China-Bashing und Zensur bei der deutschen Märchenschau

In China steht der 18. Nationalkongress der KP China vor der Tür, wobei auch ein Generationswechsel in der Parteiführung ansteht. Die bisherige Partei- und Staatsführung unter Führung von Hu Jintao und Wen Jiabao, die Chinas Geschicke in den lezten 10 Jahren geleitet hat, kann getrost als die weltweit erfolgreichste Staatsführung des bisherigen 21. Jahrhunderts bezeichnet werden.

Die Pekinger ARD-Hörfunkkorrespondentin Ruth Kirchner ventiliert seit Jahren bei der staatlichen deutschen Märchenschau einen anti-chinesischen Artikel nach dem Anderen, sei es, dass sie Zensur anprangert wie im Artikel „Eine Quelle kritischer Kommentare versiegt“ oder Chinas Verteidigungspolitik wie im Artikel „Chinesische Armee lässt die Muskeln spielen.“ Es ist schwer, auch nur einen in den letzten Jahren von Ruth Kirchner veröffentlichten Artikel bei der Tagesschau zu finden, der irgendein gutes Haar an der chinesischen Staatsführung lässt.

Was die staatliche deutsche Tagesschau zu China publiziert, ist sich ständig wiederholendes China-Bashing, bei dem mit Spin-Effekten und Wahrheitsverdrehungen systematisch versucht wird, in der deutschen Bevölkerung negative Gefühle gegen die chinesische Staatsführung zu schüren. Doch die Erfolge Chinas sind trotz allen China-Bashings unübersehbar. In den letzten zahn Jahren ist es der chinesischen Staatsführung gelungen, China zu dem Land mit dem größten Wirtschaftswachstum aller Zeiten zu machen, Hunderte Millionen von Chinesen aus bitterer Armut zu befreien und China auf friedlichem Weg zu einem Machtpol zu machen, der der ganzen Welt eine realistische wirtschaftliche und politische Alternative zum räuberisch-aggressiven US-Empire bietet.

Genau diese erfolgverheißende realpolitische chinesische Alternative zum US-Empire ist die Triebfeder der Lakaien des US-Empires beim China-Bashing. In ihrem neuen China-Bashing-Artikel zum 18. Nationalkongress der KP Chinas, der am 5. November 2012 bei der deutschen Tagesschau unter dem Titel „Chinas KP-Nachwuchs: Ein Parteibuch für die Karriere“ veröffentlicht wurde, wirft Ruth Kirchner Nachwuchsmitgliedern der KP Chinas vor, sie würden nur um der Karriere wegen in die Partei eintreten, die Partei wäre ideologisch geeint durch kaum mehr als das „Absingen patriotischer Lieder,“ und außerdem lässt sie eine namentlich nicht genannte Frau, die in einem Staatsbetrieb arbeite, klagen, die Partei sei korrupt und die Führungskader raffgierig.

Wenn China-Bashern nichts mehr einfällt, dann beschuldigen sie die chinesische Führung der Prinzipienlosigkeit und Raffgier. Das geht immer, denn Prinzipienlosigkeit und Raffgier gehören zur Natur vieler Menschen und sie sind deshalb immer und überall in gewisser Weise anzutreffen. Da beim China-Bashing immer die gleichen Wortmuster und Satzkonstrukte zum Einsatz kommen, verwundert es nicht, dass das auch beim Tagesschau-Artikel vom 5. November 2012 der Fall ist. Am 26. September 2012 hatte Ruth Kirchner die gleiche Soße bereits im Tageschau-Artikel „Chinas junge Kommunisten – Karriere statt Marx und Mao“ versprüht. Zu einem wesentlichen Teil wurden da am 26. September beim China-Bashing schon wortgleich genau die gleichen Sätze wie beim China-Bashing am 5. November 2012 verwendet – bis hin zur anonym bleibenden Frau, die in einem Staatsbetrieb arbeitet, und auf die chineische Staatsführung schimpft. So funktioniert Propaganda. Es wird immer wieder die gleiche versponnene Brühe aufgekocht, bis das Publikum irgendwann glaubt, da sei ein Körnchen Wahrheit dran.

Ein Parteibuch-Leser hat zum neuen China-Bashing der staatlichen deutschen Märchenschau folgenden Kommentar abgegeben:

Prima Beschreibung wie Politik funktioniert

Das ist eine prima Beschreibung wie Politik funktioniert: millionenschwere Nebeneinkünfte und Steigerlied, die eigene Karriere mehr im Sinn als das Gemeinwohl.

