Türkische Armee setzt Angriffskriegshandlungen gegen Syrien den 6. Tag in Folge fort

Die türkische Armee setzte am Montag den 6. Tag in Folge ihre Angriffskriegshandlungen gegen Syrien fort. Propagandistisch maskiert werden die von der Türkei aus erfolgenden Angriffskriegshandlungen auf die klassische Art mit der Behauptung „jetzt wird zurückgeschossen.“

Die türkischen Angriffe auf Syrien erfolgen an zumindest drei weit voneinander entfernt liegenden Grenzabschnitten gleichzeitig: von Akcakale aus nach Tel Abyad (Karte), von Güvecci aus nach Khourbet Al-Jouz (Karte) und aus der Gegend von Hacipasa aus in Richtung Darkoush (Karte).

Das türkische Vorgehen scheint an allen Grenzabschnitten in den letzten Tagen aus in etwa gleich gewesen zu sein. Es stellt sich wie folgt dar: Zunächst dringt von türkischer Seite aus unbehindert von türkischen Sicherheitskräften eine große Anzahl von gut bewaffneten Terroristen auf die syrische Seite der Grenze vor und eröffnet direkt von der Grenze beginnend das Feuer auf syrische Sicherheitskräfte. Sobald die syrischen Sicherheitskräfte sich verteidigen und das Feuer auf die sie angreifenden Terroristen erwidern, fällt zufällig eine aus Syrien abgeschossene Granate auf türkisches Territorium. Wer die Granate abgeschossen hat, die auf türkischem Territorium niedergegangen ist, lässt sich aufgrund der Schusswechsel im Nachhinein kaum mit absoluter Gewissheit beweisen, auch wenn Vieles dafür spricht, dass die von der Türkei unterstützten Terroristen in Absprache mit der türkischen Regierung Granaten auf türkisches Gebiet schießen, um so dem Eingreifen der türkischen Armee eine Rechtfertigungsmöglichkeit zu geben. Die türkische Armee nutzt die auf türkischem Territorium eingeschlagene Granate als Vorwand, um die Stellungen der syrischen Behörden duch Artilleriebeschus zu zerstören. Die syrischen Sicherheitskräfte erwidern das Artilleriefeuer der türksichen Armee nicht, sondern werden entweder durch den türksichen Artielleriebeschuss oder die von der Türkei unterstützten Terroristen getötet oder flüchten. Die Türkei und die NATO-Propaganda behaupten öffentlich, die Türkei sei von syrischem Staatsgebiet aus angegriffen worden, und die türksiche Armee habe daraufhin zur Vergeltung, also aus Rache, auf Syrien „zurückgeschossen“. Anschließend brüsten die von der Türkei aus nach Syrien eingedrungenen und von der Türkei unterstützten Terroristen sich öffentlich mit der erfolgreichen Eroberung der Grenzposition.

Da die Angriffe aus der Türkei an mindestens drei Grenzabschnitten auf die gleiche Art und Weise erfolgten, und die Angriffe, wie ein an den Angriffen auf Tel Abiad beteiligter Terrorist gegenüber einem niederländischen Journalisten erklärte, ohne die Unterstützung durch Artillerie-Feuer der türkischen Armee keinerlei Erfolgsaussicht gehabt hätten, liegt der Schluss nahe, dass Syrien es hier mit von der türkischen Regierung systematisch geplanten und koordinierten Angriffskriegsverbrechen zu tun hat.

Angesichts der Information von Javier Espinosa, dass sich in Güvecci viele Mitglieder der Terrorgruppe FSA aufhalten, um dem Kampf in Syrien beizutreten, ist es auch keine Frage, dass die Terroristen ihre Angriffe auf die syrischen Grenzabschnitte von der Türkei aus starten, und die Türkei die Terroristen beherrbergt, und ihre Angriffe auf Ziele in Syrien unterstützt, billigt oder jedenfalls duldet, und sich obendrein mit regulären Artillerieeinheiten der türkischen Armee entscheidend an den Angriffen der Terroristen gegen Syrien beteiligt.

Unklar ist bislang, warum die syrische Regierung diese offensichtlichen Angriffskriegsverbrechen der Türkei nicht öffentlich als solche benennt, sondern stattdesen öffentlich nur erklärt, die Vorfälle würden untersucht, und die Türkei auffordert, von der Untertützung bewaffneter Banden Abstand zu nehmen. Möglicherweise betrachtet die syrische Regierung die türkischen Attacken auf die Grenzen angesichts des aggressiven türkischen Verhaltens der letzten Monate nicht mehr als wesentliche Eskalation, sondern in erster Linie als Ablenkungsmanöver, mit dem die Türkei die syrische Armee davon ablenken möchte, ihr erfolgreiches Vorgehen gegen die von der Türkei unterstützten Terroristen in Aleppo fortzuetzen. Völlig unverständlich ist jedoch, warum ansonsten recht kritische Medien wie Russia Today angesichts der offensichtlichen türkischen Angriffskriegshandlungen die türkische Propaganda-Lüge verbreiten, die Türkei würde „zurückschießen“.

