Türkische Bitte um deutsche Unterstützung bei Angriffskrieg gegen Syrien eingetroffen

Einem Artikel der staatlichen deutschen Tagesschau zufolge ist der seit Tagen erwartete Antrag der Türkei zur Stationierung von mit Patriot-Raketen bewaffneten deutschen Armee-Einheiten an der türkisch-syrischen Grenze inzwischen bei der NATO eingegangen.

Zur Reaktion der deutschen Regierung vermeldet die Tagesschau folgende Passage zum deutschen Außenminister Guido Westerwelle:

Bundesaußenminister Guido Westerwelle erklärte, Deutschland sei grundsätzlich dazu bereit, „Patriot“-Raketen in die Türkei zu entsenden. „Ich habe den deutschen Botschafter angewiesen, einen solchen Antrag – natürlich, wenn die Bedingungen erfüllt sind und unter den üblichen Vorbehalten – auch positiv anzunehmen“, sagte Westerwelle. Eine Ablehnung des Antrags wäre ein schwerer Fehler, der unabsehbare Konsequenzen für das Militärbündnis hätte.

Über die Reaktion von Bundeskriegsminister Thomas de Maizière auf den türkischen Antrag schreibt die Tagesschau folgendes:

Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière hatte zuvor bereits erklärt, die deutsche Regierung werde eine solche Anfrage „solidarisch prüfen“. Die Bündnissolidarität mit der Türkei sei selbstverständlich. Nach Angaben De Maizières sollen die „Patriot“-Raketen lediglich dem Schutz türkischen Gebietes dienen. An die Einrichtung einer Flugverbotszone über syrischem Gebiet sei nicht gedacht. Gleichzeitig kündigte de Maizière an, den Bundestag über eine mögliche Entsendung der Flugabwehrsysteme – und damit auch deutscher Soldaten – in das türkisch-syrische Grenzgebiet abstimmen zu lassen.

Wenn an die Einrichtung einer Flugverbotszone über syrischem Gebiet nicht nur „nicht gedacht“ wird, sondern sie kategorisch ausgeschlossen wird, dann wäre das in NATO-Kreisen offenbar zunächst angedachte Szenario, dass Deutschland Angriffskrieg gegen Syrien führen soll, indem Deutschland unprovoziert syrische Flugzeuge über syrischem Territorium angreift und abschießt, und so eine „Flugverbotszone“ in Syrien durchzusetzen versucht, erstmal vom Tisch.

Damit wären die wichtigsten Bedenken von SPD und Grünen vom Tisch. Das bedeutet jedoch noch lange nicht, dass damit das Problem vom Tisch ist. Im Gegenteil: Wenn das Szenario „Flugverbotszone in Syrien“ nicht realisiert wird, dann bedeutet das mitnichten, dass die deutschen Patriot-Einheiten nicht dazu dienen sollen, die Türkei bei einem Angriffskrieg gegen Syrien zu unterstützen.

Es sieht stark danach aus, dass der türkische Antrag nach der deutschen Diskussion zwar modifiziert wurde, und deshalb auch später als erwartet gestellt wurde, aber dennoch darauf abzielt, militärische Unterstützung von der deutschen Bundeswehr für einen türkischen Angriffskrieg gegen Syrien zu bekommen, und dass aufgrund der deutschen Diskussion lediglich der türkische Angriffsplan etwas modifiziert wurde. Der neue türkische Angriffsplan scheint im Wesentlichen der vom prominenten regierungsnahen türkischen Kolumnisten Abdullah Bozkurt in der Today’s Zaman am Montag unter dem Titel „Die Türkei soll die Opposition in Syrien bewaffnen“ skizzierte Plan zu sein. Folgende Kernsätze des Artikels sind in Bezug auf die Bitte um deutsche Patriot-Einheiten aufschlussreich:

Jetzt, da die neue Koalition als die einzige legitime Vertretung des syrischen Volkes anerkannt wurde, würde ich vorschlagen, die Opposition bis an die Zähne zu bewaffnen, und ihre Kräfte dahin zu lenken, sich des Assad-Problems anzunehmen, der Türkei, der Region und dem syrischen Volk zuliebe. Macht es früher und schneller. Es wäre besser, wenn die Türkei bei dieser Mobilisierung regionale und globale Partner bekommen kann. Wenn unsere Freunde und Partner keinen Appetit auf diese Option haben oder sie sogar ablehnen, sollten wir unsere Herzen damit nicht belasten und es allein machen.

