Wie Klimapolitik zum gezielten Schüren von Vorurteilen gegen China benutzt wird

In der kürzlich veröffentlichten Huawei-Studie „Deutschland und China – Wahrnehmung und Realität“ wurde im Kern festgestellt, dass die deutsche Medienberichterstattung über China überwiegend negativ gefärbt ist, wodurch es wenig verwunderlich ist, dass das China-Bild vieler Deutscher einerseits durch schlechte Kenntnisse von Fakten und andererseits durch ablehnende Meinungen geprägt ist. Eines der Themen, wo die deutschen Vorurteile gegen China besonders groß sind, ist „Klimapolitik“.

Vorab zu diesem Artikel, da beim Thema Klimapolitik an sich eines der in der Meinungsmache besonders hart umkämpften globalen Themen ist, eine Vorbemerkung.

Da das globale Experiment, in noch nie dagewesenem Umfang fossile Energieressourcen zu verbrennen, bisher noch nicht durchgeführt wurde, gibt es auf die Frage, welche mittel- und langfristigen Folgen das auf die Bedingungen von menschlichem Leben auf dem Planeten Erde haben wird, bisher keine durch ein reales Experiment bestätigte wissenschaftliche Antwort. Es gibt dazu neben Graubildern im Wesentlichen die beiden jeweils von mächtigen und kapitalkräftigen Lobbygruppen beflügelten Meinungen, dass es ganz fürchterlich schlimm sein wird oder dass es überhaupt nicht schlimm sein wird, und beide Meinungen haben ebenso wie die Grautöne zahlreiche genuine Anhänger. Darum, ob und wenn ja, welche Meinung richtig ist, soll es in diesem Artikel nicht gehen.

Fakt ist jedenfalls, dass zahlreiche Menschen in Deutschland und anderswo der Meinung sind, dass es keine gute Idee ist, auf der Erde in kurzer Zeit in unbegrenztem Umfang fossile Energieressourcen zu verbrennen und CO2 auszustoßen, und diese Menschen danach streben, den globalen Ausstoß von CO2 zu begrenzen, und das genuine Bestreben dieser Menschen und der sie unterstützenden Lobby zur Etablierung einer globalen Klimapolitik geführt hat. Fakt ist dabei auch, dass sich mit dem genuinen Bestreben dieser Menschen nach einer Begrenzung des globalen Ausstoßes von CO2 durch einseitige Faktendarstellungen Meinungsmache gegen fremde Staaten betreiben lässt und Vorurteile gegen fremde Staaten geschürt werden können. Darum, wie das Thema Klimapolitik massenmedial zum Schüren von Vorurteilen gegen China genutzt wird, geht es in diesem Artikel. Um die Verkommenheit der Klimapolitik der westlichen Welt wenigstens ansatzweise zu begreifen, ist es jedoch notwendig, zunächst einige Etappen in der Geschichte der globalen Klimapolitik zurückzuverfolgen.

Das machtvolle Bestreben um eine Begrenzung des weltweiten CO2-Ausstoßes geht in erster Linie zurück auf Wissenschaftler, Naturschützer und andere Aktivisten in der westlichen Welt, die aus der Sorge heraus engagierten, ein unbegrenzter CO2-Ausstoß werde zu einer drastischen Verschlechterung der menschlichen Lebensgrundlagen auf dem Planeten Erde führen. Die wesentlichen sich daraus ergebenden politischen Vorschläge waren, einerseits in Industrieländern beispielsweise durch bessere Gebäudedämmung, effizientere Automotoren und energiesparende Produktionsverfahren Energie zu sparen, und andererseits möglichst die Energieversorgung weg von fossilen Brennstoffen in Richtung regenerativer Energie umzustellen.

Angesichts dessen, dass der politische Ansatz der Klimaschutzbewegung darauf abzielt, den Verbrauch fossiler Energie zu vermindern, ist es verständlich, dass kapitalkräftige Unternehmen, deren Geschäft der Verkauf fossiler Energie und darauf basierender Produkte ist, also in erster Linie die großen, meist westlichen Ölfirmen, Klimapolitik ablehnen, und ihre mächtige Lobby und ihre immmensen Machtmittel dazu eingesetzt haben, um, ganz gleich wie die Fakten wirklich sind, die Ansicht gesellschaftlich durchzusetzen, dass Klimapolitik und das Ziel der Reduzierung des globalen CO2-Ausstoßes eine unnütze, wirtschaftsschädigende und überhaupt insgesamt eine auf mangelhaften wissenschaftlichen Grundagen basierende schlechte Idee ist. Es verwundert wenig, dass der der US-amerikanischen Energiewirtschaft nahestehende US-Präsident George W. Bush sich diese Sicht auf Klimapolitik bei seinem Amtsantritt zu eigen gemacht hat.

Um den Minderungseffekt bezüglich des CO2-Ausstoßes welteit entscheidend zu vergrößern, war eine Idee der urspünglichen Klimaaktivisten, klimaschonende Technologien günstig oder geschenkt als Entwicklungshilfe in Entwicklungsländer zu transferieren. Um einmal ein fiktives, aber in der Geschichte der Diskussion von globaler Klimapolitik durchaus realistisches Beispiel zu wählen: Wenn der Industriestaat Deutschland in sonnenreiche afrikanische Staaten Solartechnologie zum Essen-Kochen kostenlos als Entwicklungshilfe überträgt, dann kommt das sowohl den Bevölkerungen der die Technologie empfangenden afrikanischen Staaten zugute, weil die dortigen Menschen ihre Wälder, die ihre Lebensgrundlage sind, dann nicht mehr als Feuerholz verbrennen müssen, als auch der deutschen Bevökerung zugute, weil die Bevölkerung von Hamburg durch einen durch das Verbrennen von afrikanischen Wäldern beförderten Klimawandel verursachten Meeresanstieg keine nassen Füße bekommt, und den Bayern ihre Ski-Gebiete nicht durch CO2-bedingte globale Erwärmung schmelzen. Der gleiche Effekt würde beispielsweise eintreten, wenn beispielsweise Japan China Technologie zur Erzeugung von Wind- oder Solarenergie schenkt, damit China nicht so viele CO2-intensive Kohlekraftwerke zur Energieversorgung seiner Bevölkerung bauen muss, oder wenn Deutschland Russland Technologie übergibt, die Russland beim Bau energieeffizienter Automotoren hilft.

So lässt sich eine Win-Win-Situation erzeugen und gleichzeitig würden die entwickelten Länder so einen nützlichen und praktischen Beitrag dazu leisten, Entwicklungsländer wenigstens mal ansatzweise für das Unrecht zu entschädigen, dass sie ihnen in der Vergangenheit mit räuberischen und verbrecherischen Konzepten wie Sklavenhandel, Kolonialismus, Angriffskriegen und Imperialismus angetan haben. In der Pflicht, zur Verminderung des globalen CO2-Ausstoßes eine ökonomische Anstrengung zu leisten, wurden die entwickelten Länder gesehen, denn die entwickelten Länder verursachten einerseits mit ihrer luxuriösen und energiefressenden Lebensweise den größten Teil des globalen CO2-Ausstoßes und andererseits waren sie aufgrund ihrer ungerechten Ausbeutungspolitik der dritten Welt gegenüber haupt- oder jedenfalls entscheidend mitverantwortlich dafür, das die Entwicklungsländer nicht über den wirtschaftlichen Spielraum und die notwendige Technologie verfügten, um effiziente Klimaschutzpolitik betreiben zu können. Die meisten Menschen in den Entwicklungsländern hatten – und haben – andere Hauptsorgen als den globalen CO2-Ausstoß, zum Beispiel gegenwärtig nicht zu verhungern oder zu erfrieren.