9 Gedanken zu “Türkische Armee setzt Angriffskriegshandlungen gegen Syrien den 6. Tag in Folge fort

  1. Die Aggression gegen Syrien ist ein Gaskrieg, ein Schiesskrieg und ein Religionskrieg. Die russischen Interessen sind dabei komplex und nicht so ohne weiteres pro Assad. Denn im Gaskrieg möchte Russland natürlich bei den geplanten Pipelines nicht allein das Feld dem Prince of Darkness, dem dunklen Lord von Qatar überlassen, der als zionistischer US/NATO-Agent auch die Türkei mit seinen korrupten Öldollars via Kurden unter Druck setzen könnte. Nicht auszuschliessen, dass man sich heimlich geeinigt hat und sich daher das Blatt gegen Syrien zu wenden beginnt. Im Schiesskrieg ist es so, dass Russland sich noch nicht unbedingt mit der zionistischen USA/NATO anlegen will, es braucht noch Zeit um seine Armee zu modernisieren. Ausserdem hat es jede Menge Probleme im eigenen Land, die – wie die von Sorros und Konsorten gesponserten Pussy Riot-Aktion deutlich zeigte – ziemlich unangenehm werden können. Schliesslich sieht sich Russland im Religionskrieg immer schon als Erbe und Rächer von Byzanz, dessen Hauptstadt Konstantinopel bzw. Istanbul es immer schon von den Osmanen, jetzt den Ata-Türken befreien wollte: einmal um den ökomenischen Patriarchen von der türkischen Drangsalierung zu befreien, und zum anderen, um die Bosporus-Durchfahrt zum Schwarzen Meer zu kontrollieren. Daher ist es keineswegs auszuschliessen, dass die Russen über kurz oder lang die Hagia Sophia wieder in eine orthodoxe Kirche rückverwandeln, falls der korrupte Erdogan zu weiter macht, der seine Macht u.a. auf die verleumderischen Umtriebe der Güllen-Bewegung stützt, hierzu die neuesten Nachrichten: Gülen’s False Choice: Silence or Violence:
    http://www.islamicpluralism.org/2111/gulen-false-choice-silence-or-violence

  2. Die Überschrift ist im Grunde falsch – zumindest wenn man sagt „die Türkei“ statt „die türkische Armee“.

    Vielleicht sollte man auch statt „Türkei“ auch gleich „NATO“ sagen.

    Es ist bekannt, dass Erdogan bzw. die NATO/AL tausende arabische Guerrilla-Krieger, die überwiegend aus Nicht-Syrern bestehen, entlang der syrischen Grenze stationiert, ausbildet, bewaffnet, finanziert und vermutich auch steuert – wie die eingestandenen „Kommunikationsgeräte“ (nicht abhörbare Satellitenhandies, die auch US-Satelitenaufnahmen der Kampfgebiete auf PCs bringen) nahelegen.

    Da wo die sysrische Armee gerade nicht ist oder sehr schwach, wird angeriffen und Terror gemacht, um die „Unfähigkeit des Regimes Assad“ zu beweisen, kommt die Armee gehen sie wieder in den Schutz der Türkei/NATO und greifen an einem anderen Punkt wieder an. Ggf. auch in Uniformen der syrischen Armee und schießen, wenn gewünscht, auch ihre Granaten in die Türkei, wenn die NATO ihren Kriegsgrund braucht.

    DAS IST BEREITS KRIEG und nicht erst seit 6 Tagen!

    Es sind ja immer die Städte in Grenznähe die Opfer der NATO-Terroristen werden.
    Definitiv falsch ist die Überschrift deshalb zwar nicht, aber angemerkt werden sollte dies m.E. schon.

    Was anderes: Ich habe gerade einen sehr guten Hintergrundartikel zu Syrien gelesen, den ich Interessierten empfehlen kann:
    Versuch eines kommunistischen Standpunkts zum Bürgerkrieg in Syrien
    http://www.kaz-online.de/pdf/340/340_4.pdf

  3. Kann es sein das die drecks zionisten darauf spekulieren das der Iran seinem partner syrien bei krieg mit den türken unterstützt und dadurch sich die chance für die Zionisten und ihren Vasallen (USA & Nato) biete gleich gegen beide Iran und Syrien krieg zuführen ?

  4. „Völlig unverständlich ist jedoch, warum ansonsten recht kritische Medien wie Russia Today angesichts der offensichtlichen türkischen Angriffskriegshandlungen die türkische Propaganda-Lüge verbreiten, die Türkei würde “zurückschießen”.

    Ich mache mir darüber auch seit einiger Zeit so meine Gedanken. Da gibt es mehrere ähnlicher Ereignisse. Auch Rianovosti, bläst da mit ins Horn und hat sofort mitbehauptet, Syrien hätte alles zugegeben und sich entschuldigt.

    Weiterhin hat ein sehr übler Kommentator und Kriegshetzer , der bei „Die Zeit“ Narrenfreiheit geniesst, so eine Bemerkung fallen lassen, dass RT so sinngemäss, „mit zum Club“ gehört.
    Wer also bedingungslos steuern will, muss auch die „Oppositionsmedien“ kontrollieren. Und das immer kritischer werdende Stimmvieh mit „alternativen Nachrichten“ beschäftigen. Sollte es tatsächlich so sein, dann frage ich mich, wem man überhaupt noch richtig trauen kann?

    1. @wurzelberg

      Wenn Sie weitere ernst gemeinte, auf Wahrheit bedachte Nachrichten in deutscher Sprache wollen, dann empfehle ich auch „www.sarsura-syrien.com“. Beim vorletzten Artikel sammelten sich dort 111 Kommentare.

  5. Der Türkei geht es vorallem darum die FSA und andere auf das syrische Gebiet zu schieben und dazu ist eine Pufferzone nötig. Sie hat nähmlich mittlerweile Angst das daß ganze eskaliert und zwar nach innen hinein. Vorallem wenn die Kurden und die Alawiten einen Aufstand wagen.

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