Was Abdullah Bozkurt da beschreibt, ist die Skizze eines Planes eines umfassenden türkischen Angriffskrieges gegen Syrien, der auf Regime Change abzielt. Der einzige Unterschied zu einem klassischen Angriffskrieg ist, dass Abdullah Bozkurt vorschlägt, anstelle der türkischen Armee Freischärler, Söldner und Terrroristen als kämpfende Truppen zur Eroberung des Landes einzusetzen. Daran, dass das ein Szenario eines türkischen Angriffskrieges gegen Syrien ist, ändert der Einsatz von der Türkei aus bewaffneter und operierender Freischärler anstelle der türkischen Armee überhaupt nichts. Und genau dafür, nämlich zur Unterstützung eines sogenannten unkonvetionellen, also nicht mit regulären Truppen geführten, Angriffskrieges der Türkei gegen Syrien, möchte Abdullah Bozkurt, wenn möglich, Unterstützung von Partnern, wie zum Beispiel Deutschland und deutsche Patriot-Einheiten.

Es spricht Alles dafür, dass die türkische Regierung eben diese Absicht eines unkonventionellen Angriffskrieges verfolgt, die der ihr nahestehende Kolumnist Abdullah Bozkurt skizziert hat. Die türkische Regierung hat diese Art von Angriffskrieg gegen Syrien bereits in den letzten Monaten geführt. Es gibt sehr klare Beweise dafür, dass in den letzten Monaten unkonventionelle Angriffskriegshandlungen gegen Syrien von türkischem Boden ausgingen und diese Angriffskriegshandlungen von der türkischen Regierung beaufsichtigt und geführt werden. Der päpstliche Fidesdienst meldete vor wenigen Tagen zu den bewaffneten Auseinandersetzungen in Syrin nahe der türkischen Grenze:

Der Erzbischof berichtet: „Die Menschen aus Derbasieh wurden aufgefordert, ihre Wohnungen zu verlassen, da oppositionelle Gruppen, die sich auf der türkischen Seite der Grenze befanden, die Stadt einnehmen wollten.”

Es gibt keinerlei Hinweis darauf, dass die türkische Regierung ihre Politik seitdem geändert hat. Die türkische Regierung hat stattdessen in den letzten Tagen vom Ausland aus in Syrien agierenden bewaffneten Anti-Regierungskräften weitere Unterstützung aller Art zugesagt. Es gibt, da Syrien die Türkei allen miitärischen Einschätzungen zufolge nicht angreifen will und kann, sondern mit der Türkei zu praktisch jeder Art der Zusammenarbeit bei der gemeinsamen Grenzsicherung bereit ist, was die Türkei jedoch verweigert, außer der Unterstützung eines unkonventionellen türkischen Angriffskrieges gegen Syrien auch kein anderes plausibles Einsatzszenario für deutsche Patriot-Einheiten.

Wenn NATO-Generalsekretär Rasmussen sagt, wie Today’s Zaman heute meldete die Stationierung der Patriots solle nur defensiven Zwecken dienen, und sie werde in keiner Weise eine Flugverbotszone oder irgendeine offensive Operation unterstützen, dann dürfte das eine ebenso glatte Lüge sein wie seine frühere Behauptung, die Flugverbotszone in Libyen ziele nicht auf Regime Change ab.

Es geht bei diesem türkischen Antrag darum, Deutschland zur offiziellen Unterstützung eines türkischen Angriffskrieges gegen Syrien zu bewegen. Sind die deutschen Patriots erst mal in der Türkei, wird die Rutschbahn zu weiteren deutschen Kriegsbeteiligung immer glatter. Um die Absichten der Türkei zu testen, könnte Deutschland von der Türkei vor eine Antwort eine formelle Zusicherung der Türkei verlangen, dass die Türkei keine bewaffneten Anti-Regierungsgruppen in Syrien unterstützen wird, zum Beispiel mit Waffen, Ausbildung und Operationsbasen, sondern stattdesen basierend auf dem Annan-Plan und dem Genfer Abkommen eine friedliche politische Lösung des Konfiktes durch Gewalteinstellung, Verhandlungen zwischen Regierung und Anti-Regierungskräften und der Abhaltung von allgemeinen, fairen und freien Wahlen unterstützt.

Es ist leider fraglich, dass das geschieht. Es sieht, wenn es den Friedenskräften nicht gelingt, die absehbare Entwicklung zu stoppen, vielmehr danach aus, dass Deutschand sich von der Türkei, anderen NATO-Staaten und der Israel-Lobby in einen Angriffskrieg gegen Syrien ziehen lässt, der, da Syrien mit dem Iran durch einen Verteidigungsvertrag auf Gegenseitigkeit verbunden ist, leicht ein umfassender Angriffskrieg der NATO gegen Syrien und Iran werden kann.