Die wesentlichen Fakten, auf denen diese ursprünglich der Klimaschutzbewegung innewohnende Sichtweise beruht, sind bis heute die Gleichen geblieben. Betrachtet man die in der OECD zusammengeschlossenen sogenannten entwickelten Staaten der Welt zusammengeschlossenen Staaten insgesamt, so läst sich erkennen, dass diese 34 vergleichsweise kleinen und reichen Staaten, wie es auf der – etwas veralteten – Webseite des Handelsbeauftragen des US-Präsidenten nachzulesen ist, 18% der Weltbevölkerung repräsentieren und über 78% der Weltwirtschaftsleistung auf sich vereinigen. Zum Erbringen ihrer Wirtschaftsleistung genehmigen es sich die 18% der Weltbevölkerung repräsetierenden OECD-Staaten gegenwärtig, rund 33% des weltweiten CO2-Ausstoßes zu verursachen. Die 82% der Weltbevölkerung, die nicht zu den in der OECD organisierten entwickelten Staaten gehören, verursachen lediglich etwa 67% des globalen CO2-Ausstoßes. In konkreten Zahlen ausgedrückt bedeutet das bei einem globalen CO2-Ausstoß von 34 Milliarden Tonnen pro Jahr und 7 Milliaren Menschen Weltbevölkerung, dass gegenwärtig ein Bürger eines OECD-Staates durchschnittlich 8,9 Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr aufweist, während ein Bürger eines Nicht-OECD-Staates durchschnittlich lediglich 4 Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr aufweist.

Ein erster Schritt zu einer gerechten und effizienten globalen Klimapolitik, wie sie reiche und entwickelte OECD-Staaten wie Deutschland fordern, könnte also darin bestehen, dass die OECD-Staaten ihren CO2-Ausstoß erstmal um 55% auf ein relativ „klimafreundliches“ Pro-Kopf-Niveau von 4 Tonnen jährlich pro Kopf senken, wie es die Nicht-OECD-Staaten, also die Entwicklungsländer, durchschnittlich pro Kopf aufweisen. Schon diese Maßnahme der entwickelten OECD-Staaten, die sie zum Beispiel mit der Einführung einer wirksamen, also kräftigen und lenkenden CO2-Steuer auf ihren fossilen Energieverbrauch erreichen könnten, würde den globalen CO2-Ausstoß um über 6 Milliarden Tonnen jährlich, oder anders ausgedrückt, um über 18% des gegenwärtigen globalen CO2-Ausstoßes, senken.

Natürlich wäre das nicht gerecht. Der prominente Politikwisenschaftler Kishore Mahbubani aus dem chinesisch-sprachigen Nicht-OECD-Staat Singapur hat das bereits vor Jahren überzeugend dargelegt. Wie jedem Klimapolitiker bekannt ist, besteht ein Großteil des CO2-Problems darin, dass die entwickelten Staaten bei der Entwicklung ihrer Wirtschaft über Jahrzehnte hinweg in schier unbegrenzter Menge Treibhausgase wie CO2 in die Atmosphäre geblasen haben, und es dadurch verursacht haben, dass sich in der Höhe der Erdatmosphäre viele „Klimagase“ angesammelt haben, die schädliche Auswirkungen auf das weltweite Klima haben, sich dort nur über die Jahrzehnte abbauen und Entwicklungsländern, die verantwortungsbewusst in Bezug auf das Klimarisiko von CO2-Ausstoß handeln wollen, den industriellen Entwicklungsweg versperren, den die Industrieländer in der Vergangenheit ohne Rücksicht auf die Entwicklungsländer genommen haben. Da in den vergangenen Jahrzehnten die Entwicklungsländer stark zurückgesteckt haben, ihre verantwortlich vertretbaren Klimaverschmutzungsrechte wahrzunehmen, ist es nun aus Gründen der globalen Gerechtigkeit an der Zeit für die Industrieländer, die Entwicklungsländer bei der wirtschaftlichen Entwicklung mehr zum Zuge kommen zu lassen. Das bedeutet, dass die Industrietaaten nun für einige Jahrzehnte verpflichtet sind, zum Ausgleich für vergangene Überbeanspruchungen ihres Kontingents, die Atmosphäre deutlich weniger mit Klimagasen wie CO2 zu verschmutzen, als die Entwicklungsländer dies zum Wohle ihrer wirtschaftlichen und industriellen Entwicklung nun tun. Nachdem die Entwicklungsländer sich über Jahrzehnte hinweg pro Person nur einen Bruchteil des CO2-Ausstoßes der Industriestaaten genehmigt haben, ist es nun also aus Gründen der globalen Gerechtigkeit an der Zeit, dass die Industrieländer ihren CO2-Ausstoß pro Kopf über einige Jahrzehnte hinweg auf einen Bruchteil des CO2-Ausstoßes po Kopf der Entwicklungsländer reduzieren, bis der über die Jahre und Jahrzehnte aufsummierte CO2-Ausstoß pro Kopf ausgeglichen ist.

Selbstverständlich ist jedem klar, dass der CO2-Ausstoß einer Volkswirtschaft eine starke Korrelation mit der wirtschaftlichen Entwicklung aufweist. Eine brummende Volkswirtschaft konsumiert viel Energie, die zu einem großen Teil fossil ist, und das verursacht eine hohe CO2-Emission. Ein schrumpfende Volkswirtschaft verbraucht hingegen weniger Energie, die zu einem großen Teil fossil ist, und ihr CO2-Ausstoß sinkt dadurch. Legt man einer Volkswirtschaft administrative Beschränkungen beim Energieverbrauch auf, beispielsweise durch hohe Steuern auf fossile Energie oder administrative Zwangsmaßnahmen, so hemmt das die wirtschaftliche Entwicklung und den Wohlstand der Volkswirtschaft.

Man könnte zum Beispiel, rein theoretisch, den CO2-Ausstoß des deutschen Individualverkehrs drastisch senken, indem der Staat jeden zweiten PKW, oder beispielsweise jeden PKW einer geraden (oder ungeraden – da kann man einen Losentscheid durchführen) Endziffer auf dem Nummernschild, einsammelt und verschrotten lässt, und auch die Neuzulassungen gesetzlich auf die Hälfte der gegenwärtigen Zulassungen beschränkt. Theoretisch wäre es kein Problem, dass die dann ehemaligen Autofahrer zukünftig öffentliche Nahverkehrsmittel und Fahrgemeinschaften nutzen, deren Auslastung dann steigen würde. Machbar wäre das theoretisch und es hätte auch „klimafreundliche“ Auswirkungen, aber selbstverständlich wäre das mit einem zumindest subjektiv wahrgenommenen Verlust an Lebensqualität derjenigen verbunden, die zukünftig anstatt bequem mit dem eigenen Auto fahren zu können, unbequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren müssten. Wer kein Losglück hatte und für dringende Wege wie für die Fahrt zur Arbeit unbedingt einen eigenen PKW braucht, könnte natürlich gegen Zahlung eines Entgeltes mit jemandem tauschen, der mehr Losglück hatte.

Selbstverständlich könnte anstelle einer zwangsweisen Verschrottung jedes zweiten Autos auch über eine Anhebung der Benzin- und PKW-Steuer oder einer Maut diskutiert werden, die den gleichen volkswirtschaftlichen Effekt, also die ENtfernung jedes zweiten Autos von der Straße, hätte. Aus so einer Klimapolitik resultierende vorübergehende Volksaufstände könnten mit ordentlich bezahlten Sicherheitskräften niedergeschlagen werden.

Wenn eine Klimapolitik, die den deutschen CO2-Ausstoß auf das Niveau eines Entwicklungslandes herabsetzt, von der Bevölkerung als so richtig und wichtig angesehen würde, dass das von der Bevölkerung als notwendige Maßnahme begriffen würde, unter anderem vielleicht damit die Hambuger keinen nassen Füße bekommen und die Skigebiete der Bayern weiter Schnee führen, dann ließe sich das möglicherweise sogar demokratisch durchsetzen. Was sich aber überhaupt nicht vermeiden ließe, wären negative volkswirtschaftliche Effekte. Wenn nur noch die Hälfte an Autos zugelassen würden, würden weniger Autos verkauft werden und Autofabriken schließen müssen. Zahlreiche wirtschaftlich von der Autowirtschaft anhängige Menschen in Deutschland würden arbeitslos werden, und die Gesamtleistung der Volkswirtschaft würde sinken. Das gilt umso mehr, wenn positive fiskalische Effekte wie sich aus Steuererhöhungen ergebende potenzielle zusätzliche Steuereinnahmen dazu verwendet würden, Entwicklungsländern dabei zu helfen, ihren CO2-Ausstoß zu senken. Natürlich ist es nicht so, dass klimapolitische Zwangsmaßnahmen nur entwickelte Länder in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung behindern. Wenn in Entwicklungsländern eine Autofabrik aufgrund von Klimapolitik nicht gebaut wird, stört das ihre wirtschaftliche Entwicklung genauso, wie wenn in entwickelten Staaten eine Autofabrik aufgrund von Klimapolitik geschlossen wird.

