Wofür in Deutschland Geld da ist – und wofür nicht

Vor ein paar Tagen hat der deutsche Bundestag wie jedes Jahr den Bundeshaushalt beschlossen. Auch dieses Jahr kann man daran sehen, welche Prioritäten das über Deutschland herrschende Regime setzt.

Anstelle eines Artikels soll es hier nur ein paar Zitate geben, die für sich selbst sprechen. Wofür Geld da ist:

Spiegel, 09.10.2012: Nato plant neue Afghanistan-Mission ab 2015

Bundeswehr Monitoring, 22.11.2012: Militär­haushalt steigt 2013 um 1,4 auf rund 33,3 Milliarden Euro

Wie sollen die Rauschgifthändler Deutschlands denn sonst einen Opiumnachschub aus Afghanistan sichern? Für mehr Krieg ist also genug Geld da.

Wofür kein Geld da ist:

SZ, 22.11.2012: Heinrich Alt, Vorstandsmitglied der Bundesagentur, sagt zu den Ergebnissen der hausinternen Berechnung: „Ein höherer Hartz-IV-Bezug wird schnell zum Vermittlungshemmnis. Nämlich dann, wenn die Grenzen zwischen Erwerbseinkommen und Hartz IV verschwimmen.“

Mehr Geld für hilfebedürftige Menschen in Deutschland ist nicht da. Sonst droht den über Deutschland herrschenden nichtsnutzigen reichen Säcke schließlich, dass sie zukünftig mehr dafür bezahlen müssen, dass ihnen jemand Essen macht oder den Allerwertesten abwischt.

Hoffentlich gibt das über Deutschland herrschende Regime wenigstens genug Geld für Laternen aus, die ihnen heimleuchten. Die werden wohl gebraucht. Neugierig darauf man dabei darauf sein, wann die nichtsnutzigen reichen Säcke darauf dringen, dass die Tragkraft von Laternen strikt limitiert wird, um die von ihrer Politik ausgehende Gefahr des Reichen-Hasses zu limitieren, und um zu verhindern, dass die Laternen für rechtswidrige Zwecke missbraucht werden könnten.

3 Gedanken zu “Wofür in Deutschland Geld da ist – und wofür nicht

  1. Marx hat vor langer Zeit geschrieben, dass das Kapital immer eine Reservearmee von elenden arbeitslosen Arbeitskräften braucht, um sie in Billiglohnarbeit zu drücken, aber insbesondere, die Löhne zu drücken und die, die in Arbeit sind disziplinieren zu können.
    Wir haben ältere arbeitslose Informatiker, aber sie holen sich welche aus Indien und sonstwo her.

  2. Dem Herrn Alt ist anscheinend entgangen, dass die Grenzen zwischen Erwerbseinkommen und Hartz IV längst verschwommen SIND! Nämlich das betrifft all die, die trotz Vollzeit Aufstockung beantragen müssen, also trotz Arbeit nicht davon leben können.
    Wenn in der Bundesagentur solche Pfeifen sitzen, braucht man sich wirklich über nichts zu wundern.

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