Nachtrag 22.11.: Bilderberger Peer Steinbrück von der SPD (wer hat uns verraten?) will der Tagesschau zufolge für die Entsendung deutscher Patriot-Einheiten an die türkisch-syrische Grenze stimmen, die Grünen prüfen und überlegen noch. Spon zufolge sieht Russland die Patriots kritisch und äußert dazu eine ähnliche Kritik wie sie hier obenstehend angeführt ist, und Erdogan will die Patriots in der Provinz Sanliurfa stationieren, also genau, von wo aus in den letzten Wochen die meisten Angriffe der Freischärler aus der Türkei gegen Syrien kamen.

11 Gedanken zu “Türkische Bitte um deutsche Unterstützung bei Angriffskrieg gegen Syrien eingetroffen

  1. Die deutsche Regierung vertritt weder humanitäre Grundsätze noch den intelligenten Teil des deutschen Volkes. In Europa ist das normal, Frankreich, England, Spanien, Italien, überall dasselbe, überall wird Dasselbe nach oben gespült, zu unser aller Schaden.
    Die deutsche Regierung vertritt nicht das Richtige, weil das Rückgrat fehlt, sich den Erpressungen zu widersetzen und weil die vor uns Hingesetzten ihre Indoktrination vom Großen Bruder empfangen und sie davon profitieren. Solange deren Kinder nicht fühlen müssen, was ihre Eltern anrichten, für ein paar Dollars mehr und solange deren Nachbarn sich nicht mit Grausen von ihnen abwenden und solange sie nicht auf eine eiserne Faust treffen, vor der sie sich in die Hosen machen, werden die Degenerierten das Ganze Richtung Untergang fortsetzen. Sie sind feige. Auf Einsicht ist nicht zu hoffen.
    Nur der intelligenteTeil des Volkes ist in der Lage das besudelte Ansehen Deutschlands sauber zu waschen und eine Katastrophe, ob in Form von Zerstörung oder in Form eines Sklavenzoos, zu verhindern.

  2. – Es sieht vielmehr danach aus, dass Deutschand sich von der Türkei und anderen NATO-Staaten in einen ANgriffskrieg gegen Syrien ziehen lässt.

    Mir sieht’s eher danach aus, die Türkei habe vor geraumer Zeit eine Offerte kassiert, den Regime-Change in Syrien in die Wege zu leiten und es so aussehen zu lassen, dass die NATO vorerst aus dem Schneider ist. Seit sich der Iran dem Ansinnen offen in den Weg stellte, sind Erdowahn die Hände gebunden für einen direkteren Beitrag. Geht er nämlich zu dreist in die Offensive, riskiert er die NATO-Deckung, drum auch die langwierige Variante: Kaum anzunehmen, dass die NATO mit der vorbehaltlosen Unterstützung ihrer Massen rechnen darf, vorläufig, denn es sieht ganz nach dem Gegenteil aus, Israel ist schon heute (seit wenigen Wochen) offiziell reif für die Endlösung, ergo muss zunächst Dampf im Kessel erzeugt werden für den Sender Gleiwitz. Die scheibenweise Aufstellung von NATO-Bündnistruppen unterstreicht gegenüber dem Iran die zunehmende Ernsthaftigkeit, während die EUSraEliten-Massen weiter eingeschläfert und an diesen recht brisanten Ernstfall gewöhnt werden.

    Es ist mit einer gewissen Behutsamkeit vorzugehen, denn zwischen Ankara und Peking / Moskau steht nach Syrien nur noch Teheran, der Rest ist Beigemüse, oder Peanuts in der Sprache des Kapitals. Wenn dieses Fass in die Luft geht, dann könnte es so schnell gehen wie beim Eintritt in WK 1 und der Planet unterzieht sich einer Science-Fiction-mässigen Spaltungsprozedur. Selbst ohne Atom dürften durch Fraktionierung in klar unterscheidbare Lager die sehnlichst vermissten Feindbilder aus der Intensivstation entlassen werden – bei bester Gesundheit – ein Wunder, ein Wunder. Sollte es dabei bleiben, steht einem Kalten Krieg V2.0 nichts mehr im Weg. Fortan wäre wieder Hinterzimmerdiplomatie gefragt, um an den „volksverhetzten“ Massen vorbei den gewohnten Handel treiben zu können. Ausser der Fahrplan kracht in sich zusammen, aber davor fürchten sich Eliten naturgemäss – gemach gemach.

    Natürlich würde damit ordnungsgemäss wieder rein gar niemand gerechnet haben wollen, Brandstifterle Westerwellchen und die halbsätzige Kriegskanzlerin eh nicht, die stehen in der 4. Reihe, sonnen sich im Schein des Europäischen Glühwürmchens und blubbern unentwegt Seifenblasen.