Spätestens so etwa um die Zeit des Amtsantritts von Barack Obama herum gab es einen Wandel in der Einstellung der USA zur Klimapolitik. Die USA waren urplötzlich für strikte und verbindliche globale CO2-Reduzierungen. Im Unterschied zum bisherigen Konzept der Klimapolitik, demzufolge reiche und entwickelte Staaten zum Zweck des Wohlergehens der Menschheit ihren CO2-Ausstoß reduzieren und Entwicklungsländern durch Technologietransfer bei einer klimafreundlichen Wirtschaftsentwicklung helfen müssen, wies das von US-Präsident Barack Obama vertretene Konzept der Klimapolitik allerdings wesentliche Änderungen auf.

Kern des Obama-Konzepts war der Vorschlag, dass alle Staaten und Unternehmen auf Basis des Status Quo Klimaverschmutzungrechte geschenkt bekommen sollten, diese Klimaverschmutzungrechte an Klimabörsen wie Aktien gehandelt und dann schrittweise reduziert werden sollten. Durchgesetzt werden sollte das Konzept durch international verbindliche Handelsstrafen. Das bedeutete, wenn irgendein Entwicklungsland zukünftig zu seiner Entwicklung irgendwo eine neue Fabrik bauen wollte, würde es dazu zukünftig in einem Industrieland Klima-Verschmutzungsrechte kaufen müssen. Jede mit CO2-Ausstoß einhergehende Entwicklung eines Entwicklungslandes wäre damit mit einer an Industriestaaten zu entrichtenden Strafgebühr belegt worden. Die gerechte Idee einer der Gerechtigkeit willen zu leistenden Entwicklungshife wäre so einmal mehr in einer neuen Variante des Kolonialismus auf den Kopf gestellt worden. Angesichts der bei Realisierug des Obama-Planes von Klimabörsen zu zukünftig erwartenden leistungslosen Transferzahlungen von Entwicklungsländern an entwickelte Staaten ist gut zu verstehen, dass mächtige Interesengruppen in den entwickelten Staaten, allen voran Investmentbanken in den USA, zu euphorischen Befürwortern von Klimapolitik geworden sind.

Es versteht sich von selbst, dass es spätestens zu diesem Zeitpunkt eine von der Aussicht auf gigantische Transferzahlungen von Entwicklungsländern an entwickelte Staaten wie die USA getriebene mächtige Lobby gab, die in ihrem Kampf um solche klimapolitischen Transferzahlungen mit nicht minder rüden Methoden gearbeitet hat, als zuvor die Lobby der Ölfirmen gegen jegliche Klimapolitik gearbeitet hat. Klimapolitik war damit zu einem Instrument der entwickelten Staaten geworden, um leistungslose Transferzahlungen von Entwicklungsländern an entwickelte Staaten, also etwa eine Art globale Entwicklungssteuer, zu erpressen. Bei diesen Transferzahlungen, die durch von den USA vorgeschlagene Instrumente wie eine globale Klimabörse anfallen würden, geht es auch nicht um Kleinigkeiten, sondern zumindest potentiell, wenn das politische Instrument globale Klimabörse wirken soll, um riesige Summen, die mehrere Prozentpunkte der Wirtschaftsleistung eines Entwicklungslandes ausmachen können, und entscheidend dafür sein können, ob sich ein Entwicklungsland überhaupt entwickeln kann oder nicht.

Dem dreisten Versuch der entwickelten Staaten, mit Klimapolitik leistungslose Transferzahlungen von Entwicklungsländern an entwickelte Staaten zu erpressen, hat der Regierungschef des größten und wirtschaftsstärksten Entwicklungslandes, der chinesische Premier Wen, beim Klimagipfel in Dänemark im Dezember 2009 ein jähes Ende bereitet. Beim Klimagipfel in Dänemark haben die entwickelten Staaten versucht, die Enticklunsgländer und ihren wesentlichen Fürsprecher China zu übertölpeln, indem sie „vergessen“ haben, China vorab eine Einladung zum als für die Verhandlungen entscheidend erachteten Abendessen bei der Königin von Dänemark zu überbringen. Dabei haben die entwickelten Staaten offensichtlich darauf gehofft, dass, wenn China auf die entscheidende Verhandlungsunde nicht vorbereitet ist, China dem Druck der von US-investmentbanken inszenierten Propaganda erliegt und dem ungerechten US-amerikanischen Klimabörsenmodell von leistungslosen klimapolitischen Transferzahlungen von Entwicklungsländern an die entwickelten Staaten unüberlegt und spontan zustimmt. Der chinesische Regierungschef Wen hat darauf reagiert, indem er zu dem entscheidenden Treffen, das seiner Übertölpelung dienen sollte und zu dem er vorab gerade deshaln nicht eingeladen war, einfach nicht hingegangen ist, und damit den Klimagipfel in Kopenhagen 2009 platzen lassen hat. Nachdem sich der propagandistische Pulverdampf der entwickelten Staaten, die überhaupt nicht verstehen wollten, warum der chinesische Regierungschef an der Sitzung, zu der er nicht vorab eingeladen war, nicht teilgenommen hat, verzogen hatte, blieb als Erkenntnis übrig, dass China es kategerorisch ablehnt, dass globale Klimapolitik zum Ergebnis hat, dass Entwicklungsländer gezwungen werden, leistungslose Transferzahlungen an entwickelte Staaten zu erbringen. Mit der Ablehnung von klimapolitischen Strafzahlungen von Entwicklungsländern an entwickelte Länder durch die Hintertür des US-Konzepts einer globalen „Klimabörse“ steht China auch nicht allein da, sondern hat dabei die Entwicklungsländer nahezu geschlossen hinter sich.

Als nach dem Klimagipfel in Dänemark klar wurde, dass die armen Entwicklungsländer unter keinen Umständen bereit sind, klimapolitische Strafzahlungen an reiche und entwickelte Länder mit hohem CO2-Ausstoß wie die USA zu leisten, haben Barack Obama und seine US-Regierung sich ganz plötzlich umentschieden und lehnen seitdem verbindliche globale Klimavereinbarungen wieder ähnlich prinzipiell ab wie George W. Bush zuvor. Auch die von Wallstreetbankern und Börsianern gestellte „Klima-Lobby“ ist seitdem urplötzlich wie vom Erdboden verschluckt. China hingegen hat sich unverbindliche Selbstverpflichtungen auferlegt, sein Wirtschaftswachstum nach Möglichkeit so zu gestalten, dass dabei auf Energiesparen, Energieeffizienz und einen großen Anteil regenerativer Energiequellen wie Sonne und Wind wert gelegt wird. Verbindliche Klimaziele lehnt China seit dem Versuch der Entwicklungsländer, China in Dänemark zu übertölpeln, bisweilen ab, da China darin ein Instrument der entwickelten Länder sieht, Entwicklungsländern Geld oder Wirtschaftleistung abzupressen. Erst für 2020, wenn China wirtschaftlich voraussichtlich so stark sein wird, dass China bei den weltweiten Handelsregeln und damit bei gegebenenfalls als klimapolitische Strafen zu verhängenden Sanktionen gegen „Klimasünder“ aufgrund seiner Stärke entscheidend mitreden kann, ist China bindenden globalen klimapoltischen Verpflichtungen gegenüber wieder offen. Aufgrund der hinreichen demonstrierten Unaufrichtigkeit der entwickelten Länder in Sachen Klimapolitik gibt es bis dahin von China nur ehrgeizige, aber unverbindliche Selbstverpflichtungen. Dazu, Entwicklungsländern Geld oder Wirtschaftskraft abzupressen, taugt Klimapoltik damit nicht mehr.

