerung her der zweit- und viertgrößte Staat der Erde sind. Wenn Indien und Indonesien sich wie China industrialisieren und dabei unter US-Einfluss sind, dann können sie dieser Denkweie zufolge den USA als Gegengewicht zu China dienen. Israel und die zionistische Lobby schauen bei der Verwirklichung der Strategie Schwenk nach Asien „zufällig“ in die Röhre. EIn chelm, wer denkt, das wäre genau der Grund, warum Barack Obama, der mit Netanjahu und der Israel-Lobby noch ein ernsthaftes Hühnchen zu rupfen hat, eben diese Strategie implementieren will.

    Darum geht es.

  7. Der „Unsichtbare Allierte“ in der Front der selbstlosen Syrien-Demokratisierer wird einmal kurz erwähnt:

    http://www.nytimes.com/2012/12/15/world/europe/panetta-orders-deployment-of-us-anti-missile-units-in-turkey.html?_r=1&

    „…He said the United States was working with Turkey, Jordan and Israel to monitor Syria’s stockpiles of chemical weapons, and warned of “serious consequences” if Syria used them, but he did not offer any specifics…“ (Zitat: NEW YORK TIMES)

  8. Offensichtlich werden die Absetzbewegungen der USA von diesem Triumphirat , von Türkei, Katar und Saudi erkennbar und dass sie beim Status quo keine großeChance haben, vom Mittelmeer aus den nahen Osten zu erobern, denn zwischen der Türkei und dem Zielobjekt Syrien ein Keil, namens Kurdistan dazwischen liegt, welcher im Zuge dieser Auseinadersezungen an Potenz zugelegt hat. Erkennbar an den promten Resultaten der Peshmerga, welche da ganz kurz und hart diese Überfälle von der Türkei her, blutig zurückgeschlagen haben. Sowas tut dem Führer der Türken sehr weh, wenn seine Söldner mit blutigen köpfen zurück kommen. Als Resultat dieser Entwicklung wird sich auch immer mehr die Tentenz zu erkennen geben, dass die Kurden sich von ihren Herrscherländern abspalten um einen eigenen Staat zu gründen, verwirklichen. Was der türkische Führer mit seinem Großmannsgehabe natürlich gerne vom Tisch wischen möchte.

  9. Israels Erdgas

    Es geht nicht zuletzt auch um die riesigen Gaslagerstätten in der Levante, auf die Syrien sehr wohl einen berechtigten Anspruch erheben könnte. Thierry Meyssan hierzu auf Voltaire.org:

    „Aber das wichtigste ist das wirtschaftliche Interesse: riesige Reserven von Erdgas wurden im Osten des Mittelmeeres entdeckt. Das Zentrum der Lagerstätte ist in der Nähe von Homs in Syrien (genauer gesagt in Qârâ).“ Quelle

  10. @denkbonus
    Was zum Erdgas in Qara bisher bekannt ist, ist, dass dort seit letztem Jahr 400.000 m3 täglich gefördert werden. Die gesamten Gasserven Syriens werden auf 284 Milliarden m3 geschätzt.

    Quelle dieser Infomation ist eine Aussage von Oil Minister Sufian Allawi bei SANA im August 2011:

    http://www.naturalgasasia.com/syria-homs-gas-discovery

    400.00 m3 täglich ist nett, entspricht etwa 1500 Fass Öl pro Tag. aber sehr, sehr weit entfernt von einem gigantischen Schatz. Um eine glaubwürdige Ausssage treffen zu können, dass in einem Feld sehr große Vorkommen lagern, hätte viel mehr gebohrt werden müssen.

    Zum Vergeich: im Nordfeld von Katar liegen laut Wikipedia rund 900 TCF ( 25 Billionen m3) Gasreserven, gefördert werden sollen da 2012 rund 760 Mio m3 täglich.

    Das ist tatsächlich eine große Menge. Der Emir verendet das Gas zu einem Teil zur Alumniumproduktion, und einen anderen Teil des Gases verflüssigt er seit Kurzem kostspielig, um das Gas dann per Schiff unter anderem nach Europa, und da vornehmlich nach Britannien, zu exportieren.

    Viel billiger könnte der Emir in einer Pipeline sein Gas nach Europa transportieren, und da würde dann auch viel mehr Profit hängenbleiben. Von Europa ist auch schon eine Gaspipeline in die Richtung, also Richtung Türkei, geplant, die dringend nach einer guten Gasquelle sucht: Nabucco.