    Man könnte fast meinen, die Stabübergabe in China wurde geschickt genutzt, um die Bresche zwischen zwei Regierungen mit einer Prise Staatsterror zu versüssen. Wahrscheinlich verschieben die Planungsstäbe gerade Fähnchen bei Erdbeereis und Bier und entwickeln das nächste Wahlkampfmassaker, derweil sich der KuK-PResstitutionsrat eine passende Hirnwäsche ausdenkt.

    Die Amis auf Kurs
    Grüsse
    kosh

    PS: Man tut was man kann und man kann was man tut.

    1. “ PS: Man tut was man kann und man kann was man tut.“
      oder; mensch kann nicht sehen wohin er geht, schaute er nicht zurück woher er kommt!
      Nach den Querelen des WW1 &WW2 hat Deutschland wenig Spielraum auf der internationalen Bühne.
      Es bleibt aber eine Nischenproduktion.
      Die Hinweise darauf sind erschlagend. Nachrichtendienstliche Aufklärung. Grob ausgedrückt Spionage.
      Überwachungsaufgaben und sog. defensive Waffensysteme.
      Dies ist die Rolle die dem „nie wieder Krieg von deutschem Boden“ Staat zugewiesen wurden. Und dieses Aufgabenverständnis wird meisterlich und ganz im Schatten umgesetzt.

  3. Das erinnert mich an den Film „Hallo Dienstmann“ wo Hans Moser der Dienstmann sagt „wie nemma ma ihn denn?“, so scheint es auch dem Möchtegernkalifen in Ankara zu gehn, wo er keine Ahnung hat solch einen Krieg vom Zaune zu brechen.
    Offenbar hat da der Koran keinen Rat parat.

    1. – … Deutschland … zionistisch besetztes Land. Allerhöchste Zeit etwas dagegen zu tun

      Der gesamte Westen plus Kolonien dienen dem Zionistischen Imperium. Nenn es Besetzung oder Fehlen der Souveränität. Zu beobachten ist erfolgreiche Unterwanderung, Infiltration und Kurzschluss aller wesentlichen Funktionen, sekundiert von nichtjüdischen Karrierezionisten, selbst für viele Juden ist das staats- und privatwirtschaftliche zionistische Netzwerk und die daraus resultierende Vereinnahmung ein Problem geworden.

      Sobald die Amis begreifen, wie ihnen geschieht, desgleichen die Briten, Franzosen etc. etc., sobald die EUSraEliten-Masse beginnt zu begreifen und sich dagegen auflehnt, geschlossen, nicht wie bisher jeder für sich und als solches gegeneinander ausspielbar, erst dann macht es auch für Deutschland Sinn, sich dem anzuschliessen. Ansonsten läuft Deutschland nur einmal mehr Gefahr, aus purer Naivität verheizt zu werden, von Amis, Briten, Franzosen etc. etc.

      Falls die Masse sich darauf nicht einlässt, wovon ich ausgehe, erfolgt die Lösung über die gewohnte Machtpolitik: Das Problem verschwindet von allein, sobald die Dekadenzphase des Zionistischen Imperiums die Endphase abschliesst. Aber das werden wir höchstwahrscheinlich nicht mehr erleben und ebenso wahrscheinlich geht daraus bloss die Fortsetzung der Machtpolitik hervor.

      Die Amis auf Kurs
      Grüsse
      kosh

    1. – Russland muss …

      Die Herausforderung besteht gerade darin zu entscheiden, wann man sich provozieren lassen MUSS, in diese offensichtliche NATO-Falle der EUSraEliten zu treten. Klar sollten adäquate Signale ausgesandt werden, aber mit entsprechenden Geheimdienstinfos könnte auch Aussitzen das Motto der Stunde sein. Von China hören / lesen wir diesbezüglich so gut wie gar nichts, obwohl es letztlich nicht um Russland geht: Es geht ohne Frage um China, denn China wird von den EUSraEliten als „feindliche“ Wirtschaftsmacht wahrgenommen und auch dargestellt, während Russland die Rolle des Züngleins an der Waage zufällt, dessen Gunst der Westen durch destruktives Russlandbashing zu verdienen hofft. Wäre die Rohstoffmacht Russland wie vom Zionistischen Imperium beabsichtigt in ca. 6 Provinzen zerschlagen worden, z.B. im Zuge von Chodorkowskis Ausverkaufsmanövern, das Schicksal Chinas wäre längst besiegelt.

      Vielleicht weiss Meister Sun, wie man den Gegner für sich arbeiten lässt.

      Die Amis auf Kurs
      Grüsse
      kosh

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