Klar ist dabei, dass die wirtschaftliche Entwicklung von Entwicklungsländern zu Industriestaaten in China genau wie in anderen Entwicklungsländern mit einem insgesamt erhöhten CO2-Ausstoß einhergehen wird. Verstärkt wird der Effekt des an das Wirtschaftswachstum gekoppelten höheren CO2-Austoßes in Entwicklungsländern dadurch, dass, wenn es Entwicklungsländern wie China gelingt, den entwickelten Staaten aufgrund höherer Wettbewerbsfähigkeit und niedrigeren Löhnen globale Marktanteile im Bereich energieintensiver Industrien, wie etwa der Schwerindustrie, also zum Beispiel Stahl- und Aluminiumproduktion, abzunehmen, der durch diese Industrien, gleich wo die Fabriken stehen, anfallende CO2-Ausstoß, von entwickelten Staaten in Entwicklungsländer verlagert wird.

Die Entwicklungsländer wünschen sich mehrheitlich eine Klimapolitik, von der sie sich erhoffen, dass dadurch verheerende Katastrophen wie klimabedingte Dürren und Überflutungen effizient bekämpft werden, aber sie meinen, den entwickelten Staaten gehe es bei der globalen Klimapolitik vor allem darum, ihren Wohlstandsvorsprung vor Entwicklungsländern zu verteidigen. Natürlich sehen die entwickelten Staaten wie Deutschland und die USA das alles ganz anders, aber das in etwa ist der wesentliche Hintergrund zur verlogenen Klimapolitik der entwickelten und reichen Staaten der Welt aus Sicht der Entwicklungsländer, den man kennen muss, um die gegenwärtige Diskussion zu verstehen. Als Gipfel von klimapolitischer Heuchelei der entwickelten Staaten kann man es dabei ansehen, dass Handelspolitiker von reichen und entwickelten Staaten wie den USA und der EU kürzlich Wirtschaftssanktionen gegen China verhängt haben, mit der ausdrücklichen Begründung, der chinesische Staat gebe zuviel Geld dafür aus, um die Entwicklung einer leistungfähigen Industrie zur Solarenergieerzeugung in China voranzutreiben, während die Klimapolitiker der gleichen reichen und entwickelten Staaten China gleichzeitig vorwerfen, nicht genug in eine wirtschaftliche Entwicklung, die möglichst weitgehend auf regenerativen Energien basiert, zu investieren.

Nach dieser langen Vorbemerkung nun zum eigentlichen Thema dieses Artikels, nämlich wie das Thema Klimapolitik in Deutschland massenmedial zum Schüren von Vorurteilen gegen China genutzt wird. Die Huawei-Studie stellt bezüglich der Meinung der deutschen Bevölkerung zum Thema Klimaschutz und China fest:

„82 Prozent der Deutschen sehen Chinas Position im internationalen Vergleich im Bereich Klimaschutz auf dem letzten Platz bzw. im unteren Drittel. 36 Prozent sagen, China ist Letzter.“

Das von den zuständigen Forschungseinrichtungen der EU eingeräumte Faktum, dass die CO2-Emissionen pro Kopf in Deutschland gegenwärtig etwa 9,9 Tonnen pro Jahr betragen, und die CO2-Emissionen pro Kopf in China mit 7,2 Tonnen pro Jahr deutlich geringer als in Deutschland sind, ist vielen Deutschen entweder nicht bekannt oder nicht bewusst. Genausowenig bekannt ist vielen Deutschen, dass auch die durchschnittlichen CO2-Emissionen pro Kopf in der EU 2011 mit 7,5 Tonnen pro Jahr größer als die in China sind und die durchschnittlichen CO2-Emissionen pro Kopf in den USA mit 17,3 Tonnen pro Jahr weit mehr als doppelt so groß wie die der chinesischen Bevölkerung sind.

Der chinesische CO2-Ausstoß wird in Zukunft weiter zunehmen. Da China bislang pro Kopf nur über einen Bruchteil der Wirtschaftsleistung der entwickelten Staaten verfügt, der Großteil der chinesischen Bevölkerung also nach wie vor im Vergleich zur Bevölkerung der entwickelten Staaten sehr arm ist, und die chinesische Wirtschaft weiterhin recht schnell wachsen soll, eben um der Bevölkerung etwas mehr Wohlstand als bisher zu bringen, und das Wirtschaftswachstum von Entwicklungsländern eng mit CO2-Ausstoß gekoppelt ist, ist es trotz aller Anstrengungen zum möglichst „grünen“ Wirtschaftsaufbau geradezu unvermeidbar, dass eine erfolgreiche chinesische Wachstumspolitik auch weiterhin zu einer Erhöhung des chinesischen CO2-Ausstoßes führen wird. Wer von China fordert, dass ein CO2-Ausstoß sinkt, verlangt von der chinesischen Bevölkerung, dass sie aus klimapolitischen Gründen arm bleiben muss. China hat sich dabei im Bereich des grüneren Wirtschaftsaufbaus mit einer Verringerung des CO2-Ausstoßes um 40% relativ zum Bruttoinlandsprodukt bis 2020 ein sehr ehrgeiziges Ziel gesetzt, und hat auch kostspielige Maßnahmen ergriffen, wie beispielsweise einen massiven Ausbau von regenerativen Energiequellen, Subventionsprogramme für energieeffiziente Elektrogeräte und Verpflichtungen zur besseren Gebäudedämmung, um das ehrgeizige Ziel auch erreichen zu können. Wenn China bis 2020 seine Wirtschaftsleistung wie geplant um etwa 80 bis 90% steigert, und es gleichzeitig wie anvisiert schafft, seinen CO2-Ausstoß um 40% pro Wirtschaftseinheit zu verringern, dann wird der chinesische Pro-Kopf-Ausstoß von CO2 bis zum Jahr 2020 in etwa auf das heutige deutsche Pro-Kopf-Niveau von rund 10 Tonnen pro Kopf und Jahr ansteigen, und somit rund 60% des heutigen Pro-Kopf-Niveaus der USA erreichen.

Betrachtet man den CO2-Ausstoß pro Staat, dann ist China natürlich, da China mit über 1,3 Milliarden Einwohnern der größte Staat der Erde ist, bereits jetzt mit gegenwärtig rund 9 Milliarden Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr vor den USA, die rund 6 Milliarden Tonnen CO2-Ausstoß pro Jahr aufweisen, der mit einigem Abstand größte CO2-Emittent der Welt.

In Deutschand und den USA ist es hingegen zu erwarten, dass der CO2-Ausstoß pro Kopf in den nächsten Jahren sinkt, ohne dass Deutschland oder die USA dazu irgendeine politische Anstrengung erbringen müssten. Der Grund dafür ist, dass in Deutschland und den USA einerseits kaum Wirtschaftswachstum erwartet wird, anderereits Industrieunternehmen weiter Produktionsstandorte in Entwicklungsländer mit niedrigeren Löhnen verlegen werden, während die profitablen und klimapolitisch vergleichsweise sauberen Schreibtischberufe in den entwicketen Ländern zunehmen werden, und außerdem steigende Rohöl- und Energiepreise am Weltmarkt dafür sorgen werden, dass Verbraucher mehr Wert auf Energieeffizienz ihrer Mobilität und Elektrogeräte legen werden. Politisch ist Deutschland vor einigen Monaten dadurch aufgefallen, dass Deutschland die Solarförderung stark gekürzt und damit die politische Entscheidung getroffen hat, lieber mehr fossile Energie zu verbrauchen, als zuviel Geld für eneuerbare Energien, also praktische Klimapolitik, auszugeben. Wirtschaftswachstum zu generieren hat in Deutschland gegenwärtig also politisch eindeutig Vorrang vor Klimapolitik, und in den USA ist das nicht anders.