    Nur leider befindet sich zwichen Nabucco und dem Nordfeld von Katar ein Gürtel von mit dem katarischen Konkurrenten Russland befreundeter Länder, die eben aufgrund ihrer engen Bindungen an Russland kein Interesse daran haben, bei dem katarischen Projekt zur Übernahme des russischen Gasabsatzmarktes Europa mitzumachen. Leider, leider, aus der Sicht des Emirs und den Transatlantikern von Naboccu, ist also keine Pipeline von Katar zu Nabucco möglich.

    Es sei denn natürlich, man sprengt durch einen Regime Change ein Loch in den Gürtel Iran, Irak, Syrien, der Nabucco vom katarischen Nordfeld trennt. Dann könnte das Projekt einer Gaspipeline von Katar zu Nabucco und damit nach Europa verwirklicht weren. Regime Change zur Unterwerfung des Irak haben die transatlantischen Strategen bereits erfolglos versucht, grüne Revolte in Iran hat auch nicht geklappt, aber das kleine Syrien, da soll es nun klappen.

    Eine potentielle Pipeline Katar-Nabucco ist tatsächlich ein plausibles Gasenergie-Motiv für Regime Change in Syrien. Überbewerten würde ich das aber nicht. Bei dem gegenwärtigen Choas wird so ein Pipelinebau in Syrien noch auf Jahre schwirieg bleiben, und bis dahin ist womöglich Gasverflüssigungstechnik bereits deutlich preiswerter geworden, so dass sich so eine lange und teure Pipeline möglichereise gar nicht mehr richtig lohnt.

    @Menfred
    Die Geschichte mit den SS-26 Iskander scheint komplett auf eine Meldung von mashreghnews.ir zurückzugehen:

    http://www.mashreghnews.ir/fa/news/175860/%D8%A7%D9%84%D9%87%D9%87-%D9%88%D8%AD%D8%B4%D8%AA-%D8%A8%D9%87-%D8%B3%D9%88%D8%B1%DB%8C%D9%87-%D8%B1%D8%B3%DB%8C%D8%AF-%D8%A8%D8%B4%D8%A7%D8%B1-%D8%A7%D8%B3%D8%AF-%D9%87%D9%85%DA%86%D9%86%D8%A7%D9%86-%D8%AF%D8%B3%25D

    Von dieser Meldung haben Dutzende Journalisten abgeschrieben, bis hin zu Xinhua, die meldete, es gebe Medienberichte zu Iskanderlieferungen nach Syrien. An ursprünglicher Quelle konnte ich unterdessen nur mashreghnews.ir ausmachen. Keine schlechte Quele, aber wenn die Nachricht stimmt, müsste es dazu inzwischen eigentlich mehr Primärquellen geben.

    Fazit: An die Iskander in Syrien glaube ich erst, wenn aus Russland oder sonstwie eine klarere Bestätigung kommt. Es macht wenig Sinn, Abschreckungsraketen in Syrien zu stationieren, aber die Statioierung geheimzuhalten, eben weil dann der erwünschte Abschreckungseffeekt nicht erreicht wird.

  11. Hallo einparteibuch

    Könnt ihr mir was zu dieser Nachricht (falls echt) sagen ? Wie ist das zu bewerten ?

    Vielen Dank

    http://www.presstv.ir/detail/2012/12/09/277127/3000-us-troops-secretly-return-to-iraq/

    Over 3,000 US troops have secretly returned to Iraq via Kuwait for missions pertaining to the recent developments in Syria and northern Iraq, Press TV reports.

    According to our correspondent, the US troops have secretly entered Iraq in multiple stages and are mostly stationed at Balad military garrison in Salahuddin province and al-Asad air base in al-Anbar province.

    Reports say the troops include US Army officers and almost 17,000 more are set to secretly return to Iraq via the same route.

    1. @Hassan
      Mir ist die Meldung bekannt, aber da kann ich nichts zu sagen.

      Ich weiß nicht, ob die Meldung stimmt, und wenn ja, was dahinter steckt.

      Wundern würde mich das aber nicht. Klar ist ohnehin, dass im Irak noch jede Menge US-Soldaten unterwegs sind, die offiziell beispielsweise als „diplomatisches Personal“ für Aufgaben wie den Schutz von US-Botschaften und Konsulaten da sind, und es da außerdem noch jede Menge ausgeflaggte US-Soldaten gibt, die da offiziell als Söldner oder „Beauftragte der irakischen Regierung“ tätig sind.

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