Der Bericht trifft beinahe Satz für Satz auf die Situation in Deutschland, in anderen EU-Staaten und den USA zu, außer dass die Politiker der westlichen Staaten normalerweise zu Lebzeiten nicht für ihre Verbrechen im Amt bestraft weren. Gerade wird in Britannien z.B. untersucht, ob in den 70er Jahren ein führendes Mitglied der konservativen Partei ebenso wie ein prominentener jüngst verstorbener BBC-Journalist Mitglieder eines Kinderschänderringes waren.

Aber viel liegt da wie schon im Fall Dutroux in einer dunklen Wolke. Die Parteimedien trauen sich selbst nach dem Tod der Übeltäter kaum zu berichten, und die Bevölkerung tuschelt davon, solange die Personen leben, aus Angst vor Strafe allenfalls hinter vorgehaltener Hand.

Angriffskriegsverbrecher gegen Jugoslawien und Irak laufen derweil frei herum.

Natürlich wurde der Kommentar von den Zensoren der staatlichen deutschen Tagesschau wegzensiert und unterdrückt. Solche entlarvenden Kommentare sind in Deutschland nicht erwünscht und werden von der staatlichen deutschen Zensur bekämpft. Wer solche Dinge äußern will, muss in ein Land gehen, wo die Zensoren toleranter sind. Auswandern nach China wäre da zum Beispiel eine Möglichkeit.

Nachtrag: Das Parteibuch wurde informiert, dass der Konsument der staatlichen Tagesschau noch folgenden zweiten Kommentar dazu abgegeben hat:

Inhaltlich praktisch identischer Beitrag

@Krsl
„Irre ich mich oder gab es vor 1-2 Monaten einen inhaltlich prakrisch identischen Beitrag?“

Der inhaltlich praktisch identische Beitrag trug den Titel „Chinas junge Kommunisten – Karriere statt Marx und Mao“ und ist am 26. September 2012 bei der Tagesschau erschienen. Damit Propaganda wirkt, muss sie bis zum Erbrechen wiederholt werden.

Auch dieser Kommentar wurde von den staatlichen deutsche Tageszensoren unterdrückt.

10 Gedanken zu “China-Bashing und Zensur bei der deutschen Märchenschau

  1. „Wer solche Dinge äußern will, muss in ein Land gehen, wo die Zensoren toleranter sind“

    …. oder es mal in der FAZ versuchen – aber da wird man den ganz großen Blödsinn wohl eh nicht lesen, weil die Hemmschwelle der Journalisten scheinbar noch höher ist, als in den Blöd-Medien.

    Jedenfalls geht die FAZ mit kritischen Kommentaren äußerst tolerant um, solange es nicht unter die Gürtellinie geht.

  2. @Hop-Sing
    Ich kenne die Zensur bei der FAZ nicht weiter, denke sie ist eines dieser kommerziellen Schmierblättchen, die von finanzstarken Finanziers Geld dafür bekommen, dass sie Propaganda im Sinne der Finanziers machen. Wenn man es für richtig hält, dass kommerzielle Massenmedien erlaubt sind, dann kann dagegen auch nichts einwenden, denn das ist nunmal das generelle Geschäftsmodell kommerzieller Massenmedien. Da bestimmt der Eigentümer nunmal, was veröffentllicht wird und was nicht. Da ist die beste Abhilfe dagegen, sich von der Propaganda sein Gehirn vernebeln zu lassen, sich dem Zweck dieser Medien bewusst zu sein und diese Propaganda einfach nicht oder sparsam zu konsumieren.

    Bei der staatlichen deutschen Tagesschau ist das anders: die hat einen von der Politik überwachten öffentlichen Informationsauftrag zu erfüllen und wird dafür von der Öffentlichkeit finanziert. Propaganda und Zensur bei der Tagesschau sind deshalb im Gegensatz zu Propaganda und Zensur bei privaten Massenmedien ein politischer Skandal.

  3. wirft Ruth Kirchner Nachwuchsmitgliedern der KP Chinas vor, sie würden nur um der Karriere wegen in die Partei eintreten, die Partei wäre ideologisch geeint durch kaum mehr als das “Absingen patriotischer Lieder,” und außerdem lässt sie eine namentlich nicht genannte Frau, die in einem Staatsbetrieb arbeite, klagen, sei die Partei korrupt und die Führungskader raffgierig.
    merkwürdig, daß mir bei diesen zeilen sofort unsere korruptis in unseren „volksparteien“ einfallen. in china allerdings werden funktionäre, die es zu dolle treiben immerhin zur rechenschaft gezogen. hierzulande ist mir eine echte bestrafung von polithanseln und -greteln noch nicht untergekommen.