Das einzige, wozu Klimapolitik gegenwärtig praktisch taugt, ist in der deutschen Bevölkerung ddurch einseitige Informationen Vorurteile gegen das aufstrebende Entwicklungsland China zu schüren. Wie das geht, macht eine durch ihre ständige Wiederholung der „China-ist-böse“-Botschaft unter beliebigen Gesichtspunkten auffällige ARD-Journalistin gestern bei der staatlichen deutschen Tagssschau mustergültig deutlich. Es lohnt sich, den Artikel genau zu lesen. Er ist ein typisches Beispiel für von staatliche deutschen Stellen verbreitete faktenverzerrende anti-chinesische Propaganda.

Der Tagesschau-Artikel trägt den Titel „UN-Klimakonferenz in Doha – China will keine Verbindlichkeiten“ und meldet Lesern in ausufernden Wiederholungen und mit sinnentstellenden offiziellen chinesischen Zitaten versehen, China sei der größte größte Emittent von CO2. Schuldig bleibt die Tagesschau ihren Lesern dabei nicht nur den von wirtschaftlichen Interessen der entwickelten LLänder geleiteten Hintergrund der gegenwärtigen Klimadebatte, sondern selbst die banale Information, dass der CO2-Ausstoß von Deutschland und den USA pro Kopf deutlich größer als der chinesische CO2-Ausstoß pro Kopf ist, und das zumindest in Bezug auf die USA auch mit Sicherheit noch sehr lange so bleiben wird. Der Verdacht drängt sich geradezu auf, dass ein simpler faktenbasierter Satz wie „Pro Kopf gerechnet ist der CO2-Ausstoß in Deutschland um rund 25%, in den USA um weit mehr als 100% und in Katar, dem Gastgeberland dieser UN-Klimakonferenz, um rund 500% größer als der von China.“ im Tagesschau-Artikel erneut gezielt weggelassen wurde, weil er den Zweck der transatlantischen Meinungsmache gegen China unterlaufen hätte.

So werden die in der Huawei-Studie festgestellten klimapolitischen Vorurteile gegen China durch einseitige und desinformierende Meinungsmache gezielt geschürt. Wie umfangreich und erfolgreich die massenmediale Propaganda in Deutschland darin ist, durch gezielt einseitig ausgewählte Informationen und die Art und Weise der Aufbereitung dieser einseitigen Informationen in der deutschen Bevölkerung falsche Verurteile gegen China zu schüren, belegt die Huawei-Studie.

22 Gedanken zu “Wie Klimapolitik zum gezielten Schüren von Vorurteilen gegen China benutzt wird

  1. Das mit dem CO2 ist einfach Panikmache der Amerikaner, um Menschen zu verunsichern und Staaten zu erpressen. Viele Klimaforscher lachen über die Theorie, die menschengemachten Emissionen könnten das Klima weltweit beeinflussen.Öl ist fast unendlich ( so die gut recherchierte These von H.J Zillmer) Da wird auch wieder nur Panik gemacht. Mit Pellets oder den modernen Kraftwerken hätten die Deutschen eine höhere Effizienz als mit Solar- und Windkraftanlagen, bei denen konventionelle Kraftwerke sowieso mitlaufen müssen und Milliardensubventionen Deutschland in den Ruin treiben. Jeder Arbeitsplatz, der durch Windkraftanlagen entsteht, vernichtet 2-4 Arbeitsplätze woanders.
    Ein tolles Geschäft für Spekulanten und den Kräften, die Deutschlands Mittelstand vernichten möchten.Die Russbildung bei Öl ist ein Problem besonders bei Flugzeugen. Kerosin vergiftet durch chermische Zusätze die Luft zusätzlich. Das stört unseren Vorzeigeökologen Trittin auch nicht, wenn er gemütlich zu seiner Lieblingsinsel Gomera in die Karibik fliegt.

  2. Die Kolonistenkeule, dass die Europäer Schuld an der Verarmung Afrikas haben, kann so nicht stehen bleiben, denn die Mehrheit alle Europäer ist gegen Ausbeutung, Sklavenhandel, etc eingestellt und teils auch dagegen aktiv, also müssen die Schwarzen Schafe beim Namen genannt werden und da sind vor allem islam. Interessen, welche Haupttreiber, heute sogar noch sind. Sie benutzen die Übervorteilung des Europäers durch ihr Erdöl, um damit , mit dem Petrodollar weitere Ausbeutung in Drittweltstaaten und auch in EUropa zu betreiben. Alleine diese tausende neugebauten Moscheen, welche in den okkupierten Ländern von den Erdölstrategen gefördert wurden, sind leuchtendes Beispiel einer weltweiten Kolonisierung durch den Islam.
    Dass die Okkupation Syriens durch den Sharia-Islam betrieben wird, ist ein offenens Geheimnis.
    Einzige Waffe gegen diesen Faschismus ist die Verwendung unseres Treibstoffes Elektrizität, um von diesem Übel los zu kommen.

  3. @Anne
    Ich bin begeistert, wie differenziert du dich zu erneuerbaren Ernergien wie Wind, Wasser und Sonne äußerst. An dir ist eine Ingenieurin verlorengegangen.

    @biersauer
    „also müssen die Schwarzen Schafe beim Namen genannt werden und da sind vor allem islam. Interessen, welche Haupttreiber, heute sogar noch sind.“

    Diese scharzen Schafe, die angeblich „islamische“ Interessen verfolgen, haben nicht nur einen Namen, sondern zu ihnen gibt es sogar einen eigenen Wikipedia Arrtikel: Supermajors:

    http://en.wikipedia.org/wiki/Supermajor

    Was ich aber noch nicht ganz begriffen habe, ist, welche „islamische“ Interessen ExxonMobil, BP, Shell, ConocoPhillips, Total und Chevron verfolgen und warum sie das tun.

    1. Diese amerikanisch klingenden Namen sind eben einige Namen dieser Erdöllobby, wo amerikanische Geldsäcke mit dem eigentlichen Erdöleigentümern vereint sind. Dass dabei einige andere, zB. aus Europas Norden auch in diesem Kartell sind, ändert nichts an deren gemeinsamen Interessen und diese sind, dieses Geschäft zur Fortführung ihrer Hegemonie möglichst noch lange weiterzuführen. Meine pers.Erfahrung aus diesen Ländern mit diesem Erdölgeschäft, zeigt mir, dass damit ungeheure Dollarberge zusammengerafft werden, welche wiederum gegen die Interessen und die Vernunft, aller Erdbewohner wirken. Die einzigen, die diesesn circulus virtuosus durchschaut haben und konsequent dagegen ankämpfen dürften die Chinesen sein, welche auch bereits vor 15 Jahren begonnen haben, den Strom aus Umweltenergie zu gewinnen und als Treibstoff, allgemein einzusetzen. So haben sie auch das bereits in EUropa erliegende Elktrogeschäft zu neuer Blüte gebracht und es gibt kaum mehr einen Fahrzeugerzeuger, welcher ohne diese Produkte aus China auskommt.
      So gab es bereits vor Jahren elktrisch betriebene Regional-Autobuslinien, welche damit 2/3 der Kosten und den ansonst nötigen ERDÖLTREIBSTOFF samt Abgase eingespart haben,
      was ich auch oftmals gepostet hatte und auch in WIen mit den neuen Elektrobussen nun auf Resonanz gestoßen sein dürfte.

  4. Kommt mir grad so vor als wäre mein kleines Kommentärchen von gestern gelesen worden:

    „Die neueste Milchmädchenrechnung von N24:

    http://www.n24.de/news/newsitem_8406818.html?id=1592028&autoplay=true

    Demnach sind die pösen Chinesen die grössten Klimasünder und zu 24% schuld am ersaufen der Eisbären!
    Indien noch zu 5% und zu „NUR“ 3% Deutschland.
    Das sind doch tolle Neuigkeiten. Nachdem man die Dreckschleudern erfolgreich in Schwellenländer ausgelagert hat, ist die weisse Weste noch weisser.

    Bloss…..rechnet man die Zahlen auf pro Kopf um, sieht es sehr trübe aus für Deutschland (Einwohnerzahl 81,903 Mio.). Ganz besonders im Vergleich mit Indien.(Einwohnerzahl 1.210.193.422)“

    Als alternder Oeko kocht mir nur noch die Wut im Bauch, denn was ich am meisten spüre ist die zunehmende Einschränkung meiner Freiheiten!
    Heute wo der kleine Mann nur noch gegen Busse auf den Boden Spukt, ein Feuerchen entfacht oder eine Kippe wegschmeisst………
    Dürfen es die Konzerne ganz doll treiben.
    Natürlich in den „Schwellenländern“!
    Abgefackelt – Wie Ölkonzerne unser Klima killen Doku ARTE 2011, zeigt ein Beispiel. Wer die Komik dieses Dokus erfassen will muss wirklich alles zwischen den Ohren mobilisieren!
    Oder die Dokus „Plastikwelt“, geplante Obsoleszenz, Coltan, Kongo etc.
    Das Thema ist kompliziert und erdrückend und man weiss gar nicht mehr an welchem Punkt man mit erklären anfangen soll.

    Wenig hilfreich sind auch die Bildungsanstalten, die vermehrt Konsumzombies für eine egozentrierte Unwertegesellschaft züchtet, um dem dem Raubtierkapitalismus dienen.

    Es geht generell um Abhängigkeit ,die ihre Wurzeln in der Zivilisation hat und dem bestreben der Herren solche zu schaffen.
    Der grosse Unterschied zu Naturvölkern und Stämmen die eben UNABHÄNGIG waren.
    Konsumterror, Propaganda, Kolonialismus, Imperialismus. Über diese Vorgänge im historischen Bezug muss man sich erstmal im Klaren sein. In Verbindung damit, dass Erdöel der Kitt und Motor der „Entwicklung“ ist. Zuzüglich des verdrängens aller Naturrohstoffe durch Plastik.

    Schande über alle Nutzniesser dieses zusammen geraubten Wohlstandes, die sich darin noch wohl fühlen können!!!

    Aber die Schlüsse aus dieser Erkenntnis muss man persönlich ziehen und danach handeln. Rezepte bietet die Welt genügend, geändert hat sich bisher wenig.

  5. – Schuldig bleibt die Tagesschau ihren Lesern …

    … immer noch den Zusammenhang zwischen CO2 und Temperatur. Auch bei der Tagesschau nicht mehr Temperaturen, sondern bloss noch CO2-Emissionen. Das Klimaziel der CO2-Reduktion verlagert sich von der Temperaturkomponente zum reinen Selbstzweck: CO2-Reduktion um der Reduktion Willen.

    Mangels Koalition unserer Mutter Erde mit den EUSraEliten muss also die Rolle der Temperatur …

    – … gezielt weggelassen …

    werden. Dazu passend die Art, wie die HofberichtBEstatter der NZZ noch ihre gebildete Kundschaft mit offensichtlichen DEBILdungsaktionen belästigen, statt auf auf banalste Fakten zurückzugreifen:

    -> http://www.nzz.ch/aktuell/international/die-suche-nach-einem-ambitioesen-klima-fahrplan-1.17848465

    Kein Wunder also wenn ausgerechnet die FTD einen Ehrenplatz unter den Pleitegeiern einnimmt. Die DEBILdung der Intelligenzia, das Rückgrat jeder ökonomischen Basis, muss auf halben Wege unterbrochen werden. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben, meint der EUSraElit. Im NZZ-Chart werden sowohl die Begriffe „Strahlung“ als auch „Index“ für die y-Achse verwendet. Weil aber weder der eine noch der andere y-Wert im Text vorkommt, muss der Zusammenhang mit dem Temperaturhysterie wohl unter Zuhilfenahme bislang verbrochener Gehirnwäsche hergestellt werden. Die Bürokratisierung der Messgrösse W/m2 durch windige Kommunikationsdesigner hat messbar stattgefunden, so überflüssig wie ein Kropf:

    1 W/m2 = 0,46 Index

    Wissenschaft vom Feinsten🙂

    Es muss wahrlich „ganz fürchterlich schlimm“ bestellt sein um den Klimahype, wenn sich die PRofessionelle PResstitution genötigt sieht, ihren kaufkräftigsten Kunden billigste PPopagandatricks anzudrehen. Der Angriff erfolgt nicht nur gegen China im Allgemeinen, auch gegen Gehirne im Besonderen – hier im Westen.

    – … vielen Deutschen entweder nicht bekannt oder nicht bewusst.

    Selbst wenn: Was bekannt ist, wird aus dem Bewusstsein verdrängt – ignorer, nicht wissen wollen – ein MASSENphänomen.

    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

  6. Temperatur per se ist in diesem Vabanquespiel zwischen dem Energiegehalt der Atmosphäre und dessen Folgen gar kein Gradient , denn unser Eisvorrat des Globus ist der eigentliche Stabilisator für Humidität im derzeitigen erträglichen Zustand. Dies kann sicherlich nicht gröblich verändert werden ohne nachteilige Folgen. Derzeit schwankt die Durchschnittstemperatur der Luft, welche als Maßstab deklariert wird, um einen kaum veränderlichen Mittelwert. Das ist gemäß dem Naturgesetz des Haltepunktes von schmelzendem Eis eben Null Grad und auch wenn viel mehr Wärme(menge) zugeführt werden sollte, so ändert sich diese Temperatur nicht, aber das wird von diesen vielen „Fachleuten“ einfach übersehen, dass es dieses Naturgesetz gibt. Solange es Eisvorrat geben wird, kann sich dieser Zustand nicht stark verändern.
    Die Luft, welche als Überträger dieser Wärmemenge funktioniert, kann sich örtlich in ihrer Temperatur erwärmen und deren Energieinhalt ist im Wesentlichen vom Wasserdampfanteil geprägt. Durch Verdampfen von Wasser und Forttragen mit der Luftströmung wird die darin enthaltene Wärmemenge auf den Ort hin übertragen, wo diese Dampfmenge wieder kondensiert.
    Der dabei entstehende Über oder Unterdruck von etwa 1:800 bewirkt die Luftströmungen und diese bewirken je nach kinetischem Energiegehalt die Kraft, welche die Windkraftwerke antreibt oder anstatt dessen auch ungeheuerliche Zerstörungen mit sich bringt. Also ist es unbedingt erforderlich diese Energie der Luft, mittels Stromerzeugung zu gewinnen und als Nutzenergie zu verwenden (ebenso PV und Wasserkraft!) Einstweilen hat diese elektr. Umweltenergiegewinnung an die 1.000GW an installierter Maschinenleistung erreicht und ist steigerungsfähig, was somit als Klimastabilisator wirkt.
    Ziel: die derzeit dominierende Fossilverbrennung durch Umweltenergiegewinnung, zu verdrängen.
    Motto: Jede derart gewonnene Kilowattstunde ist eine weniger zur Zerstörung und eine mehr zum Nutzen!

    1. – … die Kraft, welche die Windkraftwerke antreibt oder anstatt dessen auch ungeheuerliche Zerstörungen mit sich bringt. … Jede derart gewonnene Kilowattstunde ist eine weniger zur Zerstörung und eine mehr zum Nutzen!

      Bewegungsenergie in elektrische Energie umwandeln zwecks Umwandlung in Bewegungsenergie um Zerstörungen durch Bewegungsenergie zu reduzieren? Mutter Erde als quasi-geschlossenes System (im Gleichgewicht) wird sich ganz genau überlegen müssen, in welcher Deponie sie die „verbrauchte“ Windenergie zwischenlagert, um ohne Aufhebens gegen den Energieerhaltungssatz zu verstossen.

      Die Amis auf Kurs
      Grüsse
      kosh

      1. Ist klar dass hier sich der Weg der Energie verzweigt und eben anstatt AKW und Kohlestom, in die Steckdosen gelangt und hier wieder in Wärme umgesetzt wird, aber durch diese weitläufige Verteilung von WIndstrom viele Megawattstunden nicht als Schadenergie in den Wäldern und in den Ansiedlungen zu Schäden führen können.
        So ist zB an einem einzigen Sturmtag in Niederösterr. von den 600MW-Anlagen dort, über 10.000MWh an Windstrom erzeugt und ins Netz fortgeleitet worden. In D. existieren bald an die 30.000MW und da wird deren dämpfender Einfluss auf den Sturm sicherlich deutlicher ausfallen.
        Aber diese Zusammenhänge sind eben diffizieler, als es sich der emotionale Kritiker vorstellen kann und eine STudie dazu existiert meines Wissens nach auch noch nicht.