  4. ff zumal ja die Leute das auch glauben was sie hören. Ich hatte damals als die weltweiten „free Tibet“-Kampagnen kurz vor der China -Olimpiade liefen mal genauer geschaut und bemerkt, dass wir wieder mal ganz massiv belogen worden.

    Die Unruhen. Krawalle wurde gewissermaßen China in die Schuhe geschoben, obwohl das eine weltweit organisierte Kampagne war. Die Polizei war gar nicht vorbereitet auf sowas und die Krawallmacher hatten ganze Straßenzüge angezündet, bei denen viele Menschen, darunter drei kleine Mädchen bei lebendigem Leibe in einem angezündeten Laden verbrannt sind. Viele andere wurden erschlagen, erstochen und verfolgt. Die viel zu schwache überraschte Polizei machte auf einem Foto – leider kann man es hier nicht schicken – ein jämmerliches Bild von sich hinter Schilder verschanzenden Angsthasen im Steinhagel. Und das waren Infos eines Artikels aus dem ECONOMIST bzw. eines englischen Journalisten der dort war – wohingegen alle deutschen Medien (mit Ausnahme des SPIEGEL ausnahmsweise) die übliche Story von der „Abschottung kommunistischer Länder wie China“ herumtröteten – sie hätten nur den ECONOMIST lesen brauchen !
    Über die schwache Polizei, die die Morde der Terroristen nicht unterbinden konnte wurde natürlich nicht berichtet – aber als die Armee kam, um dem Morden und Brandschatzen ein Ende zu bereiten blöckte die Propagandapresse natürlich von „brutaler Unterdrückung“.

    Schon lange vorher wurden hochqualifizierte Positionen geschaffen für die Organisatoren der Kampagnen bei den „Free Tibet“-Organisationen. Tibet watch haben sie 2006 Installiert. (auch das „about us“ Gibt keine Auskunft wer hier dahintersteht und finanziert. )
    http://www.tibetwatch.org/ Das konnte man auf deren Webseiten finden. Viel Aufwand Propaganda in die Presse zu bringen war das natürlich sicher nicht, da die Medien ja Teilnehmer an dem China-Bashing sind. Die drucken udn senden alles was ihnen von den authorisierten Propagandisten vorgesetzt wird. Der US-Propaganda- und Aufstands-Koordinationssender Radio „Free Asia“ tat natürlich seine „Hausaufgaben“.

    Was ich bei der Gelegeheit auch fand:
    – einen erschreckend offenen Film aus den USA, wo alte CIA-Rentner über ihre damalige Zeit bei der Bewaffnung und Koordination der tibetischen Terroristen geredet haben. Das ging bis zu US-Präsident Nixons Aufgabe der Terrororganisation im Tibet.

    – aber eher noch schlimmer, was ich aus einem Buch über die herrschende Mönchsklasse hörte. Die waren ja nicht wenige, besiedelten ganze Städte die sehr prächtig waren, arbeitzeten aber nciht sondern liesen sich von ihren -im Prinzip – Sklaven bedienen wie die Made im Speck. Zur Herrschaft gehörten mittelalterliche brutalste Unterdrückungsmaßnahmen und Strafen, aber auch Kindesmißbrauch. So viel zur Liebe udn Unschuld der keiner Fliege etwas zuleide tuenden Mönche !
    Alleine, dass die inzwischen an die 40 Mönche zur Selbstverbrennung verdammt haben ist doch schon einer Sauerei. Dass sie sich früher und ja in geringem Maße – nur vermutlich ohne staatlich gedecktem Zwang auch heute noch die Kinder armer Leute zum indoktrinieren holen, finde auch schlimm.

    Wenn es hier um Zerstörung von Traditionen und Kultur geht, dann soll man auch sagen welche: Die Herrscher- und Sklavenkultur eines klerikal-faschistischen Feudalstaats.

  5. Ein paar Links haben jedoch überlebt bzgl. Tibet-Manipulationen:
    – Medienmanipulationn in der gesamten Westpresse u.a. Medien:

    Tibet: Der Dalai Lama – Mythos und Wahrheit Teil 1

    1. @Dude
      Dass Lakaien des US-Empires zum Miesmachen der chinesischen Erfolge der letzten 10 Jahre nichts einfällt, außer fast 10 Jahre alten Propaganda-Müll einer CIA-gestützten anti-chinesischen Sekte zu verbreiten, zeigt letztendlich auch nur wie erfolgreich die chinesische Staatsführung in den letzten 10 Jahren war.

      Eine peinliche Nazi-Beleidigung gleich im ersten Post zeugt obendrein von einer den jüngeren Erfolgen der KP Chinas geschuldeten Verzweiflung bei den anti-chinesischen Propaganda-Truppen.

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