      2. Nüchtern rational:

        – … eine STudie dazu existiert meines Wissens nach auch noch nicht.

        Ergo Hypothese, m.a.W. Spekulation – Windstromspekulation. Da werden wohl auch die Windstromspekulanten nicht lange auf sich warten lassen und dem Geschäft eine gehörige Portion Markt verpassen, wenn sie nicht schon über das Geschäft hergefallen sind.

        Ein berühmter Deutscher hat mal gesagt: Die Theorie taugt nicht für die Praxis.

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        Grüsse
        kosh

  7. An Einarteibuch
    info@naeb.info(Eine Initiative aus Berlin gegen die einseitige Energiewendepolitik)
    Ich möchte auch gerne eine Energiewende.Mich beleidigen bringt nichts.Bringen Sie Argumente. Ferruccio Ferroni, Dipl. Ing. ETH, Zürich,schreibt z.B.: „Zwar ist es möglich, mit der Photovoltaik elektrischen Strom zu erzeugen, aber man muss dafür wesentlich mehr Primärenergie einsetzen als an elektrischer Energie dank Nutzung der Sonneneinstrahlung in Deutschland herauszuholen ist. Dabei werden keine Kilowattstunden netto erzeugt, sondern es wird Primärenergie unnütz verschwendet.“
    Ich bin Atomkraftgegnerin und habe einfach die Sorge, dass echte Alternativen gar nicht sein sollen.
    Der größte CO2 Emmitent ist nicht der Mensch sondern die Natur.Überall auf der ganzen Welt gast in riesigen Mengen Methan aus dem Boden. Durch den Krieg mit Syrien und dem geplanten mit dem Iran wird Erdöl künstlich verteuert..Die Salafisten arbeiten gut mit den Ölkonzernen zusammen. Das ist der Grund, warum die Amerikaner die brutalste Sekte des Islams unterstützen. Der Ölimam Obama Hussein wird China nicht von einer Allianz mit Erdölländern abhalten können.
    Chinabashing ist auch für Europa gefährlich.

    1. – Der größte CO2 Emmitent ist nicht der Mensch sondern die Natur.

      „Der grösste CO2“-Verbraucher „ist nicht der Mensch, sondern die Natur.“

      Desgleichen gilt für Methan, CH4, unter anderem deshalb hat man eine allgemeinere Beschreibung der Vorgänge gewählt: Kohlenstoffkreislauf.

      Die Amis auf Kurs
      Grüsse
      kosh

  8. @kosh
    „Was bekannt ist, wird aus dem Bewusstsein verdrängt – ignoriert, nicht wissen wollen – ein MASSENphänomen.“

    Ja, so ist das. Viele Menschen kleben an einmal angenommenen Überzeugungen und Ideologien wie an einer Marke oder wie ein Fan an „seinem“ Fußballverein klebt. Zu erkennen, dass jahrzehntelang, oft seit der Kindheit oder Jugend, gehaltene Überzeugungen und Weltbilder Widersprüche haben, erzeugt die Schmerzen einer kognitiven Dissonanz. Und genau wie Fußballfans dann oft alle Argumente dafür bringen, dass die eigene Mannschaft einen Elfmeter verdient hatte, und alle Argumente ignorieren, dass die andere Mannschaft einen Elfmeter verdient hatte, so suchen sich die Menschen mit festen Überzeugungen immer die Argumente, die ihre Überzeugungen, Ideologien und Weltbilder bestätigen und verdrängen die Widerprüche so gut es geht.

    Kapitalkräftige Ideologiemacher machen sich dieses massenpsychologische Phänomen mit viel Geld und Propaganda, wodurch in wirtschaftlich bedeutenden Fragen ihren Interessen vorteilhafte Weltbilder, Überzeugungen, „Aktivistenbewegungen“ aufgebaut werden, zunutze.

    Energie- und Klimapolitik ist so eine wirtschaftlich bedeutende Frage. Dabei geht es nicht nur um die Verteilung von Abermilliarden Dollar Profit auf verschiedene Interessengruppen, sondern auch darum, welche Interessengruppen die stärkste Wirtschaft bekommen und dementsprechend viel in der Welt zu sagen haben.

    Demnach ist es kein Wunder, dass in der Diskussion der Energie- und Klimapolitik eine Situation existiert, wo kapitalkräftige Ideologie- und Meinungsmacher im SInne ihrer Geschäfts- und Machtinteressen so viel investiert haben, dass die Anhänger der unterschiedlichen ideologischen Lager von ihrer Ideologie und ihrem Weltbild fanatisiert wie Fußballfans, man könnte auch sagen, fanatisiert wie Taliban, sind.

    @Anne
    Es war nicht meine Absicht, zu beleidigen. Wenn das so agekommen ist, dann bitte ich um Entschuldigung. Dieser Artikel hier hat die Frage überhaupt nicht behandelt, was eine vernünftige und gerechte Energie- und Klimapolitik für Deutschland und die Welt wäre. Dieser Artikel hat aufgezeigt, wie mit dem ideologisch und emotionell aufgeladenen Thema Klimapolitik Stimmungsmache gegen China betrieben wird.

    Aber da du nun etwas differenzierter argumentiert hast, gehe ich nun auch mit Argumenten darauf ein. Der Mann mit dem Namen oder Pseudonym Ferruccio Ferroni legt der seiner Behauptung zur negativen Energiebilanz von Photovoltaik in Deutschland zugrundeliegenden Rechnung unbelegte Behauptungen zugrunde und rechnet obenrein unlauter.

    Beispiel für eine völlig unbelegte Behauptung von „Ferruccio Ferroni“: „Aufgrund meiner Kontakte in China habe ich den Wert von ca. 400 kg Kohle pro Quadratmeter Modulfläche in Erfahrung gebracht“

    Beispiel für unlauteres Rechnen von „Ferruccio Ferroni“: „verstromt in einem modernen Kohlekraftwerk (Wirkungsgrad von 47 Prozent) ergeben sich 1.256 kWh. … Der Ertrag während 25 Jahren ist 1.522 kWh/m2. Demgegenüber steht ein Gesamtenergieaufwand von 2.463 kWh/m2. … Besser würde die angesetzte Primärenergie in modernen fossil-gefeuerten Kraftwerken zur Stromerzeugung genutzt.“

    Hier wird von „Ferruccio Ferroni“ Primärenergieeinsatz (Kohle) mit elektrischer Ausbeute (Strom) verglichen. Wenn man aber in Deutschland, wie von Ferruccio Ferroni gefordert, 2.463 kWh Kohle verstromt, dann entstehen mitnichten 2.463 kWh Strom, sondern es entsteht weniger als die Hälfte Strom, bei einem Wirkungsgrad von 47 Prozent etwa 1157 kwh Strom, und dabei ist die Energiebilanz des Baus, Betriebs und der Verschrottung eines Kohlekraftwerks noch nicht einmal eingeschlossen.

    Hätte „Ferruccio Ferroni“ bei seiner Rechnung nicht Äpfel mit Birnen, also kwh Kohle mit kwh Strom verglichen, wäre das Ergebnis seiner Rechnung genau gegenteilig ausgefallen, nämlich dass Photovoltaik insgesamt eine positive Energiebilanz hat.

    Wenn ein Ingenieur so eine Rechnung veröffentlicht, ist deutlich erkennbar, dass es nicht um einen Beitrag zur Wahrheitsfindung, sondern um Meinungsmache, oder anders ausgedrückt, um die Verfestigung von ideologischen Überzeugungen von Fans der „richtigen“ Ideologie, geht.

    Noch ein unterschlagenes Argument: Die Primärenergiebilanz sieht ganz anders aus, wenn das Silizium chinesischer Solarmodule nicht mit verstromter Kohle, sondern mit Strom aus Wind, Photovoltaikfeldern in der Wüste Gobi und überschüssiger Wasserkraft gebrannt wird.

    Und noch ein Fragenkomplex: was ist daran auszusetzen, wenn Norweger sich Windkraftanlagen aufstellen, damit sie aus den Kraftweken, die das Wassser ihrer Fjorde zuStrom machen, mehr Energie rausbekommen?

    Wasserkraft lässt sich gut regeln, da kann man zum Beispiel immer, wenn es keinen Wind gibt, Wasserkraft aus dem Fjord nutzen. Ingesamt kann Wind und Wasser dann einen stabilen Strom machen, und zwar deutlich mehr, als wenn nur Wasser verwendet würde.

    Was ist dagegen einzuwenden, wenn die Norweger Windmühlen nicht nur in Norwegen, sondern auch in Deutschland hinstellen?

    Und was ist dagegen einzuwenden, wenn die Norweger sich überlegen, zusätzlich noch ein paar Photovoltaikanlagen in sonnenreichen Staaten wie Spanien oder Marokko aufzubauen, um so ein nicht nur vom Wind abhängiges nicht-wassergetriebenes Stromprofil zu bekommen?

    Was ist dagegen einzuwenden, wenn nicht Norweger die Sonnen- und Windparks aufbauen, sondern Bürger anderer Staaten, und sich dann Wasserkraft in Norwegen zukaufen, um ein nachfragedeckendes Stromangebot schaffen zu können?

    Was ist dagegen einzuwenden, wenn Staaten mit unterschiedlichen natürlichen Energieressourcen kooperieren, um den Strombedarf mit unterschiedlichen Quelllen zu decken?

    Ich hoffe, die Fragen erklären, dass Energiepolitik komplex ist, und der Blick weit über Deutschland hinaus gereichtet sein sollte. Dass meine Fragen die festgefügten energiepolitischen Ideologien durchdringen können, bezweifle ich allerdings.

    @biersauer
    „Die einzigen, die diesesn circulus virtuosus durchschaut haben und konsequent dagegen ankämpfen dürften die Chinesen sein, welche auch bereits vor 15 Jahren begonnen haben, den Strom aus Umweltenergie zu gewinnen und als Treibstoff, allgemein einzusetzen.“

    China setzt einfach auf alle Energie- und Stromquellen gleichzeitig, also z.B. auf Kohle, Öl, Wasser, Atom, Wind und Sonne. Wenn eine energetische Methode sich zukünftig als nicht so toll erweisen sollte, dann hat China auf diese Weise immer noch genug andere Methoden übrig. Auch das Gegenteil ist richtig: Wenn eine energetische Methode sich zukünftig als besonders toll erweisen sollte, dann hat China auf diese Weise da den Fuß in jedem Fall bereits in der Tür.

    1. – … dass die Anhänger der unterschiedlichen ideologischen Lager von ihrer Ideologie und ihrem Weltbild fanatisiert wie Fußballfans, man könnte auch sagen, fanatisiert wie Taliban, sind.

      Und der Sieger wird bestimmt durch den Ausgang dieser Sozialen Evolution. Dabei wird verdrängt, dass Evolution auf das Überleben fokussiert ist. Vermeintlich nachteilige Strategien können sich durchaus als Siegerstrassen erweisen, und sei es durch zufällige Ereignisse. Was „besser oder schlechter“ ist, bestimmt allein der Markt aller Lebenwesen und ihre jeweiligen Umwelten. Moral und Ethik bewähren sich also nur dort, wo sie einen Wettbewerbsvorteil bedeuten.

      Die Amis auf Kurs
      Grüsse
      kosh

  9. Dritter Versuch, irgendwie erseint der Kommentar nicht?
    Kommt mir grad so vor als wäre mein kleines Kommentärchen von gestern gelesen worden:

    „Die neueste Milchmädchenrechnung von N24:

    Demnach sind die phösen Chinesen die grössten Klimasünder und zu 24% schuld am ersaufen der Eisbären!
    Indien noch zu 5% und zu „NUR“ 3% Deutschland.
    Das sind doch tolle Neuigkeiten. Nachdem man die Dreckschleudern erfolgreich in Schwellenländer ausgelagert hat, ist die weisse Weste noch weisser.

    Bloss…..rechnet man die Zahlen auf pro Kopf um, sieht es sehr trübe aus für Deutschland (Einwohnerzahl 81,903 Mio.). Ganz besonders im Vergleich mit Indien.(Einwohnerzahl 1.210.193.422)“

    Als alternder Oeko kocht mir nur noch die Wut im Bauch, denn was ich am meisten spüre ist die zunehmende Einschränkung meiner Freiheiten!
    Heute wo der kleine Mann nur noch gegen Busse auf den Boden Spukt, ein Feuerchen entfacht oder eine Kippe wegschmeisst………
    Dürfen es die Konzerne ganz doll treiben.
    Natürlich in den „Schwellenländern“!
    Abgefackelt – Wie Ölkonzerne unser Klima killen Doku ARTE 2011, zeigt ein Beispiel. Wer die Komik dieses Dokus erfassen will muss wirklich alles zwischen den Ohren mobilisieren!
    Oder die Dokus „Plastikwelt“, geplante Obsoleszenz, Coltan, Kongo etc.
    Das Thema ist kompliziert und erdrückend und man weiss gar nicht mehr an welchem Punkt man mit erklären anfangen soll.

    Wenig hilfreich sind auch die Bildungsanstalten, die vermehrt Konsumzombies für eine egozentrierte Unwertegesellschaft züchtet, um dem dem Raubtierkapitalismus dienen.

    Es geht generell um Abhängigkeit ,die ihre Wurzeln in der Zivilisation hat und dem bestreben der Herren solche zu schaffen.
    Der grosse Unterschied zu Naturvölkern und Stämmen die eben UNABHÄNGIG waren.
    Konsumterror, Propaganda, Kolonialismus, Imperialismus. Über diese Vorgänge im historischen Bezug muss man sich erstmal im Klaren sein. In Verbindung damit, dass Erdöel der Kitt und Motor der „Entwicklung“ ist. Zuzüglich des Verdrängens aller Naturrohstoffe durch Plastik.

    Schande über alle Nutzniesser dieses zusammen geraubten Wohlstandes, die sich darin noch wohl fühlen können!!!

    Aber die Schlüsse aus dieser Erkenntnis muss man persönlich ziehen und danach handeln. Rezepte bietet die Welt genügend, geändert hat sich bisher wenig.

  10. Nicht Wissen und damit blind so weiterstolpern, bringt am allerwenigsten, auch wenn die Gefahr eines Aufschwellen der der Kämme der Windradgockel erwächst.
    Ich bin da für technoide Klarheiten. Alles was dastellbar und messbar ist, sollte auf den Tisch!

    1. Dann stelle dar und lege auf den Tisch, realistisch, so wie wirtschaften funktioniert und nicht wie es funktionieren sollte. Den Homo sapiens musst Du wohl oder übel so nehmen wie er ist. Drum bedenke, „technoide Klarheiten“ allein machen keinen Windpark.

      Die Amis auf Kurs
      Grüsse
      kosh

      1. Technoide Klarheiten ermöglichen erst einen Fortschritt, welcher derzeit durch das Fischen ImTrüben verhindert wird.
        Warum vermeiden diese Geldsäcke eine Aufklärung über den Wirkungsgrad der Erdölverbrennung, warum sind derart viele gesteuerte Meinungsäußerungen für eine Prolongation der AKW-Wirtschaft, warum wird beharrlich der Bau von Spitzenspeicheranlagen madig gemacht und die Windkraft als „Vogelschredderei“ etc. verteufelt, die PV-Anlagen als
        unwirtschaftlich dargestellt?
        Einzig um den Weg in die Dekadenz zugunsten der Ausbeutung an Mensch und Umwelt zu prolongieren.

      2. – Einzig um den Weg in die Dekadenz zugunsten der Ausbeutung an Mensch und Umwelt zu prolongieren.

        Eine sozio-technoide Klarheit?

        Die Amis auf Kurs
        Grüsse
        kosh

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